7,5 Monate von 2017 sind vorbei – Zeit für ein Zwischenfazit zu meiner Zielerreichung in 2017. Wie Mike vor einem Monat, möchte ich auch wissen, wie weit ich schon gekommen bin und an welchen Stellen ich mich noch ein bisschen mehr strecken muss.

Zu Jahresbeginn habe ich mir sportliche, finanzielle und unternehmerische Ziele gesetzt. Gefühlt habe ich in diesem Jahr schon viel mehr geschafft als in den Vorjahren. Ob mich mein Gefühl trügt?

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

Zwischenfazit zu meinen sportliche Ziele 2017

Gefühlt ist dies die Kategorie, in der ich bisher am schlechtesten abschneide. Aber schauen wir uns erst einmal die ursprünglich gesetzten Ziele an:

  • Regelmäßiges Trainieren (min. 4 Mal / Woche)
  • 5 km unter 30 Minuten laufen
  • 10 km unter  65 Minuten laufen

 

Sportlicher Fleiß wird belohnt

Punkt 1 kann ich insgesamt abhaken. Nicht jede Woche habe ich es geschafft, aber seit ich im Fitnessstudio neben meiner Arbeit angemeldet bin, gehe ich an 4 von 5 Tagen morgens vor der Arbeit zum Sport.

Wenn etwas dazwischen kommt, fällt es mir schwer stattdessen Abends zu gehen – nach der Arbeit will ich dieses Jahr nur noch nach Hause. Manchmal motiviere ich mich und manchmal nicht. Genauso sieht es mit den Wochenenden aus – manchmal mache ich was, immer öfter aber nicht.

Die Hochzeit (und das dazugehörige Brautkleid) war eine gute Motivation zum Sport. Besonders gut tut mir, dass ich im Fitnessstudio auch immer mal wieder Schwimmen gehe. Abwechslung tut gut!

 

Das Zwischenfazit zum Laufen

Damit wären wir beim Thema Laufen. Die beiden Ziele für die 5 und 10km Strecken kann ich bereits jetzt begraben.

Ich kann an zwei Händen abzählen, wie oft ich in diesem Jahr joggen war. Es fehlt einfach die Lust. Und ohne die Laufgruppe, der wir bis Ende 2016 angehörten, auch einfach der soziale Druck.

Ich merke zwar, dass es meinem Körper gut tun würde, regelmäßig laufen zu gehen. Allerdings gewinnt mein Geist in diesem Jahr. Klar könnte ich jetzt noch anfangen und 2 Mal in der Woche laufen gehen, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Allerdings möchte ich gar nicht. Die Ziele sind aktuell nicht mehr wichtig.

Das Problem hängt mit meiner Unlust am Abend Sport zu machen zusammen. Denn laufen kann ich morgens vor der Arbeit nicht – zu müde und zu hungrig. Da ich ohnehin anfällig für Seitenstechen bin, habe ich es unter den Voraussetzungen bereits fest gebucht. Und an den Abenden oder am Wochenende arbeiten Mike und ich an zu vielen anderen Dingen, die aktuell Priorität vor Sport haben.

Der soziale Druck fehlt! Und irgendwie fehlt er auch nicht. Denn mir fehlt das Laufen nicht wirklich. Die Zeiten ändern sich bestimmt auch wieder – zum Zwischenfazit ist es in Ordnung.

 

Zwischenfazit zu meinen finanziellen Zielen 2017

Jetzt geht es ans Eingemachte! Das liebe Geld. Gefühlt die Kategorie, in der es im Jahr 2017 am besten läuft.

Woher kommt das Gefühl? Wahrscheinlich, weil ich am Tracking aufgrund unserer monatlichen Abschlüsse am nähesten dran bin. Ich verfolge die Steigerungen mindestens monatlich und habe entsprechend ein gutes Gefühl mit den gesetzten Zielen gut voranzukommen:

  • Jahresgehalt um mindestens 15 Prozent steigern
  • Cash-Flow von mindestens 10 Prozent aus ihrem Aktiendepot erhalten

Zwischenfazit zum Arbeitnehmer-Dasein in 2017

Eine kurze Nachberechnung hat ergeben: Punkt 1 habe ich mit meiner Beförderung im April erfüllt. Sogar übererfüllt. Brutto habe ich eine Steigerung von 27 %, Netto von 22% im Jahresgehalt. Obwohl ich es erst ab April erhalten haben, da ich die ersten drei Monate des Jahres noch auf dem vorherigen Level war, kann ich das Ziel dennoch mit sehr gutem Gewissen abhaken.

Ich bin froh, dass mein Arbeitgeber mein Engagement und mein Commitment zu unserem Unternehmen erkannt und wertgeschätzt hat. Die Beförderung und meine tägliche Arbeit erforderten hohen Einsatz von mir – diesen bringe ich aufgrund der Wertschätzung und Entfaltungsmöglichkeiten gerne. Und wenn dies nebenbei im nächsten Jahr zu einem höheren Bonus führt, freue ich mich umso mehr.

 


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Einnahmen abseits des Arbeitnehmer-Lebens zur Halbzeit 2017

Mit steigendem Depotwert wird das Ziel 10% Cash-Flow damit zu erwirtschaften nicht gerade einfacher. Aufgrund der vielen Dividendeneinnahmen im April, Mai und Juni war auch hier mein Gefühl recht gut.

Die gerade durchgeführte Nachberechnung hat dann für Ernüchterung gesorgt: Nur 1,34 % Cash-Flow!

Aber woran liegts?

Bisher habe ich im ersten Halbjahr keine einzige Aktie verkauft. Es gab keinen Anlass – die Richtung des Gesamtdepots ging stetig nach oben. Die neuesten Verkäufe (und Gewinne) aus dem August, zähle ich heute noch nicht dazu.

Und die Richtung des Depots erschwert die 10 % extrem. Würde ich von meinem Depotstand zu Jahresanfang ausgehen, hätte ich immerhin 1,46 % im ersten Halbjahr erwirtschaftet.

Meine monatlichen Investitionen in meine ETFs lassen das Depot zusätzlich ansteigen, ohne dass hier etwas herauskommt. Denn ich habe mich für sechs thesaurierende Fonds für meine private Altersvorsorge entschieden. Würde ich tatsächlich nur das Aktiendepot betrachten, würde ich wohl an die 2 % Cash-Flow herankommen.

Aber hätte, würde, könnte zählt nicht! Stand heute stehe ich bei 1,34 % und im zweiten Halbjahr gibt es noch einiges zu tun, um die 10 % Cash-Flow zu erreichen. Da die Dividenden-Saison vorbei ist, muss ich dies wohl durch Verkäufe und Gewinnrealisierungen erreichen.

Das müssen fühlt sich dabei schon wieder nicht gut an. Wahrscheinlich sollte ich das Ziel im nächsten Jahr anders formulieren – denn sind Depot-Steigerungen nicht noch erstrebenswerter als der kurzfristige Cash-Flow?

 

Zwischenfazit zu meinen unternehmerischen Zielen 2017

Die besten Finanzbücher

Kommen wir zum – zu Jahrebeginn – als unwichtigstes Ziel titulierten Vorhaben:

  • Businessplan für mein Café schreiben

Dem Titel zu Jahresbeginn muss ich recht geben – aufgrund von mangelnder Relevanz, habe ich mich mit dem Café weiterhin nur in meinem Kopf beschäftigt.

Als untätig auf unternehmerischer Seite, möchte ich mich für das erste halbe Jahr von 2017 aber auch nicht in Erinnerung behalten. Einmal ist da die Idee eines Cupcake-Online-Shops als Vorstufe des Cafés. Aktuell ist die Idee noch ausgebremst vom Recherche-Ergebnis, dass ein Konditor- oder Bäcker-Meister für die Gründung nötig wäre. Die genaue Recherche und auch der Kontakt mit der Handwerkskammer zur Verifikation stehen noch aus und stehen weit oben auf der To-Do-Liste.

Dafür habe ich andere unternehmerische Aktivitäten im ersten Halbjahr voran gebracht, die zu Jahresbeginn nicht einmal den Weg in meine Gedankenwelt gefunden hatten: Seit April habe ich eine freiberufliche Tätigkeit als Journalistin angemeldet. Denn die Artikel, die wir an anderer Stelle (bspw. den 1&1-Portalen web.de und gmx.net) veröffentlichen, möchten ja auch abgerechnet werden.

Auch die Planung unseres neuesten Projektes, die besten Finanzbücher, habe ich mich am Ende des ersten Halbjahres von 2017 gewidmet. Damit war bei der Zielsetzung zu Jahresbeginn nicht zu rechnen – jetzt war die Priorität jedoch ganz oben.

Zur Gründungsvorbereitung unserer gemeinsamen GbR habe ich vieles gelesen – online wie offline – sowie ein eintägiges Seminar der IHK besucht. Beides wird nicht nur unserer Unternehmensgründung zu Gute kommen, sondern vielleicht auch der Café-Eröffnung. Also habe ich ja doch ein wenig Vorbereitungsarbeit betrieben.

 

Halbzeit 2017 – mein Zwischenfazit

Bei den zu Jahresbeginn gesetzten Zielen kann ich immerhin zwei volle Haken setzen. Beim Cash-Flow und dem Unternehmertum bin ich auf einem guten Weg, auch wenn die konkrete Zielsetzung ggf. etwas angepasst sein müsste.

Viel wichtiger aber: 2017 hat mir bereits viel mehr gebracht als das, was ich mir zum Jahresbeginn überlegt habe. Ich habe vieles geschafft:

Hätte ich all die Dinge auch erreicht, wenn ich sie mir so detailliert zu Jahresbeginn als Ziele gesetzt hätte? Oder vielleicht sogar noch mehr?

Das weiß ich nicht. Allerdings denke ich, dass die breitere Zielsetzung für mich genau richtig ist – sie gibt mir Flexibilität und die Möglichkeit, die für mich ohnehin nicht so einfache Spontanität zu fördern. Es ist nicht wichtig, ob ich am Jahresende alles abhaken kann. Wichtig ist, dass die Ziele so motivierend sind, dass ich nicht stehen bleibe und etwas habe, woran es sich gerade zu arbeiten lohnt.

Denn harte Arbeit wird am Ende belohnt – das merke ich in all meinen Zielkategorien und genau das motiviert mich. Das zweite Halbjahr wird weitere Haken (vielleicht in ganz anderen als den geplanten Themen) mit sich bringen und ich freue mich darauf!

Wie viele Haken kannst Du setzen? Und bearbeitest Du ein Ziel nach dem anderen oder musst Du zur Jahresmitte auch einige Ziele anpassen?

Viele Grüße

Marielle

Zwischenfazit – Wie entwickeln sich Marielle’s Ziele?
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2 Gedanken zu „Zwischenfazit – Wie entwickeln sich Marielle’s Ziele?

  • 16. August 2017 um 07:52
    Permalink

    Moin,
    ich glaube es ist gut seine Ziele mit der Zeit anzupassen.

    Obwohl ich beim Laufen glauben. Dir fehlt einfach ein guter Grund. Dein Warum. Warum willst du überhaupt Laufen gehen? Hast du nichts motivierendes dort, dann probier einfach eine andere Sportart aus.

    Zu dem Cashflow. Ich glaube solche Ziele sind immer gefährlich und die Idee mit dem Gesamtvermögen als Ziel finde ich deutlich besser. Zumindest wenn du dir eine bestimmte Sparrate oder ähnliches als Ziel nimmst. Hauptsache du kannst die Lösung beeinflussen.

    Ein Ziel was ich bei mir ändern musste war ein Wettkampf. 53 KM durch die Alpen, wenn man die 10 Kilometer ab und zu mal läuft wäre es eine Qual gewesen. Andere Aufgaben haben eine größere Priorität bekommen.

    Ich sehe es am Ende wie du. Lieber harke ich von 10 Zielen nur 8 Ziele ab. Als mir 0 Ziele gesetzt zu haben und am Ende gar nichts geschafft zu haben.

    Gruß,
    mafis

    Antworten
    • 17. August 2017 um 13:36
      Permalink

      Hi Max,

      danke für Deine Einschätzung – du hast vollkommen Recht: Aktuell motiviert mich nichts am Laufen bzw. andere Freizeitaktivtiäten motivieren mich mehr als das Ziel des schneller werdens beim Laufen.

      Aber da ich ja dennoch Sport mache und eben mehr ins Fitnessstudio gehe anstelle des Laufens, ist das für mich auch okay. Eine Zielanpassung eben 🙂

      Finde es sehr vernünftig, dass Du den Alpenlauf abgeblasen hast – regelmäßig 10 km laufen ist für Deine Gesundheit sicher super – klar wäre so ein Lauf ein toller Bonus, aber wenn es vorerst eher andere Dinge sind, die Du priorisierst, ist das völlig fine. Wie Du schon sagst, ist das wichtigste, dass man sich überhaupt Ziele setzt und an diesen arbeitet. Wenn sich dabei eine nötige Zielveränderung ergibt, kein Problem. Wenn man an nichts arbeitet kann nur eben auch nichts anderes entstehen…

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten

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