Finanzen überblicken mit einem Haushaltsbuch – oder wie machst Du das?

Dezember 2015 trafen wir eine Entscheidung, die nachhaltig unser Leben veränderte.

Zu diesem Zeitpunkt stand mein (Mike) Konto bei etwa 2.800 Euro. Die Jahre zuvor pendelte zwischen 1.000 und 4.000 Euro hin und her.

Ein Witz!

Lächerlich.

Ich hatte nicht einmal in die Rentenkasse eingezahlt. An private Altersvorsorge war nicht zu denken.

Heute besitzen wir stetig wachsende Aktiendepots inklusive ETF-Sparpläne. Unsere Rücklage würde uns durch 5 bis 10 Jahre Arbeitslosigkeit bringen. Wir investieren gerade in eine Innenstadt-Immobilie in Hanau.

Welche Entscheidung trafen wir im Dezember 2015?

Wir entschieden uns ein Haushaltsbuch zu führen und unsere Finanzen zu überblicken.

Das veränderte zunehmend und vor allem nachhaltig unser Spar-, Konsum- und Investitionsverhalten.

Ende 2018 denken wir uns, dass wir damit unmöglich alleine sein können und rufen zur Blogparade auf.

Aufruf zur Blogparade

Wie überblickst Du Deine Finanzen? 

Was hat sich dadurch bei Dir verändert?

Hast Du Lust Deine Erfahrung mit vielen Menschen zu teilen? Dann freuen wir uns, wenn Du an unserer Blogparade teilnimmst.

Wie kannst Du teilnehmen?

  • Schreibe Deine Erfahrung und Gedanken zu den Fragen „Wie überblickst Du Deine Finanzen?“ und „Was hat sich dadurch bei Dir verändert?“ auf.
  • Verlinke diesen Artikel (https://beziehungs-investoren.de/warum-solltet-ihr-ein-haushaltsbuch-fuehren/) in Deinem Beitrag auf eines der folgenden Wörter: „Haushaltsbuch“, „Haushaltsbuch führen“, „Finanzen überblicken“, „Beziehungs-Investoren“
  • Poste den Link zu Deinem Beitrag bis zum 30. November in die Kommentare

Du hast keinen Blog und möchtest dennoch teilnehmen? Schreibe uns Deine Gedanken direkt in die Kommentare oder schicke uns eine Mail an info [ at ] beziehungs-investoren.de

Nachfolgend findest Du unsere Gedanken zu einem Finanzüberblick und welche Vorteile wir daraus gezogen haben. Wir werden Eure Argumente, Ideen und Erfahrungen im Dezember in diesen Text einarbeiten und damit eine tolle Sammlung erstellen.

Hättest Du gerne Captain Jack Sparrows Kompass?

Stellt Euch vor Ihr bräuchtet nur an Euer Ziel zu denken und auf magische Weise werdet Ihr dort hingeführt.

Captain Jack Sparrow erreicht auf exakt diese Art die Orte, an die seine Gedanken ihn führen.

Egal, ob auf der Black Pearl oder einer sinkenden Nussschale.

Im Laufe des Films landet Captain Jack Sparrow genau an seinem Wunschort.

Wie macht er das?

Durch Kraft seiner Gedanken und seines Herzens.

Jack Sparrow folgt seinem Herzen und stellt sich vor, wie er den nächsten kostbaren Gegenstand in Händen hält.

Getrieben von Reichtum und Abenteuer durchkreuzt er die stürmische See.

Sparrow besitzt abseits seiner Gedanken noch ein wichtiges Instrument.

Hast Du es schon gesehen und von ihm gehört?

Richtig. Sein Kompass.

Unabhängig davon wo sich Captain Jack Sparrow gerade aufhält, zeigt die Nadel in seine Wunschrichtung.

Fantastisch, oder? So lange der Captain weiß, was er will und wohin er möchte, führt ihn der Kompass ans Ziel.

Wäre es praktisch so einen Kompass für Eure Finanzen zu besitzen?

Auf jeden Fall.

Ihr gebt vor, wo es hin gehen soll und dieser Kompass zeigt Euch die Richtung.

Jetzt kommt das Beste.

Es gibt einen solchen Kompass.

Nur heißt er bei Euren Finanzen anders.

Habt Ihr eine Idee, was dieser Kompass sein könnte?

Die Antwort ist so einfach und dennoch ignorieren sie die meisten Menschen.

Der Kompass ist das Haushaltsbuch.

Das Haushaltsbuch zeigt Euch die Richtung.

Wollt Ihr Schulden abbauen? Das Haushaltsbuch weiß wie.

Ihr wollt Ausgaben einsparen? Das Haushaltsbuch weiß wo.

Wollt Ihr Vermögen aufbauen? Das Haushaltsbuch zeigt Euch wie.

Allein diese drei Bereiche zeigen, wie mächtig dieses Werkzeug ist.

Wollt Ihr das Haushaltsbuch als Paar nutzen?

Dann ist das Werkzeug noch viel mächtiger.

Welche unfairen Vorteile Ihr mit einem Haushaltsbuch habt, zeigt Euch dieser Artikel.

Die 6 Vorteile wurden von Mike für Euch verfasst.

Vorteil 1 – Gemeinsamer Überblick aller Finanzen

Geld liegt überall herum in der Wohnung.

Ein paar Münzen rollten unter das Bett. Andere fielen in die Sofaritze.

Kleingeld wird schnell auf Tischen oder Schränken abgelegt, damit es aus der Hosentasche raus ist.

Beim Waschen finden wir dennoch weiteres Geld.

Die Lösung für dieses Problem: Geld gehört konsequent in den Geldbeutel.

Was ist der Vorteil an diesem Vorgehen?

Du hast Dein gesamtes Kleingeld im Blick und kannst Entscheidungen treffen:

  • Reicht mein Geld für die kommenden Einkäufe?
  • Sollte ich weiteres Geld abheben?
  • Besitze ich zu viel Kleingeld und möchte ich einen Teil zur Bank bringen?

Digitales Geld verteilt sich ebenfalls an längst vergessene Stellen.

Ritzen, Schränke und Hosentaschen werden ersetzt durch Konten, Depots und Verträge.

Das Haushaltsbuch übernimmt die Aufgabe Eures Geldbeutels.

Ihr sammelt im Haushaltsbuch Euer digitales Geld und bringt es an einen Ort.

Wieso ist das nützlich?

Ohne nachzuprüfen wie Euer tatsächlicher Stand ist: Wie lauten Eure Antworten auf diese Fragen:

  • Wie viel Geld ist auf Euren Konten (Giro-, Spar-, Tagesgeld- & Festgeldkonten) vorhanden?
  • Wie viele Verträge (Riester, Bausparer, Versicherungen, etc.) besitzt Ihr, die Euch (langfristig) Geld einbringen?
  • Wie viel Geld bringen Euch diese Verträge zu welchem Zeitpunkt ein?
  • Wie viele Verträge (Versicherungen, Mitgliedschaften, etc.) besitzt Ihr, die Euch Geld kosten?
  • Wie viel Geld kosten Euch diese Verträge im Monat oder Jahr?
  • Wie hoch ist Eure aktuelle Rücklage?
  • Wie viele Monate könntet Ihr ohne Einkommen von Euren Rücklagen leben?
  • Wie hoch sind Eure Einnahmen im Monat?
  • Wie viel Eures Geldes ist investiert (Aktien, ETFs, etc)?

Sind diese Fragen entscheidend für Euch?

Wäre es wichtig für Euch zu wissen, wie viel Geld in Eurer Rücklage ist, wenn Eure Waschmaschine oder Auto kaputt geht?

Durchaus.

Wäre es wichtig zu wissen, wie Eure Ausgaben und Einnahmen aussehen, wenn Ihr überlegt einen weiteren Vertrag abzuschließen oder einen Kredit aufzunehmen?

Auf jeden Fall. Banken verlangen dies sogar für einen Kredit.

Wäre es wichtig für Euch, zu wissen, wie gut Ihr abgesichert sein, sollte einer oder beide in die Arbeitslosigkeit rutschen?

Definitiv.

Diese Informationen helfen Euch Entscheidungen zu treffen, rational abzuwägen und entspannt(er) in Krisensituationen zu agieren.

Bonus-Tipp

Manchmal entsteht ein solches Kontenwirrwarr, dass es selbst im Haushaltsbuch schwer ist, die Übersicht zu behalten. Ist dies bei Euch der Fall?

Vorteil 2 – Aufteilung gemeinsamer Kosten

Zieht Ihr zusammen? Werdet Ihr heiraten? Bekommt Ihr Nachwuchs? Stehen größere Anschaffungen bevor?

Dann stehen Veränderungen an.

Jedes dieser Beispiele ist mit Kosten verbunden.

Bei der ersten gemeinsamen Wohnung sind bereits beim Umzug finanzielle Entscheidungen zu treffen. Besonders spannend wird die Zeit nach dem Umzug.

Wie verteilt Ihr die Fixkosten? Wie geht Ihr mit variablen Kosten um?

Heiraten und Nachwuchs bekommen, können Eure bisherige, finanzielle Aufstellung ebenfalls durcheinander wirbeln.

Wer übernimmt welche Kosten bei der Heirat? Das Kleid oder der Anzug soll 2.000 Euro kosten oder der extravagante Sportwagen soll für zu viel Geld gemietet werden?

Wie könnt Ihr mit einseitigen Einkommensausfällen bei der Erziehung Eures Nachwuchs umgehen? Und wer bezahlt die Grundausstattung Eures Babys?

Euer Haushaltsbuch liefert Euch die nötigen Informationen.

  • Wie viel Geld liegt auf der hohen Kante?
  • Welche Einkommensausfälle sind verkraftbar?
  • Bleibt noch Geld übrig, wenn einer nicht mehr arbeiten geht, um einen Ausgleich zu zahlen?
  • Was könnte eine faire Aufteilung sein?

Vorteil 3 – Zusammen Ziele setzen und verwirklichen

Einmal im Jahr trefft Ihr Euch, um Euch gemeinsame Ziele zu setzen.

Hervorragend.

Damit wisst Ihr bereits, wo Ihr hin möchtet.

Jetzt benötigt Ihr noch den Kompass.

Richtig. Der Kompass ist das Haushaltsbuch.

Eines Eurer finanziellen Ziele könnte wie folgt aus sehen:

Dieses Jahr möchten wir 5.000 Euro in ETF-Sparpläne investieren.

Wisst Ihr, wann Ihr Euer Ziel erreicht haben werdet?

Sicher. Am Ende des Jahres überprüft Ihr, ob Ihr 5.000 Euro in Eure ETF-Sparpläne eingezahlt habt. Im Laufe des Jahres könnt Ihr checken, wie viel Euch noch fehlt, um Euer Ziel zu erreichen.

Doch ist dieses Ziel sinnvoll und realistisch?

Schwer zu sagen, ohne Eure finanzielle Situation zu kennen.

Erkennt Ihr den nächsten Vorteil ein Haushaltsbuch zu führen?

Ihr wisst, wie viel Geld Ihr pro Monat zusätzlich zur Verfügung habt. Zudem kennt Ihr Eure Rücklagen und wie viel dort eingezahlt werden sollte.

Angenommen Ihr hättet pro Monat 500 Euro zum Investieren. Zu Beginn entscheidet Ihr Euch lediglich ETFs zu kaufen.

Rechnerisch sind das 6.000 Euro im Jahr, die Ihr Euch für Eure Investition zum Ziel setzen könntet.

Im zweiten Schritt könntet Ihr sogar hergehen und eine weitere Stufe Eures Ziels hinzufügen.

Dieses Jahr möchten wir mindestens 6.000 Euro in ETF-Sparpläne investieren. Durch steigern unseres Einkommens und verringern unserer Ausgaben wollen wir zusätzliche 1.000 Euro in ETF-Sparpläne investieren.

Auch bei diesem Ziel wird das Haushaltsbuch Euch unterstützen.

Beispielsweise könnte es aufzeigen, wo Ihr doppelte oder unnötige Verträge abgeschlossen habt. So könnte neues Kapital frei werden.

Im Einkommen könntet Ihr feststellen, dass Ihr Zinsen und Dividenden erhaltet und diese zusätzlich investieren. Oder Ihr tätigt Verkäufe von gelesenen Büchern oder ungetragener Kleidung.

Euer finales Ziel könnte also lauten:

Dieses Jahr möchten wir mindestens 6.000 Euro in ETF-Sparpläne investieren. Durch Kündigen unnötiger Verträge und durch Verkäufe investieren wir weitere 1.000 Euro in unsere ETF-Sparpläne.

Vorteil 4 – Gesprächsstoff für Eure Geldgespräche

Über Geld spricht man nicht diese Phrase ist ausgelutscht und überholt.

Warum solltet Ihr in einer glücklichen und langfristigen Beziehung ein derart wichtiges Thema auslassen?

Schließlich unterhaltet Ihr Euch auch über Reisen, Euren Alltag, Sex und Zukunftspläne. Bei allem spielt Geld eine Rolle.

Doch was sind die Inhalte dieser Geldgespräche?

Nun. Es können allgemeine Themen wie die Finanzierung Eurer Zukunftspläne sein. Vielleicht wollt Ihr zusammen die Börse verstehen? Oder Ihr trefft Entscheidungen wie Ihr Geld ausgeben oder zurücklegen möchtet.

Wie Euch das Haushaltsbuch in diesen allgemeinen Fragen unterstützen kann, habt Ihr im Vorteil 3 kennengelernt.

Ein Haushaltsbuch zu führen bedeutet auch, dass automatisch immer neuer Gesprächsstoff entsteht.

Wie könnte sowas aussehen?

  • Unsere Rücklage übersteigt nächsten Monat unsere Mindestgröße. Wie wollen wir mit dem zusätzlichen Geld umgehen?
  • In den letzten sechs Monaten sind unsere Ausgaben kontinuierlich gestiegen. Woran liegt das? Wollen wir dies? Wie gehen wir damit um?
  • Wie haben wir es geschafft so geringe Ausgaben im letzten Monat zu haben?
  • Sind wir zufrieden mit unseren Einnahmen, Ausgaben oder unserer Sparquote? Welche Möglichkeiten besitzen wir, etwas daran zu ändern?

Vorteil 5 – Potenziale aufdecken und nutzen

Isla de Muerta.

Im Universum von Captain Jack Sparrow galt diese Insel als unauffindbar.

Sie war unsichtbar.

Wer nicht wusste, wo sich die Isla de Muerta befand, konnte sie nicht aufsuchen.

Lediglich der Kompass vom Captain war in der Lage, ihn zu seinem Ziel zu navigieren.

In Euren Finanzen sind überflüssige Verträge, zu teure Abschlüsse und zusätzliche Einnahmequellen wie die Isla de Muerta.

Sie sind unsichtbar.

Das Haushaltsbuch übernimmt einmal mehr die Funktion des Kompass und navigiert Euch zu dem liegengebliebenen Potenzial.

Es ist erschreckend wie viele Kosten mit der Zeit unsichtbar wurden.

Sie verstecken sich in Kreditkartenabrechnungen oder rätselhaften Kürzeln.

Durch das Haushaltsbuch spürt Ihr sie auf. Einen Posten nach dem anderen.

Entdeckt Ihr etwas neues könnt Ihr Euch in einem Geldgespräch (Vorteil 4) darüber austauschen, wie Ihr in Zukunft damit umgehen wollt (Vorteil 3).

Auf Dauer ist kein Versteck mehr sicher vor Euch und Ihr erlangt den Überblick über Eure Finanzen.

Vorteil 6 – Gemeinsame Entwicklung verfolgen

Warum machen die meisten Computer- und Handyspiele süchtig?

Es ist dieser winzige Gedanke.

Dieser Gedanke motiviert uns noch ein bisschen weiter zu spielen.

Und noch ein bisschen.

Und noch ein bisschen.

Nur noch bis dahin.

Das noch schaffen, dann ist Schluss.

In Spielen entwickelst Du einen Charakter, bekommst Boni freigeschaltet oder erhältst Fähigkeiten.

Die besten Spiele liefern Dir exakt die Menge Neues, die Dich im Spiel gefesselt hält.

Mit Euren Finanzen verhält es sich auf dieselbe Art und Weise.

Wie würde sich folgende Situation auf Eure Motivation auswirken?

Es ist der erste des Monats. 

Ihr fertigt Euren Monatsabschluss an. Tragt Eure Einnahmen und Ausgaben zusammen. Stellt Euer Vermögen mit allen Konten und Depots auf. 

Dabei stellt Ihr fest, dass Euer Vermögen auf 48.375 Euro angewachsen ist. 

Ihr wisst, dass Ihr im Monat etwa 800 Euro zurücklegen könnt. 

Es würde also noch 3 Monate dauern, bis Ihr die 50.000 Euro in Euer Haushatsbuch eintragen könntet.

Würde Euch das Wissen, dass Ihr kurz vor den 50.000 Euro steht, motivieren mehr als die 800 Euro im Monat zu sparen?

Vielleicht motiviert es Euch sogar so sehr, dass Ihr die 50.000 Euro bereits im nächsten Monat knacken wollt?

Runde Zahlen, Schnappszahlen, besondere Zahlen wirken auf uns magisch.

50.000 Euro sieht doch viel besser aus als 48.375 Euro oder? Und 55.555 Euro sieht noch viel toller aus?

Abgesehen von dieser Magie, wirken Vergleiche wunder.

Wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn Ihr folgendes feststellt:

  • Diesen Monat hatten wir die höchsten Einnahmen im gesamten Jahr.
  • So niedrige Ausgaben wir diesen Monat konnten wir noch nie verzeichnen.
  • Unser Vermögen ist dieses Jahr um 74 % oder 35.870 Euro gewachsen.

Motivation pur, oder?

Ohne ein Haushaltsbuch wären diese Infos nicht vorhanden.

Damit würde Euch diese Motivation vollständig fehlen.

Pro Monat käm Geld auf Eure Konten und einiges davon würde wieder abgehen.

Am Ende des Monats ist noch Geld auf dem Konto oder auch nicht.

Besonders cool wird es, wenn Ihr die Motivation mit den anderen Vorteilen verknüpft.

Durch die Motivation setzt Ihr Euch neue Ziele, nutzt Eure Zeit für gemeinsame Geldgespräche und findet Eure verstecken Potenziale heraus.

Warum solltet Ihr als Paar ein Haushaltsbuch führen?

Im Verlauf des Artikels habt Ihr 6 Vorteile eines Haushaltsuchs kennengelernt.

Für einen besseren Überblick und damit Ihr alle Vorteile auf einen Blick seht, haben wir sie an dieser Stelle erneut zusammen gefasst.

  • 1Gemeinsamer Überblick aller Finanzen
  • 2Aufteilung gemeinsamer Kosten
  • 3Zusammen Ziele setzen und verwirklichen
  • 4Gesprächstoff für Eure Geldgespräche
  • 5Potenziale aufdecken und nutzen
  • 6Gemeinsame Entwicklung verfolgen

Jetzt bist Du dran.

  • Führt Ihr bisher ein Haushaltsbuch?
  • Was hat Euch dazu bewegt mit Eurem Haushaltsbuch zu beginnen?
  • Was hält Euch davon ab ein Haushaltsbuch zu führen?

Karriere und Kinder: Meine 7 Visionen für mehr Gerechtigkeit

Mitte 20, gut ausgebildet und erfolgreich in den Job gestartet. Frisch verheiratet und in einer schönen Eigentumswohnung lebend. Welche Frage höre ich wohl am meisten derzeit?

Na klar!

„Wann kommt das erste Kind?“ Trinke ich mal keinen Sekt mit oder gucke etwas komisch, kommt die Nachfrage, ob ich etwa schon schwanger sei.

Typische, ausweichende Antworten meinerseits sind:

  • Erstmal muss ich noch ein paar Jahre arbeiten
  • Das ist ja auch eine finanzielle Frage
  • Naja, jetzt fliegen wir im Dezember erst einmal nach Australien und Neuseeland

Ich bin eine moderne, junge Frau – im besten Kinder-Alter und in einer komfortablen Situation (aus finanzieller/beruflicher Sicht) – und wünsche mir Kinder. Ich freue mich darauf, Mike als Vater zu erleben. Warum bin ich noch nicht schwanger?

Es sind die Zweifel, ob es der richtige Zeitpunkt  für eine Elternzeit ist. Ich könnte meine Karrierechancen verbauen. Wie sieht denn eine Berufsauszeit nach nur 2 Jahren im Job aus? Das Elterngeld wäre mit einem etwas höheren vorherigen Einkommen ebenfalls höher.

Also: nächste Gehaltsrunde abwarten – oder lieber zwei? Und wenn ich weiter meine Karriere anstreben würde – wäre das vielleicht schlecht für die Bindung zu meinem Kind?

Dieser Artikel wurde von Marielle verfasst.

Warum dieser Artikel heute noch nötig ist:

Vor wenigen Tagen hat der Hobbyinvestor zur Blogparade mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“ oder „Ist die Welt fair?“ aufgerufen. Für mich war sofort klar, dass ich mich daran beteiligen will und Müttern Mut machen möchte, dass der Wiedereinstieg und die berufliche Entwicklung mit dem Nachwuchs nicht obsolet werden.

Grundsätzlich empfinde ich den direkten Einfluss der Gesellschaft auf mein bisheriges Leben als gerecht. Allerdings habe ich, als beruflich erfolgreiche Mittzwanzigerin, zunehmend das Gefühl zu einer Entscheidung gedrängt zu werden: Wie soll mein Leben weitergehen? Will ich Karriere machen oder Kinder bekommen?

Kann ich es schaffen, beides zu haben oder muss ich mich entscheiden? Bisher konnte ich in meinem gerechten Umfeld, alles haben, wofür ich mich einsetzte…

Meine Generation und Google sind eng verwoben, sodass wir die Fragen des Lebens erstmal dem Internet stellen. Wie sieht es aus mit den Möglichkeiten für Kinder UND Karriere?

SCHOCK: Ich gebe „Kind und Karriere“ in die Suchmaschine ein. Und das kommt heraus:

  • Als Mutter in der Gender-Falle
  • Vereinbarkeit ist eine Lüge
  • Gleichberechtigung: Kinder oder Karriere
  • Kinder – das Aus für die Karriere?
  • Kind oder Karriere – Kann man beides haben?

5 der ersten 10 Suchtergebnisse sind absolut negativ behaftet und lassen vermuten, dass gilt: Karriere oder Kinder und nicht Kinder und Karriere

Nicht gerade motivierend, selbst ein Kind in die Welt zu setzen, wenn die eigene Karriere gerade erst begonnen hat. Wer will sich im Nachhinein schon ärgern, dass der eine oder andere Monat längeres Arbeiten vor dem Karriereknick aufgrund der Babypause, geholfen hätte um einen besseren Wiedereinstieg zu erreichen oder ein höheres Elterngeld zu erhalten.

Das ist doch unfair! Bis heute konnte ich alles haben: Ich habe das Gymnasium besucht, das ich wollte. Ein Auslandsschuljahr auf meinen Wunsch hin in Neuseeland verbracht. Meine Leidenschaft studiert. Einen herausfordernden ersten Job bekommen. Und jetzt soll ich mich entscheiden müssen?

Karriere oder Kinder.

Dieser Artikel ist ein Experiment. Ich möchte aufzeigen, welche Bedingungen (für mich) ideal wären. Was bräuchte es, dass Kind und Karriere in Deutschland keinen Widerspruch mehr darstellen, sondern für alle Frauen (und Männer) die dies möchten, beides machbar ist. Denn für meinen zukünftigen Sohn oder meine zukünftige Tochter möchte ich als Mutter Vorbild sein und dennoch mein eigenes Glück nicht aufgeben.

Dich erwarten meine 7 Visionen, wie aus Karriere oder Kinder, Kinder und Karriere wird:

Vision 1: Ideale Kinderbetreuung für erfolgreiche Karrieren

In Deutschland hat seit neuestem jedes Kind ab einem Jahr einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Jedoch zu extrem unterschiedlichen Preisen – jede Stadt verlangt unterschiedlich hohe Gebühren von den Eltern. Abhängig von der Stundenanzahl und Intensität der Betreuung variiert der Preis mit dem Kind und Karriere parallel möglich werden. Ach und der Ort der Anspruchserfüllung ist auch nicht festgelegt!

Faire Kosten für faire Karrierechancen

Wenn Mütter oder Väter ihr (Teilzeit-)Gehalt für die Kinderbetreuung ausgeben, lohnt sich arbeiten gefühlt nicht mehr. Schweden macht es vor: Kinderbetreuung ist kostenlos und motiviert damit beide Eltern vollzeit arbeiten zu gehen. Denn ihre Leistung lohnt sich und gleicht nicht „nur“ die Zusatzkosten durch das Kind aus.

In einer idealen Welt, wird Kinderbetreuung für jedes Alter kostenfrei angeboten. Selbstverständlich in einer hohen Qualität. Eltern wissen ihre Kinder gut aufgehoben. Beide können sich auf die Karriere konzentrieren, während die Kinder flexibel betreut werden.

Flexible Betreuungszeiten für faire Karrierechancen

Flexibel heißt, dass Kinder auch außerhalb von 08:00-18:00 Uhr in die KITA gehen können. Nachtschichten oder Dienstreisen können durch sogenannte „24h-Kitas“ ermöglicht werden. Das heißt nicht, dass Kinder 24 Stunden fremdbetreut werden. Es bedeutet, dass Eltern unterschiedliche Arbeitszeiten im Rahmen eines festen Stundenkontigents abgedeckt bekommen ohne sich sorgen zu müssen. Karrieren im Schichtbetrieb sind keine Ausnahme und dürfen nicht im Konflikt mit qualitativ hochwertiger, bezahlbarer Kinderbetreuung stehen.

Nach der KITA kommt die Schule. Schulschluss um 11:20 Uhr (wie in meiner ersten Klasse an der Tagesordnung) bringt Mütter nicht mehr in die Bredouille, wenn das Ganztagsschulsystem gut durchdacht und flächendeckend umgesetzt wird. Unterrichts- und Spiel- bzw. Entwicklungszeiten wechseln sich ab. Nicht nur die Eltern haben einen strukturierten Alltag, sondern sind sich sicher, dass auch ihre Kinder die Tage so verbringen, wie es für ihre individuelle Entwicklung ab Besten ist.

Der passende Ort für faire Karrierechancen

Der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr für Kinder, muss nicht nur flexibel und kostenfrei umgesetzt sein. Der richtige Ort ist ebenso entscheidend! Eltern, die jeden Tag ans andere Ende der Stadt fahren müssen, um ihr Kind zur KITA oder Schule zu bringen, bevor sie in die andere Richtung hetzen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, können weder im Umgang mit den Kindern entspannt sein, noch den Kopf für die Herausforderungen im Berufsalltag frei haben.

Sie verschwenden ihre Energie für die Logistik hinter der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Praktikabel muss die ideale Kinderbetreuung sein! In den meisten Fällen wird dies nicht nur durch flexible Betreuungszeiten, sondern ebenso durch eine wohnungs- oder arbeitsstättennahe KITA oder Schule für den Nachwuchs erreicht.

Vision 2: Anpassungsfähige Arbeitszeiten für bedürfnisorientierte Familienzeit

Arbeitszeitmodelle gibt es heute viele. Neben dem klassischen Vollzeitjob mit rund 40 Stunden Arbeitszeit, gibt es alle möglichen Teilzeit-Varianten. Um fähige Mitarbeiter schnell nach der Elternzeit zurück in den Job zu holen und das mit einer möglichst hohen Stundenanzahl, ist eine hohe Flexibilität vom Arbeitgeber gefragt.

Um die Betreuung der Kinder sicherstellen zu können, sollte Homeoffice eine gleichwertige Alternative darstellen. Ein oder zwei feste Tage könnte von zu Hause gearbeitet werden und an den verbleibenden Tagen ist der Mitarbeiter vor Ort.

Ein spannendes Modell – das flexibel auf den Familienalltag abgestimmt sein kann – ist die Aufteilung der Arbeitszeit in zwei oder mehr zeitliche Blöcke pro Tag. So könnte eine Mutter am Vormittag im Büro sein während das Kind in die KITA geht. Am Nachmittag arbeitet sie aus dem Homeoffice. Selbstverständlich wird sie hier auch Zeit für die Kinderbetreuung benötigen. Dafür können am Abend beispielsweise noch Mails beantwortet oder Konzepte ausgearbeitet werden.

Auch im Krankheitsfall des Kindes, ist Homeoffice oder die Möglichkeiten spontan Überstunden abzufeiern eine willkommene Alternative. Letzteres gilt vor allem für diese Jobs, die nicht von zu Hause erledigt werden können.

Flexibilität und individuelle Lösungen sind gefragt!

Das Entscheidende ist, dass die reine Anwesenheitsdauer nicht auf die Arbeitsqualität schließen lässt. In einer idealen Arbeitswelt, sind Arbeitgeber daran interessiert für ihre Mitarbeiter individuelle Lösungen zur zeitlichen Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitszeiten zu finden. Denn ihre Priorität liegt darin, gute Leute im Unternehmen zu halten und von deren Arbeitskraft zu profitieren – nicht deren Kräfte durch Unflexibilität zu rauben.

Vision 3: Weg von der Doppelbelastung hin zur Doppelverantwortung

Duales Studium heißt Ausbildung und Studium = Hohe Leistungsbereitschaft

Job und ehrenamtliches Engagement = Ehrenswert

Kinder und Karriere = Doppelbelastung

 

Siehst Du das Problem?

Drei Kombinationen – zwei davon sind in unserer Gesellschaft positiv besetzt. Eine wird als problematisch angesehen.

Warum werden Kinder und Karriere als Doppelbelastung bezeichnet und nicht etwa als doppelte Verantwortungsübernahme gewertschätzt? Der Mensch ist in der Lage sich auf mehr als nur eine Sache zu konzentrieren. Eben alles zu seiner Zeit.

Ein dualer Student ist entweder arbeiten oder studieren. Die Zeiten sind fest vorgegeben.

Ehrenamt findet in der Freizeit, der Job während der Arbeitszeit statt. Der Fokus verschiebt sich je nach Zeitfenster.

Es ist möglich die Verantwortung für die eigenen Kinder zu tragen und Verantwortung für die eigene Karriereziele zu übernehmen. Durch klare Zeiteinteilung ist beides gleichzeitig möglich!

Eine arbeitende Mutter ist keine Rabenmutter. Im Gegenteil: Sie hat Respekt verdient, dass sie es schafft eine gute Mutter zu sein und ihren persönlichen, beruflichen Erfolg dafür nicht zurückstellen muss. Kinder und Karriere zu vereinen, verdient ein besseres ansehen in unserer Gesellschaft!

Vision 4: Fließendere Übergänge zwischen dem Leben mit Kindern und der Karriere

Mein Wunsch ist es, nicht zwei separate Leben – eines im Job und eines mit meiner Familie – zu führen, sondern beides zu vereinen.

Es ist heute in vielen Berufen selbstverständlich (immer) erreichbar zu sein. Umso höher Du auf der Karriereleiter steigst, desto öfter ist es der Fall, dass Du am Wochenende einen dringenden Anruf entgegennimmst oder am Abend noch Mails vom heimischen Sofa versendest. Der Job wird also Teil des Privat- und Familienlebens.

Ob das gut ist, darüber können wir uns an anderer Stelle streiten. Aus meiner Sicht ist es ab einer gewissen Stellung kaum mehr vermeidbar. Die Frage muss dann eher sein: Warum geht es so herum, aber nicht andersherum?

Wenn die beruflichen Mails mit ins Privatleben kommen, warum kommen die Familiensorgen nicht mit ins Berufsleben?

Die KITA streikt – selbstverständlich kann ich die Kinder mit ins Büro nehmen, denn es gibt einen separaten Raum inkl. Betreuung, in dem sie spielen können, während ich wichtige Meetings habe.

Eine Geschäftsreise zu Vertragsverhandlungen in Frankreich steht an. Logisch, dass meine Familie mitreist. Während ich arbeite, schaut mein Mann mit den Kindern die Stadt an. Am Wochenende verbringen wir die beiden Tage noch gemeinsam und genießen den Kurzurlaub.

Private Telefonanrufe während der Arbeitszeit zu tätigen – sei es zur Arztterminvereinbarung oder Betreuungskoordination für die Kinder – ist genauso wenig ein Problem, wie kurzfristige Arbeitszeitverschiebungen aufgrund von privaten Terminen. Denn die Arbeitszeit wird an anderer Stelle auf vertrauensbasis nachgeholt – vielleicht am kommenden Samstag, wenn die Kinder ohnehin in den Zoo mit Oma fahren?

Diese Vision ist Geschmackssache

Vielleicht ist Dir die Trennung zwischen Beruf und Familie sehr wichtig. Mir geht es anders.

Ich arbeite sehr gerne und nehme meine beruflichen Probleme oder Aufgaben oft mit nach Hause – wenn auch nur im Kopf oder für den Austausch mit Mike. Andersherum mache ich es bisher kaum – mal einen Arzttermin von der Arbeit aus vereinbaren oder mit meiner Mutter ein paar Whats-App-Nachrichten austauschen, okay. In einer perfekten Welt, ist mein Aufgabenbereich so klar abgesteckt, dass lediglich die Zielerreichung zählt – nicht aber, ob ich diese in 35 oder 45 Stunden vom Bürostuhl oder dem heimischen Sofa mit dem Kind auf dem Arm oder gebremst durch Gedanken ans Kind in der Krippe erreiche.

Karriere

Vision 5: Keine Angst vor der Rente und der ominösen Wiedereingliederung

  • „Mütterrente gleicht Verluste nicht voll aus“
  • „Besonders Frauen von Altersarmut betroffen“
  • „Weniger als 30 Stunden machen in Teilzeit gar keinen Sinn“

Drei Aussagen – drei Mal sind die Kinderbetreuungszeiten das Problem.

 

Arbeiten für die Rente

Wenn Kinder und Karriere vereinbar sein sollen, dann darf die Angst vor der eigenen geringen Rente aufgrund der Babypause nicht der treibende Faktor für eine Frau sein, zurück in den Beruf zu wollen.

Wer zurückkehren muss, wird nicht wirklich produktiv sein können. Die Gedanken sind eher beim Kind als beim Job und Schuldgefühle nehmen in vielen Fällen überhand.

Arbeiten aus Motivation

Damit das „Zurück in den Job“ motivierend für die Frau (oder auch den Mann) sein kann und sie dies von sich aus anstrebt, muss die Rückkehr mit positiven Gefühlen besetzt werden. Arbeitgeber stehen in der Verantwortung adäquate Stellen anzubieten.

Schon heute existiert der Anspruch auf eine gleichwertige Stelle – doch wie oft hörst Du von Frauen, die plötzlich andere Aufgaben haben, in einer anderen Abteilung sitzen und neue Kollegen bekommen. Ohne, dass sie dies als gleichwertig oder wertschätzend empfinden.

Anerkennung von Kinderbetreuungszeiten

Wirklich gerecht wäre eine Gesellschaft, in der Kinderbetreuungzeiten für die Rente zählen wie Arbeitszeiten.

Es darf keine entweder/oder Entscheidung sein, sondern muss eine wirklich individuelle Entscheidung sein, ob, in welchem Umfang und wann eine Frau nach einer Babypause wieder arbeiten möchte.

Die praktische Umsetzung ist eine schwierige Frage.

Was tun mit den Frauen, die ihren Job vorher nicht mochten und jetzt nicht mehr zurückkehren müssen, weil ihnen die Zeiten gleichwertig für ihre Rente angerechnet werden?

Muss hier ein Ausgleich geschaffen werden? Sind Kinder und vor allem mehr Kinder für unsere Gesellschaft ebenso förderlich wie eine 40h-arbeitende Frau?

Der Zeitpunkt, wann die Produktivität (ob im Kinderkriegen und -erziehen oder durchs Arbeiten) für die Gesamtwirtschaft „wirkt“, verschiebt sich. Allerdings bringen sowohl die direkte Arbeit der Frau als auch ihr Einsatz für mehr Kinder der Gesellschaft einen Mehrwert.

In Kombination mit freier Kinderbetreuung hat die Frau bei voller Anerkennung ihrer Arbeitskraft (ob für die Kindererziehung anstelle der Nutzung der kostenfreien Betreuung oder für einen Arbeitgeber) für ihre Rente, die Wahl!

Diese Freiheit wird zu mehr Kindern und zu mehr weiblichen Karrieren führen – davon bin ich überzeugt.

Vision 6: Hilfe annehmen und die eigenen Leistungen wertschätzen

Instagram und Co. machen es vor: Frauen können liebende Mütter, erfolgreich im Job, sportlich aktiv und natürlich noch eine liebende Ehefrau sein. Dabei sieht die Wohnung immer fototauglich aus! Kind und Karriere parallel ist für diese Supermamas ein Kinderspiel.

Ist das ein wirklich realistisches Bild? Sollten wir uns nicht eingestehen, dass es immer eine Frage der Priorisierung ist? Wie schaffen diese vermeintlich perfekten Frauen all das in nur 24 Stunden? Schlafen und essen sie nicht?

Die Realität

Wer Kinder und Karriere wirklich miteinander vereinen möchte und gleichzeitig auch noch die Beziehung pflegen, sich selbst nicht aus den Augen verlieren und den Haushalt schmeißen will, kommt in der Realität schnell an eine Belastungsgrenze. Und das geht jedem so!

Egal, ob Mann oder Frau. Niemand kann in allen Bereichen 100 % (und darüber hinaus) geben und sich jeden Hut aufsetzen.

Die Vision

Und genau dies sollte die Gesellschaft auch vermitteln. Nicht dieses vermeintlich perfekte Ideal abbilden, das ohnehin nicht erreichbar ist, und damit Müttern ein schlechtes Gefühl geben.

Vielmehr sollten Frauen dazu erzogen werden, dass sie ihre eigene (berufliche wie private) Leistung anerkennen können, zufrieden mit sich sind und am Abend nicht darüber nachdenken, was sie alles nicht geschafft, sondern was sie an dem Tag geleistet haben.

Es ist keine Schande, eine Putzhilfe zu benötigen, einen Babysitter für mehr Paarzeit einzustellen oder die beste Freundin um Hilfe zu bitten.

Im Gegenteil!

Es zeugt von Größe, priorisieren und Hilfe annehmen zu können.

Beides – sowohl Hilfe zu benötigen als auch Dinge nicht zu schaffen sind in unserer Gesellschaft mit dem Stigma des Scheiterns behaftet.

In meiner Zukunftsvision ist dies nicht mehr der Fall – es ist normal, dass jeder andere Stärken und Expertisen hat und das ist auch gut so.

Vision 7: Kinder als wertvoller Teil der Gesellschaft anstelle von süßen Karrierekillern

Mit 1,95 Kindern pro Frau (mehr als ein halbes Kind mehr als bei deutschen Frauen) und der höchsten Zufriedenheitsrate liegt Norwegen ganz vorne im internationalen Vergleich. Worin liegt der Unterschied zwischen diesem Land und Deutschland?

Elternförderung und Kinderbetreuung sind gesellschaftlich vollkommen anerkannt. Es ist selbstverständlich, dass Väter am Spätnachmittag nach Hause gehen, um Zeit mit den Kindern zu verbringen.

Von schwedischen Kollegen in meinem eigenen Unternehmen habe ich gelernt, dass es in Schweden sogar als verwerflich angesehen wird, wenn ein Vater dies nicht tut und die Vermutung entsteht er wolle keine Zeit mit seinen Kindern verbringen.

Auch in den skandinavischen Ländern arbeiten Mütter meist Teilzeit und die Väter Vollzeit. Ist das besser als bei uns?

Ich denke ja – denn die Zahl Vollzeit-arbeitender oder arbeitender Mütter ist insgesamt deutlich höher als bei uns. Zusammen mit der hohen Zufriedenheitsrate spricht alles dafür, dass diese Eltern nicht arbeiten, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen und können.

Dass es im Norden eher Kinder und Karriere heißt als bei uns, liegt an den deutlich besseren Rahmenbedingungen.

Eltern können individuell entscheiden, wie sie Familien- und Arbeitszeit gestalten möchten. Die Gesellschaft sieht Kinder nicht als „Störfaktor“ für die Karriere, sondern sie gehören dazu. Diese Flexibilität und Offenheit wirken motivierend.

Eltern, die gerne Karriere machen möchten, können dies weiterhin tun. Arbeitgeber schätzen Eltern und es ist selbstverständlich, dass für beide Lebensbereiche genug Zeit sein muss. Es ist alles eine Frage der Organisation!

In einer solchen Welt möchte ich Karriere und Kinder miteinander vereinbaren – wenn es doch nur dort oben nicht so kalt wäre 😉

Fazit: Visionen für mehr Gerechtigkeit?

Die sieben vorgestellten Visionen, Träume, Ideen, Gedanken oder wie Du es bezeichnen magst, würden für mich perfekte Rahmenbedingungen bieten, um sagen zu können: „Ja ich will Kinder und ich kann sofort aufhören den perfekten Zeitpunkt zu suchen; denn jeder Zeitpunkt ist gut.“

Warum ist dieser Artikel Teil der Blogparade des Hobbyinvestors?

Es soll doch um soziale Gerechtigkeit und die Frage „Ist die Welt fair?“ gehen.

Der Punkt: „Bekommen wir ein Kind und wann“ ist für mich die erste Situation in meinem Leben, in der ich mich ungerecht von der Gesellschaft behandelt fühle. Ich empfinde, dass es nicht sozial gerecht zugeht in Deutschland, wenn es an diese Entscheidung geht.

Ich bin gut ausgebildet und habe beste Karrierechancen. Aber ich empfinde enorm hohen sozialen Druck, den richtigen Zeitpunkt für Kinder zu finden. Denn ich arbeite gerne und möchte beides – Kinder und Karriere.

Mit den derzeitigen Rahmenbedingungen, muss ich mich aber zumindest zum Teil entscheiden.

Ja – ich bin in einer komfortablen Situation, da ich ein Elterngeld nur wenige 100 Euro unter der Höchstgrenze erwarten könnte. Zusätzlich verdienen wir beide recht identisch und ich habe einen Mann, der selbst sehr gerne Elternzeit nehmen möchte.

Alternativen?

Rational betrachtet könnte ich jetzt erst noch ein paar Jahre Karriere machen, einen noch höheren Elterngeld-Anspruch erzielen und aus einer höheren Position heraus in die Elternzeit gehen. Alternativ kann ich zeitnah ein Kind bekommen und damit die Priorität auf mein privates Glück legen.

Bei einer schnellen Rückkehr, in den Beruf (um weiterhin mit Spaß an meiner Karriere arbeiten zu können), kann ich mir in beiden Fällen schon jetzt den „Rabenmutter-„Stempel abholen und anfangen für eine teure Kinderbetreuung zu sparen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland verführen dazu, spät Mutter zu werden. Und weniger Kinder zu bekommen. Denn finanziell sind die Nachteile enorm, früh oder viele Kinder zu bekommen. Kein Wunder, dass Deutschland eine geringe Geburtenanzahl hat.

Fair ist das nicht. Es ist wie so vieles im Leben eine Frage der Priorisierung.

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Erste gemeinsame Wohnung: Beantwortet diese 6 Fragen bevor Ihr zusammenzieht

24 Stunden beisammen sein, zumindest am Wochenende, entspricht sowieso schon Eurem Alltag?

– Warum also weiterhin zwei Mieten zahlen. Die erste gemeinsame Wohnung würde alles viel einfacher und günstiger für Euch beide machen!

Neuer Job, anderer Ort für einen von Euch. Ein Umzug wird ohnehin nötig.– In der Mitte zusammenziehen und damit den Arbeits- und Liebesweg für beide Partner gleich kurz halten. Die erste gemeinsame Wohnung wäre die praktische Lösung, um die Fahrtstrecken zu minimieren.

Leckeres Essen liebt Ihr beide – doch für einen alleine zu kochen ist blöd.– Jeden Tag gemeinsam Abend zu essen und dabei über Eure Erlebnisse zu quatschen entspricht Eurem Ideal einer Beziehung? Mit der ersten gemeinsamen Wohnung, wird das Ideal Realität.

Nur drei Gründe, warum Paare zusammen ziehen.

Doch hinter den diversen praktischen und höchst romantischen Gründen für die erste gemeinsame Wohnung mit deinem Freund oder deiner Freundin, steht eine lange Liste an Kosten und Erledigungen, die auf Euch beide zukommen.

Wie wird dieser große Schritt ein gemeinsames, finanzielles Erfolgserlebnis? Und wie bleibt das böse Erwachen vor der Tür?

Reden. Miteinander.

Gedanken über das Zusammenleben teilen. Vorher. 

Hier  findet Ihr 6 Fragen, die Euch dabei unterstützen aus Eurer ersten gemeinsamen Wohnung ein Erfolg werden zu lassen!

Dieser Artikel wurde von Marielle für Dich verfasst.

Frage 1: Wie sehen die Rahmenbedingungen für Eure erste gemeinsame Wohnung aus?

Ihr habt Euch für das zukünftige zusammenleben entschieden? Das freut uns sehr für Euch. Ein toller weiterer Schritt in Eurer Beziehung!

Jetzt wo Ihr wisst, dass Ihr zusammenzieht. Was sind Eure Rahmenbedingungen für Eure erste gemeinsame Wohnung?

Wie wäre es mit einem ersten und offenen Geld-Gespräch? Besprecht ausführlich und in Ruhe:

  • Wie viel Gehalt erhaltet Ihr monatlich?
  • Wie viel Geld gebt Ihr aktuell für Eure Miete aus?
  • Wie viel Geld könnt und wollt Ihr zukünftig für die Miete ausgeben? Wo liegt Eure Wohlfühl- und Schmerzgrenze?
  • Wie sehen Eure Lebenshaltungskosten aus (Nahrung, Strom, Wasser, Internet, etc.)? Wie möchtet Ihr sie verteilen? Welche Kompromisse seid Ihr bereit einzugehen?

Die Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für Eure weiteren Planungen und die Suche nach einer passenden gemeinsamen ersten Wohnung.

Es ist viel einfacher zu suchen, wenn man weiß wonach man sucht, oder?

Vom individuellen zum gemeinsamen Standard – 2 Beispiele

Verdienst Du deutlich mehr als Dein Freund oder er deutlich mehr als Du? Da kann es leicht passieren, dass Wohnungen ausgesucht werden, die für Dich oder Deinen Partner nicht stemmbar sind.

Nicht der beste Start in die erste Wohnung, oder? Um Enttäuschungen und Diskussionen zu vermeiden, solltet Ihr Eure Rahmenbedingungen vorab klären.

Geht Deine Freundin meist essen und Du kochst lieber selbst? Dann unterscheiden sich Eure Kosten erheblich.

Auch hier hilft Euch das abchecken der Rahmenbedingungen. Sollen Einkäufe von einem gemeinsamen Haushaltskonto getätigt werden oder möchtet Ihr Eure Ausgaben strikt trennen – um Stress über unterschiedliche Verhaltensweisen zu vermeiden?

Beides legitim – solange Ihr darüber gesprochen und Euch geeinigt habt. Bevor der Mietvertrag unterschrieben ist!

Habt Ihr Eure Rahmenbedingungen geklärt?

Wirklich?

Gut, weiter geht’s.

Frage 2: Was sind Eure Must-Have’s für die gemeinsame Wohnung?

Losziehen muss noch einen Moment warten. Führt Euer Gespräch über die Rahmenbedingungen für Eure erste gemeinsame Wohnung fort und steigt in die Details ein:

  • Wie soll die Wohnung aussehen?
  • Wo soll sie liegen?
  • Wie viele Zimmer muss sie haben?
  • Ist ein Bad mit Fenster oder ein Balkon ein Muss-Kritierium?
  • Welche Einrichtungsgegenstände sind für Euch ein Must-Have und worauf könnt Ihr verzichten?
  • Wie viele Parteien darf das Haus maximal haben? Kommt für Euch ein Hochhaus in Frage?
  • Ist für euch die Etage entscheidend? Darf sie im Erdgeschoss liegen oder höher als ein bestimmtes Stockwerk?
  • Braucht Ihr einen Parkplatz? Wenn ja, wie viele?
  • Soll die Wohnung fertig renoviert sein oder möchtet Ihr selbst pinseln?
  • Steht es zur Debatte, dass Ihr die Wohnung kauft oder wollt Ihr mieten?

Nehmt Euch die Zeit für diese Details!

Zwei Vorteile verschaffen Euch die Antworten:

Erstens wisst Ihr genau nach was Ihr sucht.

Zweitens kennt Ihr die Erwartungen Eures Partners und könnt Euch abstimmen.

Vor dem Zusammenziehen seid Ihr zwei unterschiedliche Individuen mit möglicherweise stark voneinander abweichenden Werten, Vorstellungen und Wünschen. Eine der fünf Säulen einer glücklichen Beziehung stellt offene Kommunikation dar.

Dein Partner weiß sonst nicht, was Dir wichtig ist und worauf Du Wert legst. Oder könntest Du alle obigen Fragen aus Sicht Deines Partners beantworten ohne mit ihm vorher darüber gesprochen zu haben?

Nur gemeinsam könnt Ihr den richtigen Weg für Euch finden.

Frage 3: Gemeinsame Wohnung – gemeinsamer Besitz? Was benötigen wir für die erste Wohnung?

Zusammen ziehen

Abhängig davon, ob Ihr vor der gemeinsamen Wohnung alleine oder noch zu Hause im alten Kinderzimmer gelebt habt, gibt es im Bereich „Was brauchen wir alles“ mindestens zwei mögliche Diskussionsverläufe:

Nummer 1 – aus zwei Wohnungen wird eine:

In diesem Szenario waren Eure beiden bisherigen Zuhause schon ausgestattet. Doch welche Wohnung benötigt zwei Sofas, zwei Esstische oder zwei Betten? Es gilt zu entscheiden, welche Dinge mitkommen, um Eure gemeinsame Wohnung auszustatten und was zurückgelassen wird.

Geht beide Wohnungen durch:

  • Welche Stücke gefallen Euch beiden auf Anhieb?
  • Welche Dinge sind einem von Euch so wichtig, dass sie auf jeden Fall mit sollen?
  • Was gehört ohne Frage ersetzt?
  • Und was bleibt jetzt noch offen (bspw. eine neue Küche)?
  • Was wird weggeschmissen oder verkauft?

Wegschmeißen und Verkaufen. Eine wertvolle Investition beim Zusammenziehen. Zweidrittel der Dinge, die Ihr besitzt stauben nur ein und werden kaum genutzt. Wie befreiend wäre es in die erste gemeinsame Wohnung mit einem Gefühl der Leichtigkeit und ohne Altlasten einzuziehen?

Unterschiedlicher Geschmack – gekoppelt mit emotionaler Bedeutung – führt irgendwann zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Das ist auch völlig normal. Schließlich hört Ihr nicht auf als Individuum zu existieren.

Fragt Euch selbst: Was ist besser? Offen über die strittigen Dinge zu diskutieren und Unmut zu äußern? Oder am Ende vor vollendete Tatsachen zu stehen und den Streit in der neuen Wohnung austragen?

Frühzeitige und genaue Planung schafft Euch in diesen Diskussionen Zeit Eure Wünsche zu überdenken und spart Euch am Ende eine Menge Geld!

Nummer 2 – aus zwei Kinderzimmern wird eine erste gemeinsame Wohnung:

Bei diesem Modell soll aus zwei Zimmern – meist vorrangig aus Bett, Schreibtisch sowie Regal bestehend – eine ganze Wohnung werden. Ein Kraftakt für alle Paare!

Nur wenige Dinge können mitgebracht werden, ein Großteil muss gekauft werden. Besprecht frühzeitig:

  • Was benötigt Ihr direkt zum Einzug (i.d.R. ein Bett sowie die Küche)?
  • Welche Ausstattung kann jeder von Euch mitbringen (z. B. Handtücher, Geschirr)?
  • Was wollt Ihr auf jeden Fall neu kaufen und welche Dinge können gebraucht sein?
  • Wie hoch sind Eure Wohlfühl-Budgets für die einzelnen Posten (z. B. Sofa, Esstisch, Küche)?

Auf Basis dieser Fragen könnt Ihr eine Checkliste über all die Dinge erstellen, die Ihr auf jeden Fall benötigt. Anschließend folgen die Überlegungen, woher diese Dinge kommen könnten.

Erst danach geht es an die konkrete Auswahl!

Träumen ist erlaubt, jedoch Vorsicht geboten bei unüberlegten Möbelhaus-Besuchen ohne vorherige Klärung der obigen Punkte. Das endet schnell in unnötigen Impuls-Einkäufen oder schlimmstenfalls sogar im Dispo!

Frage 4: Welche Aufteilung strebt Ihr für Eure erste gemeinsame Wohnung an?

Erste gemeinsame Wohnung

Vor dieser Frage müssen all die vorherigen beantwortet sein. Denn nach Ihnen folgt irgendwann zwangsläufig die Frage: Was ist fair?

Sie drückt sich aus in verschiedenen möglichen Gedanken:

  • Wer bringt wie viel Kapital in die Erstausstattung der Wohnung ein?
  • Wer zahlt welchen Anteil der Miete?
    • Zahlen wir 50:50, obwohl mein Partner deutlich mehr verdient als ich?
    • Zahlen wir unsere Lebenshaltungskosten 60:40, weil mein Partner mehr isst als ich?
    • Zahlen wir die Miete 70:30, nur weil mein Partner unbedingt die größere Wohnung mit einem zusätzlichen Arbeitszimmer wollte?
  • Legen wir ein gemeinsames Haushaltskonto an und wer zahlt dort wie viel ein?

Fragen über Fragen! Alle mit demselben Hintergrund: Fairness!

Und das ist genau richtig so.

Denn bleiben diese Fragen unbeantwortet, unausgesprochen oder nur teilweise geklärt, stehen sie zwischen Euch und kommen spätestens im nächsten großen Streit auf den Tisch!

Was fair ist, kann Euch niemand sagen. Fair ist das, was zu Eurer individuellen Beziehung passt und womit Ihr beide Euch wohl fühlt. Die Betonung liegt hier auf „Beide“ – also sprecht über Eure Gefühle, die Unsicherheit und findet gemeinsam eine faire Vorgehensweise für die Aufteilung der Finanzen rund um Eure erste gemeinsamene Wohnung.

Frage 5: Was passiert mit doppelten und gebrauchten Dingen in der neuen Wohnung?

der gemeinsamen ersten Wohnung

Egal, ob Ihr alles neu kauft oder viele Dinge aus Eurer bisherigen Einrichtung mit in die gemeinsame Wohnung bringen könnt. Ohne Frage werden Möbelstücke und Utensilien übrig bleiben, doppelt vorhanden sein oder von Euch durch neue, gemeinsame Anschaffungen ersetzt werden.

Und dann sind die anderen Dinge übrig.

In Zeiten von eBay, Facebook Flohmärkten und anderen Plattformen bietet es sich nahezu an, diese Dinge weiter zu verkaufen und damit Eure Kasse vor dem Umzug etwas aufzubessern. In vielen Fällen ist es auch einfach praktisch, dass der Käufer zur Abholung direkt bei Euch vorbeikommt und Ihr Euch nicht um die Entsorgung kümmern müsst.

Doch was passiert mit den Einnahmen? Gehören diese Euch beiden oder demjenigen, der sich vom Gegenstand getrennt hat?

  • Ist es fair, wenn wir Dein Bett in unsere gemeinsame Wohnung mitnehmen und ich für meines noch 150 Euro für mich erziele?
  • Ist es fair, wenn ich wir uns gemeinsam ein größeres Bett kaufen und nur Du Dein altes noch verkaufen kannst, ich meines jedoch wegwerfen muss?
  • Ist es fair, wenn Dir mein Sofa nicht gefällt und ich keinen Käufer dafür finde?

Es gibt keine pauschale Antwort – verhandelt es miteinander und sucht Kompromisse.

Vielleicht fühlt es sich auch viel fairer an, einzelne Dinge erst einmal zu behalten und im Zweifel ein weiteres Sofa als Gästebett im gemeinsamen Arbeitszimmer stehen zu haben. So lässt sich das Zusammenziehen erst einmal austesten bevor ein Partner all sein Hab und Gut entsorgt, um im Trennungsfall wieder von vorne anzufangen.

Frage 6: Eine gemeinsame Wohnung und die laufenden Kosten?

Möbel verkaufen

Wenn es endlich geschafft ist und Ihr die ersten Nächte in Eurer ersten gemeinsamen Wohnung verbracht habt, kommt der Alltag um die Ecke:

  • Wer zahlt die gemeinsamen Einkäufe?
  • Wie werden die Strom- und Internet-Kosten verteilt?
  • Und die neue Wandfarbe will auch bezahlt werden?

Ganz praktische und alltägliche Fragen, die Euch jetzt ereilen werden. Für jede gilt es zu vereinbaren, wie Ihr die Kosten unter Euch aufteilen möchtet. Am einfachsten ist es, bei allem 50:50 zu machen – doch was tun bei großen Gehaltsunterschieden oder sehr unterschiedlicher Nutzung einzelner Bereiche?

Gerade zu Beginn ist es sehr hilfreich alle Ausgaben und Einnahmen für einen gewissen Zeitraum zu notieren und ein Haushaltsbuch zu führen. Denn damit bekommt Ihr einen umfassenden Überblick über Eure Finanzen als Paar.

Die passenden Lösungen für Eure individuelle Situation und Eure laufenden Kosten der ersten gemeinsamen Wohnung zu vereinbaren, wird damit viel einfacher – und dann braucht es nur noch das passende Kontenmodell für Euer Vorhaben!

Freut Ihr Euch auf’s Zusammenziehen?

Gemeinsame Wohnung

Na dann ist doch alles geritzt. Es warten viele spannende Momente auf Euch!

  • Wer benutzt wie die Zahnpastatube? Quetscher vs. Roller?
  • Wo bleiben die Socken liegen? Sofa, unterm Bett oder in der Küche?
  • Wann ist es Zeit ins Bett zu gehen? Gemeinsam oder alleine? Mit oder ohne Sex vorm Einschlafen? 

Genießt die Zeit Euch auch auf diesen Ebenen kennenzulernen.

Mit dem vorherigen Auseinandersetzen mit den obigen Fragen könnt Ihr Euch voll und ganz auf Euch konzentrieren.

Unser Tipp: Sorgt dafür, dass die Finanzen, Eure Erwartungen und Wünsche vorher geklärt sind.

Investiert in Eure Beziehung!

Checkliste Hochzeit: Traumhochzeit mit der Checkliste zum Abhaken organisieren

Hochzeit? Checkliste!

Es steht fest – Ihr werdet heiraten. Mit diesem Entschluss steht auch fest: Der letzte Test vor dem Bund für’s Leben steht an – Die Hochzeitsplanung!

Die ultimative Hochzeitscheckliste für Eure Traumhochzeit mit 50 To Do’s vor, während und nach Eurem großen Tag, haben wir für Euch erstellt. Zum Ausdrucken und Abhaken, könnt Ihr die Checkliste für die Hochzeitsplanung herunterladen und für Euch nutzen. Die Details der einzelnen Erledigungen erfahrt Ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Damit wird Euer Fest ein großartiger Tag und Ihr seid bestens für das gemeinsame Leben danach gerüstet.

Aus aktuellem Anlass: Solltet Ihr Eure Hochzeit aufgrund von Corona absagen oder verschieben wollen, haben wir auch dafür Unterstützung für Euch organisiert. Hier findet Ihr ein Interview mit Christiane Warnke (Familienrechtsanwältin) rund um die Absage der Hochzeit wegen Corona oder anderen außergewöhnlichen Umständen.

Diese Hochzeit Checkliste wurde von Marielle verfasst.

Hochzeits-Checkliste – 1 Jahr vor dem großen Tag

Etwa ein Jahr vor der geplanten Hochzeit beginnt typischerweise die Hochzeitsplanung – bei dem einen Paar mit einem romantischen Antrag, bei einem anderen aufgrund eines nüchternen gemeinsamen Entschlusses.

Egal wie – jetzt geht es los mit den Hochzeitsplanungen und Eurer Hochzeitscheckliste:

 

1) Hochzeitstermin festlegen

Ohne das Datum geht gar nichts – bevor Ihr über den Ort, die Gäste oder die Größe Eurer Hochzeitslocation spekuliert, solltet Ihr festlegen, wann sie stattfinden soll.

Richtet Euch bei Eurer Wahl des Hochzeitstages nach Eurem persönlichen Empfinden:

  • Gibt es ein Datum, dass Euch besonders viel bedeutet?
  • Möchtet Ihr Euch möglichst schnell das Ja-Wort geben oder noch etwas mehr Zeit für die Hochzeitsplanung haben?
  • Welche anderen Termine sind bereits vergeben (ob mit Verwandtschaftsgeburtstagen, dem Fußball WM-Finale oder der Hochzeitsfeier der besten Freundin)

Die beste Zeit zum Heiraten gibt es nicht.

Sommerregen gehört in Deutschland dazu (und hat auch seinen Charme!), Herbstfarben führen zu wunderschönen Dekorationsmöglichkeiten, eine märchenhafte Atmosphäre vorm Kaminfeuer im Winter oder eine kühle und blumenreiche Frühlingshochzeit – alle Varianten haben etwas für sich.

Welche passt am Besten zu Euch? Wann soll Euer großer Tag sein?

2) Pläne mit Euren Familien teilen

Bevor Ihr die frohe Botschaft an alle Welt herausposaunt, informiert Ihr Eure Familien. Bei manchen sind das nur die Eltern und / oder Geschwister, andere weihen hier alle Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen mit ein.

Die Menschen, die Ihr unbedingt bei Eurer Hochzeit dabei haben möchtet, freuen sich riesig schnell davon zu erfahren.

Gemeinsam freut es sich ohnehin viel schöner!

3) Gästeliste erstellen

Bereits jetzt macht es Sinn mit einer ersten Gästeliste zu beginnen. Notiert Euch separat voneinander, wer am großen Tag dabei sein soll. Führt dann die Liste zusammen.

Lasst niemanden aus. Schreibt jeden auf, den Ihr dabei haben möchtet. Dies bedeutet nicht, dass Ihr am Ende auch alle einladen werdet.

Dieser erste Brainstorm dient dazu, niemanden zu vergessen und einen Überblick zu bekommen, wie groß Eure Hochzeitsfeier im Extremfall werden könnte.

4) Hochzeits-Budget besprechen

Ihr denkt, dass es für ein Hochzeits-Budget noch viel zu früh ist? Ihr wisst ja noch gar nicht, was die einzelnen Wünsche kosten werden!

Eben darum empfehlen wir Euch direkt zu Beginn der Hochzeitsplanungen festzulegen, wie viel Ihr maximal ausgeben wollt und könnt.

Bei einer Hochzeit gibt es kostentechnisch nach oben keine Grenze. Eine tolle Hochzeit ist für 1.000, 10.000, aber auch für 100.000 Euro möglich! Sparpotentiale für die Hochzeit gibt es viele.

Über die Details müsst Ihr jetzt noch nicht nachdenken. Wohl aber darüber, wo Eure Schmerzgrenze liegt.

Einen Kredit (ob bei der Bank oder der Familie) für die Hochzeit aufzunehmen, bildet keine solide Grundlage für Euer gemeinsames Leben. Oder wollt Ihr den Bund fürs Leben mit einem Schuldenberg beginnen?

Daher ist es wichtig, dass Ihr genau wisst, wo Eure Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Und das bereits bevor auch nur eine Ausgabe für die Hochzeit getätigt ist!

Zum Aufstellen Eures Hochzeitsbudgets gehört die Gesamtsumme und eine grobe Aufteilung für jede Kategorie – Kleidung, Location, Dekoration, Catering, etc.

Extra Tipp:

Plant auf jeden Fall einen „Sicherheitspuffer“ von 10-20% ein. Am Ende kostet immer alles mehr, als Ihr vorher vermuten würdet bzw. es kommen doch noch unerwartete Posten hinzu.

5) Hochzeitsmesse besuchen

In vielen Städten gibt es regelmäßig Hochzeitsmessen. Hier könnt Ihr Ideen sammeln und vielleicht auch das eine oder andere gute Angebot entdecken.

Falls ein professioneller Hochzeitsplaner für Euch in Frage kommt, könnt Ihr einen passenden auf einer solchen Messe kennen lernen.

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 1 Jahr vor der Hochzeit:
  • Hochzeitstermin festlegen
  • Hochzeitspläne mit der Familie und Freunden teilen
  • Gästeliste erstellen
  • Hochzeits-Budget besprechen
  • Hochzeitsmesse besuchen

Checkliste – 10 Monate vor Eurer Hochzeit

10 Monate vor der Hochzeit setzt rege Betriebsamkeit beim Brautpaar ein. Wichtige Fragen, die beantwortet werden wollen sind:

6) Rahmen / Thema Eurer Hochzeit festlegen

Eine Hochzeit kann ganz unterschiedlich aussehen:

  • Standesamtlich, Kirchlich oder eine freie Trauung.
  • Große Fete, elegantes Dinner, ganz privat oder im Ausland mit den besten Freunden.
  • Farbliches und / oder ein zum Paar passendes Thema.

Wie soll Eure Hochzeit ablaufen? Was ist Euch wichtig? Worauf einigt Ihr Euch?

Auf der Wahl des Rahmens und eines etwaigen Themas für Eure Hochzeit bauen die weiteren Planungen auf. Daher wird diese Entscheidung so früh wie möglich getroffen.

7) Ort und Caterer für Eure Feier

Ihr wisst, wie Eure Hochzeit vor Eurem inneren Auge aussieht. Sucht auf dieser Basis eine geeignete Hochzeitslocation.

Zu berücksichtigen gibt es den Ort (und damit die Erreichbarkeit für Euch und die Gäste), die Größe (abhängig von Eurer Gästezahl), die Verfügbarkeit und einiges mehr.

Passt Eure Wahl zu Eurem Budget und Euren Wunschvorstellungen? – Perfekt, direkt festmachen! Vor allem, falls Ihr an einem beliebten Datum heiratet.

Zeitgleich mit der Räumlichkeit gilt es auch die Frage nach der Verpflegung zu klären. Viele Anbieter werben mit einem integrierten Catering-Service.

Wenn Ihr Euch nicht für Euer Lieblingsrestaurant, dessen Karte Ihr in und auswendig kennt, entschieden habt, empfiehlt sich ein Probe-Essen vor der finalen Entscheidung.

Auch individuelle Ideen, wie selbst mitgebrachter Kuchen, ein Foodtruck oder getrennte Lieferanten für Getränke und Essen sind zu bedenken.

8) Versand der Save-the-Date’s

Um sicher zu gehen, dass alle Gäste sich Euren Termin freihalten, bietet es sich an etwa 10 Monate vor der Hochzeit Save-the-Date-Nachrichten zu versenden.

Bastelt selbst schöne Karten, lasst Euren Gästen ein festliches Schreiben zukommen oder versendet eine E-Mail an alle Gäste.

Das „Wie“ ist individuell – wenn Ihr jedoch mit den eigentlichen Einladungskarten noch etwas warten möchtet, vermeidet Ihr so, dass einzelne Gäste zeitgleich ihren Sommerurlaub oder eine eigene Feierlichkeit planen.

Um diesen Schritt anzugehen, finalisiert Ihr Eure Gästeliste aus den Vorwochen – mit der Festlegung des Rahmens, einem Überblick über die großen Kostenblöcke (Raum, Restaurant oder Catering) und einer guten Hochzeitsplanung ist das ganz einfach!

9) Trauzeugen informieren

Falls nicht bereits bei der Verkündung Eurer Heiratspläne geschehen, ist es jetzt Zeit Eure Trauzeugen zu treffen und Ihnen die wichtige Frage zu stellen, ob sie diese Rolle für Euch übernehmen möchten.

Eine einfache Frage, mit einem kleinen Geschenk oder im Rahmen eines besonderen Anlasses – Möglichkeiten gibt es viele. Da Eure Trauzeugen oft besonders motiviert sind, Euch bei den weiteren Hochzeitsplanungen zu unterstützen, ist eine frühzeitige Klärung empfehlenswert.

10) Brautkleid finden

Für viele Bräute das Highlight der Hochzeit: Das Brautkleid!

In großen Brautmodenhäusern gibt es unmengen an Traumkleidern zur Auswahl. In jeder Preiskategorie.

Viele Kleider müssen dann jedoch bestellt, extra geschneidert und angepasst werden.

Daher gilt: Frühzeitig auf die Suche nach dem Hochzeitskleid gehen!

Als preisgünstigere Alternativen gibt es Second-Hand-Brautläden und Online-Möglichkeiten (Ebay, Facebook und Co.). Auch hier lohnt es sich frühzeitig dran zu sein, um genügend Zeit für Änderungen bei Eurer Schneiderin zu lassen.

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 10 Monate vor der Hochzeit:
  • Rahmen & Thema der Feier festlegen
  • Location und Verpflegung reservieren
  • Versand der Save-the-Date’s
  • Trauzeugen informieren
  • Brautkleid finden

8 Monate vorher – die Hochzeitscheckliste zum Abarbeiten

Auch 8 Monate vor der Hochzeit gibt es noch größere Fragen zu klären:

11) Auswahl eines Trauredners oder Pfarrers

Dieser Punkt fällt weg, wenn Ihr ausschließlich im Standesamt heiratet. Dort gibt es i.d.R. keine freie Auswahl (zumal Ihr die Standesbeamten im Vorfeld nur schwer beurteilen könnt).

Habt Ihr Euch (zusätzlich) für eine freie oder kirchliche Trauung entschieden, habt Ihr (durchaus) Mitspracherecht, wer Euch trauen soll.

Zusätzlich bitten viele Paare enge Freunde oder Familienangehörige eine separate Trau- oder Festrede zu halten. Gerade für diese Menschen ist ein solcher Wunsch nichts alltägliches und sie werden Euch dankbar über genügend Vorbereitungszeit sein!

12) Musiker sowie Fotograf

Es wird Zeit Eure Dienstleister für den großen Tag zu buchen. Klassischerweise sorgen ein DJ oder eine Band für die Musik und Unterhaltung auf Hochzeiten.

Kennt Ihr jemanden, dessen Musik Euch gut gefällt? Dann fragt direkt an!

Ansonsten gilt es Veranstaltungen der verschiedenen Anbieter zu besuchen, um besser einschätzen zu können, wer Eure Hochzeit mit der passenden Musik ausstatten könnte.

Natürlich muss es auch gar nichts von Beidem sein – wir selbst waren mit einer einfachen, aber selbst erstellten, Playlist sehr glücklich.

Der zweite wichtige Dienstleister für Eure Hochzeit ist ein Experte für tolle Fotos! An Euch selbst wird der Tag wahnsinnig schnell vorüber ziehen, gleichzeitig könnt Ihr nicht an allen Stellen gleichzeitig sein – ein toller Fotograf (oder sogar Videograf) hält die Erinnerungen für Euch fest.

Auch hier muss es nicht die teuerste Lösung sein – vielleicht habt Ihr einen befreundeten Hobby-Fotografen, der einen Großteil übernehmen möchte?

13) Buchung der Hochzeitsreise

Direkt nach Eurer Hochzeit stehen die Flitterwochen auf Eurem Plan? Dann solltet Ihr frühzeitig nach guten Angeboten Ausschau halten und die Buchung vornehmen. Gerade für eine längere Reise, will Urlaub beim Arbeitgeber rechtzeitig beantragt werden!

Keine Sorge wegen der Namensänderung. Ihr könnt mit dem alten Namen buchen, soweit Ihr das Reisedokument (Reisepass oder in der EU Personalausweis) erst nachträglich ändern lasst.

Oder Ihr bucht mit dem neuen Familiennamen – dann solltet Ihr bereits einige Wochen vor der Hochzeit die neuen Dokumente beantragen – viele Standesämter händigen diese dann direkt mit der Eheurkunde aus.

14) Bürokratische Vorbereitungen der standesamtlichen Trauung

Passend zum Thema Namensänderung ergeben sich einige weitere nötige Vorbereitungen, die Ihr bereits jetzt angehen solltet.

Rund um die Hochzeit fällt einiges an Bürokratie an: Namensänderung überall bekanntgeben, Versicherungs-Check, Patientenverfügung und anderes sind 8 Monate vorab noch weit weg. Ganz anders die Dokumenten-Beschaffung für die Anmeldung der standesamtlichen Trauung!

Diese ist 6 Monate vor dem gewünschten Termin möglich. Einholen müsst Ihr beispielsweise eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister Eures Geburts-Standesamtes. Kümmert Euch rechtzeitig, sodass die Anmeldung Eures Wunschtermins reibungslos verlaufen kann!

15) Geldfragen stellen und beantworten

Das Thema „Geld“ wird Euch durch Eure gesamte Ehe begleiten – ob Ihr wollt oder nicht. Daher ein kleiner, aber wichtiger Tipp am Rande: Besprecht die 11 wichtigen Geldfragen JETZT – denn nach der Eheschließung, solltet Ihr zwar weiterhin über Geld sprechen, die Klärung dieser 11 Themen, schützt Euch beide vor dem bösen Erwachen, wenn es zu spät ist.

16) Erstellung der Einladungen

Eure Hochzeitsgäste wollen eingeladen werden. Die Rahmenbedingungen – Örtlichkeit, Zeitrahmen, Gästeanzahl, etc. sind festgelegt. Also könnt Ihr jetzt die Einladungen verfassen und schöne Einladungskarten erstellen.

Egal ob Ihr sie selbst basteln oder eine Druckerei beauftragen möchtet. Etwas Vorlauf benötigen beide Varianten. Ideen gibt es online oder von bereits besuchten Hochzeiten genügend. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – oder vielleicht doch?

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 8 Monate vor der Hochzeit:
  • Auswahl eines Pfarrers oder Trauredners
  • Musiker und Fotograf organisieren
  • Buchung der Hochzeitsreise
  • Bürokratische Vorbereitungen der standesamtlichen Hochzeit
  • Geldfragen stellen und beantworten
  • Erstellung der Einladungen zur Hochzeit

Checkliste für die Hochzeit – ein halbes Jahr vor dem Fest

6 Monate vor der Hochzeit steigt die Aufregung – trotz der noch vielen offenen To Do’s:

17) Anmeldung der standesamtlichen Trauung

Alle Unterlagen beisammen? Dann könnt Ihr es endlich offiziell machen – ab 6 Monaten vor dem Termin nehmen deutsche Standesämter Eure Anmeldung entgegen. Meist gepaart mit einem etwa 20-minütigen Vorgespräch mit dem Standesbeamten, tütet Ihr damit Euren Hochzeitstermin ein.

Informiert Euch vorab, welche Unterlagen Euer Standesamt für die Anmeldung benötigt und ob es besondere Voraussetzungen für eine Trauung in Eurer gewünschten Hochzeitslocation gibt.

18) Trauringe auswählen

Eine dieser Traditionen zur Hochzeit, die für die meisten Paare unverzichtbar ist: Die Ringe. Solltet Ihr Euch für Eheringe entscheiden, beginnt jetzt mit der Suche!

Es wird ggf. ein paar Juwelierbesuche dauern bis Ihr die perfekten Eheringe gefunden habt. Die individuelle Anfertigung und Gravur benötigt dann noch einmal Zeit – daher rechtzeitig anfangen und gut Preise vergleichen!

Extra Tipp:

Eine tolle Alternative zum Juwelier: Trauringe beim Goldschmied selbst entwerfen und mit dessen Unterstützung schmieden!

19) Geschenkewünsche definieren

Aus dem traditionellen Geschenketisch beim Möbelhaus oder Kaufhaus des Vertrauens ist für viele Paare heute die Amazon Wishlist geworden. Wieder andere wünschen sich von ihren Gästen Geld für das gemeinsame Eigenheim oder die Flitterwochen.

Egal, was Ihr Euch zur Hochzeit wünscht – Denkt jetzt darüber nach! Spätestens mit dem Einladungsversand werden Euch die Fragen ereilen – und wer sich nichts wünscht, wird einen Haufen unnützen Kram bekommen!

Also lieber ganz klar sagen, was es für Euren offiziellen Start ins gemeinsame Leben sein darf.

20) Versand der Hochzeitseinladungen

Steht der Geschenkewunsch fest, kann er als letzter wichtiger Inhaltspunkt direkt in die Einladungen aufgenommen werden. Die Einladungskarten sollten etwa 6 Monate vor dem geplanten Termin an Eure Gäste versendet oder übergeben werden.

Habt Ihr vorher Save-the-Date’s verteilt, ist es nicht ganz so eilig – je nach Terminwahl besser ein paar Tage zu früh als zu spät!

Extra Tipp:

Beginnt rechtzeitig mit dem Verteilen der Einladungen und übergebt so viele wie möglich persönlich. So streckt sich die Verteilung zwar über einen längeren Zeitraum, aber Ihr spart einen Haufen Briefporto!

21) Hochzeitsanzug auswählen

Einige Monate nach der Braut wird es auch für den zukünftigen Bräutigam Zeit sich über sein Outfit Gedanken zu machen.

Egal, ob der Bräutigam einen Anzug oder ein anderes festliches Outfit tragen möchte – die rechtzeitige Suche schützt vor nachträglichem Stress, wenn etwaige Lieferungen oder Änderungen, länger dauern als gedacht.

22) Dekoration der Hochzeit festlegen

Mit dem Thema Eurer Hochzeit habt Ihr den Rahmen für die Dekoration Eurer Hochzeits-Räumlichkeiten und einem etwaigen Braut-Auto gelegt. Jetzt gilt es die Details zu klären:

  • Welche Farben soll die Dekoration haben?
  • Welche Dinge bastelt Ihr (oder Eure Freunde, Familie, etc.) selbst?
  • Was sollte zugekauft werden?
  • Welche Blumen möchtet Ihr bestellen und vor allem wo?
  • Wie sollen die Tische aussehen?
  • Wer wird am Hochzeitsmorgen das Dekorieren übernehmen?
  • Soll es einen Brautstrauß geben?

Eine ganze Menge Fragen, die während der Hochzeitsplanung beantwortet werden wollen. Seid Ihr selbst keine Dekorations-Weltmeister, holt Euch kompetente Hilfe Eurer Familie oder Trauzeugen. Irgendjemand geht meist in solchen Themen auf und ist glücklich, Euch helfen zu können! Stellt vor dem großen Tag der Hochzeit mit einer Checkliste sicher, dass Eure Helfer wissen, was zu tun ist.

23) Frisur der Braut

Wenn das Kleid steht, wird es Zeit für die sonstige Optik der Braut. Suche einen passenden Friseur und vereinbart einen Termin für eine Probe-Frisur.

Auch die Suche nach potentiellem Kopfschmuck steht jetzt an: Schleier, Blumen oder anderer Brautschmuck stehen zur Verfügung. Im selben Zuge kannst Du Dir auch schon Gedanken über den sonstigen Schmuck für den großen Tag machen.

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 6 Monate vor der Hochzeit:
  • Trauung beim Standesamt anmelden
  • Trauringe auswählen
  • Geschenkeliste erstellen
  • Versand der Hochzeitseinladungen
  • Hochzeitsanzug auswählen
  • Dekoration der Hochzeit festlegen
  • Frisur der Braut überdenken

Hochzeit per Checkliste organisieren – 4 Monate bis zur Hochzeitsfeier

Das grobe Konzept steht 4 Monate vor der Hochzeit meist – um die Wartezeit zu versüßen, hakt die folgenden To Do’s auf Eurer Hochzeitscheckliste als nächstes ab:

24) Tanzkurs nehmen

Ein Hochzeitstanz ist für Euch eine weitere unerlässliche Tradition? Miteinander getanzt habt Ihr bisher aber noch nicht wirklich?

Dann wird es jetzt Zeit für einen Paartanzkurs, damit Ihr fit für den großen Tag werdet!

Viele Tanzschulen bieten spezielle Hochzeits-Tanzkurse mit meist 4-6 Einheiten an. Dort lernt Ihr die Basics. Und wenn es Spaß macht, habt Ihr direkt ein neues Hobby für Eure Beziehung gefunden.

Gibt es keinen passenden Kurs in Eurer Nähe tut es zur Not auch ein Youtube-Video und das heimische Wohnzimmer als Übungsort!

Ein passendes Lied für Euren Tanz solltet Ihr am Ende natürlich auch noch aussuchen.

25) Tischordnung planen

Die Zusagen Eurer Gäste werden jetzt nach und nach eintrudeln. Zeit also die Tischordnung zu planen.Vorausgesetzt Ihr möchtet eine haben!

Ob eine Tischordnung nötig ist oder nicht, hängt von der Größe Eurer Gesellschaft, den verschiedenen Gruppierungen und dem generellen Rahmen Eurer Hochzeit ab.

Vielleicht macht es auch Sinn nur für das Essen Plätze vorzugeben und danach ein Spiel zum aktiven Durchmischen einzuplanen?

26) Ehevertrag überdenken und thematisieren

Jetzt wird es vermeintlich unromantisch: Ihr schwebt zwar auf Wolke 7 und selbstverständlich wird Eure Liebe für immer halten. Ups – das haben vermutlich all die anderen Ehepaare, die sich Monate oder Jahre nach der Hochzeit vor dem Scheidungsanwalt wiederfinden, auch gedacht.

Seid nicht so fahrlässig und denkt, dass Ihr nicht zu den knapp 50% aller Paare gehören könntet, die sich irgendwann gegen die eigene Ehe entscheiden!

Um die Pleite nach der Hochzeit zu vermeiden, besprecht bereits heute – in einer Phase, in der Ihr nur das Beste füreinander wollt – wie Ihr Euch im Fall des Falles trennen wollt. Besprecht, ob und wenn ja in welcher Form ein Ehevertrag für Euch sinnvoll ist.

Entscheidet Ihr Euch für einen Ehevertrag setzt ihn frühzeitig auf!

Ihr könnt jederzeit einen entsprechenden Vertrag vereinbaren. Die Notarkosten bemessen sich allerdings nach dem Wert um den es sich dreht – dieser ist typischerweise höher je älter (und erfolgreicher) Ihr werdet.

Also regelt Eure Angelegenheiten frühzeitig – wenn Ihr den Vertrag nie benötigt, umso besser!

27) Traukerze und Trauspruch

Noch zwei Traditionen zur Hochzeit: Bei kirchlichen Hochzeiten wählt das Paar im Vorfeld einen Trauspruch aus und druckt diesen dann beispielsweise im Kirchenheft ab. Auch in eine individuelle Traukerze mit Euren Namen kann Euer Spruch eingearbeitet werden.

Da die Herstellung einer solchen Kerze eine gewisse Vorlaufzeit benötigt (ob Ihr sie nun professionell machen lasst oder selbst bastelt), gilt es daher auch den Spruch und ein etwaiges Kerzendesign frühzeitig auszusuchen.

Eine schöne Tradition für Eure Ehe kann es sein, die Kerze an jedem Hochzeitstag anzuzünden.

28) Hochzeitstorte

Die besondere Hochzeitstorte wird typischerweise am Nachmittag oder gegen Mitternacht zum Nachtisch vom Brautpaar angeschnitten und von allen Gästen gemeinsam genossen.

Besucht verschiedene Bäckereien und wählt Euren Lieblingsgeschmack sowie die Optik Eurer individuellen Torte aus. Oder habt Ihr begnadete Hobbybäckerinnen in der Bekanntschaft, die Eure Lieblingstorte backen möchten?

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 4 Monate vor der Hochzeit:
  • Tanzkurs nehmen
  • Tischordnung planen
  • Ehevertrag überdenken und thematisieren
  • Traukerze und Trauspruch aussuchen
  • Hochzeitstorte beauftragen

2 Monate vor der Hochzeit

Nur noch 2 Monate bis zur Hochzeit! Die Checkliste wird kürzer, dafür umso wichtiger:

29) Aufgabenverteilung

An Eurem Festtag werdet Ihr aufgeregt sein. Ihr werdet im Mittelpunkt stehen.

Keiner von Euch sollte noch Organisationsaufgaben an diesem Tag haben – genau dafür habt Ihr Eure Trauzeugen, besten Freunde und Eure Familien.

Verteilt alle wichtigen Aufgaben für den Tag – Bezahlung der Dienstleister vor Ort, Aufstellen der Hochzeitstorte, Mitbringen der Trauringe und des Brautstraußes, Dekoration der Location, Fahrdienste, Platzeinweisung, etc. – sodass Ihr nur genießen müsst.

Eure Helferlein ruft Ihr am Besten jetzt schon einmal alle zusammen und erklärt Ihnen, wie Ihr Euch den Ablauf Eurer Hochzeit vorstellt. So hat jeder die Gelegenheit sich auf seinen Job vorzubereiten und die Arbeit für jeden Einzelnen wird überschaubar. Denn Eure Hochzeitsgäste möchten Euch natürlich ebenfalls einen unvergesslichen Hochzeitstag bescheren.

Macht es ihnen einfach, indem ihr ihnen vorab eine eigene kleine Hochzeitscheckliste übergebt, sodass weder sie noch Ihr etwas vom Ablauf vergesst.

30) Programmhefte und Infoschilder

Euer Ablauf steht und die Ansprechpartner sind klar. Höchste Zeit benötigte Info-Schilder für Eure Gäste zu erstellen:

  • Wo geht es zur Toilette?
  • Wohin kommen die Geschenke?
  • Und wie soll das mit den Smartphones während der Trauung laufen?

Auch ein Programm-Ablauf macht in vielen Fällen noch einmal im Großformat für alle Sinn.

Habt Ihr einen längeren Gottesdienst in der Kirche geplant, bietet es sich an separate Kirchenhefte mit den Texten, dem Ablauf und als Erinnerung zu erstellen.

Wie bei fast allem gilt: Entscheidet Euch, ob Ihr hier einen Profi ran lasst oder die Informationsmaterialien selbst erstellt.

31) Sitzordnung festlegen

Abhängig von der Deadline, die Ihr in Euren Einladungen für die Zu- oder Absage Eurer Hochzeitsgäste gesetzt habt, solltet Ihr jetzt Euren Sitzplan final festlegen.

Mit der annähernd finalen Gästezahl (kurzfristige Änderungen gibt es wohl bei jeder Hochzeit) könnt Ihr auch Euren Caterer und die Hochzeitslocation informieren, sodass diese in der konkreten Hochzeitsplanung voranschreiten können.

32) Buchung eines Hotels für die Hochzeitsnacht

Die Hochzeitsnacht. Wo werdet Ihr sie verbringen?

Die meisten Paare fallen nach ihrer Hochzeit einfach nur totmüde im Bett. Wilde, romantische oder extensive Hochzeitsnachts-Stories werdet Ihr von kaum jemandem hören.

Dennoch gehört für viele ein besonderer Ort für die erste Nacht als Ehepaar mit zum Gesamterlebnis „Heiraten“. Oder es hat ganz praktische Gründe bspw. heiratet Ihr zu weit entfernt von Eurem Zuhause und möchtet Euch die Fahrt mitten in der Nacht ersparen.

Spätestens 2 Monate vorab das gewünschte Hotel zu reservieren ist zum empfehlen – abhängig von Euren Wünschen und Anforderungen an das Hotelzimmer auch früher oder später.

33) Accessoires für den Bräutigam

Nicht nur die Braut benötigt Schmuck, Schuhe oder eine passende Tasche. Auch der Herr wird passend zum Anzug mit Schuhen, einem Plastron (oder einer Krawatte) sowie Manschettenknöpfen ausgestattet.

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 2 Monate vor der Hochzeit:
  • Aufgabenverteilung vornehmen und kommunizieren
  • Programmhefte und Infoschilder erstellen
  • Sitzplan festlegen und Location / Caterer informieren
  • Hotelbuchung für die Hochzeitsnacht
  • Accessoirs für den Bräutigam organisieren

Checkliste für den letzten Monat vor Eurer Hochzeit

Einen Monat vor der Hochzeit wird es ernst:

34) Junggesellenabschied für die zukünftigen Eheleute

Eine noch vergleichsweise neue Tradition im Rahmen der Hochzeit ist der Junggesellenabschied. Meist wird er von engen Freunden (oder den Trauzeugen) organisiert.

Mitspracherecht beim Programm habt Ihr nur bedingt. Wünsche oder No Go’s vorher zu äußern ist aber in jedem Fall empfehlenswert!

Haltet Euch den kommunizierten Termin frei – falls Ihr ihn vorher erfahrt – und genießt dann den Tag mit Euren engsten Freunden & Freundinnen.

35) Abholung der Trauringe

Eure bestellten Ringe werden jetzt fertig sein. Holt sie ab, probiert sie an und stellt sicher, dass sie (auch an einen vor Aufregung oder Hitze geschwollenen Finger) passen.

36) Einlaufen der Brautschuhe

Neben dem Brautkleid gibt es sicherlich auch neue Schuhe zum Hochzeitskleid. Diese müssen den ganzen Tag bequem sein – als Braut stehst und läufst Du sehr viel!

Beginne rechtzeitig die Schuhe einzulaufen, sodass sie am Tag der Tage keine Blasen hervorrufen oder nach einer halben Stunde einfach nur noch weh tun.

Am besten funktioniert das im Büro oder im heimischen Wohnzimmer – denn die tollen Schuhe sollen ja nicht schmutzig oder gebraucht aussehen.

37) Abholen des Hochzeitskleides und des Anzugs

Besonders aufregend ist der Tag, an dem Ihr Eure Kleidung für die Hochzeit abholen könnt. Endlich sind alle Änderungen eingearbeitet und die guten Stücke passen wie angegossen.

Ein tolles Gefühl, für das es i. d. R. 2-3 Wochen vor der Hochzeit Zeit wird. Und keine Panik, falls Du durch den Stress der letzten Wochen etwas zu- oder abgenommen hast – eine gute Schneiderin schafft innerhalb von wenigen Tagen (oder Stunden) das Kleid minimal anzupassen.

38) Finale Informationen fürs Catering

Spätestens jetzt solltet Ihr Eurem Caterer und der Location eine verlässliche Information über die Gästeanzahl geben. Die meisten Dienstleister nehmen Anpassungen bis 4 Wochen vor dem Termin kostenfrei entgegen – verpasst diese Deadline nicht!

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 1 Monat vor der Hochzeit:
  • Junggesellinnenabschied genießen
  • Traurringe abholen
  • Einlaufen der Hochzeitsschuhe
  • Abholen des Kleides und des Anzugs für die Hochzeit
  • Finale Informationen an den Caterer geben

Die Hochzeits-Woche-Checkliste

In der Woche vor der Hochzeit gilt es die Checkliste kurz zu halten – kurzfristige Fragen kommen ohnehin auf und Entspannung im Vorfeld hat noch keinem Brautpaar geschadet:

39) Letzter Kosmetik-Termin für die Braut

Fingernägel,  Augenbrauen, etc. – die Liste an möglichen Behandlungen, um zur Hochzeit super auszusehen ist lang. Etwa eine Woche vorher sollten die gewünschten Termine stattfinden, damit die Ergebnisse bis zum Hochzeitstag ihre volle Wirkung entfalten können.

40) Letzter Friseur-Termin für den Bräutigam

Beide Partner sollen zur Hochzeit perfekt aussehen: Also ab zum Friseur – auch für den Mann!

41) Tasche für die Hochzeit und Hochzeitsnacht

Zwei Taschen benötigt Ihr für den großen Tag:

  1. Die Handtasche der Braut mit den wichtigsten Utensilien für den Tag.
  2. Eure gemeinsame Tasche für die Nacht und den nächsten Morgen im Hotel (oder wo auch immer).

Packt beide ganz in Ruhe und legt sie für die Abfahrt bereit. Keinesfalls dürft Ihr wichtige Dokumente für das Standesamt oder Eure Ringe vergessen!

42) Reden vorbereiten
Ein paar Worte zur Begrüßung Eurer Hochzeitsgäste und eine kurze Dankesrede gehören zu fast jeder Hochzeit. Vielleicht möchtet Ihr ein personalisiertes Versprechen an Euren Partner richten?
Notiert Eure Worte vorher – in der aufregenden Situation, werdet Ihr über einen Spickzettel dankbar sein!
Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – 1 Woche vor der Hochzeit:
  • Kosmetik-Termin für die Braut
  • Friseur-Termin für den Bräutigam
  • Eine Tasche für den Tag und die Hochzeitsnacht packen
  • Reden vorbereiten

Checkliste für Euren Hochzeitstag

Für die Feier Eurer Hochzeit, habt Ihr nur zwei Aufgaben:

43) Getting Ready
Am Morgen steht der letzte, manchmal etwas stressige, Programmpunkt an: Die beiden Hauptpersonen müssen sich fertig machen für den großen Hochzeitstag.

Das Wie ist hoffentlich im Vorfeld gut geplant worden. Die Outfits, der Brautstrauß und das Brautauto sind bereit.

Wichtig: Nicht verrückt machen und versuchen auch diese Stunden zu genießen!

44) Genießen des Tages

Eure zweite und absolut wichtigste Aufgabe dieser Liste: Genießt die Feier mit all Euren Gästen.

Seht alles was genau so läuft wie geplant. Lacht über Missgeschicke. Und freut Euch über alle, die mit Euch Eure Heirat feiern.

Es geht weiter: Checkliste für die Nachbereitung Eurer Hochzeit

Nach der Hochzeit hören die To Do’s nicht einfach auf:

45) Geschenke

Auch wenn Ihr Euch ausschließlich Geld gewünscht habt, werdet Ihr sehr viele Geschenke bekommen haben. Geht alle durch und haltet auf einer Liste fest, wer Euch was geschenkt hat.

So könnt Ihr Euch später viel individueller bedanken und habt gleichzeitig immer etwas, um Euch zurück zu erinnern, woher einzelne Gegenstände in Eurer Wohnung kamen.

Auch wichtig: Sucht passende Plätze für die Geschenke. Denn der Esszimmertisch will nicht auf ewig zum Geschenketisch umfunktioniert werden.

46) Hochzeitsreise

Falls Ihr direkt abreist, packt die Koffer und genießt Euren gemeinsamen Urlaub!

Falls Ihr noch etwas Zeit habt, konkretisiert die Planungen und freut Euch auf die nachträglichen Flitterwochen.

47)  Bezahlung aller Rechnungen

Spätestens nach der Rückkehr aus den Flitterwochen werden alle Rechnungen bei Euch eingetroffen sein. Stellt sicher, dass Ihr alle innerhalb der vorgegebenen Fristen begleicht. Die nächste Familienfeier kommt bestimmt und den einen oder anderen Dienstleister möchtet Ihr vielleicht wieder verwenden (oder für eine andere Hochzeitsfeier weiterempfehlen).

48)  Finanzen

Mit der Hochzeit verändern sich einige Geld-Themen für Euch. Ihr könnt jetzt eine gemeinsame Steuererklärung einreichen. Außerdem seit Ihr dem Partner gegenüber unterhaltspflichtig.

Beschäftigt Euch damit, wie Ihr die Finanzen in Eurer Ehe richtig organisiert, sodass Ihr alle Vorteile nutzt und die Nachteile vermeidet!

49) Fotos

Typischerweise erhaltet Ihr einige Zeit nach der Hochzeit Eure Fotos. Wählt die schönsten aus, druckt sie aus und verteilt den Link (oder gedruckte Bilder) an Eure Gäste.

Viele witzige Fotos halten die Erinnerung hoch. Und ein obligatorisches Brautpaar-Foto steht doch in fast jedem Eltern-Wohnzimmer?

 

50) Dankeschön an die Helfer und Hochzeitsgäste

Mit Erhalt Eurer Bilder, könnt Ihr Eure Danksagungskarten gestalten und anhand Eurer Geschenkeliste individuell beschriften.

Natürlich sind auch allgemeine Karten mit einem herzlichen Dankeschön möglich – dann geht es auch etwas schneller. Auch hier gilt: Selbst verteilen ist persönlicher und kostengünstiger als der postalische Versand.

Hochzeits-Checkliste zum Abhaken – nach der Hochzeit:
  • Geschenke dokumentieren und verräumen
  • Hochzeitsreise genießen
  • Rechnungen bezahlen
  • Finanzen in der Ehe organisieren
  • Fotos auswählen, drucken und verteilen
  • Dankeschön an die Helfer und Gäste versenden

Fazit zur Hochzeits-Checkliste für Eure Traumhochzeit

Wie viele der Punkte Ihr tatsächlich umsetzt, liegt ganz an Euren Bedürfnissen. Plant Ihr eine Hochzeit mit der engsten Familie (Eltern, Großeltern und Geschwister) fallen 80 Prozent der Hochzeitscheckliste weg.

Möchtet Ihr hingegen 300 Gäste einladen und auf den Malediven feiern, kommen noch einige Schritte hinzu und Ihr benötigt mehr Zeit zur Hochzeitsplanung.

Um mit der Hochzeits-Checkliste arbeiten zu können, haben wir für Euch eine PDF vorbereitet – ladet es herunter und fangt sofort an Eure Hochzeit zu organisieren.

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[shariff]

8 Geldgewohnheiten glücklicher Paare

Liebe, Vertrauen und Geld als Basis für maximales Beziehungs-Glück? Welche Geldgewohnheiten besitzen glückliche Paare?

Langfristig eine glückliche Beziehung zu führen, erfordert einen gesunden Umgang mit Geld in Eurer Beziehung. Liebe und Vertrauen sind zwar wichtig, brauchen allerdings Unterstützung!

Besser mit Geld umgehen und die entscheidenden Geld-Fehler als Paar zu vermeiden gab es vor etwa zwei Wochen zu lesen. Heute schauen wir uns die andere Seite und Ihr erfahrt, wie glückliche Paare mit Geld umgehen. Denn wir sind uns sicher: Geld sollte in einer Beziehung ein zentrales Thema sein!

Diesen Artikel hat Mike für Dich verfasst.

Glückliche Paare erkennen die Wichtigkeit von Geld an

Was wollte uns Arnold Schwarzenegger mit dieser Aussage mitteilen?

Vermutlich, dass Geld unwichtig ist, sobald mehr Geld vorhanden ist als die eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfordern. Bis dahin ist Geld jedoch ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und verdient Beachtung.

Geht Mal Eure Beziehung durch: Wo benötigt Ihr überall Geld?

  • Essen
  • Miete
  • Internet
  • Versicherungen
  • Möbel & Ausstattung
  • Auto & Mobilität
  • Freizeit & Aktivitäten
  • Urlaube
  • und vieles mehr

Geld ist die Essenz vieler Lebensbereiche und damit auch fester Bestandteil Eurer Beziehung.  Glückliche Paare beziehen Geld daher aktiv in ihre Beziehung ein und erachten es als wichtigen Faktor.

Tipp:

Macht Euch eine Liste in welchen Bereichen Geld eine Rolle spielt und findet heraus ab welchem Vermögen es irrelevant wird.

Beispiel: 10.000 Euro netto monatlich. Damit wären alle Wünsche abgedeckt. Ergibt bei 4 Prozent Entnahme pro Jahr ein Mindestvermögen von 3.000.000 Euro. Damit sollte Euer Vermögen stabil bleiben und Ihr Euer Leben freigestalten. Bis dahin bleibt Geld eine Priorität in Eurer Beziehung.

Ihr kennt Eure Ausgaben und Einnahmen noch nicht? Mit unseren Tools verschafft Ihr Euch den passenden Finanzüberblick als Paar. Damit könnt Ihr gleich nachvollziehen, wie viel Euch noch fehlt und wie Ihr es zu Euren Zielen schafft. Ziele sind direkt die nächste Angewohnheit glücklicher Paare.

 

Glückliche Paare setzen sich finanzielle Ziele und nehmen die gemeinsame Verantwortung an

Ziele geben eine Richtung vor und helfen die eigene Sichtweise mit dem Partner abzustimmen. Glückliche Paare beschäftigen sich mit ihrer Zukunft und gestalten diese aktiv.

Dazu gehört das Setzen von Zielen und das Übernehmen der Verantwortung diese auch umzusetzen. Daraus resultiert ein Gefühl der Sicherheit (man kennt die Zukunft ein wenig besser), ein erhöhte Selbstwirksamkeit („wir können Dinge verändern“) und Erfolgserlebnisse. Alles Dinge, die das Beziehungsherz höher schlagen lassen.

Tipp

Was sind Eure finanziellen Ziele in diesem Jahr? Wo möchtet Ihr in 5 Jahren stehen? Wann möchtet Ihr in den Ruhestand gehen und was ist dafür nötig?

Wenn Ihr bei diesen Fragen lange überlegt oder Euch unsicher seid, wie Euer Partner dies sieht, empfehlen wir Euch folgendes:

  1. Individiuell über die eigenen Antworten nachdenken
  2. Gedanken zusammentragen
  3. Gemeinsame Ziele festlegen
  4. Verantwortung übernehmen und aufteilen (im Team muss nicht jeder alles erledigen – es reicht das Informieren)

 

Glückliche Paare setzen Ausgabenlimits

Ausgabelimits. Das klingt nach Regulation. Nach Einschränkung.

Ja das ist es – eine selbstauferlegte Einschränkung. Doch wieso ist dies eine Angewohnheit glücklicher Paare?

Das Einvernehmen über ein Ausgabelimit (und dessen Einhaltung) führt einerseits zu mehr Vertrauen, andererseits vermeidet es Diskussionen und Streitereien. Dein Ausgabenlimit für Freizeitausgaben liegt beispielsweise bei 300 Euro – Dein Partner gibt allerdings hin und wieder 400 bis 700 Euro aus. Wie würdest Du Dich fühlen und wie würdest Du reagieren?

Tipp

Setzt Euch zusammen und legt ein sinnvolles Ausgabelimit fest. Was ist Eure gemeinsame Schmerzgrenze?

100 Euro, 500 Euro, 1000 Euro?

Das hängt von Eurem eigenen Wohlbefinden, Eurer finanziellen Situation und anderen Dingen ab, weshalb eine genaue Euroangabe schwachsinnig wäre.

Nachdem Ihr Euer Ausgabelimit festgelegt habt, sollte folgendes vorhanden sein:

  • beide wissen, wie das Ausgabelimit zustande kommt
  • beide akzeptieren das Ausgabelimit
  • beide halten sich an das Ausgabelimit

 

Glückliche Paare besitzen eine gemeinsame UND getrennte Kontenführung

Als Paar kommt der Punkt, an dem eine Zusammenführung der Konten sinnvoll ist. Beispielsweise beim Zusammenziehen kann eine Zettelwirtschaft schnell das Gemüt strapazieren, da ist ein gemeinsames Ausgabenkonto mit jeweiliger EC-Karte deutlich angenehmer.

Nach der Eheschließung kommt es jedoch vor, dass alle Konten zusammengeworfen werden. Ist dies sinnvoll?

Definitiv nein. Beginnend bei Überraschungen, die Tage zuvor im Konto sichtbar werden bis hin zu gravierender Abhängigkeit bei Trennungen, spricht vieles gegen eine 1-Konten-Strategie.

Tipp

Kennt Ihr schon unseren Artikel zu den verschiedenen Haushaltskontomodellen? Dann ist dies unser Lesetipp.

 

Glückliche Paare teilen die Verantwortung für die Altersvorsorge und Investitionsentscheidungen

Aushalten – eine Angewohnheit, die glückliche Paare vermeiden. Stattdessen übernehmen sie die Verantwortung für die individuelle und gemeinsame Altersvorsorge. Gleiches gilt für Investitionsentscheidungen.

In beiden Fällen sind die staatliche Rente und das neue Auto ausgeschlossen. Kennst Du Deinen Rentenbescheid? Ziehe 75 Prozent von der Zahl ab und Du weißt, was an Kaufkraft übrig bleibt. Dich erwarten 2000 Euro im Alter? Verglichen mit heutiger Kaufkraft sind das eher 500 Euro. Könntest Du davon Deinen Lebensunterhalt begleichen?

Noch schlimmer: Einer von Euch steigt aus dem Angestelltenverhältnis aus – es werden keine Rentenpunkte mehr gesammelt. Noch weniger Rente – für viele wird eine Kaufkraft von 400 Euro und weniger bittere Realität sein.

Was sind Investitionen? Das neue Auto zählt jedenfalls nicht dazu. Investition bedeutet, dass ich einen Gewinn aus meiner „Ausgabe“ herausbekomme. Ansonsten fällt es eher unter einer Verbindlichkeit: Autos kosten, kosten und kosten.

Glückliche Paare sind sich des Unterschieds zwischen Lebensunterhalt und staatlicher Rente bewusst und übernehmen die Verantwortung diese durch (gemeinsame) Investitionen zu schließen.

Tipp

Was sind Eure momentanen jährlichen Unterhaltskosten? Gibt es davon Posten, die mit Renteneintrittsalter wegfallen werden? Beispielsweise ziehen Kinder aus, verkleinert sich die Wohnung oder das Auto kann abgeschafft werden.

Stellt eine Prognose auf, wie viel Geld Ihr mit 60 bis 100+ Jahre pro Jahr benötigen werdet. Falls vorhanden, gleicht dies mit Eurem Rentenbescheid ab – falls Ihr noch keinen erhalten habet, könntet Ihr von 400 Euro pro Person ausgehen.

Als letzten Schritt heißt es einen Plan zu erstellen, wie die Lücke geschlossen werden kann.

 

Glückliche Paare reden über Geld

Über was unterhalten sich glückliche Paare? Reisen, Erlebnisse, sich selbst, Sex und Geld. Kurzum alles, was mindestens eine Person beschäftigt, wird angesprochen.

Das Geheimnis liegt darin, weg von den Alltagsthemen zu kommen. Was kaufen wir ein? Wer bringt den Müll runter? Was läuft heute im TV? Gehen wir schlafen?

Zugegeben alles Dinge, die mehr oder weniger geklärt werden müssen. Verspürst Du bei diesen Gesprächen Aufregung, Neugier oder lernst Du dadurch Deinen Lieblingsmenschen besser kennen?

Genau, wir auch nicht. Themen, die Euch weiterbringen beinhalten Geschichten über Euch, über Eure Zukunft, über Eure Wünsche, Bedürfnisse und Träume und über Eure Erlebnisse.

Tipp

Ihr möchtet beginnen über Geld zu sprechen oder wollt noch ein paar Argumente hören? Geht klar:

 

Glückliche Paare planen Geld für Spaß ein

Ständiges arbeiten und permanenter Alltag sind schlechte Ratgeber für eine Beziehung. Glückliche Paare planen daher Geld und Zeit für Spaß ein.

Zeit, die ausnahmslos für die Beziehung und somit füreinander verwendet wird. Dringende Termine, andere Verpflichtungen oder Familie und Freunde werden auf andere Tage verschoben. Das Geld wird ebenfalls nur für diesen Zweck ausgegeben.

Eine zusätzliche Tankfüllung oder eine unerwartete Rechnung müssen aus den Rücklagen (dazu im nächsten Punkt mehr) beglichen werden.

Diese Angewohnheit bestimmt, ob Ihr auch in 30 Jahren noch neue Facetten an Eurem Partner kennenlernt. Kannst Du von Dir behaupten jede Facette von Dir selbst zu kennen? Wie soll es dann Dein Partner können, wenn er Dich wesentlich später kennengelernt hat und viel weniger mit Dir redet als Du selbst mit Dir?

Tipp

Definiert ein monatliches Freizeitbudget Eures Gehaltes. Kombiniert dieses mit einer regelmäßigen Date-Night (Inspirationen in unserer 30 Tage Beziehungs-Challenge) und gebt dort das Geld aus. Das Budget wählt Ihr so, dass Eure Ausgaben, dass Eure Rücklagen und dass Eure Altersvorsorge abgedeckt sind.

Dadurch sammelt Ihr weitere Erlebnisse, lernt Euch besser kennen und füllt Eure Beziehung mit Leben.

 

Glückliche Paare bilden Rücklagen

Die Waschmaschine geht kaputt, das Auto muss erneut die Werkstatt oder der Urlaub wird teurer als gedacht. Ohne Rücklagen bieten diese Situationen großes Streitpotenzial.

Kein Problem sagt Ihr, Ihr bezahlt es ohnehin fifty-fifty? Wie sieht es jedoch aus, wenn das Einkommen eines Partners ausfällt? Sei es geplant aufgrund gemeinsamer Kinder oder ungeplant aufgrund eines Unfalls.

Wie wird es dann aufgeteilt? 100:0, 80:20 oder weiter 50:50? Ist das fair und möchtet Ihr in einem solchen Fall über Geld diskutieren müssen?

Glückliche Paare verschieben die Entscheidung auf das Hier und Jetzt. Sie bilden Rücklagen und sorgen für Eventualitäten vor. Damit vermeiden sie aufgeheizte Diskussionen in stressigen Situationen und können sich stattdessen auf sich konzentrieren.

Zusätzlich erhöhen glückliche Paare dadurch die wahrgenommene Fairness in der Beziehung

Tipp

Wie funktioniert das mit den Kontomodellen? Welches ist für Euch geeignet? Wie führt Ihr am besten ein Haushaltsbuch, plant Eure Ausgaben und bildet Rücklagen?

Die Antworten auf diese Fragen bringen Euch den sehr wertvollen Überblick Eurer Finanzen. Wenn Ihr Eure Finanzen überblickt, könnt Ihr

  • Geld für Spaß einplanen,
  • Rücklagen bilden,
  • passgenaue Ausgabelimits setzen,
  • Investitionen tätigen,
  • und Eure Altersvorsorge angehen.

 

Fazit

Zur Übersicht hier nochmal die 8 Geldgewohnheiten glücklicher Paare:

  1. Erkennt die Wichtigkeit von Geld an
  2. Setzt Euch finanzielle Ziele und nehmt die gemeinsame Verantwortung an
  3. Setzt Ausgabenlimits
  4. Besitzt eine gemeinsame UND getrennte Kontenführung
  5. Teilt die Verantwortung für die Altersvorsorge und Investitionsentscheidungen
  6. Redet über Geld
  7. Plant Geld für Spaß ein
  8. Bildet Rücklagen

In jeder glücklichen Beziehung liegt der Fokus etwas unterschiedlich auf den 8 Gewohnheiten. Für uns war es von Anfang an logisch miteinander über Geld zu sprechen. Auch die finanzielle Zielsetzung und die Entscheidung für ein zusätzliches gemeinsames Konto hatten wir schnell verinnerlicht.

Bewusst Geld und Zeit für Spaß zu Zweit einzuplanen und unsere Altersvorsorge und Investitionen gemeinsam anzugehen, erforderten mehr Überwindung und Lernbereitschaft.

Welche Geldgewohnheit möchtet Ihr noch in Eurer Beziehung etablieren?

 

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Die 6 schlimmsten Fehler: Als Paar besser mit Geld umgehen

Du hast ihn gefunden – Deinen Traummann oder Deine Traumfrau. Wolke 7 heißt Eure neue Adresse.

Zweifel hast Du keine: Mit diesem Menschen möchtest Du Dein Leben verbringen.

Die Harmonie in Eurer Beziehung passt. Doch um diese langfristig zu erhalten, gehören Geld und Finanzen genauso dazu wie romantische Erlebnisse.

Eure Wolke 7 erhaltet Ihr Euch langfristig, wenn Ihr die nachfolgenden 6 größten Fehler in Sachen Geld vermeidet:

1) Eine zu schnelle Entscheidung für gemeinsame Konten

Zusammenziehen, gemeinsame Verträge für Strom, Internet und die Miete, Alltagsausgaben.

Alles gute Gründe für ein gemeinsames Konto.

Sieben verschiedene Konten überblicken, „Wer-bezahlt-was“-Diskussionen und unermessliches Vertrauen.

Alles gute Gründe gegen getrennte Konten.

Mit der gemeinsamen Wohnung und spätestens mit der Hochzeit, entscheiden sich viele Paare dafür, all ihre Konten zusammenzuführen. Ganz nach dem Motto: Was Mein ist, ist auch Dein! Die oben aufgeführten Gründe tun ihr übriges.

Entscheidet Ihr Euch zu schnell für gemeinsame Konten, wird es im Falle einer Trennung noch unangenehmer.

Plötzlich wollt Ihr versuchen all das wieder auseinander zu dividieren, was ihr vor kurzer Zeit zusammengeworfen habt. Es gibt Streit darüber, ob einer von beiden zu verschwenderisch mit dem gemeinsamen Geld umgegangen ist und den anderen jetzt entschädigen muss. Dinge, die kein Mensch will und braucht.

Gemeinsame Konten sind nicht zu verteufeln, aber lasst Euch bei der Entscheidung Zeit.

Sind das 6 Monate, 1 Jahr oder 3 Jahre?

Eine Pauschalantwort bekommst Du heute: Es kommt darauf an.

Testet, was für Euch funktioniert:

Beginnt mit dem Verständnis für den Geldstil Eures Partners: Wofür gibt Dein Liebster sein Geld ohne Sorge aus? Welche Sparquote ist der Wohlfühlbetrag Deiner Geliebten? Was verdient Dein Partner? Und wie sehen die finanziellen Ziele Deiner Partnerin aus?

In einem nächsten Schritt könnt Ihr rational entscheiden, wie Ihr gemeinsame Ausgaben behandeln möchtet: Zettelwirtschaft und ein finanzieller Ausgleich am Monatsende, Aufteilung der Fixkosten anhand eines bestimmten Schemas oder doch alles auf ein gemeinsames Haushaltskonto?

Bei Euch dauert dieser Prozess vielleicht länger oder kürzer. Passt auf, dass der Zeitraum nicht zu kurz gewählt ist und der Schritt Eure individuellen Konten aufzugeben nicht zu schnell kommt. Denn der Aufprall von Wolke 7 wird umso härter, wenn er aufgrund vorschneller Entscheidungen zustande kommt.

 

2) Ihr redet niemals über Geld

Geld ist für Euch kein romantisches Thema? Deshalb redet Ihr nicht darüber?

Ein großer Fehler!

In einer gleichberechtigten und nachhaltigen Beziehung gehören auch – auf den ersten Blick –  unromantische Themen auf den Tisch. Seien es Sorgen, Erfolge oder auch das liebe Geld.

Was passiert, wenn Geld bei Euch ein Tabuthema ist?

Du weißt nicht, was bei Deinem Partner dahintersteckt, dass er den gemeinsamen Urlaub ablehnt.

Du bist schockiert, wenn Ihr das Traumhaus für Eure Familie nicht kaufen könnt, weil Dein Partner einen deutlich schlechteren Kredit-Score bei der Bank hat, als Du erwartet hast.

Die offene Kommunikation über Geld ermöglicht Euch mehr Romantik als das verliebte Schweigen. Denn gerade die schwierigen Konversationen führen zu mehr Verständnis für und Vertrauen in den Partner.

Und gehören diese zwei Dinge nicht zu den Säulen jeder Beziehung? Wissen, was der andere mag und braucht. Aktivitäten und die Zukunft im Sinne beider planen – das ist Romantik. Und damit führen offene Geld-Gespräche auch bei Euch zu mehr Romantik?

Niemals über Geld zu reden, schadet Eurer Beziehung. Sorgt stattdessen dafür mit offenen Gesprächen und Ehrlichkeit Eure gemeinsamen Geldziele schneller zu erreichen!

 

3) Nur eine Person von Euch ist für Eure Finanzen zuständig

Ein typisches Bild vor einigen Jahrzehnten in vielen Familien: Ein Mann heiratet eine Frau und mit ihr ihr Vermögen. Er kümmert sich fortan um die Familienfinanzen. Viele Frauen bekommen „Haushaltsgeld“ oder sogar „Taschengeld“ zugewiesen.

Heute unvorstellbar?

Leider nein! In viel zu vielen Beziehungen kümmert sich nur einer von beiden ums Geld. Egal ob Mann oder Frau – ein großer Fehler!

Gegen ein solches Vorgehen spricht:

  • Derjenige, der keinen Überblick hat wird sich früher oder später zurückgesetzt beziehungsweise nicht fair behandelt fühlen – denn gefühlt steht immer zu wenig Geld zur Verfügung.
  • Derjenige, der all die Arbeit übernimmt, muss auch alleine mit der Verantwortung klar kommen. Läuft es nicht, kommen vielleicht sogar Schuldgefühle und -zuweisungen dazu. Kein erstrebenswerter Zustand!

Ihr seid ein Paar. Ein Team. Nutzt den Vorteil, den Ihr durch zwei Meinungen und Euer beider Erfahrungen habt. Es ist fahrlässig diese in Finanzdingen auszulassen und nur einem der Partner das Zepter zu überlassen.

Du interessierst Dich viel mehr für Geldanlage als Dein Partner? Und Rechnungen bezahlen klappt ohnehin viel besser, wenn die feste Verantwortung bei Dir liegt?

Eine solche Situation ist völlig normal. Menschen haben unterschiedliche Interessen und Talente. So mag es auch bei Euch in Gelddingen aussehen. Dennoch ist es ein Fehler, einem allein die Verantwortung für Euer Geld zuzuschreiben.

Verteilt Aufgaben und Verantwortlichkeiten initial. Selbst wenn die Verteilung bei 90:10 liegt – vereinbart dennoch regelmäßige Geld-Gespräche und bringt Euch auf den aktuellen Stand. Beide Teile Eures Teams, brauchen zumindest ein Basisverständnis über Eure Finanzen – selbst wenn, nur einer für die Exekutive zuständig ist!

4) Für Notfälle habt Ihr keine Ersparnisse

Waschmaschine direkt nach der abgelaufenen Garantie kaputt. Autounfall und Du warst schuld. Statt einer werden zwei Zahnkronen fällig – ohne praktische Zahnzusatzversicherung.

Blöde Situationen kommen, wenn Du sie nicht brauchst.

Das ist als Single blöd. Das ist als Paar ebenso blöd.

Seid Ihr zu zweit, tragt Ihr manche unerwarteten Ausgaben gemeinsam und könnt Euch bei anderen eventuell gegenseitig aushelfen. Vorausgesetzt mindestens einer von Euch hat entsprechende Ersparnisse.

Bei Freunden, der Familie oder im schlimmsten Fall einer externen Quelle um Geld zu bitten, um in Notfällen über die Runden zu kommen, kann äußerst unangenehm sein. Und dennoch müssen es viele Menschen tun.

In einer Beziehung kommt Streit hinzu, der über nicht vorhandenes Geld viel leichter ausbricht als über die Entscheidung, wie vorhandene Ersparnisse ausgegeben werden sollten.

Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung. Lange unausgesprochene Glaubenssätze brechen jetzt durch. In der Notsituation!

Lasst es nicht so weit kommen und spart – individuell und gemeinsam – um in genau solchen Situation miteinander über die Sache und nicht den Geldbetrag zu sprechen.

Einigt Euch, ob es eine gebrauchte oder neue Waschmaschine sein soll. Seid froh, dass niemandem etwas passiert, sondern nur der Blechschaden zu lösen ist. Und unterstützt Euch im Zweifel gegenseitig bei der Erhaltung der Gesundheit – denn mit regelmäßiger Sparsamkeit nehmt Ihr zukünftigen Stress aus Eurer Beziehung.

5) Ihr habt Geld-Geheimnisse voreinander

Ihr redet regelmäßig über Geld miteinander, habt Euch für ein gemeinsames Haushaltskonto entschieden und spart fleißig.

Irgendwann kommt der Tag an dem herauskommt: Einer hat doch noch ein Nebenkonto und zweigt dorthin monatlich Betrag x ab. Ob aufgrund von Unterhaltszahlungen aus einer vorherigen Beziehung, die verschwiegen wurde, oder eines geheimen Schuhticks – Geheimnisse in Bezug auf Geld haben keinen Platz in einer Beziehung, die ewig halten soll!

Kommunikation ist eine der Säulen für eine nachhaltige und glückliche Beziehung. Das nächste Geburtstagsgeschenk und dessen Finanzierung darf selbstverständlich ein Geheimnis sein. Langfristig größere Beträge dem anderen zu unterschlagen, ist hingegen ein Tabu!

Denn meist hängt hinter einem solchen Vorgehen noch mehr: missbrauchtes Vertrauen, vorgetäuschte Offenheit und schmerzliche Enttäuschung werden Eure Beziehung extrem belasten.

Müsst Ihr Euch ab sofort jedes Detail erzählen? Nein – Anschaffungen, Verträge oder andere Verpflichtungen gehören jedoch definitiv auf den Tisch. Da fällt uns auch keine „Kommt-drauf-an“-Entschuldigung ein, mit der das zerstörte Vertrauen wieder zurückkäme.

 

6) Ihr ignoriert die kleinen Details

Der letzte Fehler in dieser Liste erscheint Dir vielleicht wie Kniebohrerei: Auf die Details achten!

Klar ist es super, wenn Ihr Fehler 1-5 vermeiden könnt. Die kleinen Details, um die es jetzt geht, können Eure finanzielle Lage jedoch in großem Ausmaß beeinflussen und sollten daher beachtet werden.

Was können Details sein, die finanzielle Fehler bedeuten?

 

Beispiel 1: Euer Mietvertrag läuft nur auf eine Person.

Einer von Euch lebte bereits in der gemeinsamen Wohnung bevor der andere dazu stieß. Den Vermieter habt Ihr vorsichtshalber uninformiert gelassen und den Mietvertrag nie abgeändert.

Das Vorgehen mag auf den ersten Blick Geld sparen. Auf den zweiten Blick ist das Ganze Konstrukt im Trennungsfall jedoch äußerst unschön: Denn derjenige ohne Mietvertrag ist plötzlich ohne Dach über dem Kopf und hat keine Rechte, eine gewisse Übergangszeit für die Wohnungssuche zu haben.

Noch schlimmer bei nötigen Reparaturen oder Nachzahlungen: Plötzlich entstehen Diskussionen darüber, wer denn die Kosten zu tragen hat. Am Ende bleibt der eingetragene Mieter im Zweifel auf den Kosten sitzen – und der andere hat vielleicht jahrelang auf dessen Kosten gelebt.

Extrembeispiele magst Du denken – alles schon vorgekommen, sagen wir. Daher: Macht Euch die Mühe und setzt einen neuen (oder zumindest einen Untermiet-) Vertrag auf, wenn Ihr zusammenzieht.

 

Beispiel 2: Ihr spart fleißig für die Ausbildung Eurer Kinder und vergesst dabei die eigene Rente

Selbstverständlich wünscht Ihr Euch für Eure Kinder eine bestmögliche Ausbildung und möchtet Ihnen helfen ihre Träume – sei es ein Auslandssemester oder das erste eigene Auto – in die Tat umzusetzen.

Doch jeden Cent für die Kinder zur Seite legen ist nicht ehrenwert!

An Euch selber zu denken ist mindestens genauso wichtig. Besprecht, wie Ihr Euch Eure Rente vorstellt. Versteht Euren Rentenbescheid. Und spart im Zweifel lieber für die eigene Rente als die Ausbildung der Kinder!

Sie werden es Euch danken, wenn sie im Alter nicht für Euren Lebensabend aufkommen müssen. Da kann auch verschmerzt werden, dass neben dem Traumstudium ein Nebenjob Pflicht ist oder die Auslandspläne vielleicht ein Jahr nach hinten geschoben werden.

Ganz nebenbei lernen Eure Kinder den Wert von Geld zu schätzen, wenn sie selbst dafür arbeiten – und auch „nur“ die Geldgeschenke an die Kinder und das Kindergeld für sie anzulegen, wird sie weiterbringen, als Ihr Euch jetzt vielleicht vorstellen könnt.

 

Beispiel 3: Keine oder die falschen Versicherungsmodelle

Versicherungen sind nach wie vor eines der liebsten Produkte der Deutschen. Aber passt auch hier auf die Details auf!

Es beginnt mit Kleinigkeiten, wie doppelten Versicherungen, die gar nicht nötig sind! Lebt Ihr zusammen, reicht meist eine Haftpflichtversicherung aus – auch ohne Hochzeit. Zwei Hausratversicherungen benötigt auch kein Mensch.

Viel wichtiger ist dafür, zu hinterfragen, ab welchem Punkt eine Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung für Euch (oder einen von Euch) Sinn macht. Habt Ihr Euch für die gemeinsame Familie entschieden und fällt der Familienernährer plötzlich aus – wie geht es dann weiter?

Seid Ihr für den Fall des Falles abgesichert? Oder ist die Wahrscheinlichkeit zu gering, dass Euch ein Ausfall wirklich in die Bredouille bringen wird? Hier kommt es auf die Details an! Berücksichtigt diese – denn ist die Situation da, ist es zu spät.

 

Fazit zu den sechs größten Geld-Fehlern von Paaren

Zur Übersicht hier nochmal die sechs Fehler aufgelistet:

  1. Eine zu schnelle Entscheidung für gemeinsame Konten – redet zunächst über Eure Geldgewohnheiten und probiert verschiedene Modelle aus.
  2. Ihr redet niemals über Geld – verabredet Euch zu regelmäßigen Geld-Gesprächen.
  3. Nur eine Person von Euch ist für Eure Finanzen zuständig – verteilt die Aufgaben, denn beide profitieren oder verlieren durch das Finanzmanagement.
  4. Für Notfälle habt Ihr keine Ersparnisse – behandelt Anschaffungen, Arztkosten oder Urlaube als regelmäßige Ausgaben und legt einen Prozentsatz Eures Einkommens in die Rücklage.
  5. Ihr habt Geld-Geheimnisse voreinander – ein alter Kredit, ein geheimes Konto oder Unterhaltszahlungen gehören auf den Beziehungstisch, sonst fliegen sie Euch um die Ohren.
  6. Ihr ignoriert die kleinen Details – welche Synergien könnt Ihr in Eurer Beziehung nutzen und welche Verträge sollten (neu) geschlossen werden?

Dies sind die sechs größten Geldfehler in einer Beziehung. Gerade zu Beginn unserer Beziehung war Marielle für unsere Finanzen zuständig. Sie hatte durch Ihr Elternhaus das nötige Wissen mitgebracht und managte z. B. unsere Versicherungen. Glücklicherweise erkannte sie früh, dass sie mich mit einbeziehen sollte, um mein Interesse zu wecken.

Welchen der sechs Fehler habt Ihr in Eurer Beziehung überwunden? Gibt es andere Fehler im Umgang mit Geld in der Beziehung, die in die Liste aufgenommen werden sollten?

 

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Börsentag Frankfurt: Lichtpunkte und Schattenseiten

  1. März 2019 findet der nächste Börsentag in Frankfurt statt.

Am vergangenen Samstag waren wir zum ersten Mal vor Ort und haben uns das Geschehen aus der Nähe betrachtet.

Neben zahlreichen Messeständen wurde ein breites Programm an Vorträgen angeboten. In 6 Zeitslots auf 7 Bühnen konnten Reden zu ETFs über Bitcoins bis Zukunftstrends belauscht werden.

 

Was erwartet Dich beim Börsentag

Um Dir einen kleinen Eindruck des Börsentags in Frankfurt zu geben, berichten wir kurz über die besuchten Vorträge.

 

Global Trends – Zukunftstechnologie für Ihre Geldanlage

Uber will 24.000 selbstfahrende Autos bis 2021 auf die Straßen bringen.

Was wird aus den Jobs, wenn die Technologisierung und Digitalisierung weiter voran schreitet?

Jack Ma (Alibaba) wird derzeit viral in den sozialen Medien zitiert. Sinngemäß: Wir müssen unseren Kindern, die Dinge beibringen, die uns von Maschinen unterscheiden. Ansonsten sieht es düster aus.

Alphabet, Infineon und Co investieren Milliarden in die Forschung & Entwicklung, streichen saftige Gewinne ein und von einer Überbewertung kann nicht die Rede sein. So der Kanon des Vortrags.

Diese Tech-Aktien rennen auch noch dem S&P 500 weg und der MSCI World hat ebenfalls keine Chance. Was bedeutet das für uns? Wir sollten in Tech-Unternehmen investieren. Und wie geht das besser als mit dem hauseigenen Fond?

Zum Ende des Vortrags ziert eine hübsche Grafik die Wand. Diese zeigt, wie der Tech-Fond den Vergleichsindex (extrahierten Tech-Unternehmen des S&P 500) schlägt. Jahr für Jahr für Jahr.

Nur im ersten Jahr gibt es eine dritte Säule. Mit einem Halbsatz wird darauf hingewiesen, dass dies die Nettoentwicklung – also nach Abzug von Gebühren – symbolisiert. Knapp 6 % müssen von der Performance abgezogen werden. Was bedeutet das für das Ergebnis?

Der Megafonds der Megatrends performt plötzlich schlechter als der Vergleichsindex. Dann doch lieber einen ETF auf Tech-Unternehmen? Oder lieber Amazon-Inhaber werden, die kaufen eh alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist in der Zukunftsbranche?

 

Marktwächter Finanzen: Was Sie beim Crowdinvesting beachten sollten

Als überzeugte aber noch recht unerfahrene Crowdinvestorin war der Vortrag der Verbraucherzentrale Hessen für Marielle Pflichtprogramm.

Vorgestellt wurde die Studie zum Crowdinvesting des Projektes Marktwächter Finanzen, die sich mit der Analyse der Vertragsinformationen und -bedingungen von einer Vielzahl von Crowdinvesting-Plattformen beschäftigt hat.

Das Ergebnis war leider ernüchternd: Viele der Plattformen bieten ihren Kunden nur unzureichende Informationen, manche sogar nicht übereinstimmende und damit als irreführend zu bezeichnende Vertragsdetails an.

Damit diese Information wirklich hilfreich für Dich Nutzer sein kann, müsstest Du wissen, welche der Plattformen nun schlecht und welche sogar ganz gut abgeschnitten haben.

Bisher bin ich selbst nur bei Zinsland in fünf Projekte investiert. Dies liegt auch daran, dass andere Plattformen teilweise undurchsichtig wirken und mich die Einfachheit und Klarheit von Zinsland bisher sehr überzeugt hat. Leider bin ich nach dem Vortrag nicht schlauer, ob dieses Gefühl richtig oder eine Täuschung ist.

Der Fokus des Vortrages lag auf den Schattenseiten des Crowdinvestings. Die Vorteile wurden nur kurz erwähnt. Ich habe mich gefragt: Muss eine Verbraucherzentrale so kommunizieren?

Wäre ich nicht bereits in Crowdinvesting investiert – nach diesem Vortrag hätte ich sicherlich nicht damit begonnen.

Dennoch war es spannend und die Studienergebnisse habe ich mitgenommen. Denn die Untersuchungsart möchte ich gerne mit den Vertragsinformationen, die ich bei meinem nächsten Zinsland-Projekt erhalte abgleichen. Und vielleicht hilft sie mir sogar bei der Entscheidung, bei welcher anderen Plattform ich noch einsteigen könnte.

Möchtest Du mehr über die Studie, meine Ergebnisverwendung in der Praxis und Learnings erfahren? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen und vielleicht gibt es schon bald einen separaten Crowdinvesting-Artikel mit Fokus auf der Marktwächter Finanzen-Studie der Verbraucherzentrale Hessen.

 

Nach diesen einfachen 4 Regeln bauen Sie sich ein Depot nach Warren Buffett auf

Mittlerweile habe ich Warren Buffetts Biografie und Mary Buffetts „Buffetology“ durchgearbeitet und erste Anwendungen unternommen. Reichen 4 Regeln aus?

Ja, wenn Du sie auf die oberste Ebene beschränkst reichen Dir diese 4 Regeln aus:

  1. Investiere nur in Unternehmen, die Du verstehst
  2. Desto breiter der Burggraben desto stabiler das Unternehmen
  3. Betrachte das Management
  4. Bewerte das Unternehmen

Na, wie sieht’s aus? Kannst Du anhand dieser vier einfachen Regeln Dir ein Depot nach Warren Buffett aufbauen?

Ich kann es auf jeden Fall nicht. Es entstehen zu viele ??? in meinem Kopf:

  • Was macht ein gutes Management aus?
  • Welche Bewertung ziehe ich zur Bewertung des Unternehmens heran?
  • Buffett beschränkte sich doch nicht auf diese Regeln?!

Hauptsächlich kaufte Buffett riesige Anteile an Unternehmen und mischte sich ein. Er veränderte das Management, übernahm die komplette Kontrolle oder veränderte das Kerngeschäft. Viele seiner Investitionen wären riesige Pleiten gewesen, hätte er sich nicht eingemischt ~Berkshire Hathaway und Salomon, um mal zwei zu nennen.

Nungut, der Vortrag hatte dennoch etwas gewinnbringendes. Der Redner brachte seinen eigenen Rentenbescheid mit, ging diesen durch und demonstrierte, wie die Inflation die angekündigten Rente auffrisst.

 

Abschlussdiskussion – zwei beeindruckende Redner

Seit je her faszinieren mich eindrucksvolle Redner und wie sie durch Artikulation, Wortwahl und Dynamik ein Gewicht und Glaubwürdigkeit in ihre Aussagen bringen. So auch zum Abschluss des Frankfurter Börsentags.

Hätte ich mich der Rede hingegeben, wäre ich nach Hause gefahren und hätte umgehend Aktien der Deutschen Bank, von Amazon und von Nestle in mein Depot gelegt.

Noch faszinierender:

Die beiden Männer standen im Streitgespräch auf der Bühne. Einer begann seine Argumente vorzutragen und das Publikum hing an seinen Lippen. Dann der Wechsel.

Völlig konträre Sichtweisen wurden nun über die Zuhörer ausgeschüttet. Sie waren ebenso plausibel, ebenso wahr und ebengleicher Stärke vorgetragen.

 

Fazit zum Börsentag Frankfurt

Insgesamt ein lohnenswerter Ausflug in das Frankfurter Europaviertel.

Wir durften feststellen, dass wir inzwischen viel Wissen über verschiedene Strategien, Zukunftstrends und die Börse im Allgemeinen angesammelt haben.

Stattdessen konnten wir mit einer eigenen Meinung die Vorträge kritisch hinterfragen und haben aus der Veranstaltung wieder viele Ideen und spannenden Gedanken mitgenommen.

Da die Veranstaltung kostenfrei ist, wird viel Werbung gemacht. Aber das ist nicht schlimm – denn so konnten wir wieder neue Produkte kennenlernen und feststellen, wie abgehärtet wir gegenüber Versuchungen in dem Bereich geworden sind. Auch das liegt sicherlich an der zunehmenden Erfahrung und dem Vorwissen.

Einen Börsentag zu besuchen, sich zu informieren und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen empfehlen wir Dir an dieser Stelle sehr gerne weiter – eine Bereichung ist ein solcher Tag immer !

 

Ist Geiz geil? – Sparsamkeit in der Beziehung

Sparbrötchen, Sparbuch, Sparschwein, Sparsocke, Spardose, Bausparen, Zwangssparen, …

Deutschland und das Sparen gehen Hand in Hand – so wie Holland und Käse oder Schweiz und Banken.

Laut Statista zählen zu den beliebtesten Finanzprodukte der Deutschen:

Sparbuch (Platz 2) – 69 %

Bausparvertrag (Platz 3) – 47 %

Sparvertrag (Platz 5) – 31 %

Riester-Sparplan (Platz 7)  – 25 %

Riester-Fonds-Sparplan (Platz 8) – 21 %

Sparbrief (Platz 14) – 8 %

 

Insgesamt gibt es 16 Produkte in dieser Liste wovon 6 das Wort „Sparen“ beinhalten.

Sparen ist äußerst beliebt. Erklärt sich von alleine, dass in einer Beziehung „Sparsamkeit“ eine attraktive Eigenschaft darstellt, oder?

Sparsamkeit in der Beziehung – Segen oder Fluch?

Um aus unserer Blase hinauszuschauen, habe ich „Sparsamkeit Beziehung“ bei Google eingegeben. Meine Erwartung ein kunterbuntes Angebot aus Spartipps, zu viel Sparsamkeit und enthaltsamen Leben.

Die Realität sieht etwas anders aus, dazu aber gleich mehr.

Sparsamkeit ermöglicht das Öffnen einiger verschlossener Türen. Wenn Du regelmäßig Geld zur Seite legst, kannst Du für Deine Ziele sparen: Reisen, Konsumgegenstände, Fortbildung oder die Altersvorsorge. Erst vor kurzem haben wir einen Artikel zum Vermögensaufbau verfasst – 12 Schritte wie es mit dem Sparen und dem Vermögen funktionieren kann.

Sparsamkeit kann auch zu Spannungen führen. Als Paar zu reisen, während die Vermögensstände unterschiedlich sind oder die Ansprüche auseinander gehen, kann zu kleineren und größeren Meinungsverschiedenheiten führen.

Extreme Sparsamkeit kann die Beziehung auch stark auf die Probe stellen. Wenn einer von beiden stets das Gefühl hat zurückstecken zu müssen und sich einzuschränken, wird es auf Dauer wohl kaum gut gehen.

Das Spektrum reicht von positiv (Traumerfüllung) bis negativ (Zerstörung der Beziehung). Google’s Seite 1 sieht Sparsamkeit sehr negativ. Doch muss es das sein?

Sparsamkeit als treibende und schützende Kraft

Innerhalb der Beziehung kann Sparsamkeit gewinnbringend eingesetzt werden. Für mich sind die beiden folgenden Aspekte die Basis:

 

1. Durch Sparsamkeit die gemeinsamen Ziele erreichen

Wir haben uns klar Ziele gesetzt, die wir zusammen erreichen möchten. Dazu zählt unser Unternehmen, das Reisen, eine Familie und früh in Rente zu gehen.

Für alle Bereiche ist Kapital notwendig – teils in kleineren teils in größeren Mengen. Letzteres setzt voraus, dass wir sparen oder über Nacht sehr vermögend werden. Dieses über Nacht ist allerdings ein Mythos. Davor kommt harte Arbeit, die sich über Jahre hinstrecken kann.

Ein längerer Weg die eigenen (finanziellen) Ziele zu erreichen, ist das Sparen. Jeden Monat einen bestimmten Betrag oder einen festgelegten Prozentsatz für ein definiertes Ziel zur Seite legen.

Wenn der Betrag erreicht ist, der beispielsweise für den Urlaub in Madagaskar notwendig ist, kann gebucht werden.

2. Durch Sparsamkeit auf Unvorhersehbares vorbereitet sein

Seit wir verheiratet sind führen wir ein gemeinsames Rücklagenkonto. Auf dieses zahlen wir momentan 10 % unserer monatlichen Einnahmen ein, um auf 5.000 bis 10.000 Euro zu kommen. Danach werden wir den Prozentsatz senken und erst bei Entnahme und Bedarf wieder erhöhen.

Diese 10 Prozent stehen uns nicht zum monatlichen Verbrauch zur Verfügung. Sie sind weg und werden erst bei (ungeplanten) Anschaffungen oder Kosten eingesetzt.

Uns zu zwingen diese Sparquote einzuhalten, sorgt für Sicherheit. Wir können Unvorgesehenem entspannter entgegen Blicken. Ohne unsere Sparsamkeit wäre es nicht möglich.

Ein Unfall, eine Nachzahlung oder ein kaputter Backofen würde uns sonst leicht ins Schwitzen bringen.

Sparsamkeit und die kleinen Spannungen

 

Wir haben es schon in einigen Artikel erwähnt – manchmal kommen die unterschiedlichen Vermögensstände und das Sparverhalten nicht miteinander aus.

Unsere erste Reise als Paar ist das Paradebeispiel.

Zu Beginn unserer Beziehung lebte ich von Monat zu Monat und legte nichts auf die Seite. Marielle hatte hingegen schon viel gespart und ein kleines Vermögen aufgebaut. Größere Ausgaben können zu Spannungen führen und mit nur 700 Euro Restvermögen ist das nur allzu verständlich.

In solchen Momenten hilft nur eins: Hinsetzen und drüber reden. Denn das Motto „über Geld spricht man nicht“  führt sonst direkt zu den ernsthaften Problemen.

Auch das Unverständnis für die Notwendigkeit mancher Anschaffungen kann zu kleineren Blitzen führen:

„Warum braucht sie schon wieder das neuste Handy?“, „Wie viele Sneaker will er denn noch kaufen?“ und „Was sollen wir mit den ganzen Taschen anfangen?“

Sparsamkeit als ernsthaftes Problem

 

Was passiert, wenn Sparsamkeit in Geiz umschlägt und sinnvolle Ausgaben nicht mehr getätigt werden?

Sinnvoll ist mit Absicht schwammig und weit gefasst. Zum Essen einladen, Blumen mit nach Hause bringen oder ein teures Hotel buchen, können unter Umständen sinnvolle Ausgaben sein, da sie auf der emotionalen Ebene mehr zusammenführen. Sie können allerdings auch unpassend sein, wenn Verbindlichkeiten mit höherer Priorität beglichen werden müssen.

Ständiges Schnorren, sich verweigern Kosten zu übernehmen oder krampfhaft geiziges Verhalten vermittelt eben auch ein negatives Gefühl:

„Ich bin es Dir nicht wert, dass Du mich einlädst.“, „Wieso gönnen wir uns nicht mal einen schönen Abend als Paar?“ oder „Immer bist Du nur am nehmen und ich am geben.“

An dieser Stelle Bedarf es externer Hilfe. Eine Möglichkeit sind Paartherapeuthen, die die Hintergründe des Verhaltens verständlich machen und Werkzeuge mit dem Paar erarbeiten können.

Zusätzlich können Kontensysteme oder eine gemeinsame Sparstrategie Entlastung bringen.

Wann Sparsamkeit sich auf keinen Fall lohnt

In bestimmten Szenarien ist es sinnvoller das Geld auszugeben, anstelle es anzusparen. Dabei meine ich keine Fixkosten wie Miete oder Essen und auch nicht das Geld, das für einen schönen Abend oder das eine oder andere Konsumgut ausgegeben wird.

Vermögen investieren vs. Geld sparen

Ab einem bestimmten Betrag auf der hohen Kante kann ein Wohlfühl-Zeitraum auch in der Arbeitslosigkeit überbrückt werden und mögliche Neuanschaffungen wären gedeckt. Zusätzliches Geld würde zwecklos im Sparstrumpf versauern.

Es wird sinnvoller das Kapital für sich arbeiten zu lassen und dadurch schneller ein Vermögen aufzubauen. Zu Beginn mag das Verhältnis noch umgekehrt sein, da Investitionen durchaus mit einem gewissen Ausfallrisiko verbunden sind.

Geld sparen vs. Zeit sparen

Kleinere Aufgaben können selbst erledigt werden. Allerdings sind es meist diese Aufgaben, die die eigene Zeit auffressen. Sei es das Putzen der Wohnung oder das Abtippen eines Interviews.

In der gleichen Zeit könntest Du vermutlich Tätigkeiten nachgehen, die Dich im Leben viel weiter nach vorne bringen. Es sei denn Du musst Zeit totschlagen, in der du nichts gewinnbringenderes erledigen könntest.

Es lohnt sich diese Aufgaben zu outsourcen und damit neue Kapazitäten frei zu räumen.

Erfahrung sammeln vs. Geld sparen

Manche Erfahrungen können wir nur einmal erleben oder wir sind nur sehr selten in der Lage sie zu sammeln. Ein Beispiel war unser Kenia-Urlaub, aber auch unsere Australien-/Neuseelandreise fällt in diese Kategorie.

Wir haben die Möglichkeit eine Vielzahl an Erfahrung zu bekommen, die wir mit dem Geld auf unserem Konto nicht erreichen könnten. Wann kommen wir schonmal auf die andere Seite der Welt? Und können die Menschen und deren Kultur kennenlernen?

Fortbildungen sind ein anderes Beispiel. Im Vorfeld weißt Du nicht, ob es Dir wirklich etwas bringen wird. Dein angespartes Geld wird im Schnitt mehr Wert bekommen, wenn Du es in Dich selbst investierst. Klar gibt es auch hier Einsparmöglichkeiten: Bücher aus der Bibliothek auszuleihen, sie gebraucht zu kaufen oder gemeinsam zu Seminaren zu fahren, um Reisekosten einzusparen.

Fazit

 

Sparsamkeit ist zunächst etwas Positives. Mit Eurem Ersparten könnt Ihr Euch absichern, Euch Eure Ziele und Wünsche erfüllen und gemeinsam in die Zukunft blicken. Allerdings kann es auch zu Spannungen oder ausgewachsenen Streiterein kommen.

Es liegt an Euch einen Weg zu finden, mit dem sich beide Wohl und fair behandelt fühlen.

Um die Frage aus dem Titel „Ist Geiz geil?“ abschließend aufzugreifen: In der richtigen Dosierung führt Sparsamkeit / Geiz zu mehr Sicherheit und dem Erreichen von Zielen. Zu viel des Guten lässt die Lust vom Sparen und Vermögen aufbauen schnell verpuffen.

Was meinst Du, wie viel Sparsamkeit der Beziehung gut tut?

Beste Grüße

Mike

Money, money, money – Geld in der Liebe, Freundschaft und Partnerschaft

Geld in der Liebe, Freundschaft oder Partnerschaft – egal ob ausgesprochen oder unausgesprochen – in jeder Beziehung spielt Geld eine Rolle.

Der Experte zum Thema „Geld“ im zwischenmenschlichen Miteinander ist Michael Mary. Er teilt sein Wissen aus über 35 Jahren Beratungstätigkeit in seinem Buch „Liebes Geld“. Und wir nutzen es heute um Dir das Phänomen des unterschiedlichen Umgangs mit Geld in Deinen Beziehungen näher zu bringen.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

Das liebe Geld in unseren Beziehungen


Streit ums Geld ist ein typisches Problem in vielen Beziehungen – wenn Du danach googelst wirst Du sehen, dass es sogar eines der größten Beziehungskiller zu sein scheint. Doch woran liegt das?

Seit über einem Jahr schreiben wir darüber, dass offene Kommunikation viele Probleme löst. Was aber, wenn das nicht funktioniert? Woran kann es liegen, dass Ihr beim Geld aneinander vorbeizureden scheint?

Michael Mary berät seit vielen Jahrzehnten Paare und Singles in diesem Bereich. Zusätzlich forscht er in seinem Gebiet. Seine zentrale Erkenntnis?

Es gibt unterschiedliche Typen von Menschen. Jeder Mensch ist geprägt von einem anderen Umgang mit Geld: durch die Erziehung und das Vorleben der Eltern, die eigenen Erfahrungen mit der Verfügbarkeit und dem Verdienen von Geld und anderen erlernten, tief verwurzelten Werten.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Prägung, verhalten sich Menschen unterschiedlich in Bezug auf das liebe Geld. Sie lieben sogar unterschiedlich!

 

Drei Liebestypen – Drei Geldtypen

Michael Mary unterscheidet zwischen der partnerschaftliche Bindung, freundschaftlichen Liebe oder emotional-leidenschaftlichen Beziehungen. Er erklärt in seinem Buch jeden Typen aus wissenschaftlicher Perspektive und anhand einer Vielzahl von Beispielen.

 

Partnerschaftliche Liebe

Ganz früher – damals in der Frühzeit – entstanden Partnerschaften als Nutzengemeinschaften. Das Überleben war gemeinsam besser zu bewältigen als alleine. Ressourcen werden ausgetauscht und gemeinschaftliche Projekte – früher das Überleben, heute beispielsweise der Familienerfolg – realisiert.

„Wir lieben uns, weil wir Bedürfnisse miteinander befriedigen. Wir bewältigen gemeinsam den Lebensalltag und halten zueinander.“

 

Freundschaftliche Liebe

In modernen Zeiten wird die Paarbindung nicht mehr zum Überleben benötigt. Eine Beziehung hat heute die Funktion Interessen miteinander zu teilen, sich gegenseitig weiterzubringen und zu unterstützen.

Es geht also mehr um das gemeinsame Ziel des guten Zustands der Psyche der beiden Individuen in der Beziehung. Ist kein gegenseitiges Wohlwohllen gegeben, macht die Beziehung keinen Sinn – die Liebe verschwindet.

„Wir lieben uns, weil wir uns gegenseitig in unserer Entwicklung unterstützen und Interessen teilen. Wir sind einander vollkommen wohlgesonnen.“

 

Emotional-leidenschaftliche Liebe

In unserer heutigen Zeit liegt der Fokus auf der emotional-leidenschaftlichen Liebe. Es geht dabei um Selbst-Bestätigung durch die Liebe des Partners. Der Fokus liegt auf Begehren des Anderen und ganzheitliche Liebe durch das gegenseitige Offenbaren und ausgeprägte Zuwendung gegenüber dem Partner.

„Wir lieben uns, weil wir uns gegenseitig ganz und ohne Vorbehalt öffnen und uns einander uneingeschränkt zuwenden. Wir begehren uns psychisch und körperlich.“

Michael Mary ist weiterhin der Überzeugung, dass es zu den drei Liebestypen, auch drei Geldtypen in Beziehungen gibt:

 

Partnergeld

In Beziehungen, in denen Leistungen ausgeglichen bzw. gegeneinander aufgewogen werden, bekommt auch Geld eine partnerschaftliche Bedeutung. Beim Partnergeld bleibt die Trennung in „Mein“ und „Dein“ Geld.

Da in der partnerschaftlichen Liebe über die gegenseitigen Leistungen verhandelt wird, klare Positionen bezogen und Angebote unterbreitet werden, werden diese Verhaltensweisen auch von Menschen gezeigt, die Geld eine partnerschaftliche Bedeutung zuschreiben.

 

Freundesgeld

Auf Basis des gegenseitigen Teilhabens wird Geld in einer freundschaftlichen Beziehung als Freundesgeld bezeichnet. Der zentrale Wunsch ist, dass der andere erfüllt ist – ob dies durch emotionale, mentale oder aber materielle Unterstützung erreicht wird, ist zweitrangig. Eine gute Tat, um den anderen in seiner Entwicklung zu unterstützen, kann durch Freundesgeld vollbracht werden.

Eigene Ressourcen werden nach dem individuellen Maßstab des Gebens geteilt und miteinander durch Geben und Nehmen ausgeglichen.

 

Liebesgeld

Liebesgeld wird geschenkt und ist mit Vertrauen in der Beziehung zu vergleichen. Denn auch dieses wird geschenkt und Dein Partner öffnet sich Dir gegenüber damit vollständig.

Geld ist damit kein materielles Gut mehr, sondern Ausdruck der Liebe, die für den geliebten Menschen empfunden wird. Das Geld wird bedingungslos verschenkt, um die Liebe auszudrücken. Ein Gegengeschenk kann ersehnt, aber nicht erwartet werden – dieses kann ebenfalls Geld oder etwas anderes (auch nicht materielles) sein.

In Beziehungen, in denen Liebesgeld eine zentrale Rolle spielt, hat es nichts mit Leistungsausgleich oder Teilhabenlassen zu tun. Es dient ausschließlich dem Ausdruck der Liebe gegenüber und Bedeutung des Partners.

 

3 Mal Geld: In der Liebe, in der Freundschaft und in der Partnerschaft

 

Abhängig davon, ob Deine Beziehung partnerschaftlicher, freundschaftlicher oder emotional-leidenschaftlicher Natur ist, wird der Umgang mit Geld unterschiedlich sein.

Bestimmt habt Ihr auch schon den Kopf geschüttelt über andere Paare. Vielleicht sind sie in Euren Augen verschwenderisch. Oder einer nutzt den anderen finanziell aus. Ach und dann gibt es noch die, die jeden Cent gegeneinander aufrechnen.

Überleg doch mal – ist doch total logisch, warum Dir oder Euch das so vorkommt – denn deren Beziehung ist wahrscheinlich ein anderer Typ als bei Euch. Wenn Menschen unterschiedlich sein können, dann Beziehungen erst recht!

 

Vom Geld in der Partnerschaft

Eine typische Unterhaltung über Geld in einer Beziehung, die von der partnerschaftlichen Liebe und dem partnerschaftlichen Umgang mit Geld geprägt ist:

„Was hältst Du davon, wenn wir Weihnachten in diesem Jahr in der Karibik verbringen? Endlich mal Sonne und Wärme statt der Kälte in Deutschland!“

„Ja das klingt super – was kostet die Reise, die Du herausgesucht hast, denn?“

„Wahrscheinlich knapp 2.000 Euro pro Person. Wenn Du das gerade nicht hast, lege ich vor und du zahlst es über die nächsten 6 Monate bei mir ab“

„Ach das wäre super – dann lass uns das machen und ich zahle dann vor Ort noch unser Weihnachtsessen, sozusagen als Zinsen für Deine Auslage“

Partnergeld wird meist auf Basis von Verträgen oder ausgehandelten Leistungsausgleichen miteinander verrechnet. Es ist ein Tauschgut.

Damit Geld kein Konfliktthema in Eurer partnerschaftlichen Beziehung wird, könnt Ihr:

  • Über Eure gegenseitigen Leistungen verhandeln und Verträge miteinander schließen
  • Sicherstellen, dass die Leistungen gleichartig (unpersönlich vs. persönlich) sind
  • getroffene Abmachungen einfordern

Durch klare Kommunikation über Geld kann es in einer partnerschaftlichen Beziehung sinnvoll und produktiv eingesetzt werden und die Beziehung zusätzlich festigen.

 

Von Freunden und Finanzen

Wenn Eure Beziehung eher von freundschaftlicher Liebe und Geldumgang geprägt ist, wird die identische Unterhaltung eher wie folgt verlaufen:

„Was hältst Du davon, wenn wir Weihnachten in diesem Jahr in der Karibik verbringen? Endlich mal Sonne und Wärme statt der Kälte in Deutschland!“

„Ja das klingt super – allerdings habe ich gerade bestimmt nicht genug Geld. Was kostet die Reise?“

„Wahrscheinlich knapp 2000 Euro pro Person.“

„Ohje, das ist definitiv zu viel für mich aktuell. 1000 Euro könnte ich jetzt direkt anzahlen aber den Rest müsste ich erst zusammensparen – und die Gesamtsumme ist ja sicher schon ein paar Monate vor der Reise fällig?“

„Ja stimmt, das muss alles bereits 4 Monate vorher gezahlt werden. Aber wenn Du das Geld bis dahin sparen kannst. Dann lass mich doch einfach Deine Differenz übernehmen und Du zahlst dann unsere Kosten vor Ort. Hauptsache wir können zusammen verreisen – das passt dann am Ende schon“

„Ach super – bis Dezember habe ich auch genügend Geld zusammen, sodass wir ein paar Mal super schön essen gehen und einige tolle Ausflüge machen können. Das wichtigste ist wirklich, dass wir endlich mal wieder zusammen in den Urlaub fahren.“

Freundesgeld kommt von Herzen und wird auf Basis der „Teilhabelogik“ gerne – dem anderen zuliebe – gegeben.

Lebt Ihr in einer freundschaftlichen Beziehung, könnt Ihr Konflikte ums liebe Geld vermeiden, wenn Ihr:

  • Mit dem Teilen oder Geld geben, keine eigenen Interessen verbunden sind
  • Über gegenseitiges Wohltuen nicht verhandelt
  • Geben und Nehmen nicht gegeneinander aufwiegt
  • Freundschaftliches Verhalten nicht einfordert / einfordern müsst

 

Vom Lieben und Geld-Umgang

Leidenschaftlich-emotionale Liebe und das Verständnis von Liebesgeld im Fokus, gestaltet sich Eure Unterhaltung folgendermaßen:

„Was hältst Du davon, wenn wir Weihnachten in diesem Jahr in der Karibik verbringen? Endlich mal Sonne und Wärme statt der Kälte in Deutschland!“

„Ja das klingt super – ich habe allerdings aktuell kein Geld dafür“

„Ach das macht doch nichts. Ich lade Dich einfach ein. Hauptsache wir sind mal wieder gemeinsam im Urlaub und verbringen Zeit gemeinsam.“

„Das ist super von Dir! Ich freue mich total, wenn wir Weihnachten zusammen in der Sonne verbringen können. Vielleicht kann ich dann ein paar Kosten vor Ort übernehmen.“

„Mach Dir keine Gedanken, hauptsache wir sind zusammen! Ich lade Dich gerne ein, habe gerade sowieso meinen Bonus bekommen.“

Das Liebesgeld dient dem Ausdruck der Liebe und Bedeutung des Partners. Es herrscht folglich eine „Schenkungslogik“.

Konflikte ums liebe Geld in einer leidenschaftlich-emotionalen Beziehung zu vermeiden, funktioniert so:

  • Schenkt Geld bedingungsfrei an den Partner – ohne Erwartungen
  • Der Maßstab fürs Teilen und Schenken ist, dass Ihr Eure Liebe ausdrücken möchtet, nicht um geliebt zu werden
  • Ihr dürft Gegengeschenke voneinander erhoffen, erwartet jedoch keinen Ausgleich
  • Verzichtet nicht aus Liebe auf Leistungen oder Ausgleiche des anderen

 

Business, Freunde oder die große Liebe: Geld bleibt tabu?

 

Kannst Du Eure Beziehung inzwischen schon einordnen? Welche Geldtypen seid Ihr? Und welcher Liebestyp bist du?

Widerkehrender Streit ums Geld deutet darauf hin, dass Ihr Euch in einem der Bereiche unterscheidet. Die individuelle Bedeutung von Geld und der typische Umgang unterscheidet sich. Doch was tun, wenn Ihr jetzt wisst, warum Ihr Euch wiederkehrend über Geld streitet?

Auch Mike und ich sind unterschiedliche Typen. Für mich ist Geld in unserer Beziehung am ehesten als Partnergeld zu definieren. Für Mike trifft das Freundesgeld eher zu. Deshalb ist es für uns auch schwierig zu sagen, welchen Beziehungstyp wir wohl haben. Wahrscheinlich ist es auch da eine Mischung aus Beiden. Aus unserer Sicht machen diese Unterschiede und die verschiedenen Herangehensweisen an das Thema Geld eine offene Kommunikation noch wichtiger.

Konfliktpotential entsteht aufgrund unterschiedlicher Erwartungen, Wünsche und Verständnissen. Es hat in unserer Liebe einen abweichenden Stellenwert. Damit es hier nicht zum Streit kommt, müssen wir darüber reden – jeder geht etwas auf den anderen zu, springt mal über seinen Schatten und lernt den Partner über den gemeinsamen Austausch besser kennen.

Geld war bei uns noch nie ein Tabu-Thema. Das heißt allerdings nicht, dass es kein Diskussions-Thema war. Ganz im Gegenteil. Wir haben bereits viel über Geld miteinander gesprochen – von Anfang an. Und so einen Weg gefunden unsere unterschiedlichen Geldstile miteinander in Einklang zu bringen.

Michael Mary’s Buch wird auch Euch helfen, einander besser zu verstehen und zukünftig (noch besser) miteinander über das liebe Geld reden zu können.

Welcher Geld- und Liebestyp herrscht in Eurer Beziehung vor?