Finanzen in der Elternzeit

Finanzen in der Beziehung sind ein hoch komplexes Thema und oftmals ein echt schwieriges Gesprächsthema. Umso herausfordernder wird es, wenn dann ein Baby hinzukommt und Eure Finanzen als Eltern neu organisiert werden wollen.

In dieser Folge besprechen wir, welche Aspekte es neu zu besprechen und auszuhandeln gilt, um sich finanziell optimal als Familie aufzustellen. Denn Geld spielt ohne Frage eine wichtige Rolle in all unseren Lebensbereichen – auch beim Eltern werden – und kann dabei auch ein echter Möglichkeiten-Geber für eine tolle Elternzeit sein. 

Voraussetzung? Offene Kommunikation und kluge Entscheidungen rund um’s Geld.

Gedanken zum Weltfrauentag

Früher sind Tage wie der Equal Care Day, der Internal Womens Day oder auch der Equal Pay Day komplett an mir vorbeigegangen. Ich empfand diese Tage als „unnötiges Gejammere“ und war der Auffassung, dass uns solche Tage der Gleichberechtigung auch nicht näher bringen.

Ja tatsächlich, erlebte ich das Problem gar nicht. Denn ich bekam meinen Traumstudienplatz, bekam in all meinen Jobs jederzeit gutes Feedback und meinen Leistungen entsprechende Anerkennung (auch monetär). 

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl einen Nachteil zu haben, weil ich eine Frau bin.

Für mich war klar: Karriere kann ich machen und eine gläserne Decke reden wir Frauen uns  selbst ein. 

Und dann kam der entscheidende Wendepunkt: Wir bekamen unseren Babyinvestor. 

Kaum Mama ging es los mit den gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenanforderungen: 

  • „Wie kannst Du nach 5 Monaten bereits wieder arbeiten gehen?“ – Wohlgemerkt 15 Stunden / Woche verteilt auf 2 Tage.
  • „Machst Du Dir keine Sorgen, wie es zuhause klappt?“ – Obwohl Mike von Anfang an viel zuhause war, schien die Welt extrem überrascht, wie es Vater und Sohn alleine (sehr gut) schaffen könnten, 6 Stunden miteinander zu verbringen. 
  • „Das ist aber toll, dass Dein Mann Dir das ermöglicht“ – Ohne dass jemals jemand lobte, was ich ihm mit seiner neuen Stelle im ersten Babyjahr ermöglichte. 
  • „Du bist 3 Tage auf Geschäftsreise in London? Wo ist denn Dein Kind?“ – Zuhause mit Papa. 
  • „Sehr gut, dass Dein Mann so engagiert ist und Euren Sohn morgens zur Tagesmutter bringt, damit Du frühzeitig hier sein kannst“ – Auch toll, dass ich jeden Tag pünktlich gehe, um ihn rechtzeitig abzuholen, sodass mein Mann flexibel ist beim Arbeitstag beenden.

Diese Liste liese sich problemlos verdoppeln oder verdreifachen. So viele Stereotype traten mir entgegen.

Doch warum eigentlich? Und wie liese sich die Wahrnehmung von Müttern, die arbeiten und Vätern, die sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern, verbessern? 

Was müsste sich ändern, damit die gleichberechtigte Karriere auch mit Kindern Realität wird?

​Was Unternehmen für mehr Gleichberechtigung für ihre Arbeitnehmer/Innen tun können

Arbeitgeber können sich nicht länger erlauben Frauen und Männer unterschiedlich zu behandeln. Der Fachkräftemangel ist inzwischen in fast allen Branchen angekommen.

Gleichberechtigung als Arbeitgeber fördern

Eine ganze Hälfte potentiell Mitarbeitenden schlechter zu stellen, ging vielleicht in der Vergangenheit, doch in der Zukunft muss Gleichberechtigung auf jeder Unternehmensagenda stehen. 

Genauso wie Bildung – denn sie ist die Grundlage dafür, dass Mitarbeitende informierte Entscheidungen treffen können. Und die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber ernst zu nehmen, wird zunehmend von jungen Mitarbeiter/Innen wertgeschätzt und als echter Mehrwert erkannt. 

 Deshalb raten wir Unternehmen:

1) Finanzielle Transparenz und Equal Pay als Selbstverständlichkeit

Seit Anfang 2019 gibt es das Entgeldtransparenzgesetz. Wie oft Angestellte von ihrem Recht Gebrauch machen, wissen wir nicht. 

Das Problem: Wer möchte schon eine solche Anfrage stellen?

Kommt heraus, dass die (männlichen) Kollegen viel mehr verdienen, gilt es die Begründung herauszufinden und eine Anpassung einzufordern. Unschöne Gespräche und ein eventuell nachhaltig geschädigtes Klima sind die Folge.

Anmerkung Mike: Aber eigentlich ist das auch egal, denn das Klima ist schon beschädigt, wenn aufgrund des Geschlechts die Höhe des Gehalts unterschiedlich ausfällt. Es ist eine Illusion, dass durch die Anfrage, das Klima zerstört wird. Gleichermaßen ist es schwachsinnig einen solchen Arbeitgeber als Sicherheit zu empfinden und in seinem Vorgehen zu unterstützen!

Kommt heraus, dass kein unbegründeter Unterschied besteht, bleibt ein unangenehmes Gefühl und die Angst, wie der Arbeitgeber (und die Kollegen) in Zukunft mit dem/der Antragssteller/in umgehen wird.

Faire Bezahlung von Frauen und Männern

Erspart Euren Mitarbeiterinnen und Euch diese Situation und bezahlt alle – Frauen und Männer – fair und leistungsorientiert. 

Die Zeit von Ausbeutung und der Suche nach demjenigen, der den Job für den günstigsten Preis macht sind vorbei – sie bringen Eure Unternehmen langfristig nicht weiter.

Denn Unzufriedenheit mit dem Gehalt hemmt die Produktivität, sorgt für Neid und ein gereiztes Klima. 

2) Bildungsangebote zu Finanzthemen und Elternzeitmodellen

Finanzielle Bildung findet in unseren Schulen und Universitäten trotz vielfachen Einforderungen durch Schüler​, Eltern und sogar Lehrern​ nicht statt. 

Das Elternzeitgesetz in Deutschland ist verglichen mit vielen anderen Ländern der Welt wirklich gut. Besser geht es natürlich immer, doch bietet es tatsächlich viele Möglichkeiten zur gleichberechtigten Auszeit. Das Problem: Viel zu wenige wissen davon und die Umsetzung ist – typisch deutsch – sehr kompliziert. 

Die Lösung für diese Bildungsprobleme? 

Übernehmt als Arbeitgeber Verantwortung für Eure Mitarbeiter und bietet ihnen einen ganz besonderen Mehrwert an: Finanzielle Bildung und umfassende Information über Elternzeitmodelle. 

Bildungsangebote als Arbeitgeber schaffen

Für beide Themen erreichen uns regelmäßig Interviewanfragen, wir sitzen in Diskussionsrunden und bieten Workshops bei Unternehmen, Gewerkschaften oder Verbänden an. Überall sind die Teilnehmenden extrem dankbar und überrascht. 

Denn Klarheit über die eigenen Finanzen, den finanziellen Spielraum als Paar und Möglichkeiten, wie sich Zeiträume ohne Erwerbseinkommen sinnvoll und partnerschaftlich organisieren lassen, nehmen ihren Mitarbeitenden viele Sorgen. 

Arbeitnehmer/innen, die weniger finanzielle Sorgen rund um ihre Familienzeiten verspüren können produktiver sein. Zeitgleich wertschätzen sie denjenigen, der diese Bildung ermöglicht zunehmend.

3) Mit attraktiven Arbeitszeitmodellen und engem Kontakt bei Abwesenheiten die Gleichberechtigung fördern

40 Stunden im Büro arbeiten und dabei Bestleistungen bringen, zeitgleich den nächsten Kindergeburtstag planen, jeden Abend gesund für die Familie kochen und am Besten noch Sport einplanen, um die Gesundheit bei allem Stress langfristig zu erhalten. 

Dieses Pensum ist – egal für welches Geschlecht – auf Dauer nicht durchzuhalten.  

Deshalb haltet nicht starr an der 40-Stunden Arbeitswoche vor Ort und anderen unflexiblen Modellen fest.

Für moderne Familien sind neue Arbeitszeitmodelle nötig. 

Flexible Arbeitszeiten stellen sicher, dass Arbeiten nicht unter Druck, sondern zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. Wenn die Kinder schlafen, wenn die Bahnfahrt ins Büro lange genug ist oder wenn am Samstagmorgen keine störende Anrufe dazwischenfunken. 

Gleichberechtigtes Arbeiten

Arbeitszeitreduktion kann die Produktivität fördern. 30 Stunden mit voller Power sind so viel mehr Wert als 40 Stunden unter Druck, der abhält von wahrer Effizienz. 

Flexible Arbeitsorte reduzieren Stress – besonders für Eltern, für die besonders lange Fahrtwege zwischen Betreuungseinrichtungen und Arbeitsplatz haben. 

Individuelle Konzepte sind der Schlüssel zu einem idealen Arbeitszeitmodell. 

Doch das Arbeitszeitmodell ist nicht der einzige Aspekt, den Arbeitgeber für mehr Gleichberechtigung aktiv beeinflussen können. 

Nehmen (besonders Eltern oder andere Pflegende) Auszeiten vom Angestelltenverhältnis ist es elementar Kontakt zu diesen zu halten.

In dieser Zeit liegt der Fokus dieser Mitarbeitenden nicht auf dem Job – umso wichtiger, ihm / ihr das Gefühl zu geben, dass er / sie nicht vergessen ist und das Team sich auf die Rückkehr freut. 

Dies kann durch Einladungen zu Teamevents, regelmäßige E-Mails oder einfach eine Geburtstags- und Weihnachtskarte ausgedrückt werden. 

Aktives Kontakthalten durch den Arbeitgeber motiviert Mitarbeitende zeitnah zurückzukehren und Lösungen zu finden, um dies bei einem geeigneten Arbeitszeitmodell nicht zusätzlich hinauszuzögern. 

​Was Männer für mehr Gleichberechtigung tun können

Eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen ist meist so lange einfach, wie die Verpflichtungen klar zuzuordnen sind. Jeder ist für seine Karriere, seinen Teil des Haushaltes und sein Geld verantwortlich. 

Wenn Kinder ins Spiel kommen, wird es jedoch schwierig. 

Unser gelerntes Rollenverständnis besagt, dass der Mann der Ernährer ist und er die Karriere macht. Auch wenn gemeinsame Kinder da sind. 

Vermehrt nehmen Männer Elternzeit, die meisten jedoch „nur“ zwei Monate. 

Immernoch stellen vorrangig Frauen ihre Karriere zurück, um für die gemeinsamen Kinder da zu sein. 

Männliche Emanzipation

Anmerkung Mike: Diese werden zu allem Überfluss auch noch Vätermonate genannt. Niemals vor dieser Regelung wurde die Elternzeitmonate mit Müttermonate umschrieben. Dieses Verständnis schadet Familien, Unternehmen und Kindern. 

Ganz konkret könnten Männer:

 

1) Zeit zuhause einfordern für mehr Gleichberechtigung

​Immer wieder hören wir: „Meine Frau will das so“, „Ich kann nicht länger im Job abwesend sein“ oder „Stillen muss ja immernoch die Frau, also kann ich gar nicht zuhause bleiben“. 

Dies sind Rollenerwartungen, die seit Generationen erlernt wurden. 

Wir sagen: Dieses Kind ist Euch beiden. Es benötigt Zeit mit Mama und Papa. Deshalb liebe Männer, fordert Eure Zeit zuhause ein!

Die Bindung mit Eurem Kind wird im Alltag ganz besonders gestärkt: Trösten, Essen machen und miteinander spielen, bringt Euch nah zueinander und ​lässt ​aus diesem Mann, der auch da wohnt, einen Papa werden.

Hausmann sein

Auch Eure Frau weiß zu Beginn nicht, wie der Alltag mit Baby am Besten funktioniert. Ihr könnt dies genauso lernen. Manche Dinge könntet Ihr vielleicht sogar besser?

Nicht, weil Ihr männlich seid, sondern weil Ihr in Eurem Leben andere Erfahrungen gesammelt und andere Stärken entwickelt habt.

Hinterfragt, wieso es in Ordnung ist, dass die Frau mehrere Jahre im Job ausfällt, der Mann sich dies jedoch nicht erlauben darf. 

Zeitgleich schafft es wahnsinnig viel Verständnis und ist förderlich für Eure Liebe, wenn beide Partner die Erfahrung gemacht haben, für die gemeinsame Familie zurückzustecken. Die schönen und auch die schweren Momente erleben beide Partner, wenn jeder Zeit zuhause hat. 

Durch frühzeitige Finanzplanung Eurer Elternzeit wird es auch bei Euch klappen, dass sowohl Mann als auch Frau Zeit zuhause haben kann. Wenn Ihr hierbei Unterstützung benötigt, vereinbart ein kostenloses Info-Gespräch mit uns – denn wir coachen Euch gerne zur gemeinsamen Familienzeit. 

2) Vaterzeit statt Reisezeit in der Elternzeit

Viele Väter nutzen seit einigen Jahren die zusätzlichen 2 Monate Elternzeit, die in Deutschland gegeben werden, um gemeinsam mit der ganzen Familie zu reisen. 

Eine wunderbare Gelegenheit!

Denn zwischen der Schulzeit und dem Rentenalter, haben die wenigsten Paare längere Zeit am Stück gemeinsam frei. Wenn doch, ist meist das Geld knapp und Reisen kaum möglich. 

Anders in der Elternzeit. Dank Elterngeld wird ein Teil des gewohnten Einkommens vom Staat ersetzt. Das Ziel: Dass auch Väter Elternzeiten übernehmen und Frauen früher zurück in den Job kommen. 

Wird nun diese Zeit parallel genommen und die Familie geht auf Reisen, ist dies für diese 3 (oder mehr) Menschen eine wunderbare Erfahrung und schweist sicherlich auch ungemein zusammen. 

Und dennoch bleibt die Frage, ob das Ziel der „Väterzeit“ damit nicht verfehlt wird? 

Elternzeit gleichberechtigt verteilen

Fehlt dem Vater so die Erfahrung des normalen Alltags mit Kind zuhause? Und fehlt der Frau die Chance unbefangen den Wiedereinstieg in den Beruf zu meistern mit dem Wissen, dass das Baby zuhause bei Papa gut versorgt ist? 

Jede Familie sucht den idealen Weg für sich. Wir selbst würden niemals die Chance für eine prägende gemeinsame Reise saußen lassen. Und dennoch plädieren wir dafür, dass Männer ihre Elternzeit nicht nur als Reisezeit, sondern vor allem als Vaterzeit sehen. ​Das setzt eben voraus mehr als nur die zwei Monate zu nehmen. Wie wäre es stattdessen mit fünf, sieben oder zehn Monaten?​​​

 

3) Aktive Unterstützung der weiblichen Karriere

Gemeinsame Vorbereitung auf wichtige Gespräche. Ideen-Brainstorming bei großen Herausforderungen. Den Rücken freihalten, wenn es mal stressig wird. Oder in den Arm nehmen, wenn mal etwas so richtig schief gelaufen ist. 

Unterstützung der Karriere des Lieblingsmenschen hat viele Gesichter! Und ist besonders wichtig, nach beruflichen Auszeiten. 

  • Vielleicht fühlt sich ​Deine Frau nach einigen Monaten zuhause nicht mehr fit für den Arbeitsmarkt – sage ihr, worin sie großartig ist. 
  • Vielleicht erfordert ihr berufliches Fortkommen eine vollzeitnahe Anwesenheit im Büro – nimm auch Du Dich beruflich zurück, um Betreuungsengpässe gegenseitig abzufedern. 
  • Vielleicht steht eine harte Verhandlung für ein faires Gehalt bevor – übt miteinander und ​lernt gemeinsam mehr für Euch zu fordern. 

Emanzipation der Karrierefrau

Nur drei Beispiele und es gäbe so viel mehr.

Sie alle sagen Dir eins: Unterstütze die Karriere Deiner Frau! Sie war vor den Kindern grandios in ihrem Job – sie wird es auch danach sein. 

Eine beruflich erfolgreiche Frau ist keine Belastung für Eure Familie, sondern kann diese enorm bereichern:

Mehr finanzieller Spielraum, eine zufriedenere Mama und ein Erfolgsgefühl für Euch beide. 

Anmerkung Mike: Ich finde es traurig, dass dieser Punkt explizit hervorgehoben werden muss. Es ist selbstverständlich, dass man als Paar und als Familie zusammen an einem Strang zieht, sich gegenseitig unterstützt und im Sinne des Teams handelt. Ansonsten kann man auch gleich Single bleiben. Gelegenheiten für Sex gibt es genügend, dafür braucht man keine Beziehung. 

​Was Frauen für mehr Gleichberechtigung tun können

Ja auch die Damen selbst haben etwas zu tun, um für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.

Denn Emanzipation ist keine Sache, die andere zu Frauen bringen sollen, sondern die Frauen aktiv einfordern und sich holen.

Doch wie geht das?

Emanzipation der Frau

1) Den Männern mehr zutrauen

Ein typischer Satz in Facebook-Mama-Gruppen oder in der Krabbelgruppe: „Das kann mein Mann nicht“. 

Worauf sich Frauen dabei beziehen, kann quasi jegliche Handhabung des neuen (gemeinsamen) Babys oder wahlweise auch des Haushalts sein. Von „Unser kleiner Mann schläft nur durch Stillen ein“ über „Windeln wechseln ekelt ihn“ bis hin zu „Er kann sich einfach nicht merken, in welche Fächer die Einkäufe gehören“ haben wir bereits alles gehört. 

Doch was wäre wenn? 

Liebe Frauen, probiert es doch einfach mal – traut Euren Männern mehr zu und vertraut ihnen!

Frauen geben Vertrauen

Macht Euch bewusst, was im schlimmsten Fall geschehen wird. Mit ausgelaufenen Windeln oder dreimaligen Supermarkt-Besuchen, weil doch immer noch etwas fehlt, werden Eure Männer lernen und besser werden. 

Ab einem gewissen Alter freut sich der Nachwuchs mal aus der Flasche von Papa anstelle von Mamas Brust zu trinken.

Das kleine Lebewesen interessiert es nicht, ob die Kleidungsstücke zusammenpassen. Und wie perfekt die Spülmaschine eingeräumt ist, ist auch egal. 

Männer wachsen genau wie wir Frauen mit ihren Aufgaben. Oder konntet Ihr alles von Anfang? 

Entspannung und Vertrauen sorgen dafür, dass faire Aufgabenteilung überhaupt erst möglich wird. Mit der Zeit erkennt Ihr, wer worin wahre Stärken hat. Traut Euren Männern etwas zu und die Gleichberechtigung wird um einiges realistischer.

2) Verhandlungen üben

Die Rückkehr in den Job nach einer längeren Auszeit, ist für kaum eine Frau einfach. In vielen Fällen ändert sich das Tätigkeitsfeld. Einige wechseln sogar komplett den Arbeitgeber. Und auch bei der Rückkehr in die gewohnte Rolle stehen Veränderungen an, wenn die Verfügbarkeit geringer wird und eine höhere Effizienz erfordert wird. 

In allen Fällen ist Dein Verhandlungsgeschick gefragt​. Ob Gehalt, das Arbeitszeitmodell oder das Wunscharbeitsfeld – verhandeln legt die Basis für Deinen Erfolg und Deine Zufriedenheit im Job. 

Um diese Verhandlungen mit den gewünschten Ergebnissen abzuschließen, gibt es einen entscheidenden Tipp: Üben, üben, üben!

Bitte Deinen Mann oder eine ​Freundin, die Gespräche mit Dir zu simulieren. Spielt verschiedene Szenarien durch. Du wirst merken, wie es immer einfacher wird.

Und in einem solchen Gespräch zu sitzen und die Sätze des Gegenübers gefühlt schon einmal gehört zu haben, ist eine enorme Hilfe. 

Gleichberechtigung ist Verhandlungssache

​Wir sind nicht als Verhandlungsweltmeisterinnen geboren und Männer sind nicht als Verhandlungsweltmeister geboren. Unterschiedlich ist lediglich das Mindset und die Selbstverständlichkeit. Selbst diese sind nicht angeboren, sondern erlernt. Es ist nie zu spät etwas zu lernen, etwas zu wollen und dafür einzustehen.

3) Besser mit anderen Frauen umgehen um mehr Gleichberechtigung zu erreichen

Gleichberechtigung hat viele Gesichter. Jede Familie hat ihre Geschichte, jeder Mensch unterschiedliche Stärken und jedes Paar sein ganz persönliches ideales Familienmodell. 

Es gibt Frauen, die möchten kein Angestelltenverhältnis mehr eingehen. Es gibt andere, die nach dem Mutterschutz umgehend zurück in den Beruf gehen. Manche Mütter lieben den Austausch mit anderen Müttern. Andere besuchen keinerlei Krabbelgruppen, Schwimmkurse oder Frühfördervereine, weil es ihnen einfach nicht zusagt. 

Emanzipation ist Frauensache

Jede dieser Frauen hat ihre Entscheidungen getroffen. 

Und was machen all die anderen Frauen, um sie herum? 

Sie haben Meinungen, urteilen und reden übereinander. 

Männer tun dies nicht. Männer akzeptieren die Entscheidungen anderer Männer. Sie machen ihr Ding ohne andere belehren zu wollen, wie es richtig geht. 

Anmerkung Mike: An diesen Satz packe ich ein großes Fragezeichen. Der Austausch, die Machtkämpfe und der Neid spielen eine große Rolle. Doch scheint der Umgang anders zu sein. 

Davon sollten wir Frauen uns etwas abschauen. 

Denn für mehr Gleichberechtigung ist der erste Schritt mehr Akzeptanz für persönliche Entscheidungen zu zeigen. Unterstützt einander in Euren Entscheidungen, inspiriert Euch gegenseitig und hört einander bei Unsicherheiten genau zu.

​Fazit: Für eine gleichberechtigtere Gesellschaft

Die vorgestellten Ideen für mehr Gleichberechtigung in der Familienphase eines Paares, können nur erste Denkanstöße sein. Denn Gleichberechtigung hat viele Gesichter. 

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bereits stark in die richtige Richtung entwickelt. Elternzeit für ​Mutter und Vater, mehr Frauen in Führungspositionen und der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sind Schritte in die richtige Richtung. 

Denn Gleichberechtigung bedeutet vor allem Entscheidungsfreiheit. 

Frei entscheiden, wer wie viel Familienzeit nimmt – ohne dass gesetzliche Bedingungen einen Partner benachteiligen oder Rollenverständnisse uns limitieren. 

Selbst entscheiden, wie ich mit anderen Familienmodellen umgehe, diese wahrnehme und über Paare urteile, die es ganz anders machen als wir selbst. 

Gemeinsam entscheiden, dass die Priorität auf Bildung und unseren Kindern liegt anstelle von persönlichen Befindlichkeiten und Machtspielen. 

Lasst uns abseits von Aktionstagen wie dem Internal Womens Day jeden Tag daran arbeiten unsere Gesellschaft gleichberechtigter zu machen – den Anfang macht das Umsetzen einer einzigen Idee aus diesem Artikel.

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Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

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Was Ihr wirklich für Euer Kind braucht?

Es steht fest – bald werdet Ihr eine Person mehr sein und ein kleines Baby bei Euch begrüßen. Bevor jetzt Panik über all die anstehenden Einkäufe und Anschaffungen ausbricht, lehnt Euch einmal zurück und beantwortet die alles entscheidende Frage:

 

Was braucht unser Baby wirklich?

Die Frage klingt so logisch und ist dennoch so schwer zu beantworten. Denn kaum schwanger, prasseln unendlich viele Informationen auf Euch ein – drei Beispiele:

 

Beispiel Nr. 1 für die perfekte Baby-Grundausstattung

Ein perfektes Kinderzimmer enthält ein Babybett, eine Wickelkommode und einen Kleiderschrank – selbstverständlich im zusammenpassenden Design. Zudem sind Wickelauflage sowie Bettbezüge und die Wandgestaltung farblich aufeinander und das Geschlecht des Kindes abgestimmt.

 

Beispiel Nr. 2 für die wichtigste Babygrundausstattung

Am wichtigsten ist der Schlaf – von Baby und Mama! Daher braucht Ihr ein Babybett im Kinderzimmer, ein Beistellbett im Elternschlafzimmer für die ersten Monate, einen Stubenwagen für’s Wohnzimmer und umherschieben am Tage.

Ach und der Kinderwagen sollte natürlich auch bequem sein! Wenn Ihr das Eltern sein es perfekt machen wollt, organisiert Ihr auch noch eine Babywiege zum leichteren Einschlafen.

 

Beispiel Nr: 3 für die Erstausstattung fürs Baby

Und die Hygiene! Wenn das Baby erst einmal da ist, muss es regelmäßig gebadet werden. Habt Ihr eine Badewanne benötigt Ihr unbedingt einen Badewannensitz für das Baby und dazu auf jeden Fall einen Neugeboreneneinsatz. Ein Wasserthermometer, kleine Waschlappen, Baby-Shampoo und Lotion sowie süße Handtücher mit Kaputze nicht zu vergessen!

Ach, und wenn Ihr keine Badewanne habt, kauft Ihr ein Wannengestell für’s Baby oder einen trendigen Badeeimer.

Checkliste Grundausstattung Baby

Für alle drei Beispiele gilt: Rational bleiben und einen Schritt zurückgehen. Fragt Euch:

  • Was braucht unser Baby wirklich?
  • Welche Dinge davon sind eigentlich eher für uns oder wurde uns von der Werbung aufgeschwatzt?
  • Und wird das eine oder andere vielleicht auch gar nicht so dringend gebraucht, wie der sympathische Verkäufer meint?

Schnell wird Euch auffallen:

Ob das Baby in den ersten Jahren ein eigenes Zimmer hat und wie dieses eingerichtet ist, ist ihm oder ihr herzlich egal. Es wird sowieso nicht alleine dort sein wollen. Dennoch gefällt es Euch vielleicht ein schönes Zimmer einzurichten und Eurer Vorfreude auf den Nachwuchs damit Ausdruck zu verleihen.

3-5 verschiedene Schlafmöglichkeiten braucht kein Mensch – Babys gehören dazu! Daher tut es auch ein Kombinationsprodukt – viele Beistellbetten lassen sich zeitgleich als Stubenwagen nutzen, als Wippe umfunktionieren und später zum Babybett umbauen. Und vielleicht möchte Euer Baby ohnehin die ersten Monate am Liebsten mit Euch im Familienbett schlafen?

Kleine Babys benötigen deutlich weniger Badegänge als wir Erwachsene. Bei einem Neugeborenen ist ein wöchentliches Bad völlig ausreichend – für zwischendrin gibt es Waschlappen. Und dann sind die Baby’s am Anfang so klein. Wofür eine Wanne mit Sitz für das neugeborene Baby, das noch gar nicht sitzen kann und ohne Probleme ins Waschbecken passt?

Außerdem braucht die empfindliche Babyhaut am Anfang einfach nur Wasser ohne teure Pflegeprodukte und ein trockenes Handtuch für danach – ob darauf ein Bär, Elefant oder Drachen eingestickt ist, ist dem kleinen Kind schurzpiepegal.

Merkt Ihr etwas? Die einfache Frage – Was braucht unser Baby wirklich? – spart Euch eine Menge Geld bei der Grundausstattung für Euer Baby!

Dennoch hilft eine übersichtliche Checkliste für die Babyausstattung, dass Ihr alle beisammen habt und Euch entspannt auf Euer Baby freuen könnt!

 

Baby Grundausstattung – die Basis-Checkliste!

Wenige Wochen bevor Euer Baby zu Euch stoßen wird, wird es Zeit die wichtigsten Vorbereitungen zu treffen und einige Basis-Anschaffungen zu tätigen.

 

Die Basis Eurer Babygrundausstattung

Die absoluten Basics fürs Baby

Was wirklich nötig ist, ist alles, was mit den Grundbedürfnissen Eures Babys zu tun hat:

 

Schlafen

Auch wenn Ihr keine 3 verschiedenen Betten benötigt. Irgendeinen Schlafplatz braucht Euer Kind! Wichtig ist dabei eine gut belüftete Matratze – ansonsten kommt es auf Euren persönlichen Geschmack an, ob Ihr direkt ein Babybett kauft oder erst einmal mit einem Stubenwagen oder Beistellbett durchstarten möchtet.

Wir haben uns für einen Stubenwagen von Roba* entschieden. Dieser ist an einer Seite offen, sodass wir ihn auch als Beistellbett nutzen können. Gleichzeitig könnten wir Kufen anbringen und ihn so schaukeln statt rollen lassen. Für die ersten Monate ist diese Schlafmöglichkeit ausreichend groß und absolut flexibel – das richtige Bett kommt dann, wenn wir unser Schlafzimmer wieder für uns bekommen.

Gute Ideen und auch das eine oder andere schicke Einzelteil bekommt Ihr online bei Baby’s Only – es lohnt sich auch immer im Sale vorbeizuschauen:

Wickeln

Klar ist eine tolle Wickelkommode sehr angenehm. Da Ihr Euer Baby im Notfall erst einmal auf dem Sofa, dem Boden oder dem Esstisch mit entsprechenden Auflagen wickeln könntet, steht er auf unserer Prioritätenliste nicht ganz oben.

Viel wichtiger vorab zu kaufen sind Windeln und eine Packung Feuchttücher!

Im Krankenhaus werdet Ihr noch voll ausgestattet. Kaum seid Ihr daheim, muss ein Basisvorrat an Windeln vorhanden sein – ganz gleich, ob Ihr Euch für Wegwerf- oder Stoffwindeln entschieden habt!

 

Autositz

Ein absolutes Must-Have ist ein zugelassener Autositz oder mindestens eine Babyschale für den Kinderwagen. Ohne ist eine Entlassung aus dem Krankenhaus nicht zulässig. Das Baby einfach auf dem Arm hinaustragen, ist (zumindest in unserer Gegend) nicht erlaubt.

Auch hier gibt es eine Vielzahl an möglichen Modellen in jeder Preiskategorie – umschauen lohnt sich, vor allem auch abhängig davon, wie viel Auto Ihr in Eurem Alltag überhaupt fahrt!

Wir haben uns für ein gebrauchtes Modell entschieden, das sowohl als Babysitz im Auto als auch als Kinderwagenaufsatz verwendet wird – also wieder ein praktisches 2-in-1-Modell!

 

Kleidung

Bei Kleidung für’s Baby gilt ganz klar: Weniger ist mehr!

Unterhaltet Euch mit anderen Eltern und jeder wird Euch bestätigen, dass weit weniger Kleidung benötigt wird, als Ihr vorher denkt. Denn die kleinen Babys wachsen wahnsinnig schnell und haben viele Dinge nur wenige Male an. Zusätzlich gibt es kaum ein beliebteres Geschenk zur Geburt als ein weiterer süßer Body oder Strampler für den neuen Erdenbürger!

Organisiert eine Basisausstattung mit 5 Bodys, 5 Strampler sowie 2-3 Oberteilen, Hosen und Mützen. Ein paar Socken und für Winterbabys eine Jacke dazu. Fertig ist die Baby-Erstausstattung für den Kleiderschrank. Alles weitere wird geschenkt oder könnt Ihr dann abhängig vom tatsächlichen Bedarf und dem Wachstum des Kindes einkaufen.

Und fehlen Euch tatsächlich Kleidungsstücke, es gibt keinen Basar und shoppen gehen ist gerade nicht drin, gibt es den Online-Versand. Bei neuer Kleidung kaufen wir am Liebsten langlebige und ökologische Einzelteile – zum Beispiel hier:

Nahrung

Zu guter Letzt steht das Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme auf der Liste der Baby-Erstausstattung. Was beschafft werden muss, hängt davon ab ob das Baby gestillt oder mit der Flasche gefüttert werden soll.

Für’s Stillen benötigt Ihr zu Beginn nur Stilleinlagen für die Mama, 1-2 Still-BH’s sind auch bequem und vielleicht für mehr Bequemlichkeit ein Stillkissen.

Für’s Füttern mit der Flasche werden logischerweise Fläschchen, das Milchpulver und ein Sterilisator benötigt. Klar könnt Ihr die Flaschen auch einzeln abkochen – auch hier gibt es praktische Kombinationsgeräte. Schaut Euch um und Ihr findet das passende Produkt.

Möchtet Ihr zusätzlich zum stillen, nach einiger Zeit ab und an Fläschchen mit Muttermilch geben, bietet sich der Kauf einer Milchpumpe an. Mechanische, die mit der Hand gesteuert werden sind für gelegentliches Abpumpen ausreichend. Elektrische kann man sich sogar von der Ärztin bei Bedarf verschreiben lassen und in der Apotheke ausleihen um Geld bei der Babygrundausstattung zu sparen. 

 

Die erweiterte Babygrundausstattung – Ideen für die Geschenkeliste!

Erstausstattung fürs Baby schenken lassen

Zu den oben genannten fünf Kernelementen, die Ihr vor der Geburt Eures Kindes organisiert, gibt es eine Vielzahl an kleinen und größeren Dingen, die Ihr darüber hinaus kaufen könntet.

Wie bereits beim Punkt „Kleidung“ angesprochen, werdet Ihr jedoch auch wahnsinnig viel geschenkt bekommen – ob neue Dinge zur Geburt oder gebrauchte Dinge, die Ihr von Freunden übernehmen oder ausleihen könnt.

Bevor Ihr dann jede Menge Bodys in Größe 50 habt und Euer Baby aber bereits 2 Wochen nach der Geburt Größe 56 trägt, lohnt es sich frühzeitig eine Geschenkeliste anzulegen. Dies funktioniert klassisch mit Zettel und Stift – dann solltet Ihr bei allen Nachfragen die einzelnen Dinge verteilen. Gerne übernehmen so etwas auch die werdenden Großeltern.

Alternativ bieten Portale wie Amazon inzwischen online Wunschlisten an. Dort markiert Ihr alles, was Ihr gerne hättet und gebt den Link weiter. Sozusagen der „digitale Hochzeitstisch“. Eure Schenker können selbst auswählen, was sie gerne schenken werden – kaufen sie es direkt über die Liste, wird der Gegendstand als gekauft markiert, sodass Dopplungen vermieden werden. Praktisch oder?

Auf einer solchen Checkliste könnte stehen:

  • Weitere Babykleidung
  • Weitere Windeln (denn davon werdet Ihr nie genügend haben)
  • Spuck- und Moltontücher
  • erstes Spielzeug wie Greifringe, eine Spieluhr oder ein Ball
  • Kinderwagen und ein Fußsack für den Winter
  • Wickeltisch & Auflage sowie ein Mobile und/oder eine Heizlampe zum darüberhängen
  • Windeleimer
  • Badeeimer oder -wanne
  • Wickeltasche für unterwegs
  • Tragetuch oder eine Babytrage (hier bietet es sich an, nach der Geburt mit dem Baby erst einmal zu testen, was dieses mag und sich dann für ein Modell zu entscheiden)
  • Schnuller und Schnullerband (denn ein Schnuller soll ohnehin erst einige Wochen nach der Geburt das erste Mal angeboten werden)
  • Babywippe
  • Krabbeldecke
  • Stillkissen und ein Stillschal für Privatsphäre unterwegs
  • Babyfon (solltet Ihr in einer größeren Wohnung oder einem Haus leben und Euer Baby nicht ohnehin immer hören)

Alle Dinge auf dieser Liste könnt Ihr natürlich auch selbst kaufen – unser Tipp: Erst einmal abwarten, was Ihr geschenkt bekommt. Anschließend sind all die Dinge schnell gekauft oder bestellt, von denen Ihr dann noch das Gefühl habt, dass Ihr sie ganz dringend braucht. Durch die Verschiebung des Kaufes auf nach der Geburt, gewinnt Ihr zusätzlich Zeit zum ansparen der benötigten Summe!

 

Und wo lässt sich an der Baby-Grundausstattung nun sparen?

Günstige Grundausstattung fürs Kind

Als fleißige Finanzblog-Leser werdet Ihr auf die nachfolgenden Tipps bereits warten. Denn auch, wenn Ihr die nötigen Anschaffungen für’s Baby wirklich hinterfragt, bleibt noch ein großer Kostenblock für Euch übrig. Um dafür gewappnet zu sein, haben wir Euch vier einfache Tipps für werdende Eltern mitgebracht:

 

Tipp Nr. 1 – Grundausstattung gebraucht kaufen

Von uns selbst am meisten genutzt: Kauft – gerade die größeren Anschaffungen – gebraucht!

Es gibt Online-Portale, Baby-Flohmärkte und natürlich Bekannte und Freunde, um tolle gebrauchte Dinge zu finden. Gerade Betten, Kinderwägen, Autositze, Wickeltisch und andere große Anschaffungen, sehen gebraucht oft noch wie neu aus! Denn alles wird in der Regel nur wenige Monate benutzt, dann ist das Baby kein Baby mehr und braucht größere Modelle.

Wenn Ihr rechtzeitig anfangt, herumzuschauen, findet Ihr sicherlich auch für Euch das passende gebrauchte Teil. Und kurz vor der Geburt könnt Ihr diese dann um neue Dinge (bspw. eine neue Matratze oder Wickelauflage) ergänzen und so für Euch und Eure Bedürfnisse perfektionieren!

Klingt einfach, spart aber enorm viel Geld!

Selbiges gilt auch für Babykleidung, die meist nur wenige Wochen getragen wird. Auf Flohmärkten erhaltet Ihr Kleidungsstücke zum Schnäppchenpreis von oft nur 1 € pro Teil – dort sucht Ihr die Dinge raus, die Euch gefallen und wascht sie zuhause 1-2 Mal. Und schon werdet Ihr kaum einen Unterschied zu den neu gekauften Kleidungsstücken erkennen. Und Eurem Baby ist es am Anfang ja völlig egal, ob die Erstausstattung neu oder gebraucht ist!

 

Tipp Nr. 2 – Ausgaben für die Babygrundausstattung klug aufteilen

Bis Euer Baby auf die Welt kommt habt Ihr viele Monate Zeit – in der Regel sind es neun. Zeit, um Ausgaben klug aufzuteilen und nicht die gesamte Grundausstattung direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest zu kaufen.

Nutzt die 9 Monate zum recherchieren, ansparen und schlagt im richtigen Moment zu!

Gerade beim Kauf gebrauchter Dinge macht es Sinn die Flohmärkte um die Herbst- und Frühjahrszeit zu besuchen. Im Sommer und tiefsten Winter finden (zumindest in Frankfurt) weniger statt. Auch Babysachen unterliegen saisonalen Preisschwankungen: So kostet ein Winterschlafsack im März meist weniger als im November. Und warum nicht im März schon die Restposten aufkaufen, um für den kommenden Winter gewappnet zu sein?

Gerade die größeren Anschaffungen der Babyausstattung über die Monate zu verteilen, gibt Euch ein besseres Gefühl: Zum einen nimmt die Babyeinrichtung immer mehr Formen an. Zum anderen verteilt Ihr die Ausgaben über mehrere Monate und sie reißen nicht in einem Monat ein großes Loch in die Kasse.

Wichtig dabei ist, die Dokumentation, damit Ihr als Paar einen guten Finanzüberblick bewahrt! Denn gerade beim Verteilen, besteht sonst die Gefahr insgesamt noch deutlich mehr auszugeben, als gedacht. Also führt Euer Haushaltsbuch klug und teilt die Ausgaben weise auf.

 

Tipp Nr. 3 – Baby-Geschenke einplanen und steuern

Weiter oben im Artikel habt Ihr die ausführliche Geschenkeliste und ihre Vorteile erhalten.

Wenn’s um die Gesamtkosten für’s Baby und dessen Grundausstattung geht, nehmen Geschenke eine wahnsinnig wichtige Rolle ein. Wer schenkt denn nicht gerne Dinge für das süße neue Baby?

Die Arbeitskollegen, die Verwandten und die Freunde – sie alle wollen das Baby und Euch beschenken. Plant dies in Eure Einkäufe ein. Sonst habt Ihr am Ende alles doppelt bis vierfach und weder die Schenker noch Ihr als Beschenkte haben eine große Freude an den lieb gemeinten Geschenken.

Erstellt wie oben beschrieben eine Liste mit all den Dingen, die Ihr gerne hättet, achtet darauf, dass diese verschiedene Preiskategorien bedienen und kommuniziert Eure Wünsche an all diejenigen, die schon vorab äußern, dass sie Euch etwas schenken möchten.

So vorzugehen, ist clever. Und am Ende macht es alle beteiligten zufriedener, wenn die richtigen Dinge geschenkt werden und Ihr Euch wahrhaftig darüber freuen könnt.

Die finanzielle Ersparnis kommt bei einer guten Aufteilung und Organisation ganz von alleine.

 

Tipp Nr. 4 – Erweiterte Grundaustattung für’s Baby erst bei Bedarf kaufen

Geschenkeliste ist erstellt – Check!

Damit habt Ihr bereits eine tolle Übersicht über alles, was nicht zur primären Grundausstattung Eures Babys gehört, sondern sogenannte „Nice-to-have’s“ sind. Klar das eine oder andere davon wird unerlässlich sein.

Von einigen Dingen wird Euch jedoch nach der Geburt schnell auffallen, dass Ihr (und vor allem Euer Baby) sie doch gar nicht vermisst, wenn sie nicht auf dem Geschenketisch lagen. Das wären also unnötige Ausgaben gewesen!

Wieder anderes, das Ihr unbedingt benötigt, wird Euch erst nach der Geburt auffallen. Da wärt Ihr im Vorfeld nie darauf gekommen und jetzt muss es ganz schnell die beste Wundcreme für den Babypopo sein. Was sie kostet spielt in der Not auch so gar keine Rolle mehr – denn sie ist nötig!

Für alles, was nicht auf Eurer Prioritätenliste steht, gilt: Erst kaufen, wenn die Dinge benötigt werden.

Vorab wisst Ihr nicht, ob Euer Baby Muttermilch möchte oder doch die Flaschennahrung präferiert. Vorab ist nicht klar, ob das Baby ein Trage- oder Wagen-Fan ist. Vorab ist unsicher, ob das Baby einen Schnuller mag oder lieber ein Kuscheltuch zum beruhigen.

All diese Kleinigkeiten habt Ihr in Zeiten von Online-Shopping in wenigen Stunden zuhause, ohne das Haus mit dem Neugeborenen verlassen zu müssen. Daneben macht ein erster Familienspaziergang zum lokalen Einzelhandel ja vielleicht auch Spaß?

Also keine Panik und alles, was Ihr nicht zu 100% benötigen werdet, erst nach der Geburt des Babys kaufen, um unnötige Ausgaben zu sparen und nur die Dinge zu kaufen, die Euer Kind wirklich braucht!

 

Bonus-Tipp: Eure Babygrundaustattung weiter verkaufen

Grundausstattung für's Kind

Zwei Mal gewaschen, einmal getragen und schon rausgewachsen?

Tolle Kombiprodukte, die Euch sehr weitergeholfen haben, sind nun unnötig?

Verkauft die Dinge für kleines Geld weiter. Dies hat drei Vorteile:

  1. Andere Menschen freuen sich gut erhaltene Produkte für kleines Geld zu kaufen
  2. Eure Kosten werden im Nachgang weiter reduziert
  3. Ihr haltet Eure Wohnung sauber

Wie Ihr seht, gibt es einige gute Möglichkeiten sparsam mit hoher Qualität an die Ausstattung zu gehen.

Was gehört für Euch zur Babygrundausstattung? Was hat Euch wirklich geholfen, was braucht man wirklich und welche Dinge waren nach kurzer Zeit ein Staubfänger?