Was soll ich meiner Freundin schenken? – 33 Ideen für alle Anlässe

Der nächste Geburtstag steht vor der Tür – doch was schenken? Wir haben Dir 33 Ideen mitgebracht wie Du Deinem Partner eine Freude machen kannst. Damit Geburtstage, Weihnachten und andere Anlässe keine Stressveranstaltung mehr sind!

Das perfekte Geschenk zu Weihnachten für Männer

Alles zum Ehevertrag: Weil eine Scheidung so richtig weh tut

Wie gemeinsame Finanzen Eure Beziehung stärken (und nicht ruinieren)!

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Ein beliebtes Sprichwort, dass wir nur allzu oft gehört haben.

Doch so einfach, wie es diese Binsenweisheit uns verkaufen will, ist es nicht.

Es gibt Situationen, da ist Schweigen tatsächlich Gold.

Zum Beispiel, wenn Dir Dein Lieblingsmensch etwas erzählt. Dann bedeutet Schweigen, dass Du zuhörst, aufmerksam und interessiert bist.

Genauso gibt es Situationen, da ist Reden Gold.

Zum Beispiel, wenn Du Dich über etwas freust, wenn Dich etwas bedrückt oder Du Deine Bedürfnisse mitteilen möchtest.

Wie sehen solche Situationen konkret aus?

Wir haben eine handvoll Geschichten mitgebracht. Diese haben wir entweder selbst erlebt oder wurden uns erzählt. Es sind also echte Fälle.

Jede Geschichte handelt von Geld und Liebe, wie die Kombination drohte die Beziehung zu ruinieren und wie sie letztendlich gestärkt werden konnte.

​Story I: Ausgaben verteilen – doch es wird sich nicht dran gehalten

​Als Marielle und ich zusammenzogen, war uns klar, dass wir die Ausgaben aufteilen mussten. Bisher hatte jeder seine eigenen Ausgaben gehabt und war verantwortlich, dass die Rechnungen bezahlt wurden.

Doch jetzt veränderte sich die Situation und wir hatten Ausgaben, für die wir beide verantwortlich waren: Miete, Lebensmittel, Strom & Wasser, Internet und vieles mehr.

Die wiederkehrenden Aufgaben hatten wir schnell organisiert. Marielle würde sie zahlen und ich richtete einen Dauerauftrag für die Hälfte der Ausgaben ein.

Für schwankende Ausgaben wie Lebensmittel entschieden wir uns die Kassenbons aufzuheben, diese in eine Box in der Küche zu werfen und am Ende des Monats zusammen zu rechnen.

Mir war Geld zu diesem Zeitpunkt alles andere als wichtig und mir war es auch egal, wer von uns 30 Euro mehr oder weniger zahlen würde. Marielle jedoch verstand schon damals, dass es wichtig für uns sein würde, unsere Ausgaben zusammen zu organisieren.

Ich vergaß also den einen oder anderen Zettel, Marielle rechnete zusammen und das Ergebnis stimmte nie. Da sie alles sorgfältig dokumentierte, stimmten ihre Ausgaben.

Marielle regte auf, dass meine Bons nicht da waren. Mich regte auf, dass ich jeden Monat drauf zahlte und es sich eben nicht die Waage hielt.

Dieses Durcheinander ging über mehrere Monate und mit jedem Monat wurde die Stimmung gereizter. ​Es musste sich etwas ändern oder wir mussten uns ändern. So konnte es jedenfalls nicht weiter gehen.

W​ie konnten wir unsere Beziehung stärken und was hätte sie ruinieren können?

​Was hätte unsere Beziehung ruinieren können?

​Wir waren schon auf dem besten Weg unsere Beziehung herauszufordern. ​

Marielle sagte: „Du bist selbst dran Schuld. Nimm doch einfach die Bons mit und werfe sie in die Box. Dann passt alles.“

Ich entgegnete: „Wieso ich? Du beharrst doch auf diesem System.“

Das sind die ersten Vorboten für eine ausgewaschene Krise.

​Bei diesen Aussagen wäre Schweigen wahres Gold gewesen.

Zugespitzt hätte sich die Situation, wenn wir auf unseren Positionen verharrt geblieben wären, den Kontakt nicht gesucht hätten und uns nicht an die eigene Nasenspitze gefasst hätten.

Wie konnten wir unsere Beziehung stärken?

Wir taten das, was wir bereits aus früheren Situationen gelernt hatten:

Hinsetzen, zuhören, reden.

Marielle: „Wie kann ich Dich unterstützen, dass Du Deine Ausgaben sammelst?“

Mike: „Keine Ahnung. Ich finde es einfach total nervig permanent an diesen Bon zu denken.“

Marielle: „Okay. Mir ist es wichtig, dass wir unsere Ausgaben gleichmäßig verteilen. Was meinst Du dazu?“

Mike: „Ja. Das können wir gerne machen. Gibt es denn eine andere Möglichkeit?“

Es kann so einfach sein. Nach gefühlten vier Sätzen (wer’s glaubt :D) waren wir am Punkt neue Möglichkeiten abzuwägen, die folgendes erfüllten:

​Gleichmäßige Verteilung der Ausgaben ohne auf Zettel und Bons achten zu müssen.

Wir entschlossen uns nach einigem Abwägen ein gemeinsames Konto zu eröffnen. Auf dieses würden wir einen gleich hohen und festen Betrag überweisen. Das Konto würde fortan für unsere gemeinsame Ausgaben genutzt werden. Es muss einfach alles mit EC-Karte gezahlt werden.

​Dieses Konto nutzen wir bis heute. Es vereinfacht die Organisation unserer gemeinsamer Finanzen und stärkte unsere Beziehung.

​Story II: Mike war pleite – wie konnte das nur passieren?

​Anfangs sprachen wir zwar über Geld, aber nicht regelmäßig und wir tauschten auch keine Tipps & Tricks aus.

Viel mehr waren es Dinge, wie wir die Ausgaben für das Auto aufteilen, wie wir mit der Miete umgehen wollen oder wie viel der nächste Urlaub kosten darf.

​Wir sprachen also über Geld ohne wirklich über Geld zu sprechen.

Deutlich wurde es uns an jenem Tag als Marielle mit der grandiosen Idee von der Arbeit kam, eine Safari in Kenia zu buchen.

Dank ihrer Ausbildung in der Tourismusbranche würde sie einen großzügigen Rabatt erhalten und wir könnten die Safari deutlich günstiger bekommen als zu einem ​späteren Zeitpunkt.

Kurzum Marielle war Feuer und Flamme.

Doch als sie die Zahl nannte, wurde mir klar, dass ich mir vor Ort nicht einmal Essen ohne schlechtes Gewissen leisten konnte. Mir würde nur ein paar Hundert Euro auf dem Konto verbleiben.

Zu wenig, um den nächsten Monat und die anstehenden Semestergebühren zu bezahlen.

Wie hätten wir unsere Beziehung in dieser Situation ruinieren können und wie haben wir sie gestärkt?

​Wie hätten wir unsere Beziehung ruinieren können?

Schweigen wäre zu diesem Zeitpunkt sicherlich kein Gold gewesen. Eher faule Eier.

Hast Du mal an faulen Eiern gerochen? BÄH!

Schweigen hätte bedeutet, dass ich der Reise einfach zugestimmt, meinen Kontostand in eine gefährliche Lage gebracht und während der Safari dem Geld hinterher getrauert hätte.

Damit wäre es das auch erstmal gewesen. Abgesehen von der mangelnden Freude während des Urlaubs hätte es vorläufig keine Beziehungskrise gegeben.

​Die käme erst später…

Was, wenn ich tatsächlich die Studiengebühren nicht hätte zahlen können?

Was, wenn etwas wichtigs – wie mein Laptop – kaputt gegangen wäre?

Wären Vorwürfe oder schnippige Antworten beim Ausgeben von Geld in unsere Beziehung gewandert?

Die Lage zu verschweigen hätte einen Keim des Misstrauens und der Angst in unsere Beziehung gebracht. Mit der Zeit wäre dieser gewachsen und hätte unsere Beziehung ernsthaft gefährden können.

Das war es definitiv nicht wert.

Wie konnten wir unsere Beziehung stärken?

Glücklicherweise waren wir nach 2 Jahren Beziehung bereits an dem Punkt, dass wir solche Dinge direkt offen angesprochen haben.

Dies gab uns die Möglichkeit der Sache auf den Grund zu gehen.

Natürlich hatte ich Lust mit nach Kenia zu fliegen und Löwen und Elefanten in freier Wildbahn zu sehen. Doch ​das jahreslange Missmanagement meines Geldes hätte mich um ein Haar dieser Erfahrung beraubt.

Marielle sicherte mir zu, bei zukünftigen finanziellen Engpässen aus der Patsche zu helfen. Gleichzeitig gab sie mir zu verstehen, dass dies aber gar nicht nötig sei.

Ich sollte meine Finanzen organisieren und sie würde mir dabei helfen.

Wir schauten uns gemeinsam an, wie hoch meine Einnahmen waren und was ich wofür im Monat ausgab. Danach erstellten wir einen Plan, welche Ausgaben ich (stark) reduzieren oder sogar ganz weglassen konnte.

Zwar dauerte es noch 3 weitere Jahre bis wir mit unserem gemeinsamen Haushaltsbuch begannen. Damals legten wir definitiv die Grundlage dafür.

​Einmal mehr merkte ich, dass wir offen über ​schwierige Themen sprechen konnten. Und Marielle spürte, dass ich bereit bin Verantwortung für mein Handeln (und mein Geld) zu übernehmen.

Mit diesem Gefühl ging es ab in den Urlaub. Eine fantastische Reise! 🙂

Story III: Mein Mann hätte auch gerne Elternzeit genommen, aber…

​…uns fehlt leider das Geld.

​Letztes Jahr haben wir ein Haus gekauft und müssen jetzt die Kreditrate begleichen. Da können wir es uns einfach nicht leisten, dass wir beide Zuhause bleiben.

Eigentlich hätten wir es gerne gemacht. Mein Mann verdient etwas mehr als ich. Mit seinem Gehalt können wir den Kredit bedienen und uns ab und zu noch was leisten. Zum Beispiel zusammen in den Urlaub fahren.

Unsere Ersparnisse hatten wir verwendet, um unseren Teil des Kaufpreises zu zahlen und das Haus gemütlich einzurichten.

Immerhin hat er ja zwei Monate nehmen können. Die kriegen wir auch mit dem Elterngeld, das ​wir bekomme​n hin.

Wir finden es sehr schade, dass mein Mann so viel arbeiten muss und zu wenig mit unserer Kleinen verbringen kann. Das hatten wir uns anders vorgestellt.

​Diese und ähnliche Geschichten haben wir viel zu oft im vergangenen Jahr erzählt bekommen oder sie in den vielen Mama- und Papagruppen gelesen.

​Im Kern geht es um die gemeinsame Zukunft und diese zu planen. Wie kann damit die Beziehung ruiniert oder gestärkt werden?

Wie kann die Zukunftsplanung die Beziehung ruinieren?

​Das Beispiel dieses Paares zeigt, dass die Erwartungen und Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Die Freude über das Haus ist längst dem Bedauern über die verlorene Elternzeit gewichen.

Statt sich auf die junge Familie zu konzentrieren, muss der Mann arbeiten gehen.

​​​Kritisch wird es, wenn ​die vorhandene Situation weiter vor sich hinplätschert. ​Was sind die Bedürfnisse der Frau? Welche hat der Mann? Wie sieht es mit der Tochter aus? Was braucht die Beziehung und was die Familie?

Bleiben diese Fragen unbeantwortet​, kommt die Abwärtsspirale so richtig in Gang.

Die Frau gestaltet ihren Alltag mit Kind, Freunden und Familie. Der Mann verbringt seinen Tag auf der Arbeit, in Meetings und mit seinen Kollegen.

Irgendwann sind die Abhängigkeiten zu groß oder die Distanz zwischen den Eheleuten zu weit oder Liebe zu wenig gelebt.

​Mir ist bewusst,  dass das ein ziemliches Horrorszenario ist und noch weitere Dinge hineinspielen. Doch 50 % der Ehen werden geschieden und noch viel mehr Beziehungen gehen in die Brüche.

Der Beginn sind unerfüllte Bedürfnisse und Erwartungen, die zu einer Vernachlässigung der Beziehung führen. Besonders schlimm wird es, wenn Geld wie ein Gefängnis wirkt.

Also lasst uns lieber die Beziehung stärken! Das macht mir mehr Spaß 🙂

Wie kann die Zukunftsplanung die Beziehung stärken?

Im obigen Beispiel steht die Familie ganz am Anfang ihres Familienglücks und der Immobilienfinanzierung. Es gibt also einige Möglichkeiten, wie die Familie zu mehr Geld und damit zu mehr gemeinsamer Zeit kommen kann. Was können sie also tun?

  • ​​Zunächst sich austauschen, wie die momentane Lage ist: Was fehlt? Was soll sich in Zukunft ändern?
  • Welche Möglichkeiten besitzen wir, die Situation zu ändern? Zusätzliche Einnahmen, beide Teilzeit, etc.
  • Wie möchten wir ab jetzt unsere Zukunft planen?

Die verzwackte Situation bietet die Möglichkeit sehr viel stärker als Paar zusammen zu wachsen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

 

​Schweigt ihr noch oder redet ihr schon? – Was​ hätte in allen drei Geschichte anders laufen können?

Zweifelsohne halfen die Erlebnisse, dass die Beziehung gestärkt werden konnte. Doch ist es wirklich wichtig, erst am Rande des Abgrunds zu sein?

Nein. Definitiv nicht.

​Wir hätten uns in Geschichte ​1 nicht so streiten müssen. Durch regelmäßige Geldgespräche und das passende Kontemodell hätten ​es bereits im Vorfeld gelöst werden können.

Geschichte 2 war auch nicht nötig. Ein Haushaltsbuch und das Bewusstsein für die eigenen Einnahmen und Ausgaben hätten mir und auch unserer Beziehung viel Ärger erspart.

Das Paar in Geschichte 3 hat sich ebenfalls selbst in diese Lage gebracht. Dabei war es nicht nötig. Eine vorherige Planung und das Aussprechen der Bedürfnisse hätte ergeben, dass die Elternzeit wichtig ist, als der Kauf des Hauses. Wäre beides wichtig gewesen, wären bereits im Vorfeld Sparmaßnahmen und zusätzliche Einkommensquellen erschlossen werden können.

Es klingt so einfach, wenn man einmal weiß wie es geht.

Und jetzt das richtig Coole!

Ihr müsst diese Situationen nicht durchleben, um Eure Finanzen gemeinsam zu organisieren und Eure Zukunft zu planen. Ihr braucht auch nicht Eure Beziehung schwächen und gefährden, um danach mit etwas Glück stärker dazustehen.

Wir unterstützen Euch bei Euren Finanzen und Ihr könnt bequem von unseren Erfahrungen lernen. Das ist sogar besser, weil Ihr alle Erkenntnisse ohne den Ärger bekommt.

Wie das geht?

Schaut Euch auf unserem Blog um. Hier gibt es über 100 Artikel zu entdecken, die alle nur dazu dienen Euch bei Euren Finanzen in Eurer Beziehung zu unterstützen.

Gemeinsam Ziele setzen und erreichen: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zielerreichung

Hey,

hast Du Dich schon gefragt, warum gefühlt jeder zweite Blog auf Zielen rumhackt? In Vorbereitung zu diesem Artikel habe ich eine YouTube-Recherche durchgeführt. Mein Keyword: „Warum Ziele setzen“ führte zu folgenden Ergebnissen:

Gemeinsames Hobby finden: So klappt es, ohne tausend Hobbys auszuprobieren

Hobbys in der Beziehung – das war für uns lange Zeit ein qualvolles Thema.

Nichts hat gepasst und zwischendurch wäre unsere Beziehung daran gescheitert.

Was Du aus unserer Erfahrung lernen kannst und wie wir doch noch die Kurve bekommen haben, erfährst Du in den nächsten Zeilen und Absäzen.

Leserfrage: Finanzen von 0 auf 100. Was macht das mit der Liebe?

Regelmäßig erreichen uns Eure Fragen rund um die Themen Geld und Liebe. Bisher versuchten wir diese ​bestmöglich per E-Mail zu beantworten und Euch so zu helfen Eure Finanzen in der Beziehung gut zu regeln.

Jetzt gibt es ein weiteres Format: Die Leserfrage und unsere Antwort direkt hier auf dem Blog.

So möchten wir mittelfristig eine Sammlung von Fragen und Antworten erstellen, die hoffentlich noch vielen anderen Paaren weiterhelfen.

Dabei geht es darum, aus den Lösungen für andere die Dinge herauszuziehen, die Euch bei Euren Herausforderungen unterstützen könnten.

Als erste mutige Leserin hat sich Christina bei uns gemeldet und zugestimmt, dass wir ihre Frage öffentlich beantworten können. Hast Du darüber hinaus noch Ideen, was Christina tun könnte? Dann poste sie in die Kommentare​.

 

​Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren zusammen, seit 3 verheiratet. Bisher war er immer unser „Finanzminister“ und ich habe ihn machen lassen. Ich hatte nicht einmal Kontozugriff oder eine eigene TAN-Liste.

Seit Jahresbeginn habe ich über diverse Blogs viel Wissen angesammelt und meine Finanzen endlich in die Hand genommen. Jetzt habe ich ein eigenes Konto und er hat darauf keinen Zugriff.

Mein Gehalt läuft seit 2 Monaten auch dorthin. Ich habe ihm auch ein Gemeinschaftskonto vorgeschlagen, genauso wie einen Ehevertrag. Beides wollte er nicht, weil er es unromantisch findet und nicht versteht, warum ich plötzlich alles regeln möchte.

Wir haben jetzt alle Kosten 50:50 aufgeteilt, obwohl er mehr verdient, und nutzen eine Excelliste für die Übersicht. Ich trage dort nur gemeinsame Ausgaben ein (für unsere Kinder, Haushalt oder Geschenke für Freunde), keine persönlichen Werte wie mein Gehalt, Bücher oder ein Geschenk für meine Mutter.

Er hat auch noch eine Kreditkarte, mit denen er Reisekosten von der Arbeit zahlt und die immer erst 1-2 Monate später abgerechnet wird. Es ist ein totales Durcheinander! 

Er ärgert sich wahnsinnig, dass er keinen Überblick mehr über meine Finanzen hat und will meine gesamten Ein- und Ausgänge sehen. Er findet es so nicht fair und verlangt von mir, dass ich alles eintrage, wie er auch.

Aktuell sprechen wir gar nicht mehr über unsere Finanzen, weil wir uns seit Monaten nur darüber streiten, wie es jetzt weitergehen soll. Er sagt, er sei nicht verpflichtet einen Ehevertrag abzuschließen oder ein Gemeinschaftskonto zu haben, wenn er dies nicht möchte.

Ich will aus Prinzip nichts mehr vor ihm offenlegen. Seit wir zusammen waren hatte er immer alle meine Passwörter, da er mein Handy und PC gewartet hat. Ich habe das Gefühl, es macht ihn wahnsinnig jetzt nicht mehr die volle Kontrolle über mich zu haben. ​

Wie können wir diese verzwickte Situation auflösen und doch noch eine gute Lösung für uns beide finden?

 

​​Christina hat es zwischendrin selbst gesagt: „Es ist ein totales Durcheinander!“ Lasst uns daher zunächst ein wenig Ordnung in das Chaos bringen. Nach unserem Verständnis sind das die drei Kernthemen:

  1. ​Die verhärteten Fronten
  2. ​Die Geld-Kommunikation
  3. ​Die ​​Finanz-Organisation

Alle drei Bereiche hängen miteinander zusammen. Um klarer zu denken, gehen wir sie der Reihe nach durch:

​1. Die verhärteten Fronten

In den vergangenen Monaten (und wahrscheinlich Jahren) ist bei Euch einiges geschehen. An manchen Stellen merken wir beim Lesen Dein Unverständnis und Deine Frustration gegenüber dem Thema und der Situation.

​Wie sahen denn in den ersten 8 Jahren Eure Gespräche über Geld aus?

​Ohne Gespräche – also ohne Austausch – ist es schwierig die Erwartungen und Ansichten des Partners kennenzulernen. Bisher scheint es, als hättet Ihr ein stilles Abkommen getroffen gehabt?

​Dieses hast Du durch die Veränderung nun aufgehoben und dafür neue Regeln festgelegt.

​Wie fühlst Du Dich selbst mit der Situation?

Du erkennst gerade die Wichtigkeit selbstbestimmter Finanzen und möchtest Dich darum kümmern und Dich ausprobieren.

Dein Mann war es gewohnt, 8 Jahre lang Eure Finanzen zu organisieren. Er war, wie Du geschrieben hast „der Finanzminister“. Das ist er nun nicht mehr.​

Hast Du ihn schon einmal gefragt, wie es sich für ihn anfühlt, sich plötzlich nicht mehr um alles kümmern zu dürfen? Wieso hat er die Verantwortung für Eure Finanzen übernommen? Wieso ist es ihm so wichtig, dass er jetzt so reagiert?​

​Bevor es an Eure Kontenstruktur geht oder Ihr darüber sprecht, wie Ihr Eure Finanzen auch gemeinsam organisieren könntet, empfehlen wir ​Dir:

Rede mit Deinem Mann über die momentane Situation. Wie fühlst Du Dich? Wie fühlt er sich? Wie kommt Ihr beide zu mehr Verständnis füreinander?

2. Die Geld-Kommunikation

​Wenn Du Deinen Mann nun besser verstehen kannst und er Dich besser verstehen kann, geht es auf zum nächsten Schritt: die Geldgespräche. 

​Hierbei handelt es sich um regelmäßige Gespräche über Eure Finanzen. Jetzt zu Beginn empfehlen wir die Abstände kürzer zu wählen – vielleicht alle ​5 Tage? 

​Das gibt jedem von Euch genug Zeit, über das gesprochene nachzudenken. Gleichzeitig ist es kurz genug, damit Ihr zeitnah eine Lösung finden könnt.

Worum geht es bei den Geldgesprächen? ​Allgemein gesagt, um alles was Eure Finanzen und was damit zusammenhängt betrifft. Für Euch könnten folgende Fragen interessant sein:

  • Was ist Dir und Deinem Mann wichtig bei den eigenen Finanzen?
  • ​Und was bei den gemeinsamen Finanzen?
  • Wie würde die Finanzorganisation aus Deiner und aus Sicht Deines Mannes in Eurer Beziehung ​im Idealfall ablaufen?
  • ​Wo überschneiden sich Eure Vorstellungen und könnt direkt eine Einigung erzielen? 
  • W​ie könnt Ihr Euch bei den anderen Punkten annähren? Was seid Ihr bereit als Paar füreinander zu geben?

​Das kann ganz schön anstrengend sein! Daher empfehlen wir:

Vereinbart pro Frage ein Geldgespräch an einem neutralen Ort mit viel Zeit. Wenn Ihr die Frage für Euch beide zufriedenstellend beantwortet habt, seid Ihr fertig. Egal, wie lange es gedauert hat.

​3. Die ​Finanz-Organisation

​Braucht Ihr diesen Punkt noch? Vielleicht als Inspiration.

Wie Ihr Eure Finanzen organisiert, hängt davon ab, was in Euren Geldgesprächen rauskam. Wir kennen mittlerweile unzählige Varianten.

Von einem Konto bis 18 Konten. Geteilter Zugriff, gemeinsamer Zugriff, nur einer Zugriff.

Es hat dann funktioniert, wenn sich das Paar einig war und sich beide ganz bewusst für diese Variante entschieden haben.

Wirklich schwierig wird es, wenn einer nicht (mehr) einverstanden ist oder das Vertrauen des anderen missbraucht.

​Sucht Ihr Inspiration für Euer Kontensystem? Wir haben einen Artikel über unser Haushaltskonto verfasst, in den Ihr gerne Mal zusammen reinschauen könnt.

​Liebe Christina,

wir wünschen Dir gutes Gelingen bei Deinen und Euren gemeinsamen Finanzen. Vor allem wünschen wir Dir viel Geduld und Durchhaltevermögen, dann Geld ist ein sensibles Thema und braucht Zeit bis es in der Beziehung angekommen ist. 

​Beste Grüße​Marielle & Mike​

Hast Du auch noch einen Tipp für Christina? Dann tippe ihn in die Kommentare. 

Hast Du selbst eine Frage, zu der Du Dir unsere Antwort wünschst? Dann sende uns eine E-Mail – am Besten direkt mit der Freigabe, dass wir Deine Frage in einem Artikel aufnehmen dürfen.

Reisen & Arbeiten als Paar: zwischen Intimität und Individualität

​Wir befinden uns auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Unsere Motivation ziehen wir aus Geschichten wie der von Sebastian Kühn. Er lebt und arbeitet dort, wo es ihm gefällt und umgibt sich mit Gleichgesinnten. Und das bereits seit 2012.

Heute freuen wir uns, dass wir Sebastian für einen Gastartikel gewinnen konnten. Er schreibt – wie könnte es anders sein – über das Reisen & Arbeiten von unterwegs. Und vor allem schreibt er darüber, was dies mit einer Beziehung macht oder vielleicht auch einmal aus unserer Beziehung machen könnte.

Schon jetzt vielen Dank an Dich, Sebastian, für die tollen Einblicke und jetzt Vorhang auf:

​Dieser Artikel wurde von ​Sebastian Kühn verfasst.

​Gemeinsam reisen und arbeiten als Paar: Zwischen Intimität und Individualität

Erst nachdem ich im Kontakt mit Marielle und Mike war, habe ich erstmals bewusst darüber nachgedacht, dass Investieren als Paar anders gedacht werden kann und sollte, als ich das allein für mich tue.

Deutlich mehr Gedanken habe ich mir in den letzten Jahren darüber gemacht, wie eine Liebesbeziehung funktionieren kann, wenn es nicht diesen einen festen Wohnort und ganz andere Herausforderungen als im normalen Alltag gibt.

Seit 2012 bin ich selbständig, seitdem auch größtenteils ohne permanenten Wohnsitz auf der Welt unterwegs. Mein Hab und Gut passt in ein Handgepäck. Geld verdiene ich als Mitbetreiber der Online Community Citizen Circle sowie als Autor und Berater für angehende Unternehmer über meine eigene Plattform Wireless Life.

Gastartikel von Sebastian Kühn über sein Wireless Life

Während dieser Zeit hatte ich zwei längere Beziehungen, die sehr unterschiedlich waren bzw. sind. Die Herausforderungen in diesen Beziehungen haben uns als Paar genauso wachsen lassen, wie mich als Person. In diesem Beitrag möchte ich einige Erkenntnisse mit dir teilen, die dir als Partner hoffentlich nützen und dir vielleicht sogar Lust auf ein großes Abenteuer zu zweit machen.

​Das Problem mit der Freiheit

Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass gut funktionierende Beziehungen eine Basis aus Vertrauen, gegenseitigem Respekt und bedingungsloser Unterstützung benötigen. Meiner Meinung nach geht es immer um den Tanz zwischen Intimität und Individualität, also der richtigen Balance aus Nähe und Autonomie.

In einem normalen Alltag mit festem Wohnsitz und Arbeitsplatz entstehen diese Freiräume oft automatisch. Jeder fährt am Morgen auf die Arbeit, hat einen eigenen Kreis von Kollegen und verfolgt berufliche Interessen. Am Abend gibt es Stammtische, Vereine, Hobbys oder Routinen, denen jeder Partner für sich nachgeht.

Was passiert nun aber, wenn zwei absolut freiheitsliebende Menschen aufeinanderprallen. Wie werden Entscheidungen über das nächste Reiseziel getroffen? Was, wenn beide von Zuhause aus arbeiten? Wie funktioniert die Beziehung, wenn die Grenzen zwischen Work & Life verschwimmen?

Eine große örtliche und räumliche Freiheit zu haben, bedeutet viel Verantwortung. Ständig müssen neue Entscheidungen getroffen werden. Wann arbeite ich? Wohin gehe ich zum Yoga? Wie komme ich von A nach B? Wohin kann ich mich zurückziehen, wenn ich Ruhe brauche?

Wenn es keine feststehende Routine gibt, bleibt die Beziehung spannend. Alles ist ständig in Bewegung. Das gibt die Chance, sich immer wieder neu zu entdecken. Aber es besteht auch die Gefahr, dass es nicht genügend Freiräume gibt.

​Wenn beide Partner etwas anderes wollen

Meine vorherige Partnerin lernte ich im Studium kennen. Damals war noch nicht an Selbständigkeit und permanentes Reisen zu denken. Wir sind gemeinsam ins Ausland gegangen, haben einige Jahre in Shanghai und Singapur gelebt, sie fest angestellt, ich selbstständig.

Außerhalb vom gewohnten Umfeld haben wir uns beide besser kennengelernt – jeder für sich, aber zu wenig gemeinsam. Dabei hat die Beziehung immer wieder gespiegelt, wie stark wir uns tatsächlich entwickelt haben.

Die bedingungslose gegenseitige Unterstützung hat Mut gemacht. Wir motivierten uns, wollten nicht, dass jemand seine Träume für die Beziehung aufgeben muss. Beide sind wir unserem inneren Antrieb, unserer Persönlichkeit, gefolgt. Am Ende gaben wir uns immer mehr Freiräume, bis die Intimität verloren ging.

Nach sechs Jahren mussten wir es uns eingestehen. Die Lebensvorstellungen lagen zu weit auseinander. Oft habe ich mich gefragt, was geworden wäre, wenn wir uns für einen konventionellen Lebensweg entschieden hätten. Vielleicht gäbe es die Beziehung dann noch. Ganz sicher hätten wir aber dann bereut, nicht unserer inneren Stimme gefolgt zu sein.

Heute, mit ausreichend zeitlichem Abstand, bleibt die Dankbarkeit für eine Beziehung, in der wir beide Raum hatten, um zu wachsen. Auch wenn das letztendlich dafür sorgte, dass es nicht mehr gemeinsam weiterging.

​Die Herausforderungen beim gemeinsamen Reisen

Der erste Urlaub mit dem Partner gilt als Feuerprobe für eine neue Beziehung. Hier ist man sich 24/7 ausgeliefert, lernt den anderen mit all seinen Macken kennen. Eine wunderbare Übung also, um die Partnerschaft auf den Prüfstand zu stellen. Was aber, wenn das gemeinsame Reisen nie endet? Wenn das Reisen zum Alltag wird?

In meiner jetzigen Beziehung merken wir, dass sich unser Energielevel und damit auch das Tempo, mit dem wir unser Leben führen, unterscheiden. Wenn wir immer alles zusammen machen würden, wäre einer von uns oft gelangweilt und der andere ständig ausgepowert.

Wir arrangieren uns also, versuchen uns so gut es geht, in den anderen einzufühlen, uns Raum zu geben und die Bedürfnisse des Partners zu berücksichtigen. Das empfinde ich auf Reisen nochmal viel wichtiger als in einem normalen Alltag.

Auf Reisen fehlen diese Anker, die eine feste Heimat gibt. Das sind Routinen, Freunde, Hobbys und alles, was Halt gibt. Diese Dinge erlauben es mir auch, mich mal ein Stück aus der Beziehung rauszuziehen, wenn wir beide den Freiraum brauchen.

Außerhalb von einem festen Umfeld muss ich mir diese Anker immer wieder neu schaffen und habe gar keine andere Chance, als aufkommende Bedürfnisse offen mit meiner Partnerin zu besprechen.

​Die Balance zwischen Individualität und Intimität

Was ist also mein Fazit an dieser Stelle? Die richtige Balance zwischen Individualität und Intimität bedeutet für mich, dass wir uns beide erlauben, uns unabhängig voneinander weiterzuentwickeln. Ohne dabei Angst zu haben, dass es der Beziehung schadet. Entscheidungen aus Angst oder Eifersucht heraus zu treffen, führt zwangsläufig dazu, dass man sich später Vorwürfe macht.

Gleichzeitig braucht eine intime Beziehung viel Neugier und Empathie. Sobald ich davon ausgehe, den anderen in- und auswendig zu kennen, verliere ich mich in Annahmen und Erwartungen. Sobald diese nicht erfüllt werden, gibt es Frust. Ist es nicht wundervoll, wenn wir einen Menschen, den wir lieben, jeden Tag aufs Neue kennenlernen dürfen?

In Phasen von hoher Unsicherheit, wie einer persönlichen Krise oder eben auch beim Reisen, reflektiere ich meine eigenen Gefühle noch viel stärker auf den Partner. Sie ist dann oft die einzige Konstante in den sich ständig wechselnden Umgebungen. Daher muss ich umso bewusster dafür sorgen, dass es mir gut geht, um sie nicht zum Blitzableiter zu machen.

Reisen und Arbeiten als Paar aus Sicht von Sebastian Kühn

Ich versuche, die Beziehung als Spiegel zu sehen, der mir immer wieder zeigt, wie es mir selbst gerade geht. Je besser ich in der Lage bin, aus meinen eigenen Herausforderungen nicht auf meine Partnerin zu übertragen, desto mehr wird die Partnerschaft zum Geschenk.

Auch dass nur ich allein für mein Glück verantwortlich bin, durfte ich in den letzten Jahren lernen. Genauso obliegt es nicht meiner Verantwortung, eine Partnerin glücklich zu machen.

Meine Aufgabe ist es, mich mit all den Bedürfnissen, Wünschen und Ausprägungen kennenzulernen. Je besser ich mich kenne, desto besser kann ich diese Dinge als Partner kommunizieren. Genau dabei haben mir sowohl das Reisen als auch die Selbständigkeit extrem geholfen.

Und zum Abschluss interessiert mich natürlich brennend, ob ihr schon mal längere Zeit zu zweit unterwegs gewesen seid? Welche Herausforderungen gab es und wie seid ihr damit umgegangen?

​Über Sebastian

Seit 2012 lebt Sebastian ein Leben, das viele Menschen als ungewöhnlich bezeichnen. Ohne festen Wohnsitz ist er als digitaler Nomade dort unterwegs, wo Palmen auf gutes WiFi treffen. 2014 startete er mit Wireless Life einen der bekanntesten Blogs für ortsunabhängige Unternehmer. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt als Autor, mit der Beratung von Aussteigern und als Veranstalter von Workshops und Konferenzen.

​Wireless Life Guide

Umfassende Infos​ zum​ Ortsunabhängigenarbeiten ​und ​wie Du Dein Leben selbst in die Hand nimmst, findest Du in Sebastians Wireless Life Guide.

Der Guide existiert mittlerweile in der dritten Auflage und wird von Sebastian ständig optimiert und erneuert. Marielle hat bereits begonnen, sich durch die vielen Aufgaben zu arbeiten und ist begeistert.

​Sebastian regt sie zum Nachdenken und Reflektieren an, was Marielle in ihrer Entwicklung voranbringt.

​[shariff]

12 Glaubenssätze: Wenn die Frau mehr als der Mann verdient

Alex kommt abends heim. Nach einem anstrengenden Arbeitstag, steht endlich Feierabend auf dem Programm.

Das Essen steht schon duftend auf dem Tisch. Kim hatte den tagüber den Haushalt geschmissen und für Alex eine Leibspeise zubereitet.

Alex bringt das Geld nach Hause, während Kim die Kinder erzieht und die Wohnung putzt. Nebenher geht Kim einem Halbtagsjob nach, um ein wenig in die Familienkasse zuverdienen. Und Alex hilft am Wochenende mit den Kindern und dem Haushalt.