Dividende kassieren in 2020

Gute Dividendenstrategien gibt es viele - doch welche ist die Beste?

Dieser Artikel hat bereits Tradition: Zum dritten Mal schreiben wir über unsere Dividendenstrategie für das kommende Jahr. Und in 2020 wird sich einiges ändern: 

  1. Dieses Mal stelle ich Dir drei verschiedene Dividendenstrategien vor - Du wählst die Beste für Dich. 
  2. Mike ist jetzt mit von der Partie und auch Fan von grandiosen Dividenden-Aktien geworden.
  3. Wir werden Dich zukünftig das ganze Jahr über an der Entwicklung unseres Dividenden-Depots teilhaben lassen. 

Doch eins nach dem anderen. Ein Fazit zur Dividendenstrategie 2019 darf natürlich nicht fehlen! Also lasst uns starten:

Ein Fazit zur Dividendenstrategie 2019

Vor einem Jahr war ich ziemlich ernüchtert. Denn im ersten Dividendenstrategie-Jahr 2018 lag meine Gesamtrendite am Jahresende bei -14,02 %. Ich hatte Fehler gemacht und habe entsprechend meine Auswahlkriterien für meine Dividenden-Aktien für 2019 deutlich strenger gefasst. 

Und was ist das Ergebnis? Hat mein langwieriger Auswahlprozess tatsächlich zum Erfolg geführt? 

Lassen wir die Zahlen sprechen: 

Dividenden-Aktie 2019

Rendite 2019

Rendite 2019 inkl. Dividende

Kommentar

Archer Daniels Midland

13,54 %

16,19 %

Nachkauf

BASF

7,49 %

11,27 %

Nachkauf

Encavis

60,23 %

63,24 %

Cell

DIC Asset

92,78 %

98,65 %

Cell

KPS

12,09 %

17,40 %

Nachkauf

Münchener Rück

41,28 %

45,53 %

Cell

Red Electrica

- 9,63 %

- 6,75 %

2 x Nachkauf

Unilever

10,94 %

13,64 %

Cell

Villeroy & Boch

24,17 %

29,13 %

Cell

Illinois Tool Works

24,35 %

26,00 %

Neukauf

Pepsi

7,05 %

8,16 %

Neukauf

Heidelberg Cement

1,21 %

3,67 %

Cell

Insgesamt konnte ich mit der Dividendenstrategie in 2019 eine Rendite von 10,27 % bzw. 13,29 % erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr wirklich eine enorme Verbesserung. 

Der aufmerksame Leser unseres Blogs wird merken, dass ich jedoch auch in diesem Jahr entscheidende Fehler gemacht habe: 

  1. Ich habe nicht alle geplanten Unternehmen neu aufgenommen in mein Depot. 
  2. Ich habe nicht quartalsweise die Entwicklung nachvollzogen, um nachjustieren zu können.

Neben den drei Neukäufen hatte ich noch drei weitere Unternehmen auf der Liste. 

Ganz konkret waren das: 

  • Inditex - 29,6%
  • Eaton Vance - 23,7%
  • Walgreens Boots Alliance - -23,1%

Am Ende habe ich das Geld auf die anderen Nachkäufe verteilt und dadurch auf die Renditen der drei anderen verzichtet. 

Insgesamt trauere ich den entgangenen Möglichkeiten nicht nach. Jedoch muss ich eingestehen, dass ich mich zu wenig mit meinen Investitionen in 2019 beschäftigt habe. 

Hätte ich meinen Vorsatz, quartalsweise meine Dividendenstrategie zu prüfen, umgesetzt, wäre mir ggf. aufgefallen, dass ich (teilweise) die falschen Aktien nachgekauft habe und stattdessen lieber in Inditex und Eaton Vance hätte investieren sollen. 

In 2020 soll sich dies ändern. Dass ich dies wirklich ändere, kann ich mit Sicherheit sagen: 

Unsere Dividendenaktien liegen in einem Depot bei der Consorsbank*: 

Depotuebertrag_728x90


Grund Nr. 1 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich habe entschieden in 2020 einen größeren zusätzlichen Geldbetrag in Dividendenaktien zu investieren. Denn der Immobilienkauf ist abgeschlossen und damit ist es nicht weiter nötig, so hohe Cash-Reserven auf dem Tagesgeld zu haben. 

Zudem weiß ich durch unser Ausgabentracking mit unserem Finanzplaner für Paare*, dass wir in den letzten 2 Jahren sehr stabile Ausgaben hatten. Die Ausgaben von 1 Jahr möchte ich notfalls weiterhin mit meinen Ersparnissen decken können, alles darüber hinaus wird investiert. 

Um die zusätzlichen Investitionen zu tätigen, muss ich mich zwangsläufig mehr mit einen Finanzen beschäftigen als in 2019, als einfach viele andere private Themen dazwischen kamen. 


Grund Nr. 2 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich bin nicht mehr alleine! Mike macht mit und wir stellen auch unser gemeinsames Depot vermehrt auf Dividendenaktien um. 

Bereits in der Vergangenheit lief unser gemeinsames Depot immer am Besten. Wir teilen uns die Arbeit für Recherchen und Umsetzung auf. Und zwei Meinungen werden berücksichtigt.

Im Sommer 2019 haben wir unser gemeinsames Depot nach einer neuen Dividendenstrategie ausgerichtet. 

Wir möchten zusammen die finanzielle Freiheit erreichen. Aktien und Dividendenstrategien sind ein Baustein auf dem Weg dorthin. 

Ab sofort investiere ich nicht mehr alleine nach unserer Strategie in Dividendenaktien. Mike wird zusätzliches Engagement meinerseits sicherlich einfordern, sollte ich meine Vorhaben erneut vergessen. 


Grund Nr. 3 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich werde Euch noch mehr an der Entwicklung unserer Aktienauswahl teilhaben lassen. 

Im März starten wir einen Mitgliederbereich - die Beziehungs-Investoren Community. Dort werden wir die gesamte Aktienauswahl, die wir getroffen haben, im Detail vorstellen und quartalsweise die Entwicklung kommentieren. 

Warum im Mitgliederbereich? 

Weil dies eine Menge zusätzlicher Aufwand ist und wir der Community etwas besonderes bieten möchten. 

Um schon jetzt Dein Interesse für diesen Bereich mit uns zu teilen, trage Dich gerne direkt in die Warteliste am Ende dieses Artikels ein. 

So erfährst Du zuerst, wann und zu welchen Konditionen der Mitgliederbereich startet - für die Warteliste ja vielleicht sogar mit einem besonderen Angebot? 😉


Die besten Dividendenstrategien für 2020

Um in 2020 das Vorgehen bei meinen Dividenden-Aktien noch zu optimieren, haben wir verschiedene Dividendenstrategien noch einmal neu durchdacht. 

Am Ende basiert unser eigenes Vorgehen 2020 auf zwei bestehenden Dividendenstrategien von wahren Dividenden-Experten. Hinzu kommen unsere selbst erarbeiteten Kriterien und die Levermann-Strategie, die wir bereits in den Vorjahren für unsere Aktienkäufe als Basisentscheidung erfolgreich genutzt haben. 

Doch Schritt für Schritt:


Dividendenstrategie 1: Dividendenadel von Christian W. Röhl

Bereits in den vergangenen 2 Jahren bildete die Dividendenadel-Strategie basierend auf dem Buch von Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger Cool Bleiben und Dividenden kassierendie Basis meiner eigenen Dividendenstrategie. 


Wie funktioniert diese Dividendenstrategie?
Nach dieser Strategie werden Dividenden-Aktien anhand von vier Kriterien ausgewählt: 
  1. Kontinuität: Das Unternehmen muss mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende ausgeschüttet haben ohne diese zu Kürzen geschweige denn zu streichen.
  2. Payout: Die geglättete Ausschüttungsquote über 3 Jahre muss zwischen 25 und 75 % des Gewinns liegen, damit nicht zu wenig oder zu viel Geld an die Aktionäre fließt. 
  3. Wachstum: Die Dividende muss in den letzten 10 Jahren mindestens 3 Mal angehoben und im aktuellen Jahr erhöht worden sein, um kontinuierliches Wachstum erkennen zu lassen. 
  4. Rendite: Die durchschnittliche Dividendenrendite muss über 1 % pro Jahr liegen, um in der Auswahl zu verbleiben. 

Auf Basis dieser Kriterien erstellt Christian W. Röhl jedes Jahr erneut die Auswahl der besten Dividendenadel-Aktien für verschiedene Regionen (Deutschland, Schweiz, Österreich und die USA).

Diese stehen online auf seiner Dividendenadel-Website bereit und werden jährlich aktualisiert. 

Für Details verweise ich gerne auf meinen ersten Artikel zur Dividendenstrategie 2018 und lege Dir das Buch* sehr ans Herz. Im Laufe von 2020 wird eine Fortsetzung erscheinen, auf die ich mich schon sehr freue. 


Dividendenstrategie 2: Dividenden-Alarm von Alex Fischer

Seit längerer Zeit stehen wir im regelmäßigen Kontakt zu Alex Fischer (und seiner Familie), der den Blog Reich-mit-Plan sowie weitere Online-Projekte betreibt.

Seit Sommer 2018 sind die Fischers in der Welt unterwegs und leben dabei (unter anderem) von ihren Dividenden. Alex' Strategie hat sich also als Erfolgsgeschichte bewiesen. Und er teilt sie in seinem exklusiven Dividenden-Alarm mit seiner Community. 


Und wie funktioniert diese Dividendenstrategie?

Diese Dividendenstrategie basiert aus drei Komponenten: Den Phasen, den Signalen und dem Telegram-Support: 

  1. Die Marktphasen: Der Dividenden-Alarm-Indikator überwacht den Gesamtmarkt. Wir befinden uns immer in einer von drei Phasen - der Kaufphase (grün), der Verkaufsphase (rot) und der neutralen Phase (gelb). In welcher Phase sich der Markt befindet hängt davon ab, ob er ein historisch seltenes Niveau (im Positiven wie Negativen) erreicht oder eben neutral ist. Transaktionen finden nur in der Kauf- oder Verkaufsphase statt. In der neutralen Phase kann allenfalls nachgekauft oder ausgetauscht werden. 
  2. Die Signale: Der Dividenden-Alarm beobachtet etwa 400 Aktien. Für jede Aktie werden Kauf- und Verkaufssignale, basierend auf ihrer Bewertung, generiert. Dadurch wird ersichtlich welche Aktien in einer passenden Phase gehandelt werden sollten. 
  3. Der Telegram-Support: Da Aktien, die Signale auslösen nicht blind gekauft oder verkauft werden sollen, diskutiert Alex in seinem Telegram-Live-Support aktuelle Signale und Setups und unterstützt Deine eigenen Entscheidungen damit noch zusätzlich. 

Nach der Dividenden-Alarm-Strategie werden also Dividenden-Aktien gekauft, die Kaufsignale in einer Kaufphase generiert haben und die Werte verkauft, die ein Verkaufssignal in einer Verkaufsphase aufweisen. Dazu gehört eine solide Analyse. 

Um mehr über Alex' Strategie zu erfahren empfehlen wir Dir seine Website. Außerdem hat er ein sehr empfehlenswertes Buch über seinen eigenen Weg zur finanziellen Freiheit* verfasst, das wir selbst sehr inspirierend fanden.


Dividendenstrategie 3: Beziehungs-Investoren Strategie von uns

In den vergangenen Jahren habe ich mich zuerst stark an der Dividendenadel-Strategie orientiert und inzwischen eigene Kriterien hinzugenommen. In diesem Jahr nutzten wir auch den Dividendenalarm für die Auswahl unserer eigenen Aktien. 

Unser Vorgehen basiert also auf anderen Dividendenstrategien und ist ergänzt um unsere eigenen Kriterien, die wir bereits erfolgreich in unserem gemeinsamen Depot angwendet haben. Im Gegensatz zu Marielle's Dividendenstrategie konnten wir in unserem Depot in 2020 eine Rendite von 35 % (interner Zinsfuß) erzielen. Ein weiterer Grund die Energie von uns beiden auf das gemeinsame Depot zu legen.


Wie funktioniert die Beziehungs-Investoren Dividendenstrategie?

Um unsere Dividendenaktien für 2020 auszuwählen, gingen wir folgende Schritte: 

  1. Durchsicht der Dividendenadel- und Dividenden-Alarm-Aktien und Aufnahme von allen Unternehmen mit einer höheren Dividendenrendite als 2,5 %.
  2. Bewertung der Aktien bzw. deren Kennzahlen anhand der (unserer abgewandelten) Levermann-Strategie. Aussortieren aller Unternehmen, die weniger als 4 Punkte erreichen. 
  3. Auswahl der interessanten Aktien basierend auf den Ergebnissen von 1 & 2 sowie den verschiedenen Branchen und Herkunftsländern der Unternehmen. So soll gewährleistet werden, dass verschiedene Branchen und Länder berücksichtigt und Klumpenrisiken vermieden werden. 
  4. Qualitative Bewertung anhand der Durchsicht des letzten Geschäftsberichtes der interessanten Unternehmen.

Nach diesen 4 Schritten konnten wir unser eigenes Zielportfolio aus (vorerst) 25 Dividendenaktien zusammenstellen. Teilweise befinden sich die Unternehmen (aus den Vorjahren bereits im Depot). Die anderen werden wir nach und nach in gleichmäßigen Tranchen von je 3.000 Euro zukaufen.

Einmal monatlich führen wir die Levermann-Bewertung der 25 Aktien erneut durch, um bestimmen zu können, bei welchen Werten aktuell ein Kauf mehr Sinn macht als bei anderen. 

Einmal jährlich führen wir die Schritte 1-4 erneut durch und nehmen eventuelle Anpassungen an unserem Club der 25 Dividendenaktien für 2020 (dann für 2021) vor. 

Unsere gesamte Liste mit 103 Aktien, die nach Schritt 1 und 2 übrig geblieben sind, kannst Du hier herunterladen

Unsere 25 Dividendenaktien für 2020 werden wir im angekündigten Mitgliederbereich veröffentlichen. Mit dabei ist in einem monatlichen Update auch unser persönliches Ranking (basierend auf den aktuellen Punktzahlen).

Wenn Du diese Informationen spannend findest, trage Dich sofort auf unsere Warteliste für den Mitgliederbereich ein, um den Start zum besten Preis nicht zu verpassen: 

Abschließend bleibt mir zu sagen: Wir sind gespannt, wie das Dividendenjahr 2020 laufen wird. Wir fühlen uns gut gerüstet und hoffen, Du hast auch noch einiges für Deine eigene Dividendenstrategie 2020 mitnehmen können. 

Verrate uns in den Kommentaren, wie Du Deine Dividendenaktien auswählst.

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Dividenden kassieren mit den besten Dividendenstrategien für 2020

9 Kommentare zu „Dividenden kassieren mit den besten Dividendenstrategien für 2020

  • 12. Februar 2020 um 11:51
    Permalink

    Moin Ihr beiden,

    es ist mir voellig unverstaendlich, wieso ihr diese Dividendenstrategie verfolgt?
    2018 wart ihr ca. 10% hinter einem ETF auf den MSCI WORLD (ETF ca. -5% in EUR incl. Div in 2018) zurueckgefallen und 2019 sogar 17% (ETF ca. 30% plus in 2019). Das macht ueber ein Viertel Differenz in nur zwei Jahren aus? Wie wollt ihr das jemals wieder aufholen?
    Wieso sprecht ihr das nicht im Artikel an?
    Was ist Euere eigentliche Agenda?
    Was sollen all die armen Anleger machen, die getaeuscht werden, jahrelang einer schlechteren Strategie folgen und im Alter dafuer weniger zum Leben haben?

    LG Joerg

    Antworten
    • 14. Februar 2020 um 09:32
      Permalink

      Den Fragen schließe ich mich an.
      Ziemlich viel Arbeit für eine schlechtere Rendite und schlechtere Risikostreuung als bei einfachem ETF-Investment.

      Knut

      Antworten
    • 14. Februar 2020 um 11:53
      Permalink

      Danke Joerg, dass ich das nicht mehr schreiben muss 🙂

      Vor allem „2018 war so schlecht, 2019 viel viel viel besser“ sieht in der Relation zum Gesamtmarkt ganz anders aus.

      MfG, Arno

      Antworten
    • 14. Februar 2020 um 21:19
      Permalink

      Hallo Jörg,

      du hast vollkommen Recht, dass die Strategie aus 2018 nicht gut funktioniert hat. Im Artikel letztes Jahr habe ich die Gründe dafür sehr ausführlich evaluiert. Vielleicht schaust Du da noch einmal rein – da wird nämlich auch direkt klar, dass ich das Vorgehen im letzten Jahr bereits angepasst habe. Für 2020 ist die Strategie von uns gemeinsam weiter verfeinert worden und vor allem haben wir aus den Fehlern der Vorjahre gelernt – schade, dass das anscheinend nicht klar rausgekommen ist. Tatsächlich haben wir in unserem gemeinsamen Depot (in dem wir bereits in den vergangenen Jahren basierend auf den Levermannpunkten und unseren qualitativen Analysen (beides Komponenten, die jetzt in 2020 verstärkt hinzukommen wie im Artikel beschrieben) gemeinsam investiert haben) in 2019 eine Rendite von 35% erzielt. Wir werden dies im Artikel noch ergänzen.
      Wir folgen also keineswegs jahrelang einer schlechten Strategie und möchten dies auch niemandem anraten – unser Ziel mit diesen Artikeln ist transparent darzustellen, wie sich unser Vorgehen immer weiter verfeinert, wir dazulernen und sicherlich auch die Performance der ausgewählten Dividendenaktien mit den Jahren immer besser wird. So machen hoffentlich „die armen Anleger“ nicht dieselben Fehler. Ganz wichtig ist auch, dass wir niemandem ans Herz legen, so wie wir zu investieren – falls wir dies nicht deutlich genug ausgedrückt haben, tun wir das hiermit!
      Jeder Kleinanleger muss selbst seine Vorgehensweise erarbeiten, wir versuchen die Schritte für unsere Leser transparent darzustellen und ihnen damit den Weg zur eigenen Strategie zu erleichtern. Wer daran kein Interesse hat, darf selbstverständlich einfach in ETFs investieren – das tun wir selbst für die Altersvorsorge übrigens auch seit Jahren.
      Ich hoffe, diese Klarstellung macht unsere „Agenda“ für Dich transparent 😉
      Viele Grüße
      Marielle (&Mike)

      Antworten
  • 12. Februar 2020 um 15:27
    Permalink

    Hallo ihr beiden,

    ich fahre zweigleisig.
    Einerseits strikt passives Weltportfolio mit 85% Aktienquote für die Rente, welches mit einem festen Teil meines Monatsnettos bespart wird.
    Mein übriges Spar-/Investitionsgeld lege ich nach dem Ansatz von Luis Pazos in Hochdividendenwerte an und streue dort über verschiedene Vehikel (MLPs, BDCs, REITs, Dividendenaktien allgemein, YieldCos, Anleihen (Investment Grade), Preferred Shares). Dabei investiere ich (soweit möglich)ausschließlich in Sammelanlagen (ETF, CEF) um möglichst breit zu streuen und das investment auch dort passiv zu halten (ich bilde quasi meinen eigenen „Yield Dachfonds“ mit fester Gewichtung der Vehikel). Darüber hinaus zähle ich P2P Kredite noch in dieses Einkommensportfolio mit rein.

    Ich tracke die Performance von beiden Portfolios und habe mir das Ziel gesetzt alle 5 Jahre zu schauen, wie groß die Performanceunterschiede sind und kritisch zu hinterfragen, welchen Vorteil ich mir durch das Einkommensportfolio erhoffe. Je nach Ergebnis wird dann über die Weiterführung des Einkommensportfolios entschieden.

    Antworten
  • 15. Februar 2020 um 19:03
    Permalink

    Moin,
    Meine Mutter ist ETF Sparer (wegen mir).
    Sie geht in 8 Jahren in Rente und ich überlege dann auf eure Strategie umzustellen.

    Wie viel Dividende kann ich pro Jahr mit Aktien im Wert von 100k in den letzten Jahren rechnen? Könnt ihr das evtl auch darstellen, damit man ich mir das als Themenfremder vorstellen kann?

    Wenn ihr von 25 % sprecht – sind 25 Dividende oder 25 % inkl. des Kursgewinns?

    Denke das könnte einfach die Rente auf dem Konto etwas aufbessern . Verstehe aber grad nicht was letztlich ca. auf dem Konto gelandet ist .

    Gruss aus Ostwestfalen
    Peterson

    Antworten
    • 19. Februar 2020 um 12:38
      Permalink

      Hallo Peterson,

      ein ETF auf den MSCI World schüttet ca. 2% aus. Das ist der Marktdurchschnitt. Ein ETF auf Dividendenaktien liegt ca doppelt so hoch, also um 4% rum. Dann gibt es einzelne (extrem riskant aufgestellte) Einzeltitel, bei denen die Dividendenrendite auf bis zu 20% hoch geht.
      Das sind aber alles nur richtwerte über längere Zeiträume. Wenn die Wirtschaft anfängt schlechter zu laufen (und danach sieht es derzeit aus) sind die Dividenden so ziemlich das erste, was dran glauben muss.

      Soviel vorweg. Deine Mutter hat in ETF angespart, sind das auschüttende oder thesaurierende? Wenn es ausschüttende sind, dann bekommt sie ja bereits regelmäßig geld aufs Konto.
      Joerg wird dir das sicherlich haarklein vorrechnen können, wenn er hier nochmal vorbei guckt, aber aus dem Bauch heraus halte ich es für keine gute Idee jetzt, bzw. in ein paar Jahren alle ETF zu verkaufen und auf die Gewinne steuern zu zahlen, nur um davon dann Dividendenaktien zu kaufen, damit diese automatisch Geld aufs Konto spühlen.
      Bei vielen Brokern sind Auszahlpläne in der Planung, mit denen du/deine Mutter automatisiert jeden Monat (oder wie oft auch immer) Anteile verkaufen kannst. Damit kommt genau so „passiv“ Geld aufs Konto wie durch Dividenden. Nur regelmäßiger und immer in der Höhe in der deine Mutter es benötigt.

      „Wenn ihr von 25 % sprecht – sind 25 Dividende oder 25 % inkl. des Kursgewinns?“
      Was du mit den 25% meinst (wo im Text) weiß ich nicht genau. Im Artikel werden 2,5% Dividendenrendite genannt. Das ist der Betrag (bezogen auf den Aktuellen Kurswert) der in den letzten 12 Monaten pro Aktie ausgeschüttet wurde.

      Antworten
  • 17. Februar 2020 um 18:59
    Permalink

    Wenn man die vorgestellte Strategie mal zusammenfasst, macht Ihr folgendes:
    Ihr mixt mit der Dividendenandel- und der Levermann-Stratgie zwei rein quantiative Stategien. Hinzu kommt die Strategie von Alex Fischer, die wahrscheinlich auch eine quantitive Strategie ist (hier weiß ich allerdings nicht genau, nach welchen Kritieren dort die Phasen und Signale bestimmt werden). Darauf wendet Ihr ein weiteres quantitives Kriterium an (Höhe der Dividendenrendite). Hinzu kommt die diskretionäre Entscheidung, bei der Ihr losgelöst von diesen Kriterien die Branchen- und Regionenverteilung selbst vornehmt. Zu guter Letzt wählt Ihr dann auf Basis eines rein diskretionären und qualitativen Elements aus (Eure eigene Bewertung auf Basis der Durchsicht von Geschäftsberichten).

    Mal abgesehen von dem damit verbundenen Aufwand (und konsequenterweise müsste Ihr ja bspw. auch Aktien verkaufen, sobald die Alex-Fischer-Stratgie das sagt oder sie von der Dividendenadel-Liste fliegen). Was soll bei diesem Mischmasch von ganz unterschliedlichen Strategien und Bewertungskriterien denn genau rauskommen? Auf welcher Basis ist das eine Stratgie, die verspricht, den Markt zu schlagen?

    Antworten

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