Liebe, Vertrauen und Geld als Basis für maximales Beziehungs-Glück? Welche Geldgewohnheiten besitzen glückliche Paare?

Langfristig eine glückliche Beziehung zu führen, erfordert einen gesunden Umgang mit Geld in eurer Beziehung. Liebe und Vertrauen sind zwar wichtig, brauchen allerdings Unterstützung!

Besser mit Geld umgehen und die entscheidenden Geld-Fehler als Paar zu vermeiden gab es vor etwa zwei Wochen zu lesen. Heute schauen wir uns die andere Seite und ihr erfahrt, wie glückliche Paare mit Geld umgehen. Denn wir sind uns sicher: Geld sollte in einer Beziehung ein zentrales Thema sein!

Diesen Artikel hat Mike für dich verfasst.

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Was dich erwartet

1. Glückliche Paare erkennen die Wichtigkeit von Geld an

Was wollte uns Arnold Schwarzenegger mit dieser Aussage mitteilen?

Vermutlich, dass Geld unwichtig ist, sobald mehr Geld vorhanden ist als die eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfordern. Bis dahin ist Geld jedoch ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und verdient Beachtung.

Geht Mal eure Beziehung durch: Wo benötigt ihr überall Geld?

  • Essen
  • Miete
  • Internet
  • Versicherungen
  • Möbel & Ausstattung
  • Auto & Mobilität
  • Freizeit & Aktivitäten
  • Urlaube
  • und vieles mehr

Geld ist die Essenz vieler Lebensbereiche und damit auch fester Bestandteil eurer Beziehung. Glückliche Paare beziehen Geld daher aktiv in ihre Beziehung ein und erachten es als wichtigen Faktor.

Tipp:

Macht euch eine Liste in welchen Bereichen Geld eine Rolle spielt und findet heraus ab welchem Vermögen es irrelevant wird.

Beispiel: 10.000 Euro netto monatlich. Damit wären alle Wünsche abgedeckt. Ergibt bei 4 Prozent Entnahme pro Jahr ein Mindestvermögen von 3.000.000 Euro. Damit sollte euer Vermögen stabil bleiben und ihr euer Leben freigestalten. Bis dahin bleibt Geld eine Priorität in eurer Beziehung.

Ihr kennt eure Ausgaben und Einnahmen noch nicht? Mit unseren Tools verschafft ihr euch den passenden Finanzüberblick als Paar. Damit könnt ihr gleich nachvollziehen, wie viel euch noch fehlt und wie ihr es zu euren Zielen schafft. Ziele sind direkt die nächste Angewohnheit glücklicher Paare.

2. Glückliche Paare setzen sich finanzielle Ziele und nehmen die gemeinsame Verantwortung an

Ziele geben eine Richtung vor und helfen die eigene Sichtweise mit dem Partner abzustimmen. Glückliche Paare beschäftigen sich mit ihrer Zukunft und gestalten diese aktiv.

Dazu gehört das Setzen von Zielen und das Übernehmen der Verantwortung diese auch umzusetzen. Daraus resultiert ein Gefühl der Sicherheit (man kennt die Zukunft ein wenig besser), ein erhöhte Selbstwirksamkeit („wir können Dinge verändern“) und Erfolgserlebnisse. Alles Dinge, die das Beziehungsherz höher schlagen lassen.

Tipp

Was sind eure finanziellen Ziele in diesem Jahr? Wo möchtet ihr in 5 Jahren stehen? Wann möchtet ihr in den Ruhestand gehen und was ist dafür nötig?

Wenn ihr bei diesen Fragen lange überlegt oder euch unsicher seid, wie euer Partner dies sieht, empfehlen wir euch folgendes:

  1. Individiuell über die eigenen Antworten nachdenken
  2. Gedanken zusammentragen
  3. Gemeinsame Ziele festlegen
  4. Verantwortung übernehmen und aufteilen (im Team muss nicht jeder alles erledigen – es reicht das Informieren)

3. Glückliche Paare setzen Ausgabenlimits

Ausgabelimits. Das klingt nach Regulation. Nach Einschränkung.

Ja das ist es – eine selbstauferlegte Einschränkung. Doch wieso ist dies eine Angewohnheit glücklicher Paare?

Das Einvernehmen über ein Ausgabelimit (und dessen Einhaltung) führt einerseits zu mehr Vertrauen, andererseits vermeidet es Diskussionen und Streitereien. Dein Ausgabenlimit für Freizeitausgaben liegt beispielsweise bei 300 Euro – dein Partner gibt allerdings hin und wieder 400 bis 700 Euro aus. Wie würdest du dich fühlen und wie würdest du reagieren?

Tipp

Setzt euch zusammen und legt ein sinnvolles Ausgabelimit fest. Was ist eure gemeinsame Schmerzgrenze?

100 Euro, 500 Euro, 1000 Euro?

Das hängt von eurem eigenen Wohlbefinden, eurer finanziellen Situation und anderen Dingen ab, weshalb eine genaue Euroangabe schwachsinnig wäre.

Nachdem ihr euer Ausgabelimit festgelegt habt, sollte folgendes vorhanden sein:

  • beide wissen, wie das Ausgabelimit zustande kommt
  • beide akzeptieren das Ausgabelimit
  • beide halten sich an das Ausgabelimit

4. Glückliche Paare besitzen eine gemeinsame UND getrennte Kontenführung

Als Paar kommt der Punkt, an dem eine Zusammenführung der Konten sinnvoll ist. Beispielsweise beim Zusammenziehen kann eine Zettelwirtschaft schnell das Gemüt strapazieren, da ist ein gemeinsames Ausgabenkonto mit jeweiliger EC-Karte deutlich angenehmer.

Nach der Eheschließung kommt es jedoch vor, dass alle Konten zusammengeworfen werden. Ist dies sinnvoll?

Definitiv nein. Beginnend bei Überraschungen, die Tage zuvor im Konto sichtbar werden bis hin zu gravierender Abhängigkeit bei Trennungen, spricht vieles gegen eine 1-Konten-Strategie.

Tipp

Kennt ihr schon unseren Artikel zu den verschiedenen Haushaltskontomodellen? Dann ist dies unser Lesetipp.

5. Glückliche Paare teilen die Verantwortung für die Altersvorsorge und Investitionsentscheidungen

Aushalten – eine Angewohnheit, die glückliche Paare vermeiden. Stattdessen übernehmen sie die Verantwortung für die individuelle und gemeinsame Altersvorsorge. Gleiches gilt für Investitionsentscheidungen.

In beiden Fällen sind die staatliche Rente und das neue Auto ausgeschlossen. Kennst du deinen Rentenbescheid? Ziehe 75 Prozent von der Zahl ab und du weißt, was an Kaufkraft übrig bleibt. Dich erwarten 2000 Euro im Alter? Verglichen mit heutiger Kaufkraft sind das eher 500 Euro. Könntest du davon deinen Lebensunterhalt begleichen?

Noch schlimmer: Einer von euch steigt aus dem Angestelltenverhältnis aus – es werden keine Rentenpunkte mehr gesammelt. Noch weniger Rente – für viele wird eine Kaufkraft von 400 Euro und weniger bittere Realität sein.

Was sind Investitionen? Das neue Auto zählt jedenfalls nicht dazu. Investition bedeutet, dass ich einen Gewinn aus meiner „Ausgabe“ herausbekomme. Ansonsten fällt es eher unter einer Verbindlichkeit: Autos kosten, kosten und kosten.

Glückliche Paare sind sich des Unterschieds zwischen Lebensunterhalt und staatlicher Rente bewusst und übernehmen die Verantwortung diese durch (gemeinsame) Investitionen zu schließen.

Tipp

Was sind eure momentanen jährlichen Unterhaltskosten? Gibt es davon Posten, die mit Renteneintrittsalter wegfallen werden? Beispielsweise ziehen Kinder aus, verkleinert sich die Wohnung oder das Auto kann abgeschafft werden.

Stellt eine Prognose auf, wie viel Geld ihr mit 60 bis 100+ Jahre pro Jahr benötigen werdet. Falls vorhanden, gleicht dies mit eurem Rentenbescheid ab – falls ihr noch keinen erhalten habet, könntet ihr von 400 Euro pro Person ausgehen.

Als letzten Schritt heißt es einen Plan zu erstellen, wie die Lücke geschlossen werden kann.

6. Glückliche Paare reden über Geld

Über was unterhalten sich glückliche Paare? Reisen, Erlebnisse, sich selbst, Sex und Geld. Kurzum alles, was mindestens eine Person beschäftigt, wird angesprochen.

Das Geheimnis liegt darin, weg von den Alltagsthemen zu kommen. Was kaufen wir ein? Wer bringt den Müll runter? Was läuft heute im TV? Gehen wir schlafen?

Zugegeben alles Dinge, die mehr oder weniger geklärt werden müssen. Verspürst du bei diesen Gesprächen Aufregung, Neugier oder lernst du dadurch deinen Lieblingsmenschen besser kennen?

Genau, wir auch nicht. Themen, die euch weiterbringen beinhalten Geschichten über euch, über eure Zukunft, über eure Wünsche, Bedürfnisse und Träume und über eure Erlebnisse.

Tipp

Ihr möchtet beginnen über Geld zu sprechen oder wollt noch ein paar Argumente hören? Geht klar:

7. Glückliche Paare planen Geld für Spaß ein

Ständiges arbeiten und permanenter Alltag sind schlechte Ratgeber für eine Beziehung. Glückliche Paare planen daher Geld und Zeit für Spaß ein.

Zeit, die ausnahmslos für die Beziehung und somit füreinander verwendet wird. Dringende Termine, andere Verpflichtungen oder Familie und Freunde werden auf andere Tage verschoben. Das Geld wird ebenfalls nur für diesen Zweck ausgegeben.

Eine zusätzliche Tankfüllung oder eine unerwartete Rechnung müssen aus den Rücklagen (dazu im nächsten Punkt mehr) beglichen werden.

Diese Angewohnheit bestimmt, ob ihr auch in 30 Jahren noch neue Facetten an eurem Partner kennenlernt. Kannst du von dir behaupten jede Facette von dir selbst zu kennen? Wie soll es dann dein Partner können, wenn er dich wesentlich später kennengelernt hat und viel weniger mit dir redet als du selbst mit dir?

Tipp

Definiert ein monatliches Freizeitbudget eures Gehaltes. Kombiniert dieses mit einer regelmäßigen Date-Night (Inspirationen in unserer 30 Tage Beziehungs-Challenge) und gebt dort das Geld aus. Das Budget wählt ihr so, dass eure Ausgaben, dass eure Rücklagen und dass eure Altersvorsorge abgedeckt sind.

Dadurch sammelt ihr weitere Erlebnisse, lernt euch besser kennen und füllt eure Beziehung mit Leben.

8. Glückliche Paare bilden Rücklagen

Die Waschmaschine geht kaputt, das Auto muss erneut die Werkstatt oder der Urlaub wird teurer als gedacht. Ohne Rücklagen bieten diese Situationen großes Streitpotenzial.

Kein Problem sagt ihr, ihr bezahlt es ohnehin fifty-fifty? Wie sieht es jedoch aus, wenn das Einkommen eines Partners ausfällt? Sei es geplant aufgrund gemeinsamer Kinder oder ungeplant aufgrund eines Unfalls.

Wie wird es dann aufgeteilt? 100:0, 80:20 oder weiter 50:50? Ist das fair und möchtet ihr in einem solchen Fall über Geld diskutieren müssen?

Glückliche Paare verschieben die Entscheidung auf das Hier und Jetzt. Sie bilden Rücklagen und sorgen für Eventualitäten vor. Damit vermeiden sie aufgeheizte Diskussionen in stressigen Situationen und können sich stattdessen auf sich konzentrieren.

Zusätzlich erhöhen glückliche Paare dadurch die wahrgenommene Fairness in der Beziehung

Tipp

Wie funktioniert das mit den Kontomodellen? Welches ist für euch geeignet? Wie führt ihr am besten ein Haushaltsbuch, plant eure Ausgaben und bildet Rücklagen?

Die Antworten auf diese Fragen bringen euch den sehr wertvollen Überblick eurer Finanzen. Wenn ihr eure Finanzen überblickt, könnt ihr

  • Geld für Spaß einplanen,
  • Rücklagen bilden,
  • passgenaue Ausgabelimits setzen,
  • Investitionen tätigen,
  • und eure Altersvorsorge angehen.

Fazit

Zur Übersicht hier nochmal die 8 Geldgewohnheiten glücklicher Paare:

  1. Erkennt die Wichtigkeit von Geld an
  2. Setzt euch finanzielle Ziele und nehmt die gemeinsame Verantwortung an
  3. Setzt Ausgabenlimits
  4. Besitzt eine gemeinsame UND getrennte Kontenführung
  5. Teilt die Verantwortung für die Altersvorsorge und Investitionsentscheidungen
  6. Redet über Geld
  7. Plant Geld für Spaß ein
  8. Bildet Rücklagen

In jeder glücklichen Beziehung liegt der Fokus etwas unterschiedlich auf den 8 Gewohnheiten. Für uns war es von Anfang an logisch miteinander über Geld zu sprechen. Auch die finanzielle Zielsetzung und die Entscheidung für ein zusätzliches gemeinsames Konto hatten wir schnell verinnerlicht.

Bewusst Geld und Zeit für Spaß zu Zweit einzuplanen und unsere Altersvorsorge und Investitionen gemeinsam anzugehen, erforderten mehr Überwindung und Lernbereitschaft.

Welche Geldgewohnheit möchtet ihr noch in eurer Beziehung etablieren?

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