Beziehungs-Investoren Podcast
Dividende kassieren in 2020

Gute Dividendenstrategien gibt es viele – doch welche ist die Beste?

Dieser Artikel hat bereits Tradition: Zum dritten Mal schreiben wir über unsere Dividendenstrategie für das kommende Jahr. Und in 2020 wird sich einiges ändern: 

  1. Dieses Mal stelle ich Dir drei verschiedene Dividendenstrategien vor – Du wählst die Beste für Dich. 
  2. Mike ist jetzt mit von der Partie und auch Fan von grandiosen Dividenden-Aktien geworden.
  3. Wir werden Dich zukünftig das ganze Jahr über an der Entwicklung unseres Dividenden-Depots teilhaben lassen. 

Doch eins nach dem anderen. Ein Fazit zur Dividendenstrategie 2019 darf natürlich nicht fehlen! Also lasst uns starten:

Ein Fazit zur Dividendenstrategie 2019

Vor einem Jahr war ich ziemlich ernüchtert. Denn im ersten Dividendenstrategie-Jahr 2018 lag meine Gesamtrendite am Jahresende bei -14,02 %. Ich hatte Fehler gemacht und habe entsprechend meine Auswahlkriterien für meine Dividenden-Aktien für 2019 deutlich strenger gefasst. 

Und was ist das Ergebnis? Hat mein langwieriger Auswahlprozess tatsächlich zum Erfolg geführt? 

Lassen wir die Zahlen sprechen: 

Dividenden-Aktie 2019

Rendite 2019

Rendite 2019 inkl. Dividende

Kommentar

Archer Daniels Midland

13,54 %

16,19 %

Nachkauf

BASF

7,49 %

11,27 %

Nachkauf

Encavis

60,23 %

63,24 %

Cell

DIC Asset

92,78 %

98,65 %

Cell

KPS

12,09 %

17,40 %

Nachkauf

Münchener Rück

41,28 %

45,53 %

Cell

Red Electrica

– 9,63 %

– 6,75 %

2 x Nachkauf

Unilever

10,94 %

13,64 %

Cell

Villeroy & Boch

24,17 %

29,13 %

Cell

Illinois Tool Works

24,35 %

26,00 %

Neukauf

Pepsi

7,05 %

8,16 %

Neukauf

Heidelberg Cement

1,21 %

3,67 %

Cell

Insgesamt konnte ich mit der Dividendenstrategie in 2019 eine Rendite von 10,27 % bzw. 13,29 % erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr wirklich eine enorme Verbesserung. 

Der aufmerksame Leser unseres Blogs wird merken, dass ich jedoch auch in diesem Jahr entscheidende Fehler gemacht habe: 

  1. Ich habe nicht alle geplanten Unternehmen neu aufgenommen in mein Depot. 
  2. Ich habe nicht quartalsweise die Entwicklung nachvollzogen, um nachjustieren zu können.

Neben den drei Neukäufen hatte ich noch drei weitere Unternehmen auf der Liste. 

Ganz konkret waren das: 

  • Inditex – 29,6%
  • Eaton Vance – 23,7%
  • Walgreens Boots Alliance – -23,1%

Am Ende habe ich das Geld auf die anderen Nachkäufe verteilt und dadurch auf die Renditen der drei anderen verzichtet. 

Insgesamt trauere ich den entgangenen Möglichkeiten nicht nach. Jedoch muss ich eingestehen, dass ich mich zu wenig mit meinen Investitionen in 2019 beschäftigt habe. 

Hätte ich meinen Vorsatz, quartalsweise meine Dividendenstrategie zu prüfen, umgesetzt, wäre mir ggf. aufgefallen, dass ich (teilweise) die falschen Aktien nachgekauft habe und stattdessen lieber in Inditex und Eaton Vance hätte investieren sollen. 

In 2020 soll sich dies ändern. Dass ich dies wirklich ändere, kann ich mit Sicherheit sagen: 

Unsere Dividendenaktien liegen in einem Depot bei der Consorsbank*: 

Depotuebertrag_728x90

Grund Nr. 1 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich habe entschieden in 2020 einen größeren zusätzlichen Geldbetrag in Dividendenaktien zu investieren. Denn der Immobilienkauf ist abgeschlossen und damit ist es nicht weiter nötig, so hohe Cash-Reserven auf dem Tagesgeld zu haben. 

Zudem weiß ich durch unser Ausgabentracking mit unserem Finanzplaner für Paare*, dass wir in den letzten 2 Jahren sehr stabile Ausgaben hatten. Die Ausgaben von 1 Jahr möchte ich notfalls weiterhin mit meinen Ersparnissen decken können, alles darüber hinaus wird investiert. 

Um die zusätzlichen Investitionen zu tätigen, muss ich mich zwangsläufig mehr mit einen Finanzen beschäftigen als in 2019, als einfach viele andere private Themen dazwischen kamen. 

Grund Nr. 2 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich bin nicht mehr alleine! Mike macht mit und wir stellen auch unser gemeinsames Depot vermehrt auf Dividendenaktien um. 

Bereits in der Vergangenheit lief unser gemeinsames Depot immer am Besten. Wir teilen uns die Arbeit für Recherchen und Umsetzung auf. Und zwei Meinungen werden berücksichtigt.

Im Sommer 2019 haben wir unser gemeinsames Depot nach einer neuen Dividendenstrategie ausgerichtet. 

Wir möchten zusammen die finanzielle Freiheit erreichen. Aktien und Dividendenstrategien sind ein Baustein auf dem Weg dorthin. 

Ab sofort investiere ich nicht mehr alleine nach unserer Strategie in Dividendenaktien. Mike wird zusätzliches Engagement meinerseits sicherlich einfordern, sollte ich meine Vorhaben erneut vergessen. 

Grund Nr. 3 für mehr Fokus auf der Dividendenstrategie

Ich werde Euch noch mehr an der Entwicklung unserer Aktienauswahl teilhaben lassen. 

Im März starten wir einen Mitgliederbereich – die Beziehungs-Investoren Community. Dort werden wir die gesamte Aktienauswahl, die wir getroffen haben, im Detail vorstellen und quartalsweise die Entwicklung kommentieren. 

Warum im Mitgliederbereich? 

Weil dies eine Menge zusätzlicher Aufwand ist und wir der Community etwas besonderes bieten möchten. 

Um schon jetzt Dein Interesse für diesen Bereich mit uns zu teilen, trage Dich gerne direkt in die Warteliste am Ende dieses Artikels ein. 

So erfährst Du zuerst, wann und zu welchen Konditionen der Mitgliederbereich startet – für die Warteliste ja vielleicht sogar mit einem besonderen Angebot? 😉

Die besten Dividendenstrategien für 2020

Um in 2020 das Vorgehen bei meinen Dividenden-Aktien noch zu optimieren, haben wir verschiedene Dividendenstrategien noch einmal neu durchdacht. 

Am Ende basiert unser eigenes Vorgehen 2020 auf zwei bestehenden Dividendenstrategien von wahren Dividenden-Experten. Hinzu kommen unsere selbst erarbeiteten Kriterien und die Levermann-Strategie, die wir bereits in den Vorjahren für unsere Aktienkäufe als Basisentscheidung erfolgreich genutzt haben. 

Doch Schritt für Schritt:

Dividendenstrategie 1: Dividendenadel von Christian W. Röhl

Bereits in den vergangenen 2 Jahren bildete die Dividendenadel-Strategie basierend auf dem Buch von Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger Cool Bleiben und Dividenden kassierendie Basis meiner eigenen Dividendenstrategie. 

Wie funktioniert diese Dividendenstrategie?
Nach dieser Strategie werden Dividenden-Aktien anhand von vier Kriterien ausgewählt: 
  1. Kontinuität: Das Unternehmen muss mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende ausgeschüttet haben ohne diese zu Kürzen geschweige denn zu streichen.
  2. Payout: Die geglättete Ausschüttungsquote über 3 Jahre muss zwischen 25 und 75 % des Gewinns liegen, damit nicht zu wenig oder zu viel Geld an die Aktionäre fließt. 
  3. Wachstum: Die Dividende muss in den letzten 10 Jahren mindestens 3 Mal angehoben und im aktuellen Jahr erhöht worden sein, um kontinuierliches Wachstum erkennen zu lassen. 
  4. Rendite: Die durchschnittliche Dividendenrendite muss über 1 % pro Jahr liegen, um in der Auswahl zu verbleiben. 

Auf Basis dieser Kriterien erstellt Christian W. Röhl jedes Jahr erneut die Auswahl der besten Dividendenadel-Aktien für verschiedene Regionen (Deutschland, Schweiz, Österreich und die USA).

Diese stehen online auf seiner Dividendenadel-Website bereit und werden jährlich aktualisiert. 

Für Details verweise ich gerne auf meinen ersten Artikel zur Dividendenstrategie 2018 und lege Dir das Buch* sehr ans Herz. Im Laufe von 2020 wird eine Fortsetzung erscheinen, auf die ich mich schon sehr freue. 

Dividendenstrategie 2: Dividenden-Alarm von Alex Fischer

Seit längerer Zeit stehen wir im regelmäßigen Kontakt zu Alex Fischer (und seiner Familie), der den Blog Reich-mit-Plan sowie weitere Online-Projekte betreibt.

Seit Sommer 2018 sind die Fischers in der Welt unterwegs und leben dabei (unter anderem) von ihren Dividenden. Alex‘ Strategie hat sich also als Erfolgsgeschichte bewiesen. Und er teilt sie in seinem exklusiven Dividenden-Alarm mit seiner Community. 

Und wie funktioniert diese Dividendenstrategie?

Diese Dividendenstrategie basiert aus drei Komponenten: Den Phasen, den Signalen und dem Telegram-Support: 

  1. Die Marktphasen: Der Dividenden-Alarm-Indikator überwacht den Gesamtmarkt. Wir befinden uns immer in einer von drei Phasen – der Kaufphase (grün), der Verkaufsphase (rot) und der neutralen Phase (gelb). In welcher Phase sich der Markt befindet hängt davon ab, ob er ein historisch seltenes Niveau (im Positiven wie Negativen) erreicht oder eben neutral ist. Transaktionen finden nur in der Kauf- oder Verkaufsphase statt. In der neutralen Phase kann allenfalls nachgekauft oder ausgetauscht werden. 
  2. Die Signale: Der Dividenden-Alarm beobachtet etwa 400 Aktien. Für jede Aktie werden Kauf- und Verkaufssignale, basierend auf ihrer Bewertung, generiert. Dadurch wird ersichtlich welche Aktien in einer passenden Phase gehandelt werden sollten. 
  3. Der Telegram-Support: Da Aktien, die Signale auslösen nicht blind gekauft oder verkauft werden sollen, diskutiert Alex in seinem Telegram-Live-Support aktuelle Signale und Setups und unterstützt Deine eigenen Entscheidungen damit noch zusätzlich. 

Nach der Dividenden-Alarm-Strategie werden also Dividenden-Aktien gekauft, die Kaufsignale in einer Kaufphase generiert haben und die Werte verkauft, die ein Verkaufssignal in einer Verkaufsphase aufweisen. Dazu gehört eine solide Analyse. 

Um mehr über Alex‘ Strategie zu erfahren empfehlen wir Dir seine Website. Außerdem hat er ein sehr empfehlenswertes Buch über seinen eigenen Weg zur finanziellen Freiheit* verfasst, das wir selbst sehr inspirierend fanden.

Dividendenstrategie 3: Beziehungs-Investoren Strategie von uns

In den vergangenen Jahren habe ich mich zuerst stark an der Dividendenadel-Strategie orientiert und inzwischen eigene Kriterien hinzugenommen. In diesem Jahr nutzten wir auch den Dividendenalarm für die Auswahl unserer eigenen Aktien. 

Unser Vorgehen basiert also auf anderen Dividendenstrategien und ist ergänzt um unsere eigenen Kriterien, die wir bereits erfolgreich in unserem gemeinsamen Depot angwendet haben. Im Gegensatz zu Marielle’s Dividendenstrategie konnten wir in unserem Depot in 2020 eine Rendite von 35 % (interner Zinsfuß) erzielen. Ein weiterer Grund die Energie von uns beiden auf das gemeinsame Depot zu legen.

Wie funktioniert die Beziehungs-Investoren Dividendenstrategie?

Um unsere Dividendenaktien für 2020 auszuwählen, gingen wir folgende Schritte: 

  1. Durchsicht der Dividendenadel- und Dividenden-Alarm-Aktien und Aufnahme von allen Unternehmen mit einer höheren Dividendenrendite als 2,5 %.
  2. Bewertung der Aktien bzw. deren Kennzahlen anhand der (unserer abgewandelten) Levermann-Strategie. Aussortieren aller Unternehmen, die weniger als 4 Punkte erreichen. 
  3. Auswahl der interessanten Aktien basierend auf den Ergebnissen von 1 & 2 sowie den verschiedenen Branchen und Herkunftsländern der Unternehmen. So soll gewährleistet werden, dass verschiedene Branchen und Länder berücksichtigt und Klumpenrisiken vermieden werden. 
  4. Qualitative Bewertung anhand der Durchsicht des letzten Geschäftsberichtes der interessanten Unternehmen.

Nach diesen 4 Schritten konnten wir unser eigenes Zielportfolio aus (vorerst) 25 Dividendenaktien zusammenstellen. Teilweise befinden sich die Unternehmen (aus den Vorjahren bereits im Depot). Die anderen werden wir nach und nach in gleichmäßigen Tranchen von je 3.000 Euro zukaufen.

Einmal monatlich führen wir die Levermann-Bewertung der 25 Aktien erneut durch, um bestimmen zu können, bei welchen Werten aktuell ein Kauf mehr Sinn macht als bei anderen. 

Einmal jährlich führen wir die Schritte 1-4 erneut durch und nehmen eventuelle Anpassungen an unserem Club der 25 Dividendenaktien für 2020 (dann für 2021) vor. 

Unsere gesamte Liste mit 103 Aktien, die nach Schritt 1 und 2 übrig geblieben sind, kannst Du hier herunterladen

Unsere 25 Dividendenaktien für 2020 werden wir im angekündigten Mitgliederbereich veröffentlichen. Mit dabei ist in einem monatlichen Update auch unser persönliches Ranking (basierend auf den aktuellen Punktzahlen).

Wenn Du diese Informationen spannend findest, trage Dich sofort auf unsere Warteliste für den Mitgliederbereich ein, um den Start zum besten Preis nicht zu verpassen: 

Wird geladen…

Abschließend bleibt mir zu sagen: Wir sind gespannt, wie das Dividendenjahr 2020 laufen wird. Wir fühlen uns gut gerüstet und hoffen, Du hast auch noch einiges für Deine eigene Dividendenstrategie 2020 mitnehmen können. 

Verrate uns in den Kommentaren, wie Du Deine Dividendenaktien auswählst.

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Dividenden-Aktien für das neue Jahr

​Vor einem Jahr um diese Zeit, gab es hier das erste Mal einen Artikel über großartige Dividendenaktien. Denn ich habe das Buch ​Cool bleiben und Dividenden kassieren* gelesen und anhand des Gelernten meine eigene Dividendenstrategie für 2018 aufgebaut. 

Heute – ein Jahr später – wird es Zeit für ein Fazit. Und für einen Einblick in mein Vorgehen für 2019. Denn auch in diesem Jahr werde ich einen stolzen Betrag in Dividenden-Aktien für 2019 investieren.

Dividendenstrategie für 2019

​Dieser Artikel wurde von ​Marielle verfasst.

​Ein Fazit zu meinen Dividendenaktien aus 2018

Hoch motiviert , screente​ ich vor einem Jahr die diversen Dividendenadel-Listen der Dividenden-Experten rund um Christian W. Röhl. Aus der entstandenen Longlist ​filterte ich all diese heraus​, die mindestens 2,5 % Rendite bringen sollten. Und zu guter letzt ​ging ich diese Liste durch​ und ​suchte mir 10 Dividendenaktien für 2018 heraus​, die verschiedene Branchen und Länder abdecken sollten: 

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

Archer Daniels Midland

​Getreide / Samen

​USA

​BASF

​Chemie

Deutschland

​Capital Stage / Encavis

​Erneuerbare Energien

Deutschland

​DIC Asset

​Immobilien

Deutschland

KPS

​IT-Consulting

Deutschland

Münchener Rück

​Rückversicherung

Deutschland

Red Electrica

​Stromnetze

Spanien

​Sodexo

​Catering

Frankreich

​Unilever

Nahrung / Haushalt

​Großbritannien

​Villeroy & Boch

​Keramik

Deutschland

So weit so schön. Ich war überzeugt und ​schlug zu.

Etwa 1.500 € je Aktie. Bei BASF und der Münchener Rück habe ich​ ​zusätzlich im März noch einmal 1.000 € bzw. 1.500 € nachgelegt. 

Nicht einmal eine Woche später (wir befinden uns jetzt Ende Januar 2018) sollte ein Kursrutsch folgen, von dem sich mein Depot das ganze Jahr nicht mehr erholt hat. 

Was kann ich sagen? Blöd gelaufen! Und Fehler gemacht! Ich möchte kein Market Timing betreiben. Denn den richtigen Zeitpunkt zum Aktien kaufen gibt es aus meiner Sicht nicht.

Allerdings gibt es offensichtlich einen falschen Zeitpunkt. Und den habe ich erwischt!

Dividenden-Aktien Strategie

​Was sagt die Rendite meiner Dividenden-Aktien aus 2018?

Am Jahresende 2018 standen die ausgewählten 10 Aktien im Schnitt bei -16,86%. Rechne ich die Dividenden von insgesamt 514 € hinzu, stehe ich immernoch bei 14,02 % Rückgang.

Dividenden-Aktie

​Rendite 2018

​Rendite inkl. Dividende 2018

Archer Daniels Midland

2,54 %

​4,98 %

​BASF

-34,63 %

-32,13 %

​Capital Stage / Encavis

-14,90 %

-12,56 %

​DIC Asset

-17,08 %

-10,59 %

KPS

-56,25 %

-53,61 %

Münchener Rück

-2,77 %

​0,54 %

Red Electrica

​8,82 %

​11,46 %

​Sodexo

-18,40 %

-16,85 %

​Unilever

-1,67 %

​0,74 %

​Villeroy & Boch

-37,86 %

-35,71 %

Damit liege ich deutlich schlechter als der MSCI World.

Eine Enttäuschung!

Seit Jahren habe ich mein Depot bei der Consorsbank:

Depotwechsel_728x90

Und jetzt ist es vorbei mit Dividenden-Aktien? 

Tatsächlich bleibe ich ein Verfechter von Dividendenaktien. Es überzeugt mich, in Unternehmen zu investieren, die ihre Aktionäre nachhaltig an ihrem Firmenerfolg teilhaben lassen. Dabei jedoch nicht ihre Substanz ausschütten.

Mir macht das Investieren nach wie vor mehr Freude, wenn ich regelmäßig eine Dividende erhalte. Und vor allem, tragen die Auszahlungen dazu bei, dass ich in genau solchen Börsenjahren wie 2018 dran bleibe und weiterhin investieren möchte. Denn im Depot steht nach 2018 vielleicht ein Minus.

Dennoch hat mir mein Kapital einen stetigen Cashflow beschert und wird es auch in Zukunft. ​

​Und dennoch muss etwas anders werden!

​Aus der Enttäuschung in 2018 habe ich einiges gelernt.

Ich werde sicherlich in diesem Jahr nicht besser sein „den richtigen Zeitpunkt zu erwischen“. Aber ich werde – anders als im Vorjahr – meine ​etwas entzerren.

Zudem informiere ich mich vorab, wann die gewählten Unternehmen ihre nächsten Quartalszahlen veröffentlichen. Denn bei 2 Unternehmen rauschten die Aktien kurz nach meinem Kauf aufgrund dieser Veröffentlichungen deutlich ab. Das ​war einfach ​unklug, diese Termine nicht zu wissen und von den Neuigkeiten überrascht zu werden. ​

Außerdem habe ich meine Auswahlkriterien angepasst bzw. deutlich erweitert. Damit hoffe ich, eine bessere Auswahlliste für meine Dividenden-Aktien für 2019 zu erstellen als im Vorjahr.

​Dividenden-Aktien für 2019 finden – Mein Vorgehen

So findest Du die besten Dividenden-Aktien

Aus 2018 ​lernte ich, dass kaufen nach dem Bauchgefühl keine gute Option ist. Ich ​ließ mich viel zu wenig von rationalen Kriterien leiten ​und ​ging ausschließlich nach der Dividendenrendite und meinem Bauchgefühl. Zu jedem der Unternehmen ​recherchierte ich maximal 10 Minuten. 

Dies sollte bei der Auswahl meiner Dividenden-Aktien für 2019 anders werden!

Meine Auswahl erfolgte in folgenden Schritten:

  1. ​Recherche zu den Aktien aus 2018: Qualitative Entwicklung​ und zusätzlicher Check der neuen Kriterien: 
  2. Erstellen einer Longlist aller Aktien aus den neuen Dividendenadel-Listen, die > 2,5% Rendite für 2019 versprechen.
  3. ​Berechnen des aktuellen Punktestandes nach unserer Levermann-Tabelle. Mindestkriterium​: 0 Punkte. Alle Aktien mit einer negativen Levermann-Punktzahl verlassen die Liste.
  4. ​​Prüfen der Gewinn- und Umsatzprognose mit Hilfe des Aktienfinders. Nur wenn beide positiv sind, bleibt die Aktie in der Liste.
  5. Auch im Aktienfinder ist der Fair Dividend Value jeder Aktie erkennbar. Liegt dieser über dem aktuellen Wert, hat die Aktie alle harten Kriterien erfüllt.
  6. ​Auswahl aus den verbleibenden 10 Aktien anhand der Branchen, Länder und ​News.

Am Ende dieser Auswahl blieben 10 Dividenden-Aktien übrig. Ich habe mich entschieden nur in 6 davon zu investieren. Die anderen vier mussten weichen, da ich in der ​Pharmabranche (Cardinal Health) bereits gut aufgestellt bin, die Aktie (3M) bereits mit Mike gekauft habe oder die ganz aktuellen News zum Unternehmen (Aurelius und Ingenico) mich davon abbringen.

Meine Auswahl an Dividenden-Aktien für 2019

​Im Vergleich zu 2018 ist die Anzahl meiner Kriterien deutlich gestiegen. Sie lösen mein Bauchgefühl ab. Und das ist definitiv eine positive Entwicklung! 

Ich habe mich mit der Auswahl der neuen sechs Aktien für mein Dividenden-Depot für 2019 sehr ausführlich beschäftigt. Jedes einzelne Unternehmen möchte ich jetzt zeitnah in mein Depot aufnehmen – jedoch nicht mehr so überstürzt wie im Januar vergangenes Jahr.

Meine Dividenden-Aktien für 2019 sind:

Dividenden-Aktien für das neue Jahr

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

​HeidelbergCement

​Baustoffe / Zemet

​Deutschland

​Inditex

​Mode / Einzelhandel

Spanien

​Illinois Tool Works

Werkzeuge / Industrie

​USA

​PepsiCo

Erfrischungsgetränke​

USA

​Eaton Vance

Vermögensverwaltung

​USA

​Walgreens Boots Alliance

Drogeriemärkte

​USA

Die Recherche zu meinen Aktien aus 2018 hat zudem ergeben, dass ich bei drei der Werte nachkaufen werde. Dabei handelt es sich um:

Dividenden-Aktie

​Branche

​Land

Archer Daniels Midland

​Getreide / Samen

​USA

KPS

​IT-Consulting

Deutschland

Red Electrica

​Stromnetze

Spanien

Die verbleibenden Unternehmen aus meiner Dividendenstrategie 2018 werde ich entweder verkaufen oder halten. Die Entscheidungen habe ich noch nicht abschließend getroffen.

Unser Babyinvestor hat sein Depot bei der Comdirect:

​Quo vadis Dividenden-Strategie 2019? 

​Damit Du in diesem Jahr hautnah an der Entwicklung der ausgewählten Aktien dran bleiben kannst, werde ich die Performance ab sofort monatlich tracken. 

Denn die Entwicklung das ganze Jahr schönreden bzw. verdrängen möchte ich nicht mehr. Ich plane auch in diesem Jahr die Aktien mindestens bis Jahresende zu halten. Allerdings möchte ich einfach näher dran bleiben und das Halten nicht als Selbstverständlichkeit sehen.

Daher werde ich die Performance quartalsweise in unserem Monatsabschluss veröffentlichen. Durch dieses Commitment erhoffe ich mir, dass ich in einem Jahr eine positivere Bilanz über meine Dividenden Aktien für 2019 ziehen kann als in diesem Jahr.

Dividendenstrategie für 2019

​Jetzt bist Du dran

  • ​Stehst Du auch auf Dividenden-Aktien?
  • ​Welche der obigen Aktien würdest Du auch kaufen?
  • ​Welche nicht und warum? 

​[shariff]

Sparen für Kinder

Juli 2018

Unser Sohnemann erblickt das Licht der Welt.

In den kommenden 18 Jahren soll uns unser Babyinvestor 130.000 € kosten. 

Und dann sollen wir auch noch Geld für ihn sparen? 

September 2018

Die Überlegungen schwingen in Taten um und wir eröffnen ein Junior Depot* für unser Investorenbaby. In diesem Artikel verraten wir, wie wir Geld für unser Kind anlegen. 

100 Euro möchten wir monatlich für ihn sparen und so anlegen, dass er hohe Zinsen erwarten kann. 

Doch woher nehmen wir das Geld für Sohnemann? 

August 2024

Aus unserem Baby wird ein Schulkind. 

Geld sparen bekommt eine neue Bedeutung für ihn und uns. 

Welchen Sinn hat Geld für unser Kind und welche Geldanlage ist für eine hohe Rendite die Richtige? 

Juli 2036

Unser Investorenbaby wird erwachsen – zumindest offiziell.

Was passiert nun mit den 42.000 Euro im Junior Depot*?Oder sind es vielleicht nur 30 oder 10 Tausend Euro? Oder sind es sogar 80.000 Euro oder mehr geworden?

Juli 2040

Aus dem kleinen Jungen ist ein vermögender junger Erwachsener geworden. 

Wie war dieser Weg unseres Kindes möglich? 

Januar 2050

Unser Nachwuchs geht in Frührente – mit nur 32 Jahren. Die Grundlage war, dass wir frühzeitig Geld für’s Kind zur Seite legten und ihm finanzielle Bildung ermöglichten.

Geld für Kinder anlegen und so ein Vermögen aufzubauen geschieht nicht durch 100 Euro im Monat, Fonds und ein paar Zinsen – doch warum sind sie die Grundlage für erfolgreiche Geldanlage und zum reich werden? 

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

So oder so ähnlich sehen und erhoffen wir uns die Entwicklung für unseren gerade geborenen Sohn – zumindest wenn es um’s Sparen für’s Kind geht.

Geldanlage für Kinder ist ein hoch emotionales Thema.

Denn logisch: Jeder will das Beste für sein Kind. Doch was ist das Beste? Und welcher Weg führt in Geldangelegenheiten zum Besten? 

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Nachwuchs ist teuer – Und dann noch sparen für’s Kind?

Geldanlage und Kinder scheinen sich im ersten Moment zu widersprechen. 

Das Internet ist voll von verschiedensten Berechnungen nach denen ein Kind, bis es 18 Jahre alt ist, die Eltern zwischen 100.000 und 500.000 Euro kostet.

Diese Zahlen setzen sich zusammen aus den direkten Kosten wie Windeln, Nahrung, Möbel und Spielzeug und den indirekten Kosten, bei denen vor allem der Einkommensausfall aufgrund der Betreuung des Nachwuchses zu berücksichtigen ist.

An der Grundausstattung für’s Baby lässt sich an vielen Stellen sparen und Kosten optimieren. Doch gerade in den ersten Jahren, bleibt meist ein Elternteil zu Hause.

Ein sofortiger Einkommensausfall ist die erste Konsequenz. Doch wie entwickelt sich die Karriere weiter? Können die Einkommensströme nach Wiedereinstieg gesteigert werden? Oder war es das mit der Karriere?

Wie so oft im Leben ist Geld jedoch nicht alles und so entscheiden sich – wie wir – in 2018 neue Rekordzahlen an Familien für ein Baby.

Trotz der durchschnittlichen Kosten von ca. 130.000 € bis ein Kind 18 Jahre alt und damit „erwachsen“ ist! 

Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Väter in Elternzeit zu gehen und damit vermeintlich ihre Karriere hinter die Familie zu stellen.

In dieser Zwickmühle soll jetzt noch Geld für die Kinder gespart und angelegt werden – denn für die Zukunft des Nachwuchses soll ja vorgesorgt sein.

Eine Mammutaufgabe!

Macht es überhaupt Sinn Geld für Kinder anzulegen?

Der Sprößling wird erwachsen. Führerschein, Wohnung und eventuell Studiengebühren kommen auf den Nachwuchs und die Eltern zu. 

Wie soll dies alles finanziert werden? Über Nebenjobs oder Bildungskredite könnten einige Kosten gedeckt werden.

Zu früheren Zeitpunkten, ist Euer Kind jedoch auf Eure Ersparnisse angewiesen, um großartige Bildungschancen, wie Ferienfreizeiten oder ein Auslandsschuljahr nutzen zu können.

Wir selbst wurden maßgeblich durch unsere (kostenspieligen) Auslandsaufenthalte geprägt und sind unseren Eltern bis heute dankbar, dass sie uns dies ermöglicht haben.

Für solche Erfahrungen ist es ohne Frage lohnenswerte Geld für Kinder zu sparen.

Also geht sie an und bewältigt die Herausforderung von Anfang an Geld für Eure Kinder anzulegen und es zu vermehren!

Gleichzeitig bietet Sparen für’s Kind eine hervorragende Chance auf finanzielle Bildung. Dazu gleich mehr.

Ganz praktisch: Woher das Geld für Kinder nehmen?

Euer Entschluss ist gefallen – Ihr wollt für Euren Nachwuchs sparen. Sparziele gibt es viele, doch woher sollen die Ersparnisse Eures Kindes kommen? 

Spart Ihr bisher schon fleißig und könnt dies auch mit dem reduzierten Einkommen während der Elternzeit fortführen?

In dem Fall ist die Frage leicht beantwortet: Ihr entscheidet gemeinsam, dass ein bestimmter Anteil Eures bisherigen individuellen Sparbetrages zukünftig Eurem Kind zukommen soll.

Doch was tun, wenn Ihr mit dem Elterngeld und den verbleibenden Einkünften gerade Euren Lebensunterhalt decken könnt?

In dieser Situation wird es etwas kniffliger! Möglichkeiten für Euer Kind zu sparen, gibt es dennoch:

Möglichkeit Nr. 1 Geld für’s Kind zu sparen

Jeden Monat erhaltet Ihr zusätzlich zum Elterngeld 194 € Kindergeld – ein Teil davon kann für Alltagskosten genutzt werden und ein weiterer Teil wird für die Zukunft gespart und angelegt.

Möglichkeit Nr. 2 das Sparschwein des Nachwuchses zu füttern

Zu Geburtstagen, Weihnachts- und anderen Festen möchten die lieben Verwandten Eurem Baby sicherlich etwas schenken. Warum nicht, anstelle des 18. Kuscheltieres einen kleinen Geldbetrag für’s Kind wünschen?

Gerade am Anfang benötigt ein Kind kaum Spielsachen und die notwendigen Dinge werdet Ihr ohnehin unabhängig von Festen anschaffen. Also Geld für die Kinder zum Anlegen bei Banken wünschen!

Möglichkeit Nr. 3 an Geld für die Kinder zu kommen

Last but not least, lohnt es sich nicht mehr benötigte Dinge (Kleidung, Spielzeug, etc.) auf Flohmärkten oder im Internet anderen Eltern weiter zu verkaufen. Diese zusätzlichen Einnahmen können ebenfalls direkt zu den Ersparnissen des Babys wandern. 

Drei Möglichkeiten Geld für Euer Kind zu sparen zusammengefasst:
  • Einen Teil des Kindergeldes für Euer Kind zur Seite legen
  • Geldgeschenke zu Geburtstagen und Feiern des Kindes bspw. von den Großeltern wünschen und sparen
  • Kleine Kleidung oder alte Spielsachen verkaufen und das Geld für Euer Kind anlegen.

Ideen, um Geld für Dein Kind lohnenswert anzulegen

Wir alle wissen: Zinsen auf dem Sparbuch gibt es derzeit nur sehr geringe. Berücksichtigt Ihr die Inflation (aktuell liegt diese bei etwa 2%), verliert Euer Geld und das Eures Kindes jeden Tag an Wert, wenn Ihr es für 0,25 % Zinsen auf ein Tagesgeldkonto legt. Selbst Festgeld Anlagen mit einer langen Laufzeit versprechen derzeit keine tollen Renditen.

Geld für die Jüngsten an der Börse investieren

Damit Geld dennoch mehr wird, kommt Ihr an Aktien nicht vorbei. 

Denn: Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist bei soliden Aktien unschlagbar.

Ihr erhaltet durch die Erfolge der Unternehmen eine deutlich höhere Verzinsung als bei Tages- oder Festgeldkonten. 

Gleichzeitig ist das Risiko eines Totalausfalls (durch Pleite des Unternehmens) bei einer weisen Aktienauswahl und/oder breiten Streuung in viele Werte, deutlich weniger wahrscheinlich als bei Hoch-Risiko-Produkten wie Optionen, Bitcoins oder anderen Finanzinstrumenten. 

Breite Streuung in verschiedenste Aktien erreicht Ihr am einfachsten durch den Kauf eines ETF oder aktiven Fonds mit einem monatlichen Sparplan. 

Kauf Ihr regelmäßig (bspw. mit einem Sparplan) nach, wird zusätzlich der Einstiegszeitpunkt mit jedem Zukauf weiter egalisiert. Denn aufgrund des sogenannten Cost-Average-Effektes gelangt Ihr zu einem Durchschnittspreis für Euer Investment. 

An dieser Stelle möchten wir die Vor- und Nachteile von ETFs und wie Ihr einen ETF kaufen könnt, nicht weiter thematisieren. Dies erledigen andere Artikel und unsere Bloggerkollegen.

Vielmehr stellt sich die Frage: Was ist das entscheidende Argument, dass Ihr für Euer Kind Geld in einen ETF investieren solltet?

Die Zeit!

Unser Sohn ist im Juli 2018 geboren. Wir legen seitdem 100 Euro (von den 194 Euro Kindergeld) mit einem monatlichen Sparplan für ihn in ETFs an. Bis zu seinem 18. Geburtstag werden dies abhängig von der tatsächlichen Rendite 21.600 € sein. 

Ein ETF-Sparplan auf den MSCI World erlangte in der Vergangenheit durchschnittlich 7 % Rendite pro Jahr. In manchen Jahren mehr, in manchen Jahren weniger.

Sohnemann hat 18 Jahre zur Verfügung!

Eine Ewigkeit!

Denn 18 Jahre lang im Schnitt 7% Rendite pro Jahr zu erhalten und diese Verzinsung direkt zu reinvestieren, bedeutet gigantisch vom Zinseszins-Effekt zu profitieren.

Gehen wir von den genannten durchschnittlichen 7 % Rendite aus, stünde das Depot – mit lediglich 100 Euro, die Ihr monatlich für Euer Kind spart – bei sagenhaften 42.300 € !

Der Zinseszins verdoppelt bei 18 Jahren Laufzeit Eures Sparplans also Eure Einzahlungssumme. Genial oder?

Wie läuft es konkret mit den Geldanlagen für’s Kind?

Wir entschieden uns für unser Kind für folgendes Geldanlage-Modell:

Monatlich investieren wir 150 Euro mittels eines Sparplans in 2 verschiedene ETFs. 100 Euro davon kommen vom Kindergeld und 50 Euro von den Urgroßeltern des kleinen Mannes.

Für diese Investitionen haben wir ein Junior-Depot bei der comdirect* eröffnet. Das Geld wird hier monatlich direkt auf’s Verrechnungskonto gebucht und dann in die beiden von uns gewählten Sparpläne investiert.

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Unsere Entscheidung zur Geldanlage für unser Kind

Wir haben uns viele Gedanken gemacht, in welche beiden ETFs wir Geld für unseren Sohn anlegen möchten.

Schlussendlich haben wir uns wie folgt entschieden:

1) 50 Euro legen wir monatlich in einen MDAX-ETF von Comstage an. 

Die Entscheidung für den MDAX haben wir getroffen, da diese Unternehmen nicht Teil der meisten MSCI-World ETFs sind. Das wichtigere Argument für uns war jedoch die besondere Stärke und Stellung des deutschen Mittelstandes. Kaum ein anderes Land kann eine solche Breite an mittelständigen Unternehmen aufweisen. Im Laufe seiner ersten 18 Jahre wird unser Babyinvestor bereits Produkte von einer Vielzahl dieser Firmen verwenden oder kennenlernen – vom Erfolg der Unternehmen soll er unbedingt profitieren. 

1) 100 Euro monatlich legen wir für unser Kind mit einem ETF-Sparplan an, der die ganze Welt abbildet. Wir haben uns für den Vanguard All-World High Dividend Yield ETF entschieden. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass die gesamte Weltwirtschaft auch in Zukunft weiter wachsen und unserem Babyinvestor damit ein kleines Vermögen bescheren wird. 

Dieser ETF fokussiert sich auf gute Dividendenzahler. Damit fallen die großen Kommunikationsunternehmen dieser Welt – Amazon, Facebook, Google, Apple etc. heraus. In anderen World-ETFs sind diese Werte sehr stark gewichtet – dagegen haben wir uns bewusst entschieden.

Denn wir möchten in Zukunft die 50 Euro, die derzeit in den MDAX investiert werden, in einen speziellen ETF investieren, der sich auf genau diese Kommunikations-Titel fokussiert. Da dieser ETF erst im Sommer diesen Jahres aufgesetzt wurde, können wir das Geld erst zukünftig dort anlegen. Bislang ist das Fondsvolumen noch sehr klein und der Titel noch nicht für uns handelbar. Wenn sich dies ändert, werden wir eine Umstellung anstreben.

Dies war unser persönlicher Entscheidungsprozess – selbstverständlich handelt es sich hierbei lediglich um ein Beispiel und keinesfalls um eine Anlageempfehlung!

Daneben möchten wir auch Einzelaktien in dieses Junior Depot* aufnehmen – ausschließlich von Unternehmen, deren Produkte unser Babyinvestor in den kommenden Jahren selbst nutzen wird. Denn so erhoffen wir uns, ihm ein Verständnis für Geldanlagen, Renditen und den Aktienmarkt von Anfang an mitgeben zu können.

Einzelwerte werden wir in mehreren Tranchen von größeren Geldgeschenken bspw. von seinen Großeltern, die der Kleine erhält, erwerben. Zur Geburt hat er bereits einige Geldgeschenke von seiner Großtante und seinen Großeltern erhalten.

Bis zum jeweiligen Investment wird das Geld mittels der Plattform Zinspilot* zum bestmöglichen Zinssatz auf einem Tages- oder Festgeldkonto bei verschiedenen Banken geparkt – sodass der Wertverlust so gering wie möglich bleibt.

Neugierig, wie sich das Junior-Depot entwickelt?

In monatlichen Depot-Updates mit den echten Zahlen halten wir Euch in unserem Newsletter auf dem Laufenden. Einfach anmelden und sehen, wie das Junior Depot* des Babyinvestors wächst!

Warum es unsinnig ist Geld für Dein Kind zu sparen

Jeden Monat spart Ihr Euch mühevoll Betrag X für Euren Nachwuchs zusammen, tüftelt über der besten Anlagestrategie – Festgeld, Fonds, Aktien oder doch etwas ganz anderes – und erwirtschaftet über die Jahre ein kleines Vermögen. 

Dann kommt der große Tag und der Nachwuchs wird 18 Jahre. Habt Ihr das Geld Eures Kindes in dessen Namen angelegt und somit all die Jahre „nur“ verwaltet, gehört es mit diesem Tag ihm oder ihr.

Offiziell habt Ihr nichts mehr zu sagen! 

Von einem Moment auf den anderen, verfügt dieser junge Mensch nun über eine ganze Stange Geld – ob in Fonds, in einer Festgeld-Anlage oder in einem ETF ist dabei erst einmal egal. 

Denn wir wissen: Junge Menschen sind unvernünftig, verschwenderisch und handeln kurzsichtig! 

Euer Kind nimmt das Geld und kauft ein teures Auto und fährt es nach wenigen Wochen zu Schrott. Oder es feiert grandiose Partys mit den besten Freunden auf Mallorca.

Im Worst Case ist nach wenigen Tagen der Ertrag all der Jahre einfach weg! 

In einem solchen Fall, könnte man tatsächlich meinen, es sei unsinnig Geld für Kinder zurückzulegen.

Wir meinen jedoch:

Ein Kind, das den Wert von Geld und die Funktionsweise der Börse von klein auf vermittelt bekommt, wird mit 18 Jahren handlungsfähig und verantwortungsbewusst sein.

Euer Kind weiß mit Geld umzugehen und Ihr habt ihm beigebracht, dass dieses Geld die Basis für sein eigenes kleines Vermögen sein soll.

Es versteht, wie Geld für es arbeitet und verspürt keinerlei Drang danach, das Geld unsinnig herauszuwerfen. 

Und überlegt einmal:

Selbst wenn Euer Kind das Geld im ersten Moment nicht weise verwendet. Wird es ihm dann nicht zu einem späteren Zeitpunkt eine Lehre sein und damit den gewünschten Effekt haben?

In diesem Sinne:

Geld für Kinder zu sparen und anzulegen, ist niemals unsinnig – es gehört einfach noch etwas mehr dazu, als einfach „nur“ Geld zurückzulegen. Finanzbildung heißt das Zauberwort!

Der Weg ist das Ziel beim Geld anlegen für Kinder

Finanzbildung ist auch das Stichwort, wenn Ihr Euch noch unsicher sein solltet, ob Geld für Kinder anzulegen tatsächlich sinnvoll ist. 

Über Jahre zu sparen, das Geld Eures Kindes anzulegen und es mit 18 Jahren zu überreichen, ist zwar nett. Das wirklich entscheidende ist jedoch etwas anderes:

Es geht um das, was Ihr Eurem Kind vorlebt.

Um das Verhältnis zu Geld, das Ihr ihm lehrt.

Die Kreativität, die Ihr ihm vermittelt, selbst Geld zu verdienen und anzulegen.

Es ist egal, ob in 18 Jahren gerade eine tolle Börsenphase herrscht oder im Depot gerade doch keine 42.000 €, sondern nur 30.000 €, 25.000 € oder sogar nur 18.000 € liegen.

Es geht darum, unseren Kindern den Weg in eine finanziell sorglose Zukunft durch eine umfassende Finanzbildung zu ebnen.

Und allein dafür macht es ohne Frage Sinn, Geld für Kinder zu sparen und ihnen beizubringen Geld anzulegen! Um sie damit lernen und ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen.

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Wie funktioniert die Börse?

Du bist gerade dabei Dich über Aktien schlau zu machen? Du hast schon den einen oder anderen Artikel gelesen? Du hast Lust die Börse und die Aktienkultur kennenzulernen?

Dann hast Du bestimmt auch schon folgende Empfehlung erhalten:

Lege Dir für 25 Euro im Monat einen Sparplan an und fang an.

Bullshit!

Wenn Du wirklich Interesse daran hast, zu verstehen, wie die Börse funktioniert und was es mit diesen ominösen Aktien und ETFs auf sich hat, dann vergiss diesen Tipp. Damit lernst Du (fast) nichts.

Hand auf’s Herz.

Du bist motiviert.

Du hast Bock.

Du willst loslegen.

Und alles was zu tun ist, ist einen Sparplan über 25 Euro im Monat anzulegen und die Füße still zu halten? Tschüss!

Tschüss , oh Du liebe Motivation.

Dieser Tipp ist gut, wenn Du null Bock hast, Dich mit der Börse zu beschäftigen. Wenn Du sagst: „Ich will meine Rentenlücke füllen, ohne mich mit dem Produkt zu beschäftigen.“, dann ist die Sache so simpel wie die erste Klasse.

  1. Wie hoch werden Deine Kosten in der Rente sein?
  2. Wie hoch wird Deine voraussichtliche Rente sein (Zahl auf Rentenbescheid * 0,25)?
  3. Kosten – Rente = Lücke
  4. Lücke * 12 Monate * Jahre, die Du leben willst = Cash, den Du benötigst
  5. Cash, den Du benötigst : Jahre bis zu Rente : 12 = Cash, den Du im Monat zur Seite legen musst
  6. Cash, den Du im Monat zur Seite legen musst : 2 = Summe, die Du im Monat in einen ETF (MSCI World) packst
  7. Depot eröffnen
  8. Sparplan anlegen
  9. Zur Rente wieder reinschauen
  10. Nie wieder einen Finanzblog anschauen

In Zahlen:

  1. 2.000 Euro
  2. 400 Euro
  3. 1.600 Euro
  4. 1.600 * 12 * 30 = 576.000 Euro
  5. 675.000 : 35 : 12 = 1.371 Euro
  6. 1.371 : 2 = 685 Euro

Verdammt viel Geld – Du kannst Deinen Mund jetzt wieder schließen.

(Sehr vereinfacht dargestellt. Logisch fehlen Zinseszinzeffekte und dass Kapital bei etwa 4 % Entnahme vermutlich erhalten bleibt. Dafür ist es einfach!)

Den ultimativen Aktienguide, um die Börse zu verstehen, hat Mike für Dich verfasst.

 

DER entscheidende Börsen-Tipp:

Kaufe Dir 1 einzelne Aktie

Während unseren Geld und Liebe Stammtischen und Coaching-Sessions mit Paaren werden wir häufig gefragt: „Wie mache ich das nun mit den Aktien? Wo fange ich an? Wie können wir als Paar an der Börse investieren?

Auf diese Frage entgegnen wir exakt diesen Tipp: „Kaufe Dir 1 einzelne Aktie.“

Entrüstung. Verwirrte Blicke. Fragen: „Ist das nicht völliger Schwachsinn?“ oder „Die Kosten sind doch viel zu hoch!“

Ja, es ist völliger Schwachsinn, wenn Du die Börse verstanden hast und bereits Aktien handelst. Bist Du neu im Thema, ist es genial!

Ja, die Kosten sind sehr hoch, wenn Du mit Aktien (strategisch) handeln willst.  Für die erste Aktie ist es die günstigste, effizienteste und nachhaltigste Lehrmethode, die wir kennen.

Folgend erhältst Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung die Börse wirklich zu verstehen – inklusive Aufgaben und jeweiligen Learnings.

Dieser Guide funktioniert genauso gut, wenn Ihr gemeinsam als Paar investieren wollt! Los geht’s…

Börse verstehen Step I: Was sind Deine Lieblingsprodukte?

Energiegeladen hüpfst Du wie eine junge Göttin aus Deinen Federn. Trällernd führt Dich Dein Weg in die Küche und zu Deiner morgendlichen Tasse Kaffee.

Während diese durchläuft, schnell ein Abstecher ins Bad. Zähne putzen. Duschen.

Zack, was aus dem Kleiderschrank gezogen, etwas zwischen die Zähne geschoben, den Kaffee geschlürft und ab ins Auto.

Wie viele Produkte hast Du in diesen 30 bis 60 Minuten verwendet?

Du schläfst auf einer Matratze in einem Bett.

Deinen Kaffee bekommst Du aus einer Maschine oder old-school aus einer Drück-Kanne serviert.

Woher kommt Dein Frühstück? Wie viele Herrsteller sind daran beteiligt? Wo werden die Lebensmittel gekühlt?

Hygieneprodukte: Welche Marke hat Deine Zahncreme, Dein Shampoo oder Dein Makeup?

Welches Auto fährst Du?

Im Laufe des Tages benutzt Du hunderte, vermutlich tausende Produkte. Welche davon landen immer wieder in Deinem Einkaufswagen?

Aufgabe:

Mach Dir eine Liste Deiner 10 bis 20 Lieblingsprodukte.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein für die Fülle an Produkten, die Du jeden Tag verwendest.

Börse verstehen Step II: Welche Unternehmen stecken hinter Deinen Lieblingsprodukten?

Kaufst Du Perwoll oder Persil? Fährst Du einen Mercedes? Trinkst Du gerne Nesquik?

Hinter jedem Produkt stehen Unternehmen. Diese entwickeln, produzieren und verkaufen die Annehmlichkeiten, die unseren Alltag erleichtern.

Welches Unternehmen steckt hinter Perwoll oder Persil? Richtig. Henkel – ein DAX-Unternehmen.

Wie sieht es mit Mercedes aus? Mercedes ist eine Marke des Unternehmens „Daimler„. Daimler ist ebenfalls im DAX vertreten und wird häufig als das Lieblingsunternehmen der Deutschen bezeichnet.

Bleibt noch Nesquik. Das Kakao-Produkt wird vom schweizer Unternehmen „Nestlé“ hergestellt.

Du siehst es gibt jede Menge Investitionsmöglichkeiten!

Aufgabe

Finde heraus, welche Unternehmen Deine Lieblingsprodukte herstellen.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein, welche Produkte zu welchen Unternehmen gehören. Viele Marken nehmen wir als unabhängig voneinander wahr, obwohl sie zum selben Konzern gehören.

Börse verstehen Step III: Welche Unternehmen sind an der Börse vertreten?

Nicht alle Unternehmen sind an der Börse vertreten. Beispielsweise könnte es sein, dass Du gerne bei EDEKA einkaufen gehst. Du findest, dass EDEKA tolle Produkte vertreibt, freundliches Personal einstellt und sehr saubere Filialen führt. Daher ist EDEKA eines Deiner Lieblingsunternehmen. Doch ist EDEKA an der Börse gelistet?

An der Börse können nur Aktiengesellschaften gelistet werden. Aktiengesellschaften sind eine besondere Geschäftsform. Andere Beispiele sind die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) oder eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Diese können nicht an einer Börse gelistet werden.

Zugleich wird nicht jede AG sofort an der Börse gelistet. Das Listing muss zunächst beantragt und geprüft werden. Dadurch sind zwar alle an der Börse gelisteten Unternehmen Aktiengesellschaften, aber nicht jede Aktiengesellschaft ist an der Börse gelistet.

Du kannst durch Plattformen wie OnVista herausfinden, ob Dein Lieblingsunternehmen gelistet ist. Gib dazu den Namen des Unternehmens im Suchfeld ein.

Aufgabe

Finde heraus, welche Deiner Lieblingsunternehmen an der Börse gelistet sind.

Learning

Du bekommst ein Bewusstsein, welche Geschäftsformen vertreten sind und welche Unternehmen an der Börse gelistet und für Dich handelbar sind.

Börse verstehen Step IV: Eröffne Dein erstes Depot

Ist keines Deiner Lieblingsunternehmen an der Börse gelistet? Dann gehe nochmal zurück zu Step I und suche nach neuen Produkten, die Dich begeistern.

Du hast mittlerweile Dein Lieblingsunternehmen gefunden, das eine AG und an der Börse gelistet ist? Hervorragend. Als nächstes benötigst Du ein Depot, um eine Aktie des Unternehmens kaufen zu können.

Hier hast Du verschiedene Broker (Banken, die den Aktienhandel für Dich abwickeln) zur Verfügung:

Consorsbank*comdirect*DKB* oder eine andere Bank

Wir sind seit Beginn bei der Consorsbank* Kunde und sind mit den Möglichkeiten sehr zufrieden. Für einen detaillierten Vergleich empfehlen wir Dir die unabhängige Vergleichsseite „Kritische Anleger„.

Aufgabe

Eröffne Dein erstes Depot.

Learning

Du setzt Dich mit der Angebotsvielfalt auseinander und bekommst ein Gefühl für die Kostenstruktur der verschiedenen Broker.

Börse verstehen Step V: Kaufe 1 Aktie

Ja.

Du hast richtig gelesen. Die nächste Aufgabe wird sein, dass Du 1 einzelne Aktie kaufst. Das mag auf den ersten Blick bescheuert klingen, ist es aber nicht und Du erfährst auch gleich warum:

(Selbstverständlich wirst Du bei Deinem zweiten Aktienkauf eine andere Ordergröße wählen.)

Mit dem Erwerb einer einzelnen Aktie musst Du den gesamten Kaufprozess durchgehen und Dich mit allen Einstellungen auseinandersetzen.

Aufgabe

Kaufe 1 Aktie. Ja. 1 Aktie, nicht 2, 3 oder 50. Nur 1 Aktie. Wie hoch ist der Preis Deiner Lieblingsunternehmen?

Aktien kosten Geld. Mit einer Aktie kaufst Du eine Beteiligung am Unternehmen. Je nach Wert des Unternehmens schwankt der Preis für einen Anteil.

Learnings

  • Wie finde ich die Aktie bei meinem Broker?
  • Wie setze ich eine Order auf?
    • Auf welchem Konto benötige ich Geld?
    • Was bedeuten die Orderoptionen wie limited/unlimited?
  • Wie lange dauert es bis meine Order ausgeführt wird?
  • Wo finde ich meine Aktie in meinem Depot?
  • Wo finde ich die Abrechnung meines Aktienhandels?
    • Wie viel Geld hat mich der Handel gekostet (Ordergebühren + Provision)?

Börse verstehen Step VI: Schon in den Briefkasten geschaut?

Mit Deiner einzelnen Aktie im Depot bist Du ab sofort an dem Unternehmen beteiligt. Einmal im Jahr findet die Hauptversammlung Deines Lieblingsunternehmens statt.

Im Vorfeld bekommst Du über Deinen Broker eine Nachricht übermittelt, dass Du zu dieser Hauptversammlung eingeladen und stimmberechtigt bist.

In der Regel flattert eine Hochglanzbroschüre samt Einladung des Unternehmens in Deinen Briefkasten. Persönlich finde ich dies ärgerlich, da ich lieber eine höhere Dividende erhalte als die Einladung und das Begleitheft im Qualitätsdruck in den Papierkorb zu befördern. Denk dran: Obwohl Dir nur 1 einzige Aktie des Unternehmens gehört, erhältst Du exakt dieselben Unterlagen, Informationen und Einladung wie alle anderen Aktionäre.

Aufgabe

Finde heraus, wann und wo die Hauptversammlung Deines Unternehmens stattfindet und reserviere Dir den Tag im Kalender. Sobald die Einladung im Postfach landet, meldest Du Dich für die Hauptversammlung an und freust Dich auf eine kleine Reise. Studiere das Begleitheft und die Einladung.

Learnings

Aktiengesellschaften halten einmal im Jahr die Hauptversammlung ab. Zur Vorbereitung findest Du Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Rechte habe ich auf der Hauptversammlung?
  • Welche Ausschüttung (Dividende) wird vorgeschlagen?
  • Wie ist der Ablauf der Hauptversammlung?

Börse verstehen Step VII: Das Neuaktieninhaberhighlight des Jahres

Die Hauptversammlung bietet Dir grenzenlose Möglichkeit Dich zu entwickeln und dazu zu lernen, wie die Börse genau funktioniert. Als Aktionär besitzt Du Stimm- und Rederecht. Du bekommst hautnah mit, welche Berichte der Vorstand liefert, welche Fragen gestellt werden und, dass Menschen wie Warren Buffett eigene Bodyguards bekommen.

Aufgabe

Stelle dem Vorstand Deines Unternehmens eine Frage – egal welche. Mache Gebrauch von Deinem Rederecht: Ergreife das Mikrofon und spreche für zwei Minuten über ein Dir wichtiges Thema. Nutze Dein Stimmrecht.

Learnings

Jetzt weißt Du wie es sich anfühlt vor hunderten oder tausenden Menschen zu stehen und etwas zu erzählen, dass nur Dich interessiert. Zudem kennst Du den Ablauf einer Hauptversammlung und weißt, welche Berichte der Vorstand liefert.

Hoffentlich hast Du etwas zur (geschönten) Zukunft des Unternehmens erfahren.

Börse verstehen Step VIII: Die Dividende wird ausgezahlt

Sofern Dein Lieblingsunternehmen zu den Unternehmen zählt, die eine Dividende ausschütten, kommst Du einige Tage nach der Hauptversammlung in diesen Genuss. Leider ist die Freude nicht von langer Dauer. Spätestens mit einem Blick auf den Preis weißt Du warum Dividenden keine Zinsen sind.

Aufgabe

Beobachte den Preis Deiner Aktie am Tag der Ausschüttung: Was ist auffällig?

Learnings

Dividenden sind keine Zinsen, sondern eine Gewinnausschüttung eines realen Unternehmens. Sie gehören damit nicht zu einem Geschäftsmodell (wie Zinsen), sondern sind das Resultat daraus. Dies hat Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens – siehe Aktienpreis.

Börse verstehen Step IX: die Suche nach großartigen Unternehmen

Hatte Dich zu Beginn der Frankfurter Flughafen begeistert, dann wirst Du etwa 45 Euro + Gebühren und Provision für Deine Aktie bezahlt haben. Hingegen hättest Du für Deine Faszination der ProSiebenSat.1 Programme nur etwa 8 Euro für deine Aktie bezahlt.

Je nach Unternehmen hast Du für Deine Learnings etwa 10 bis 200 Euro bezahlt. Ein durchaus herausragender bis akzeptabler Preis für die Inhaltsmenge. Mit etwas Glück hat sich in der Zeit der Aktienpreis erhöht und Du würdest durch den Verkauf für das Handeln nach dem ultimativen Aktienguide sogar bezahlt werden!

Du bist fit für die Börse, hattest hoffentlich jede Menge Spaß und weißt jetzt, „wie Du mit nur 1 Aktie die Börse verstehst“.

Mittlerweile hat sich Dein Blick auf die Welt verändert. Läufst Du an einem Fielmann-Geschäft vorbei und denkst Dir: „Warum sehe ich dort nie Kunden?“ oder Dir fällt der nächste Pandora-Laden in den Blick und erneut stehen die Menschen dort Schlange.

Welche Geschäftsmodelle besitzen die Unternehmen? Warum stehen Menschen Schlange? Welche Konkurrenz ist auf dem Markt vorhanden? Kaufst Du selbst dort ein oder kennst Freunde und Bekannte, die dort kaufen? Welches Verbesserungspotenzial besitzt das Unternehmen und arbeitet es daran? Hast Du Geschäftsideen, die gut zu dem Unternehmen passen würden und arbeitet das Unternehmen vielleicht daran?

Aufgabe

Finde großartige Unternehmen und lerne sie kennen. Nutze die zahlreichen Finanzblogs für unabhängige Informationen rund um die Börse!

Learnings

Je mehr Du Dich für Unternehmen und ihre Funktionsweise interessierst, desto mehr Kennzahlen wirst Du aufnehmen und verstehen.

Fazit

Die Börse istspannend und fast überall vertreten. Aus Büchern kommt nur eine abstrakte Welt, die sich nicht automatisch erschließt. Es ist trocken, langweilig und enthält viel zu viele abstrakte Zahlenwerke. Allein durch den Gedanken verliere ich die Lust mich damit zu beschäftigen.

Tauche daher in die Realität der Börse ein und finde großartige Unternehmen. Mit der Zeit stellst Du weitere Fragen, die weitere Antworten suchen. Finanzkennzahlen wie Cashflow, EPS oder EBIT erklären sich von alleine, da sie in Deiner Gedankenwelt Anschluss finden.

Bist Du schon Aktionär? Wenn nein, bist Du jetzt motiviert und hast Lust? Wenn ja, wie hast Du Dir die Börse erschlossen?

Noch eine Bitte: Wenn Du Dich strikt an Step VII hältst, freuen wir uns über Deinen Videobeweis 🙂

 

Noch mehr Lesestoff:

Deutsche Börse AG

Am 24. August 2016 begann unsere Investition in die Deutsche Börse AG. Seitdem folgten zwei Nachkäufe.

Wie tragen wir die Entscheidung zum Nachkauf, obwohl der Aktienpreis stark angestiegen ist?

Das erfährst Du in diesem Artikel.

Dazu gehen wir Schritt für Schritt unsere adaptierte Levermann-Strategie durch um unser Vorgehen zu durchleuchten.

Starbucks

Bevor es los geht – wichtig: Dieser Artikel ist und beinhaltet KEINE Kaufempfehlung. Wir möchten mit unseren Analysen lediglich für Transparenz in unseren Investitionen sorgen, Diskussionen anregen und mit Dir in den Austausch treten.

Diese Aktienanalyse hat Mike für Dich verfasst.

 

Schritt 1 – interessante Aktien auswählen

Um die Deutsche Börse AG gab es 2016 und 2017 einiges an Medienberichten.

Im Februar 2016 veröffentlichten die Deutsche Börse und die London Stock Exchange ihr Vorhaben zu fusionieren. Es war bereits der dritte Anlauf!

Schon einen Monat später waren die beiden Unternehmen handelseinig.

Am 23. Juni 2016 entschlossen sich 51,89 % der Wähler für den Brexit. Auch heute wird mit Folgen für die Banken- und Unternehmenwelt in London und Co gerechnet.

Geplatzt. Im März 2017 kam das dritte Aus für eine mögliche Fusion. Der Grund?

Ein DeFacto-Monopol für festverzinsliche Finanzinstrumente.

Alle Details sind im Handelsblatt nachzulesen.

Mit diesen Neuigkeiten blieb die Deutsche Börse AG auch nach unserem ersten Kauf verstärkt in unserem Blickfeld. Ab zu Schritt 2, der die Basis für unser Erstinvestment darstellte.

 

Schritt 2 – Zahlen, Zahlen, Zahlen

Laut unserer Levermann-Strategie steht zu Beginn einer potenziellen Investition das Zahlenwerk. Unsere quantitative Analyse erfolgt bei deutschen Aktien vollautomatisch – für ausländische Aktien erneuern wir die Daten einmal im Quartal manuell.

Eigenkapitalrendite:

18,07 % (0 Punkte)

EBIT-Marge:

51,87 % (1 Punkt)

Eigenkapitalquote:

3,67 % (-1 Punkt)

Aktuelles KGV:

16,01 (-1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

22,16 (-1 Punkt)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

14,67 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

28,57 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche  Dividendenrendite der letzten 10 Jahre:

1,93 % (0 Punkte)

Gewinnwachstum:

142,77 % (1 Punkt)

 

Alles in allem ergibt das 1 ernüchternen Punkt. Laut Levermann-Strategie ist dies kein Kauf, sondern wäre sogar ein Verkauf. Allerdings handeln wir nicht eins zu eins nach dieser Strategie, sondern benutzen die Zahlen lediglich, um eine erste Überprüfung durchzuführen.

Bei unserem ersten Kauf stand die Levermann-Ampel auf grün, sprich 4+ Punkte. Leider hatten wir vergessen, die damaligen Punkte zu dokumentieren, weshalb wir Dir nur die aktuellen anbieten können.

 

Schritt 3 – die qualitative Seite der Entscheidung

Durch den Brexit kommt Bewegung in Europa und in Frankfurt ist spürbar, dass die britischen Unternehmen auf eine Wanderung einstellen. Viele wird es in Deutschlands Finanzmetropole führen und den hiesigen Börsenplatz verändern.

Ob und wie stark diese Veränderung positiv ausfallen wird, können wir nicht vorhersehen. Stand jetzt gehen wir davon aus, dass der Brexit den Börsenstandort Frankfurt stärken wird, wovon die Deutsche Börse AG profitieren würde. Wagen wir einen kleinen Einblick in das Dax-Unternehmen.

 

9 Geschäftsfelder der Deutsche Börse AG

Mit den folgenden 9 Geschäftsfeldern deckt die Deutsche Börse AG ein breites Spektrum ab. Sie bedient damit eine Vielzahl unterschiedlicher Kunden und sichert sich somit gegen etwaige Ausfälle zum Beispiel aus dem Privatsektor ab.

 

1. Pre-IPO und Listing

Die Deutsche Börse investiert in junge Unternehmen v. a. aus der Fintech-Branche, vor ihrem Börsengang. Der nächste Schritt ist dann die Börsennotierung an der Frankfurter Börse. Damit schafft die Deutsche Börse AG für Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt und für Investoren wie Dich die Voraussetzungen an diesen teilzuhaben.

 

2. Handel

Über die Handelsplätze der Deutschen Börse kannst Du Aktien, ETFs, ETPs, Anleihen, Derivate, Emissionsberechtigungen und andere Finanzinstrumente erwerben und veräußern.

 

3. Clearing

Kreditausfallriskien für Käufer und Verkäufer werden durch Clearing für Derivate, Aktien und deren Finanzierung sowie Währungs- und Rohstoffgeschäfte gemindert.

 

4. Abwicklung

Geld muss gegen Wertpapiere getauscht und die Buchungen in Euren Depots korrekt durchgeführt werden. Diese Abwicklung der Geschäfte nach dem Handel und dem Clearing gehört zum Kerngeschäft der Deutschen Börse AG.

 

5. Verwahrung

Nachdem Du Wertpapiere gekauft hast, kümmmert sich die Deutsche Börse AG darum, dass Kapitalmaßnahmen durchgeführt und Dividendenzahlungen korrekt abgewickelt werden. Alles muss entsprechend dokumentiert werden, damit Deine Depotbank die Infos zur Verfügung stellen kann.

 

6. Sicherheiten- und Liquiditätsmanagement

Ein separater Geschäftsbereich verantwortet, dass regulatorische Anforderungen aufgrund von Gesetzen befolgt und dadurch alle Sicherheitsthemen aus einer Han kommen.

 

7. Marktdaten

Zur Aktienanalyse werden historische Daten, innovative Big Data-Analysen und Echtzeit-Daten benötigt. All das stellt die Deutsche Börse AG für Dich bereit.

 

8. Indizes

Du willst in Indizes (abgebildet durch ETFs) investieren, der TV-Moderator soll die Gesamtdeutsche Wirtschaftslage beurteilen oder aktien bestimmte Themenbereiche sollen bewertet werden. Die Deutsche Börse AG sorgt dafür, dass die benötigten Indizes – so beispielsweise der DAX – überhaupt darstellbar sind.

 

9. Technologie

Um all das umzusetzen arbeitet die Deutsche Börse natürlich mit neuesten Technologien und betreibt Plattformen, die ihre Kunden nutzen – denn Papier und Zettel fändest Du sicherlich auch zu langsam.

 

Für eine detailierte Übersicht der Geschäftsfelder kannst Du Dir die Aufstellung auf der Unternehmensseite anschauen.

 

Marken der Deutsche Börse AG

In der Gruppe befinden sich eine Vielzahl bekannter Marken, wovon Du die eine oder andere bereits genutzt haben wirst. Darunter fallen unter anderem: Börse Frankfurt, Xetra®, Tradegate, STOXX® oder Eurex®.

Wenn Du Dich für Aktien interessierst, werden Dir diese Marken geläufig sein. Als wir begannen unsere ersten Aktien zu kaufen, waren uns die Namen schnell ein Begriff. Das Markenbewusstsein sollte in der Zielgruppe daher vorhanden sein.

 

CEO der Deutsche Börse AG

Seit Beginn des Jahres ist Theodor Weimar neuer CEO der Deutsche Börse AG. Damit löste er Carsten Kengeter ab, der beim Fusionsversuch mit der Londoner Börse durch Insiderhandelsvorwürfe in die Schlagzeilen geriet.

Weimar fordert schnelles Handeln und eine Entwicklung des Unternehmens. Dies demonstrierte er kurzer Hand, indem er den erweiterten Vorstand der Deutsche Börse AG kurz nach Antritt abschuf.

Mit dem Führungswechsel wird ein weiteres spannendes Kapitel des Unternehmens eröffnet.

 

Zwischenfazit

Die Deutsche Börse AG bietet viel Potential für Zukunftsträume.

Wie wird sich der Brexit auf das Unternehmen und den Standort Frankfurt auswirken?

Wird es weitere Versuche einer Fusion zwischen der Deutsche Börse AG und dem London Stock Exchange geben?

Wie werden die Neuausrichtungen durch Theodor Weimar aufgenommen und umgesetzt?

 

Warum die Nachkäufe?

Bis jetzt bleibt noch ungeklärt, warum wir insgesamt drei Mal bei die Deutsche Börse AG kauften.

Wie beurteilst Du, ob Du Aktien nachkaufen solltest?

Das eindeutigste Szenario: Du bist vom Unternehmen überzeugt und siehst die Aktien in x Monaten um y Prozent höher stehen, der Aktienpreis gibt zunächst nach und verschafft Dir einen günstigeren Nachkaufpreis.

Was aber, wenn die Aktie steigt und steigt und steigt?

Unser Einstiegspreis lag bei 75,16 Euro. Die zweite Ladung kauften wir bei 103,19 Euro im Februar 2018, nur um einen Monat später für 110,30 Euro erneut aufzustocken.

Wieso entschieden wir uns, zu diesen Preisen weiter zu kaufen?

 

Schritt 1 – Kennzahlen ermitteln

Du gehst zu OnVista und gibst den Unternehmensnamen in das Suchfeld ein: Deutsche Börse bei OnVista. Anschließend klickst Du auf Kennzahlen – Fundamental. Dort findest Du den Gewinn pro Aktie. Zum Nachkaufzeitpunkt war der Wert für 2017 noch ein Schätzwert – dies erkennst Du an dem „e“ an der Jahreszahl, weshalb ich in diesem Beispiel mit dem Wert aus 2016 rechnen werde.

Zusätzlich benötigst Du noch das geschätzte, durchschnittliche Gewinnwachstum. Dazu schaust Du Dir alle abgebildeten Daten an und überlegst einen realistischen Wert. Um die Euphorie etwas zu drücken ziehst Du noch ein paar Prozentpunkte von Deiner ersten Schätzung ab.

Zuletzt benötigst Du einen weiteren Schätzwert: das KGV in 10 Jahren.

Daraus ergeben sich für die Deutsche Börse folgende Datenpunkte:

⇒ Gewinn pro Aktie in 2016 betrag 6,81 Euro.

⇒ Gewinnwachstum geschätzt auf 9 Prozent.

⇒ Geschätztes KGV in 10 Jahren von 16.

 

Schritt 2 – Renditeforderung festlegen

Auf die nächsten 10 Jahre gerechnet, was erwartest Du für eine durchschnittliche, jährliche Rendite für Deine Investition?

Wir wollen mindestens 8 Prozent im Jahr aus unserem Investment herausziehen.

 

Schritt 3 – Zukunftswerte ausrechnen

Um herauszufinden, ob wir zu einem bestimmten Preis noch kaufen können, benötigen wir 3 weitere Werte. Diese errechnen wir aus den Kennzahlen aus Schritt 1 und Schritt 2.

⇒ Welchen Wert wird der Gewinn pro Aktie in 10 Jahren annehmen?

⇒ Wo wird der Aktienpreis in 10 Jahren stehen?

⇒ Um welchen Faktor hat sich der Aktienpreis in 10 Jahren vervielfacht, bei einer Rendite von 8 Prozent?

Um den Gewinn pro Aktie in 10 Jahren auszurechnen, benötigst Du folgende Formel: Aktuelles EPS * (1 + Gewinnwachstum) ^ 10

Daraus ergibt sich: 6,81 * (1 + 1,09) ^ 10  = 7,69 Euro

Für den Aktienpreis in 10 Jahren multiplizierst Du den Gewinn pro Aktie in 10 Jahren mit dem KGV in 10 Jahren, also 7,69 Euro * 16 = 257,95 Euro

Der Faktor ergibt sich aus der Renditeforderung ^ 10, also 1,08 ^10 = 2,16

 

Schritt 4 – Heutigen Preis ermitteln

Als letztes ermittelst Du den Preis, zu dem Du heute kaufen kannst und 8 Prozent Rendite bekommen würdest.

Dazu teilst Du den Aktienpreis in 10 Jahren durch den Faktor.

⇒ 257,95 Euro / 2,16 = 119,42 Euro

Sollten Deine Annahmen stimmen, dann sind 119,42 Euro der Preis zu dem Du maximal kaufen solltest, um in den nächsten 10 Jahre eine durchschnittliche, jährliche Rendite von 8 Prozent zu erwarten.

Kaufst Du beispielsweise für 99 Euro die Aktie der Deutsche Börse AG, könntest Du eine durchschnittliche, jährliche Rendite von 10 Prozent auf die nächsten 10 Jahre erwarten.

 

Ein Wort der Vorsicht

Diese Herangehensweise ist eine simple Methode, um zu entscheiden, ob ein Nachkauf oder ein Einstieg lohnenswert sein können. Wie jedes andere Modell auch basiert es auf Zukunftsannahmen. Wieso ist das wichtig?

Niemand kann in die Zukunft schauen und die Werte können sich durch unvorhergesehene Entwicklungen völlig anders entwickeln.

Daher ist dies kein Garant, sondern lediglich ein weiteres Puzzelteil, um eine (hoffentlich) erfolgreiche Entscheidung zu treffen.

 

Fazit

Mit etwa 26 Prozent im grünen Bereich sind wir bisher mega zufrieden mit unserem Investment in die Deutsche-Börse-AG-Aktie. Wohin die Reise gehen wird erfahren wir in den kommenden Monaten und Jahren. Zurzeit tendiere ich eher dazu, weiter aufzustocken und meine Position Stück für Stück auszubauen.

Wie siehst Du das? Bist Du in die Deutsche Börse AG investiert?

Hallo,

wenn Du schon etwas länger bei uns mitliest, ist es für Dich sicherlich nichts Neues: Ich bin ein Dividenden-Fan seitdem ich mich für Aktien und die Börse interessiere. Passend dazu habe ich Ende 2017 endlich das Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ von Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger* verschlungen. Und wurde überzeugt!

Aber heute soll es nur in zweiter Linie über das Buch gehen. Vorrangig wirst Du erfahren, für welche Dividendenaktien ich mich für 2018 entschieden habe, wie der Entscheidungsprozess verlief und wie es jetzt weitergeht. Mit diesem Wissen wird es auch für Dich ganz einfach Deine persönliche Dividendenstrategie aufzustellen und umzusetzen.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

Dividendenstrategie

Damit Du nachvollziehen kannst, worum es geht, beginnen wir mit einem kurzen Einblick in das oben genannte Buch bevor es in die Details meiner Dividendenstrategie für das Jahr 2018 geht.

Der Hintergrund: Cool bleiben und Dividenden kassieren

20 Jahre Erfahrung als Investoren, Unternehmer und TV-Experten sind die Basis, aufgrund der Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger empfehlen cool zu bleiben und Dividenden zu kassieren.

20 Kapitel zeichnen auf charmante Art und Weise das „Big Picture“, sodass Du vollends verstehst, wie Dividendenaktien funktionieren, welchen Einfluss berühmte Börsenpleiten auf diese hatten und in welchen Situationen, Dividendentitel für Dich vorteilhaft sind.

20 Kennzahlen sind in dem Entscheidungsprozess nicht nötig. Mit einer deutlich geringeren Anzahl entwickeln und erklären Dir die beiden mögliche Strategien auf der Jagd nach den besten Dividendenaktien. Dabei stehen Qualitätskriterien wie die Dividendenrendite, die Anzahl der Erhöhungen der Dividende oder die Dividendenwachstumsraten im Fokus. Denn nicht die höchste Dividende ist das Ziel sondern die kontinuierlich höchste!

20 % Rendite werden ebenfalls nicht versprochen, sondern die Risiken von Aktienkäufen klar dargestellt und gleichzeitig nicht unnötig aufgebauscht. Selbstredend sind Dividenden keine neuen Zinsen – vielleicht sind sie aber etwas viel besseres?

Der Output aus dem Buch sind diverse Rangfolgen der besten Dividendenaktien. Als zusätzlichen Service kannst Du die Dividendenadel-Plattform nutzen – denn dort werden immer zum Jahresanfang aktualisierte Listen veröffentlicht, sodass Du immer mit den aktuellen Zahlen arbeiten kannst. Für Details zum Buch schau gerne einmal bei den besten Finanzbüchern vorbei und hör ins Buch.

Die Umsetzung meiner Dividendenstrategie

Genau diese Listen wollte ich in 2018 nutzen. Denn im vergangenen Jahr habe ich einiges an Kapital angespart, welches ich nicht weiter auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen, sondern in starke Dividenenaktien investieren wollte.

Vom Plan einer eigenen Dividendenstrategie

In unserem Ziele-Artikel für 2018 habe ich angekündigt in diesem Jahr 25% meiner Kosten durch meine Assets zu decken. Dividenden werden für dieses Ziel unverzichtbar sein.

Anfang des Jahres schaute ich folglich alle veröffentlichen Rankings aus den verschiedenen Kategorien durch und las die dazugehörigen Blogartikel auf der Dividendenadel-Seite.

Neben den beiden Deutschland-Strategien, die im Buch vorgestellt wurden – eine fokussiert auf  Dividendenwachstum und die andere auf die Dividendenrendite – gibt es Länderbezogene Rankings. Selbstverständlich für Deutschland und die USA, aber auch Österreich, Schweiz und die ganze Eurozone.

Dividenden kassieren

Die Umsetzung meiner Dividendenstrategie für 2018

Nach der Beschreibung im Buch musste ich mich für eine der beschriebenen Strategien entscheiden oder für eine Länderaufstellung und mein Kapital gleichmäßig in die Aktien der jeweiligen Top 10-Werte investieren.

Anschließend bleiben die Aktien ein Jahr liegen. Mit den neuen Rankings in 2019 würde ich dann das Depot aktualisieren.

Ein Vorgehen, das mir dann doch wieder zu passiv war. Stattdessen entschied ich mich für folgendes Vorgehen:

  1. Alle vorhandenen Rankings durchschauen und Top 10 herausschreiben
  2. Sortierung der Werte nach Rendite. Alle unter 2,5% fliegen aus der Aufstellung.
  3. Für die übrigen Unternehmen recherchierte ich die Branchen sowie Länder.

Auf Basis dieser drei Schritte, wählte ich 10 Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern mit jeweils min. 2,5% erwarteter Rendite in meine persönliche Top 10 mit der ich ein gutes Bauchgefühl hatte.

Abschließend investierte ich in alle Unternehmen einen ähnlichen Betrag – die Gesamtsummen spielten sich zwischen 1.500 und 2.000 Euro pro Aktienpaket ab.

Die Dividendenaktien aus der Strategie ganz konkret

Für die folgenden 10 Werte habe ich mich für 2018 entschieden:

Archer Daniels Midland

Der Getreide- und Samenproduzent aus den USA ist der einzige Titel von der Liste der Dividendenadel US-Aristokraten in meinem Portfolio. Die Erwartung von 3,1%  Rendite überzeugte mich in das weltweit operierende Unternehmen zu investieren, von dem ich nie zuvor gehört hatte.

Archer Daniels Midland stellt in mehr als 270 Produktionsstätten weltweit zum Beispiel Speiseöle, Kakao und Nahrungszusätze her – nicht ganz ohne Kritik an den Arbeitsweisen.

Unilever

Mit Unilever legete ich mir einen Wert aus Großbritannien ins Depot, dessen Produkte bestimmt auch Du regelmäßig erwirbst und über den ich aufgrund der breiten Streuung an Aktivitäten schon lange nachdachte.

Ob Nahrungsmittel oder Körperpflegeprodukte – Unilever ist überall dabei und lockt in 2018 mit einer Dividendenrendite von 3%. In Kombination mit den anderen Kriterien zur Top-Dividendenqualität hat der Titel es in die Dividendenadel Eurozone Auswahl geschafft.

Sodexo

Auch Sodexo ist ein Unternehmen, das vielen Deutschen regelmäßig im Alltag begegnet. Der Catering-Gigant aus Frankreich betreibt eine Vielzahl von deutschen Kantinen, beliefert öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten mit Essen. Sodexo bietet ein Wertgutschein-System an, das in vielen Lebensmittelläden europaweit als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

Mit 2,5% am unteren Ende meiner Renditeauswahl gelegen, hat es der französische Wert aus der Dividenenadel Eurozonen Liste gerade so ins Portfolio geschafft.

Red Electrica

Ein weiterer Titel aus dem Dividendenadel Eurozone Ranking kommt direkt aus Spanien ins Dividendendepot für 2018: Red Electrica betreibt in Spanien den größten Teil der Stromnetze und dennoch war es mir vor der Recherche nicht bekannt.

Einen Titel aus Spanien, der noch dazu zu 20% in staatlichem Besitz ist und mit 5,0% eine Traum-Dividendenrendite verspricht, musste einfach mit in die Auswahl.

Münchener Rück

Die Münchener Rück Aktie hatte ich bereits einige Jahre im Depot – auch wegen der hohen Dividende, die passenderweise immer zu meinem Geburtstag kommt. Im Ranking der besten Werte in Bezug auf die Dividendenrendite steht sie mit 4,8 % ganz oben bei den deutschen Aktien.

Somit hat der Rückversicherer aus dem DAX keine gößere Überzeugungsarbeit nötig gehabt – das war ein klarer Kauf, sogar mit einem etwas größeren Anteil als bei den anderen Aktien.

BASF

Der zweite DAX-Titel und der zweite Titel aus der Dividendenrendite-Liste in meinem neuen Dividenden-Portfolio ist mit BASF ebenfalls ein Unternehmen, das ich bereits früher im Depot hatte. Damals hielt ich sie lange, um am Ende mit einem Gewinn verkaufen zu können.

Die erneute Dividendenrendite von wohl 3,3% hat mich abermals hier investieren lassen. Mit der Chemiebranche erreichte ich auch noch eine weitere Diversifizierung.

Villeroy & Boch

Ebenfalls aus der Aufstellung der besten Aktien im Hinblick auf die Dividendenrendite kommt Villeroy & Boch in mein Depot. Bisher hatten wir nur vereinzelte Küchenutensilien des Unternehmens im Schrank (und ein Waschbecken im Bad)- in Zukunft werde ich in Läden (und den Wohnungen unserer Freunde und Familien) sicherlich mehr auf die Produkte des Keramikherstellers achten.

Mit einer Dividendenrendite von 2,9% ist der Small Cap in mein Blickfeld gerückt. Überzeugt hat mich letztendlich, dass ich noch nie in eine solche Richtung investiert habe und das Traditionsunternehmen in fast jedem deutschen Haushalt vertreten ist.

DIC Asset

DIC Asset ist mit 5,3% Dividendenrendite der absolute Star in meinem Portfolio. Auch dieser Wert kommt aus der Übersicht der renditeträchtigsten deutschen Aktien im Hinblick auf die Dividenden.

In den vergangenen Monaten war die Immobilienbranche für mich nicht interessant, da ich mit TAG Immobilien bereits einen Wert im Depot hatte. Inzwischen ist dieser verkauft und mit DIC Asset habe ich einen noch breiter gefächerten Gewerbeimmobilien-Wert aufgenommen.

Capital Stage

Der einzige Wert, den Mike aus meiner Auswahl schon einmal im Depot hatte, ist Capital Stage. Das Unternehmen investiert vorrangig in Solarparks und lockt mit einer Rendite von 3,3 %.

Capital Stage ist einer der Werte aus der Strategie, die sich auf die Werte mit dem kontinuierlichsten Dividendenwachstum fokussiert und war bereits im Vorjahr Teil der Auswahl.

KPS

Wie bereits 2016 ist das IT-Beratungsunternehmen KPS in beiden Top-Listen aus dem Buch vertreten: Dividendenwachstum + Dividendenrendite sind absolut top.

Die Rendite liegt in 2018 bei 2,5% und ist für mich auch daher interessant, da ich selbst in der Beratungsbranche arbeite – in diese jetzt auch zu investieren ist definitiv spannend!

Quo vadis Dividendenstrategie?

Dividendenstrategie

Wie es die Strategie aus dem Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren“* vorsieht, erwarb ich alle oben genannten Aktien im Januar. Für alle hatte ich einen Kurs festgelegt und innerhalb einer Woche wurden alle Limits erreicht und die 10 Aktien sind in mein Depot gewandert.

Ich investierte in jeden Wert einen ähnlichen Betrag. Nach dem jüngsten Kursrutsch an den Märkten bleibe ich selbstverständlich cool und überlege bei dem einen oder anderen sogar noch etwas nachzulegen.

Dass ich derzeit so entspannt bleibe, obwohl alle Positionen in meinem Depot rot sind, ist für mich Beweis, dass es richtig ist, nach einer wohlüberlegten Strategie zu handeln, mit der Du Dich wohlfühlst. Natürlich hätte ich lieber 2 Wochen später kaufen sollen, aber dies war nicht vorhersehbar und grundsätzlich hat sich an den Aussichten der 10 Aktien von heute auf morgen nichts geändert. Für 2018 werde ich die Aktien definitiv behalten und die Strategie durchziehen – komme was wolle.

Ende des Jahres werde ich evaluieren, wie ich damit gefahren bin, ob ich in 2019 umschichten oder nur neue Werte ergänzen werde. Vielleicht wird dann auch der eine oder andere Anteil wieder verkauft. Du wirst es hier auf jeden Fall erfahren!

Viele Grüße

Marielle

Kennst Du die Strategie vom „Dividendenadel“ und bist Du selbst auch ein Dividendenjäger? 

  1. März 2019 findet der nächste Börsentag in Frankfurt statt.

Am vergangenen Samstag waren wir zum ersten Mal vor Ort und haben uns das Geschehen aus der Nähe betrachtet.

Neben zahlreichen Messeständen wurde ein breites Programm an Vorträgen angeboten. In 6 Zeitslots auf 7 Bühnen konnten Reden zu ETFs über Bitcoins bis Zukunftstrends belauscht werden.

 

 

Was erwartet Dich beim Börsentag

Um Dir einen kleinen Eindruck des Börsentags in Frankfurt zu geben, berichten wir kurz über die besuchten Vorträge.

 

Global Trends – Zukunftstechnologie für Ihre Geldanlage

Uber will 24.000 selbstfahrende Autos bis 2021 auf die Straßen bringen.

Was wird aus den Jobs, wenn die Technologisierung und Digitalisierung weiter voran schreitet?

Jack Ma (Alibaba) wird derzeit viral in den sozialen Medien zitiert. Sinngemäß: Wir müssen unseren Kindern, die Dinge beibringen, die uns von Maschinen unterscheiden. Ansonsten sieht es düster aus.

Alphabet, Infineon und Co investieren Milliarden in die Forschung & Entwicklung, streichen saftige Gewinne ein und von einer Überbewertung kann nicht die Rede sein. So der Kanon des Vortrags.

Diese Tech-Aktien rennen auch noch dem S&P 500 weg und der MSCI World hat ebenfalls keine Chance. Was bedeutet das für uns? Wir sollten in Tech-Unternehmen investieren. Und wie geht das besser als mit dem hauseigenen Fond?

Zum Ende des Vortrags ziert eine hübsche Grafik die Wand. Diese zeigt, wie der Tech-Fond den Vergleichsindex (extrahierten Tech-Unternehmen des S&P 500) schlägt. Jahr für Jahr für Jahr.

Nur im ersten Jahr gibt es eine dritte Säule. Mit einem Halbsatz wird darauf hingewiesen, dass dies die Nettoentwicklung – also nach Abzug von Gebühren – symbolisiert. Knapp 6 % müssen von der Performance abgezogen werden. Was bedeutet das für das Ergebnis?

Der Megafonds der Megatrends performt plötzlich schlechter als der Vergleichsindex. Dann doch lieber einen ETF auf Tech-Unternehmen? Oder lieber Amazon-Inhaber werden, die kaufen eh alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist in der Zukunftsbranche?

 

Marktwächter Finanzen: Was Sie beim Crowdinvesting beachten sollten

Als überzeugte aber noch recht unerfahrene Crowdinvestorin war der Vortrag der Verbraucherzentrale Hessen für Marielle Pflichtprogramm.

Vorgestellt wurde die Studie zum Crowdinvesting des Projektes Marktwächter Finanzen, die sich mit der Analyse der Vertragsinformationen und -bedingungen von einer Vielzahl von Crowdinvesting-Plattformen beschäftigt hat.

Das Ergebnis war leider ernüchternd: Viele der Plattformen bieten ihren Kunden nur unzureichende Informationen, manche sogar nicht übereinstimmende und damit als irreführend zu bezeichnende Vertragsdetails an.

Damit diese Information wirklich hilfreich für Dich Nutzer sein kann, müsstest Du wissen, welche der Plattformen nun schlecht und welche sogar ganz gut abgeschnitten haben.

Bisher bin ich selbst nur bei Zinsland in fünf Projekte investiert. Dies liegt auch daran, dass andere Plattformen teilweise undurchsichtig wirken und mich die Einfachheit und Klarheit von Zinsland bisher sehr überzeugt hat. Leider bin ich nach dem Vortrag nicht schlauer, ob dieses Gefühl richtig oder eine Täuschung ist.

Der Fokus des Vortrages lag auf den Schattenseiten des Crowdinvestings. Die Vorteile wurden nur kurz erwähnt. Ich habe mich gefragt: Muss eine Verbraucherzentrale so kommunizieren?

Wäre ich nicht bereits in Crowdinvesting investiert – nach diesem Vortrag hätte ich sicherlich nicht damit begonnen.

Dennoch war es spannend und die Studienergebnisse habe ich mitgenommen. Denn die Untersuchungsart möchte ich gerne mit den Vertragsinformationen, die ich bei meinem nächsten Zinsland-Projekt erhalte abgleichen. Und vielleicht hilft sie mir sogar bei der Entscheidung, bei welcher anderen Plattform ich noch einsteigen könnte.

Möchtest Du mehr über die Studie, meine Ergebnisverwendung in der Praxis und Learnings erfahren? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen und vielleicht gibt es schon bald einen separaten Crowdinvesting-Artikel mit Fokus auf der Marktwächter Finanzen-Studie der Verbraucherzentrale Hessen.

 

Nach diesen einfachen 4 Regeln bauen Sie sich ein Depot nach Warren Buffett auf

Mittlerweile habe ich Warren Buffetts Biografie und Mary Buffetts „Buffetology“ durchgearbeitet und erste Anwendungen unternommen. Reichen 4 Regeln aus?

Ja, wenn Du sie auf die oberste Ebene beschränkst reichen Dir diese 4 Regeln aus:

  1. Investiere nur in Unternehmen, die Du verstehst
  2. Desto breiter der Burggraben desto stabiler das Unternehmen
  3. Betrachte das Management
  4. Bewerte das Unternehmen

Na, wie sieht’s aus? Kannst Du anhand dieser vier einfachen Regeln Dir ein Depot nach Warren Buffett aufbauen?

Ich kann es auf jeden Fall nicht. Es entstehen zu viele ??? in meinem Kopf:

  • Was macht ein gutes Management aus?
  • Welche Bewertung ziehe ich zur Bewertung des Unternehmens heran?
  • Buffett beschränkte sich doch nicht auf diese Regeln?!

Hauptsächlich kaufte Buffett riesige Anteile an Unternehmen und mischte sich ein. Er veränderte das Management, übernahm die komplette Kontrolle oder veränderte das Kerngeschäft. Viele seiner Investitionen wären riesige Pleiten gewesen, hätte er sich nicht eingemischt ~Berkshire Hathaway und Salomon, um mal zwei zu nennen.

Nungut, der Vortrag hatte dennoch etwas gewinnbringendes. Der Redner brachte seinen eigenen Rentenbescheid mit, ging diesen durch und demonstrierte, wie die Inflation die angekündigten Rente auffrisst.

 

Abschlussdiskussion – zwei beeindruckende Redner

Seit je her faszinieren mich eindrucksvolle Redner und wie sie durch Artikulation, Wortwahl und Dynamik ein Gewicht und Glaubwürdigkeit in ihre Aussagen bringen. So auch zum Abschluss des Frankfurter Börsentags.

Hätte ich mich der Rede hingegeben, wäre ich nach Hause gefahren und hätte umgehend Aktien der Deutschen Bank, von Amazon und von Nestle in mein Depot gelegt.

Noch faszinierender:

Die beiden Männer standen im Streitgespräch auf der Bühne. Einer begann seine Argumente vorzutragen und das Publikum hing an seinen Lippen. Dann der Wechsel.

Völlig konträre Sichtweisen wurden nun über die Zuhörer ausgeschüttet. Sie waren ebenso plausibel, ebenso wahr und ebengleicher Stärke vorgetragen.

 

Fazit zum Börsentag Frankfurt

Insgesamt ein lohnenswerter Ausflug in das Frankfurter Europaviertel.

Wir durften feststellen, dass wir inzwischen viel Wissen über verschiedene Strategien, Zukunftstrends und die Börse im Allgemeinen angesammelt haben.

Stattdessen konnten wir mit einer eigenen Meinung die Vorträge kritisch hinterfragen und haben aus der Veranstaltung wieder viele Ideen und spannenden Gedanken mitgenommen.

Da die Veranstaltung kostenfrei ist, wird viel Werbung gemacht. Aber das ist nicht schlimm – denn so konnten wir wieder neue Produkte kennenlernen und feststellen, wie abgehärtet wir gegenüber Versuchungen in dem Bereich geworden sind. Auch das liegt sicherlich an der zunehmenden Erfahrung und dem Vorwissen.

Einen Börsentag zu besuchen, sich zu informieren und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen empfehlen wir Dir an dieser Stelle sehr gerne weiter – eine Bereichung ist ein solcher Tag immer !

 

Deutsche Börse AG

Starbucks Aktien: Seit September 2017 sind wir in das Kaffee-Erlebnis investiert.

Doch warum haben wir in Starbucks investiert?

Am besten gehen wir Schritt für Schritt unsere adaptierte Levermann-Strategie durch um unser Vorgehen zu durchleuchten.

Bevor es los geht – wichtig: Dieser Artikel ist und beinhaltet KEINE Kaufempfehlung. Wir möchten mit unseren Analysen lediglich für Transparenz in unseren Investitionen sorgen, Diskussionen anregen und mit Dir in den Austausch treten.

Diese Aktienanalyse hat Mike für Dich verfasst.

Schritt 1 – interessante Aktien auswählen

Anfang September setzten wir uns hin und durchforsteten den Globus nach interessanten Unternehmen. Mit dabei: Starbucks!

Unsere Liste ist inzwischen 133 Werte lang. Einige haben wir noch nicht ausgewertet, da das manuelle Suchen der Kennwerte einiges an Zeit beansprucht. Starbucks hatte uns als Unternehmen allerdings schon im Vorfeld fasziniert, weshalb es zum ersten Schwung der Analyse zählte.

Was dabei rauskam, erfährst Du in Schritt 2.

 

Schritt 2: Zahlen, Zahlen, Zahlen

Laut unserer Levermann-Strategie steht zu Beginn einer potenziellen Investition das Zahlenwerk. Unsere quantitative Analyse erfolgt bei deutschen Aktien vollautomatisch – für ausländische Aktien erneuern wir die Daten einmal im Quartal manuell. Hier die Zahlen von Starbucks (Stand: 23.09.2017) – die Daten stammen von OnVista:

Eigenkapitalrendite:

47,83 % (1 Punkt)

EBIT-Marge:

19,57 % (1 Punkt)

Eigenkapitalquote:

41,10 % (1 Punkt)

Aktuelles KGV:

24,81 korrigiert (-1 Punkt) [vorher: 13,92  (0 Punkte)]

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

26,83 korrigiert (-1 Punkt) [vorher: 15,05  (0 Punkte)]

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

0,42 % (0 Punkte)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

1,11 % (0 Punkte)

Kursmomentum:

kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche  Dividendenrendite der letzten 5 Jahre:

4,82 % (0 Punkte)

Gewinnwachstum:

8,00 % (1 Punkt)

 

Summa summarum 2 Punkte (Korrigiert – vorher: 4 Punkte)! Leider liegt kein Kaufsignal vor. Zur Begründung siehe unsere Antwort in den Kommentaren. Damit wird uns auf quantitativer Seite ein Kauf signalisiert.

Wir haben übrigens die Analystenmeinung, die Reaktion auf die letzten Quartalszahlen und die Gewinnrevision herausgenommen.

Die Analystenmeinung ist für unseren Bewertungszweck nicht länger interessant. Wir wollen eine Bewertung auf Basis der Zahlen und nicht auf Basis der „Markt-Mentalität“.

Aus diesem Grund haben wir auch die Reaktion auf die Quartalszahlen entfernt – zudem stellen sie manuell einen riesigen Zeitaufwand dar. Dafür liefert der Wert keinen ausreichenden Mehrwert.

Ähnliches gilt auch für die Gewinnrevision – im Quartal ist es zu kurz gedacht und zu viel Aufwand. Im Geschäftsjahr kann es interessant werden, allerdings sollten sich schrumpfende Gewinne auch auf die üblichen Kennzahlen auswirken. Deshalb sehen wir im Aufwand auch hier nicht genügend Mehrwert und nehmen es bei manuellen Berechnungen heraus.

 

Schritt 3 – die qualitative Seite der Entscheidung

Am 02. November hatte Starbucks seine Hauptversammlung. Die dazugehörigen Dokumente stehen allerdings im Internet noch nicht zur Verfügung.Ich arbeite daher in diesem Artikel mit meinem Wissen aus dem September und somit auf Basis der Aussagen zur Jahreshauptversammlung 2016.

 

The next level of coffee experience

Howard Schultz und Kevin Johnson verfassten gemeinsam den Brief an die Aktionäre. Diese Briefe finde ich stets äußerst spannend, da teils ein kleinweinig Weisheit oder Erfahrung rübergebracht wird oder wie in diesem Fall die Leidenschaft gegenüber des Kaffeeerlebnisses.

2014 eröffnete Starbucks nur wenige Blocks von der ersten Filiale entfernt das neue Flaggschiff.

Starbucks Reserve ® Roastery & Tasting Room

Auf knapp 2.000qm entstand das „Willy Wonka“ des Kaffees. Es zu beschreiben, würde tausende Zeichen benötigten. Daher schau selbst:

 

 

In einem kurzen Interview 2014 bekommt Howard Schultz ein paar kritische Fragen gestellt, die er weglächelt. Selbst bei der Frage, ob dieser Laden nicht höchst verlustreich sei, reagiert Schultz souverän:

Wir sind davon überzeugt, dass diese Form des Kaffee-Erlebnisses auch viele Touristen und Menschen anzieht, die mit Kaffee oder Starbucks nicht viel zu tun haben. Die teuerste Tasse Kaffee in diesen Läden kostet $12 ohne Mehrwertsteuer.

Wenn Du dachtest, dass $6 für eine Tasse Kaffee teuer sind und dass das niemand bezahlt, wie sieht es erst bei $12 aus?

Auch hier zahlen es die Kunden, da sie das ultimative Kaffee-Erlebnis bekommen möchten.

 

Wie einfach kann der Kunde Geld ausgeben?

Ein Unternehmen wir besonders reizvoll für mich, wenn es seinen Kunden ermöglicht, extrem leicht ihr Geld auszugeben.

Dafür hat Starbucks, die Starbucks-App. Und das sind die Vorzüge:

⇒ Lieblingsgetränke zusammenstellen und speichern

⇒ Lieblingsgetränk bequem per App beim nächsten Starbucks in der Bahn bestellen

⇒ Noch in der Bahn bezahlen

⇒ Treuepunkte kassieren

⇒ Und ohne Warten im Starbucks das fertige Lieblingsgetränk abholen

Damit drückt Starbucks seine Innovation aus und spielt in der digitalisierten Welt vorne mit. Für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist dies essentiell und ein weiterer Grund die Starbucks Aktien ins Depot aufzunehmen.

 

Könnte Warren Buffett mit 100 Milliarden und den besten 50 Köpfen dieser Welt Starbucks ernsthafte Konkurrenz bereiten?

Neben den positiven Unternehmenskennzahlen und der weiterhin stabilen Wachstums- und Expansionsrate von 2015  auf 2016, bietet Starbucks ein Erlebnis.

Dieses befriedigt das soziale Bedürfnisse der Menschen, sich an einen gemütlichen Ort zurückzuziehen, in Interaktion zu treten und dabei Kaffee zu genießen.

Damit hat Starbucks ein wichtiges Thema in der Globalisierung und Digitalisierung geschaffen. Vereinzelt bekommen dies auch kleinere Geschäfte hin, welche allerdings nicht den Globalmarkt erobern werden.

Aus meiner Sicht ist die Marke Starbucks derart stark geworden, dass selbst ein gleichwertiges Angebot als weniger respektabel wahrgenommen werden würde.

Ein Kaffee bei Starbucks ist für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt keine Befriedigung ihres Kaffee-Bedürfnisses, sondern es gehört zu ihrem Lifestyle.

Besseren Kaffee gibt es sicherlich in vielen Geschäften dieser Welt. Dennoch ist die Marke Starbucks so stark, dass sie Teil des Lebens dieser Menschen geworden ist. Wenn das nicht der Traum jedes Investors ist?

 

Fazit zu unseren Kauf der Starbucks Aktien

Unterm Strich ist Starbucks für uns ein solides Unternehmen, das nach wie vor respektable Wachstumszahlen aufweist, neue Ideen präsentiert und ein Erlebnis verkauft, für das Kunden bereit sind den drei bis sechsfachen Preis eines herkömmlichen Kaffees zu bezahlen.

Mit den neuen Flagstores antwortet Starbucks auch auf kleine regionale Läden. Da in diesen Läden spezielle Kaffeesorten zu erwerben sind, die es in allen anderen Filialen nicht zu trinken gibt.

Hinzu kommt die Überzeugung, dass der weltbeste Investor samt Team und Geld keine Konkurrenz für Starbucks darstellen könnte. Wir bleiben investiert und freuen uns, wenn der Preis der Starbucks Aktie in Zukunft ansteigt.

Und vielleicht trinken wir als Nicht-Kaffee-Trinker von der nächsten Dividende einen leckeren Chai-Latte oder Kakao bei einer der sechzehn Starbucks-Fillialen in Frankfurt…

Was hältst Du von Starbucks? Würdest Du lieber die Aktien oder das Kaffee-Erlebnis kaufen?