Sparen fürs Kind

Nachwuchs bei den Beziehungs-Investoren bedeutet auch, dass wir zukünftig Geld für unser Kind sparen möchten. Doch macht das in Zeiten niedriger Zinsen überhaupt Sinn? Und welchen Weg schlagen wir bei der Geldanlage für’s Investorenbaby ein?

Beziehungs-Investoren Podcast
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Sei dabei wie wir die finanzielle Freiheit erreichen und verfolge jeden Monat unsere finanzielle Entwicklung in den verschiedenen Investitionskategorien. Ab sofort erhältst Du einmal im Monat diesen Monatsabschluss 2.0. mit verbesserter Nachvollziehbarkeit und bist so ganz nah dran.

Zu Zweit eine Immobilie kaufen – ein spannendes Vorhaben! Doch lohnt sich der Immobilienkauf als Paar überhaupt?

Mit dieser Frage beschäftigten wir uns seid einigen Jahren. Inzwischen sind wir Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung und haben uns selbst ein Eigenheim gekauft. 

Der Prozess hat einige Jahre benötigt. In dieser Zeit haben wir viele Argumente abgewogen sowie einige Häuser, Grundstücke und Wohnungen besichtigt. Wir haben dabei Argumente dafür und dagegen gefunden, zu Zweit einen Kredit aufzunehmen und eine Immobilie zu kaufen. 

Diese wollen wir Dir unter keinen Umständen vorenthalten und wir hoffen natürlich von Dir weiteren Input zu bekommen. Denn wir möchten noch weitere Immobilien kaufen und vermieten. Wie sieht das bei Euch aus? 

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Zu Beginn eines solchen Artikels stellen wir uns immer die Frage: „Was erzähle ich denn zuerst? Und wie fange ich nur an?“

So auch hier: Erst die Gegenargumente oder erst die Gründe, warum ein Immobilienkauf als Paar ultimativ sinnvoll ist?

Schlussendlich haben wir uns dafür entschieden mit unserem ersten damaligen Gedankengang zu beginnen:

 

„Zu zweit sind wir einfach besser!“

Weiter gehts mit unserer Artikelserie „8 Investitionsmöglichkeiten für Paare“ und den Argumenten für den Immobilienkauf zu Zweit!

5 Gründe als Paar eine Immobilie zu kaufen

1) Geteiltes Risiko ist weniger als halbes Risiko (oder auch nicht?)

Wahrscheinlichkeiten haben ihre Krux. Die menschliche Einschätzungsfähigkeit kann mit Wahrscheinlichkeiten einfach nicht umgehen. Weshalb wir ständigen und dauerhaften Irrtümern unterliegen.

Beispiel: Wie viele Menschen müssen in einem Raum sein, damit die Wahrscheinlichkeit, dass zwei von ihnen am selben Tag Geburtstag haben bei 50 Prozent liegt? (Auflösung)

Unter den richtigen Voraussetzungen sollte das Risiko des Immobilienkaufs für den einzelnen Immobilienkäufer deutlich sinken. Dazu gehören zum Beispiel geteilte Expertisen bei der Besichtigung der Immobilie, mehr Eigenkapital oder bessere Kreditkonditionen bei der Finanzierung des Kaufpreises.

Leider gehört auch dazu, dass unter den falschen Voraussetzungen eine Steigerung des Risikos möglich ist. Unwissenheit einer oder beider Personen gepaart mit Finanzierungsproblemen bietet schnellen Zündstoff für Streit, weitere Problemen oder eine Verschuldung durch den Hauskauf, deren Abbau kaum zu realisieren ist.

 

2) Bessere finanzielle Lage – auch bei ungleichen Verhältnissen

Mehr Eigenkapital, höhere Kreditwürdigkeit und geringere Zinsen und individuelle Tilgung sind sofort erkennbare Gründe für einen gemeinsamen Immobilienkauf, wenn beide Personen ähnliche Voraussetzungen mitbringen: Ähnliches Gehalt und ähnliches Eigenkapital führen zu besseren Konditionen bei der Immobilienfinanzierung.

Wie sieht es aber bei ungleichen oder sehr niedrigen Verhältnissen aus?

 

Mehr Eigenkapital? Check!

Die Eigentumsverhältnisse einer Immobilie werden basierend auf dem Kaufvertrag in das Grundbuch eingetragen werden. Wenn einer deutlich mehr Eigenkapital in den gemeinsamen Hauskauf einbringt, könnte dies bedeuten, dass nicht jedem Eigentümer 50 Prozent gehören, sondern einer Person 80 und der anderen lediglich 20 Prozent.

Bei einer Finanzierungsrate von 80 Prozent und einem Eigenkapital von 30 000 Euro und 8 000 Euro könnte dies bedeuten, dass Immobilien bis zu einem Kaufpreis von 190 000 Euro gekauft werden können. Getrennt wären lediglich eine Eigentumswohnung mit einem Kaufpreis von 150 000 beziehungsweise 40 000 Euro möglich. 

Vorsicht: In dieser Rechnung sind noch keine Nebenkosten (zum Beispiel die Maklerprovision oder die Grunderwerbssteuer) für den Kauf des Hauses oder Grundstück eingerechnet!

Durch die Steigerung des maximalen Verfügungsrahmens, werden auch die Möglichkeiten (Grundstück-Standort, Wohnfläche, Verhandlung, Objektentwicklung etc.) beim Immobilienkauf erhöht.

 

Höhere Kreditwürdigkeit? Naja…

Auf unserer Suche sind wir früh so weit gekommen, dass uns eine Wohnung gut gefallen hatte und wir ein Finanzierungsangebot der Bank eingeholt hatten.

Das Feedback der verschiedenen Banken zu unseren Unterlagen war freudig und ernüchternd zu gleich. Was waren unsere Voraussetzungen zu Beginn unserer Immobiliensuche in 2016?

Marielle noch in der Probezeit, aber mit Ende in Sicht, einer verbeamteten Mutter und eine existierende Immobilie, die als Sicherheit gelten könnte.

Mike als noch selbstständiger Trainer, gerade fertiggestelltem Studium und Beginn der Bewerbungsphase.

Und die Reaktion der Bank? „Ja, Frau Jakob gerne bieten wir Ihnen eine 80 % Finanzierung auf zehn Jahre mit Sondertilgung zu einem Zinssatz von etwa einem Prozent an. Wenn Ihr Freund ebenfalls beteiligt ist, dann sieht es leider sehr viel schlechter für Sie aus.“

Gut mittlerweile sehen unsere Verhältnisse anders aus. Wir beide haben inzwischen unbefristete Arbeitsverträge, haben die Probezeit weit hinter uns gelassen und sind inzwischen sogar verheiratet. Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht der Bank bei einer Baufinanzierung. 

Das Argument ist inzwischen von unserer Kontra- zu unserer Pro-Liste gewandert.

 

Extra Tipp für Familien beim Hausbau oder Immobilienkauf:
Wenn Ihr bislang noch keine Immobilie besitzt und ein (oder mehrere) Kind (Kinder) habt, könnt Ihr auch noch Baukindergeld beantragen – Informationen dazu gibt es direkt bei der KfW-Bank!

 

Geringere Tilgungsrate? Check!

Unabhängig von der Bank und von individuellen Voraussetzungen fällt die monatliche finanzielle Belastung für den einzelnen Käufer einer Immobilie geringer aus, wenn diese zu Zweit erworben wird.

Der entscheidende Vorteil liegt – wie beim erhöhten Eigenkapital auch – in der Erweiterung der Investitionsmöglichkeiten. Sowohl die Anzahl der kaufbaren Objekte als auch die Optionen der Objektentwicklung (bspw. bei einem Neubau oder einer Sanierung) erhöhen sich bei gleichbleibender individuellen finanziellen Belastung aufgrund der Baufinanzierung.

 

3) Eindeutige Vertragsgrundlagen

Ein Grundstück oder eine Immobilie kannst Du nur über einen Notar, der die Eigentumsverhältnisse ins Grundbuch einträgt, abwickeln. Danach ist schriftlich und bindend festgelegt, wem wie viel Prozent am Objekt gehört – so wie es der Kaufvertrag vorsieht. 

Dies ist bei der gemeinsamen Investition in Aktien überhaupt nicht der Fall. Wir haben zwar eine Excel-Datei in der drin steht, dass Marielle x Prozent und ich y Prozent investiert haben, aber diese Datei hat keinerlei rechtliche Grundlage. Im Streit- oder Trennungsfall müssten wir den Depotbestand 50:50 aufteilen – Marielle hätte damit große Nachteile, da sie bisher mehr eingebracht hat. 

Die Übersicht kann ohne weiteres gefälscht, verändert oder gelöscht werden. Außer unserem gegenseitigen Vertrauen, dass auch im Falle einer Trennung so viel Rationalität existiert, das Investment gerecht aufzulösen, haben wir keine Sicherheit.

Bei einer Immobilie sieht dies aufgrund des Grundbucheintrags anders aus! Natürlich kommen dafür auch noch einmal Kosten für den Notar und die Eintragung als Eigentümer in das Grundbuch für Euch als Käufer hinzu. 

 

4) Zwei müssen vom Objekt und Vorhaben überzeugt sein

Okay, diesen Vorteil gibt es nicht nur speziell bei Immobilien. Aufgrund der höheren Investitionssumme und der Fremdfinanzierung, ist er hier jedoch sehr wichtig.

Auswahl, Besichtigung, Planung, Verhandlung des Kaufpreises mit dem Verkäufer und der Baufinanzierung, Vermittlung an etwaige Mieter und Objektentwicklung sind alles Beispiele bei denen es auf unsere beiden Meinungen ankommt.

Aus Erfahrung können wir Dir sagen, dass dies nicht einfach ist. Unsere Expertisen sind in völlig unterschiedlichen Bereichen aufgebaut, so dass teils echt dumme Fragen einer Seite dabei rauskommen. Diese müssen dann wiederum so niedrig-schwellig beantwortet werden, dass selbst mit wenig Ahnung das Argument verstanden werden kann.

Das funktioniert natürlich nur, wenn Ihr auch ein heterogenes Team seid. Sollten Eure Expertisen in den selben Bereichen liegen, dann kann es sogar zum Nachteil werden.

Empfehlenswert wäre dann Euch in unterschiedlichen Bereichen weiterzuentwickeln oder eine dritte Partei mit ins Boot zu holen. Diese müsste am Erwerb selbst nicht beteiligt sein, aber könnte als Argumentationsprüfer vor Eurem Hauskauf dienen.

 

5) Der Igel gewinnt ja auch gegen den Hasen

Nicht weil er schneller oder der bessere Läufer wäre, sondern weil er die Arbeit mit seinem Partner geteilt hat. Anstelle ständig von Punkt A zu Punkt B zu rennen, hat der eine Igel die Kommunikation an einem Ort und der andere Igel am anderen Ort übernommen.

Das ist eine sehr kluge Idee, vor allem, wenn ein Projekt so aufwendig ist, wie der Kauf und die Verwaltung von einer oder gar mehrerer Immobilien. Schließlich reden wir vom Investieren – einer Kapitalanlage – das bleibt selten bei nur einer einzigen.

Eine Immobilie kaufen und vermieten bringt jede Menge Arbeit zum Aufteilen: Recherche der Objektbeschreibung, Besichtigung des Grundstücks, Verhandlungen über den Kaufpreis mit dem Verkäufer oder Makler, Kaufvertrag prüfen und anschließend verwalten, die Abrechnung der Nebenkosten erstellen, Entwicklung und so weiter und so fort.

 

Fazit der Pros

Ziemlich viel, was für einen Immobilienkauf als Paar sprechen würde. Natürlich nur unter der Perspektive einer Kapitalanlage – das Eigenheim ist hier selbstverständlich nicht gemeint. Schließlich sprechen wir von Investitionen und nicht von Verbindlichkeiten.

Merken:

Als Paar kann das Risiko beim Immobilienkauf durch Erweiterung der strategischen Möglichkeiten unter den richtigen Voraussetzungen (heterogenes Team, gegenseitige finanzielle Absicherung und Arbeitsteilung) reduziert werden.

Bis hier hin:

Ja, wir würden als Paar in eine Immobilie investieren.

 

3 Gründe gegen den Immobilienkauf als Paar

So einfach ist es dann aber doch nicht. Leider spricht auch ziemlich viel gegen einen Immobilienkauf als Paar.

 

1) Bis, dass der Immobilienverkauf Euch scheidet

Trotz inzwischen 10 Jahren Beziehung ist dies für uns das größte Gegenargument. Im Regelfall werden Immobilien deutlich länger gehalten als Aktien, da gerade nach vollständiger Tilgung, ein (kontinuierlicher) passiver Geldeingang verbucht werden kann.

Bei einer Trennung müsste dann entschieden werden, ob die Immobilie gehalten wird oder, ob versucht wird ein Käufer zu finden. Bei letzterem würde es auch nicht von heute auf morgen passieren, sondern setzt eine weitere Zusammenarbeit mit dem Ex-Partner voraus. Ansonsten drohen große Verluste, wenn das Objekt an den erstbesten Käufer gehen muss, nur damit es schnell genug geht. 

Sollte das Investment fortgesetzt werden, müsste eine Lösung gefunden werden, den Geldeingang auf die separaten Haushalte umzulenken. Und die anfallende Arbeit müsste ebenfalls organisiert und entsprechend verteilt werden.

Egal wie das Szenario aussehn würde, wir müssten definitiv weiterhin miteinander arbeiten und das obwohl wir uns auf einer emotionalen Achterbahnfahrt befinden würden.

 

Präventiver Lösungsansatz

Bei einem Immobilienkauf könnt Ihr Regeln aufstellen, wie mit dem Objekt im Falle einer Trennung umgegangen werden sollte.

Zwar ist auch dies kein Garant für eine friedliche Lösung (wobei es auch nicht zwangsläufig zu einer hässlichen oder überhaupt zu einer Trennung kommen muss), aber vorher aufgestellte Regeln sind leichter einzuhalten als solche, die in einer emotionalen Situation ad hoc entstehen müssen.

Wir selbst haben unsere Regeln inzwischen in einem Ehevertrag dokumentiert und von einem Notar beglaubigen lassen.  

Hast Du Ideen wie eine Vorab-Einigung aussehen könnte?

 

Versteckter Vorteil

Es gibt halt doch immer die andere Perspektive.

Bei Immobilien sind – im Gegenzug zu Aktien – keine emotionalen und überhasteten Veräußerungen möglich. Die im ersten Moment zwar Befriedigung, im zweiten aber sehr viel Ärger und Reue bringen würden.

Das langsame Vorgehen ermöglicht rationales Nachdenken und zwingt zur Zusammenarbeit.

 

2) Kreditbedingungen von zwei Personen abhängig

Ich habe es bereits angesprochen. Bei unterschiedlichen Ausgangssituationen kann das (sehr starke) Auswirkungen auf die Kreditbedingungen der Banken haben.

Dies kann von deutlich höheren Zinsen bis hin zur Ablehnung als Immobilienkäufer reichen. Eben je nachdem wie nah oder weit die jeweiligen Voraussetzungen auseinander liegen. Hier sind Extremsituationen denkbar, für die Ihr im Fall der Fälle bereits Alternativen zur Verfügung haben solltet.

 

3) Ungleiches Wissen, Vermögen und Arbeitsaufwand

Du magst vielleicht denken:

Hä? Das war doch oben noch ein Vorteil! Gerade habt ihr doch noch erzählt, dass ihr euch in eurem Wissen ergänzt, die Arbeit teilt und euer unterschiedliches Vermögen dennoch bereichert. Wieso ist es jetzt ein Nachteil?

Das Leben ist leider nicht schwarz-weiß, sondern ziemlich bunt oder zumindest verschieden Grau.

Ungleichheiten erhöhen das Streitpotential. Dies kommt vor allem dann zu Stande, wenn eine der beiden Person weniger stark hinter der Investition steht und dadurch gefühlte Ungleichheit entsteht.

Formale Ungleichheit kann eine Stärke sein und wir verbuchen es für uns definitiv als Argument für den Immobilienkauf als Paar.

Gefühlte Ungleichheit in Form von „Du ruhst dich auf meinem Geld, meinem Wissen oder meiner Arbeitsleistung aus!“ ist definitiv ein Gegenargument.

Klar kann so etwas durch Stress entstehen und wird auch in der ersten Zeit vom Partner mit abgefangen. Aber sollte die Situation eintreten, dass eine dauerhafte Mehrbelastung für die eine Seite eintritt, dann ist der Streit vorprogrammiert.

 

Fazit der Kontras

Da ist sie dahin, die Idylle des gemeinsamen Immobilienkaufs. Zumindest auf den ersten Blick.

Auf den zweiten Blick bedeutet es für uns, dass wir als Paar einige Besonderheiten zu beachten haben, wenn wir gemeinsam eine Immobilie kaufen und vielleicht sogar vermieten möchten. Und uns über diese im Vorfeld, einige Gedanken machen sollten!

Die meisten Dinge im Leben erscheinen nur so schlimm oder werden nur so schlimm, weil sie plötzlich kommen und Ihr Euch in der Situation nicht vorbereitet fühlt.

Glücklicherweise ist es aber auch so im Leben, dass die meisten Dinge am Ende gar nicht schlimm sind oder Ihr sie ganz gut umgehen könnt, wenn Ihr wisst, dass sie kommen können.

 

Immobilie kaufen als Paar  – Ein Ausblick

Neben den ganzen beziehungsrelevanten Argumenten, gibt es auch noch rechtliche zu beachten: 

  • Es macht einen Unterschied, ob wir verheiratet sind oder nicht.
  • Der Kauf einer Immobilie hat vor allem als Vermieter Auswirkungen auf die Steuererklärung, also alle Unterlagen aufbewahren.
  • Darüber hinaus gibt es die Option ein Unternehmen zu gründen, das sich mit der Akquise, Verwaltung, Vermietung und dem Verkauf von Immobilien beschäftigt.

Mit all diesen Punkten lohnt es sich, sich auseinander zu setzen. Aber erst, wenn Ihr die oben beschriebenen 8 Gründe für und gegen einen Immobilienkauf als Paar für Euch abgewägt habt! 

Für mehr Hintergrundwissen sorgen übrigens Aleks und Miriam vom Kanal Immobilien mit Kopf

Hast Du schon Mal gemeinsam mit Deinem Lieblingsmenschen eine Immobilie gekauft? Schreibe Deine Erfahrung in die Kommentare oder schicke sie uns an info [at] beziehungs-investoren.de

P. S.: Folge uns für persönliche Eindrücke auf Instagram.

Weitere Artikel, die Dich interessieren könnten:

​Im ​vergangenen Sommer haben wir eine Reihe an Veranstaltungen ​durchgeführt unter anderem zu Investitionen und zu ETFs. Dabei kamen im Vorfeld bereits zahlreiche Fragen, wobei sich eine stets wiederholte.

​Wie kann ich nachhaltig investieren?

Vor allem bei unseren ETF-Meet-Ups war es ein sehr begehrtes Thema. Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten es wirklich wissen.

Zum Beispiel Andrea hatte uns im Vorfeld bereits eine Mail geschickt und dann im Meet-Up nachgefragt. Sie hatte keine Lust in Großkonzerne zu investieren, die schädlich mit unserer Umwelt und Lebewesen umging.

​Tabak, Rüstung, aber auch Unternehmen wie Nestlé sollten keinesfalls in ihrem Sparplan enthalten sein.

​Mit erschrecken stellten wir jedoch fest, dass wir Andrea keine zufriedenstellende Antwort liefern konnten. Zwar gab es ETFs, die sich nachhaltig nannten, jedoch war unter den größten Positionen stets das viel diskutierte Nestlé vertreten.

Genau das Unternehmen, das auf jeden Fall ausgeschlossen werden sollte.

Woran liegt das?

Bei ETFs kannst Du bestimmte Branchen aus- oder einschließen. Das funktioniert gut für die Tabak- und Rüstungsindustrie. Doch breit aufgestellte Konsumgüter wie Nestlé fallen einfach nicht in diese Kategorien.

​ETFs bilden einen Index ab und anscheinend gibt es keinen Index, der sich wirklich umfassend auf Nachhaltigkeit spezialisiert hat. Das Dilemma bleibt also: Andrea könnte nur mit schlechtem Gewissen investieren. Das kommt für sie nicht in Frage​. Also vergammelt ihr Geld nun weiter auf dem Sparbuch?

Hoffentlich nicht. Denn ein Blick außerhalb der ETF-Welt führte uns zu einem Unternehmen, das sich auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert hat: Die Grünes Geld GmbH in Aschaffenburg.

​Dieses Unternehmen hat klare Kriterien und Standards, die erfüllt sein müssen, sodass eine Investition als nachhaltig und sinnvoll gilt.

Wir haben uns mit der Geschäftsführerin ​Carmen Junker getroffen, um mehr über nachhaltige Geldanlagen zu erfahren. Schließlich schulden wir Andrea und unseren anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch eine Antwort.

Das Interview mit Carmen Junker in voller Länge im Beziehungs-Investoren Podcast.

Dieser Artikel basiert auf einem spannenden Interview mit Carmen Junker von der Grünes Geld GmbH aus Aschaffenburg. Das komplette Gespräch gibt es jetzt auch im neuen Beziehungs-Investoren Podcast auf die Ohren!

Die Folge findest Du auf iTunes, Spotify und allen anderen Podcast-Plattformen. Oder Du klickst direkt hier:

​Carmen Junker hat 2007 zusammen mit ihrem Mann Gerd das Unternehmen Grünes Geld gegründet. Bereits davor war sie als Finanzdienstleisterin rund um nachhaltige Geldanlage tätig. Dabei ging es ​dem Ehepaar genauso wie Andrea: sie wollten nachhaltig investieren, doch fanden keine Möglichkeiten. Und das, obwohl Frau Junker als gelernte Bankkauffrau und Filialleiterin einer Sparkasse nun wirklich an der Quelle saß.

Im Interview mit Carmen Junker durften wir einiges über nachhaltige Geldanlage lernen:

​Wie wird Nachhaltigkeit definiert?

​Bevor wir zu den Investitionsmöglichkeiten kommen, klären wir zunächst, was Nachhaltigkeit überhaupt bedeutet. ​Gefühlt kann und wird heute fast alles als nachhaltig bezeichnet.

Das passiert, wenn es keine klare Übereinkunft gibt, was ein Begriff bedeutet und damit keinerlei Richtlinien ​existieren. So auch die Nachhaltigkeit.

Daher ​ist für Dich wichtig festzulegen, wann eine Geldanlage für Dich tatsächlich nachhaltig ist. Was sind Deine Kriterien?

Nachhaltige Entwicklungsziele der UN als Kriterien

​Du könntest Dich zum Beispiel an die Entwicklungsziele der UN halten und darauf achten, dass Deine Investitionen auf diese Ziele einzahlen.

​Quelle: Bundesvereinigung Nachhaltigkeit

​Nun hast Du die Möglichkeit Unternehmen oder Projekte auszuschließen, die gegen eines der Ziele (massiv) verstoßen oder nur solche in Dein Portfolio aufzunehmen, die mindestens eines dieser Ziele explizit unterstützen.

ESG-Kriterien als Nachhaltigkeitsmessung

Environment, Social und Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung dienen als weitere Beurteilungskriterien für nachhaltige Unternehmen und Projekte.

Die ESG-Kriterien werden hauptsächlich ​mittels des Best-in-Class-Ansatzes verwendet: Branchenintern werden alle Unternehmen nach diesen Kriterien beurteilt und in eine Rangfolge gebracht. Das Unternehmen, das am besten abschneidet, erhält das Siegel der Nachhaltigkeit.

Dabei gibt es kein Ausschlusskriterium und auch Branchen wie die Waffenindustrie haben daher einen nachhaltigsten Player. Ob dieser nun wirklich nachhaltig ist oder schlicht der am wenigsten schlimme ist, lässt sich auf den ersten Blick nicht beurteilen.

Dieser Ansatz erklärt aber auch, wie es beispielsweise Nestlé in die nachhaltigen ETFs schafft, obwohl viele Menschen Nestlé intuitiv nicht mit Nachhaltigkeit in Verbindung bringen.

Welche nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten gibt es?

​​Im Interview mit Carmen Junker lernten wir, dass im Grunde in jede Anlageform auch unter nachhaltigen Kriterien investiert werden kann. Dazu zählen unter anderem Aktien, Immobilien und Crowdinvesting.

Spannender ist jedoch, dass ​auch eine Anlage in einzelne Projekte möglich ist. Beispielsweise in den Bau einer Solarfarm oder in Schulprojekte in Entwicklungsländern. Dafür investierst Du jedoch meist einen größeren Betrag als die „üblichen“ 25 Euro in den ETF-Sparplan.

Wie kannst Du in einzelne Projekte ​investieren?

Unternehmen wie „Grünes Geld“ übernehmen die Vermittlung und die Auswahl solcher Projekte. Dabei werden weitere Kriterien zu Grunde gelegt, um den Erfolg der Unternehmung zu gewährleisten.

​Dabei kommt es unter anderem darauf an, wie viel Erfahrung die Projektleitung bei der Umsetzung bereits hat, wie gut die Finanzierung läuft, wie oft mit den Personen bereits zusammengearbeitet wurde und natürlich, ob es sich tatsächlich um ein nachhaltiges Projekt handelt.

Bei dieser direkten Investition in ein Projekt (bpsw. Finanzierung einer Immobilie für einen Kindergarten) ist die Mindestinvestition deutlich höher, weshalb sich für kleinere Beträge als Alternative Crowdinvesting-Plattformen eignen.

​Crowdinvesting-Plattformen unterstützen entweder einzelne Projekte oder ganze Start-Ups dabei, das nötige Kapital für die Umsetzung einzusammeln. Eine Übersicht diverser Plattformen findest Du bei Kilian und Robin.

Wieso lohnen sich aktiv gemanagte Nachhaltigkeitsfonds?

Bekanntlich sind wir keine Fans aktiv gemanangter Fonds. Dies liegt vor allem an den hohen Gebühren und wie diese über die gängigen Banken auf Provisionsbasis verkauft werden.

Im Gespräch mit Carmen Junker von Grünes Geld wurde jedoch klar, warum es im Sinne der Nachhaltigkeit sehr sinnvoll sein kann, sich für einen solchen Fonds zu entscheiden:

Der Manager des Fonds hat die Möglichkeit und nutzt diese auch, bei den Jahreshauptversammlungen zu erscheinen und explizite Nachfragen zu stellen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit bedeutet dies, dass die angestrebten Ziele hinterfragt werden können und mit dem entsprechenden Kapital im Rücken auch Druck ausgeübt werden kann.

Darin besteht auch die Möglichkeit eine Veränderung als Privatinvestor hervorzurufen. Je mehr Kapital in nachhaltig Anlageformen / -Fonds fließt, je größer ist auch der Einfluss auf die gesamte Branche.

Durch Anlagen in ETFs entfällt diese Einflussmöglichkeit.

​​Weitere Möglichkeiten der nachhaltigen Investition

Uns interessieren am meisten gezielte Projekte für Investitionen. Allerdings fehlt es uns noch am nötigen Kapital, um eine gute Diversifikation zu erreichen. Aktiv gemanagte Fonds fallen für uns ebenfalls raus. Und bei Aktien schließen wir lediglich gesamte Branchen oder einige zweifelhafte Unternehmen aus. Gibt es da nicht noch andere Investitionen?

​Selbstverständlich.

Letztes Jahr kauften wir uns normierte, wiederverwendbare Baumwollsäckchen für Obst und Gemüse. Kirschtomaten, Trauben und Co. wandern nun in einen solchen Sack und nicht mehr in die Plastiktüte, wenn wir sie kaufen.

Für kurze Wege verwenden wir das Fahrrad, gehen zu Fuß oder benutzen die öffentlichen Verkehrsmittel.

Auf einem Südbalkon eignet sich eine Fotovoltaikanlage, um einen Teil des Stromverbrauchs durch frische Sonnenenergie zu ersetzen.

Diese Investitionen bringen für die Umwelt, die eigene Gesundheit und das Portmonaie bereits eine gute Rendite.

Investierst Du bereits in nachhaltige Anlageformen? Wie gehst Du dabei vor? Schreibe es uns in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch mit Dir.

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Mehr Geld sparen im neuen Jahr – ist das Euer Vorsatz?

Um dieses Vorhaben umzusetzen, braucht es die besten Spartipps. Und genau diese haben wir für Euch gesammelt: 20 Spartipps für 2020.

Einige Möglichkeiten um weniger auszugeben, kennt Ihr vielleicht schon. Andere werden Euch neu sein. Teilt in den Kommentaren Eure zusätzlichen Sparmöglichkeiten mit uns, sodass wir alle gemeinsam weniger Geld ausgeben und stattdessen ein kleines Vermögen in diesem Jahr ansparen können.

Du schaust lieber Video als zu lesen? Dafür gibt es seit diesem Jahr unseren Youtube-Channel:

1. Versicherungen & Verträge prüfen

Der Jahresanfang bietet sich an, um Eure Versicherungen und Verträge zu prüfen. Habt Ihr noch die besten Angebote und Bedingungen? Durch Vertragswechsel oder -Kündigungen spart Ihr in 2020 ohne großen Aufwand viel Geld.

Mindestens einmal im Jahr solltet Ihr Eure bestehenden Verträge kritisch prüfen:

  • Wird alles tatsächlich noch benötigt?
  • Welche Bedingungen haben sich (ggf. zu Eurem Nachteil) verändert oder werden sich ändern?
  • Welche aktuellen Angebote sind besser als Eure bestehenden Verträge?

Diesen Check gilt es nicht nur für Versicherungen aller Art (Hausrat, Haftpflicht oder Reiseschutz) zu machen, sondern auch für jegliche andere Verträge. Dies kann zum Beispiel der teure Tarif Deines Handyvertrags, der Stromlieferant* oder auch Abos für’s Fitnessstudio, Zeitschriften oder Netflix sein.

Bequem und wirklich super schnell könnt Ihr Eure Verträge online mittels Plattformen wie Check24* vergleichen und bei Bedarf direkt kündigen oder neu abschließen.

Manchmal reicht auch schon der Wechsel in einen anderen Tarif beim Dienstleister, damit Du nicht mehr zuviel zahlst. Wir selbst haben vergangenes Jahr den Internetanbieter und im Jahr davor den Stromanbieter gewechselt und können in beiden Fällen eine Menge Geld sparen bei unseren neuen Anbietern.

2. Freizeit nach Angeboten organisieren

Nur weil Ihr in 2020 endlich Geld sparen möchtet, müsst Ihr nicht jeden freien Tag oder Abend zuhause vor dem Fernseher verbringen. Freizeitaktivitäten kosten selbstverständlich oft Geld und sind teurer als zuhause bleiben. Doch sparen ist hier einfacher als gedacht!

Wie das geht? Durch geschickte Planung Eurer Freizeit.

Nutzt spezielle Angebote, wie Museumstage (viele Städte bieten an einem bestimmten Wochentag reduzierte Eintritte in städtische Museen an) oder geht mal wieder am Kinotag (zum günstigeren Preis) einen Film schauen.

Besucht die lokale Touristeninformation oder nutzt die Onlinesuche, um passende Angebote und Aktionen in Eurer Nähe zu finden und Ihr werdet sehen: Freizeit kann so günstig sein!

3. Einnahmen & Ausgaben tracken

Wenn Ihr in 2020 endlich gemeinsam Geld sparen möchtet, ist der allererste Schritt: Trackt Eure (gemeinsamen wie individuellen) Einkommen und Ausgaben.

Dies funktioniert ganz ​easy: Schreibt einfach alles auf – wirklich alles!

Egal, ob per App oder auf einem Zettel. Das Wichtige ist, dass Ihr alles, was Ihr kauft, jede kleine und größere Ausgabe notiert. Genauso schreibt Ihr, welche Einkünfte Ihr erzielen konntet, sodass Ihr am Monatsende genau wisst, was auf Eurem Girokonto rein und raus gegangen ist.

Im zweiten Schritt setzt Ihr Euch dann Budgets für einzelne Lebensbereiche. Im dritten Schritt findet Ihr das perfekte Kontenmodell für Euch. Im vierten Schritt entdeckt Ihr Optimierungspotential – sowohl bei dem, was rein kommt als auch bei dem vom Konto abgeht. Zu guter Letzt beginnt Ihr zu investieren und gemeinsam ein Vermögen aufzubauen.

Klingt alles ziemlich viel und kompliziert?

Mit unserem Workbook „Finanzüberblick für Paare“ bekommt Ihr eine Schritt-für-Schritt-Anleitung rund um die Themen Kontenmodelle, Haushaltbuch und Finanzplanung in der Beziehung.

Mit dabei ist der Excel-Finanzplaner für Paare, damit Ihr direkt anfangen könnt Eure Geldein- und ausgänge zu tracken.

So wird Sparen in 2020 strukturiert möglich und Ihr arbeitet gemeinsam an Eurer Zukunft.

4. Steuererklärung frühzeitig machen

Steuern sparen wollen wir alle. Doch wer Steuern zahlt und diese wieder zurück möchte, muss eine Steuererklärung erstellen. Die meisten Deutschen erhalten dadurch tatsächlich Geld zurück. Nachzahlungen sind deutlich seltener. 

Daher empfehlen wir: Erstellt in 2020 frühzeitig Eure Steuererklärung, um zu sparen. So spart Ihr zwar kein Geld, jedoch erhaltet Ihr Eure Rückzahlung früher und könnt mit diesem Geld weiterarbeiten. Ihr spart also Zeit, in der das Geld nicht bei Euch ist. 

Um die Erklärung frühzeitig zu erstellen, könnt Ihr direkt im Januar alle nötigen Daten und Informationen zusammensammeln. 

SteuerSparErkl�€rung

Sobald alle Belege und Unterlagen vorliegen (die meisten Banken versenden bspw. die Auskünfte über die Kapitalertragssteuer bis Mitte Februar), könnt Ihr Eure Steuererklärung erstellen.

Um dabei nicht auf einen Steuerberater angewiesen zu sein (und erneut Geld zu sparen), nutzen wir seit Jahren die Software Steuertipps*. Die Kosten dafür könnt Ihr übrigens von der Steuer absetzen!

5. Essensplan & Einkaufen nach Liste

Wir predigen es seit Jahren, doch haben wir selbst in 2019 an dieser Stelle nicht konsequent gespart: Die alltäglichen Einkäufe für Lebensmittel im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt.

Doch in 2020 wird sich dies wieder ändern und wir werden unseren 4-wöchigen Essensplan nutzen. Damit sind unsere Gerichte vorgeplant und wir wissen, was wir einkaufen müssen. In den Laden gehen wir mit einer vollständigen Einkaufsliste und kaufen so deutlich weniger unnütze Dinge und vor allem auch gesündere Lebensmittel.

Spontankäufe werden reduziert und Ihr spart dadurch jeden Monat bares Geld aus dem Topf „Lebenshaltung“. Zeit für die Frage „Was sollen wir heute essen?“ sparst Du Dir auch noch.

Wenn Ihr Inspiration für Euren eigenen Essensplan sucht, findet Ihr unseren hier – die Einkaufslisten für alle 4 Wocheneinkäufe sind direkt dabei, sodass es mit dem Sparen beim Einkaufen losgehen kann.

6. Stromsparstecker

Strom sparen ist nicht nur gut für’s Geld sparen sondern auch für die Umwelt. Die meisten unserer Geräte (Laptop, TV oder auch die Waschmaschiene) verbrauchen im Standbye-Modus bereits sehr wenig Strom. So wenig, dass wir die Stecker viel zu selten herausziehen. Viel einfacher ist es einen Stromsparstecker* einfach auszuschalten.

Doch noch etwas mehr sparen könnt Ihr, indem Ihr Euch Stromsparsteckerleisten* anschafft und diese am Abend durch einen einfachen Klick ausschaltet. Keine Geräte mehr im Standbye wird Euch in 2020 weiteres Geld sparen – probiert es mal aus!

7. Wohnung untervermieten bei Abwesenheit

Wenn Ihr dann unterwegs seid und Geld für Eure Reisen ausgebt, steht Eure Wohnung leer und Ihr zahlt dennoch weiterhin Miete dafür. Schon mal überlegt, diese während Eurer Abwesenheit via AirBnB zu vermieten?

Durch diese zusätzliche Einnahme könnt Ihr in 2020 wieder mehr Geld sparen und idealerweise direkt anlegen.

Mehr über unsere Erfahrungen als AirBnB-Gastgeber könnt Ihr hier lesen. Wir sparen all unser zusätzliches Einkommen über AirBnB in unsere Immobilienrücklage. So zahlen unsere Gäste durch ihre Miete nach und nach unseren Kredit für unsere Wohnung ab.

Möchtet Ihr auch AirBnB-Gastgeber werden*? Dann schaut direkt nach, welche Mietpreise in Eurer Gegend möglich wären und legt Euer Profil an.

8. Leitungswasser trinken

Noch so ein Alltagsspartipp: Leitungswasser statt gekauftem Wasser trinken. Spart neben Geld in 2020 auch jede Menge Energie, da keine schweren Getränkekästen in den dritten Stock getragen werden müssen.

Wenn Ihr nicht sicher seid, wie es um die Rohre in Eurer Wohnung bestellt ist: Es gibt praktische Filtersysteme*, die Ihr an Euren Wasserhahn anschließt. Für wenig Geld könnt Ihr Euer Wasser so noch einmal reinigen bevor Ihr es trinkt.

Und für die Sprudelwasser-Fans bietet sich natürlich der Soda Stream* an.

Die Anfangsinvestition für Filter oder Stream, habt Ihr schnell wieder eingespart. Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland durchschnittlich 0,002 Euro oder 0,2 Cent. Wie viel Geld müsst Ihr im Vergleich für einen Liter Wasser aus dem Supermarkt ausgeben?

9. Selber machen statt kaufen

Dieser Tipp ist völlig Jahresunspezifisch – Ihr könnt jederzeit damit beginnen mehr selber zu machen anstatt es zu kaufen. Mit etwas Übung macht Ihr Eure Seife, Euer Waschmittel und sogar Kleidung selbst und spart dabei eine ganze Menge Geld. Vielleicht entdeckt Ihr sogar noch ein tolles neues Hobby oder entwickelt daraus eine Geschäftsidee?

Die einfachste Sache zum selber machen und Geld sparen für 2020 ist das Mittagessen: Kocht am Abend etwas mehr oder bereitet Euch leckere Sandwiches oder gesunde Shakes zu, um sie am Mittag anstelle von teurem Fast-Food auf der Arbeit zu essen.

10. Budgets einrichten

Neben dem Tracking Eurer Einnahmen und Ausgaben, ist das Einrichten von Budgets für die verschiedenen Ausgabenkategorien ein wertvoller Spartipp für 2020.

Wie funktioniert’s?

  1. Das Haushaltsbuch des letzten Monats oder Jahres kritisch betrachten und Muster ableiten.
  2. Durchschnittsbedarfe für die Fixkosten errechnen.
  3. Die variablen Posten gemeinsam durchsprechen und einplanen.
  4. Gemeinsame Budgets je Kategorie festlegen.

Wenn Ihr Euch mit dem Thema ​Finanzplanung und vor allem dem sinnvollen Erfassen Eures Budgets sowie der Entnahmen mehr beschäftigen möchtet, empfehlen wir dafür unser Workbook

Im zugehörigen Excel-Tool könnt Ihr jeden Topf Eures Budgets direkt eintragen und bekommt die Abweichung nach der Eintragung Eurer tatsächlichen Zahlen umgehend berechnet. 

11. Fahrrad statt Auto

Eine teure Sache im Alltag ist der Sprit fürs Auto. In 2020 verspricht dieser noch teurer zu werden.

Um in 2020 Geld zu sparen, müsst Ihr nicht direkt Euer Auto abschaffen. Doch kürzere Strecken aufs Fahrrad umzustellen, wird Euch eine Menge Sprit-Ersparnis bringen.

Gerade kurze Strecken benötigen überdurchschnittlich viel Benzin. Dagegen stehen die Kosten für ein ordentliches Fahrradlicht* oder einen neuen Fahrradhelm* in keinem Verhältnis.

Schiebt die Ausreden beiseite, schont die Umwelt! Fahrradfahren ist wirklich nicht nur etwas für sparsame Studenten. Du sparst durch’s Fahrradfahren in 2020 eine Menge Geld und tust gleichzeitig etwas für Deine Gesundheit – also los!

12. Gutscheinblock verwenden

Seit Jahren einer unserer liebsten Spartipps! Ein Gutscheinbuch für Eure Heimatregion zum Essen gehen verwenden.

Am Jahresanfang gekauft (oder zu Weihnachten schenken lassen) bringt es Euch das ganze Jahr über Ersparnisse. Meist bedeuten die Gutscheine, dass eines von zwei Gerichten umsonst oder deutlich billiger ist.

Für Paare, die wie wir, gerne essen gehen und dabei immer wieder neue Orte ausprobieren wollen, ist ein solches Gutscheinbuch ein super Spartipp. Probiert es einmal aus!

13. Wunschliste verwenden

Impulskäufe vermeiden ist Euer größter Vorsatz für 2020, um endlich Geld zu sparen? 

Unser liebster Spartipp und sich dennoch gemeinsame Wünsche zu erfüllen ist eine Wunschliste anzulegen. 

Wie funktioniert es?

  1. Wann immer ein Wunsch aufkommt – ein neuer Mixer, ein neues Technikgadget oder die neue Handtasche – wird er nicht sofort umgesetzt, sondern kommt auf die Wunschliste. 
  2. Auf der  Wunschliste bleibt er mindestens 3  Wochen. 
  3. Nach der vereinbarten Zeit schaut Ihr erneut auf Eure Wunschliste und entscheidet jetzt, ob die Wünsche immer noch bestehen und gekauft werden sollen. 

Ihr werdet merken: Mehr als die Hälfte Eurer Wünsche, werden mit etwas Abstand viel uninteressanter. Und Ihr entscheidet das Geld nicht auszugeben und stattdessen das Geld zu sparen.

Extra Tipp: Viele Dinge sind gebraucht viel günstiger als Neues zu kaufen. Nutzt die 3 Wochen bis zur Kaufentscheidung mit einer kurzen Recherche, ob auf Flohmärkten oder auf Online-Plattformen wie E-Bay Sparpotentiale bei Euren Wünschen vorhanden sind. 

14. Filterkaffee oder Bohnen statt Kapseln

Kaffeekapseln sind eine Umweltsauerei und wahnsinnig teuer. Steigt in 2020 auf Filterkaffee* oder Bohnenkaffee* um. Das ist nicht nur viel billiger, sondern beim Kauf einer hochwertigen Sorte, wird der Geschmacksunterschied minimal sein.

Und dafür spart Ihr eine ganze Menge Geld – je nach dem, wie viel Kaffee ihr trinkt.

15. Konto ohne Kontoführungsgebühren

Immer mehr Banken verlangen Gebühren für die Führung Eures Girokontos oder auch für das Abheben von Bargeld.

Zudem müssen wir damit rechnen, dass in 2020 noch mehr Banken einen Negativzins auf Spareinlagen auf dem Girokonto bzw. auf dem Tagesgeldkonto erheben werden.

Um hier Geld zu sparen, lohnt es sich verschiedene Konten miteinander zu vergleichen. Sollten Eure Konten zu zusätzlichen Kosten führen, empfiehlt es sich das Konto zu wechseln und damit langfristig (und nicht nur in diesem Jahr) Geld zu sparen.

Mit dem nachfolgenden Vergleichsrechner könnt Ihr prüfen, ob ein anderes Girokonto für Euch vielleicht besser geeignet wäre:

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16. Babynahrung selbst herstellen

Ihr habt ein kleines Baby und steht kurz vor der Umstellung von Milch auf feste Nahrung? Für alle Babyeltern lautet der Spartipp rund um die Babynahrung: Selber machen lohnt sich!

Gemüse weich kochen und pürieren klingt nach viel Aufwand. Ist es jedoch nicht. Mit einem integrierten Dampfgarer und Pürierer, geht die Zubereitung wirklich einfach. Wir haben beispielsweise diesen Babybrei-Zubereiter* genutzt.

Anschließend friert Ihr die richtigen Portionsgrößen ein und werdet so eine Menge Geld sparen und in vielen Fällen wird Euer Baby auch noch gesünder essen.

Denn gerade zu Beginn wird Euer Nachwuchs nur wenige Löffel zu sich nehmen und die großen Babygläschen gar nicht schaffen.

17. Bahnfahrten planen

Ihr habt vor im Jahr 2020 viel zu reisen? Egal, ob alleine oder zu zweit. Es lohnt sich Reisen innerhalb von Deutschland frühzeitig zu planen. Denn so findet Ihr bei der Bahn noch günstige Sparangebote. Etwa 3 Monate vorab sind die Tickets erfahrungsgemäß am günstigsten. Achtet auch auf besonderes Angebote bspw. für Studenten und Aktionen – vor allem im Sommer –  der Bahn. Aufmerksam sein, lohnt sich.

Um weiterhin beim Reisen Geld zu sparen nutzen, wir gerne den Flixbus anstelle der Bahn oder suchen uns eine Mitfahrgelegenheit. Bei letzterer bekommt Ihr fast immer eine spannende Unterhaltung mit dazu – völlig kostenlos.

18. Urlaub in der Ferienwohnung statt Hotel

Noch ein Tipp für die Urlaubsplanung 2020? Na klar!

Doch wie wäre es in diesem Jahr mit einem Urlaub in einer Ferienwohnung* anstelle eines Hotels? An der Miete der Unterkunft am Ferienort lässt sich oft eine ganze Menge Geld sparen.

Noch dazu erhaltet Ihr durch Selbstverpflegung vor Ort die Möglichkeit die Kultur am fremden Ort noch besser kennenzulernen – denn ein Supermarktbesuch in einem anderen Land hält immer Überraschungen bereit.

Durch die Einsparungen beim Haupturlaub ist in 2020 vielleicht sogar ein zusätzlicher Wochenendtrip drin – rechnet mal nach!

19. Taschen zum Einkauf mitnehmen

Wenn es zum Einkaufen geht, ist es nicht nur entscheidend eine Liste und einen klaren Essensplan dabei zu haben.

Darüber hinaus spart Ihr in 2020 eine Menge Geld, wenn Ihr jedes Mal Euren eigenen Rucksack oder andere Einkaufstaschen dabei habt. So erspart Ihr Euch die Supermarkt-Tüten zu kaufen.

Besonders toll: Für’s Obst und kleinere Gemüse nutzen wir Baumwollnetze und sparen so auch noch unnötige kleine Plastiktüten ein.

20. Werbung ausschalten

Zu guter Letzt haben wir den besten aller Spartipps für 2020 für Euch: Schaut keine Werbung!

TV-Werbung gehört ausgeschaltet, im Internet hilft ein Pop-Up  Ad-Blocker zumindest etwas und auf Social Media empfehlen wir bewussten Werbekonsum und vor allem das Hinterfragen der Absichten Eurer Lieblings-Influencer.

Denn was passiert, wenn Ihr weniger Werbung konsumiert?

Ganz genau – Ihr kauft weniger und spart damit in 2020 mehr Geld.

Diesen Artikel gibt es auch auf die Ohren im Beziehungs-Investoren Podcast:

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Gerade erst kam das Bundeskabinett zur Digital-Konferenz zusammen.  Einige Tage später berichtet Sascha Lobo auf der Transactions 19, dass die Glasfaseranbindung  /-verbreitung in Deutschland auf dem selben Level wie in Angola sei.

​Halt Stopp – Transactions? Was ist das denn nun für eine Veranstaltung? Und was hat diese mit einem Finanzblog zu tun?

Mit der Transactions 19 wurde ein ​neues Veranstaltungsformat geschaffen für die Payments- und Bankingbranche – der Tag in Offenbach ​am Main brachte die Vertreter und Experten der Branche sowie weitere Interessierte (zu denen auch wir gehörten) zusammen.

​Der Transparenz wegen sei an dieser Stelle gesagt, dass wir die Tickets zur Transactions 19 kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben und im Gegenzug diesen Artikel verfassen. Ein reguläres Ticket hätte 499 Euro (399 Euro im Vorverkauf) gekostet.

​Transactions19 – Was ist passiert?

Auf der Bühne fanden verschiedene Panel-Diskussionen und Keynotes statt. Jede einzelne Session war hochkarätig besetzt – so waren beispielsweise ​Sibylle Strack (Geschäftsführerin von Kontist), Dr. Reiner Brüggestrat (Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank) und Annette Siragusano (Leiterin der Unternehmenskommunikation der Comdirect Bank AG) im Panel rund um’s „Banking 3.0“ vertreten.

Die erste Keynote des Tages hielt ​Prof. Dr. Gunther Dueck zum Kern-Thema des Tages „Digitalisierung, Industrie 4.0, Arbeit 4.0 und Auswirkungen auf die Bank & Payment-Branche“.

Die letzte war ​vom Autor und Digitalisierungs-Experte Sascha Lobo, der einmal mehr bewiesen hat, dass er ​das Thema unterhaltsam und einprägend aufbereiten kann.

Zum Ausklang des Events wurde der Fintech-Award vergeben – in zwei Kategorien mit jeweils einem Jurypreis sowie einem Publikumspreis. Gewonnen haben:

​FinTech des Jahres 2019 (Jury): ​Klarna

​FinTech des Jahres 2019 (Publikum): ​N26

NewComer des Jahres 2019 (Jury): Trade Republic

NewComer des Jahres 2019 (Publikum): Tomorrow

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Gewinner und auch alle anderen Nominierten!

Transaction 19 – Wie fanden wir die Veranstaltung?

Im Vorfeld konnten wir uns unter der Transactions 19 wenig vorstellen. Doch das Format erschien uns von Anfang an spannend und die Speaker überzeugten sowohl im Vorfeld als auch ​vor Ort. Denn jeder einzelne ist ein wahrer Experte seines Fachs und hat wertvollen Input zur Veranstaltung beigetragen.

​Es war sehr spannend zu sehen, wie weit die Technologien in anderen Ländern vorangeschritten sind. Den Januar verbringen wir in Malaysia und Thailand – mal sehen, ob wir den dargstellten Unterschied zwischen Asien und Europa merken werden.

​Für Deutschland und Europa sind solche Veranstaltungen wichtig. Die Transactions 19 hat es geschafft, Menschen zu vernetzen und einen Austausch anzuregen. Mit einem Shift von „was haben wir alles verpasst“ hinzu „wie können wir unsere Zukunft gestalten“ würde dem Ganzen die Krone aufsetzen.

​Der Sound

Die Location – der alte Stahlbau in Offenbach – war super weitläufig und gab der Transactions 19 einen passenden Rahmen. ​Darunter litt allerdings die Soundqualität, denn in den hinteren Reihen war es nur schwer möglich das Gesagte zu verstehen.

​Von einigen Speakern erfuhren wir im direkten Gespräch, dass sie sich selbst und die anderen Panelteilnehmer auf der Bühne kaum verstehen konnten.

​Vermutlich hätten Boxen rund um die Sitzplätze geholfen, das Verständnis zu erhöhen.

Und für alle, die nicht alles verstanden haben gibt es gute News: Die Diskussionen und Vorträge sollen nach und nach noch im paymentandbanking Podcast​ erscheinen und können so nachgehört werden.

Das Mindset

​Alle Veranstaltungspunkte hatten eins gemein: Sie legten die Probleme und Herausforderungen der Branche in Europa und Deutschland in Bezug auf bestimmte Bereiche sehr klar und nachvollziehbar dar.

Was uns fehlte waren adäquate Lösungsvorschläge. Vielleicht ist es ein typisch deutsches Mindset, Herausforderungen negativ zu sehen und ausführlich zu analysieren, was in der Vergangenheit alles falsch (oder fälschlicherweise nicht) gelaufen ist.

Doch um aus einer solchen Veranstaltung motiviert herauszugehen und zu wissen, was die nächsten Schritte sein sollten, braucht es Lösungsansätze und kreative Ideen für die Zukunft.

Davon wünschen wir uns nächstes Jahr definitiv mehr!

Transactions19 – Was nehmen wir mit?

Die Top Erkenntnisse aus dem Tag waren für uns:

  • Die Banking-Branche steht vor enormen Herausforderungen: ​veränderte Prioritäten der Kunden, Digitalisierung und wachsende Konkurrenz.
  • Die Payments-Möglichkeiten unterliegen einem rapiden Wandel und sind abhängig von kulturellen Gegebenheiten – es bleibt spannend, wann und ob wir in Deutschland das Bargeld durch Mobile Payment oder eine Weiterentwicklung davon ersetzen.

Darüber hinaus, war die Transactions 19 ein tolles Event für uns ​persönlich, die Payments- und Bankingsbranche noch genauer kennenzulernen. Es gab leckeres Essen, viele spannende und sympatische Menschen und sehr viel Fachwissen.

Für diejenigen innerhalb der Branche war es die perfekte Gelegenheit sich weiter zu vernetzen, über aktuelle Trends zu diskutieren und von anderen Experten zu lernen.

Unsere Empfehlung ist klar: Lasst die Transactions ​zu einer etablierten Veranstaltung ​heranwachsen – wir freuen uns schon auf die weiterentwickelte Transactions 20 und möchten viele von Euch dort treffen!