Leserfrage #2: Babyplanung, Ausgleichszahlungen und die weit entfernte Rente

Regelmäßig erreichen uns Eure Fragen rund um die Themen Geld und Liebe. Bisher versuchten wir diese ​bestmöglich per E-Mail zu beantworten und Euch so zu helfen Eure Finanzen in der Beziehung gut zu regeln.

Von Zeit zu Zeit unterstützen wir auch über einen längeren Zeitraum oder bei einer ganz konkreten Fragestellung mit unserem Geld und Liebe Coaching

​Seit Kurzem gibt es ein drittes Format: Die Leserfrage und unsere Antwort direkt hier auf dem Blog. Vor einigen Wochen beantworteten wir Christinas Frage. Heute ist Zoe dran!

So möchten wir mittelfristig eine Sammlung von Fragen und Antworten erstellen, die hoffentlich noch vielen anderen Paaren weiterhelfen. 

​Für Euch geht es darum, aus den Lösungen für andere die Dinge herauszuziehen, die Euch bei Euren Herausforderungen unterstützen könnten. 

​Hast Du darüber hinaus noch Ideen, was ​Zoe und ihr Freund tun könnten? Dann poste sie in die Kommentare​.

​Mein Freund und ich möchten gerne mit der Babyplanung starten. Da ich einen gut bezahlten Job habe, stelle ich mir die Frage, dass mir mein Freund quasi eine Ausgleichszahlung zahlt, wenn ich für die 2 Jahre Kinderzeit zu Hause bleibe. 

​Wenn ich das in meinem konservativem Umfeld sage, schauen mich alle nur entsetzt an. Aber warum sollte ich auf eine höhere Pension verzichten (die Jahre fehlen mir ja!) und für meinen Freund bleibt alles wie es ist? 

​Welche Erfahrungen habt Ihr damit? Was ist Eure Meinung dazu? 

​​Zuerst einmal möchten wir Euch zu Eurem Entschluss gratulieren: Ein gemeinsames Baby ist eine wunderbare Entscheidung! Sie zieht viele Fragen nach sich – logisch. Schlussendlich gibt es jedoch kein größeres Glück als das Lächeln des eigenen Babys – auch wenn es kitschig klingt. Es ist einfach so 😉

Doch jetzt auf ans Eingemachte und zu Zoe’s Frage rund um Ausgleichszahlungen für Erziehungszeiten. Aus unserer Sicht gibt es mehrere Punkte für Euch zu diskutieren: 

Alle Bereiche hängen miteinander zusammen bzw. bauen aufeinander auf. Daher gehen wir sie nacheinander durch: 

​1. Die​ Kinderbetreuung

Aus Deiner Frage lesen wir heraus, dass es bereits klar zu sein scheint, dass Du die Betreuung Eures Babys für die ersten zwei Jahre übernimmst. Oder ist dies lediglich Deine Annahme und so ganz ausdiskutiert ist das noch gar nicht?

Die Frage, wer sich denn tatsächlich um das Kind kümmert, ist für die Frage nach einem Ausgleich elementar.

In Zeiten von Milchpumpen, ​Vätern in Elternzeit und ​sehr gut verdienenden Frauen verliert der Automatismus, dass die Frau zuhause bleibt, immer mehr an Bedeutung.

Denn: Auch Väter können wunderbar für ihr Baby sorgen. Und auch Mütter können weiterhin erfolgreich Karriere machen. Als Team könnt Ihr beide ​sogar beides haben. 

​Der Weg zu Eurer Lösung

Die wichtigen Fragen, die es für Euch zu beantworten gilt, sind:

  • Wer von uns ist bereit im Job zurückzustecken – zumindest für einen gewissen Zeitraum?
  • Passt es bei einem von uns gerade besser als beim anderen in den Plan?
  • Wie viel ganz intensive Babyzeit möchte jeder von uns haben?
  • Gibt es Zeiten, die wir unbedingt gemeinsam als Familie haben möchten?

​Geteilte Elternzeit bringt Entspannung für beide Elternteile – denn jeder gewinnt Sicherheit mit dem Nachwuchs, beide bauen eine enge Bindung von Anfang an mit dem Baby auf und ​die Partner wissen, wie anstrengend die vermeintlich entspannte Zeit zuhause mit einem Neugeborenen wirklich ist. 

Habt Ihr das klassische Rollenmodell – Frau bleibt zuhause, Mann verdient weiter das Geld – für Euch hinterfragt?

Passt es für Euch beide, dass Du volle zwei Jahre zuhause bleibst? Kann er in der Zeit genug Geld für Euch drei verdienen?

Oder wäre eine außergewöhnlichere Rollenverteilen für Euch eine passende Lösung?

Ein weiterer Punkt, der im Rahmen der Kinderbetreuung zu ​beachten ist: Sprecht ​auch über die weiteren Jahre! ​

Ein Kind, das eine KITA besucht ist dennoch viele Stunden am Tag zu beaufsichtigen, selbst ein Schulkind braucht noch Betreuung durch die Eltern am Nachmittag und Abend. 

​Ihr seid Euch einig: Du bleibst die ersten 2 Jahre zuhause, kümmerst Dich um Euer Baby und Dein Freund zahlt Dir einen Ausgleich für Deine Rente. 

Jetzt ändert sich das Szenario: Dein Freund reduziert die nächsten 4 Jahre bis zum Schuleintritt auf 50 %, um die Nachmittage mit Eurem Nachwuchs zu verbringen. Er verdient zwar ​weiterhin Geld​ und zahlt damit weiter in die Rente ein – weniger ist es allemal und zusätzliches Sparen ist für ihn in diesen Jahren auch nicht möglich. Zahlst Du ihm jetzt einen entsprechenden Ausgleich?

​Hinterfragt vorhandene Rollenbilder ​für eine passende Kinderbetreuungsverteilung für Eu​re Familie. Bedenkt dabei mehr als die ersten Lebensjahre Eures Kindes. Was fühlt sich für Euch gut an? Wie viel Zeit möchtet Ihr für die unterschiedlichen Lebensbereiche haben? ​Ist auch noch Zeit für Eure Liebe?

2. ​Eure Finanz-Zukunftsplanung

​Wenn Ihr ​Euch nun einig seid, wie Ihr die nächsten Jahre als Familie gestalten wollt, wird sich unweigerlich ein weiteres Thema aufdrängen: Wie macht Ihr das denn mit den gemeinsamen Finanzen? 

​Habt Ihr bisher getrennte Konten und jeder sein eigenes Geld? Teilt Ihr gemeinsame Ausgaben 50:50 oder vielleicht analog Eures Gehaltes in einem anderen Verhältnis auf? Und wie wollt ihr dies in Zukunft handhaben? 

​Der Weg zu Eurer Lösung

Wir empfehlen auch hier beim Ist-Zustand anzufangen: 

​Nehmt Euch Zeit für ein Geldgespräch und legt alle Karten auf den Tisch. Wer verdient derzeit wie viel Geld? Wie viel bleibt am Monatsende übrig? Habt Ihr Ersparnisse? Und wie ​sorgt Ihr bisher für Eure Renten vor? 

In einem nächsten Schritt geht es dann in die Zukunft: Wie wird sich Eure Finanzsituation durch das Baby ändern? 

Denn es ist nicht nur Dein Gehalt und Deine Renteneinzahlungen, die sich verändern (vorausgesetzt nur Du nimmst Elternzeit). Auch Eure gemeinsamen Ausgaben werden sich verändern: 

  • Die Grundausstattung für’s Baby kostet ein paar Euro. Wie teilt Ihr diese auf? 
  • Alle paar Monate benötigt der Nachwuchs neue Kleidung und irgendwann teure Kinderschuhe. Wer bezahlt diese?
  • Irgendwann wird das kleine Wesen groß und damit werden gemeinsame Urlaube, Ausflüge und Lebensmittelkosten teurer. Wer übernimmt diese Zusatzkosten?

​Den steigenden Ausgaben, stehen die geringeren Einnahmen durch reduzierte Arbeitszeiten entgegen. Ganz egal, wer von Euch beruflich zurücksteckt!

Ein zweiter Aspekt, der ab der Geburt Thema wird, ist die gegenseitige Absicherung. ​Risiko-Lebensversicherungen, Bausparverträge oder eine Hochzeit werden zum Thema – denn finanzielle Absicherung der geliebten Menschen spielt plötzlich eine ganz andere Rolle. 

Wie entscheidet Ihr, wo Eure finanzielle Reise hingehen soll? Wie eng möchtet Ihr miteinander in Finanzfragen zusammenarbeiten? Wie viel Eigenständigkeit behalten? 

Die Antworten auf diese Fragen werden Euch auch näher zur Antwort bringen, ob eine Ausgleichszahlung von einem zum anderen Partner für die Erziehungszeiten fließen sollte. ​

Macht Eure finanzielle Zukunft zum gemeinsamen Thema. Nutzt die Geldgespräche, um herauszufinden mit welchem Modell Ihr Euch beide wohl und fair behandelt fühlt.

3. Die passende Form des Ausgleichs

Deine ursprüngliche Frage zielte darauf ab, ob Dein Freund Dir einen Ausgleich zahlen sollte für die 2 Jahre, die Dir bei der Rente fehlen werden. Das „Ob“ werdet Ihr gemeinsam beantworten.

Viel spannender ist die Frage nach dem „Wie“ des Ausgleichs. Denn ist die Differenz des zukünftigen Rentenbetrags wirklich das, was Dein Freund Dir zahlen bzw. für Dich separat ansparen sollte? 

Der Weg zu Eurer Lösung

Um diese Frage zu beantworten, gilt es viele Faktoren zu berücksichtigen:

  • Wer verzichtet zugunsten der gemeinsamen Familie auf was?
  • Wer gewinnt durch den vermeintlichen Verzicht etwas viel wertvolleres?
  • Verzichtet einer auf sein Einkommen, der andere übernimmt dafür alle gemeinsamen Ausgaben?
  • Ist der Kinderwunsch bei beiden ähnlich stark ausgeprägt?
  • Wie sieht die Unterstützung für die Karriere des Partners aus?

Ein Ausgleich ist auf viele Arten möglich. Er kann in finanzieller Form erfolgen, in einem Vertrag festgehalten oder in Form von Arbeits- und Aufgabenteilung für das gemeinsame Projekt „Familie“ gestaltet werden.

Entscheidet Ihr Euch für eine finanzielle Ausgleichszahlung gilt es, gemeinsam durchzurechnen um welche Summe es sich handelt. Legt das Geld langfristig an, vielleicht entscheidet Ihr Euch einen ETF zu kaufen und stellt sicher, dass Ihr Euch einig seid, wie und wann der Ausgleich erfolgt.

​Die berufliche Auszeit für die Familie kann durch Unterstützung, Geld, Zeit oder auf jede erdenkliche andere Art ausgeglichen werden – wichtig ist, dass Ihr Euch einig seid! 

​4. ​Der Umgang mit dem Umfeld

​Last but not least waren da noch die anderen Menschen, die Deine Vorstellungen bzgl. eines Ausgleiches durch Deinen Freund in Frage stellen oder abwerten. 

​Warum beschäftigt Dich die Meinung anderer Menschen überhaupt?

Ein Baby wird Euch zu einer Familie machen. Die engste Bindung, die es zwischen zwei Menschen überhaupt geben kann. Und eine so wertvolle Bindung, die Ihr nicht von Außenstehenden in Frage stellen lassen solltet.

Die Meinung anderer, einfach stehen lassen und sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, funktioniert immer dann, wenn Ihr Euch Eurer Sache sicher seid.

Der Weg zu Eurer Lösung

​Wenn Ihr gemeinsam die ersten drei Punkte für Euch abgeklärt habt. Euch wirklich einig seid. Euren gemeinsamen Weg für Euch definiert habt. Spätestens dann wird es Dir und Euch nicht mehr schwer fallen, die Meinung anderer in Bezug auf Eure ganz privaten Entscheidungen, nicht mehr an Euch heranzulassen.

​Klar, Du kannst Deine engsten Freunde oder Deine Familie um Rat fragen. Erfahrungen anderer sammeln. Ihr könnt Euch mit Eurem Umfeld austauschen und von ihnen lernen.

Schlussendlich trefft Ihr jedoch Eure eigenen Entscheidungen. Trefft sie und steht zu ihnen – denn ihr habt gute Gründe dafür und sie machen Euch und Eure Familie zu dem, was Ihr seid! 

​Liebe ​Zoe, 

wir wünschen ​Euch beiden alles Liebe und Gute für Euren Start als Familie. Wir drücken die Daumen, dass Euer Kinderwunsch bald in Erfüllung geht und Ihr ein gesundes und fröhliches Baby bekommt. Denn das steht über allem! Egal, wer die Kinderbetreuung übernimmt, wer wen in welcher Form ausgleicht und was Euer Umfeld dazu sagt – geht Euren Weg und genießt das Familienleben!

​Beste Grüße​Marielle & Mike​

Hast Du auch noch einen Tipp für ​Zoe? Dann tippe ihn in die Kommentare. 

Hast Du selbst eine Frage, zu der Du Dir unsere Antwort wünschst? Dann sende uns eine E-Mail – am Besten direkt mit der Freigabe, dass wir Deine Frage in einem Artikel aufnehmen dürfen.

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Von Zeit zu Zeit unterstützen wir auch über einen längeren Zeitraum oder bei einer ganz konkreten Fragestellung mit unserem Geld und Liebe Coaching

Jetzt gibt es ein drittes Format: Die Leserfrage und unsere Antwort direkt hier auf dem Blog. 

So möchten wir mittelfristig eine Sammlung von Fragen und Antworten erstellen, die hoffentlich noch vielen anderen Paaren weiterhelfen. 

Dabei geht es darum, aus den Lösungen für andere die Dinge herauszuziehen, die Euch bei Euren Herausforderungen unterstützen könnten. 

Als erste mutige Leserin hat sich Christina bei uns gemeldet und zugestimmt, dass wir ihre Frage öffentlich beantworten können. Hast Du darüber hinaus noch Ideen, was Christina tun könnte? Dann poste sie in die Kommentare​.

​Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren zusammen, seit 3 verheiratet. Bisher war er immer unser „Finanzminister“ und ich habe ihn machen lassen. Ich hatte nicht einmal Kontozugriff oder eine eigene TAN-Liste.

Seit Jahresbeginn habe ich über diverse Blogs viel Wissen angesammelt und meine Finanzen endlich in die Hand genommen. Jetzt habe ich ein eigenes Konto und er hat darauf keinen Zugriff.

Mein Gehalt läuft seit 2 Monaten auch dorthin. Ich habe ihm auch ein Gemeinschaftskonto vorgeschlagen, genauso wie einen Ehevertrag. Beides wollte er nicht, weil er es unromantisch findet und nicht versteht, warum ich plötzlich alles regeln möchte.

Wir haben jetzt alle Kosten 50:50 aufgeteilt, obwohl er mehr verdient, und nutzen eine Excelliste für die Übersicht. Ich trage dort nur gemeinsame Ausgaben ein (für unsere Kinder, Haushalt oder Geschenke für Freunde), keine persönlichen Werte wie mein Gehalt, Bücher oder ein Geschenk für meine Mutter.

Er hat auch noch eine Kreditkarte, mit denen er Reisekosten von der Arbeit zahlt und die immer erst 1-2 Monate später abgerechnet wird. Es ist ein totales Durcheinander! 

Er ärgert sich wahnsinnig, dass er keinen Überblick mehr über meine Finanzen hat und will meine gesamten Ein- und Ausgänge sehen. Er findet es so nicht fair und verlangt von mir, dass ich alles eintrage, wie er auch.

Aktuell sprechen wir gar nicht mehr über unsere Finanzen, weil wir uns seit Monaten nur darüber streiten, wie es jetzt weitergehen soll. Er sagt, er sei nicht verpflichtet einen Ehevertrag abzuschließen oder ein Gemeinschaftskonto zu haben, wenn er dies nicht möchte.

Ich will aus Prinzip nichts mehr vor ihm offenlegen. Seit wir zusammen waren hatte er immer alle meine Passwörter, da er mein Handy und PC gewartet hat. Ich habe das Gefühl, es macht ihn wahnsinnig jetzt nicht mehr die volle Kontrolle über mich zu haben. ​

Wie können wir diese verzwickte Situation auflösen und doch noch eine gute Lösung für uns beide finden?

​​Christina hat es zwischendrin selbst gesagt: „Es ist ein totales Durcheinander!“ Lasst uns daher zunächst ein wenig Ordnung in das Chaos bringen. Nach unserem Verständnis sind das die drei Kernthemen:

  1. ​Die verhärteten Fronten
  2. ​Die Geld-Kommunikation 
  3. ​Die ​​Finanz-Organisation

Alle drei Bereiche hängen miteinander zusammen. Um klarer zu denken, gehen wir sie der Reihe nach durch:

​1. Die verhärteten Fronten

In den vergangenen Monaten (und wahrscheinlich Jahren) ist bei Euch einiges geschehen. An manchen Stellen merken wir beim Lesen Dein Unverständnis und Deine Frustration gegenüber dem Thema und der Situation. 

Wie sahen denn in den ersten 8 Jahren Eure Gespräche über Geld aus? 

​Ohne Gespräche – also ohne Austausch – ist es schwierig die Erwartungen und Ansichten des Partners kennenzulernen. Bisher scheint es, als hättet Ihr ein stilles Abkommen getroffen gehabt? 

​Dieses hast Du durch die Veränderung nun aufgehoben und dafür neue Regeln festgelegt. 

​Wie fühlst Du Dich selbst mit der Situation?

Du erkennst gerade die Wichtigkeit selbstbestimmter Finanzen und möchtest Dich darum kümmern und Dich ausprobieren. 

Dein Mann war es gewohnt, 8 Jahre lang Eure Finanzen zu organisieren. Er war, wie Du geschrieben hast „der Finanzminister“. Das ist er nun nicht mehr.​

Hast Du ihn schon einmal gefragt, wie es sich für ihn anfühlt, sich plötzlich nicht mehr um alles kümmern zu dürfen? Wieso hat er die Verantwortung für Eure Finanzen übernommen? Wieso ist es ihm so wichtig, dass er jetzt so reagiert?​

​Bevor es an Eure Kontenstruktur geht oder Ihr darüber sprecht, wie Ihr Eure Finanzen auch gemeinsam organisieren könntet, empfehlen wir ​Dir:

Rede mit Deinem Mann über die momentane Situation. Wie fühlst Du Dich? Wie fühlt er sich? Wie kommt Ihr beide zu mehr Verständnis füreinander?

2. Die Geld-Kommunikation

​Wenn Du Deinen Mann nun besser verstehen kannst und er Dich besser verstehen kann, geht es auf zum nächsten Schritt: die Geldgespräche. 

​Hierbei handelt es sich um regelmäßige Gespräche über Eure Finanzen. Jetzt zu Beginn empfehlen wir die Abstände kürzer zu wählen – vielleicht alle ​5 Tage? 

​Das gibt jedem von Euch genug Zeit, über das gesprochene nachzudenken. Gleichzeitig ist es kurz genug, damit Ihr zeitnah eine Lösung finden könnt.

Worum geht es bei den Geldgesprächen? ​Allgemein gesagt, um alles was Eure Finanzen und was damit zusammenhängt betrifft. Für Euch könnten folgende Fragen interessant sein:

  • Was ist Dir und Deinem Mann wichtig bei den eigenen Finanzen?
  • ​Und was bei den gemeinsamen Finanzen?
  • Wie würde die Finanzorganisation aus Deiner und aus Sicht Deines Mannes in Eurer Beziehung ​im Idealfall ablaufen?
  • ​Wo überschneiden sich Eure Vorstellungen und könnt direkt eine Einigung erzielen? 
  • W​ie könnt Ihr Euch bei den anderen Punkten annähren? Was seid Ihr bereit als Paar füreinander zu geben?

​Das kann ganz schön anstrengend sein! Daher empfehlen wir:

Vereinbart pro Frage ein Geldgespräch an einem neutralen Ort mit viel Zeit. Wenn Ihr die Frage für Euch beide zufriedenstellend beantwortet habt, seid Ihr fertig. Egal, wie lange es gedauert hat.

​3. Die ​Finanz-Organisation

​Braucht Ihr diesen Punkt noch? Vielleicht als Inspiration. 

Wie Ihr Eure Finanzen organisiert, hängt davon ab, was in Euren Geldgesprächen rauskam. Wir kennen mittlerweile unzählige Varianten.

Von einem Konto bis 18 Konten. Geteilter Zugriff, gemeinsamer Zugriff, nur einer Zugriff.

Es hat dann funktioniert, wenn sich das Paar einig war und sich beide ganz bewusst für diese Variante entschieden haben.

Wirklich schwierig wird es, wenn einer nicht (mehr) einverstanden ist oder das Vertrauen des anderen missbraucht. 

​Sucht Ihr Inspiration für Euer Kontensystem? Wir haben einen Artikel über unser Haushaltskonto verfasst, in den Ihr gerne Mal zusammen reinschauen könnt.

​Liebe Christina,

wir wünschen Dir gutes Gelingen bei Deinen und Euren gemeinsamen Finanzen. Vor allem wünschen wir Dir viel Geduld und Durchhaltevermögen, dann Geld ist ein sensibles Thema und braucht Zeit bis es in der Beziehung angekommen ist. 

​Beste Grüße​Marielle & Mike​

Hast Du auch noch einen Tipp für Christina? Dann tippe ihn in die Kommentare. 

Hast Du selbst eine Frage, zu der Du Dir unsere Antwort wünschst? Dann sende uns eine E-Mail – am Besten direkt mit der Freigabe, dass wir Deine Frage in einem Artikel aufnehmen dürfen.

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