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Nachwuchs bei den Beziehungs-Investoren bedeutet auch, dass wir zukünftig Geld für unser Kind sparen möchten. Doch macht das in Zeiten niedriger Zinsen überhaupt Sinn? Und welchen Weg schlagen wir bei der Geldanlage für’s Investorenbaby ein?

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Dividenden-Aktien für das neue Jahr

​Vor einem Jahr um diese Zeit, gab es hier das erste Mal einen Artikel über großartige Dividendenaktien. Denn ich habe das Buch ​Cool bleiben und Dividenden kassieren* gelesen und anhand des Gelernten meine eigene Dividendenstrategie für 2018 aufgebaut. 

Heute – ein Jahr später – wird es Zeit für ein Fazit. Und für einen Einblick in mein Vorgehen für 2019. Denn auch in diesem Jahr werde ich einen stolzen Betrag in Dividenden-Aktien für 2019 investieren.

Dividendenstrategie für 2019

​Dieser Artikel wurde von ​Marielle verfasst.

​Ein Fazit zu meinen Dividendenaktien aus 2018

Hoch motiviert , screente​ ich vor einem Jahr die diversen Dividendenadel-Listen der Dividenden-Experten rund um Christian W. Röhl. Aus der entstandenen Longlist ​filterte ich all diese heraus​, die mindestens 2,5 % Rendite bringen sollten. Und zu guter letzt ​ging ich diese Liste durch​ und ​suchte mir 10 Dividendenaktien für 2018 heraus​, die verschiedene Branchen und Länder abdecken sollten: 

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

Archer Daniels Midland

​Getreide / Samen

​USA

​BASF

​Chemie

Deutschland

​Capital Stage / Encavis

​Erneuerbare Energien

Deutschland

​DIC Asset

​Immobilien

Deutschland

KPS

​IT-Consulting

Deutschland

Münchener Rück

​Rückversicherung

Deutschland

Red Electrica

​Stromnetze

Spanien

​Sodexo

​Catering

Frankreich

​Unilever

Nahrung / Haushalt

​Großbritannien

​Villeroy & Boch

​Keramik

Deutschland

So weit so schön. Ich war überzeugt und ​schlug zu.

Etwa 1.500 € je Aktie. Bei BASF und der Münchener Rück habe ich​ ​zusätzlich im März noch einmal 1.000 € bzw. 1.500 € nachgelegt. 

Nicht einmal eine Woche später (wir befinden uns jetzt Ende Januar 2018) sollte ein Kursrutsch folgen, von dem sich mein Depot das ganze Jahr nicht mehr erholt hat. 

Was kann ich sagen? Blöd gelaufen! Und Fehler gemacht! Ich möchte kein Market Timing betreiben. Denn den richtigen Zeitpunkt zum Aktien kaufen gibt es aus meiner Sicht nicht.

Allerdings gibt es offensichtlich einen falschen Zeitpunkt. Und den habe ich erwischt!

Dividenden-Aktien Strategie

​Was sagt die Rendite meiner Dividenden-Aktien aus 2018?

Am Jahresende 2018 standen die ausgewählten 10 Aktien im Schnitt bei -16,86%. Rechne ich die Dividenden von insgesamt 514 € hinzu, stehe ich immernoch bei 14,02 % Rückgang.

Dividenden-Aktie

​Rendite 2018

​Rendite inkl. Dividende 2018

Archer Daniels Midland

2,54 %

​4,98 %

​BASF

-34,63 %

-32,13 %

​Capital Stage / Encavis

-14,90 %

-12,56 %

​DIC Asset

-17,08 %

-10,59 %

KPS

-56,25 %

-53,61 %

Münchener Rück

-2,77 %

​0,54 %

Red Electrica

​8,82 %

​11,46 %

​Sodexo

-18,40 %

-16,85 %

​Unilever

-1,67 %

​0,74 %

​Villeroy & Boch

-37,86 %

-35,71 %

Damit liege ich deutlich schlechter als der MSCI World.

Eine Enttäuschung!

Seit Jahren habe ich mein Depot bei der Consorsbank:

Depotwechsel_728x90

Und jetzt ist es vorbei mit Dividenden-Aktien? 

Tatsächlich bleibe ich ein Verfechter von Dividendenaktien. Es überzeugt mich, in Unternehmen zu investieren, die ihre Aktionäre nachhaltig an ihrem Firmenerfolg teilhaben lassen. Dabei jedoch nicht ihre Substanz ausschütten.

Mir macht das Investieren nach wie vor mehr Freude, wenn ich regelmäßig eine Dividende erhalte. Und vor allem, tragen die Auszahlungen dazu bei, dass ich in genau solchen Börsenjahren wie 2018 dran bleibe und weiterhin investieren möchte. Denn im Depot steht nach 2018 vielleicht ein Minus.

Dennoch hat mir mein Kapital einen stetigen Cashflow beschert und wird es auch in Zukunft. ​

​Und dennoch muss etwas anders werden!

​Aus der Enttäuschung in 2018 habe ich einiges gelernt.

Ich werde sicherlich in diesem Jahr nicht besser sein „den richtigen Zeitpunkt zu erwischen“. Aber ich werde – anders als im Vorjahr – meine ​etwas entzerren.

Zudem informiere ich mich vorab, wann die gewählten Unternehmen ihre nächsten Quartalszahlen veröffentlichen. Denn bei 2 Unternehmen rauschten die Aktien kurz nach meinem Kauf aufgrund dieser Veröffentlichungen deutlich ab. Das ​war einfach ​unklug, diese Termine nicht zu wissen und von den Neuigkeiten überrascht zu werden. ​

Außerdem habe ich meine Auswahlkriterien angepasst bzw. deutlich erweitert. Damit hoffe ich, eine bessere Auswahlliste für meine Dividenden-Aktien für 2019 zu erstellen als im Vorjahr.

​Dividenden-Aktien für 2019 finden – Mein Vorgehen

So findest Du die besten Dividenden-Aktien

Aus 2018 ​lernte ich, dass kaufen nach dem Bauchgefühl keine gute Option ist. Ich ​ließ mich viel zu wenig von rationalen Kriterien leiten ​und ​ging ausschließlich nach der Dividendenrendite und meinem Bauchgefühl. Zu jedem der Unternehmen ​recherchierte ich maximal 10 Minuten. 

Dies sollte bei der Auswahl meiner Dividenden-Aktien für 2019 anders werden!

Meine Auswahl erfolgte in folgenden Schritten:

  1. ​Recherche zu den Aktien aus 2018: Qualitative Entwicklung​ und zusätzlicher Check der neuen Kriterien: 
  2. Erstellen einer Longlist aller Aktien aus den neuen Dividendenadel-Listen, die > 2,5% Rendite für 2019 versprechen.
  3. ​Berechnen des aktuellen Punktestandes nach unserer Levermann-Tabelle. Mindestkriterium​: 0 Punkte. Alle Aktien mit einer negativen Levermann-Punktzahl verlassen die Liste.
  4. ​​Prüfen der Gewinn- und Umsatzprognose mit Hilfe des Aktienfinders. Nur wenn beide positiv sind, bleibt die Aktie in der Liste.
  5. Auch im Aktienfinder ist der Fair Dividend Value jeder Aktie erkennbar. Liegt dieser über dem aktuellen Wert, hat die Aktie alle harten Kriterien erfüllt.
  6. ​Auswahl aus den verbleibenden 10 Aktien anhand der Branchen, Länder und ​News.

Am Ende dieser Auswahl blieben 10 Dividenden-Aktien übrig. Ich habe mich entschieden nur in 6 davon zu investieren. Die anderen vier mussten weichen, da ich in der ​Pharmabranche (Cardinal Health) bereits gut aufgestellt bin, die Aktie (3M) bereits mit Mike gekauft habe oder die ganz aktuellen News zum Unternehmen (Aurelius und Ingenico) mich davon abbringen.

Meine Auswahl an Dividenden-Aktien für 2019

​Im Vergleich zu 2018 ist die Anzahl meiner Kriterien deutlich gestiegen. Sie lösen mein Bauchgefühl ab. Und das ist definitiv eine positive Entwicklung! 

Ich habe mich mit der Auswahl der neuen sechs Aktien für mein Dividenden-Depot für 2019 sehr ausführlich beschäftigt. Jedes einzelne Unternehmen möchte ich jetzt zeitnah in mein Depot aufnehmen – jedoch nicht mehr so überstürzt wie im Januar vergangenes Jahr.

Meine Dividenden-Aktien für 2019 sind:

Dividenden-Aktien für das neue Jahr

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

​HeidelbergCement

​Baustoffe / Zemet

​Deutschland

​Inditex

​Mode / Einzelhandel

Spanien

​Illinois Tool Works

Werkzeuge / Industrie

​USA

​PepsiCo

Erfrischungsgetränke​

USA

​Eaton Vance

Vermögensverwaltung

​USA

​Walgreens Boots Alliance

Drogeriemärkte

​USA

Die Recherche zu meinen Aktien aus 2018 hat zudem ergeben, dass ich bei drei der Werte nachkaufen werde. Dabei handelt es sich um:

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

Archer Daniels Midland

​Getreide / Samen

​USA

KPS

​IT-Consulting

Deutschland

Red Electrica

​Stromnetze

Spanien

Die verbleibenden Unternehmen aus meiner Dividendenstrategie 2018 werde ich entweder verkaufen oder halten. Die Entscheidungen habe ich noch nicht abschließend getroffen.

Unser Babyinvestor hat sein Depot bei der Comdirect:

​Quo vadis Dividenden-Strategie 2019? 

​Damit Du in diesem Jahr hautnah an der Entwicklung der ausgewählten Aktien dran bleiben kannst, werde ich die Performance ab sofort monatlich tracken. 

Denn die Entwicklung das ganze Jahr schönreden bzw. verdrängen möchte ich nicht mehr. Ich plane auch in diesem Jahr die Aktien mindestens bis Jahresende zu halten. Allerdings möchte ich einfach näher dran bleiben und das Halten nicht als Selbstverständlichkeit sehen.

Daher werde ich die Performance quartalsweise in unserem Monatsabschluss veröffentlichen. Durch dieses Commitment erhoffe ich mir, dass ich in einem Jahr eine positivere Bilanz über meine Dividenden Aktien für 2019 ziehen kann als in diesem Jahr.

Dividendenstrategie für 2019

​Jetzt bist Du dran

  • ​Stehst Du auch auf Dividenden-Aktien?
  • ​Welche der obigen Aktien würdest Du auch kaufen?
  • ​Welche nicht und warum? 

​[shariff]

Du bist gerade dabei Dich über Aktien schlau zu machen? Du hast schon den einen oder anderen Artikel gelesen? Du hast Lust die Börse und die Aktienkultur kennenzulernen?

Dann hast Du bestimmt auch schon folgende Empfehlung erhalten:

Lege Dir für 25 Euro im Monat einen Sparplan an und fang an.

Bullshit!

Wenn Du wirklich Interesse daran hast, zu verstehen, wie die Börse funktioniert und was es mit diesen ominösen Aktien und ETFs auf sich hat, dann vergiss diesen Tipp. Damit lernst Du (fast) nichts.

Hand auf’s Herz.

Du bist motiviert.

Du hast Bock.

Du willst loslegen.

Und alles was zu tun ist, ist einen Sparplan über 25 Euro im Monat anzulegen und die Füße still zu halten? Tschüss!

Tschüss , oh Du liebe Motivation.

Dieser Tipp ist gut, wenn Du null Bock hast, Dich mit der Börse zu beschäftigen. Wenn Du sagst: „Ich will meine Rentenlücke füllen, ohne mich mit dem Produkt zu beschäftigen.“, dann ist die Sache so simpel wie die erste Klasse.

  1. Wie hoch werden Deine Kosten in der Rente sein?
  2. Wie hoch wird Deine voraussichtliche Rente sein (Zahl auf Rentenbescheid * 0,25)?
  3. Kosten – Rente = Lücke
  4. Lücke * 12 Monate * Jahre, die Du leben willst = Cash, den Du benötigst
  5. Cash, den Du benötigst : Jahre bis zu Rente : 12 = Cash, den Du im Monat zur Seite legen musst
  6. Cash, den Du im Monat zur Seite legen musst : 2 = Summe, die Du im Monat in einen ETF (MSCI World) packst
  7. Depot eröffnen
  8. Sparplan anlegen
  9. Zur Rente wieder reinschauen
  10. Nie wieder einen Finanzblog anschauen

In Zahlen:

  1. 2.000 Euro
  2. 400 Euro
  3. 1.600 Euro
  4. 1.600 * 12 * 30 = 576.000 Euro
  5. 675.000 : 35 : 12 = 1.371 Euro
  6. 1.371 : 2 = 685 Euro

Verdammt viel Geld – Du kannst Deinen Mund jetzt wieder schließen.

(Sehr vereinfacht dargestellt. Logisch fehlen Zinseszinzeffekte und dass Kapital bei etwa 4 % Entnahme vermutlich erhalten bleibt. Dafür ist es einfach!)

Den ultimativen Aktienguide, um die Börse zu verstehen, hat Mike für Dich verfasst.

 

DER entscheidende Börsen-Tipp:

Kaufe Dir 1 einzelne Aktie

Während unseren Geld und Liebe Stammtischen und Coaching-Sessions mit Paaren werden wir häufig gefragt: „Wie mache ich das nun mit den Aktien? Wo fange ich an? Wie können wir als Paar an der Börse investieren?

Auf diese Frage entgegnen wir exakt diesen Tipp: „Kaufe Dir 1 einzelne Aktie.“

Entrüstung. Verwirrte Blicke. Fragen: „Ist das nicht völliger Schwachsinn?“ oder „Die Kosten sind doch viel zu hoch!“

Ja, es ist völliger Schwachsinn, wenn Du die Börse verstanden hast und bereits Aktien handelst. Bist Du neu im Thema, ist es genial!

Ja, die Kosten sind sehr hoch, wenn Du mit Aktien (strategisch) handeln willst.  Für die erste Aktie ist es die günstigste, effizienteste und nachhaltigste Lehrmethode, die wir kennen.

Folgend erhältst Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung die Börse wirklich zu verstehen – inklusive Aufgaben und jeweiligen Learnings.

Dieser Guide funktioniert genauso gut, wenn Ihr gemeinsam als Paar investieren wollt! Los geht’s…

Börse verstehen Step I: Was sind Deine Lieblingsprodukte?

Energiegeladen hüpfst Du wie eine junge Göttin aus Deinen Federn. Trällernd führt Dich Dein Weg in die Küche und zu Deiner morgendlichen Tasse Kaffee.

Während diese durchläuft, schnell ein Abstecher ins Bad. Zähne putzen. Duschen.

Zack, was aus dem Kleiderschrank gezogen, etwas zwischen die Zähne geschoben, den Kaffee geschlürft und ab ins Auto.

Wie viele Produkte hast Du in diesen 30 bis 60 Minuten verwendet?

Du schläfst auf einer Matratze in einem Bett.

Deinen Kaffee bekommst Du aus einer Maschine oder old-school aus einer Drück-Kanne serviert.

Woher kommt Dein Frühstück? Wie viele Herrsteller sind daran beteiligt? Wo werden die Lebensmittel gekühlt?

Hygieneprodukte: Welche Marke hat Deine Zahncreme, Dein Shampoo oder Dein Makeup?

Welches Auto fährst Du?

Im Laufe des Tages benutzt Du hunderte, vermutlich tausende Produkte. Welche davon landen immer wieder in Deinem Einkaufswagen?

Aufgabe:

Mach Dir eine Liste Deiner 10 bis 20 Lieblingsprodukte.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein für die Fülle an Produkten, die Du jeden Tag verwendest.

Börse verstehen Step II: Welche Unternehmen stecken hinter Deinen Lieblingsprodukten?

Kaufst Du Perwoll oder Persil? Fährst Du einen Mercedes? Trinkst Du gerne Nesquik?

Hinter jedem Produkt stehen Unternehmen. Diese entwickeln, produzieren und verkaufen die Annehmlichkeiten, die unseren Alltag erleichtern.

Welches Unternehmen steckt hinter Perwoll oder Persil? Richtig. Henkel – ein DAX-Unternehmen.

Wie sieht es mit Mercedes aus? Mercedes ist eine Marke des Unternehmens „Daimler„. Daimler ist ebenfalls im DAX vertreten und wird häufig als das Lieblingsunternehmen der Deutschen bezeichnet.

Bleibt noch Nesquik. Das Kakao-Produkt wird vom schweizer Unternehmen „Nestlé“ hergestellt.

Du siehst es gibt jede Menge Investitionsmöglichkeiten!

Aufgabe

Finde heraus, welche Unternehmen Deine Lieblingsprodukte herstellen.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein, welche Produkte zu welchen Unternehmen gehören. Viele Marken nehmen wir als unabhängig voneinander wahr, obwohl sie zum selben Konzern gehören.

Börse verstehen Step III: Welche Unternehmen sind an der Börse vertreten?

Nicht alle Unternehmen sind an der Börse vertreten. Beispielsweise könnte es sein, dass Du gerne bei EDEKA einkaufen gehst. Du findest, dass EDEKA tolle Produkte vertreibt, freundliches Personal einstellt und sehr saubere Filialen führt. Daher ist EDEKA eines Deiner Lieblingsunternehmen. Doch ist EDEKA an der Börse gelistet?

An der Börse können nur Aktiengesellschaften gelistet werden. Aktiengesellschaften sind eine besondere Geschäftsform. Andere Beispiele sind die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) oder eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Diese können nicht an einer Börse gelistet werden.

Zugleich wird nicht jede AG sofort an der Börse gelistet. Das Listing muss zunächst beantragt und geprüft werden. Dadurch sind zwar alle an der Börse gelisteten Unternehmen Aktiengesellschaften, aber nicht jede Aktiengesellschaft ist an der Börse gelistet.

Du kannst durch Plattformen wie OnVista herausfinden, ob Dein Lieblingsunternehmen gelistet ist. Gib dazu den Namen des Unternehmens im Suchfeld ein.

Aufgabe

Finde heraus, welche Deiner Lieblingsunternehmen an der Börse gelistet sind.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein, welche Geschäftsformen vertreten sind und welche Unternehmen an der Börse gelistet und für Dich handelbar sind.

Börse verstehen Step IV: Eröffne Dein erstes Depot

Ist keines Deiner Lieblingsunternehmen an der Börse gelistet? Dann gehe nochmal zurück zu Step I und suche nach neuen Produkten, die Dich begeistern.

Du hast mittlerweile Dein Lieblingsunternehmen gefunden, das eine AG und an der Börse gelistet ist? Hervorragend. Als nächstes benötigst Du ein Depot, um eine Aktie des Unternehmens kaufen zu können.

Hier hast Du verschiedene Broker (Banken, die den Aktienhandel für Dich abwickeln) zur Verfügung:

Consorsbank*comdirect*DKB* oder eine andere Bank

Wir sind seit Beginn bei der Consorsbank* Kunde und sind mit den Möglichkeiten sehr zufrieden. Für einen detaillierten Vergleich empfehlen wir Dir die unabhängige Vergleichsseite „Kritische Anleger„.

 

Aufgabe

Eröffne Dein erstes Depot.

Learning

Du setzt Dich mit der Angebotsvielfalt auseinander und bekommst ein Gefühl für die Kostenstruktur der verschiedenen Broker.

Börse verstehen Step V: Kaufe 1 Aktie

Ja.

Du hast richtig gelesen. Die nächste Aufgabe wird sein, dass Du 1 einzelne Aktie kaufst. Das mag auf den ersten Blick bescheuert klingen, ist es aber nicht und Du erfährst auch gleich warum:

(Selbstverständlich wirst Du bei Deinem zweiten Aktienkauf eine andere Ordergröße wählen.)

Mit dem Erwerb einer einzelnen Aktie musst Du den gesamten Kaufprozess durchgehen und Dich mit allen Einstellungen auseinandersetzen.

Aufgabe

Kaufe 1 Aktie. Ja. 1 Aktie, nicht 2, 3 oder 50. Nur 1 Aktie. Wie hoch ist der Preis Deiner Lieblingsunternehmen?

Aktien kosten Geld. Mit einer Aktie kaufst Du eine Beteiligung am Unternehmen. Je nach Wert des Unternehmens schwankt der Preis für einen Anteil.

Learnings

  • Wie finde ich die Aktie bei meinem Broker?
  • Wie setze ich eine Order auf?
    • Auf welchem Konto benötige ich Geld?
    • Was bedeuten die Orderoptionen wie limited/unlimited?
  • Wie lange dauert es bis meine Order ausgeführt wird?
  • Wo finde ich meine Aktie in meinem Depot?
  • Wo finde ich die Abrechnung meines Aktienhandels?
    • Wie viel Geld hat mich der Handel gekostet (Ordergebühren + Provision)?

Börse verstehen Step VI: Schon in den Briefkasten geschaut?

Mit Deiner einzelnen Aktie im Depot bist Du ab sofort an dem Unternehmen beteiligt. Einmal im Jahr findet die Hauptversammlung Deines Lieblingsunternehmens statt.

Im Vorfeld bekommst Du über Deinen Broker eine Nachricht übermittelt, dass Du zu dieser Hauptversammlung eingeladen und stimmberechtigt bist.

In der Regel flattert eine Hochglanzbroschüre samt Einladung des Unternehmens in Deinen Briefkasten. Persönlich finde ich dies ärgerlich, da ich lieber eine höhere Dividende erhalte als die Einladung und das Begleitheft im Qualitätsdruck in den Papierkorb zu befördern. Denk dran: Obwohl Dir nur 1 einzige Aktie des Unternehmens gehört, erhältst Du exakt dieselben Unterlagen, Informationen und Einladung wie alle anderen Aktionäre.

Aufgabe

Finde heraus, wann und wo die Hauptversammlung Deines Unternehmens stattfindet und reserviere Dir den Tag im Kalender. Sobald die Einladung im Postfach landet, meldest Du Dich für die Hauptversammlung an und freust Dich auf eine kleine Reise. Studiere das Begleitheft und die Einladung.

Learnings

Aktiengesellschaften halten einmal im Jahr die Hauptversammlung ab. Zur Vorbereitung findest Du Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Rechte habe ich auf der Hauptversammlung?
  • Welche Ausschüttung (Dividende) wird vorgeschlagen?
  • Wie ist der Ablauf der Hauptversammlung?

Börse verstehen Step VII: Das Neuaktieninhaberhighlight des Jahres

Die Hauptversammlung bietet Dir grenzenlose Möglichkeit Dich zu entwickeln und dazu zu lernen, wie die Börse genau funktioniert. Als Aktionär besitzt Du Stimm- und Rederecht. Du bekommst hautnah mit, welche Berichte der Vorstand liefert, welche Fragen gestellt werden und, dass Menschen wie Warren Buffett eigene Bodyguards bekommen.

Aufgabe

Stelle dem Vorstand Deines Unternehmens eine Frage – egal welche. Mache Gebrauch von Deinem Rederecht: Ergreife das Mikrofon und spreche für zwei Minuten über ein Dir wichtiges Thema. Nutze Dein Stimmrecht.

Learnings

Jetzt weißt Du wie es sich anfühlt vor hunderten oder tausenden Menschen zu stehen und etwas zu erzählen, dass nur Dich interessiert. Zudem kennst Du den Ablauf einer Hauptversammlung und weißt, welche Berichte der Vorstand liefert.

Hoffentlich hast Du etwas zur (geschönten) Zukunft des Unternehmens erfahren.

Börse verstehen Step VIII: Die Dividende wird ausgezahlt

Sofern Dein Lieblingsunternehmen zu den Unternehmen zählt, die eine Dividende ausschütten, kommst Du einige Tage nach der Hauptversammlung in diesen Genuss. Leider ist die Freude nicht von langer Dauer. Spätestens mit einem Blick auf den Preis weißt Du warum Dividenden keine Zinsen sind.

Aufgabe

Beobachte den Preis Deiner Aktie am Tag der Ausschüttung: Was ist auffällig?

Learnings

Dividenden sind keine Zinsen, sondern eine Gewinnausschüttung eines realen Unternehmens. Sie gehören damit nicht zu einem Geschäftsmodell (wie Zinsen), sondern sind das Resultat daraus. Dies hat Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens – siehe Aktienpreis.

Börse verstehen Step IX: die Suche nach großartigen Unternehmen

Hatte Dich zu Beginn der Frankfurter Flughafen begeistert, dann wirst Du etwa 45 Euro + Gebühren und Provision für Deine Aktie bezahlt haben. Hingegen hättest Du für Deine Faszination der ProSiebenSat.1 Programme nur etwa 8 Euro für deine Aktie bezahlt.

Je nach Unternehmen hast Du für Deine Learnings etwa 10 bis 200 Euro bezahlt. Ein durchaus herausragender bis akzeptabler Preis für die Inhaltsmenge. Mit etwas Glück hat sich in der Zeit der Aktienpreis erhöht und Du würdest durch den Verkauf für das Handeln nach dem ultimativen Aktienguide sogar bezahlt werden!

Du bist fit für die Börse, hattest hoffentlich jede Menge Spaß und weißt jetzt, „wie Du mit nur 1 Aktie die Börse verstehst“.

Mittlerweile hat sich Dein Blick auf die Welt verändert. Läufst Du an einem Fielmann-Geschäft vorbei und denkst Dir: „Warum sehe ich dort nie Kunden?“ oder Dir fällt der nächste Pandora-Laden in den Blick und erneut stehen die Menschen dort Schlange.

Welche Geschäftsmodelle besitzen die Unternehmen? Warum stehen Menschen Schlange? Welche Konkurrenz ist auf dem Markt vorhanden? Kaufst Du selbst dort ein oder kennst Freunde und Bekannte, die dort kaufen? Welches Verbesserungspotenzial besitzt das Unternehmen und arbeitet es daran? Hast Du Geschäftsideen, die gut zu dem Unternehmen passen würden und arbeitet das Unternehmen vielleicht daran?

Aufgabe

Finde großartige Unternehmen und lerne sie kennen. Nutze die zahlreichen Finanzblogs für unabhängige Informationen rund um die Börse!

Learnings

Je mehr Du Dich für Unternehmen und ihre Funktionsweise interessierst, desto mehr Kennzahlen wirst Du aufnehmen und verstehen.

Fazit

Die Börse istspannend und fast überall vertreten. Aus Büchern kommt nur eine abstrakte Welt, die sich nicht automatisch erschließt. Es ist trocken, langweilig und enthält viel zu viele abstrakte Zahlenwerke. Allein durch den Gedanken verliere ich die Lust mich damit zu beschäftigen.

Tauche daher in die Realität der Börse ein und finde großartige Unternehmen. Mit der Zeit stellst Du weitere Fragen, die weitere Antworten suchen. Finanzkennzahlen wie Cashflow, EPS oder EBIT erklären sich von alleine, da sie in Deiner Gedankenwelt Anschluss finden.

Bist Du schon Aktionär? Wenn nein, bist Du jetzt motiviert und hast Lust? Wenn ja, wie hast Du Dir die Börse erschlossen?

Noch eine Bitte: Wenn Du Dich strikt an Step VII hältst, freuen wir uns über Deinen Videobeweis 🙂

 

Noch mehr Lesestoff:

Hallo,

wenn Du schon etwas länger bei uns mitliest, ist es für Dich sicherlich nichts Neues: Ich bin ein Dividenden-Fan seitdem ich mich für Aktien und die Börse interessiere. Passend dazu habe ich Ende 2017 endlich das Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ von Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger* verschlungen. Und wurde überzeugt!

Aber heute soll es nur in zweiter Linie über das Buch gehen. Vorrangig wirst Du erfahren, für welche Dividendenaktien ich mich für 2018 entschieden habe, wie der Entscheidungsprozess verlief und wie es jetzt weitergeht. Mit diesem Wissen wird es auch für Dich ganz einfach Deine persönliche Dividendenstrategie aufzustellen und umzusetzen.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

 

Damit Du nachvollziehen kannst, worum es geht, beginnen wir mit einem kurzen Einblick in das oben genannte Buch bevor es in die Details meiner Dividendenstrategie für das Jahr 2018 geht.

Der Hintergrund: Cool bleiben und Dividenden kassieren

20 Jahre Erfahrung als Investoren, Unternehmer und TV-Experten sind die Basis, aufgrund der Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger empfehlen cool zu bleiben und Dividenden zu kassieren.

20 Kapitel zeichnen auf charmante Art und Weise das „Big Picture“, sodass Du vollends verstehst, wie Dividendenaktien funktionieren, welchen Einfluss berühmte Börsenpleiten auf diese hatten und in welchen Situationen, Dividendentitel für Dich vorteilhaft sind.

20 Kennzahlen sind in dem Entscheidungsprozess nicht nötig. Mit einer deutlich geringeren Anzahl entwickeln und erklären Dir die beiden mögliche Strategien auf der Jagd nach den besten Dividendenaktien. Dabei stehen Qualitätskriterien wie die Dividendenrendite, die Anzahl der Erhöhungen der Dividende oder die Dividendenwachstumsraten im Fokus. Denn nicht die höchste Dividende ist das Ziel sondern die kontinuierlich höchste!

20 % Rendite werden ebenfalls nicht versprochen, sondern die Risiken von Aktienkäufen klar dargestellt und gleichzeitig nicht unnötig aufgebauscht. Selbstredend sind Dividenden keine neuen Zinsen – vielleicht sind sie aber etwas viel besseres?

Der Output aus dem Buch sind diverse Rangfolgen der besten Dividendenaktien. Als zusätzlichen Service kannst Du die Dividendenadel-Plattform nutzen – denn dort werden immer zum Jahresanfang aktualisierte Listen veröffentlicht, sodass Du immer mit den aktuellen Zahlen arbeiten kannst. Für Details zum Buch schau gerne einmal bei den besten Finanzbüchern vorbei und hör ins Buch.

Die Umsetzung meiner Dividendenstrategie

Genau diese Listen wollte ich in 2018 nutzen. Denn im vergangenen Jahr habe ich einiges an Kapital angespart, welches ich nicht weiter auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen, sondern in starke Dividenenaktien investieren wollte.

Vom Plan einer eigenen Dividendenstrategie

In unserem Ziele-Artikel für 2018 habe ich angekündigt in diesem Jahr 25% meiner Kosten durch meine Assets zu decken. Dividenden werden für dieses Ziel unverzichtbar sein.

Anfang des Jahres schaute ich folglich alle veröffentlichen Rankings aus den verschiedenen Kategorien durch und las die dazugehörigen Blogartikel auf der Dividendenadel-Seite.

Neben den beiden Deutschland-Strategien, die im Buch vorgestellt wurden – eine fokussiert auf  Dividendenwachstum und die andere auf die Dividendenrendite – gibt es Länderbezogene Rankings. Selbstverständlich für Deutschland und die USA, aber auch Österreich, Schweiz und die ganze Eurozone.

 

Die Umsetzung meiner Dividendenstrategie für 2018

Nach der Beschreibung im Buch musste ich mich für eine der beschriebenen Strategien entscheiden oder für eine Länderaufstellung und mein Kapital gleichmäßig in die Aktien der jeweiligen Top 10-Werte investieren.

Anschließend bleiben die Aktien ein Jahr liegen. Mit den neuen Rankings in 2019 würde ich dann das Depot aktualisieren.

Ein Vorgehen, das mir dann doch wieder zu passiv war. Stattdessen entschied ich mich für folgendes Vorgehen:

  1. Alle vorhandenen Rankings durchschauen und Top 10 herausschreiben
  2. Sortierung der Werte nach Rendite. Alle unter 2,5% fliegen aus der Aufstellung.
  3. Für die übrigen Unternehmen recherchierte ich die Branchen sowie Länder.

Auf Basis dieser drei Schritte, wählte ich 10 Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern mit jeweils min. 2,5% erwarteter Rendite in meine persönliche Top 10 mit der ich ein gutes Bauchgefühl hatte.

Abschließend investierte ich in alle Unternehmen einen ähnlichen Betrag – die Gesamtsummen spielten sich zwischen 1.500 und 2.000 Euro pro Aktienpaket ab.

Die Dividendenaktien aus der Strategie ganz konkret

Für die folgenden 10 Werte habe ich mich für 2018 entschieden:

Archer Daniels Midland

Der Getreide- und Samenproduzent aus den USA ist der einzige Titel von der Liste der Dividendenadel US-Aristokraten in meinem Portfolio. Die Erwartung von 3,1%  Rendite überzeugte mich in das weltweit operierende Unternehmen zu investieren, von dem ich nie zuvor gehört hatte.

Archer Daniels Midland stellt in mehr als 270 Produktionsstätten weltweit zum Beispiel Speiseöle, Kakao und Nahrungszusätze her – nicht ganz ohne Kritik an den Arbeitsweisen.

Unilever

Mit Unilever legete ich mir einen Wert aus Großbritannien ins Depot, dessen Produkte bestimmt auch Du regelmäßig erwirbst und über den ich aufgrund der breiten Streuung an Aktivitäten schon lange nachdachte.

Ob Nahrungsmittel oder Körperpflegeprodukte – Unilever ist überall dabei und lockt in 2018 mit einer Dividendenrendite von 3%. In Kombination mit den anderen Kriterien zur Top-Dividendenqualität hat der Titel es in die Dividendenadel Eurozone Auswahl geschafft.

Sodexo

Auch Sodexo ist ein Unternehmen, das vielen Deutschen regelmäßig im Alltag begegnet. Der Catering-Gigant aus Frankreich betreibt eine Vielzahl von deutschen Kantinen, beliefert öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten mit Essen. Sodexo bietet ein Wertgutschein-System an, das in vielen Lebensmittelläden europaweit als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

Mit 2,5% am unteren Ende meiner Renditeauswahl gelegen, hat es der französische Wert aus der Dividenenadel Eurozonen Liste gerade so ins Portfolio geschafft.

Red Electrica

Ein weiterer Titel aus dem Dividendenadel Eurozone Ranking kommt direkt aus Spanien ins Dividendendepot für 2018: Red Electrica betreibt in Spanien den größten Teil der Stromnetze und dennoch war es mir vor der Recherche nicht bekannt.

Einen Titel aus Spanien, der noch dazu zu 20% in staatlichem Besitz ist und mit 5,0% eine Traum-Dividendenrendite verspricht, musste einfach mit in die Auswahl.

Münchener Rück

Die Münchener Rück Aktie hatte ich bereits einige Jahre im Depot – auch wegen der hohen Dividende, die passenderweise immer zu meinem Geburtstag kommt. Im Ranking der besten Werte in Bezug auf die Dividendenrendite steht sie mit 4,8 % ganz oben bei den deutschen Aktien.

Somit hat der Rückversicherer aus dem DAX keine gößere Überzeugungsarbeit nötig gehabt – das war ein klarer Kauf, sogar mit einem etwas größeren Anteil als bei den anderen Aktien.

BASF

Der zweite DAX-Titel und der zweite Titel aus der Dividendenrendite-Liste in meinem neuen Dividenden-Portfolio ist mit BASF ebenfalls ein Unternehmen, das ich bereits früher im Depot hatte. Damals hielt ich sie lange, um am Ende mit einem Gewinn verkaufen zu können.

Die erneute Dividendenrendite von wohl 3,3% hat mich abermals hier investieren lassen. Mit der Chemiebranche erreichte ich auch noch eine weitere Diversifizierung.

Villeroy & Boch

Ebenfalls aus der Aufstellung der besten Aktien im Hinblick auf die Dividendenrendite kommt Villeroy & Boch in mein Depot. Bisher hatten wir nur vereinzelte Küchenutensilien des Unternehmens im Schrank (und ein Waschbecken im Bad)- in Zukunft werde ich in Läden (und den Wohnungen unserer Freunde und Familien) sicherlich mehr auf die Produkte des Keramikherstellers achten.

Mit einer Dividendenrendite von 2,9% ist der Small Cap in mein Blickfeld gerückt. Überzeugt hat mich letztendlich, dass ich noch nie in eine solche Richtung investiert habe und das Traditionsunternehmen in fast jedem deutschen Haushalt vertreten ist.

DIC Asset

DIC Asset ist mit 5,3% Dividendenrendite der absolute Star in meinem Portfolio. Auch dieser Wert kommt aus der Übersicht der renditeträchtigsten deutschen Aktien im Hinblick auf die Dividenden.

In den vergangenen Monaten war die Immobilienbranche für mich nicht interessant, da ich mit TAG Immobilien bereits einen Wert im Depot hatte. Inzwischen ist dieser verkauft und mit DIC Asset habe ich einen noch breiter gefächerten Gewerbeimmobilien-Wert aufgenommen.

Capital Stage

Der einzige Wert, den Mike aus meiner Auswahl schon einmal im Depot hatte, ist Capital Stage. Das Unternehmen investiert vorrangig in Solarparks und lockt mit einer Rendite von 3,3 %.

Capital Stage ist einer der Werte aus der Strategie, die sich auf die Werte mit dem kontinuierlichsten Dividendenwachstum fokussiert und war bereits im Vorjahr Teil der Auswahl.

KPS

Wie bereits 2016 ist das IT-Beratungsunternehmen KPS in beiden Top-Listen aus dem Buch vertreten: Dividendenwachstum + Dividendenrendite sind absolut top.

Die Rendite liegt in 2018 bei 2,5% und ist für mich auch daher interessant, da ich selbst in der Beratungsbranche arbeite – in diese jetzt auch zu investieren ist definitiv spannend!

Quo vadis Dividendenstrategie?

 

Wie es die Strategie aus dem Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren“* vorsieht, erwarb ich alle oben genannten Aktien im Januar. Für alle hatte ich einen Kurs festgelegt und innerhalb einer Woche wurden alle Limits erreicht und die 10 Aktien sind in mein Depot gewandert.

Ich investierte in jeden Wert einen ähnlichen Betrag. Nach dem jüngsten Kursrutsch an den Märkten bleibe ich selbstverständlich cool und überlege bei dem einen oder anderen sogar noch etwas nachzulegen.

Dass ich derzeit so entspannt bleibe, obwohl alle Positionen in meinem Depot rot sind, ist für mich Beweis, dass es richtig ist, nach einer wohlüberlegten Strategie zu handeln, mit der Du Dich wohlfühlst. Natürlich hätte ich lieber 2 Wochen später kaufen sollen, aber dies war nicht vorhersehbar und grundsätzlich hat sich an den Aussichten der 10 Aktien von heute auf morgen nichts geändert. Für 2018 werde ich die Aktien definitiv behalten und die Strategie durchziehen – komme was wolle.

Ende des Jahres werde ich evaluieren, wie ich damit gefahren bin, ob ich in 2019 umschichten oder nur neue Werte ergänzen werde. Vielleicht wird dann auch der eine oder andere Anteil wieder verkauft. Du wirst es hier auf jeden Fall erfahren!

Viele Grüße

Marielle

Kennst Du die Strategie vom „Dividendenadel“ und bist Du selbst auch ein Dividendenjäger? 

  1. März 2019 findet der nächste Börsentag in Frankfurt statt.

Am vergangenen Samstag waren wir zum ersten Mal vor Ort und haben uns das Geschehen aus der Nähe betrachtet.

Neben zahlreichen Messeständen wurde ein breites Programm an Vorträgen angeboten. In 6 Zeitslots auf 7 Bühnen konnten Reden zu ETFs über Bitcoins bis Zukunftstrends belauscht werden.

 

Was erwartet Dich beim Börsentag

Um Dir einen kleinen Eindruck des Börsentags in Frankfurt zu geben, berichten wir kurz über die besuchten Vorträge.

 

Global Trends – Zukunftstechnologie für Ihre Geldanlage

Uber will 24.000 selbstfahrende Autos bis 2021 auf die Straßen bringen.

Was wird aus den Jobs, wenn die Technologisierung und Digitalisierung weiter voran schreitet?

Jack Ma (Alibaba) wird derzeit viral in den sozialen Medien zitiert. Sinngemäß: Wir müssen unseren Kindern, die Dinge beibringen, die uns von Maschinen unterscheiden. Ansonsten sieht es düster aus.

Alphabet, Infineon und Co investieren Milliarden in die Forschung & Entwicklung, streichen saftige Gewinne ein und von einer Überbewertung kann nicht die Rede sein. So der Kanon des Vortrags.

Diese Tech-Aktien rennen auch noch dem S&P 500 weg und der MSCI World hat ebenfalls keine Chance. Was bedeutet das für uns? Wir sollten in Tech-Unternehmen investieren. Und wie geht das besser als mit dem hauseigenen Fond?

Zum Ende des Vortrags ziert eine hübsche Grafik die Wand. Diese zeigt, wie der Tech-Fond den Vergleichsindex (extrahierten Tech-Unternehmen des S&P 500) schlägt. Jahr für Jahr für Jahr.

Nur im ersten Jahr gibt es eine dritte Säule. Mit einem Halbsatz wird darauf hingewiesen, dass dies die Nettoentwicklung – also nach Abzug von Gebühren – symbolisiert. Knapp 6 % müssen von der Performance abgezogen werden. Was bedeutet das für das Ergebnis?

Der Megafonds der Megatrends performt plötzlich schlechter als der Vergleichsindex. Dann doch lieber einen ETF auf Tech-Unternehmen? Oder lieber Amazon-Inhaber werden, die kaufen eh alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist in der Zukunftsbranche?

 

Marktwächter Finanzen: Was Sie beim Crowdinvesting beachten sollten

Als überzeugte aber noch recht unerfahrene Crowdinvestorin war der Vortrag der Verbraucherzentrale Hessen für Marielle Pflichtprogramm.

Vorgestellt wurde die Studie zum Crowdinvesting des Projektes Marktwächter Finanzen, die sich mit der Analyse der Vertragsinformationen und -bedingungen von einer Vielzahl von Crowdinvesting-Plattformen beschäftigt hat.

Das Ergebnis war leider ernüchternd: Viele der Plattformen bieten ihren Kunden nur unzureichende Informationen, manche sogar nicht übereinstimmende und damit als irreführend zu bezeichnende Vertragsdetails an.

Damit diese Information wirklich hilfreich für Dich Nutzer sein kann, müsstest Du wissen, welche der Plattformen nun schlecht und welche sogar ganz gut abgeschnitten haben.

Bisher bin ich selbst nur bei Zinsland in fünf Projekte investiert. Dies liegt auch daran, dass andere Plattformen teilweise undurchsichtig wirken und mich die Einfachheit und Klarheit von Zinsland bisher sehr überzeugt hat. Leider bin ich nach dem Vortrag nicht schlauer, ob dieses Gefühl richtig oder eine Täuschung ist.

Der Fokus des Vortrages lag auf den Schattenseiten des Crowdinvestings. Die Vorteile wurden nur kurz erwähnt. Ich habe mich gefragt: Muss eine Verbraucherzentrale so kommunizieren?

Wäre ich nicht bereits in Crowdinvesting investiert – nach diesem Vortrag hätte ich sicherlich nicht damit begonnen.

Dennoch war es spannend und die Studienergebnisse habe ich mitgenommen. Denn die Untersuchungsart möchte ich gerne mit den Vertragsinformationen, die ich bei meinem nächsten Zinsland-Projekt erhalte abgleichen. Und vielleicht hilft sie mir sogar bei der Entscheidung, bei welcher anderen Plattform ich noch einsteigen könnte.

Möchtest Du mehr über die Studie, meine Ergebnisverwendung in der Praxis und Learnings erfahren? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen und vielleicht gibt es schon bald einen separaten Crowdinvesting-Artikel mit Fokus auf der Marktwächter Finanzen-Studie der Verbraucherzentrale Hessen.

 

Nach diesen einfachen 4 Regeln bauen Sie sich ein Depot nach Warren Buffett auf

Mittlerweile habe ich Warren Buffetts Biografie und Mary Buffetts „Buffetology“ durchgearbeitet und erste Anwendungen unternommen. Reichen 4 Regeln aus?

Ja, wenn Du sie auf die oberste Ebene beschränkst reichen Dir diese 4 Regeln aus:

  1. Investiere nur in Unternehmen, die Du verstehst
  2. Desto breiter der Burggraben desto stabiler das Unternehmen
  3. Betrachte das Management
  4. Bewerte das Unternehmen

Na, wie sieht’s aus? Kannst Du anhand dieser vier einfachen Regeln Dir ein Depot nach Warren Buffett aufbauen?

Ich kann es auf jeden Fall nicht. Es entstehen zu viele ??? in meinem Kopf:

  • Was macht ein gutes Management aus?
  • Welche Bewertung ziehe ich zur Bewertung des Unternehmens heran?
  • Buffett beschränkte sich doch nicht auf diese Regeln?!

Hauptsächlich kaufte Buffett riesige Anteile an Unternehmen und mischte sich ein. Er veränderte das Management, übernahm die komplette Kontrolle oder veränderte das Kerngeschäft. Viele seiner Investitionen wären riesige Pleiten gewesen, hätte er sich nicht eingemischt ~Berkshire Hathaway und Salomon, um mal zwei zu nennen.

Nungut, der Vortrag hatte dennoch etwas gewinnbringendes. Der Redner brachte seinen eigenen Rentenbescheid mit, ging diesen durch und demonstrierte, wie die Inflation die angekündigten Rente auffrisst.

 

Abschlussdiskussion – zwei beeindruckende Redner

Seit je her faszinieren mich eindrucksvolle Redner und wie sie durch Artikulation, Wortwahl und Dynamik ein Gewicht und Glaubwürdigkeit in ihre Aussagen bringen. So auch zum Abschluss des Frankfurter Börsentags.

Hätte ich mich der Rede hingegeben, wäre ich nach Hause gefahren und hätte umgehend Aktien der Deutschen Bank, von Amazon und von Nestle in mein Depot gelegt.

Noch faszinierender:

Die beiden Männer standen im Streitgespräch auf der Bühne. Einer begann seine Argumente vorzutragen und das Publikum hing an seinen Lippen. Dann der Wechsel.

Völlig konträre Sichtweisen wurden nun über die Zuhörer ausgeschüttet. Sie waren ebenso plausibel, ebenso wahr und ebengleicher Stärke vorgetragen.

 

Fazit zum Börsentag Frankfurt

Insgesamt ein lohnenswerter Ausflug in das Frankfurter Europaviertel.

Wir durften feststellen, dass wir inzwischen viel Wissen über verschiedene Strategien, Zukunftstrends und die Börse im Allgemeinen angesammelt haben.

Stattdessen konnten wir mit einer eigenen Meinung die Vorträge kritisch hinterfragen und haben aus der Veranstaltung wieder viele Ideen und spannenden Gedanken mitgenommen.

Da die Veranstaltung kostenfrei ist, wird viel Werbung gemacht. Aber das ist nicht schlimm – denn so konnten wir wieder neue Produkte kennenlernen und feststellen, wie abgehärtet wir gegenüber Versuchungen in dem Bereich geworden sind. Auch das liegt sicherlich an der zunehmenden Erfahrung und dem Vorwissen.

Einen Börsentag zu besuchen, sich zu informieren und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen empfehlen wir Dir an dieser Stelle sehr gerne weiter – eine Bereichung ist ein solcher Tag immer !

 

Lesertreffen Frankfurt der Finanzwesirzelle: Samstag, 15.07.2017 um 17 Uhr im Zimt & Korriander.

Fast 5 Stunden diskutierten 15 begeisterte Finanzinteressierte über Aktien, Immobilien und den Sinn des Investierens.

Um 21 Uhr waren wir noch zu 8 und dann fiel uns auf, dass wir noch ein Foto bräuchten. Also habe ich schnell die Kamera gezückt und aus dem Handy und dem Kellerraum alles rausgeholt 😀

 

Gäste beim Lesertreffen Frankfurt

2 Frauen.

13 Männer.

2 Paare.

Weiteste Anreise aus Montabaur.

Sonst: Darmstadt, Rüsselsheim, Rodgau, Dreieich, Mainz, Frankfurt, Oberursel.

3 Blogger: Stefan von Kritische-Anleger.

4 Thunfisch- und 2 Putenbrustsalate.

25 bis 48 Jahre.

4 Männer, die gerne ihre Freundin/Frau dabei gehabt hätten.

Vom Investitionsanfänger bis hin zu 20 Jahren Erfahrungen an der Börse.

 


Du willst beim nächsten Lesertreffen dabei sein? Trage Dich hier ein!



 


 

Gesprächsstoff beim Lesertreffen Frankfurt

Über den Abend frühstückten wir alle Großthemen des Investierens ab. Spannend: Der zu Beginn befürchtete ETF-Hype blieb aus – hingegen wurde das Anlageprodukt kritisch beäugt.

Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde. Wobei einige Aussagen sofort auf das Interesse der Gruppe stießen und manche tiefergehende Fragen stellten. Insgesamt benötigten wir fast eine Stunde um einmal die Runde zu drehen.

Steckbrief unseres Wer-bin-ich:

  • Name?
  • Stadt?
  • Über welchen Blog gekommen? – alle vom Finanzwesir
  • Anlagestrategie (Einzelaktien vs ETFs vs was anderes)?
  • Motivation für die Teilnahme? – Alle suchen Gleichgesinnte
  • Bei welcher Bank liegt das Depot?

Das lieferte ordentlich Stoff für die kommenden Stunden. Eines war jedoch erstaunlich. Und das kannten Marielle und ich noch nicht von anderen Treffen.

Unser Austausch fand hauptsächlich in der großen Gruppe statt und alle lauschten gebannt, wenn jemand anderes erzählte.

Erst gegen Ende bildeten sich zwei Grüppchen, die unterschiedliche Themen behandelten. Wir waren so vertieft bei Geld in der Beziehung und wie das mit dem Ehevertrag funktioniert, sodass wir keine Ahnung haben, worüber die anderen sprachen.

Zuvor tauschten wir uns zusammen über Immobilien, Einzelaktien, Anlagestrategien, ETF-Kritik, Beziehung und Kommunikation aus.

Schnell wurde allen klar, dass das eine Treffen nicht ausreichen wird. Doch wie soll die Fortsetzung gestaltet sein?

 

Und wie sieht die Zukunft beim Lesertreffen Frankfurt aus?

Nächsten zwei Treffen finden im September und November statt. Der Wunsch nach mehr war eindeutig.

Allgemeiner Konsens war auch: Festes Tagesthema, um in die Tiefen des Investierens abzutauchen.

Unser Blogthema „Beziehung und Geld in Einklang bringen“, stieß ebenfalls auf weit geöffnete Ohren.

Nach 48 Stunden grübeln haben wir uns für folgendes Szenario entschieden:

  • Lesertreffen bekommt zwei Teile
  • Erstens: Festes Thema mit maximal 15 Personen zwischen 60 und 90 Minuten
    • Vorstellungsrunde – jeder skizziert kurz seine Motivation und Kenntnisse zum Thema
    • Mini-Vortrag (max. 10 Minuten) für Diskussionsbasis (von uns oder einem anderen Experten)
    • Offener Austausch mit maximalem Mehrwert für die Teilnehmer
  • Zweitens: Kennenlern- und Netzwerrunde für den restlichen Abend
    • Wen das Thema nicht interessiert hat, kann hier hinzustoßen
    • Essen, Trinken, Schnacken

Um Dir ein gelungenes Lesertreffen Frankfurt No. 2 zu bieten, brauchen wir die Antwort auf zwei Fragen:

  1. Welches Thema interessiert Dich brennend?
  2. Was sind Deine Location-Vorschläge für den ersten Teil (z. B. Restaurant, Seminarraum zum Selbstkostenpreis, unter freien Himmel am Main)?

Pack die Antworten in die Kommentare oder schicke uns eine Mail an info [at] beziehungs-investoren.de

 


Du willst beim nächsten Lesertreffen dabei sein? Trage Dich hier ein!



 


 

Fazit

Geil war’s!

Wir hatten einen super Austausch. Und haben lauthals gelacht!

So wird das auch was mit der Vermögensbildung: Mit Spaß ans Geld – schließlich heißt es 30 bis 50 Jahre durchzuhalten. Ohne Freude ist das undenkbar.

Auf’s nächste Treffen freuen wir uns riesig und können es kaum erwarten, Dich wiederzusehen und neue Gesichter kennenzulernen.

Beste Grüße
Mike

Der Generationenvertrag als Basis unserer Altersvorsorge funktioniert nicht mehr. Wie die berühmte Rentenlücke entsteht und was Du trotz niedriger Zinsen für Deine Altersvorsorge tun kannst, darf kein Tabuthema sein.

Dieser Artikel liefert unsere Erfahrung mit der Rentenlücke und die damit verbundenen Probleme für die Altersvorsorge. Möglichkeiten wie wir der Altersarmut entgegen wirken und Geld für die Zukunft ansparen, erfährst Du natürlich auch.

Anmerkung: Aufgrund von Krankheit haben wir einen Einschub im Redaktionsplan. Die geplanten Artikel für diese Woche sind nur aufgeschoben, nicht aufgehoben! Vielen Dank für Dein Verständnis.

Das Problem

In  Deutschland werden zu wenige Kinder geboren. Gleichzeitig schreitet die Medizin weiter voran, die Lebensbedingungen werden besser und die durchschnittliche Lebenserwartung steigt weiter an.

Was für den Einzelnen eine tolle Sache ist, ist in Kombination mit der geringen Kinderzahl ein echtes Problem für das deutsche Rentensystem. Denn in Deutschland existiert der „Generationenvertrag“. Dies bedeutet, dass die jeweils arbeitende Generation für die Generation der Rentner zahlt – jeder zahlt, wenn er ohnehin gut verdient und diejenigen, die nicht mehr arbeiten, erhalten eine Rente durch die Umverteilung. Sie können sich die 40 Jahre, die sie zuvor für den allgemeinen Wohlstand gearbeitet haben, bezahlen lassen.

Dieses Prinzip funktioniert bei einigermaßen ausgeglichenen Zahlen. Werden die Menschen immer älter und müssen damit länger finanziert werden, werden auch mehr zahlende Kinder und junge Menschen benötigt. Gibt es weniger Arbeitnehmer der jungen Generation, bleibt weniger Geld, das an die Rentner umverteilt werden kann.

Rentenlücke?!

Dieser Zustand führt zur berüchtigten Rentenlücke. Es ist heute unklar, was wir (25 & 30 Jahre) für eine Rentenhöhe erreichen werden. Unklar ist auch, ab wann wir die Rente beziehen können – können wir dies wie bisher mit 65-67 nach 40 Beitragsjahren? Oder müssen wir gar bis 70 oder 75 Jahre arbeiten? Und wenn ja, wäre das schlimm?

Wie für jede Generation ist die Zukunft ungewiss. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rentenzahlungen sinken werden, ist hoch. Verstärkt wird dies durch den unterschiedlichen Anstieg der durchschnittlichen Rentenerhöhung und der durchschnittlichen Inflation. Ein erheblicher Verlust der Kaufkraft ist die Folge – aus 1200 Euro heutiger Kaufkraft auf unserem Rentenbescheid werden schnell 600 Euro Kaufkraft in 40 Jahren. Ab 2040 sind 100 % der Renteneinkünfte steuerpflichtig, hinzukommen außerdem Sozialversicherungsabgaben.

Wir müssen uns daher auf diese zwei Faktoren einstellen: Erstens eine kleinere Nachfolgegeneration, die uns vermutlich nicht versorgen kann. Zweitens der gravierende Unterschied zwischen dem erzielten Einkommen und der zu erwartenden Rente.

Das wird sie sein – die Rentenlücke!

Aber was tun?

Wir kümmern uns selbstständig um unsere Altersvorsorge – denn nur auf die staatliche Rente zu setzen, führt uns offensichtlich geradewegs in die Altersarmut. Unser Plan könnte aus einer strikten monatlichen Sparquote sowie dem Sparen von Zusatzeinkommen oder Erbschaften bestehen.

Auch hier gibt es ein Problem: Die Zinsen sind auf einem historisch niedrigen Level. Die ersten Banken verlangen inzwischen für Girokonten-Bestände sogar Gebühren und wir befinden uns damit nicht einmal mehr in einer Niedrig-Zinsphase, sondern eher in einer Null- und Negativzinsphase.

Altersvorsorge

Laut Bankberatern haben wir endlose Möglichkeiten unsere Altersvorsorge zu gestalten. Von klassischen Versicherungsprodukten über spezielle Fonds-Sparpläne bis hin zu hoch riskanten Immobilieninvestitionen in Schwellenländern, bietet das Bankenportfolio alles an.

Abhängig von unserem „Risikoprofil“ würde der Berater uns ein individuelles Paket zusammenstellen. Die Qualität eines solchen Pakets hängt (fast) nur von unserem eigenen Wissen ab. Unsere Erfahrung hat gezeigt: Niedriges Wissen bedeutet hohe jährliche Gebühren und Verkaufsprovisionen. Hohes Wissen lässt den Bankberater überflüssig werden.

In jedem Fall gilt, kaufe nie ein (Finanz-)Produkt, das Du nicht selbst verstehst. Ansonsten droht ein Verlustgeschäft, da die Kosten die jährliche Rendite auffressen. Oben drauf kommt die Inflation und die Altersarmut ist perfekt.

Wir empfehlen, dass Du Dich mit dem Thema „Altersvorsorge“ genauer und unabhängig von einem Bankberater, der seine Produkte verkaufen möchte, beschäftigst. Nur so ist eine für Dich oder Euch passende Entscheidung möglich! Seriöse Möglichkeiten gibt es viele – vermeintlich risikoreiche Anlageformen wie Aktien, Immobilien oder Fonds werden sinnvoll, sobald Du diese verstehst und das Risikoprofil einschätzen kannst.

Zwischenfazit

Die Rentenlücke wird immer realer und die Altersvorsorge gehört in Deine eigenen Hände. Entscheidend ist, dass Du Dir bewusst bist, welche Rentenhöhe Du ab wann erwarten kannst und Dir dann überlegst, ob zusätzliche Bemühungen Deinerseits nötig sind oder die Summe ausreichend sein wird. Nur auf den Staat als Rentenzahler oder den Partner, die Kinder oder sonst einen nahen stehenden Unterstützer zu hoffen, ist keine Alternative!

Möglichkeiten zur Altersvorsorge

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten vorzusorgen – die ersten drei, die mit mehr oder weniger großem Aufwand umsetzbar und in Null-Zinsphasen sinnvoll sind, möchten wir heute vorstellen:  Aktien, ETF-Sparpläne und Immobilien.

In Zeiten von Null- oder sogar Negativzinsen für die Ersparnisse auf dem Sparbuch, Girokonto oder Tagesgeld neigen viele Deutsche dazu den Kopf in den Sand zu stecken und nichts mehr zu tun. Dieses straußenähnliche Verhalten wird durch die fortlaufende Diskussion über die Rentenlücke und die bevorstehende Altersarmut noch bestärkt. Dabei gibt es in Niedrigzinsphasen Möglichkeiten für die Altersvorsorge alleine oder gemeinsam als Ehepaar vorzusorgen.

Aktien-Investitionen

Die Börsen werden in den Medien oft als böse und riskant bezeichnet. Doch was bedeutet die Investition in Aktien für Dich?

Aktien – was heißt das überhaupt genau?

Eine Aktie steht für einen Anteil am Unternehmen. Kaufst Du eine Aktie, erwirbst Du einen Teil des Unternehmens. Ist das Unternehmen erfolgreich und das Interesse an diesem steigt mit dem Erfolg weiter an, steigt auch der Wert Deines Unternehmensanteils. An der Börse kannst Du diesen jederzeit wieder verkaufen – zum tagesaktuellen Wert des Unternehmens, der je nach derzeitiger Interessenslage höher oder niedriger sein kann. Zusätzlich schütten viele Unternehmen ihren Anteilseignern regelmäßig (in Deutschland i. d. R. jährlich) Dividenden aus. Sie verteilen also den Unternehmensgewinn auf die Unternehmenseigentümer – zum Beispiel an Dich.

Investieren in Aktien

Die Investition in Aktien erfordert, dass Du Dir ein Depot bei einer Bank einrichtest und Dich informierst, welche Unternehmen für Dich in Frage kommen. Welche Kriterien Du ansetzt, ist dabei sehr individuell! Es kann sein, dass Du Dir den Gewinn der letzten Jahre, genaue Bilanz-Kennzahlen oder aber die Zukunftsaussichten des Unternehmens anschaust. In jedem Fall erfordert langfristiges Investieren an der Börse, dass Du Dir für Dich wichtige Kriterien überlegst und eigenverantwortliche Entscheidungen fällst.

Dieser Ertrag kommt durch das Tragen eines Risikos zu Stande – beispielsweise könnte das Unternehmen insolvent gehen und der Börsenpreis auf wenige Cent fallen. Um dieses Risiko zu minimieren, ist es zu empfehlen die Investitionen auf mehrere Unternehmen zu verteilen, nicht vorschnell zu handeln („Hin und Her macht Taschen leer“ – denn jeder Kauf oder Verkauf kostet Gebühren und optimale Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkte sind fast unmöglich zu erreichen) und nie Geld zu investieren, auf das Du morgen angewiesen bist und dann in einem ungünstigen Moment mit Verlust verkaufen musst.

Wenn Du Dir im Laufe der Jahre ein breit gefächertes Aktienportfolio aufgebaut hast, kannst Du im Rentenalter nicht nur von den Zusatzeinnahmen durch die Dividenden profitieren, sondern nach und nach die Werte (hoffentlich mit Gewinn) wieder verkaufen und kommst so an Dein aufgebautes Vermögen heran.

ETF-Sparpläne

In den letzten Jahren haben ETFs und dazugehörige Sparpläne immer mehr Aufmerksamkeit erreicht.

Was sind ETFs?

Der Begriff ETF steht für „Exchange-Traded-Fund“. Ein ETF wird im Gegensatz zu einem klassischen Fonds nicht aktiv gemanagt, sondern bildet passiv einen Index nach.

Ein klassischer Fonds wird aktiv von einer Fonds-Gesellschaft gemanagt – dies bedeutet, dass diese aktiv (hoffentlich entsprechend der angepriesenen Strategie) Einzelaktien dazukauft oder verkauft. Der Anleger investiert in den Fonds und damit in das Gesamtpaket an Aktien, die darin enthalten sind. Die Diversifikation ist also größer als beim Kauf von Einzelaktien.

Ein ETF wird entsprechend nicht ständig einzelne Werte hinzukaufen oder verkaufen, sondern orientiert sich wie oben geschrieben an einem Index. Ein solcher Index kann beispielsweise der DAX sein. Ein ETF auf den DAX wird daher Anteile von allen Unternehmen des DAX in einer fast identischen Verteilung umfassen. Somit verläuft der ETF analog zum DAX – entwickeln sich die größten 30 Unternehmen positiv, entwickelt sich auch der DAX positiv, befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Krise, gilt dies wahrscheinlich auch für den DAX-ETF.

Warum ETFs?

Der Vorteil ist, dass Du Dich deutlich weniger mit dem Produkt beschäftigen musst, als mit Einzelaktien. Denn der Diversifikationsaspekt wird bei Fonds für Dich übernommen. Der Vorteil eines ETFs gegenüber einem Fonds ist, dass die Gebühren deutlich geringer sind – denn die Fondsgesellschaft, die bezahlt werden will, fällt an dieser Stelle weg. Wenn Du also daran glaubst, dass die Weltwirtschaft langfristig steigen wird, ist ein MSCI World-ETF vielleicht das Richtige für Dich und Deine Altersvorsorge.

Auch bei ETFs (oder normalen Fonds) gibt es solche, die regelmäßig Gewinne ausschütten. Du kannst auch hier von der Dividende Deine Einnahmen erhöhen. Wieder andere reinvestieren die Gewinne direkt in das Fonds-Vermögen – in solchen Fällen wird Dein Vermögen im Produkt gesteigert und Du erhältst die Rendite erst mit dem Verkauf. Welche Form für Dich und Deine Altersvorsorge die Beste ist, ist ebenfalls sehr individuell, da dies von Deinem Alter, Deinem sonstigen Einkommen, Deinem individuellen Steuersatz und weiteren Faktoren abhängig ist.

Immobilien-Investments

Bei den Menschen in Deutschland erfreut sich der Kauf eines Eigenheimes größter Beliebtheit und zählt zu den Standardlebenszielen unserer Gesellschaft. Nur weil Du im Alter noch in Deinem Haus wohnen möchtest und fortlaufend Instandhaltungskosten anfallen, ist dies noch lange kein Investment in die Altersvorsorge. Letzteres kannst Du durch Immobilien nur erreichen, wenn Du Dich für Investitionen in Kapitalanlagen – also Vermietungsobjekte – entscheidest.

Der Kauf einer Wohnung, die Du vermietest, ist von unseren drei Möglichkeiten wahrscheinlich die mit dem größten Aufwand. Denn Besichtigungen sind nötig, Du musst die Entscheidung muss exakt abgewägen und danach zahlst Du einige Jahre einen Kredit ab.

Das Vermieter-Dasein erfordert das einen größeren zeitlichen Invest: Von Zeit zu Zeit wird Dein Mieter Anliegen haben, Du musst neue Mieter finden oder etwas reparieren lassen und es finden regelmäßige Eigentümerversammlungen statt. Dafür ist hier der Hebel für Deine Altersvorsorge am Größten. Kontinuierliche Miteinnahmen sollten dabei Deinen Kredit abbezahlen.

Wichtig ist, dass Du eine Wohnung in einer Zuzugsgegend  (einer großen Stadt) erwirbst und Deine Mieter gut auswählst. Denn nur so sind langfristig die Mieteinnahmen sicherzustellen und keine großen Mietausfallzeiten zu erwarten. Die Investition in eine Kapitalanlage erfordert oft hohes Startkapital – aber vielleicht hast Du dieses in den Vorjahren in Aktien (und damit kleineren Einzelbeträgen) angespart und kannst Dein Risiko bis zum Ruhestand gut verteilen.

Ist die Wohnung abgezahlt, erhältst Du monatlich die Mietzahlungen und musst nur noch die Steuern davon abführen. Bei steigender Inflation wird auch Dein Mieteingang entsprechend steigen. Je nach dem, in welchem Alter Du die Wohnung erwirbst, kannst Du spätestens zum Renteneintritt Deine Rentenlücke mit den Mieteinnahmen auffüllen.

Fazit

Abhängig davon, wie viel Zeit und Erspartes Du bereit bist zu investieren, bieten Dir die oben beschriebenen Möglichkeiten einen ersten Startpunkt auf dem Weg zum Schließen Deiner Rentenlücke. Selbstverständlich ist das beste Vorgehen immer abhängig von der eigenen Situation, den Voraussetzungen und Möglichkeiten zu wählen.

Mit welchen Komponenten sorgst Du fürs Alter vor?

Heute wollen wir starten, die in unserem Überblicksartikel zu Investitionsmöglichkeiten als Paar aufgezeigten Optionen, im Detail vorzustellen. Los geht es mit der Börse und wie Ihr gemeinsam an ebendieser investieren könntet.

Dazu beginnen wir mit einer Übersicht der handelbaren Produkte. Wenn wir selbst bereits Erfahrungen gesammelt haben, dann sind diese mit einem persönlichen Beispiel ergänzt.

Anschließend gibt es von uns konkrete Handlungsvorschläge und Tipps zum gemeinsamen Investieren, die wir bereits selbst erprobt haben!

Produkte

Die Börse bringt eine wahnsinnige Vielfalt an Produkten mit sich, in die Ihr investieren könntet.

 

Devisenmärkte

Hier dreht sich alles um den Handel mit Devisen, also unterschiedlichen Landeswährungen. Rund um die Uhr werden an den Devisenmärkten die verschiedenen Währungen gekauft, verkauft und wieder gekauft. Die Kurse ändern sich ständig.

Für einen BWLer kommt der Devisenmarkt am nächsten an einen perfekten / effizienten Markt heran, da die Marktteilnehmer weltweit agieren können, sehr niedrige Transaktions- und Informationskosten herrschen und gleichzeitig eine hohe Liquidität vorliegt.

Wenn Euch der Devisenhandel interessiert, ist das sicher ein sehr spannendes Feld, in dem große Potentiale liegen. Allerdings handelt es sich hier in der Regel eher um kurzfristige Spekulationen als um langfristige gemeinsame Investitionen. Wenn Dich das Thema dennoch näher interessiert, möchten wir Dir gerne einen der neusten Podcasts von Aktien mit Kopf empfehlen. Kolja erklärt dort sehr anschaulich wie der Markt funktioniert.

Jetzt wollen wir uns direkt dem aus unserer Sicht interessanteren Markt für Paar zuwenden:

 

Aktienmarkt / Börse

Am Aktienmarkt werden verschiedenste Produkte gehandelt. Wir möchten auf vier davon kurz eingehen:

 

Aktien

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens verbrieft und somit den Eigentümer zu einem Miteigentümer an diesem Unternehmen macht. Dem Aktionär gehört ein Anteil daran abhängig von seinem Aktienanteil und er erhält zudem besondere Eigentumsrechte bspw. Stimmrechte. Durch die Börsennotierung lässt sich der Anteil leicht veräußern und durch das normale Marktgleichgewicht aus Angebot und Nachfrage errechnet sich zu jedem Zeitpunkt der aktuelle Börsenkurs der Aktien / des Unternehmens.

Kauft Ihr Aktien, gehört Euch also ein Teil eines Unternehmens – Ihr dürft entsprechend auch an der Hauptversammlung teilnehmen und habt Anspruch auf einen Anteil am Gewinn des Unternehmens – der Dividende.

Unsere erste strategisch erworbene Aktie war die Siemens AG. Hier haben wir zu Beginn 100 Aktien gekauft – 7 davon gehörten Mike und 93 Marielle. Als es dann die Dividendenzahlung gab haben wir die Gesamtsumme auch entsprechend der Anteile verteilt und beim Verkauf den Gewinn natürlich ebenso.

Bevor wir jetzt auf die genauen Vorteile und unsere Vorabüberlegungen eingehen, erstmal weiter mit den Produkten.

 

Fonds

In Aktienfonds werden viele verschiedene Aktien erworben und vom Fondsmanager verwaltet. In der Regel haben diese Fonds ein bestimmtes Ziel. Beispiele hierfür sind Fonds, die sich auf eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Länderbereich fokussieren. Auch der Fokus auf besonders dividendenstarke Aktien ist eine Möglichkeit.

Beachten müsstet Ihr auf jeden Fall die teilweise sehr hohen Gebühren. Diese entstehen bei aktiv gemanagten Fonds, da die Person, die ihn betreibt dafür bezahlt werden will. Hinzu kommen Gebühren, die der Anbieter erhebt.

Bevor Ihr Euch für einen aktiv gemanagten Fond entscheidet, solltet Ihr euch ganz sicher sein, dass es genau dieser sein muss und alle Gebühren, die anfallen genau studiert haben. Nicht, dass die gesamte Performance wieder von den Gebühren aufgefressen wird! Und Ihr im ungünstigsten Fall drauf zahlt, obwohl der Fond gestiegen ist.

Fonds sind daher ein sehr beliebtes Produkt bei Bankberatern und hat bereits einigen Privatanlegern einiges an Vermögen gekostet.

Das Depot, das ich zu meinem 18. Geburtstag von meinen Eltern erhalten habe, enthielt zu dem Zeitpunkt einige verschiedene Fonds. Der einzige, den ich heute noch halte, ist der DWS Top Dividende.

Hierbei handelt es sich um einen der größten Fonds in Deutschland, der sich – wie der Name schon sagt – auf Aktien mit besonders hohen Dividenden fokussiert und somit neben dem sehr schön steigenden Kurs auch regelmäßige erfreuliche Ausschüttungen für mich bedeuted. Bis heute habe ich das Gefühl, dass meine jährlichen Verwaltungsgebühren hier gut angelegt sind.

 

Anleihen

Neben Aktien gibt es auch noch Anleihen, die man an der Börse handeln kann. Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier. Ihr gebt also quasi einen Kredit und erhaltet dafür einen festen Zinssatz über eine festgeschriebene Laufzeit. Vor allem von Staatsanleihen hat sicherlich jeder schon einmal gehört – denn diese ermöglichen den Staaten/Regierungen die enormen Schuldenberge anzuhäufen, über die wir immer wieder in den Nachrichten hören. Daneben gibt es aber bspw. auch Unternehmensanleihen.

Ein Beispiel für eine Unternehmensanleihe, die bestimmt dem einen oder anderen schon einmal aufgefallen ist, ist die der Wiener Feinbäckerei.

Eine Anleihe wurde zum Stückpreis von 1000 € angeboten und bringt einen jährlichen festen Zinssatz von 5%. Das klingt natürlich super!

Wichtig ist, dass man sich immer informiert, wofür das Geld aus der Anleihe vom Unternehmen verwendet werden soll – und natürlich, wie es dem Unternehmen generell derzeit geht. Denn geht das Unternehmen während der Laufzeit pleite, ist es mit der Rückzahlung des eingezahlten Betrages auch eher schwierig.

Im Gegensatz zu Aktien gelten Anleihen allerdings als Fremdkapital, so dass die Rückerstattungswahrscheinlichkeit im Falle einer Insolvenz deutlich höher ist als bei Aktien. Denn Fremdkapital wird vor Eigenkapital beglichen!

 

ETFs

Ein sogenannter Exchange Traded Fund bildet in seiner Reinform einen Index nach. In der Kurzform bedeuted das, dass bspw. ein DAX-ETF den deutschen Leitindex mit den 30 größten deutschen Unternehmen nachbildet und entsprechend performt. Einfach gesagt: Steigt die Gesamtdeutsche Wirtschaft und damit der DAX, steigt auch Euer DAX ETF. Inzwischen gibt es aber auch ETFs, die sich auf Anleihen oder sogar Devisen fokussieren. Alle möglichen Varianten finden sich auf ETF.com

Toll sind hier die deutlich geringeren Gebühren, da es sich quasi um passive Fonds handelt, die keinen Fondsmanager und weitere Kosten abdecken müssen. Alle weiteren Details wollen wir hier nun nicht zum 100. Mal beleuchten – wenn du mehr wissen möchtest empfehlen wir dir beispielsweise die ETF-Serie vom finanziell-umdenken-Blog.

Gemeinsam haben wir bisher nicht in ETFs investiert. Dafür besparen wir beide monatliche mit individuellen Sparplänen verschiedene ETFs.

Wir sehen dies beide als langfristige Investments, die als Basis für unsere spätere Rente dienen soll.

Die Zahlungen sollen also kontinuierlich laufen und nach Möglichkeit auch jedes Jahr etwas erhöht werden. Wir investieren teilweise in dieselben ETFs, teilweis aber auch in unterschiedliche.

Durch den Cost-Average-Effekt und die über den langen Zeitraum ziemlich wahrscheinlicher Steigerung der Märkte, erwarten wir uns jedoch beide ein stattliches Sümmchen, wenn es dann irgendwann an die (Selbst-)Auszahlung in Form einer Rente geht.

 

Zertifikate

Zu guter Letzt wollen wir natürlich auch die Möglichkeit in Zertifikatprodukte zu investieren nicht verschweigen. Hier handelt es sich um sogenannte Hebelprodukte oder auch Optionsscheine.

Die Kursentwicklung der Produkte hängt unter anderem an der Entwicklung einer speziellen Aktie, die Veränderungen verlaufen jedoch mit einem deutlich größeren Hebel als der normale Kursverlauf – es sind also deutlich höhere Gewinne aber auch Verlust möglich.

Auch hier wollen wir für Details zu den Experten verweisen, denn wir selbst haben noch keine Erfahrungen mit Zertifikat-Produkten gemacht. Mike hatte lediglich in seinem ersten Börsenjahr rumprobiert und dabei Leergeld bezahlt.

Ob wir das irgendwann noch angehen, wissen wir noch nicht – darüber lernen, ist sicherlich spannend, aktuell empfinden wir es aber nicht als zielführend für unsere Strategie.

 

Aber wie geht das denn nun genau mit dem gemeinsamen Investieren?

Wenn man gemeinsam in die oben genannten Produkte investieren möchte, ist zuerst einmal ein gemeinsames Depot nötig. Wir selbst haben zu Beginn mit einer Excel-Tabelle und den einzelnen Depots begonnen:

Wir haben eine ganze Zeit lange einzeln Aktien gekauft und verkauft. Uns immer wieder darüber unterhalten. Irgendwann kam dann eine Aktie ins Spiel, die wir beide gerne haben wollten.

Dann kam die ganz praktische Überlegung ins Spiel: Wollen wir uns nicht die Gebühren teilen?

Gedacht, Besprochen und Getan 🙂

In der Folge haben wir das immer wieder gemacht – uns auf eine Aktie geeinigt, anschließend hat einer dem anderen das Geld überwiesen und dieser hat dann in seinem Depot gekauft. Dazu führen wir eine Excel-Liste, um den Überblick nicht zu verlieren und im Fall eines Verkaufs wieder genau zurückverteilen zu können.

Irgendwann kam dann der Gedanke, dass so ein gemeinsames Depot ggf. doch sinnvoller ist, als das Durcheinander mit den einzelnen Depots.

 

Was sind die Vorteile eines gemeinsamen Depots?

(1) Besserer Überblick: Da die gemeinsamen Investitionen nicht zwischen denen eines anderen untergehen führt ein gemeinsames Depot einfach zu einer besseren Übersicht

(2) Weniger Konfliktpotential: Leider muss man auch den Trennungsfall als Paar immer auf dem Schirm haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer plötzlich mit dem Depot über alle Berge verschwinden kann und der andere leider so gar nichts offizielles in der Hand hat, dass er ebenfalls ein Recht auf einen Teil des Geldes hat, ist bei getrennten Depots einfach höher als bei einem gemeinsamen. Wenn einer dem anderen überweist, besteht sogar die Gefahr, dass das Ganze vor Gericht als Schenkung gewertet werden würde – das wäre für denjenigen, dessen Vertrauen missbraucht wurde, natürlich fatal!

(3) Zugriffsrechte: Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass bei einem gemeinsamen Depot beide Partner Zugangsdaten zum Konto haben und somit unabhängig voneinander den aktuellen Depotstand einsehen können, jeder Orders setzen kann und einfach mehr Flexibilität vorherrscht.

 

 

Vorgehensweise bei gemeinsamen Börseninvestments

Wie immer gilt auch beim Investieren an der Börse als Paar, dass man viel miteinander reden muss. Kommunikation ist das A und O jeder Beziehung und auch die Basis für gemeinsame Investitionen an der Börse – denn sonst gibt es irgendwann die berühmt berüchtigten „unüberbrückbaren Differenzen“, die dann alle Vorteile des gemeinsamen Investierens in den Schatten stellen.

Mike und ich haben vor unserem ersten gemeinsamen Aktienkauf Regeln aufgestellt, nach denen wir investieren wollten. Diese umfassten beispielsweise Kaufkriterien, Verkaufsschwellen (nach oben und unten) und Dokumentationsregeln (für unser berühmtes Excel-Dokument).

Diese Regeln haben sich inzwischen zwar wieder geändert und sind nicht mehr so wichtig – zum damaligen Zeitpunkt war es aber entscheidend, dass wir über unsere Erwartungen und Ziele VOR dem ersten gemeinsamen Investment gesprochen und die wichtigsten Punkte schriftlich festgehalten haben.

 

Ganz konkret verlaufen unsere gemeinsamen Investments an der Börse wie folgt:

(1) Wir entdecken eine spannende Aktie und tauschen uns darüber aus

(2) Jeder überlegt, wie viel er investieren möchte und überweist diesen Betrag auf das gemeinsame Verrechnungskonto

(3) Die Kauforder zum gemeinsam besprochenen Kurs wird gesetzt und nach dem Kauf die tatsächlichen Werte und Prozentanteile in unserem Excel-Dokument dokumentiert

(4) Wir beide beobachten die Aktie, tauschen uns regelmäßig darüber aus und evaluieren den Wert immer wieder neu

(5) Beim Erreichen des vorher vereinbarten Gewinnwertes setzen wir einen Trailing Stopp Loss

(6) Wird die Aktie verkauft, erhält jeder seinen Anteil zurück und das Ganze wird in unserer Excelliste festgehalten. Genauso verfahren wir mit etwaigen Dividendenzahlungen

 

Eine weitere Option – der Sparplan

Möchte man nun als Paar nicht nur Einzelinvestments tätigen, sondern auch gemeinsam beispielsweise für die Rente vorsorgen oder den Kindern eine finanzielle Grundlage schaffen möchte, bieten sich Sparpläne an. Das besondere hier ist, dass man regelmäßig in dieselben Werte / ETFs / Fonds investiert und so den sogenannten Cost-Average-Effekt für sich nutzt.

Viele Banken bieten sogar gebührenfreie Sparpläne auf ausgewählte ETFs oder Einzelaktien an – das ist natürlich besonders interessant. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man monatlich einen Betrag x direkt spart ohne überhaupt in Versuchung zu kommen diesen auszugeben – durch dieses gemeinsame Investment arbeitet das Paar an einem gemeinsamen Ziel und rückt so gegebenfalls noch enger zusammen.

 

Fazit

Egal für welches Produkt Ihr Euch entscheidet und egal mit welcher Depotlösung begonnen werden soll, diese eine Regel muss immer eingehalten werden:

 

Klare, transparente und von beiden geteilte Regeln entwickeln!

 

Ohne diese geht es einfach nicht. Die Börse ist ein emotionales Geschäft. Kurse fallen und steigen. Ständig flattern irgendwelche Nachrichten und Gerüchte auf den Bildschirm. Der Markt reagiert empfindlich, erholt sich aber innerhalb weniger Tage (siehe Brexit-Votum).

Diese Schwankungen lassen sich mit der obigen Regel deutlich besser aushalten. Und als Paar könnt Ihr Euch gegenseitig ermahnen, Euch auch an die selbstaufgestellten Regeln zu halten. Da gibt es einfach keine Ausrede!

Weil es so wichtig ist noch einmal: Klare, transparente und von beiden geteilte Regeln entwickeln!

Investiert Ihr bereits als Paar an der Börse? Wenn ja, was sind Eure Regeln?

 

Beste Grüße
Marielle & Mike