Wir scheitern jeden Tag. Jeden Tag begehen wir Fehler. Und wie wir damit umgehen beeinflusst unser Wohlbefinden!

Fehler und Scheitern gehört zu Zielen. Wenn Du Dir Ziele setzt, wirst Du scheitern und Fehler begehen. Du kannst aus diesen lernen und Du wirst aus diesen lernen. Der Lerninhalt kann allerdings sehr unterschiedlich ausfallen.

Als Einstieg habe ich drei Probleme genannt, die bei einer gemeinsamen Zielsetzung auftreten können.

 

Diesen Artikel hat Mike verfasst.

 

Zielrollenkonflikte in der Beziehung

Überraschenderweise besteht eine Beziehung neben dem Wir aus einem Du und einem Ich. Damit existieren mindestens drei Parteien, die täglich im Konflikt miteinander stehen können.

Konflikte kosten in erster Linie viel Zeit – vor allem, wenn sie auf Basis von „Nein!“ – „Doch!“ ausgetragen werden. Und sie entstehen durch mangelnden Austausch. Packen wir die Kommunikationskeule aus und schon können wir diesen Punkt von der Liste streichen.

Kommunikation bietet zwar eine solide Grundlage, wird allerdings nicht dazuführen, dass keine Konflikte mehr auftauchen. Dafür ist die Konstellation zu komplex.

Jeder von Euch hat eigene Ziele, eigene Prioritäten und eigene Vorangehensweisen. Hinzu kommen Eure gemeinsamen Ziele, Prioritäten und Vorangehensweisen. Diese interagieren zu allem Überfluss miteinander. Daraus entstehen zwangsläufig Rollenkonflikte.

Diese könnt Ihr versuchen vorherzusehen und abzufangen, sie austragen oder versuchen sie zu verdrängen. Letzteres ist allerdings eine tickende Bombe.

 

Motivationsunterschiede

Die Einigung über die Zielrichtung geht schnell und unkompliziert: Wie stellst Du Dir unsere familiäre Zukunft vor? oder Wollen wir gemeinsam unsere Altersvorsorge betreiben?

Bei beiden Fragen waren wir uns schnell einig. Zumindest im Vergleich zu dem, was danach anstand:

 

(1) Auf was wird mehr Wert gelegt: Zielprozess oder Zielerreichung?

(2) Wirken kleine abhakbare To-Dos motivierend oder lästig?

(3) Wie anspruchsvoll soll das Ziel aussehen?

(4) Wie ist das Risikoempfinden der beteiligten Personen?

 

Punkt (3) führt bei uns immer wieder zu Diskussionen. Marielle bekommt – als Frau – ihr lebenlang eingetrichtert nichts zu verlangen, ständig zu scheitern bei Ambitionen, weniger Wert zu sein als ein Mann, sich zu fügen und Abstand von Karriere und Familie zu nehmen. Noch mehr als Männer bekommt sie erzählt, was sie alles nicht kann, was sie sich nicht trauen darf und wo ihre Grenzen liegen.

Erst am diesjährigen Weltfrauentag lauschte sie einem Vortrag, der diese Thematik behandelte. Die Kernaussage: Frauen erreichen weniger, weil sie weniger einfordern, weil ihnen ihr gesamtes Leben erzählt bekommen, dass das als Frau nicht geht!

Und was machen Männer? Denen ist das scheißegal. Sie fordern, verlangen und setzen um, was ihnen in den Sinn kommt.

Resultat: Marielle setzt sich niedrige Ziele, bei denen sie sicher ist, diese zu erreichen. Ich setze mir Ziele bei denen ich keine Ahnung habe, ob ich sie jemals erreichen kann. Wenn ich mir das Ziel allerdings nicht setze, sorge ich in dem Moment dafür, dass ich es nie erreichen werde!

Und diese tiefverwurzelte Diskussion zu führen, ist lang und länger, kostet viel Energie und wird sich im Laufe unseres Lebens auszahlen.

Erst gestern haben wir einmal mehr festgestellt, dass wir 4/5 unserer Aktivitäten ohne den anderen nicht angehen würden. Marielle bringt das Durchhaltevermögen und den Planungswillen und ich den Irrsinn und die Überzeugungskraft zu starten mit in unsere Beziehung.

 

Unvorhergesehene Hindernisse

 

Ohje, was da alles passieren kann!

 

Den Satz hast Du sicherlich auch schonmal gehört. Ja, es kann viel passieren. Zum Beispiel könnten die 15 395 weltweit verfügbaren atomaren Sprengsätze gezündet werden. Dann hätten die Macher von Terminator recht gehabt.

Oder es könnte uns wie den Dinosauriern ergehen. Ein Asteorid. Knall. Kalt. Vorbei.

Was wäre wenn die Weltwirtschaft zusammenbricht? Selbst alle MSCI-World-Anhänger stünden fortan ohne Geld dar.

Die großen Katastrophen können wir nicht vorhersagen. Und es würde keinen Sinn ergeben unser Handeln diesen Spekulationen anzupassen. Daher ziehen sie die wenigsten Menschen ernsthaft in Erwägung.

Kleinere Alltagskatastrophen lähmen hingegen oftmals unser Handeln. Erst letzte Woche war ich bei einem Meeting, in dem die Möglichkeit vorgestellt wurde etwas Neues anzubieten.

Kannst Du Dir denken, was die ersten Reaktionen waren?

 

Das bekommen wir doch niemals hin!

Woher sollen wir die Kapazitäten nehmen?

Mit sowas kennen wir uns nicht aus!

Und denkt an die ganzen Probleme die auftauchen werden. A. B. C. D. E.

Die Palette an Gründen, nicht zu beginnen schien unerschöpflich. Innerhalb kürzester Zeit wurden weit über fünfzehn Argumente gefunden, das Projekt nicht zu beginnen.

Erst ein Vorfühlen, ob Interesse und Lust bestünde etwas derartiges auszuprobieren, kippte die Ausredensammlung zu einem Ja, das wäre eine super Sache gefolgt von zwölf weiteren Abers.

Hindernisse werden kommen – manche kannst Du vorhersehen, andere nicht. Deshalb nicht zu beginnen, ist hochgradig fahrlässig für das eigene oder gemeinsame Selbstwertgefühl.

Damit fügen sich die bisherigen Argumente zu einem grundlegenden Problem zusammen: Die Angst vorm Scheitern!

 

Text vom Scheitern

Scheitern ist wie Fehler begehen – wer scheitert wird gesellschaftlich gesteinigt.

 

Das habe ich Dir doch gleich gesagt, dass das nicht funktionieren kann!

Naja, was soll’s, immerhin hast Du’s probiert. Jetzt kannst Du ja wieder mit Deinem alten Dingen weitermachen.

Wieso hast Du das überhaupt probiert? War doch klar, dass es nicht klappt!

Hast Du in der Vergangenheit etwas probiert, bist gescheitert und durftest Dir im Nachgang diese netten Worte anhören?

Die Steigerung ist im Vorfeld oder während der Handlung zu hören:

Komm bloß nicht hinterher weinend zu mir. Ich habe es Dir vorher gesagt!

Warum lässt Du das mit Dir machen? Der verarscht Dich doch nur!

Da kommst Du ohnehin nicht hin. Dafür bist Du viel zu gutmütig.

Kommt Dir das bekannt vor? Wenn Du eine Frau bist, dann hast Du es vermutlich noch öfter gehört als Dein männlicher Leserkollege.

Diese Reaktionen bauen eine Erwartungshaltung auf, die es beim Scheitern drastisch erschwert rational und zukunftsorientiert zu handeln.

 

Es führt kein Weg daran vorbei

Wie bei Fehlern führt kein Weg an der Schule vorbei. Kinder bekommen ab der ersten Klasse beigebracht, dass Fehler und Scheitern etwas Negatives ist.

Dieser Prozess ist nicht zwangsläufig bewusst: „Ach, das ist doch gar nicht schlimm. Sowas passiert halt.“ Stimmt, Menschen scheitern und begehen Fehler. Leider geht mit der Aussage ein Punktabzug und eine schlechtere Benotung einher, sodass das öffentliche Feedback lautet: „Du darfst auf keinen Fall Fehler begehen und wehe Du scheiterst. Ich ziehe Dir sofort Punkte dafür ab!“

Weitaus schlimmer ist das Gelächter, Gekicher und Getuschel, das sich im Klassenraum ausbreitet, wenn jemand einen Fehler begeht. Und das unabhängig, ob Schüler oder Lehrer ertappt wurde. Die Reaktion ist beiden gleich, ein beschämendes Nachuntenschauen, verlegendes Ausredensuchen oder aggressives Rechtfertigen. Lehrer bedienen sich zusätzlich der Autorität, um begangene Irrtürmer oder Fehlgriffe zu vertuschen.

Wer nicht das Glück hatte im schulischen oder außerschulischen Umfeld einen anderen Umgang mit Fehlern und dem eigenen Versagen zu erlernen, greift auf die gelernten Stereotype zurück.

Gelernt, dass Handeln zu Fehlern führt. Gelernt, dass Fehler zur gesellschaftlichen Stigmatisierung führen. Gelernt, dass Aussitzen und Nichtstun zumindest keine direkten Konsequenzen erfährt.

Kein Wunder, dass handelnde Menschen mit einem der obigen Sätze konfrontiert wurde.

 

Benefits des Scheiterns

In einem meiner vorherigen Artikel hatte ich ausführlich über Lernmechanismen geschrieben. Am besten Lernen wir über Feedback und bauen uns dadurch einen Erfahrungsschatz auf. Diesen verwenden wir in kommenden Situationen, um Prognosen über folgende Ereignisse abzugeben.

 

(1) Erfahrungspool aufbauen

Scheitern bietet einen Erfahrungspool, den Menschen nicht entwickeln können, die nie gescheitert sind. Um diese Erfahrung aufbauen zu können, bedarf es den richtigen Umgang mit der Situation. Eigenverantwortung. Selbstreflektion. Durchhaltevermögen. Um nur drei zu nennen.

Scheitern. Aufstehen. Weitermachen. Bedeutet vor allem im nächsten Versuch, dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Thomas Edison wird die Aussage zugeschrieben, er habe 9999 Wege gefunden nicht die Glühbirne zu erfinden und nur einen Weg, mit dem es funktionierte. Wie viel Wahrheit in der Versuchsanzahl steckt, ist egal. Viele Menschen sagen vor dem ersten Versuch: „Das kann ich nicht!“ – und lassen es bleiben.

Manche treffen die Aussage erst nach dem Versuch. Je mehr Versuche eine Person unternimmt, desto unwahrscheinlicher wird diese Aussage.

 

(2) Angst reduzieren

Ohne nötige Erfahrung, kannst Du keine Handlungsmöglichkeiten erlernen, die Dir in der konkreten Situation weiterhelfen werden.

Kennst Du das Gefühl in einer neuen Situation zu sein und nicht zu wissen, wie Du Dich im Normalfall zu verhalten hast? Für mich ist es äußerst unangenehm. Wenn ich solche Muster entdecke, suche ich die Situation bewusst auf, um eigene Ängste, Nervösität und Beklommenheit abzubauen.

Zugegeben keine einfache Aufgabe und es kostet mich jedes Mal eine Riesenportion an Überwindung. Am Ende freue ich mich über die neue Erfahrung. Und kann beim nächsten Mal besser mit der Situation umgehen.

 

(3) Empathie für Gleichgesinnte

Nachdem Du selbst in mehreren Situationen gescheitert bist, weißt Du wie es sich anfühlt, was die nächsten Schritte sind und wie andere sich vermutlich fühlen.

Damit verschwindet Dein Bedürfnis nach obigen Aussagen. Stattdessen zeigst Du jetzt Empathie, bietest ein Auffangnetz und blickst gemeinsam in die Zukunft.

Dadurch kann sich langfristig eine Kultur des Scheiterns und der Fehler etablieren, die das Individuum, Gruppen oder die Gesellschaft als Ganzen voranbringt.

 

Beispiel aus dem Nähkästchen

Marielle und ich besuchten vor 1,5 Jahren eine Art Seminar. Eine Woche unterhielten wir uns mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten über deren Lebensweg. Gespannt lauschten wir den Erzählungen eines jungen Mannes:

 

Vor einigen Jahren gründete ich mein Unternehmen. Wir beschäftigten uns damit den täglichen Computergebrauch für körperlich eingeschränkte Menschen zu erleichtern oder zu ermöglichen – je nach Einschränkungsausprägung.

Die Softwareentwicklung verlief einwandfrei. Und auf technischer Seite erreichten wir unser Ziel nahezu problemlos. Für unsere Entwicklung erhielten wir jede Menge Preise und Auszeichnungen.

Praktisch zeigte sich jedoch, dass kein einziges Unternehmen unser Produkt nutzen wollte. Aussage war eindeutig – wir konnten keine so und so viele Installationen bei anderen Unternehmen vorweisen. Wie auch – unser Produkt war neu.

Schließlich überzeugten wir ein Unternehmen von dem Nutzen unseres Produktes. Und die quote körperlich eingeschränkter Miterarbeiter in dem Unternehemen? Null Prozent. Dennoch wurde der Mehrwert erkannt.

Dabei blieb es allerdings. Entwicklungs- und Personalkosten konnten nicht mehr getragen werden. Von meinen 30 Mitarbeitern konnte ich niemanden halten, sondern nur dafür sorgen, dass alle einen Arbeitsplatz in einem anderen Unternehmen erhielten.

Mir blieb eine Privatinsolvenz im sechsstelligen Bereich. Wenn alles gut läuft, werde ich diese im nächsten Jahr überwunden haben und dann den nächsten Versuch starten.

 

Eindeutig das Worst-Case-Szenario. Der Horror, den sich viele Mitmenschen vorstellen. Aus diesem Grund wird kein Risiko eingegangen. Die Gefahr zu scheitern und dies oder ähnliches durchleben zu müssen, ist viel zu groß.

Wie fühlst Du Dich, wenn Du die Geschichte liest?

 

Was habe ich gelernt?

Der Mann wirkte gelassen, freudig und sympathisch. Er nahm sich zwei Stunden Zeit, um uns ausführlich zu antworten.

Wenn ein anderer Mensch in dieser Situation derart gelassen agieren kann, dann ist das Worst-Case-Szenario nur ein weiteres Hinderniss, dass auf dem Weg zum Ziel überwunden werden muss.

Im Regelfall wird es viel weniger schlimm ausgehen. 99 Prozent der Konsequenzen malst Du Dir in deiner Fantasie aus. Kaum eine wird Realität. Und die, die es werden, sind weitaus weniger dramatisch.

Zur Entscheidungsfindung blende ich im ersten Schritt alle Bedenken, Probleme oder Konsequenzen aus und überlege mir stattdessen Folgendes: Wie begeistert bin ich von der Idee? An welche Stelle in meiner Prioritätenliste würde ich es setzen? Habe ich Lust meine Energie in das Projekt zu investieren?

Erst nach der Entscheidung beschäftige ich mich mit möglichen Risiken und Hindernissen – sofern ich mich dafür entschieden habe. Ansonste spare ich mir die sorgenvollen Gedanken und widme meine Aufmerksamkeit meinen anderen Projekten.

 

Bedeutung für Deine Finanzen und Eure Beziehung

Unter Aktionären wird der Spruch hin und her geschoben: „Sei froh, dass Du die verlustreiche Erfahrung gesammelt hast. Jetzt bleibt Dir der Hochmut erspart.“

Gemeint sind häufig erste Kaufentscheidungen, die hochgradig in die Hose gegangen sind. Bei mir war es die Investition in Singulus, die mit einem Verlust von 98 Prozent geendet ist. Und da eine Situation nicht reicht, um aus ihr zu lernen folgten Investitionen in Alno und die Commerzbank, die momentan einen Preisverlust von über 50 Prozent verbuchen.

Wichtig ist, dass Du Dich nicht entmutigen lässt. Wenn Du Dich entschieden hast, diesen Weg zu gehen, dann gib Dir die Chance zu lernen und besser zu werden.

Gleiches gilt für Eure Beziehung. Wenn Ihr Euch dazu entschieden habt, dann nehmt Euch die Zeit mit der Situation umzugehen und aus jedem Ereignis zu lernen. Dazu gehört, dass Ihr Euch den Problemen stellt, sie annehmt und als Paar damit arbeitet.

Auch das gehört zu Deinen Finanzen dazu. Zwei Fehlinvestitionen bedeuten nicht, dass alles zu Ende ist und Du und die Investitionswelt zukünftig getrennte Wege gehen.

Trennungen sind dennoch allgegenwärtig und wichtig. Gründe können allerdings unterschiedlich positiv auf das eigene Selbtbild wirken. Ein Wechsel aufgrund von Priorisierung oder psychischen und physischen Wohlbefinden kann zur Stärkung des eigenen Selbst beitragen. Schätzt Du Deine eigenen Fähigkeiten als mangelhaft ein und wechselst daher, wirkt dies bedrückend auf dein Selbstbild.

 

Umgang mit Scheitern

(1) Akzeptiere die Situation

(2) Beschäftige Dich mit der gesammelten Erfahrung

(3) Überlege Dir, wie Du Deine Erfahrung zukünftig einsetzen kannst

(4) Was hast Du trotz des Scheiterns erreicht?

(5) Was hast Du trotz und wegen des Scheiterns gelernt?

(6) Wie nah bist Du Deinem Ziel gekommen?

Ein hervorragender Gedankengang zu Scheitern und dessen Umgang bietet Edge of Tomorrow.

Zwei weitere Gedankengänge zum Scheitern bieten Sarah Bosetti und Nico Semsrott.

 

Fazit

Du entscheidest wie Du mit Deinen Zielen umgehst. Und Du entscheidest, was geht und was nicht geht. Dein Umgang mit Fehlern und mit Niederlagen wird maßgeblich dazubeitragen, ob Du am Ende mit Dir zufrieden bist oder nicht.

Das Ende muss nicht der Tod sein. Es kann das Ende einer Beziehung sein, das Ende einer Karriere, das Ende eines Ziels, das Ende einer Freundschaft. Eben ein Ende und in den meisten Fällen der Beginn von etwas Neuem.

Was war Deine beste Erfahrung, die du aus einem Fehler gelernt hast? Teile sie mit unserer Community für eine bessere Fehlerkultur!

Beste Grüße
Mike

 

 

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10 Gedanken zu „Scheitern als Reifeprozess – Verloren und doch gewonnen

  • 11. März 2017 um 08:14
    Permalink

    Ein toller Artikel Mike und ein wirklicher wichtiger Punkt.
    Ich denke jeder in unserer Gesellschaft kämpft mit dem Problem, dass Scheitern negativ stigmatisiert wird. Dabei wird dann vollkommen außer acht gelassen, dass die meisten großen Erfolge erst durch unzählige Fehlversuche ermöglicht wurden, weil man am Anfang von vielen Dingen schließlich keine Ahnung hat. Durch das ausprobieren lernen wir wie es geht und vor allem wie es nicht geht.

    Das Scheitern zeigt uns, was wir auf keinen Fall machen dürfen und was hinderlich für den eigenen Erfolg ist. Hierzu noch zwei schöne Zitate:

    „Verlierer scheitern und kapitulieren dann. Gewinner scheitern, bis sie Erfolg haben.“

    „Es gibt drei Wege zu lernen. Der erste ist das Nachdenken. Das ist der edelste. Der zweite ist das Nachahmen von anderen Personen. Das ist der leichteste. Der Dritte ist die Erfahrung. Das ist der Bitterste.“

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antworten
    • 11. März 2017 um 10:57
      Permalink

      Danke Dominik 🙂

      Dazu fällt mir dieser Beitrag von Bayern-Alpha ein. Die Sendung stellt Jack Nasher vor und glorifiziert seine Leistungen als übermenschlich. Er hingegen sagt, dass das nur eine Kurzfassung sei und alles rausgeschnitten wurde was nicht geklappt hat.

      Diese Form der Berichterstattung führt zusätzlich zur negativen Stigmatisierung von Fehlern und des Scheiterns. Erfolgreiche Personen = begehen nie Fehler.

      Dabei sind es oft die erfolgreichsten Personen, die die größten Niederlagen hinnehmen mussten.

      Danke für die beiden Zitate – sie ergänzen das Gesagte wunderbar 🙂

      Antworten
  • 11. März 2017 um 15:30
    Permalink

    Wow… ein richtig guter Beitrag und super angenehm geschrieben.

    Wie ging das Sprichwort? Wer keine Fehler macht, arbeitet nicht? 🙂 ich mache gerne Fehler, weil ich gerne Sachen ausprobiere. Aber der Umgang mit Niederlagen ist dabei sehr wichtig. Ich sehe das ganz sportlich. Lieber habe ich alles probiert und hab es nicht geschafft, als dass ich es gar nicht erst probiere und mich dann mein Leben lang frage, ob ich es nicht doch geschafft hätte! 😉

    Antworten
    • 12. März 2017 um 11:18
      Permalink

      Vielen Dank Sascha! 🙂 Gibt vermutlich zig Varianten des Sprichworts; ich kenne es als: Nur wer nicht handelt, begeht keine Fehler.

      Kann deine Sicht total nachvollziehen. Dieses Gefühl etwas nicht getan zu haben, ist für mich viel schlimmer als gnadenlos darin zu versagen 😀 Wie gehst du im Nachgang mit deinen Fehlern um? Hast du ein bestimmtes Prozedere, das du durchläufst?

      Antworten
  • 12. März 2017 um 10:15
    Permalink

    Du schreibst folgendes:

    „Und was machen Männer? Denen ist das scheißegal. Sie fordern, verlangen und setzen um, was ihnen in den Sinn kommt.

    Resultat: Marielle setzt sich niedrige Ziele, bei denen sie sicher ist, diese zu erreichen. Ich setze mir Ziele bei denen ich keine Ahnung habe, ob ich sie jemals erreichen kann. Wenn ich mir das Ziel allerdings nicht setze, sorge ich in dem Moment dafür, dass ich es nie erreichen werde!“

    Das stimmt natürlich sowas von. Das Problem bei mir war aber in der Vergangenheit, dass ich für diese höhere Ziele höhere Risiken eingegangen bin und das Ganze damit am Ende auch nach hinten losgegangen ist. Bezogen auf Investments habe ich auch riskantere Investments getätigt. Ich will nur sagen, dass diese Eigenschaft gerade bei Investments nach hinten losgehen kann.

    Das weibliche Investieren ist auf Dauer viel erfolgreicher.

    Bezüglich der Geschichte von eurem Seminar: man, das ist ja der Horror! Es hat mich gegruselt, als ich das gelesen habe…

    Antworten
    • 12. März 2017 um 11:26
      Permalink

      Moin Ferhat,

      inwiefern war die Seminargeschichte für dich der Horror?

      Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht massiv. Und beide haben starke Vorteile, die momentan nur nicht in Synergien enden. Durch die Stigmatisierung und das permamente betrachten der negativen Seite, haben viele Frauen ein ebenso negatives Selbstbild, was Karriere und Erfolg betrifft. Wir erleben es selbst fast täglich.

      Antworten
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