Gedanken zum Weltfrauentag

Früher sind Tage wie der Equal Care Day, der Internal Womens Day oder auch der Equal Pay Day komplett an mir vorbeigegangen. Ich empfand diese Tage als „unnötiges Gejammere“ und war der Auffassung, dass uns solche Tage der Gleichberechtigung auch nicht näher bringen.

Ja tatsächlich, erlebte ich das Problem gar nicht. Denn ich bekam meinen Traumstudienplatz, bekam in all meinen Jobs jederzeit gutes Feedback und meinen Leistungen entsprechende Anerkennung (auch monetär). 

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl einen Nachteil zu haben, weil ich eine Frau bin.

Für mich war klar: Karriere kann ich machen und eine gläserne Decke reden wir Frauen uns  selbst ein. 

Und dann kam der entscheidende Wendepunkt: Wir bekamen unseren Babyinvestor. 

Kaum Mama ging es los mit den gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenanforderungen: 

  • „Wie kannst Du nach 5 Monaten bereits wieder arbeiten gehen?“ – Wohlgemerkt 15 Stunden / Woche verteilt auf 2 Tage.
  • „Machst Du Dir keine Sorgen, wie es zuhause klappt?“ – Obwohl Mike von Anfang an viel zuhause war, schien die Welt extrem überrascht, wie es Vater und Sohn alleine (sehr gut) schaffen könnten, 6 Stunden miteinander zu verbringen. 
  • „Das ist aber toll, dass Dein Mann Dir das ermöglicht“ – Ohne dass jemals jemand lobte, was ich ihm mit seiner neuen Stelle im ersten Babyjahr ermöglichte. 
  • „Du bist 3 Tage auf Geschäftsreise in London? Wo ist denn Dein Kind?“ – Zuhause mit Papa. 
  • „Sehr gut, dass Dein Mann so engagiert ist und Euren Sohn morgens zur Tagesmutter bringt, damit Du frühzeitig hier sein kannst“ – Auch toll, dass ich jeden Tag pünktlich gehe, um ihn rechtzeitig abzuholen, sodass mein Mann flexibel ist beim Arbeitstag beenden.

Diese Liste liese sich problemlos verdoppeln oder verdreifachen. So viele Stereotype traten mir entgegen.

Doch warum eigentlich? Und wie liese sich die Wahrnehmung von Müttern, die arbeiten und Vätern, die sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern, verbessern? 

Was müsste sich ändern, damit die gleichberechtigte Karriere auch mit Kindern Realität wird?

​Was Unternehmen für mehr Gleichberechtigung für ihre Arbeitnehmer/Innen tun können

Arbeitgeber können sich nicht länger erlauben Frauen und Männer unterschiedlich zu behandeln. Der Fachkräftemangel ist inzwischen in fast allen Branchen angekommen.

Gleichberechtigung als Arbeitgeber fördern

Eine ganze Hälfte potentiell Mitarbeitenden schlechter zu stellen, ging vielleicht in der Vergangenheit, doch in der Zukunft muss Gleichberechtigung auf jeder Unternehmensagenda stehen. 

Genauso wie Bildung – denn sie ist die Grundlage dafür, dass Mitarbeitende informierte Entscheidungen treffen können. Und die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber ernst zu nehmen, wird zunehmend von jungen Mitarbeiter/Innen wertgeschätzt und als echter Mehrwert erkannt. 

 Deshalb raten wir Unternehmen:

1) Finanzielle Transparenz und Equal Pay als Selbstverständlichkeit

Seit Anfang 2019 gibt es das Entgeldtransparenzgesetz. Wie oft Angestellte von ihrem Recht Gebrauch machen, wissen wir nicht. 

Das Problem: Wer möchte schon eine solche Anfrage stellen?

Kommt heraus, dass die (männlichen) Kollegen viel mehr verdienen, gilt es die Begründung herauszufinden und eine Anpassung einzufordern. Unschöne Gespräche und ein eventuell nachhaltig geschädigtes Klima sind die Folge.

Anmerkung Mike: Aber eigentlich ist das auch egal, denn das Klima ist schon beschädigt, wenn aufgrund des Geschlechts die Höhe des Gehalts unterschiedlich ausfällt. Es ist eine Illusion, dass durch die Anfrage, das Klima zerstört wird. Gleichermaßen ist es schwachsinnig einen solchen Arbeitgeber als Sicherheit zu empfinden und in seinem Vorgehen zu unterstützen!

Kommt heraus, dass kein unbegründeter Unterschied besteht, bleibt ein unangenehmes Gefühl und die Angst, wie der Arbeitgeber (und die Kollegen) in Zukunft mit dem/der Antragssteller/in umgehen wird.

Faire Bezahlung von Frauen und Männern

Erspart Euren Mitarbeiterinnen und Euch diese Situation und bezahlt alle – Frauen und Männer – fair und leistungsorientiert. 

Die Zeit von Ausbeutung und der Suche nach demjenigen, der den Job für den günstigsten Preis macht sind vorbei – sie bringen Eure Unternehmen langfristig nicht weiter.

Denn Unzufriedenheit mit dem Gehalt hemmt die Produktivität, sorgt für Neid und ein gereiztes Klima. 

2) Bildungsangebote zu Finanzthemen und Elternzeitmodellen

Finanzielle Bildung findet in unseren Schulen und Universitäten trotz vielfachen Einforderungen durch Schüler​, Eltern und sogar Lehrern​ nicht statt. 

Das Elternzeitgesetz in Deutschland ist verglichen mit vielen anderen Ländern der Welt wirklich gut. Besser geht es natürlich immer, doch bietet es tatsächlich viele Möglichkeiten zur gleichberechtigten Auszeit. Das Problem: Viel zu wenige wissen davon und die Umsetzung ist – typisch deutsch – sehr kompliziert. 

Die Lösung für diese Bildungsprobleme? 

Übernehmt als Arbeitgeber Verantwortung für Eure Mitarbeiter und bietet ihnen einen ganz besonderen Mehrwert an: Finanzielle Bildung und umfassende Information über Elternzeitmodelle. 

Bildungsangebote als Arbeitgeber schaffen

Für beide Themen erreichen uns regelmäßig Interviewanfragen, wir sitzen in Diskussionsrunden und bieten Workshops bei Unternehmen, Gewerkschaften oder Verbänden an. Überall sind die Teilnehmenden extrem dankbar und überrascht. 

Denn Klarheit über die eigenen Finanzen, den finanziellen Spielraum als Paar und Möglichkeiten, wie sich Zeiträume ohne Erwerbseinkommen sinnvoll und partnerschaftlich organisieren lassen, nehmen ihren Mitarbeitenden viele Sorgen. 

Arbeitnehmer/innen, die weniger finanzielle Sorgen rund um ihre Familienzeiten verspüren können produktiver sein. Zeitgleich wertschätzen sie denjenigen, der diese Bildung ermöglicht zunehmend.

3) Mit attraktiven Arbeitszeitmodellen und engem Kontakt bei Abwesenheiten die Gleichberechtigung fördern

40 Stunden im Büro arbeiten und dabei Bestleistungen bringen, zeitgleich den nächsten Kindergeburtstag planen, jeden Abend gesund für die Familie kochen und am Besten noch Sport einplanen, um die Gesundheit bei allem Stress langfristig zu erhalten. 

Dieses Pensum ist – egal für welches Geschlecht – auf Dauer nicht durchzuhalten.  

Deshalb haltet nicht starr an der 40-Stunden Arbeitswoche vor Ort und anderen unflexiblen Modellen fest.

Für moderne Familien sind neue Arbeitszeitmodelle nötig. 

Flexible Arbeitszeiten stellen sicher, dass Arbeiten nicht unter Druck, sondern zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. Wenn die Kinder schlafen, wenn die Bahnfahrt ins Büro lange genug ist oder wenn am Samstagmorgen keine störende Anrufe dazwischenfunken. 

Gleichberechtigtes Arbeiten

Arbeitszeitreduktion kann die Produktivität fördern. 30 Stunden mit voller Power sind so viel mehr Wert als 40 Stunden unter Druck, der abhält von wahrer Effizienz. 

Flexible Arbeitsorte reduzieren Stress – besonders für Eltern, für die besonders lange Fahrtwege zwischen Betreuungseinrichtungen und Arbeitsplatz haben. 

Individuelle Konzepte sind der Schlüssel zu einem idealen Arbeitszeitmodell. 

Doch das Arbeitszeitmodell ist nicht der einzige Aspekt, den Arbeitgeber für mehr Gleichberechtigung aktiv beeinflussen können. 

Nehmen (besonders Eltern oder andere Pflegende) Auszeiten vom Angestelltenverhältnis ist es elementar Kontakt zu diesen zu halten.

In dieser Zeit liegt der Fokus dieser Mitarbeitenden nicht auf dem Job – umso wichtiger, ihm / ihr das Gefühl zu geben, dass er / sie nicht vergessen ist und das Team sich auf die Rückkehr freut. 

Dies kann durch Einladungen zu Teamevents, regelmäßige E-Mails oder einfach eine Geburtstags- und Weihnachtskarte ausgedrückt werden. 

Aktives Kontakthalten durch den Arbeitgeber motiviert Mitarbeitende zeitnah zurückzukehren und Lösungen zu finden, um dies bei einem geeigneten Arbeitszeitmodell nicht zusätzlich hinauszuzögern. 

​Was Männer für mehr Gleichberechtigung tun können

Eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen ist meist so lange einfach, wie die Verpflichtungen klar zuzuordnen sind. Jeder ist für seine Karriere, seinen Teil des Haushaltes und sein Geld verantwortlich. 

Wenn Kinder ins Spiel kommen, wird es jedoch schwierig. 

Unser gelerntes Rollenverständnis besagt, dass der Mann der Ernährer ist und er die Karriere macht. Auch wenn gemeinsame Kinder da sind. 

Vermehrt nehmen Männer Elternzeit, die meisten jedoch „nur“ zwei Monate. 

Immernoch stellen vorrangig Frauen ihre Karriere zurück, um für die gemeinsamen Kinder da zu sein. 

Männliche Emanzipation

Anmerkung Mike: Diese werden zu allem Überfluss auch noch Vätermonate genannt. Niemals vor dieser Regelung wurde die Elternzeitmonate mit Müttermonate umschrieben. Dieses Verständnis schadet Familien, Unternehmen und Kindern. 

Ganz konkret könnten Männer:

 

1) Zeit zuhause einfordern für mehr Gleichberechtigung

​Immer wieder hören wir: „Meine Frau will das so“, „Ich kann nicht länger im Job abwesend sein“ oder „Stillen muss ja immernoch die Frau, also kann ich gar nicht zuhause bleiben“. 

Dies sind Rollenerwartungen, die seit Generationen erlernt wurden. 

Wir sagen: Dieses Kind ist Euch beiden. Es benötigt Zeit mit Mama und Papa. Deshalb liebe Männer, fordert Eure Zeit zuhause ein!

Die Bindung mit Eurem Kind wird im Alltag ganz besonders gestärkt: Trösten, Essen machen und miteinander spielen, bringt Euch nah zueinander und ​lässt ​aus diesem Mann, der auch da wohnt, einen Papa werden.

Hausmann sein

Auch Eure Frau weiß zu Beginn nicht, wie der Alltag mit Baby am Besten funktioniert. Ihr könnt dies genauso lernen. Manche Dinge könntet Ihr vielleicht sogar besser?

Nicht, weil Ihr männlich seid, sondern weil Ihr in Eurem Leben andere Erfahrungen gesammelt und andere Stärken entwickelt habt.

Hinterfragt, wieso es in Ordnung ist, dass die Frau mehrere Jahre im Job ausfällt, der Mann sich dies jedoch nicht erlauben darf. 

Zeitgleich schafft es wahnsinnig viel Verständnis und ist förderlich für Eure Liebe, wenn beide Partner die Erfahrung gemacht haben, für die gemeinsame Familie zurückzustecken. Die schönen und auch die schweren Momente erleben beide Partner, wenn jeder Zeit zuhause hat. 

Durch frühzeitige Finanzplanung Eurer Elternzeit wird es auch bei Euch klappen, dass sowohl Mann als auch Frau Zeit zuhause haben kann. Wenn Ihr hierbei Unterstützung benötigt, vereinbart ein kostenloses Info-Gespräch mit uns – denn wir coachen Euch gerne zur gemeinsamen Familienzeit. 

2) Vaterzeit statt Reisezeit in der Elternzeit

Viele Väter nutzen seit einigen Jahren die zusätzlichen 2 Monate Elternzeit, die in Deutschland gegeben werden, um gemeinsam mit der ganzen Familie zu reisen. 

Eine wunderbare Gelegenheit!

Denn zwischen der Schulzeit und dem Rentenalter, haben die wenigsten Paare längere Zeit am Stück gemeinsam frei. Wenn doch, ist meist das Geld knapp und Reisen kaum möglich. 

Anders in der Elternzeit. Dank Elterngeld wird ein Teil des gewohnten Einkommens vom Staat ersetzt. Das Ziel: Dass auch Väter Elternzeiten übernehmen und Frauen früher zurück in den Job kommen. 

Wird nun diese Zeit parallel genommen und die Familie geht auf Reisen, ist dies für diese 3 (oder mehr) Menschen eine wunderbare Erfahrung und schweist sicherlich auch ungemein zusammen. 

Und dennoch bleibt die Frage, ob das Ziel der „Väterzeit“ damit nicht verfehlt wird? 

Elternzeit gleichberechtigt verteilen

Fehlt dem Vater so die Erfahrung des normalen Alltags mit Kind zuhause? Und fehlt der Frau die Chance unbefangen den Wiedereinstieg in den Beruf zu meistern mit dem Wissen, dass das Baby zuhause bei Papa gut versorgt ist? 

Jede Familie sucht den idealen Weg für sich. Wir selbst würden niemals die Chance für eine prägende gemeinsame Reise saußen lassen. Und dennoch plädieren wir dafür, dass Männer ihre Elternzeit nicht nur als Reisezeit, sondern vor allem als Vaterzeit sehen. ​Das setzt eben voraus mehr als nur die zwei Monate zu nehmen. Wie wäre es stattdessen mit fünf, sieben oder zehn Monaten?​​​

 

3) Aktive Unterstützung der weiblichen Karriere

Gemeinsame Vorbereitung auf wichtige Gespräche. Ideen-Brainstorming bei großen Herausforderungen. Den Rücken freihalten, wenn es mal stressig wird. Oder in den Arm nehmen, wenn mal etwas so richtig schief gelaufen ist. 

Unterstützung der Karriere des Lieblingsmenschen hat viele Gesichter! Und ist besonders wichtig, nach beruflichen Auszeiten. 

  • Vielleicht fühlt sich ​Deine Frau nach einigen Monaten zuhause nicht mehr fit für den Arbeitsmarkt – sage ihr, worin sie großartig ist. 
  • Vielleicht erfordert ihr berufliches Fortkommen eine vollzeitnahe Anwesenheit im Büro – nimm auch Du Dich beruflich zurück, um Betreuungsengpässe gegenseitig abzufedern. 
  • Vielleicht steht eine harte Verhandlung für ein faires Gehalt bevor – übt miteinander und ​lernt gemeinsam mehr für Euch zu fordern. 

Emanzipation der Karrierefrau

Nur drei Beispiele und es gäbe so viel mehr.

Sie alle sagen Dir eins: Unterstütze die Karriere Deiner Frau! Sie war vor den Kindern grandios in ihrem Job – sie wird es auch danach sein. 

Eine beruflich erfolgreiche Frau ist keine Belastung für Eure Familie, sondern kann diese enorm bereichern:

Mehr finanzieller Spielraum, eine zufriedenere Mama und ein Erfolgsgefühl für Euch beide. 

Anmerkung Mike: Ich finde es traurig, dass dieser Punkt explizit hervorgehoben werden muss. Es ist selbstverständlich, dass man als Paar und als Familie zusammen an einem Strang zieht, sich gegenseitig unterstützt und im Sinne des Teams handelt. Ansonsten kann man auch gleich Single bleiben. Gelegenheiten für Sex gibt es genügend, dafür braucht man keine Beziehung. 

​Was Frauen für mehr Gleichberechtigung tun können

Ja auch die Damen selbst haben etwas zu tun, um für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.

Denn Emanzipation ist keine Sache, die andere zu Frauen bringen sollen, sondern die Frauen aktiv einfordern und sich holen.

Doch wie geht das?

Emanzipation der Frau

1) Den Männern mehr zutrauen

Ein typischer Satz in Facebook-Mama-Gruppen oder in der Krabbelgruppe: „Das kann mein Mann nicht“. 

Worauf sich Frauen dabei beziehen, kann quasi jegliche Handhabung des neuen (gemeinsamen) Babys oder wahlweise auch des Haushalts sein. Von „Unser kleiner Mann schläft nur durch Stillen ein“ über „Windeln wechseln ekelt ihn“ bis hin zu „Er kann sich einfach nicht merken, in welche Fächer die Einkäufe gehören“ haben wir bereits alles gehört. 

Doch was wäre wenn? 

Liebe Frauen, probiert es doch einfach mal – traut Euren Männern mehr zu und vertraut ihnen!

Frauen geben Vertrauen

Macht Euch bewusst, was im schlimmsten Fall geschehen wird. Mit ausgelaufenen Windeln oder dreimaligen Supermarkt-Besuchen, weil doch immer noch etwas fehlt, werden Eure Männer lernen und besser werden. 

Ab einem gewissen Alter freut sich der Nachwuchs mal aus der Flasche von Papa anstelle von Mamas Brust zu trinken.

Das kleine Lebewesen interessiert es nicht, ob die Kleidungsstücke zusammenpassen. Und wie perfekt die Spülmaschine eingeräumt ist, ist auch egal. 

Männer wachsen genau wie wir Frauen mit ihren Aufgaben. Oder konntet Ihr alles von Anfang? 

Entspannung und Vertrauen sorgen dafür, dass faire Aufgabenteilung überhaupt erst möglich wird. Mit der Zeit erkennt Ihr, wer worin wahre Stärken hat. Traut Euren Männern etwas zu und die Gleichberechtigung wird um einiges realistischer.

2) Verhandlungen üben

Die Rückkehr in den Job nach einer längeren Auszeit, ist für kaum eine Frau einfach. In vielen Fällen ändert sich das Tätigkeitsfeld. Einige wechseln sogar komplett den Arbeitgeber. Und auch bei der Rückkehr in die gewohnte Rolle stehen Veränderungen an, wenn die Verfügbarkeit geringer wird und eine höhere Effizienz erfordert wird. 

In allen Fällen ist Dein Verhandlungsgeschick gefragt​. Ob Gehalt, das Arbeitszeitmodell oder das Wunscharbeitsfeld – verhandeln legt die Basis für Deinen Erfolg und Deine Zufriedenheit im Job. 

Um diese Verhandlungen mit den gewünschten Ergebnissen abzuschließen, gibt es einen entscheidenden Tipp: Üben, üben, üben!

Bitte Deinen Mann oder eine ​Freundin, die Gespräche mit Dir zu simulieren. Spielt verschiedene Szenarien durch. Du wirst merken, wie es immer einfacher wird.

Und in einem solchen Gespräch zu sitzen und die Sätze des Gegenübers gefühlt schon einmal gehört zu haben, ist eine enorme Hilfe. 

Gleichberechtigung ist Verhandlungssache

​Wir sind nicht als Verhandlungsweltmeisterinnen geboren und Männer sind nicht als Verhandlungsweltmeister geboren. Unterschiedlich ist lediglich das Mindset und die Selbstverständlichkeit. Selbst diese sind nicht angeboren, sondern erlernt. Es ist nie zu spät etwas zu lernen, etwas zu wollen und dafür einzustehen.

3) Besser mit anderen Frauen umgehen um mehr Gleichberechtigung zu erreichen

Gleichberechtigung hat viele Gesichter. Jede Familie hat ihre Geschichte, jeder Mensch unterschiedliche Stärken und jedes Paar sein ganz persönliches ideales Familienmodell. 

Es gibt Frauen, die möchten kein Angestelltenverhältnis mehr eingehen. Es gibt andere, die nach dem Mutterschutz umgehend zurück in den Beruf gehen. Manche Mütter lieben den Austausch mit anderen Müttern. Andere besuchen keinerlei Krabbelgruppen, Schwimmkurse oder Frühfördervereine, weil es ihnen einfach nicht zusagt. 

Emanzipation ist Frauensache

Jede dieser Frauen hat ihre Entscheidungen getroffen. 

Und was machen all die anderen Frauen, um sie herum? 

Sie haben Meinungen, urteilen und reden übereinander. 

Männer tun dies nicht. Männer akzeptieren die Entscheidungen anderer Männer. Sie machen ihr Ding ohne andere belehren zu wollen, wie es richtig geht. 

Anmerkung Mike: An diesen Satz packe ich ein großes Fragezeichen. Der Austausch, die Machtkämpfe und der Neid spielen eine große Rolle. Doch scheint der Umgang anders zu sein. 

Davon sollten wir Frauen uns etwas abschauen. 

Denn für mehr Gleichberechtigung ist der erste Schritt mehr Akzeptanz für persönliche Entscheidungen zu zeigen. Unterstützt einander in Euren Entscheidungen, inspiriert Euch gegenseitig und hört einander bei Unsicherheiten genau zu.

​Fazit: Für eine gleichberechtigtere Gesellschaft

Die vorgestellten Ideen für mehr Gleichberechtigung in der Familienphase eines Paares, können nur erste Denkanstöße sein. Denn Gleichberechtigung hat viele Gesichter. 

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bereits stark in die richtige Richtung entwickelt. Elternzeit für ​Mutter und Vater, mehr Frauen in Führungspositionen und der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sind Schritte in die richtige Richtung. 

Denn Gleichberechtigung bedeutet vor allem Entscheidungsfreiheit. 

Frei entscheiden, wer wie viel Familienzeit nimmt – ohne dass gesetzliche Bedingungen einen Partner benachteiligen oder Rollenverständnisse uns limitieren. 

Selbst entscheiden, wie ich mit anderen Familienmodellen umgehe, diese wahrnehme und über Paare urteile, die es ganz anders machen als wir selbst. 

Gemeinsam entscheiden, dass die Priorität auf Bildung und unseren Kindern liegt anstelle von persönlichen Befindlichkeiten und Machtspielen. 

Lasst uns abseits von Aktionstagen wie dem Internal Womens Day jeden Tag daran arbeiten unsere Gesellschaft gleichberechtigter zu machen – den Anfang macht das Umsetzen einer einzigen Idee aus diesem Artikel.

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Baby mit in den Urlaub nehmen

Wir lieben reisen. 

Gemeinsame Reisen haben unsere Beziehung in der Vergangenheit stark herausgefordert, bereichert und glücklicher gemacht.

Die Welt zu entdecken, ist unser gemeinsames Ziel. Reisen ist ein Grund, warum wir gemeinsam die finanzielle Freiheit erreichen möchten.

Logisch, dass unser Babyinvestor ein Reisebaby geworden ist.

Doch unsere Reisen haben sich auch verändert – wie unser ganzes Leben, ist auch Urlaub mit Baby anders als zuvor.

Heute möchten wir Euch berichten, wie die ersten Urlaube mit unserem Kind waren und warum wir der Meinung sind, dass das Reisen als Familie noch viel schöner ist als es zu Zweit war. Und klar, wird es auch um’s Geld gehen – schließlich sind wir ein Familien-Finanzblog.

Dieser Artikel ist Teil von Lena’s Blogparade „Reisen mit Baby – der erste Urlaub mit Kind“ 

Wie unser Baby zum Reisebaby wurde

Schwanger in die Flitterwochen und keiner weiß Bescheid – naja nicht ganz keiner: Die zukünftigen Eltern und die Ärztin wussten um unseren Babyinvestor und es gab grünes Licht für den langen Flug ans andere Ende der Welt.

Mit 5 Wochen in Australien und Neuseeland, unterwegs im Campervan und vielen neuen kulinarischen Eindrücken wuchs der Babyinvestor in den Schwangerschaftswochen 6-11 in Down Under heran.

So begann des Babyinvestors Reisetätigkeit also bereits im Dezember 2017 in Marielle’s Bauch. Unserem ersten Urlaub mit Baby. 

Ob er davon etwas mitbekommen hat? Wohl kaum!

Dennoch sind wir der festen Überzeugung, dass unsere Entspanntheit auf dieser Reise die Basis gelegt hat, im Juli 2018 einen so entspannten Babyinvestor auf unserer Welt zu begrüßen.

Die Reiseroute des Babyinvestors

Bereits 6 Wochen nach seiner Geburt ging es auf Reisen:

Nach München. Ein Wochenend-Trip zur Großtante und zum Besuch des Fincamp vom Finanzwesir. Diese erste kleine Reise mit Baby wagte Marielle mit den Großeltern und deren Auto ganz ohne Mike.

Weitere 6 Wochen später stand die erste Bahnfahrt an:

Nach Hamburg zum Finanzbarcamp der comdirect. Diese zweite Reise mit Baby und ICE war unser erster Mini-Urlaub zu Dritt.

Reiseroute eines Einjährigen

Und 6 Wochen später ging es schon wieder los:

Nach Marbella für 3 Wochen als Vorweihnachsturlaub. Diese dritte Reise mit Baby und Flugzeug trauten wir uns gemeinsam mit den Großeltern zu – 4 Mal Betreuungspersonal für ein Baby. Guter Betreuungsschlüssel oder?

Nach diesem aufregenden ersten halben Jahr auf der Welt stand zu Ostern der nächste Familienurlaub an:

Für ein verlängertes Wochenende nach Budapest. Die vierte Reise mit Baby, das zweite Mal fliegen und das erste fremde Geld. Zum Glück wieder mit Oma und Opa!

Keine 6 Wochen später waren wir wieder unterwegs:

Im Mai gingen die Reisen fünf und sechs mit Baby erneut nach München zum BRIGITTE Finanzsymposium und nach Kassel zur Finanzbloggerkonferenz. Mal Zug, mal Auto. Mal mit, mal ohne Oma und Opa. 

6 Wochen später kam der Sommer und mit ihm der nächste Familienurlaub:

In den bayerischen Wald nach Lalling. Diese siebte Reise war die erste mit den anderen Großeltern. 

Ende Juli 2018 wurde unser Babyinvestor 1 Jahr alt. In nur einem Jahr waren wir mit ihm mehr auf Reisen als in den Jahren zuvor zu Zweit.

Sieben Reisen in einem Jahr! Wahnsinn.

München. Hamburg. Marbella. Budapest. München. Kassel. Lalling.

Die unglaubliche Reiseroute unseres Reisebabys – dem Babyinvestor.

Voraussetzungen für das Reisen mit Baby

Vor der ersten Reise mit Baby haben wir uns natürlich viele Gedanken gemacht: 

  • Was müssen wir mitnehmen? 
  • Wie wird der Babyinvestor die Anreise verkraften?
  • Welche Fortbewegungsmittel sind geeignet für die Reise mit Baby?
  • Wie schläft das Baby im fremden Bett?
  • Wie sehr müssen wir unser gewohntes Sightseeing einschränken?
  • Wie wird das mit den Mahlzeiten unterwegs ablaufen?

Und dies sind nur die drängensten Fragen vor dem Verreisen mit Baby gewesen. 

Voraussetzungen für Reisen mit Baby

Doch unser Geheimtipp für den Urlaub mit Baby? 

Entspannt bleiben. Denn wie damals auf unserer Reise Down Under mit Baby im Bauch gilt – sind wir entspannt, ist auch unser Reisebaby entspannt. 

Und mit einem relaxten Baby reist es sich einfach besser als mit einem nervösen oder gar ängstlichem Kind. Die Nächte am Reiseziel sind angenehmer, die Zeit am Strand macht mehr Freude und auch die Fahrt läuft entspannter. 

Das sagt sich natürlich leicht. Doch wir möchten Euch zeigen, dass es wirklich easy sein kann, mit Kind zu reisen. Deshalb unsere Antworten auf die 6 drängensten Fragen vor der ersten Reise mit Baby oder Kleinkind: 

1. Was müssen wir mitnehmen? 

All das, was Ihr Zuhause auch benötigt! 

Kleidung, Windeln, Feuchttücher und ggf. 1-2 Lieblingsspielsachen. Für uns ein Must-Have: Unsere Babytrage* oder auf den ersten Reisen noch das Tragetuch*.  

Macht am Besten eine Liste mit Dingen, die Ihr nicht vergessen dürft. Und versucht Euch auf das Nötigste zu beschränken.

Fast an allen Reisezielen könnt Ihr im Zweifel Wäsche waschen oder das kaufen, was Ihr vergessen habt. Das Baby ist klein und benötigt keine größere Tasche als seine Eltern. 

2. Wie wird das Baby die Reise verkraften?

Das wird sich zeigen. Ihr werdet es nur erfahren, wenn Ihr es ausprobiert. 

Vertraut Eurem Baby und noch wichtiger: Vertraut Euch selbst.

Für Euer Reisebaby ist nur wichtig, dass Mama und / oder Papa in der Nähe sind. Es möchte sich geborgen und sicher fühlen. 

Solange das Baby das Gefühl hat, in Sicherheit zu sein und alle Grundbedürfnisse befriedigt werden, sind wir uns sicher: Auch Euer Baby wird die Reise gut verkraften und viel Positives daraus ziehen.

3. Welche Fortbewegungsmittel sind geeigent für die Reise mit Baby?

Auch hier gilt es auszuprobieren! Es kommt auf das Baby an – denn wir alle sind unterschiedliche Menschen mit individuellen Bedürfnissen. 

Unser Tipp: Übt die Anreise mit kleinen Strecken.

Beim Autofahren lassen sich die Strecken mit der Zeit verlängern. Ihr werdet schnell ein Gefühl haben, nach welcher Zeit Euer Baby eine Pause braucht. 

Auch an die Fahrt mit dem Zug lässt sich in den meisten Gegenden gut herantasten: Eine kurze U-Bahn-Fahrt oder ein Ausflug mit der Regionalbahn in die Nachbarstadt bieten sich an, um den kleinen Erdenbürger nicht direkt mit einem 6-Stunden Trip im ICE zu überraschen. 

Beim Fliegen ist das mit dem Üben schwieriger. Doch auch hier empfehlen wir, nicht direkt einen Langstreckenflug zu buchen, sondern bei der ersten Reise mit Baby einen möglichst kurzen Flug zu wählen.

So habt Ihr im schlimmsten Fall kein stundenlang verzweifeltes Kind, sondern könnt auch selbst erst einmal Selbstvertrauen für das Fliegen mit Baby sammeln.

4. Wie schläft das Baby im fremden Bett?

Schläft Euer Baby denn überhaupt schon im eigenen Bett? 

Auf den ersten Reisen hatten wir den Babyinvestor in unserem Bett zwischen uns liegen. Er schlief so am Besten, denn wir waren wie Zuhause ganz nah bei ihm. Er schien die Veränderung kaum zu bemerken. 

Bei einer längeren Zeit an einem Ort funktioniert ein Reisebett für’s Baby im selben Zimmer auch ganz gut.

Unsere Erfahrung: Wenn es mit dem Schlafen zuhause gut klappt, ist dies im Urlaub mit Baby auch so. 

Und wenn gerade ein Zahn durchkommen möchte, schläft das Baby in jedem Bett unruhig – ganz egal, ob Zuhause oder im Urlaub. 

5. Wie sehr müssen wir unser gewohntes Sightseeing einschränken?

Das kommt ganz stark auf die bisherigen Gewohnheiten und das Alter des Kindes an. 

Je jünger das Baby, desto weniger Einschränkungen haben wir erfahren. Denn mit dem Baby im Tragetuch lässt sich Sightseeing fast genauso gestalten wie zu Zweit.

Spannend wird es eigentlich erst im zweiten Jahr – wenn der Nachwuchs selbst laufen möchte.  

Doch bei den ersten Reisen mit Baby, kann das Besichtigungs-Programm fast unverändert durchgezogen werden. Und ein Urlaub mit Baby ist dann doch noch einmal etwas anderes als eine Reise mit Kleinkind. 

6. Wie wird das mit den Mahlzeiten unterwegs ablaufen?

Am einfachsten waren unsere ersten Reisen mit Baby. Denn zu dieser Zeit wurde der Babyinvestor gestillt und dementsprechend durfte Mama Marielle nur nicht zu weit weg sein. 

In den Koffer nach Marbella nahmen wir dann das erste Mal auch die Milchpumpe mit. Eine kleine handliche Handpumpe – perfekt zum Reisen – und ein paar Milchbecher.

So konnten wir auch den einen oder anderen Abend als Paar genießen, während die Großeltern das Baby fütterten. 

Spannender wurde es in Budapest. Denn für das verlängerte Wochenende nahmen wir Getreidebrei für den Abend mit und kauften vor Ort frisches Gemüse.

In der Ferienwohnung kochten wir dieses zu Brei und zerdrückten es mit der Gabel. Ganz easy und für die ersten Bissen des Babyinvestors völlig ausreichend. Der richtige Hunger wurde immernoch mit der Muttermilch gestillt. 

Doch seit dem Frühsommer ist es richtig aufregend! 

In der kurzen Breiphasen nahmen wir Gläschen für mittags sowie Milchpulver für Zwischendurch mit auf Reisen. Genau abgezählt und abgewogen, um kein unnötiges Gepäck zu haben. 

Auf unserer letzten Reise im ersten Babyjahr hielten die Räuberteller Einzug.

Alles in allem können wir sagen: Muttermilch ist am einfachsten. Aber auch Brei und erste Essversuche lassen sich super mit dem Reisen vereinbaren. Und Babys, die Hunger haben, kennt man überall auf der Welt – es findet sich also an jedem Reiseziel essbares für den Nachwuchs! 

Urlaub mit Baby: Die ersten Male

München. Hamburg. Marbella. Budapest. München. Kassel. Lalling.

Vor dem ersten Urlaub mit Baby hatten wir natürlich Sorge und haben lange überlegt, wie es wohl werden würde.

Auch unsere Flugreise im Winter haben wir erst nach dem ersten Wochenendtrip gebucht – als wir die Reisetauglichkeit etwas besser einschätzen konnten.

Wir können heute nur sagen. Es hat bislang alles super geklappt und wir haben unser Reiseverhalten nur an wenigen Stellen angepasst.

Reisen mit Baby Erfahrungen

Manche Veränderungen an unserer Reiseart haben wir direkt bemerkt:

1. Reise mit 6 Wochen – München:

Die Autofahrt nach München wurde auf Hin- und Rückfahrt durch je 2 Pausen unterbrochen. Jedes Mal wurde der Babyinvestor gestillt und gewickelt.

Die Nächte hat der Babyinvestor in München mit Marielle in einem Bett verbracht und unterwegs waren wir fast ausschließlich mit Tragetuch. 

2. Reise mit 12 Wochen – Hamburg:

Für die Zugfahrt reservierten wir Plätze für uns drei und wir nahmen das erste Mal den Kinderwagen mit – hauptsächlich diente er am Ende zur Taschenablage. Im Hotel schlief der Babyinvestor zwischen uns. 

3. Reise mit 4 Monaten – Marbella:

Den Flug durchdachten wir viele Male.

Bei der Buchung der Sitzplätze achteten wir darauf, dass wir am Gang sitzen und wenn nötig leicht aufstehen konnten. Ausgestattet mit Schnuller, Milchflasche und Brust (zum Stillen) wollten wir den Druckausgleich unterstützen.

Beim Start schaute er einmal irritiert und begann dann zu grinsen. Bei der Landung wurde er gestillt. Dazwischen jauchzte er vor Freude über die vielen Sitzreihen und wurde von einem Sitz zum nächsten gereicht. 

Den Mietwagen mieteten wir direkt mit Maxi-Cosi und einen Kinderwagen hatten wir gar nicht mit. Dafür ein letztes Mal (bevor wir auf die Babytrage umgestiegen sind) das Tragetuch und die Unterstützung durch die Großeltern. 

Nachts schlief der Babyinvestor im Reisebettchen direkt vor unserem Bett und hatte am Ende der Reise seine beiden ersten Zähne bekommen – einfach so!

4. Reise mit 8 Monaten – Budapest:

Schon routinierter starteten wir in das zweite Flugabenteuer. Es klappte genauso gut wie beim ersten Mal.

Aus dem Hin und Her reichen ist Krabbeln geworden und zusätzlich zur Muttermilch gab es (vor allem Abends) einen Getreidebrei. 

In der Trage trugen wir den Babyinvestor abwechselnd viele Kilometer zu Fuß durch die Stadt. Wir erlebten unsere erste gemeinsame Bootsfahrt auf der Donau und fuhren im offenen Hop-on-Hop-off-Bus durch die ungarische Hauptstadt. 

Im Reisebettchen der Ferienwohnung wollte der Babyinvestor kaum schlafen – bei Mama und Papa war es viel kuscheliger. Auch okay!

5. Reise mit 9,5 Monaten – München:

Hier waren wir ja schon einmal. Diesmal allerdings mit der Bahn (und einer Buchung im Kinderabteil) und im Hotel. 

Auch hier gab man uns ein Babybett. Der Babyinvestor präferierte jedoch erneut die Ritze zwischen uns.

Unterwegs gab es angerühten Getreidebrei und Obstgläschen. Und die erste „Pulvermilch“ – denn das mit dem Stillen ist uncool geworden.

6. Reise mit 10 Monaten – Kassel:

Mit dem Auto und Oma und Opa im Gepäck ging es nach Kassel. Nur 2 Autostunden entfernt kamen wir ohne Zwischenstopp in unserer AirBnB Unterkunft an. 

Während wir die Konferenz besuchten, verbrachte der Babyinvestor zwei spannende Tage mit den Großeltern in der Stadt, bei einer Großtante zu Besuch und beim Sightseeing.

Jetzt im Wagen unterwegs gab es auch mehr zu sehen und neben dem Brei schmeckt schon auch mal eine Bretzel. 

7. Reise mit 11 Monaten – Lalling:

Mit eigenem kleinen Koffer voller Brei-Varianten und den anderen Großeltern ging es mit deren großen (vollbeladenen) Auto auf in den bayerischen Wald. Ach Kleidung war auch im Koffer.

Im Ferienhaus warteten ein Babybett im Elternschlafzimmer sowie ein eigener Hochstuhl. In diesem wurde mit „echtem Essen“ experimentiert und Getreide- sowie Gemüsebrei genossen. 

Bei Wanderungen am Tag war der Babyinvestor in der Trage mit von der Partie und beim Minigolfen machte er an der Hand erste Gehversuche.

Und bei dem tollen Wetter war mit Wasser spielen das absolute Highlight.

Ein kleiner Überblick, was am Reisen mit Kind anders war:

  • Wir verreisen langsamer mit mehr Pausen
  • Wir bereiteten unser Gepäck besser vor um möglichst wenig unnötiges mitzunehmen
  • Wir verbringen den Urlaub öfter mit der Familie / unseren Eltern 

Was sich an unseren Reisen durch das Baby nicht verändert hat:

  • Unterkünfte: Wir kommen immernoch in Hotels, bei AirBnB oder in Ferienwohnungen unter. Unsere Erfahrung bislang ist, dass ein Baby überall willkommen ist.
  • Essen: Wir gehen nach wie vor im Urlaub essen oder kochen selbst. Gesunde Ernährung ist uns wichtig und wenn der Babyinvestor etwas abhaben möchte, bekommt er das.
  • Entdecken: Wir können mit Baby Städte entdecken, wandern gehen oder sogar an einer Führung teilnehmen. Der Babyinvestor wurde in der Trage einfach mitgenommen. 

Ist Urlaub mit Baby wirklich teurer als Reisen ohne Kinder?

Immer wieder hören wir, dass ein Familienurlaub so viel teurer ist als zu Zweit.

Dem können wir nicht zustimmen.

Wir waren 7 Mal im ersten Jahr mit Nachwuchs unterwegs. Im Jahr davor waren es nur 4 Reisen. Dennoch haben wir weniger ausgegeben. 

Woran das liegt? 

Wir reisten mehr in Deutschland, sodass die Fortbewegungskosten meist geringer waren.

Zudem hatten wir meist Großeltern dabei, sodass wir uns einzelne Kosten noch besser aufteilen konnten. 

Die meisten Unterkünfte berechnen keinen Zusatzpreis für ein solch kleines Baby. Genauso zahlten wir noch keine Eintrittspreise für ihn.

Die tatsächlichen Zusatzkosten für den Babyinvestor sind uns ausschließlich beim Flugzeug aufgefallen. Hier kostet ein Baby-Ticket etwa 25 Euro extra (ohne eigenen Sitzplatz).

Nahrung für ihn hätten wir auch Zuhause gekauft und alle anderen Ausgaben hätten wir auch alleine getätigt. 

Oder sogar noch mehr? 

Wahrscheinlich! Denn zu Zweit geht man doch mal in ein besseres Restaurant, isst noch ein Eis hier und trinkt einen Kaffee dort. 

Auch teure Veranstaltungstickets kauften wir jetzt nicht mehr – denn Konzerte, Theater o. ä. sind mit Baby dann doch schwer umzusetzen. 

Unser Babyinvestor bedeutete Einsparungen im Reisebudet – geniale Geschichte oder?

Stress im Urlaub mit Baby vorprogrammiert? Wir sagen Nein!

An dieser Stelle möchten wir mit einigen Gerüchten aufräumen:

Tausend Sachen mitschleppen?

Ja es sind mehr Dinge als vorher, an die es zu denken gilt. Doch daran ist man als Eltern ohnehin schnell gewöhnt. Aus einem Koffer für zwei Personen wurden 1 1/4 Koffer für Eltern und Nachwuchs. 

Immer zur Unterkunft hetzen, damit das Baby schlafen kann?

Ja es sind mehr Pausen nötig und manchmal gilt es auch einen stressigen Ort zu verlassen. Doch unser Babyinvestor schläft in der Trage überall – eben dann, wenn er müde ist.

Selbstverständlich ist das Abendprogramm kürzer ausgefallen als zu früheren Reisezeiten – doch das Rumtragen macht auch uns müde und so ein Hotelbett möchte ja auch genossen werden.

Baby schreit überall?

Ja, ein Baby schreit auch mal. Allerdings gibt es dafür stets einen Grund – Hunger, wehgetan oder eine volle Windel. Alles Dinge, die sich auch auf Reisen regeln lassen.

Ein Baby schreit unterwegs nicht mehr als Zuhause – tendenziell sogar eher weniger, denn auch der Nachwuchs ist von den neuen Eindrücken abgelenkt. 

Viele Eltern empfinden den Urlaub mit Baby als großen Stress. Dies können wir nicht nachvollziehen.

Selbstverständlich verändert sich das Reisen mit Baby. Jedoch entschleunigt sich eine Reise eher als dass sie stressiger wird.

Mit Baby macht Ihr mehr Pausen, sitzt mal eine halbe Stunde länger am Strand und habt die Chance die neuen Orte intensiver zu genießen.

Mit Baby entdeckt Ihr das Leben der heimischen Bevölkerung, weil Ihr auch mal einen lokalen Supermarkt besucht, um noch schnell Windeln nachzukaufen.

Mit Baby lernt Ihr neue Menschen kennen, denn der Nachwuchs lächelt diese süß an und schon seid Ihr im Gespräch. 

Stress sieht anders aus! Oder?

Stress auf Reisen vermeiden

Was am Reisen mit Baby tatsächlich anders ist

Wir haben es bereits an einigen Stellen erwähnt: Unsere Reisen sind entschleunigt durch unseren Babyinvestor.

Wir haben kein straffes Zeitprogramm mehr, wir lassen uns mehr treiben.

Wenn er einen Tag mehr Schlaf benötigt oder wir alle eine anstrengende Nacht hatten, machen wir weniger.

Wenn wir in einem inspirierenden Umfeld sind und der Babyinvestor eine neue Sache nach der anderen kennenlernen kann, verbringen wir actionreichere Tage. 

Unsere Urlaubstage beginnen eindeutig früher als bei unseren früheren Reisen als Paar ohne Baby. 

Mit Baby reisen!

Bis 10 Uhr im Bett liegen und nichts erleben, gibt es nicht mehr. Spätestens um 7.30 Uhr beginnt der Tag und auch das Entdecken. Dafür enden die Reisetage auch etwas früher.

Die längeren Nächte haben übrigens bereits bei unseren Flitterwochen (mit Baby im Bauch) begonnen. 

Außerdem kommen wir viel mehr mit anderen Menschen in Kontakt – egal wo, egal welche Sprache und egal welche Uhrzeit: 

Jeder findet unseren Babyinvestor süß, möchte ihm ein Lächeln entlocken und beginnt eine Konversation über sein Alter, seine Fortschritte und unser Leben als Familie.

Dies ist eine tolle Erfahrung.

All diese Veränderungen bereichern unsere Reisen. Wir nehmen mehr von den Menschen am Urlaubsort auf. Wir lernen neue Orte (Supermärkte, Spielplätze oder Pausen-Cafés) kennen. Wir haben mehr Zeit, um die neuen Eindrücke am Reiseziel auf uns wirken zu lassen. 

Reisen mit Baby ist anders! Positiv anders!

Darum lieben wir es die Welt als Familie zu erkunden!

An dieser Stelle bleibt uns nicht mehr viel zu sagen. 

Wir lieben das Reisen schon immer. Wir entdeckten als Paar gerne die Welt. Selbstverständlich tun wir dies jetzt auch als kleine Familie.

Orte, die wir bereits oft besucht haben, lernen wir neu kennen. Dinge, die wir schon oft gemacht haben, machen wir im Urlaub mit Baby noch einmal zum ersten Mal. Erlebnisse, die wir früher zu Zweit geteilt haben, teilen wir jetzt zu Dritt. 

Wir wissen, dass jede zukünftige Reise anders sein wird als unsere bisherigen. Denn mit zunehmenden Alters wird aus unserem Baby ein Kleinkind, ein Kind, ein Jugendlicher.

Und irgendwann werden wir wieder alleine reisen – ohne Babyinvestor und nur als Paar. 

Alles zu seiner Zeit.

Wir lieben das Reisen – in jeder Form!

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Finanzen lernen

​“Wofür brauche ich das?“ war die beliebteste Frage zu meiner Schulzeit. 

Die häufigste Antwort lautete: „Für die Klausur in zwei Wochen.“

13 Jahre nach meinem Abitur kann ich kein Gedicht mehr analysieren, keine Kurve diskutieren und habe sämtliche Geschichtsdaten vergessen.

Nichts davon hat mir geholfen Verträge zu schließen, mich zu bewerben, zu vernetzen oder kluge Finanzentscheidungen zu treffen.

Alles Dinge, die für die Entwicklung meines Lebens notwendig sind und von denen abhängt, wie frei und unabhängig ich meinen Alltag gestalten kann.

​Konzentriert auf den Umgang mit Geld: Inwiefern schrammt die Schule an der Realität vorbei? Wie kann die (Wissens-) Lücke geschlossen werden?

​Teilnahme an Dominik’s Blogparade  „Finanzbildung als Schulfach

​Dieser Artikel wurde von ​Mike verfasst.

Verschlimmbesserung durch wirtschaftliche Schulfächer

Finanzen als Schulfach

​Wirtschaftliche Schulfächer sind keine Neuheit. 

In Hessen heißt das Fach „PoWi“, was für Politik und Wirtschaft steht. Bayern trumpft mit „Wirtschaft & Recht“ auf.

Beide Länder haben die Relevanz von wirtschaftlichen Zusammenhängen erkannt und versuchen diese ihren Schülern zu vermitteln.

Doch gelingt ihnen der Spagat komplexe Systeme alltagsrelevant darzustellen?

​Was sind die Inhalte?

​Ziel ist die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Dabei sollen die Schüler nachvollziehen was die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile der EU sind, wie Zölle entstehen und was Zinsen sind.

Inhalte Wirtschaftsfach

​Quelle:​ Lehrplans gymnasiale Oberstufe Politik und Wirtschaft. Kultusministerium Hessen. Seite 8.

Was fehlt?

Unberücksichtigt bleiben dabei privatwirtschaftliche Themen wie Vertragsabschlüsse, Investitionen und die private Finanzorganisation.

Damit kommen junge Menschen aus der Schule und haben ein unzureichendes Verständnis eines unendlich komplexen Systems. Dafür fehlt ihnen ​jegliches Verständnis, welche Möglichkeiten sie zur Verwendung ihres eigenen Geldes besitzen.

Am Ende fehlt die persönliche Relevanz des Schulfachs – egal, wie es nun heißen mag. 

​Was passiert?

Halbwissen. Ungewissheit. Handlungsstopp.

​​Die Globalisierung und internationale wirtschaftliche Zusammenhänge sind zu komplex, als dass sie in zwei Unterrichtsstunden abgebildet werden können.  

Schüler bekommen damit lediglich Halbwissen vermittelt, da stets mit äußerst vereinfachten Modellen gearbeitet werden muss.

Was bleibt ist Ungewissheit über die tatsächlichen Zusammenhänge in Deutschland, Europa und der Welt.

Ungewissheit ist wiederum ein sehr schlechter Ratgeber für Handlungen. Entweder verbrenne ich mir die Finger oder ich fange erst gar nicht an.

Verbrannte Finger können zumindest einen Lernprozess auslösen. Ein Handlungsstopp kann keinen Lerneffekt haben.

Führt die schulische Wirtschaftsbildung zur Lähmung bei den eigenen Finanzen? Keine Ahnung. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Geld fördert sie jedenfalls nicht.

Auf den Punkt gebracht

​Schulfächer behandeln wirtschaftliche Zusammenhänge, aber verpassen dabei ​die Relevanz ​für den Alltag zu verdeutlichen.

  • Wirtschaftliche Fächer sind bereits Teil des Lehrplans.
  • Sie beinhalten abstrakte, länder-, nationen- und kontinentübergreifende Phänomene.
  • Irrelevanz und Bedeutungslosigkeit für den eigenen Alltag ist die Folge.

​Isoliertes Fächerdenken, statt übergreifendes Wissen

Finanzwissen für Schüler

​Schule denkt in Fächern – die Realität in Projekten. 

​Wenn Du ein ​Glas mit Wasser vor Dir stehen hast und möchtest daraus trinken, dann gibst Du Deinem Körper den Befehl  „​Ich will trinken.“ Daraufhin werden die nötigen Impulse gesendet und verarbeitet, sodass die Handlung geschehen kann. 

​Wieso würdest Du nie sagen: „Beuge den Arm. Strecke den Arm. Öffne den kleinen Finger, den Ringfinger, den Mittelfinger, …“ ?

  • ​Es würde zu lange dauern.
  • ​Auf den ersten Blick haben die Anweisungen nichts mit Deinem Ziel zu tun.
  • Die Frustration ist erreicht, bevor, dass Ziel ersichtlich wird.

Dennoch passiert genau das in der Schule.

Mathe, Deutsch, Sport, Kunst, Physik, PoWi und vieles mehr wird isoliert betrachtet. Doch abgesehen von Klausuren Bedarf eine Tätigkeit in der Realität mehr Verständnis als isoliertes Wissen. 

​​Hinderliche Isolation

​Erinnerst Du Dich noch an Deine Schulzeit? Wie war das als Ihr Euer Leid von zu viel Hausaufgaben einem Lehrer geklagt habt?

„Mein Fach ist aber wichtiger als das andere Fach. Deshalb haben diese Hausaufgaben ​Vorrang.“

Nun bei uns war es egal, um welches Fach es sich handelt. Klar Mathematik, Deutsch und Englisch haben sich eine besondere Krönung versprochen. Mitunter getrieben durch die Elternschaft, die diesen Fächern besondere Magie zuspricht. Dennoch kamen die Sprüche auch aus der Kunst-, Musik- und Sachunterrichtfraktion.

Anstatt darum zu buhlen, wer das wichtigste Fach hat, wäre es sinnvoller zu überlegen, wie die Kompetenzen aus den eigenen Fächern zur Umsetzung schulinterner- und externer Projekte beitragen können.

Eigene Finanzen als Projekt

Finanzen in der Schule lernen

​Um mit dem eigenen Geld haushalten zu können, sich Freiheiten zu schaffen und daraus resultierend sein Leben, nach seinen Wünschen zu gestalten, benötigen junge Menschen fächerübergreifendes Wissen.

Welches Wissen und welche Fächer helfen Dir beim Umgang mit dem eigenen Geld?

Mathe hilft um die Zahlen und den Zinseszins zu verstehen. Deutsch und Recht, um mit den Verträgen klar zu kommen. Physik, um die Bewegung von Geld zu verstehen. Wirtschaft, für ein Verständnis von Unternehmen und dem (freien) Markt.

​Hinzu kommen Bereiche, die in der Schule nicht abgebildet werden: Verhandlungen, Zielsetzung, eine Vorstellung des eigenen Lebens, Austausch und Vernetzung mit anderen Menschen und vieles mehr.

 

​Auf den Punkt gebracht

​Schulisches Fächerdenken als Gegensatz zur Projektarbeit in der Realität:

  • ​Isolierte Fächer mit isolierten Übungen im Vergleich zu komplexen, multiprofessionellen Projekten.
  • ​Machtkampf, um wichtigstes Fach im Vergleich zur Zusammenarbeit zur erfolgreichen Umsetzung von Vorhaben.
  • ​Eigene Finanzen ist kein isoliertes Fach, sondern benötigt unterschiedliches Wissen und Fähigkeiten.

​Unbekanntes Lehren – wie soll das gehen?

Lehrer und Finanzbildung

​Wenn die eigenen Finanzen in der Schule thematisiert werden sollen, braucht es dann zunächst ein eigenes Fach im Lehramtsstudium oder im Referendariat?

Die Forderung an das Bildungswesen Geld und dessen Organisation in den Lehrplan aufzunehmen, ist begrüßenswert.

Doch bevor Halbwissen und Angst – zum Beispiel vor Aktien – verbreitet wird, ist es besser gar nichts dazu zu sagen und den Job anderen zu überlassen.

Lehrer sein und das Ungewisse

In den vergangenen Jahren wurden bereits andere Themen über die Lehrerschaft ausgeschüttet, ohne sie ausreichend darauf vorzubereiten. Inklusion und Migration sind Schlagworte, die in Diskussionen stets zu hören sind.

Es wird an dieser Stelle eine Erwartungshaltung aufgebaut, ohne dafür Sorge zu leisten, dann die nötigen Werkzeuge mit an die Hand gegeben werden. Fortbildungen, Supervisionen, kollegialer Austausch ist rar gesät.

Das Studium funktioniert wie die Schule

​Themen werden isoliert und abstrakt behandelt. Der tatsächliche praktische Bezug kommt viel zu spät. Und die Erwartungen im Referendariat führen reihenweise zum Burnout bevor der eigentliche Job begonnen hat.

Was ist nach dem Referendariat? Ein paar weitere Unterrichtsbesuche tröpfeln daher und diese werden schweißgebadet und mit nächtlicher Schlaflosigkeit irgendwie überstanden.

​Diese Berichte ähneln derer der Schulabsolventen. Was bleibt übrig? Eine negative Konnotation von Lernen und Prüfungen.

Damit Finanzen in der Schule (und Schule im ​Allgemeinen) funktionieren können, benötigt es zunächst eine Änderung im Ausbildungssystem und anschließender Arbeitsweise von Lehrkräften.  

​Auf den Punkt gebracht.

​Unwissenheit bei Lehrkräften führt im schlimmsten Fall zu höherem Stress, Fehlinformationen und einer negativen Vermittlung im Umgang mit Geld.

  • ​Lehrkräfte benötigen Werkzeuge, um mit den gestellten Erwartungen umgehen zu können.
  • ​Das Lehramtsstudium selbst ist zu verschulischt und bereitet nur im geringen Maße auf die ​Anforderungen außerhalb der Schule vor.
  • ​Finanzen zu Lehren funktioniert nur, wenn Lehrkräfte entsprechendes Wissen mitbringen. Dies ist zurzeit nicht der Fall.

​Unabhängigkeit und Alltagsnähe als Erfolgsfaktor

Unabhängige Finanzbildung

​Finanzbildung sollte mindestens zwei Voraussetzungen erfüllen, damit eine positive Entwicklung im Umgang mit dem eigenen Geld möglich wird. 

​Bevor ich zu den beiden Punkten komme, ein kurzer Abstecher zu den Zielen von Finanzbildung. 

Ziele von finanzieller Bildung

Bildung bedeutet, denjenigen, der die Bildung erfährt zu eigenen Handlungen, Gedanken und Meinungen zu bemächtigen. Eine gebildete Person hat demzufolge eine größere Auswahl an Handlungsmöglichkeiten.

Praktisch bedeutet dies, Werkzeuge zu besitzen, um Schulden fernzubleiben, sich nicht in die Abhängigkeit von Arbeitgebern und der Politik zu begeben und in der Lage zu sein, selbst für sein zukünftiges Leben vorzusorgen.

Ob die Person sich schlussendlich dafür entscheidet oder doch ein abhängiges Verhältnis zum Sozialstaat und Arbeitgebern eingeht, ist einzig ihr allein überlassen.

Momentan jedoch, kennen viele Menschen gar keine Alternative als genau das zu sein. Abhängig von der staatlichen Rente und dem Gehaltscheck des Arbeitgebers.

Was ist dafür nötig?

Erstens: Unabhängige Finanzbildung.

​Bildung darf nicht wie folgt funktionieren: Investieren in die eigene Altersvorsorge ist wichtig, weil die Rentenlücke Dich sonst in Armut befördert. Damit Dir das nicht passiert, haben wir hier das passende Produkt für Dich.

Das bedeutet, dass Bildung nicht ​zum Zweke des Verkaufs einen anderen Produktes verwendet werden darf, um die oben genannten Ziele zu ​erreichen.

Zweitens: Alltagsnahe Finanzbildung.

Niemandem ist geholfen, die privaten Finanzen anhand von globalwirtschaftlichen Zusammenhängen näher gebracht zu bekommen. Bildung funktioniert dann am besten, wenn sie mit den Lebensinhalten der Person verknüpft wird.

Abstraktes Wissen ist für die wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung relevant und nicht für die ​Privatmenschen, die ihr eigenes Leben gestalten wollen.

Kann Schule das leisten?

Jein. Momentan könnte Schule die Unabhängigkeit leisten. Schule selbst hat die Bildung im Sinn und nicht den Verkauf von anschließenden Finanzprodukten.

Doch die Schule bekommt die persönliche Relevanz nicht transportiert. Hier fehlt es derzeit an Wissen, Struktur und der Bereitschaft zur Veränderung.

Dennoch wäre es wünschenswert und zwingend notwendig, wenn Schule alltagsrelevante Themen aufgreift und diese lehrt. Denn in Deutschland ist die Schule, die einzige Möglichkeit jede Person zu erreichen.

Dies wird jedoch verfehlt.

​Auf den Punkt gebracht

​Unabhängigkeit und Alltagsnähe als Voraussetzung für finanzielle Bildung kann von Schulen derzeit nur bedingt geleistet werden.

  • ​Bildung dient der Bemächtigung neuer Handlungsmöglichkeiten und nicht dem Verkauf eines anderen Produkts.
  • ​Bildung gelingt dann am besten, wenn  sie die persönliche Relevanz aufzeigen kann.
  • ​Schule kann die Alltagsnähe zurzeit nicht leisten. Dafür sind tiefgehende Veränderungen nötig.

​Kommt die Lösung aus der Wirtschaft?

Wie kann Finanzbildung funktionieren

​Die Digitalisierung, Globalisierung und der demographische Wandel sorgen für gewaltige Turbulenzen in unserer Gesellschaft, dem Klima und der Politik. 

Diese sich täglich ändernde Welt ist für ein System, dessen letzte große Änderung die Abschaffung der Prügelstrafe darstellt, zu viel. Unser Bildungssystem ist zu langsam und hat sich in den letzten 150 Jahren kaum verändert.

Dies bietet Platz und Möglichkeiten für wirtschaftliche Lösungen. Der Bedarf ist vorhanden, der Schmerz oft groß genug und die Zahlungsbereitschaft für Bildung steigt.

Finanzbildung in der Bloggerszene

Inzwischen entsteht eine Bewegung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Finanzbildung in Deutschland selbst in die Hand zu nehmen. ​Ganz unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen sorgen dafür, dass für jeden das passende Angebot dabei ist.

​Wir begrüßen diese Entwicklung und freuen uns über jeden der dazu beiträgt, dass Finanzen es in die eigenen vier Wände schaffen.

Die meisten dieser Angebote sind kostenfrei und eine unendliche Flut an Informationen ist frei zugänglich. Zusätzlich entstehen Bildungsprodukte, die etwas kosten. Dabei wird eine Frage heiß diskutiert:

​Darf Bildung etwas kosten? 

Ja.

Bildung ist Wissen, dass ein Mensch einem anderen Menschen zur Verfügung stellt. Wir zahlen schließlich auch für ​den Führerschein.

Zudem ist Bildung jetzt schon zu keiner Zeit kostenlos. Schule kostet etwas. Zwar wird sie quersubventioniert über die Steuer und somit kostet sie unterschiedlich viel für jeden einzelnen. Aber den Anspruch zu haben Bildung sei kostenlos, ist an den Haaren herbei gezogen.

Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder es Dir selbst über Versuch und Irrtum beizubringen. Dies dauert sehr lange und endet meist vor dem Erfolg. Oder jemanden zu bezahlen, der das Wissen bereits besitzt und es in leicht verdauliche Häppchen zubereitet und Dich bei der Umsetzung unterstützt.

Schlussendlich steigerst Du durch Bildung Deinen eigenen Wert und bist in der Lage Kosten zu senken oder selbst mehr Geld zu verdienen.

Bildung ist daher eine Investition. Vermutlich die Beste.

Was tun wir für die Finanzbildung?  

Mit Beziehungs-Investoren haben wir uns zum Ziel gesetzt Paare in ihrer Beziehung und ihren Finanzen zu organisieren. Wie klappt das mit dem Zusammenziehen? Wie viel Geld ist sinnvoll für den Nachwuchs auszugeben? Wie können wir gemeinsam investieren?

Dazu veröffentlichen wir regelmäßig Artikel, geben Interviews und sind bei Veranstaltungen vor Ort, um direkt mit Paaren zu sprechen. Zusätzlich bieten wir Produkte wie unseren Finanzüberblick für Paare oder den Essensplan an. Alles mit einer hohen Praxisrelevanz.

Mit Senkrechtdenker setzen wir nun das um, was ich mir während und nach meiner Schulzeit gewünscht hätte. Unabhängiges und praktisches Finanzwissen für Schulabgänger und Berufseinsteiger.

Mit Afterwork-Veranstaltungen, Workshops und Online-Kursen bereiten wir relevantes Finanzwissen auf und begleiten junge Menschen bei der Umsetzung. 

Unser Ziel mit Senkrechtdenker? Aus jungen Menschen kompetente Finanzentscheider machen.

Finanzbildung für junge Menschen

Momentan steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen. Eine Website existiert bereits und Feedback nehmen wir sehr gerne entgegen. Die ersten Inhalte bereiten wir gerade auf und werden im April mit den ersten Angeboten starten. 

​Auf den Punkt gebracht

​Bildung darf etwas kosten und bringt die höchste Rendite.

  • ​Bildung ist nicht kostenlos. Auch nicht in der Schule.
  • ​Blogger nehmen momentan die Finanzbildung in die Hand.
  • ​​Beziehungs-Investoren und Senkrechtdenker sind unser Beitrag zur Finanzbildung in Deutschland.
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Sparen für Kinder

Juli 2018

Unser Sohnemann erblickt das Licht der Welt.

In den kommenden 18 Jahren soll uns unser Babyinvestor 130.000 € kosten. 

Und dann sollen wir auch noch Geld für ihn sparen? 

September 2018

Die Überlegungen schwingen in Taten um und wir eröffnen ein Junior Depot* für unser Investorenbaby. In diesem Artikel verraten wir, wie wir Geld für unser Kind anlegen. 

100 Euro möchten wir monatlich für ihn sparen und so anlegen, dass er hohe Zinsen erwarten kann. 

Doch woher nehmen wir das Geld für Sohnemann? 

August 2024

Aus unserem Baby wird ein Schulkind. 

Geld sparen bekommt eine neue Bedeutung für ihn und uns. 

Welchen Sinn hat Geld für unser Kind und welche Geldanlage ist für eine hohe Rendite die Richtige? 

Juli 2036

Unser Investorenbaby wird erwachsen – zumindest offiziell.

Was passiert nun mit den 42.000 Euro im Junior Depot*?Oder sind es vielleicht nur 30 oder 10 Tausend Euro? Oder sind es sogar 80.000 Euro oder mehr geworden?

Juli 2040

Aus dem kleinen Jungen ist ein vermögender junger Erwachsener geworden. 

Wie war dieser Weg unseres Kindes möglich? 

Januar 2050

Unser Nachwuchs geht in Frührente – mit nur 32 Jahren. Die Grundlage war, dass wir frühzeitig Geld für’s Kind zur Seite legten und ihm finanzielle Bildung ermöglichten.

Geld für Kinder anlegen und so ein Vermögen aufzubauen geschieht nicht durch 100 Euro im Monat, Fonds und ein paar Zinsen – doch warum sind sie die Grundlage für erfolgreiche Geldanlage und zum reich werden? 

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

So oder so ähnlich sehen und erhoffen wir uns die Entwicklung für unseren gerade geborenen Sohn – zumindest wenn es um’s Sparen für’s Kind geht.

Geldanlage für Kinder ist ein hoch emotionales Thema.

Denn logisch: Jeder will das Beste für sein Kind. Doch was ist das Beste? Und welcher Weg führt in Geldangelegenheiten zum Besten? 

[podcastplayer feed_url=’https://beziehungsinvestoren.podcaster.de/beziehungsinvestoren.rss‘ number=’1′ hide_search=’true‘ accent_color=’#d1111′ filterby=’Rahmenbedingungen‘ apple_sub=’https://podcasts.apple.com/us/podcast/beziehungs-investoren-podcast-finanzen-familie-liebe/id1500807915′ google_sub=’https://podcasts.google.com/?feed=aHR0cHM6Ly9iZXppZWh1bmdzaW52ZXN0b3Jlbi5wb2RjYXN0ZXIuZGUvYmV6aWVodW5nc2ludmVzdG9yZW4ucnNz‘]Junge Paare haben irgendwann in ihrer Beziehung Konflikte über Geld. Als Beziehungs-Investoren sprechen wir in unserem Podcast offen über den gemeinsamen Umgang mit Geld. Damit junge Paare ihr Beziehungsglück in vollen Zügen genießen können.Im Beziehungs-Investoren Podcast geht es um Finanzen, Familie und Liebe. Wir sprechen mit Euch über Geld, Aktien, Immobilien und Kontenmodelle. Wir reden über Kinder, Elternzeit und Vorsorge für den Nachwuchs. Wir schnacken über Dates, Sex und Beziehungsleben. Taucht ein, in eine phantastische Beziehungsreise voller wunderbarer, prickelnder Erlebnisse.[/podcastplayer] 

Nachwuchs ist teuer – Und dann noch sparen für’s Kind?

Geldanlage und Kinder scheinen sich im ersten Moment zu widersprechen. 

Das Internet ist voll von verschiedensten Berechnungen nach denen ein Kind, bis es 18 Jahre alt ist, die Eltern zwischen 100.000 und 500.000 Euro kostet.

Diese Zahlen setzen sich zusammen aus den direkten Kosten wie Windeln, Nahrung, Möbel und Spielzeug und den indirekten Kosten, bei denen vor allem der Einkommensausfall aufgrund der Betreuung des Nachwuchses zu berücksichtigen ist.

An der Grundausstattung für’s Baby lässt sich an vielen Stellen sparen und Kosten optimieren. Doch gerade in den ersten Jahren, bleibt meist ein Elternteil zu Hause.

Ein sofortiger Einkommensausfall ist die erste Konsequenz. Doch wie entwickelt sich die Karriere weiter? Können die Einkommensströme nach Wiedereinstieg gesteigert werden? Oder war es das mit der Karriere?

Wie so oft im Leben ist Geld jedoch nicht alles und so entscheiden sich – wie wir – in 2018 neue Rekordzahlen an Familien für ein Baby.

Trotz der durchschnittlichen Kosten von ca. 130.000 € bis ein Kind 18 Jahre alt und damit „erwachsen“ ist! 

Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Väter in Elternzeit zu gehen und damit vermeintlich ihre Karriere hinter die Familie zu stellen.

In dieser Zwickmühle soll jetzt noch Geld für die Kinder gespart und angelegt werden – denn für die Zukunft des Nachwuchses soll ja vorgesorgt sein.

Eine Mammutaufgabe!

Macht es überhaupt Sinn Geld für Kinder anzulegen?

Der Sprößling wird erwachsen. Führerschein, Wohnung und eventuell Studiengebühren kommen auf den Nachwuchs und die Eltern zu. 

Wie soll dies alles finanziert werden? Über Nebenjobs oder Bildungskredite könnten einige Kosten gedeckt werden.

Zu früheren Zeitpunkten, ist Euer Kind jedoch auf Eure Ersparnisse angewiesen, um großartige Bildungschancen, wie Ferienfreizeiten oder ein Auslandsschuljahr nutzen zu können.

Wir selbst wurden maßgeblich durch unsere (kostenspieligen) Auslandsaufenthalte geprägt und sind unseren Eltern bis heute dankbar, dass sie uns dies ermöglicht haben.

Für solche Erfahrungen ist es ohne Frage lohnenswerte Geld für Kinder zu sparen.

Also geht sie an und bewältigt die Herausforderung von Anfang an Geld für Eure Kinder anzulegen und es zu vermehren!

Gleichzeitig bietet Sparen für’s Kind eine hervorragende Chance auf finanzielle Bildung. Dazu gleich mehr.

Ganz praktisch: Woher das Geld für Kinder nehmen?

Euer Entschluss ist gefallen – Ihr wollt für Euren Nachwuchs sparen. Sparziele gibt es viele, doch woher sollen die Ersparnisse Eures Kindes kommen? 

Spart Ihr bisher schon fleißig und könnt dies auch mit dem reduzierten Einkommen während der Elternzeit fortführen?

In dem Fall ist die Frage leicht beantwortet: Ihr entscheidet gemeinsam, dass ein bestimmter Anteil Eures bisherigen individuellen Sparbetrages zukünftig Eurem Kind zukommen soll.

Doch was tun, wenn Ihr mit dem Elterngeld und den verbleibenden Einkünften gerade Euren Lebensunterhalt decken könnt?

In dieser Situation wird es etwas kniffliger! Möglichkeiten für Euer Kind zu sparen, gibt es dennoch:

Möglichkeit Nr. 1 Geld für’s Kind zu sparen

Jeden Monat erhaltet Ihr zusätzlich zum Elterngeld 194 € Kindergeld – ein Teil davon kann für Alltagskosten genutzt werden und ein weiterer Teil wird für die Zukunft gespart und angelegt.

Möglichkeit Nr. 2 das Sparschwein des Nachwuchses zu füttern

Zu Geburtstagen, Weihnachts- und anderen Festen möchten die lieben Verwandten Eurem Baby sicherlich etwas schenken. Warum nicht, anstelle des 18. Kuscheltieres einen kleinen Geldbetrag für’s Kind wünschen?

Gerade am Anfang benötigt ein Kind kaum Spielsachen und die notwendigen Dinge werdet Ihr ohnehin unabhängig von Festen anschaffen. Also Geld für die Kinder zum Anlegen bei Banken wünschen!

Möglichkeit Nr. 3 an Geld für die Kinder zu kommen

Last but not least, lohnt es sich nicht mehr benötigte Dinge (Kleidung, Spielzeug, etc.) auf Flohmärkten oder im Internet anderen Eltern weiter zu verkaufen. Diese zusätzlichen Einnahmen können ebenfalls direkt zu den Ersparnissen des Babys wandern. 

Drei Möglichkeiten Geld für Euer Kind zu sparen zusammengefasst:
  • Einen Teil des Kindergeldes für Euer Kind zur Seite legen
  • Geldgeschenke zu Geburtstagen und Feiern des Kindes bspw. von den Großeltern wünschen und sparen
  • Kleine Kleidung oder alte Spielsachen verkaufen und das Geld für Euer Kind anlegen.

Ideen, um Geld für Dein Kind lohnenswert anzulegen

Wir alle wissen: Zinsen auf dem Sparbuch gibt es derzeit nur sehr geringe. Berücksichtigt Ihr die Inflation (aktuell liegt diese bei etwa 2%), verliert Euer Geld und das Eures Kindes jeden Tag an Wert, wenn Ihr es für 0,25 % Zinsen auf ein Tagesgeldkonto legt. Selbst Festgeld Anlagen mit einer langen Laufzeit versprechen derzeit keine tollen Renditen.

Geld für die Jüngsten an der Börse investieren

Damit Geld dennoch mehr wird, kommt Ihr an Aktien nicht vorbei. 

Denn: Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist bei soliden Aktien unschlagbar.

Ihr erhaltet durch die Erfolge der Unternehmen eine deutlich höhere Verzinsung als bei Tages- oder Festgeldkonten. 

Gleichzeitig ist das Risiko eines Totalausfalls (durch Pleite des Unternehmens) bei einer weisen Aktienauswahl und/oder breiten Streuung in viele Werte, deutlich weniger wahrscheinlich als bei Hoch-Risiko-Produkten wie Optionen, Bitcoins oder anderen Finanzinstrumenten. 

Breite Streuung in verschiedenste Aktien erreicht Ihr am einfachsten durch den Kauf eines ETF oder aktiven Fonds mit einem monatlichen Sparplan. 

Kauf Ihr regelmäßig (bspw. mit einem Sparplan) nach, wird zusätzlich der Einstiegszeitpunkt mit jedem Zukauf weiter egalisiert. Denn aufgrund des sogenannten Cost-Average-Effektes gelangt Ihr zu einem Durchschnittspreis für Euer Investment. 

An dieser Stelle möchten wir die Vor- und Nachteile von ETFs und wie Ihr einen ETF kaufen könnt, nicht weiter thematisieren. Dies erledigen andere Artikel und unsere Bloggerkollegen.

Vielmehr stellt sich die Frage: Was ist das entscheidende Argument, dass Ihr für Euer Kind Geld in einen ETF investieren solltet?

Die Zeit!

Unser Sohn ist im Juli 2018 geboren. Wir legen seitdem 100 Euro (von den 194 Euro Kindergeld) mit einem monatlichen Sparplan für ihn in ETFs an. Bis zu seinem 18. Geburtstag werden dies abhängig von der tatsächlichen Rendite 21.600 € sein. 

Ein ETF-Sparplan auf den MSCI World erlangte in der Vergangenheit durchschnittlich 7 % Rendite pro Jahr. In manchen Jahren mehr, in manchen Jahren weniger.

Sohnemann hat 18 Jahre zur Verfügung!

Eine Ewigkeit!

Denn 18 Jahre lang im Schnitt 7% Rendite pro Jahr zu erhalten und diese Verzinsung direkt zu reinvestieren, bedeutet gigantisch vom Zinseszins-Effekt zu profitieren.

Gehen wir von den genannten durchschnittlichen 7 % Rendite aus, stünde das Depot – mit lediglich 100 Euro, die Ihr monatlich für Euer Kind spart – bei sagenhaften 42.300 € !

Der Zinseszins verdoppelt bei 18 Jahren Laufzeit Eures Sparplans also Eure Einzahlungssumme. Genial oder?

Wie läuft es konkret mit den Geldanlagen für’s Kind?

Wir entschieden uns für unser Kind für folgendes Geldanlage-Modell:

Monatlich investieren wir 150 Euro mittels eines Sparplans in 2 verschiedene ETFs. 100 Euro davon kommen vom Kindergeld und 50 Euro von den Urgroßeltern des kleinen Mannes.

Für diese Investitionen haben wir ein Junior-Depot bei der comdirect* eröffnet. Das Geld wird hier monatlich direkt auf’s Verrechnungskonto gebucht und dann in die beiden von uns gewählten Sparpläne investiert.

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Unsere Entscheidung zur Geldanlage für unser Kind

Wir haben uns viele Gedanken gemacht, in welche beiden ETFs wir Geld für unseren Sohn anlegen möchten.

Schlussendlich haben wir uns wie folgt entschieden:

1) 50 Euro legen wir monatlich in einen MDAX-ETF von Comstage an. 

Die Entscheidung für den MDAX haben wir getroffen, da diese Unternehmen nicht Teil der meisten MSCI-World ETFs sind. Das wichtigere Argument für uns war jedoch die besondere Stärke und Stellung des deutschen Mittelstandes. Kaum ein anderes Land kann eine solche Breite an mittelständigen Unternehmen aufweisen. Im Laufe seiner ersten 18 Jahre wird unser Babyinvestor bereits Produkte von einer Vielzahl dieser Firmen verwenden oder kennenlernen – vom Erfolg der Unternehmen soll er unbedingt profitieren. 

1) 100 Euro monatlich legen wir für unser Kind mit einem ETF-Sparplan an, der die ganze Welt abbildet. Wir haben uns für den Vanguard All-World High Dividend Yield ETF entschieden. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass die gesamte Weltwirtschaft auch in Zukunft weiter wachsen und unserem Babyinvestor damit ein kleines Vermögen bescheren wird. 

Dieser ETF fokussiert sich auf gute Dividendenzahler. Damit fallen die großen Kommunikationsunternehmen dieser Welt – Amazon, Facebook, Google, Apple etc. heraus. In anderen World-ETFs sind diese Werte sehr stark gewichtet – dagegen haben wir uns bewusst entschieden.

Denn wir möchten in Zukunft die 50 Euro, die derzeit in den MDAX investiert werden, in einen speziellen ETF investieren, der sich auf genau diese Kommunikations-Titel fokussiert. Da dieser ETF erst im Sommer diesen Jahres aufgesetzt wurde, können wir das Geld erst zukünftig dort anlegen. Bislang ist das Fondsvolumen noch sehr klein und der Titel noch nicht für uns handelbar. Wenn sich dies ändert, werden wir eine Umstellung anstreben.

Dies war unser persönlicher Entscheidungsprozess – selbstverständlich handelt es sich hierbei lediglich um ein Beispiel und keinesfalls um eine Anlageempfehlung!

Daneben möchten wir auch Einzelaktien in dieses Junior Depot* aufnehmen – ausschließlich von Unternehmen, deren Produkte unser Babyinvestor in den kommenden Jahren selbst nutzen wird. Denn so erhoffen wir uns, ihm ein Verständnis für Geldanlagen, Renditen und den Aktienmarkt von Anfang an mitgeben zu können.

Einzelwerte werden wir in mehreren Tranchen von größeren Geldgeschenken bspw. von seinen Großeltern, die der Kleine erhält, erwerben. Zur Geburt hat er bereits einige Geldgeschenke von seiner Großtante und seinen Großeltern erhalten.

Bis zum jeweiligen Investment wird das Geld mittels der Plattform Zinspilot* zum bestmöglichen Zinssatz auf einem Tages- oder Festgeldkonto bei verschiedenen Banken geparkt – sodass der Wertverlust so gering wie möglich bleibt.

Neugierig, wie sich das Junior-Depot entwickelt?

In monatlichen Depot-Updates mit den echten Zahlen halten wir Euch in unserem Newsletter auf dem Laufenden. Einfach anmelden und sehen, wie das Junior Depot* des Babyinvestors wächst!

Warum es unsinnig ist Geld für Dein Kind zu sparen

Jeden Monat spart Ihr Euch mühevoll Betrag X für Euren Nachwuchs zusammen, tüftelt über der besten Anlagestrategie – Festgeld, Fonds, Aktien oder doch etwas ganz anderes – und erwirtschaftet über die Jahre ein kleines Vermögen. 

Dann kommt der große Tag und der Nachwuchs wird 18 Jahre. Habt Ihr das Geld Eures Kindes in dessen Namen angelegt und somit all die Jahre „nur“ verwaltet, gehört es mit diesem Tag ihm oder ihr.

Offiziell habt Ihr nichts mehr zu sagen! 

Von einem Moment auf den anderen, verfügt dieser junge Mensch nun über eine ganze Stange Geld – ob in Fonds, in einer Festgeld-Anlage oder in einem ETF ist dabei erst einmal egal. 

Denn wir wissen: Junge Menschen sind unvernünftig, verschwenderisch und handeln kurzsichtig! 

Euer Kind nimmt das Geld und kauft ein teures Auto und fährt es nach wenigen Wochen zu Schrott. Oder es feiert grandiose Partys mit den besten Freunden auf Mallorca.

Im Worst Case ist nach wenigen Tagen der Ertrag all der Jahre einfach weg! 

In einem solchen Fall, könnte man tatsächlich meinen, es sei unsinnig Geld für Kinder zurückzulegen.

Wir meinen jedoch:

Ein Kind, das den Wert von Geld und die Funktionsweise der Börse von klein auf vermittelt bekommt, wird mit 18 Jahren handlungsfähig und verantwortungsbewusst sein.

Euer Kind weiß mit Geld umzugehen und Ihr habt ihm beigebracht, dass dieses Geld die Basis für sein eigenes kleines Vermögen sein soll.

Es versteht, wie Geld für es arbeitet und verspürt keinerlei Drang danach, das Geld unsinnig herauszuwerfen. 

Und überlegt einmal:

Selbst wenn Euer Kind das Geld im ersten Moment nicht weise verwendet. Wird es ihm dann nicht zu einem späteren Zeitpunkt eine Lehre sein und damit den gewünschten Effekt haben?

In diesem Sinne:

Geld für Kinder zu sparen und anzulegen, ist niemals unsinnig – es gehört einfach noch etwas mehr dazu, als einfach „nur“ Geld zurückzulegen. Finanzbildung heißt das Zauberwort!

Der Weg ist das Ziel beim Geld anlegen für Kinder

Finanzbildung ist auch das Stichwort, wenn Ihr Euch noch unsicher sein solltet, ob Geld für Kinder anzulegen tatsächlich sinnvoll ist. 

Über Jahre zu sparen, das Geld Eures Kindes anzulegen und es mit 18 Jahren zu überreichen, ist zwar nett. Das wirklich entscheidende ist jedoch etwas anderes:

Es geht um das, was Ihr Eurem Kind vorlebt.

Um das Verhältnis zu Geld, das Ihr ihm lehrt.

Die Kreativität, die Ihr ihm vermittelt, selbst Geld zu verdienen und anzulegen.

Es ist egal, ob in 18 Jahren gerade eine tolle Börsenphase herrscht oder im Depot gerade doch keine 42.000 €, sondern nur 30.000 €, 25.000 € oder sogar nur 18.000 € liegen.

Es geht darum, unseren Kindern den Weg in eine finanziell sorglose Zukunft durch eine umfassende Finanzbildung zu ebnen.

Und allein dafür macht es ohne Frage Sinn, Geld für Kinder zu sparen und ihnen beizubringen Geld anzulegen! Um sie damit lernen und ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen.

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​Stellt Euch vor Euer Nachwuchs wird 18 Jahre alt, ​besitzt ein fünfstelliges Depot und geht mit dem Geld verantwortungsbewusst um. 

Ihr bräuchtet keine Angst zu haben, dass es für einen teuren Sportwagen ausgegeben wird, der nach 200m in die nächste Laterne ​landet.

Wie kann dies Realität werden? 

​Wir meinen durch zwei Faktoren:

1. Sparen fürs Kind im Elternhaus inklusive Finanzbildung anhand des gesparten Geldes.

2. Finanzbildung in Schulen und Ausbildungsbetrieben

​Über beides sprachen wir beim diesjährigen Finanzbarcamp im wunderschönen Hamburg.

​In diesem Artikel findest Du eine kurze Zusammenfassung unserer Session und einige Highlights aus dem Finanzbarcamp.

​Dieser Artikel wurde von ​Mike verfasst.

​Das hätte​ Dich beim Finanzbarcamp erwartet

​Sparen fürs Kind – die 3 Säulen

​Depot

  • ​ETFs
  • Einzelaktien

​Tagesgeld

  • ​Rücklagen

​Taschengeld

  • ​Konsumieren
  • Sparen

Um für unseren Babyinvestor vorzusorgen und ihm die bestmögliche Finanzbildung zu geben, entschieden wir uns für diese drei Säulen.

Jede Säule übernimmt dabei eine eigenständige Funktion und trägt zu unserem Vorhaben bei.

Depot ​auf den Namen des Kindes

Das Junior Depot* läuft auf den Namen unserer Babyinvestors. Warum haben wir uns dafür entschieden? Schließlich birgt es die Gefahr, dass er mit seinem 18. Geburtstag das Geld verprasst und 18 Jahre Sparen „umsonst“ waren.

Für uns ist das Depot eine Art Versicherung. Dadurch, dass es auf den Babyinvestor läuft, sichern wir uns gegen zwei Dinge ab:

  1. Es ist für Marielle und mich ein neutrales Konto. Selbst im Falle einer Scheidung wären wir weiterhin daran interessiert, sein Konto zu besparen.
  2. Sollte uns etwas geschehen, umgehen wir die Bürokratie. Das Konto bzw. Depot gehört ihm und er kann ab seinem 18. Geburtstag frei darüber verfügen.

Während unserer Session auf dem Finanzbarcamp kam noch ein weiterer Vorteil zum Vorschein. Sollten sich Teile der Familie nicht verstehen und dennoch etwas für den Nachwuchs anlegen wollen, kommt das Geld direkt dem Kind zu Gute und nicht einer dritten (unbeliebten) Person. 

Warum nehmen wir ETFs ins Depot?

​Die ETFs dienen zum langfristigen Vermögensaufbau. Mit ihnen möchten wir über die nächsten 18 Jahre einen fünfstelligen Depotwert aufbauen.

Uns ist klar, dass wir dadurch eine hohe Verantwortung tragen unserem Babyinvestor einen positiven Umgang mit Geld beizubringen.

​Damit verpflichten wir uns diesem Thema. Am Ende wird es sein Geld sein und er kann damit machen, was er möchte.

Das Geld für die zwei ETFs kommt übrigens zu 2/3 vom Kindergeld und zu 1/3 von seinen Urgroßeltern. Damit wandert lediglich Geld in die Sparpläne, das ohnehin seines ist.

Warum nehmen wir ​Einzelaktien ins Depot?

​Die Einzelaktien wählen wir nach Erklärbarkeit aus. Welche Unternehmen kann unser Babyinvestor frühzeitig verstehen? Mit welchen Unternehmen kommt er bereits in jungen Jahren in Kontakt?

Mit den Einzelaktien möchten wir ihm die Unternehmer- und Finanzwelt näher bringen und sein Interesse an der Börse und der Funktionsweise von Unternehmen und des Wirtschaftsystems als Ganzes wecken.

Wäre dafür eine SAP oder Münchner Rück geeignet? Wohl kaum. Die Geschäftsmodelle und Produkte sind zu kompliziert und im Alltag nicht nachvollziehbar.

Spannender hingegen sind Aktien von Disney oder Vapiano. Die Filme kann er sich anschauen und bei Vapiano kann er essen gehen. Somit kann er sich einen direkten Bezug zum Unternehmen aufbauen.

Einzelaktien werden wir durch Geldgeschenke zur Geburt und folgenden Geburtstagen aufbauen.

​Tagesgeld fürs Kind

​Im Laufe seines Lebens wird unser Babyinvestor Klassenfahrten, Freizeiten, ein Auslandsjahr, seinen Führerschein oder andere Dinge unternehmen oder erwerben wollen.

Diese sind teils sehr kostenintensiv. Allein ein Auslandsjahr würde zwischen 7.000 und 12.000 Euro kosten.

Ein Haufen Geld, wenn wir es auf einmal latzen müssten. Daher werden wir ein Polster auf seinem Tagesgeldkonto anlegen.

Wenn es soweit ist, können diese Dinge von seinen Rücklagen bezahlt werden.

​Hohe Kosten sind vor allem ein Problem, wenn sie aufeinmal und/oder plötzlich kommen. Deshalb entschieden wir uns für diese Säule, um die Kosten auf dutzende Monate aufzuteilen.

​Taschengeld fürs Kind

Die dritte Säule wird erst in einigen Jahren in Kraft treten. Vermutlich werden wir das Schuleintrittsalter für das erste Taschengeld verwenden.

​In der Schule lernen die Kinder mit Geld zu rechnen und bekommen meist Spielgeld ausgehändigt. Auch Spiele wie Monopoly fangen an sehr interessant zu werden.

Mit seinem Taschengeld möchten wir ihm Spar- und Konsumverhalten beibringen. Es wird sein Eigentum sein und er wird darüber entscheiden.

Unsere Aufgabe wird es sein, seine Entscheidungen zu unterstützen, zu hinterfragen und ihm zu helfen mit kleineren Beträge auch größere Dinge zu erreichen.

​Sketchnote by Sketchnotemafia

​Finanzbildung an Schulen und Ausbildungsbetrieben

​Workshops

  • ​Finanzwissen „Starterkit“
  • kombinierbare Module

​Online-Plattform

  • ​Umsetzung
  • Erfahrung
  • Austausch

​Unserem Babyinvestor finanzielle Bildung zu ermöglichen ist der erste Schritt. Hier darüber zu schreiben und unser Wissen zu teilen der zweite. Doch damit wir möglichst viele Kinder und Jugendliche erreichen können, haben wir uns folgendes Konzept überlegt:

Zunächst bieten wir an Schulen (ab 10. Klasse) und Ausbildungsbetrieben Workshops zu Finanzthemen an. Von „Was kostet der Alltag?“ bis zu „Wie kann ich mein Geld investieren?“ bieten wir ab 2019 acht Module in unterschiedlichen Kombinationen an.

​Workshops besitzen viele Stärken (z. B. persönlicher Kontakt & effizienter Themeneinstieg) und eine klare Schwäche: Sie bieten einen einmaligen Impuls und danach ist man sich selbst überlassen.

Deshalb erhält jeder Teilnehmende Zugang zu unserer neuen Online-Plattform. Dort wird es weiterführendes Material, die Inhalte des Workshops und die Möglichkeit geben, ​sich auszutauschen und Fragen zu stellen. 

​Highlights des Finanzbarcamps

​Auch in 2018 gab es etliche Highlights, die wir Dir nicht vorenthalten wollen

  • ​Bloggerkochen & -essen am Vorabend bei den kitchen guerillas
  • ​Die erste Zugfahrt und die erste Hotelnacht mit unserem Babyinvestor
  • ​Familienreservierung in Wagen 7 ohne Wagen 7
  • Erstes Treffen mit Anke Pauli von guanshe
  • Erneuter Besuch der Sketchnotemafia bei unserer Session (was für eine Ehre!)
  • Gewinn zweier Geldkoffer und eines Talersacks fürs Twittern (siehe Bild) – okay einen Koffer haben wir schon vorab halb aufgegessen 😀
  • Die Gewinner des Finanzblogawards Talerbox, Fortunalista und DIY Investor
  • ​Mobile Pay im Vapiano
  • Die vielen tollen Menschen, mit denen wir uns unterhalten durften

​Nächste Schritte

​Auch in diesem Jahr konnten wir viel Input für uns mitnehmen, sodass wir unser Angebot für Dich weiter verbessern können:

  • Unser Instagram erscheint in neuem Design – wie findest Du es?
  • ​Aufbau unseres Learning Management Systems für die Plattform hinter den Workshops
  • ​Ausarbeitung und Fertigstellung unseres Finanz-Workshop Starterkits
  • Überarbeitung unser Artikel und unseres Newsletters

​Jetzt bist Du dran

  • ​Wie ​gestaltete sich Deine Finanzbildung als Kind und junger Erwachsener?
  • ​Warst Du schon einmal bei einem Barcamp?

​[shariff]

Papa sein

Elternzeit für Väter wird immer populärer. Was spricht für mehr als die schon fast normalen 2 Monate Elternzeit? Und gibt es überhaupt Gegenargumente? Zählen die Argumente „Geld“ und „Karriere“ denn wirklich?

Was Ihr wirklich für Euer Baby braucht

Ein Kind ist wahnsinnig teuer? Habt Ihr auch von den rund 130.000 Euro bis zum 18. Geburtstag gelesen?

Diese Summe sollte Euch nicht abschrecken! Oder kennst Du jemanden, der sagt: Mist, mein Kind ist so teuer, hätte ich es doch nicht bekommen. Wohl kaum!

Stattdessen ist die Bereitschaft Geld auszugeben – viel Geld – bei der Babyausstattung ähnlich hoch (oder höher) als bei der Hochzeit, die bei vielen Paaren oftmals kurz vorher ansteht. Doch was tun, wenn Euer Budget für die Erstausstattung nicht so viel hergibt und Ihr Euch dennoch eine kleine gemeinsame Familie wünscht?

Die besten Spartipps für die Grundausstattung für Euer Baby, erhältst Du im heutigen Artikel inklusive einer praktischen Übersicht, was Euer Baby denn tatsächlich braucht und welche Dinge Ihr entspannt vernachlässigen könnt.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

Die komplette Grundausstattung für’s Baby – die entscheidende Frage!

Was Ihr wirklich für Euer Kind braucht?

Es steht fest – bald werdet Ihr eine Person mehr sein und ein kleines Baby bei Euch begrüßen. Bevor jetzt Panik über all die anstehenden Einkäufe und Anschaffungen ausbricht, lehnt Euch einmal zurück und beantwortet die alles entscheidende Frage:

 

Was braucht unser Baby wirklich?

Die Frage klingt so logisch und ist dennoch so schwer zu beantworten. Denn kaum schwanger, prasseln unendlich viele Informationen auf Euch ein – drei Beispiele:

 

Beispiel Nr. 1 für die perfekte Baby-Grundausstattung

Ein perfektes Kinderzimmer enthält ein Babybett, eine Wickelkommode und einen Kleiderschrank – selbstverständlich im zusammenpassenden Design. Zudem sind Wickelauflage sowie Bettbezüge und die Wandgestaltung farblich aufeinander und das Geschlecht des Kindes abgestimmt.

 

Beispiel Nr. 2 für die wichtigste Babygrundausstattung

Am wichtigsten ist der Schlaf – von Baby und Mama! Daher braucht Ihr ein Babybett im Kinderzimmer, ein Beistellbett im Elternschlafzimmer für die ersten Monate, einen Stubenwagen für’s Wohnzimmer und umherschieben am Tage.

Ach und der Kinderwagen sollte natürlich auch bequem sein! Wenn Ihr das Eltern sein es perfekt machen wollt, organisiert Ihr auch noch eine Babywiege zum leichteren Einschlafen.

 

Beispiel Nr: 3 für die Erstausstattung fürs Baby

Und die Hygiene! Wenn das Baby erst einmal da ist, muss es regelmäßig gebadet werden. Habt Ihr eine Badewanne benötigt Ihr unbedingt einen Badewannensitz für das Baby und dazu auf jeden Fall einen Neugeboreneneinsatz. Ein Wasserthermometer, kleine Waschlappen, Baby-Shampoo und Lotion sowie süße Handtücher mit Kaputze nicht zu vergessen!

Ach, und wenn Ihr keine Badewanne habt, kauft Ihr ein Wannengestell für’s Baby oder einen trendigen Badeeimer.

Checkliste Grundausstattung Baby

Für alle drei Beispiele gilt: Rational bleiben und einen Schritt zurückgehen. Fragt Euch:

  • Was braucht unser Baby wirklich?
  • Welche Dinge davon sind eigentlich eher für uns oder wurde uns von der Werbung aufgeschwatzt?
  • Und wird das eine oder andere vielleicht auch gar nicht so dringend gebraucht, wie der sympathische Verkäufer meint?

Schnell wird Euch auffallen:

Ob das Baby in den ersten Jahren ein eigenes Zimmer hat und wie dieses eingerichtet ist, ist ihm oder ihr herzlich egal. Es wird sowieso nicht alleine dort sein wollen. Dennoch gefällt es Euch vielleicht ein schönes Zimmer einzurichten und Eurer Vorfreude auf den Nachwuchs damit Ausdruck zu verleihen.

3-5 verschiedene Schlafmöglichkeiten braucht kein Mensch – Babys gehören dazu! Daher tut es auch ein Kombinationsprodukt – viele Beistellbetten lassen sich zeitgleich als Stubenwagen nutzen, als Wippe umfunktionieren und später zum Babybett umbauen. Und vielleicht möchte Euer Baby ohnehin die ersten Monate am Liebsten mit Euch im Familienbett schlafen?

Kleine Babys benötigen deutlich weniger Badegänge als wir Erwachsene. Bei einem Neugeborenen ist ein wöchentliches Bad völlig ausreichend – für zwischendrin gibt es Waschlappen. Und dann sind die Baby’s am Anfang so klein. Wofür eine Wanne mit Sitz für das neugeborene Baby, das noch gar nicht sitzen kann und ohne Probleme ins Waschbecken passt?

Außerdem braucht die empfindliche Babyhaut am Anfang einfach nur Wasser ohne teure Pflegeprodukte und ein trockenes Handtuch für danach – ob darauf ein Bär, Elefant oder Drachen eingestickt ist, ist dem kleinen Kind schurzpiepegal.

Merkt Ihr etwas? Die einfache Frage – Was braucht unser Baby wirklich? – spart Euch eine Menge Geld bei der Grundausstattung für Euer Baby!

Dennoch hilft eine übersichtliche Checkliste für die Babyausstattung, dass Ihr alle beisammen habt und Euch entspannt auf Euer Baby freuen könnt!

 

Baby Grundausstattung – die Basis-Checkliste!

Wenige Wochen bevor Euer Baby zu Euch stoßen wird, wird es Zeit die wichtigsten Vorbereitungen zu treffen und einige Basis-Anschaffungen zu tätigen.

 

Die Basis Eurer Babygrundausstattung

Die absoluten Basics fürs Baby

Was wirklich nötig ist, ist alles, was mit den Grundbedürfnissen Eures Babys zu tun hat:

 

Schlafen

Auch wenn Ihr keine 3 verschiedenen Betten benötigt. Irgendeinen Schlafplatz braucht Euer Kind! Wichtig ist dabei eine gut belüftete Matratze – ansonsten kommt es auf Euren persönlichen Geschmack an, ob Ihr direkt ein Babybett kauft oder erst einmal mit einem Stubenwagen oder Beistellbett durchstarten möchtet.

Wir haben uns für einen Stubenwagen von Roba* entschieden. Dieser ist an einer Seite offen, sodass wir ihn auch als Beistellbett nutzen können. Gleichzeitig könnten wir Kufen anbringen und ihn so schaukeln statt rollen lassen. Für die ersten Monate ist diese Schlafmöglichkeit ausreichend groß und absolut flexibel – das richtige Bett kommt dann, wenn wir unser Schlafzimmer wieder für uns bekommen.

Gute Ideen und auch das eine oder andere schicke Einzelteil bekommt Ihr online bei Baby’s Only – es lohnt sich auch immer im Sale vorbeizuschauen:

Wickeln

Klar ist eine tolle Wickelkommode sehr angenehm. Da Ihr Euer Baby im Notfall erst einmal auf dem Sofa, dem Boden oder dem Esstisch mit entsprechenden Auflagen wickeln könntet, steht er auf unserer Prioritätenliste nicht ganz oben.

Viel wichtiger vorab zu kaufen sind Windeln und eine Packung Feuchttücher!

Im Krankenhaus werdet Ihr noch voll ausgestattet. Kaum seid Ihr daheim, muss ein Basisvorrat an Windeln vorhanden sein – ganz gleich, ob Ihr Euch für Wegwerf- oder Stoffwindeln entschieden habt!

 

Autositz

Ein absolutes Must-Have ist ein zugelassener Autositz oder mindestens eine Babyschale für den Kinderwagen. Ohne ist eine Entlassung aus dem Krankenhaus nicht zulässig. Das Baby einfach auf dem Arm hinaustragen, ist (zumindest in unserer Gegend) nicht erlaubt.

Auch hier gibt es eine Vielzahl an möglichen Modellen in jeder Preiskategorie – umschauen lohnt sich, vor allem auch abhängig davon, wie viel Auto Ihr in Eurem Alltag überhaupt fahrt!

Wir haben uns für ein gebrauchtes Modell entschieden, das sowohl als Babysitz im Auto als auch als Kinderwagenaufsatz verwendet wird – also wieder ein praktisches 2-in-1-Modell!

 

Kleidung

Bei Kleidung für’s Baby gilt ganz klar: Weniger ist mehr!

Unterhaltet Euch mit anderen Eltern und jeder wird Euch bestätigen, dass weit weniger Kleidung benötigt wird, als Ihr vorher denkt. Denn die kleinen Babys wachsen wahnsinnig schnell und haben viele Dinge nur wenige Male an. Zusätzlich gibt es kaum ein beliebteres Geschenk zur Geburt als ein weiterer süßer Body oder Strampler für den neuen Erdenbürger!

Organisiert eine Basisausstattung mit 5 Bodys, 5 Strampler sowie 2-3 Oberteilen, Hosen und Mützen. Ein paar Socken und für Winterbabys eine Jacke dazu. Fertig ist die Baby-Erstausstattung für den Kleiderschrank. Alles weitere wird geschenkt oder könnt Ihr dann abhängig vom tatsächlichen Bedarf und dem Wachstum des Kindes einkaufen.

Und fehlen Euch tatsächlich Kleidungsstücke, es gibt keinen Basar und shoppen gehen ist gerade nicht drin, gibt es den Online-Versand. Bei neuer Kleidung kaufen wir am Liebsten langlebige und ökologische Einzelteile – zum Beispiel hier:

Nahrung

Zu guter Letzt steht das Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme auf der Liste der Baby-Erstausstattung. Was beschafft werden muss, hängt davon ab ob das Baby gestillt oder mit der Flasche gefüttert werden soll.

Für’s Stillen benötigt Ihr zu Beginn nur Stilleinlagen für die Mama, 1-2 Still-BH’s sind auch bequem und vielleicht für mehr Bequemlichkeit ein Stillkissen.

Für’s Füttern mit der Flasche werden logischerweise Fläschchen, das Milchpulver und ein Sterilisator benötigt. Klar könnt Ihr die Flaschen auch einzeln abkochen – auch hier gibt es praktische Kombinationsgeräte. Schaut Euch um und Ihr findet das passende Produkt.

Möchtet Ihr zusätzlich zum stillen, nach einiger Zeit ab und an Fläschchen mit Muttermilch geben, bietet sich der Kauf einer Milchpumpe an. Mechanische, die mit der Hand gesteuert werden sind für gelegentliches Abpumpen ausreichend. Elektrische kann man sich sogar von der Ärztin bei Bedarf verschreiben lassen und in der Apotheke ausleihen um Geld bei der Babygrundausstattung zu sparen. 

 

Die erweiterte Babygrundausstattung – Ideen für die Geschenkeliste!

Erstausstattung fürs Baby schenken lassen

Zu den oben genannten fünf Kernelementen, die Ihr vor der Geburt Eures Kindes organisiert, gibt es eine Vielzahl an kleinen und größeren Dingen, die Ihr darüber hinaus kaufen könntet.

Wie bereits beim Punkt „Kleidung“ angesprochen, werdet Ihr jedoch auch wahnsinnig viel geschenkt bekommen – ob neue Dinge zur Geburt oder gebrauchte Dinge, die Ihr von Freunden übernehmen oder ausleihen könnt.

Bevor Ihr dann jede Menge Bodys in Größe 50 habt und Euer Baby aber bereits 2 Wochen nach der Geburt Größe 56 trägt, lohnt es sich frühzeitig eine Geschenkeliste anzulegen. Dies funktioniert klassisch mit Zettel und Stift – dann solltet Ihr bei allen Nachfragen die einzelnen Dinge verteilen. Gerne übernehmen so etwas auch die werdenden Großeltern.

Alternativ bieten Portale wie Amazon inzwischen online Wunschlisten an. Dort markiert Ihr alles, was Ihr gerne hättet und gebt den Link weiter. Sozusagen der „digitale Hochzeitstisch“. Eure Schenker können selbst auswählen, was sie gerne schenken werden – kaufen sie es direkt über die Liste, wird der Gegendstand als gekauft markiert, sodass Dopplungen vermieden werden. Praktisch oder?

Auf einer solchen Checkliste könnte stehen:

  • Weitere Babykleidung
  • Weitere Windeln (denn davon werdet Ihr nie genügend haben)
  • Spuck- und Moltontücher
  • erstes Spielzeug wie Greifringe, eine Spieluhr oder ein Ball
  • Kinderwagen und ein Fußsack für den Winter
  • Wickeltisch & Auflage sowie ein Mobile und/oder eine Heizlampe zum darüberhängen
  • Windeleimer
  • Badeeimer oder -wanne
  • Wickeltasche für unterwegs
  • Tragetuch oder eine Babytrage (hier bietet es sich an, nach der Geburt mit dem Baby erst einmal zu testen, was dieses mag und sich dann für ein Modell zu entscheiden)
  • Schnuller und Schnullerband (denn ein Schnuller soll ohnehin erst einige Wochen nach der Geburt das erste Mal angeboten werden)
  • Babywippe
  • Krabbeldecke
  • Stillkissen und ein Stillschal für Privatsphäre unterwegs
  • Babyfon (solltet Ihr in einer größeren Wohnung oder einem Haus leben und Euer Baby nicht ohnehin immer hören)

Alle Dinge auf dieser Liste könnt Ihr natürlich auch selbst kaufen – unser Tipp: Erst einmal abwarten, was Ihr geschenkt bekommt. Anschließend sind all die Dinge schnell gekauft oder bestellt, von denen Ihr dann noch das Gefühl habt, dass Ihr sie ganz dringend braucht. Durch die Verschiebung des Kaufes auf nach der Geburt, gewinnt Ihr zusätzlich Zeit zum ansparen der benötigten Summe!

 

Und wo lässt sich an der Baby-Grundausstattung nun sparen?

Günstige Grundausstattung fürs Kind

Als fleißige Finanzblog-Leser werdet Ihr auf die nachfolgenden Tipps bereits warten. Denn auch, wenn Ihr die nötigen Anschaffungen für’s Baby wirklich hinterfragt, bleibt noch ein großer Kostenblock für Euch übrig. Um dafür gewappnet zu sein, haben wir Euch vier einfache Tipps für werdende Eltern mitgebracht:

 

Tipp Nr. 1 – Grundausstattung gebraucht kaufen

Von uns selbst am meisten genutzt: Kauft – gerade die größeren Anschaffungen – gebraucht!

Es gibt Online-Portale, Baby-Flohmärkte und natürlich Bekannte und Freunde, um tolle gebrauchte Dinge zu finden. Gerade Betten, Kinderwägen, Autositze, Wickeltisch und andere große Anschaffungen, sehen gebraucht oft noch wie neu aus! Denn alles wird in der Regel nur wenige Monate benutzt, dann ist das Baby kein Baby mehr und braucht größere Modelle.

Wenn Ihr rechtzeitig anfangt, herumzuschauen, findet Ihr sicherlich auch für Euch das passende gebrauchte Teil. Und kurz vor der Geburt könnt Ihr diese dann um neue Dinge (bspw. eine neue Matratze oder Wickelauflage) ergänzen und so für Euch und Eure Bedürfnisse perfektionieren!

Klingt einfach, spart aber enorm viel Geld!

Selbiges gilt auch für Babykleidung, die meist nur wenige Wochen getragen wird. Auf Flohmärkten erhaltet Ihr Kleidungsstücke zum Schnäppchenpreis von oft nur 1 € pro Teil – dort sucht Ihr die Dinge raus, die Euch gefallen und wascht sie zuhause 1-2 Mal. Und schon werdet Ihr kaum einen Unterschied zu den neu gekauften Kleidungsstücken erkennen. Und Eurem Baby ist es am Anfang ja völlig egal, ob die Erstausstattung neu oder gebraucht ist!

 

Tipp Nr. 2 – Ausgaben für die Babygrundausstattung klug aufteilen

Bis Euer Baby auf die Welt kommt habt Ihr viele Monate Zeit – in der Regel sind es neun. Zeit, um Ausgaben klug aufzuteilen und nicht die gesamte Grundausstattung direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest zu kaufen.

Nutzt die 9 Monate zum recherchieren, ansparen und schlagt im richtigen Moment zu!

Gerade beim Kauf gebrauchter Dinge macht es Sinn die Flohmärkte um die Herbst- und Frühjahrszeit zu besuchen. Im Sommer und tiefsten Winter finden (zumindest in Frankfurt) weniger statt. Auch Babysachen unterliegen saisonalen Preisschwankungen: So kostet ein Winterschlafsack im März meist weniger als im November. Und warum nicht im März schon die Restposten aufkaufen, um für den kommenden Winter gewappnet zu sein?

Gerade die größeren Anschaffungen der Babyausstattung über die Monate zu verteilen, gibt Euch ein besseres Gefühl: Zum einen nimmt die Babyeinrichtung immer mehr Formen an. Zum anderen verteilt Ihr die Ausgaben über mehrere Monate und sie reißen nicht in einem Monat ein großes Loch in die Kasse.

Wichtig dabei ist, die Dokumentation, damit Ihr als Paar einen guten Finanzüberblick bewahrt! Denn gerade beim Verteilen, besteht sonst die Gefahr insgesamt noch deutlich mehr auszugeben, als gedacht. Also führt Euer Haushaltsbuch klug und teilt die Ausgaben weise auf.

 

Tipp Nr. 3 – Baby-Geschenke einplanen und steuern

Weiter oben im Artikel habt Ihr die ausführliche Geschenkeliste und ihre Vorteile erhalten.

Wenn’s um die Gesamtkosten für’s Baby und dessen Grundausstattung geht, nehmen Geschenke eine wahnsinnig wichtige Rolle ein. Wer schenkt denn nicht gerne Dinge für das süße neue Baby?

Die Arbeitskollegen, die Verwandten und die Freunde – sie alle wollen das Baby und Euch beschenken. Plant dies in Eure Einkäufe ein. Sonst habt Ihr am Ende alles doppelt bis vierfach und weder die Schenker noch Ihr als Beschenkte haben eine große Freude an den lieb gemeinten Geschenken.

Erstellt wie oben beschrieben eine Liste mit all den Dingen, die Ihr gerne hättet, achtet darauf, dass diese verschiedene Preiskategorien bedienen und kommuniziert Eure Wünsche an all diejenigen, die schon vorab äußern, dass sie Euch etwas schenken möchten.

So vorzugehen, ist clever. Und am Ende macht es alle beteiligten zufriedener, wenn die richtigen Dinge geschenkt werden und Ihr Euch wahrhaftig darüber freuen könnt.

Die finanzielle Ersparnis kommt bei einer guten Aufteilung und Organisation ganz von alleine.

 

Tipp Nr. 4 – Erweiterte Grundaustattung für’s Baby erst bei Bedarf kaufen

Geschenkeliste ist erstellt – Check!

Damit habt Ihr bereits eine tolle Übersicht über alles, was nicht zur primären Grundausstattung Eures Babys gehört, sondern sogenannte „Nice-to-have’s“ sind. Klar das eine oder andere davon wird unerlässlich sein.

Von einigen Dingen wird Euch jedoch nach der Geburt schnell auffallen, dass Ihr (und vor allem Euer Baby) sie doch gar nicht vermisst, wenn sie nicht auf dem Geschenketisch lagen. Das wären also unnötige Ausgaben gewesen!

Wieder anderes, das Ihr unbedingt benötigt, wird Euch erst nach der Geburt auffallen. Da wärt Ihr im Vorfeld nie darauf gekommen und jetzt muss es ganz schnell die beste Wundcreme für den Babypopo sein. Was sie kostet spielt in der Not auch so gar keine Rolle mehr – denn sie ist nötig!

Für alles, was nicht auf Eurer Prioritätenliste steht, gilt: Erst kaufen, wenn die Dinge benötigt werden.

Vorab wisst Ihr nicht, ob Euer Baby Muttermilch möchte oder doch die Flaschennahrung präferiert. Vorab ist nicht klar, ob das Baby ein Trage- oder Wagen-Fan ist. Vorab ist unsicher, ob das Baby einen Schnuller mag oder lieber ein Kuscheltuch zum beruhigen.

All diese Kleinigkeiten habt Ihr in Zeiten von Online-Shopping in wenigen Stunden zuhause, ohne das Haus mit dem Neugeborenen verlassen zu müssen. Daneben macht ein erster Familienspaziergang zum lokalen Einzelhandel ja vielleicht auch Spaß?

Also keine Panik und alles, was Ihr nicht zu 100% benötigen werdet, erst nach der Geburt des Babys kaufen, um unnötige Ausgaben zu sparen und nur die Dinge zu kaufen, die Euer Kind wirklich braucht!

 

Bonus-Tipp: Eure Babygrundaustattung weiter verkaufen

Grundausstattung für's Kind

Zwei Mal gewaschen, einmal getragen und schon rausgewachsen?

Tolle Kombiprodukte, die Euch sehr weitergeholfen haben, sind nun unnötig?

Verkauft die Dinge für kleines Geld weiter. Dies hat drei Vorteile:

  1. Andere Menschen freuen sich gut erhaltene Produkte für kleines Geld zu kaufen
  2. Eure Kosten werden im Nachgang weiter reduziert
  3. Ihr haltet Eure Wohnung sauber

Wie Ihr seht, gibt es einige gute Möglichkeiten sparsam mit hoher Qualität an die Ausstattung zu gehen.

Was gehört für Euch zur Babygrundausstattung? Was hat Euch wirklich geholfen, was braucht man wirklich und welche Dinge waren nach kurzer Zeit ein Staubfänger?