​Stellt Euch vor Euer Nachwuchs wird 18 Jahre alt, ​besitzt ein fünfstelliges Depot und geht mit dem Geld verantwortungsbewusst um. 

Ihr bräuchtet keine Angst zu haben, dass es für einen teuren Sportwagen ausgegeben wird, der nach 200m in die nächste Laterne ​landet.

Wie kann dies Realität werden? 

​Wir meinen durch zwei Faktoren:

1. Sparen fürs Kind im Elternhaus inklusive Finanzbildung anhand des gesparten Geldes.

2. Finanzbildung in Schulen und Ausbildungsbetrieben

​Über beides sprachen wir beim diesjährigen Finanzbarcamp im wunderschönen Hamburg.

​In diesem Artikel findest Du eine kurze Zusammenfassung unserer Session und einige Highlights aus dem Finanzbarcamp.


​Dieser Artikel wurde von ​Mike verfasst.

​Das hätte​ Dich beim Finanzbarcamp erwartet

​Sparen fürs Kind - die 3 Säulen

​Depot

  • ​ETFs
  • Einzelaktien

​Tagesgeld

  • ​Rücklagen

​Taschengeld

  • ​Konsumieren
  • Sparen

Um für unseren Babyinvestor vorzusorgen und ihm die bestmögliche Finanzbildung zu geben, entschieden wir uns für diese drei Säulen.

Jede Säule übernimmt dabei eine eigenständige Funktion und trägt zu unserem Vorhaben bei.


Depot ​auf den Namen des Kindes

Das Junior Depot* läuft auf den Namen unserer Babyinvestors. Warum haben wir uns dafür entschieden? Schließlich birgt es die Gefahr, dass er mit seinem 18. Geburtstag das Geld verprasst und 18 Jahre Sparen "umsonst" waren.

Für uns ist das Depot eine Art Versicherung. Dadurch, dass es auf den Babyinvestor läuft, sichern wir uns gegen zwei Dinge ab:

  1. Es ist für Marielle und mich ein neutrales Konto. Selbst im Falle einer Scheidung wären wir weiterhin daran interessiert, sein Konto zu besparen.
  2. Sollte uns etwas geschehen, umgehen wir die Bürokratie. Das Konto bzw. Depot gehört ihm und er kann ab seinem 18. Geburtstag frei darüber verfügen.

Während unserer Session auf dem Finanzbarcamp kam noch ein weiterer Vorteil zum Vorschein. Sollten sich Teile der Familie nicht verstehen und dennoch etwas für den Nachwuchs anlegen wollen, kommt das Geld direkt dem Kind zu Gute und nicht einer dritten (unbeliebten) Person. 


Warum nehmen wir ETFs ins Depot?

​Die ETFs dienen zum langfristigen Vermögensaufbau. Mit ihnen möchten wir über die nächsten 18 Jahre einen fünfstelligen Depotwert aufbauen.

Uns ist klar, dass wir dadurch eine hohe Verantwortung tragen unserem Babyinvestor einen positiven Umgang mit Geld beizubringen.

​Damit verpflichten wir uns diesem Thema. Am Ende wird es sein Geld sein und er kann damit machen, was er möchte.

Das Geld für die zwei ETFs kommt übrigens zu 2/3 vom Kindergeld und zu 1/3 von seinen Urgroßeltern. Damit wandert lediglich Geld in die Sparpläne, das ohnehin seines ist.


Warum nehmen wir ​Einzelaktien ins Depot?

​Die Einzelaktien wählen wir nach Erklärbarkeit aus. Welche Unternehmen kann unser Babyinvestor frühzeitig verstehen? Mit welchen Unternehmen kommt er bereits in jungen Jahren in Kontakt?

Mit den Einzelaktien möchten wir ihm die Unternehmer- und Finanzwelt näher bringen und sein Interesse an der Börse und der Funktionsweise von Unternehmen und des Wirtschaftsystems als Ganzes wecken.

Wäre dafür eine SAP oder Münchner Rück geeignet? Wohl kaum. Die Geschäftsmodelle und Produkte sind zu kompliziert und im Alltag nicht nachvollziehbar.

Spannender hingegen sind Aktien von Disney oder Vapiano. Die Filme kann er sich anschauen und bei Vapiano kann er essen gehen. Somit kann er sich einen direkten Bezug zum Unternehmen aufbauen.

Einzelaktien werden wir durch Geldgeschenke zur Geburt und folgenden Geburtstagen aufbauen.


​Tagesgeld fürs Kind

​Im Laufe seines Lebens wird unser Babyinvestor Klassenfahrten, Freizeiten, ein Auslandsjahr, seinen Führerschein oder andere Dinge unternehmen oder erwerben wollen.

Diese sind teils sehr kostenintensiv. Allein ein Auslandsjahr würde zwischen 7.000 und 12.000 Euro kosten.

Ein Haufen Geld, wenn wir es auf einmal latzen müssten. Daher werden wir ein Polster auf seinem Tagesgeldkonto anlegen.

Wenn es soweit ist, können diese Dinge von seinen Rücklagen bezahlt werden.

​Hohe Kosten sind vor allem ein Problem, wenn sie aufeinmal und/oder plötzlich kommen. Deshalb entschieden wir uns für diese Säule, um die Kosten auf dutzende Monate aufzuteilen.


​Taschengeld fürs Kind

Die dritte Säule wird erst in einigen Jahren in Kraft treten. Vermutlich werden wir das Schuleintrittsalter für das erste Taschengeld verwenden.

​In der Schule lernen die Kinder mit Geld zu rechnen und bekommen meist Spielgeld ausgehändigt. Auch Spiele wie Monopoly fangen an sehr interessant zu werden.

Mit seinem Taschengeld möchten wir ihm Spar- und Konsumverhalten beibringen. Es wird sein Eigentum sein und er wird darüber entscheiden.

Unsere Aufgabe wird es sein, seine Entscheidungen zu unterstützen, zu hinterfragen und ihm zu helfen mit kleineren Beträge auch größere Dinge zu erreichen.


​Finanzbildung an Schulen und Ausbildungsbetrieben

​Workshops

  • ​Finanzwissen "Starterkit"
  • kombinierbare Module

​Online-Plattform

  • ​Umsetzung
  • Erfahrung
  • Austausch

​Unserem Babyinvestor finanzielle Bildung zu ermöglichen ist der erste Schritt. Hier darüber zu schreiben und unser Wissen zu teilen der zweite. Doch damit wir möglichst viele Kinder und Jugendliche erreichen können, haben wir uns folgendes Konzept überlegt:

Zunächst bieten wir an Schulen (ab 10. Klasse) und Ausbildungsbetrieben Workshops zu Finanzthemen an. Von "Was kostet der Alltag?" bis zu "Wie kann ich mein Geld investieren?" bieten wir ab 2019 acht Module in unterschiedlichen Kombinationen an.

​Workshops besitzen viele Stärken (z. B. persönlicher Kontakt & effizienter Themeneinstieg) und eine klare Schwäche: Sie bieten einen einmaligen Impuls und danach ist man sich selbst überlassen.

Deshalb erhält jeder Teilnehmende Zugang zu unserer neuen Online-Plattform. Dort wird es weiterführendes Material, die Inhalte des Workshops und die Möglichkeit geben, ​sich auszutauschen und Fragen zu stellen. 


​Highlights des Finanzbarcamps

​Auch in 2018 gab es etliche Highlights, die wir Dir nicht vorenthalten wollen

  • ​Bloggerkochen & -essen am Vorabend bei den kitchen guerillas
  • ​Die erste Zugfahrt und die erste Hotelnacht mit unserem Babyinvestor
  • ​Familienreservierung in Wagen 7 ohne Wagen 7
  • Erstes Treffen mit Anke Pauli von guanshe
  • Erneuter Besuch der Sketchnotemafia bei unserer Session (was für eine Ehre!)
  • Gewinn zweier Geldkoffer und eines Talersacks fürs Twittern (siehe Bild) - okay einen Koffer haben wir schon vorab halb aufgegessen 😀
  • Die Gewinner des Finanzblogawards Talerbox, Fortunalista und DIY Investor
  • ​Mobile Pay im Vapiano
  • Die vielen tollen Menschen, mit denen wir uns unterhalten durften

​Nächste Schritte

​Auch in diesem Jahr konnten wir viel Input für uns mitnehmen, sodass wir unser Angebot für Dich weiter verbessern können:

  • Unser Instagram erscheint in neuem Design - wie findest Du es?
  • ​Aufbau unseres Learning Management Systems für die Plattform hinter den Workshops
  • ​Ausarbeitung und Fertigstellung unseres Finanz-Workshop Starterkits
  • Überarbeitung unser Artikel und unseres Newsletters

​Jetzt bist Du dran

  • ​Wie ​gestaltete sich Deine Finanzbildung als Kind und junger Erwachsener?
  • ​Warst Du schon einmal bei einem Barcamp?
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Sparen fürs Kind und Finanzbildung – Rückblick Finanzbarcamp 2018

4 Gedanken zu „Sparen fürs Kind und Finanzbildung – Rückblick Finanzbarcamp 2018

  • 26. Oktober 2018 um 11:34
    Permalink

    Hallo Marielle, hallo Mike,
    auf dem Finanzbarcamp hatte ich ja die Freude, Euch erstmalig persönlich zu treffen. Ich finde, Ihr habt mit „Beziehung und Finanzen“ ganz allgemein ein tolles Thema für Euren Blog gefunden. Mit „Sparen für’s Kind“ habt Ihr aus meiner Sicht eine enorm wichtige Facette der langfristigen Finanzplanung identifiziert und in den Fokus gerückt. So lässt sich ja z.B. auch die Finanzierung eines Studiums für den Nachwuchs viel leichter stemmen, wenn dieses mit Weitblick in der Finanzplanung quasi von Geburt an berücksichtigt wird. Glückwunsch zu diesem Thema und für Eure weiteren Aktivitäten ganz viel Erfolg!
    Viele Grüße,
    Andreas

    Antworten
    • 26. Oktober 2018 um 20:32
      Permalink

      Hallo Andreas,

      vielen Dank für Dein Lob und Deine Gedanken. Es war schön Dich auf dem Finanzbarcamp kennengelernt zu haben. Vielleicht bekommen wir es demnächst einmal hin uns einmal in Oberursel oder auf unserem Stammtisch wiederzusehen.

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
  • 26. Oktober 2018 um 13:14
    Permalink

    Hallo Ihr Drei,
    leider habe ich Eure Session auf dem Finanzbarcamp verpasst. Daher bin ich umso glücklicher, dass Ihr dieses Thema nochmal in Eurem Blog darstellt.

    Ich habe mich gegen ein Junior Depot entschieden. Vor allem aus zwei Gründen. Mein Sparerpauschbetrag ist noch lange nicht aufgebraucht und ich möchte das angesparte Geld eventuell erst später als mit 18 Jahren übertragen.

    Wenn man junge Erwachsene von Nachbarn oder Kollegen sieht, dann können sie noch so vernünftige und verantwortungsvolle Eltern haben, eine Garantie für die (finanzielle) Vernunft des Kindes ist das nicht.

    Eure Gründe sind absolut nachvollziehbar und in den meisten Fällen sicherlich eine sehr gute Wahl. Besonders wer seine eigenen Kapitalfreibeträge ausgeschöpft hat, der sollte ein Junior Depot in seine Überlegungen mit einbeziehen.

    Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht, da niemand die Zukunft vorhersagen kann, wie sich die Dinge entwickeln werden. Danke für Eure Denkanstöße und die Wissensvermittlung!

    Der Aristokrat Procter & Gamble (Pampers) ist in den ersten Monaten naheliegend.
    Auch eine Amazon (auf Prime gibt es tolle Kinderserien) ist bei älteren Kindern nicht verkehrt.

    Viele Grüße aus Hamburg,
    Matthias

    Antworten
    • 26. Oktober 2018 um 20:49
      Permalink

      Hallo Matthias,

      da stimmen wir Dir zu, dass es bei der Wahl des Depots kein richtig oder falsch gibt. Entscheidend ist, dass im Vorfeld die Gedanken ausgetauscht werden und das ein Finanzplan für das Kind vereinbart wird. Dieser sollte den Zielen und den Bedürfnissen der Familie entsprechen.

      An Pampers haben wir auch schon gedacht, zunächst aber wieder verworfen, da er in dem Erkläralter keine Pampers mehr tragen wird. Amazon, Facebook und Co sind definitiv spannende Werte. Wir werden unsere Entscheidungen auf dem Blog und in unserem Newsletter teilen. Mal sehen, wann wir tatsächlich den ersten Kauf tätigen.

      Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mit dem Besuch unserer Session – wird vermutlich ein ähnliches Thema werden 🙂

      Beste Grüße und einen tollen Start ins Wochenende
      Mike

      Antworten

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