Mitte 20, gut ausgebildet und erfolgreich in den Job gestartet. Frisch verheiratet und in einer schönen Eigentumswohnung lebend. Welche Frage höre ich wohl am meisten derzeit?

Na klar!

„Wann kommt das erste Kind?“ Trinke ich mal keinen Sekt mit oder gucke etwas komisch, kommt die Nachfrage, ob ich etwa schon schwanger sei.

Typische, ausweichende Antworten meinerseits sind:

  • Erstmal muss ich noch ein paar Jahre arbeiten
  • Das ist ja auch eine finanzielle Frage
  • Naja, jetzt fliegen wir im Dezember erst einmal nach Australien und Neuseeland

Ich bin eine moderne, junge Frau – im besten Kinder-Alter und in einer komfortablen Situation (aus finanzieller/beruflicher Sicht) – und wünsche mir Kinder. Ich freue mich darauf, Mike als Vater zu erleben. Warum bin ich noch nicht schwanger?

Es sind die Zweifel, ob es der richtige Zeitpunkt ist. Ich könnte meine Karrierechancen verbauen. Wie sieht denn eine Berufsauszeit nach nur 2 Jahren im Job aus? Das Elterngeld wäre mit einem noch etwas höheren vorherigen Einkommen etwas höher. Also: nächste Gehaltsrunde abwarten – oder lieber zwei? Und wenn ich weiter meine Karriere anstreben würde – wäre das vielleicht schlecht für die Bindung zu meinem Kind?

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

 

Vor wenigen Tagen hat der Hobbyinvestor zur Blogparade mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“ oder „Ist die Welt fair?“ aufgerufen. Für mich war sofort klar, dass ich mich daran beteiligen will.

Grundsätzlich empfinde ich den direkten Einfluss der Gesellschaft auf mein bisheriges Leben als gerecht. Allerdings habe ich, als beruflich erfolgreiche Mittzwanzigerin, zunehmend das Gefühl zu einer Entscheidung gedrängt zu werden: Wie soll mein Leben weitergehen? Will ich Karriere machen oder Kinder bekommen?

Kann ich es schaffen, beides zu haben oder muss ich mich entscheiden? Bisher konnte ich in meinem gerechten Umfeld, alles haben, wofür ich mich einsetzte…

 

Karriere oder Kinder statt Kinder und Karriere

Meine Generation und Google sind eng verwoben, sodass wir die Fragen des Lebens erstmal dem Internet stellen. Wie sieht es aus mit den Möglichkeiten für Kinder UND Karriere?

SCHOCK: Ich gebe „Kind und Karriere“ in die Suchmaschine ein. Und das kommt heraus:

  • Als Mutter in der Gender-Falle
  • Vereinbarkeit ist eine Lüge
  • Gleichberechtigung: Kinder oder Karriere
  • Kinder – das Aus für die Karriere?
  • Kind oder Karriere – Kann man beides haben?

5 der ersten 10 Suchtergebnisse sind absolut negativ behaftet und lassen vermuten, dass gilt: Karriere oder Kinder und nicht Kinder und Karriere

Nicht gerade motivierend, selbst ein Kind in die Welt zu setzen, wenn die eigene Karriere gerade erst begonnen hat. Wer will sich im Nachhinein schon ärgern, dass der eine oder andere Monat längeres Arbeiten vor dem Karriereknick aufgrund der Babypause, geholfen hätte um einen besseren Wiedereinstieg zu erreichen oder ein höheres Elterngeld zu erhalten.

Das ist doch unfair! Bis heute konnte ich alles haben: Ich habe das Gymnasium besucht, das ich wollte. Ein Auslandsschuljahr auf meinen Wunsch hin in Neuseeland verbracht. Meine Leidenschaft studiert. Einen herausfordernden ersten Job bekommen. Und jetzt soll ich mich entscheiden müssen?

Karriere oder Kinder.

 

7 Visionen, um Karriere und Kindern gerecht zu werden

Dieser Artikel ist ein Experiment. Ich möchte aufzeigen, welche Bedingungen (für mich) ideal wären. Was bräuchte es, dass Kinder und Karriere in Deutschland keinen Widerspruch mehr darstellen, sondern für alle Frauen (und Männer) die dies möchten, beides machbar ist.

 

Vision Nr.1: Ideale Kinderbetreuung für erfolgreiche Karrieren

In Deutschland hat seit neuestem jedes Kind ab einem Jahr einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Jedoch zu extrem unterschiedlichen Preisen – jede Stadt verlangt unterschiedlich hohe Gebühren von den Eltern. Abhängig von der Stundenanzahl und Intensität der Betreuung variiert der Preis. Ach und der Ort der Anspruchserfüllung ist auch nicht festgelegt!

 

Faire Kosten für faire Karrierechancen

Wenn Mütter oder Väter ihr (Teilzeit-)Gehalt für die Kinderbetreuung ausgeben, lohnt sich arbeiten gefühlt nicht mehr. Schweden macht es vor: Kinderbetreuung ist kostenlos und motiviert damit beide Eltern vollzeit arbeiten zu gehen. Denn ihre Leistung lohnt sich und gleicht nicht „nur“ die Zusatzkosten durch das Kind aus.

In einer idealen Welt, wird Kinderbetreuung für jedes Alter kostenfrei angeboten. Selbstverständlich in einer hohen Qualität. Eltern wissen ihre Kinder gut aufgehoben. Beide können sich auf die Karriere konzentrieren, während die Kinder flexibel betreut werden können.

 

Flexible Betreuungszeiten für faire Karrierechancen

Flexibel heißt, dass Kinder auch außerhalb von 08:00-18:00 Uhr in die KITA gehen können. Nachtschichten oder Dienstreisen können durch sogenannte „24h-Kitas“ ermöglicht werden. Das heißt nicht, dass Kinder 24 Stunden fremdbetreut werden. Es bedeutet, dass Eltern unterschiedliche Arbeitszeiten im Rahmen eines festen Stundenkontigents abgedeckt bekommen ohne sich sorgen zu müssen. Karrieren im Schichtbetrieb sind keine Ausnahme und dürfen nicht im Konflikt mit qualitativ hochwertiger, bezahlbarer Kinderbetreuung stehen.

Nach der KITA kommt die Schule. Schulschluss um 11:20 Uhr (wie in meiner ersten Klasse an der Tagesordnung) bringt Mütter nicht mehr in die Bredouille, wenn das Ganztagsschulsystem gut durchdacht und flächendeckend umgesetzt wird. Unterrichts- und Spiel- bzw. Entwicklungszeiten wechseln sich ab. Nicht nur die Eltern haben einen strukturierten Alltag, sondern sind sich sicher, dass auch ihre Kinder die Tage so verbringen, wie es für ihre individuelle Entwicklung ab Besten ist.

 

Der passende Ort für faire Karrierechancen

Der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr für Kinder, muss nicht nur flexibel und kostenfrei umgesetzt sein. Der richtige Ort ist ebenso entscheidend! Eltern, die jeden Tag ans andere Ende der Stadt fahren müssen, um ihr Kind zur KITA oder Schule zu bringen, bevor sie in die andere Richtung hetzen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, können weder im Umgang mit den Kindern entspannt sein, noch den Kopf für die Herausforderungen im Berufsalltag frei haben.

Sie verschwenden ihre Energie für die Logistik hinter der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Praktikabel muss die ideale Kinderbetreuung sein! In den meisten Fällen wird dies nicht nur durch flexible Betreuungszeiten, sondern ebenso durch eine wohnungs- oder arbeitsstättennahe KITA oder Schule erreicht.

 

Vision Nr.2: Anpassungsfähige Arbeitszeiten für bedürfnisorientierte Familienzeit

Arbeitszeitmodelle gibt es heute viele. Neben dem klassischen Vollzeitjob mit rund 40 Stunden Arbeitszeit, gibt es alle möglichen Teilzeit-Varianten. Um fähige Mitarbeiter schnell nach der Elternzeit zurück in den Job zu holen und das mit einer möglichst hohen Stundenanzahl, ist eine hohe Flexibilität vom Arbeitgeber gefragt.

Um die Betreuung der Kinder sicherstellen zu können, sollte Homeoffice eine gleichwertige Alternative darstellen. Ein oder zwei feste Tage könnte von zu Hause gearbeitet werden und an den verbleibenden Tagen ist der Mitarbeiter vor Ort.

Ein spannendes Modell – das flexibel auf den Familienalltag abgestimmt sein kann – ist die Aufteilung der Arbeitszeit in zwei oder mehr zeitliche Blöcke pro Tag. So könnte eine Mutter am Vormittag im Büro sein während das Kind in die KITA geht. Am Nachmittag arbeitet sie aus dem Homeoffice. Selbstverständlich wird sie hier auch Zeit für die Kinderbetreuung benötigen. Dafür können am Abend beispielsweise noch Mails beantwortet oder Konzepte ausgearbeitet werden.

Karriere mit Kind

Auch im Krankheitsfall des Kindes, ist Homeoffice oder die Möglichkeiten spontan Überstunden abzufeiern eine willkomene Alternative. Letzteres gilt vor allem für diese Jobs, die nicht von zu Hause erledigt werden können.

Flexibilität und individuelle Lösungen sind gefragt!

Das Entscheidende ist, dass die reine Anwesenheitsdauer nicht auf die Arbeitsqualität schließen lässt. In einer idealen Arbeitswelt, sind Arbeitgeber daran interessiert für ihre Mitarbeiter individuelle Lösungen zur zeitlichen Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitszeiten zu finden. Denn ihre Priorität liegt darin, gute Leute im Unternehmen zu halten und von deren Arbeitskraft zu profitieren – nicht deren Kräfte durch Unflexibilität zu rauben.

 

 

Vision Nr. 3: Weg von der Doppelbelastung hin zur Doppelverantwortung

Duales Studium heißt Ausbildung und Studium = Hohe Leistungsbereitschaft

Job und ehrenamtliches Engagement = Ehrenswert

Kinder und Karriere = Doppelbelastung

 

Siehst Du das Problem?

Drei Kombinationen – zwei davon sind in unserer Gesellschaft positiv besetzt. Eine wird als problematisch angesehen.

Warum werden Kinder und Karriere als Doppelbelastung bezeichnet und nicht etwa als doppelte Verantwortungsübernahme gewertschätzt? Der Mensch ist in der Lage sich auf mehr als nur eine Sache zu konzentrieren. Eben alles zu seiner Zeit.

Ein dualer Student ist entweder arbeiten oder studieren. Die Zeiten sind fest vorgegeben.

Ehrenamt findet in der Freizeit, der Job während der Arbeitszeit statt. Der Fokus verschiebt sich je nach Zeitfenster.

Es ist möglich die Verantwortung für die eigenen Kinder zu tragen und Verantwortung für die eigene Karriereziele zu übernehmen. Durch klare Zeiteinteilung ist beides gleichzeitig möglich!

Eine arbeitende Mutter ist keine Rabenmutter. Im Gegenteil: Sie hat Respekt verdient, dass sie es schafft eine gute Mutter zu sein und ihren persönlichen, beruflichen Erfolg dafür nicht zurückstellen muss. Kinder und Karriere zu vereinen, verdient ein besseres ansehen in unserer Gesellschaft!


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Vision Nr. 4: Fließendere Übergänge zwischen dem Leben mit Kindern und der Karriere

Mein Wunsch ist, nicht zwei separate Leben – eines im Job und eines mit meiner Familie – zu führen, sondern beides zu vereinen.

Es ist heute in vielen Berufen selbstverständlich (immer) erreichbar zu sein. Umso höher Du auf der Karriereleiter steigst, desto öfter ist es der Fall, dass Du am Wochenende einen dringenden Anruf entgegennimmst oder am Abend noch Mails vom heimischen Sofa versendest. Der Job wird also Teil des Privat- und Familienlebens.

Ob das gut ist, darüber können wir uns an anderer Stelle streiten. Aus meiner Sicht ist es ab einer gewissen Stellung kaum mehr vermeidbar. Die Frage muss dann eher sein: Warum geht es so herum, aber nicht andersherum?

Karriere

Wenn die beruflichen Mails mit ins Privatleben kommen, warum kommen die Familiensorgen nicht mit ins Berufsleben?

Die KITA streikt – selbstverständlich kann ich die Kinder mit ins Büro nehmen, denn es gibt einen separaten Raum inkl. Betreuung, in dem sie spielen können, während ich wichtige Meetings habe.

Eine Geschäftsreise zu Vertragsverhandlungen in Frankreich steht an. Logisch, dass meine Familie mitreist. Während ich arbeite, schaut mein Mann mit den Kindern die Stadt an. Am Wochenende verbringen wir die beiden Tage noch gemeinsam und genießen den Kurzurlaub.

Private Telefonanrufe während der Arbeitszeit zu tätigen – sei es zur Arztterminvereinbarung oder Betreuungskoordination für die Kinder – ist genauso wenig ein Problem, wie kurzfristige Arbeitszeitverschiebungen aufgrund von privaten Terminen. Denn die Arbeitszeit wird an anderer Stelle auf vertrauensbasis nachgeholt – vielleicht am kommenden Samstag, wenn die Kinder ohnehin in den Zoo mit Oma fahren?

 

Diese Vision ist Geschmackssache

Vielleicht ist Dir die Trennung zwischen Beruf und Familie sehr wichtig. Mir geht es anders.

Ich arbeite sehr gerne und nehme meine beruflichen Probleme oder Aufgaben oft mit nach Hause – wenn auch nur im Kopf oder für den Austausch mit Mike. Andersherum mache ich es bisher kaum – mal einen Arzttermin von der Arbeit aus vereinbaren oder mit meiner Mutter ein paar Whats-App-Nachrichten austauschen, okay. In einer perfekten Welt, ist mein Aufgabenbereich so klar abgesteckt, dass lediglich die Zielerreichung zählt – nicht aber, ob ich diese in 35 oder 45 Stunden vom Bürostuhl oder dem heimischen Sofa mit dem Kind auf dem Arm oder gebremst durch Gedanken ans Kind in der Krippe erreiche.

 

Vision Nr. 5: Keine Angst vor der Rente und der ominösen Wiedereingliederung

Karriere und Kinder

„Mütterrente gleicht Verluste nicht voll aus“, „besonders Frauen von Altersarmut betroffen“, „Weniger als 30 Stunden machen in Teilzeit gar keinen Sinn“

Drei Aussagen – drei Mal sind die Kinderbetreuungszeiten das Problem.

Arbeiten für die Rente

Wenn Kinder und Karriere vereinbar sein sollen, dann darf die Angst vor der eigenen geringen Rente aufgrund der Babypause nicht der treibende Faktor für eine Frau sein, zurück in den Beruf zu wollen. Wer zurückkehren muss, wird nicht wirklich produktiv sein können. Die Gedanken sind eher beim Kind als beim Job und Schuldgefühle nehmen in vielen Fällen überhand.

Arbeiten aus Motivation

Damit das „Zurück in den Job“ motivierend für die Frau (oder auch den Mann) sein kann und sie dies von sich aus anstrebt, muss die Rückkehr mit positiven Gefühlen besetzt werden. Arbeitgeber stehen in der Verantwortung adäquate Stellen anzubieten. Schon heute existiert der Anspruch auf eine gleichwertige Stelle – doch wie oft hörst Du von Frauen, die plötzlich andere Aufgaben haben, in einer anderen Abteilung sitzen und neue Kollegen bekommen. Ohne, dass sie dies als gleichwertig oder wertschätzend empfinden.

Anerkennung von Kinderbetreuungszeiten

Wirklich gerecht wäre eine Gesellschaft, in der Kinderbetreuungzeiten für die Rente zählen wie Arbeitszeiten. Es darf keine entweder/oder Entscheidung sein, sondern muss eine wirklich individuelle Entscheidung sein, ob, in welchem Umfang und wann eine Frau nach einer Babypause wieder arbeiten möchte.

Die praktische Umsetzung ist eine schwierige Frage. Was tun mit den Frauen, die ihren Job vorher nicht mochten und jetzt nicht mehr zurückkehren müssen, weil ihnen die Zeiten gleichwertig für ihre Rente angerechnet werden?

Muss hier ein Ausgleich geschaffen werden? Sind Kinder und vor allem mehr Kinder für unsere Gesellschaft ebenso förderlich wie eine 40h-arbeitende Frau? Der Zeitpunkt, wann die Produktivität (ob im Kinderkriegen und -erziehen oder durchs Arbeiten) für die Gesamtwirtschaft „wirkt“, verschiebt sich. Allerdings bringen sowohl die direkte Arbeit der Frau als auch ihr Einsatz für mehr Kinder der Gesellschaft einen Mehrwert.

In Kombination mit freier Kinderbetreuung hat die Frau bei voller Anerkennung ihrer Arbeitskraft (ob für die Kindererziehung anstelle der Nutzung der kostenfreien Betreuung oder für einen Arbeitgeber) für ihre Rente, die Wahl! Diese Freiheit wird zu mehr Kindern und zu mehr weiblichen Karrieren führen – davon bin ich überzeugt.

 

Vision Nr. 6: Hilfe annehmen und die eigenen Leistungen wertschätzen

Mutter

Instagram und Co. machen es vor: Frauen können liebende Mütter, erfolgreich im Job, sportlich aktiv und natürlich noch eine liebende Ehefrau sein. Dabei sieht die Wohnung immer fototauglich aus!

Ist das ein wirklich realistisches Bild? Sollten wir uns nicht eingestehen, dass es immer eine Frage der Priorisierung ist? Wie schaffen diese vermeintlich perfekten Frauen all das in nur 24 Stunden? Schlafen und essen sie nicht?

Die Realität

Wer Kinder und Karriere wirklich miteinander vereinen möchte und gleichzeitig auch noch die Beziehung pflegen, sich selbst nicht aus den Augen verlieren und den Haushalt schmeißen will / muss, kommt in der Realität sicher schnell an eine Belastungsgrenze. Und das geht jedem so! Egal, ob Mann oder Frau. Niemand kann in allen Bereichen 100 % und darüber hinaus geben.

Die Vision

Und genau dies sollte die Gesellschaft auch vermitteln. Nicht dieses vermeintlich perfekte Ideal abbilden, das ohnehin nicht erreichbar ist. Vielmehr sollten Frauen dazu erzogen werden, dass sie ihre eigene Leistung anerkennen können, zufrieden mit sich sind und am Abend nicht darüber nachdenken, was sie alles nicht geschafft, sondern was sie an dem Tag geleistet haben.

Es ist keine Schande, eine Putzhilfe zu benötigen, einen Babysitter für mehr Paarzeit einzustellen oder die beste Freundin um Hilfe zu bitten. Im Gegenteil! Es zeugt von Größe, priorisieren und Hilfe annehmen zu können.

Beides – sowohl Hilfe zu benötigen als auch Dinge nicht zu schaffen sind in unserer Gesellschaft mit dem Stigma des Scheiterns oder Versagen behaftet. In meiner Zukunftsvision ist dies nicht mehr der Fall – es ist normal, dass jeder andere Stärken und Expertisen hat und das ist auch gut so.


Knapp 5.000 Leser und Leserinnen besuchten uns im vergangenen Monat. Wir bedanken uns über den tollen Zuspruch in den Kommentaren, den Mails und auf den sozialen Kanälen. Mit den Beziehungs-Investoren und den besten Finanzbüchern versuchen wir Dir wöchentlich Mehrwert zu liefern, sodass Geld in Deiner Beziehung zur Sprache kommt, Du mehr Finanzwissen erlangst und Gleichgesinnte auf unseren Lesertreffen findest.

Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal für den Publikumspreis des Finanzblog Awards 2017 nominiert.

Wenn Du unsere Arbeit toll findest und der Meinung bist, wir sollten dafür den Publikumspreis erhalten, freuen wir uns über Deine Stimme.


 

Vision Nr. 7: Kinder als wertvoller Teil der Gesellschaft anstelle von süßen Karrierekillern

Mit 1,95 Kindern pro Frau (mehr als ein halbes Kind mehr als bei deutschen Frauen) und der höchsten Zufriedenheitsrate liegt Norwegen ganz vorne im internationalen Vergleich. Worin liegt der Unterschied zwischen diesem Land und Deutschland?

Elternförderung und Kinderbetreuung sind gesellschaftlich vollkommen anerkannt. Es ist selbstverständlich, dass Väter am Spätnachmittag nach Hause gehen, um Zeit mit den Kindern zu verbringen. Von schwedischen Kollegen in meinem eigenen Unternehmen habe ich gelernt, dass es in Schweden sogar als verwerflich angesehen wird, wenn ein Vater dies nicht tut und die Vermutung entsteht er wolle keine Zeit mit seinen Kindern verbringen.

Auch in den skandinavischen Ländern arbeiten Mütter meist Teilzeit und die Väter Vollzeit. Ist das besser als bei uns?

Ich denke ja – denn die Zahl Vollzeit-arbeitender oder arbeitender Mütter ist insgesamt deutlich höher als bei uns. Zusammen mit der hohen Zufriedenheitsrate spricht alles dafür, dass diese Eltern nicht arbeiten, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen und können.

Dass es im Norden eher Kinder und Karriere heißt als bei uns, liegt an den deutlich besseren Rahmenbedingungen. Eltern können individuell entscheiden, wie sie Familien- und Arbeitszeit gestalten möchten. Die Gesellschaft sieht Kinder nicht als „Störfaktor“ für die Karriere, sondern sie gehören dazu.

Flexibilität und Offenheit wirkt motivierend. Eltern, die gerne Karriere machen möchten, können dies weiterhin tun. Arbeitgeber schätzen Eltern und es ist selbstverständlich, dass für beide Lebensbereiche genug Zeit sein muss. Es ist alles eine Frage der Organisation!

In einer solchen Welt möchte ich Karriere und Kinder miteinander vereinbaren – wenn es doch nur dort oben nicht so kalt wäre 😉

 

Visionen für mehr Gerechtigkeit?

Die sieben vorgestellten Visionen, Träume, Ideen, Gedanken oder wie Du es bezeichnen magst, würden für mich perfekte Rahmenbedingungen bieten, um sagen zu können: „Ja ich will Kinder und ich kann sofort aufhören den perfekten Zeitpunkt zu suchen; denn jeder Zeitpunkt ist gut.“

Warum ist dieser Artikel Teil dieser Blogparade?

Es soll doch um soziale Gerechtigkeit und die Frage „Ist die Welt fair?“ gehen.

Der Punkt: „Bekommen wir ein Kind und wann“ ist für mich die erste Situation in meinem Leben, in der ich mich ungerecht von der Gesellschaft behandelt fühle. Ich empfinde, dass es nicht sozial gerecht zugeht in Deutschland, wenn es an diese Entscheidung geht.

Ich bin gut ausgebildet und habe beste Karrierechancen. Aber ich empfinde enorm hohen sozialen Druck, den richtigen Zeitpunkt für Kinder zu finden. Denn ich arbeite gerne und möchte beides – Kinder und Karriere. Mit den derzeitigen Rahmenbedingungen, muss ich mich aber zumindest zum Teil entscheiden.

Ja – ich bin in einer komfortablen Situation, da ich ein Elterngeld nur wenige 100 Euro unter der Höchstgrenze erwarten könnte. Zusätzlich verdienen wir beide recht identisch und ich habe einen Mann, der selbst sehr gerne Elternzeit nehmen möchte.

 

Alternativen?!

Rational betrachtet könnte ich jetzt erst noch ein paar Jahre Karriere machen, einen noch höheren Elterngeld-Anspruch erzielen und aus einer höheren Position heraus in die Elternzeit gehen. Alternativ kann ich zeitnah ein Kind bekommen und damit die Priorität auf mein privates Glück legen.

Bei einer schnellen Rückkehr, in den Beruf (um weiterhin mit Spaß an meiner Karriere arbeiten zu können), kann ich mir in beiden Fällen schon jetzt den „Rabenmutter-„Stempel abholen und anfangen für eine teure Kinderbetreuung zu sparen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland verführen dazu, spät Mutter zu werden. Und weniger Kinder zu bekommen. Denn finanziell sind die Nachteile enorm, früh oder viele Kinder zu bekommen. Kein Wunder, dass Deutschland eine geringe Geburtenanzahl hat.

Fair ist das nicht. Es ist wie so vieles im Leben eine Frage der Priorisierung.

 

Karriere und Kinder: Meine 7 Visionen für mehr Gerechtigkeit
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21 Gedanken zu „Karriere und Kinder: Meine 7 Visionen für mehr Gerechtigkeit

  • 24. September 2017 um 21:13
    Permalink

    Hi Marielle,
    sehr guter Artikel, der die jetzige Problematik gut beschreibt. Bei einer Bürotätigkeit ist Teilzeitarbeit normalerweise einigermaßen möglich. Als Ingenieurin sehe ich das gemischt: Mal eben 1 Woche auf Schulung oder 2 Wochen auf eine Baustelle wären nicht spontan möglich. Halbtags-Teamleiterin? Naja.. Deswegen werden KITAs und emanzipierte Väter immer wichtiger. Statt 40h&20h, könnten beide 30h arbeiten. Rüstige Senioren könnten vielleicht bei der Kinderbetreuung unterstützen und die Rente damit aufbessern. Für Schichtdienstler trotzdem schwierig, weswegen man da, wie du bereits geschrieben hast, wegen entsprechenden Tagesmüttern überlegen muss und Nachtdienst zusätzlich bezahlen sollte, dass Kollegen vielleicht freiwillig mit einem tauschen.

    Das mit dem späten Kinderwunsch ist eine traurige Tatsache. Mir gruselt es davor, in meiner Gegend eine 4-Zimmer-Wohnung zu suchen. Ich müsste mehr aufs Land ziehen (wir brauchen dann mindestens 1 Auto) und würden trotzdem noch 1200-1500 warm zahlen. Wer da nicht erbt bzw. von den Eltern unterstützt wird, kann sich eine Familie kaum leisten.

    Antworten
    • 25. September 2017 um 11:59
      Permalink

      Liebe Jenny,

      vielen Dank für Dein Lob 🙂

      Du hast völlig Recht, dass es je nach Beruf noch schwieriger (oder manchmal auch einfacher) sein wird Familie und Job zu vereinbaren. Bei Mike ist es auch noch einmal deutlich problematischer als es bei mir sein wird – ob ich meinen Bürojob in Teilen von zuHause mache, macht erst einmal keinen Unterschied. Meine Chefin muss natürlich zustimmen und ich sollte dennoch regelmäßig anwesend sein als Ansprechpartnerin für die Mitarbeiter; aber es geht grundsätzlich.

      Mike arbeitet an einer Grundschule und seine Arbeit besteht fast ausschließlich aus dem direkten Kontakt mit den Kindern und Lehrern. Administrative Arbeiten hat er lediglich ca. 2h am Vormittag. Und selbst dabei ist die Interaktion mit den Kollegen total wichtig. Bei ihm ist Homeoffice quasi unmöglich – egal wie flexibel seine Chefs sein würden.

      Finde die Idee mit „Leih-Omas und Opas“ total toll. Habe darüber schon viel gelesen und denke, das kann eine tolle Möglichkeit sein. Wir selbst hatten als Kinder Au-Pair-Mädchen – das ist ja letztendlich nur eine andere Variante (eben der große Schwester Ersatz) und das war für uns Kinder immer super. Für unsere Eltern war es aber sicherlich auch mit viel Abstimmungen und Organisationsaufwand sowie Flexibilität verbunden – jemanden Fremden als Teil der Familie aufzunehmen, ist sicherlich nicht einfach.

      An die Wohnsituation will ich jetzt noch gar nicht denken – das ist im Rhein-Main-Gebiet wahrscheinlich sehr ähnlich (wenn nicht noch schlimmer) wie bei Euch…nunja, kommt Zeit, kommt Rat.

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 25. September 2017 um 08:46
    Permalink

    Hallo Marielle,
    ein sehr schöner Artikel!
    Als Vater (32 J.) von einer Tochter (2 J.) kenne ich das Thema inzwischen sehr gut aus der praktischen Sichtweise.
    Die Themen Rente oder Wiedereinstieg lasse ich mal außen vor, mir geht es vor allem um die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für Mutter UND Vater im alltäglichen Leben.

    Meine Frau und ich arbeiten beide angestellt, allerdings in Berufen, die es uns ermöglichen, dass wir unsere Zeit meisten recht frei einteilen können. Ursprünglich haben wir aber auch beide in einem klassischen Bürojob mit Präsenz vor Ort gearbeitet.
    Mit Geburt unserer Tochter haben wir beide unsere Chefs nach Home Office Verträgen sowie einer Reduzierung der Arbeitszeit auf 80% gefragt. Unsere Erfahrung war, dass die Chefs sehr offen gegenüber dem Thema eingestellt waren, was natürlich ein großer Glücksfall war.
    Zwischenzeitlich hat meine Frau allerdings einen neuen Job bei einem anderen Unternehmen angenommen, wobei Sie hier von vorne herein Home Office, 80% und die flexible Einteilung von Dienstreisen zur Bedingung gemacht hat.

    Da wir beide flexibel und oft von zuhause aus arbeiten, können wir uns sowohl mit den alltäglichen Themen (z.B. Wer bringt die Kleine wann zur Kita? Wer geht zum Kinderarzt?) abwechseln als auch bei Notfällen wie z.B. Krankheit einspringen.

    Mir ist aber auch wichtig zu sagen, dass das ganze nur mit einer guten Portion Selbstorganisation möglich ist. Synchronisierte Google-Kalender mit allen Terminen, ein kleines lokales Netzwerk aus Großeltern, Babysitter etc. und einiges an Planungszeit pro Woche. Und es gibt auch Wochen, da wird einem das alles etwas viel.

    Dennoch bin ich mit der Regelung sehr glücklich, weil ich als Vater so viel mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen kann als viele andere Väter und weil meine Frau so auch in ihrem Job arbeiten kann, ohne das Gefühl zu haben, sie sei nur die Teilzeitkraft, die eh immer mittags geht.

    Fazit: Meiner Meinung nach ist es für die aufgeführten Punkte wichtig, dass die Position von Müttern UND Vätern gestärkt werden. Nur als gut organisiertes Team ist es möglich, dass keiner der Partner zurückstecken muss und auch das Kind nicht zu kurz kommt.
    Wenn immer nur einer einspringt, wenn es mal brennt, führt dies schnell zu einem belastenden Ungleichgewicht.
    Ich weiß aber auch, dass diese Aufteilung in vielen Fällen/Jobs nicht möglich oder nur schwer umsetzbar ist.

    Antworten
    • 25. September 2017 um 21:05
      Permalink

      Hi Kai,

      das klingt absolut super, wie Ihr Euch die Zeiten aufteilt. Ich finde, dass Arbeitgeber genau so verständnisvoll bzw. unterstützend sein sollten, wie es bei Euch klingt!

      Du sprichst es ja schon an: Leider geht das nicht in allen Jobs. Das wird in vielen Jobs auch nie möglich werden. Mike wird die Kinder in der Schule nicht von unserem Sofa aus bespaßen können – aber gut, da greift dann wohl wirklich der Bedarf nach sehr guter Selbstorganisation, Abstimmung und so weiter. Und wenigstens ich kann auf etwas Flexibilität im Job hoffen.

      Wie setzt Du Deine reduzierte Arbeitszeit um? Hast Du einen freien Tag in der Woche oder kannst einfach jeden Tag etwas früher Schluss machen? Und wie ist das Feedback Deiner Kollegen dazu ?

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 25. September 2017 um 09:02
    Permalink

    Hallo Marielle ,
    wir, bzw. meine Frau steht vor der gleichen Herausforderung.
    Super wichtiges Thema auf das es wohl nie wirklich ein Patentlösung geben wird. Ich gebe dir absolut Recht Kinder und deren Erziehung sollte viel mehr von der gesamten Gesellschaft priorisiert werden.
    Es gibt so viele Ideen und Visionen die alle ihre Vor- und Nachteile haben.
    Z.b. Bedingungsloses Einkommen im Alter von 18-25 für Eltern (wovon ich persönlich kein Fan bin).

    Unter dem Strich „ersticke“ ich jegliche Zweifel mit einer recht simplen Betrachtungsweise. Ich persönlich kenne niemanden der es im Nachhinein bereut hat Kinder in die Welt zu setzen, egal unter welchen Umständen .

    Antworten
    • 25. September 2017 um 21:10
      Permalink

      Hallo Roland,

      Patentlösung wäre aber auch wirklich zu schön um wahr zu sein. Ich kann ja noch nicht einmal ganz genau benennen, wie die Idealsituation für mich aussehen würde – der Artikel ist da nur ein erster Versuch. Was wären denn die entscheidenden Punkte für Euch, damit Ihr die Entscheidung für ein Kind leichter treffen könntet?

      Du hast Recht – ich kenne auch niemanden, der es im Nachhinein bereut hat ein Kind zu bekommen. Ich habe aber durchaus schon oft Frauen kennengelernt, die gesagt haben, dass das Kinderkriegen das Ende ihrer Karriere bedeutet hat. Natürlich auch oft aufgrund der eigenen Entscheidung nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen zu wollen . Aber leider auch einige Male, dass sie das Gefühl hatten, der Arbeitgeber wollte sie danach einfach gar nicht mehr wirklich haben oder Bewerbungen bei neuen Jobs wurden schwieriger.

      Ich tröste mich immer mit dem Gedanken, dass ich super ausgebildet bin, früh angefangen habe zu arbeiten und ich ja immer nur einen verständnisvollen und flexiblen Arbeitgeber finden muss, der mein Engagement zu schätzen weiß. Wäre aber dennoch einfach schön, wenn es auch andere Frauen leichter hätten, sich für ein Kind zu entscheiden…und vor allem wäre das auch förderlich für unsere Gesellschaft, das Miteinander und die Rente 😉

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 25. September 2017 um 21:26
    Permalink

    Liebe Marielle,
    Ich finde es ehrlich gesagt eine Zumutung, wie auf junge Frauen doch offenbar Druck ausgeübt wird, in einem gewissen Alter ein Kind in die Welt zu setzen. Mir war dieser Druck in deinem Alter nie bewusst, vermutlich weil ich keinen Freund hatte.

    Ich bin mit 33 Mutter geworden, sehr überraschend. Und ich möchte dir Mut machen: Du kannst Kind und Karriere haben.

    Was du vor allem brauchen wirst, ist ein Mann an deiner Seite, der Vater sein will und der es ist. Der sich die Arbeiten und Freuden von Kindern mit dir teilt. Partnerschaftlich teilt. Und so sieht es ja aus. Du hast da wohl die richtige Wahl getroffen.

    Was du noch brauchen wirst, ist in der Tat eine gute Kinderbetreuung, ein Netzwerk dass euch beide trägt, und einen Arbeitgeber, der es gut findet, Mütter und Väter in seinem Unternehmen zu haben. Diesen Arbeitgeber kannst du dir suchen.

    Und weißt du, was mir das Leben gezeigt hat und mir eine gewisse Gelassenheit gibt? Die Erkenntnis: Alles hat seine Zeit.

    Du konntest tun was du wolltest, du hast studiert, dir einen Job gesucht, bist gereist hast alles gemacht was du wolltest, und wenn du soweit bist, dann willst du ein Kind. Weil du es willst. Und weil alles seine Zeit hat.

    In diesem Sinne wünsche ich dir viel Kraft und Geduld mit deinem Umfeld, die übergriffigen Fragen zu ertragen und mit einem Lächeln zu beantworten.
    Liebe Grüße von Dani

    PS. Deine Visionen würde ich gern umgesetzt sehen. Dann wären wir ein soziales Land

    Antworten
    • 26. September 2017 um 22:14
      Permalink

      Liebe Dani,

      vielen Dank für Deinen tollen Kommentar und den kleinen Einblick in Deine eigene Geschichte!

      Ich denke viel Druck mache ich mir auch selbst – wie es halt meistens so ist. Die Fragen von Außen sind wahrscheinlich wirklich einfach nur lieb und gar nicht „übergriffig“ gemeint. Ich bin ein Mensch, der wahnsinnig Angst davor hat Fehler zu machen – entsprechend ist es gut möglich, dass ich mir selbst viel mehr Stress mache als es nötig wäre. Denn Du hast völlig Recht: Ich habe schon mal eine tolle Ausgangslage mit einem tollen Mann, der sich jetzt schon freut irgendwann in seiner Vaterrolle aufgehen zu dürfen.

      Und bis es so weit ist, arbeiten wir an der Verbesserung der Rahmenbedingungen und schauen, dass wir vielleicht 1-2 der sieben Visionen für uns umgesetzt bekommen 😉

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 25. September 2017 um 22:38
    Permalink

    „Mitte 20, gut ausgebildet und erfolgreich in den Job gestartet. Frisch verheiratet und in einer schönen Eigentumswohnung lebend. “
    „Ich bin gut ausgebildet und habe beste Karrierechancen. Aber ich empfinde enorm hohen sozialen Druck, den richtigen Zeitpunkt für Kinder zu finden. “
    Wo ist Ihr Problem? Nur weil alle Ihre Visionen noch nicht umgesetzt sind, können Sie und Ihr Mann keine Familie gründen? Ihr Mann ist doch auch noch da, legen Sie beide doch los und geben Sie nicht Ihrer Umgebung die Schuld.

    Antworten
    • 26. September 2017 um 19:08
      Permalink

      Hallo Frau A,

      die Aussage des Artikels lautet „In Deutschland finden sich soziale Ungerechtigkeiten wieder, die ein junges Paar zur Entscheidung nötigen: Kind oder Karriere. Anstelle es zu ermöglichen, dass Paare – unabhänig des sozialen Status – sagen können „Kind und Karriere“

      Marielle lebt unter nahezu perfekten Bedinugen: hoher Bildungsstatus, gutes Einkommen, exzellente Aufstiegschancen und einen Mann, der sie in alle dem unterstützen wird.

      Und dennoch kommen wir an dieser Frage nicht vorbei. Wie gravierend ist es erst für Menschen, die nicht diese Startbedingungen aufweisen? Denn, wenn sie ihre Karriere weiterverfolgen will, dann bedeutet dies für mich, dass meine Karriere vorbei ist. Damit habe ich überhaupt kein Problem, denn ich freue mich wahnsinnig aufs Vater sein.

      Die soziale Ungerechtigkeit allerdings auf den Mann zu schieben und dann zu sagen, dass sie als Frau gar kein Problem hat, erfasst das Thema nicht.

      Im Artikel wurden 7 Visionen besprochen, die es einem Paar ermöglichen (könnten), dass beide sich weiterhin in ihrer Karriere – dem Schaffen von etwas – verwirklichen/erfüllen können und gleichzeitig ein harmonisches Familienleben genießen. Ohne als Rabeneltern dazustehen und ohne das eigene Kind nicht aufwachsen zu sehen.

      Diese Themen gehören definitiv auf die Agenda eines sozialgerechten Staates und aus unserer Sicht werden sie nicht ausreichend behandelt. Denn, wenn ich das Thema aus Vatersicht beschreibe, werde ich auf ein ähnliches Resultat kommen.

      Am Rande sei noch erwähnt, dass Marielle niemandem die Schuld gibt. Wir werden unsere Entscheidung treffen oder haben sie bereits getroffen. Sich mit den Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen, zeugt von Weitsicht und kritischer Reflexion eines bestehenden Systems.

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
  • 26. September 2017 um 10:22
    Permalink

    Hallo Marielle,

    also ich denke, dass es nicht zwingend ein „oder“ geben muss. Meine Mutter war ihr Leben lang berufstätig, und für sie war Arbeiten und Kind immer selbstverständlich. Allerdings ist sie nicht direkt in Deutschland aufgewachsen, sondern in der Sowjetunion (in einer deutschstämmigen Familie) und soweit ich beurteilen kann, ist die Denkweise dort anders. Zumindest sagt sie, hätte man dort niemals über „Karriere ODER Kind“ diskutiert. Allerdings stimmt es schon, dass das in Deutschland irgendwie anders gesehen wird, denn als ich im Ganztageskindergarten war, wurde meine Mutter auch manchmal beiseite genommen und vollgetödelt, warum sie sich nicht rund um die Uhr um mich kümmert.

    Damit das Ganze funktioniert, ist die Unterstützung der Familie wichtig (ich finde es seltsam, dass es in Deutschland so selbstverständlich ist, sich stattdessen auf den Staat verlassen zu wollen?) und eine hohe Ausbildung der Frau ist auch sehr hilfreich, denke ich.

    Viele Grüße und schöne Woche

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    • 26. September 2017 um 22:26
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      Hi Lena,

      danke für Deinen Kommentar und den Einblick in Dein eigenes Aufwachsen 🙂

      Du hast total Recht, dass der Support der Familie ist total wichtig und der Stellenwert ist in Deutschland tatsächlich vergleichsweise niedrig. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass viele Menschen heute gar nicht mehr in der Nähe der eigenen Familie leben. Auch bei uns wären es immerhin 50 bzw. 75 km Entfernung zu unseren Familien – spontane Unterstützung ist da schwierig.

      Finde da die Idee, die Jenny vorher eingebracht hat mit dem Konzept von „Leih-Großeltern“ total cool und glaube, dass das total zukunftsträchtig ist…

      Es ist echt schade zu lesen, dass Deine Mutter dafür blöd von der Seite angemacht wurde, dass Du ganztägig im Kindergarten warst. Zumal Du als Kind das wahrscheinlich gar nicht als schlimm empfunden hast oder?
      Ich wünsche mir ganz fest, dass unsere Generation so etwas heute nicht mehr erleben muss – wir werden es sehen 😉

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 26. September 2017 um 22:21
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    Hallo Marielle,

    an deiner Sichtweise merkt man einfach sofort: Das Kind ist noch nicht da. Woher ich das weiß? Meine Frau und ich haben vor der Geburt exakt gleich gedacht! Heute, 1 Jahr nach der Geburt ist viel passiert. Ich war vorher Führungskraft im mittleren Management, sie SEO Managerin in einem kleinen Unternehmen.

    Ich habe recht schnell gemerkt: Führungskraft (Karriere) und Kind passen nicht wirklich zusammen. Ich verließ gegen 7 Uhr (wenn der kleine pennt) das Haus, und kam gegen 18/19 Uhr nach Hause (der kleine ist fast schon wieder auf dem Weg ins Bett). Umso höher deine Karriere und Gehalt, umso höher auch die Arbeitszeit – ein ungeschriebenes Gesetz. Meine Frau hat 1 Jahr Elternzeit, danach ist Arbeiten halbtags wieder Pflicht. Die Mieten in München sind hoch, die KITA will bezahlt werden, ein Einkommen reicht schlichtwegs nicht mehr wie früher.

    Das ist eine sehr unbefriedigende Situtation. Was haben wir getan?
    Ich habe mich versetzen lassen, in ein Team mit Schichtbetrieb und bin jetzt dort vorerst dauerhaft in der Frühschicht (5:00-12:12) oder alternativ in der Spätschicht (14-23 Uhr). Habe also meine Karriere „auf Eis gelegt“. Dem Kind, meiner Frau und mir zuliebe. Das bringt mich in die komfortable Situation mein Kind wirklich aufwachsen zu sehen, es mal in die KITA zu bringen oder abzuholen während die Frau bis Frühnachmittags ihrer Arbeit wieder nachgeht. Der Kleine ist bis 14 Uhr in der KITA.

    Aber kommen wir zu deinen Visionen: Viele Eltern denken an ihre Karriere – nachdem das Kind da ist, dreht sich diese Perspektive bei den meisten. Muss es wirklich sein, dass ich mein Kind fremdbetreuen lasse? Wird es mir irgendwann das übel nehmen, dass ich nicht „da war“? Eigentlich bin ich für die Erziehung verantwortlich, nicht eine fremde Person! Viele schwenken plötzlich um und die Prioritäten verschieben sich massiv.

    Wir sind eigentlich beide an dem Punkt: Am liebsten den ganzen Tag zu Hause und das Kind aufwachsen sehen, betreuen, bespaßen und alles was dazu gehört, und erst ab dem Schulalter langsam wieder loszulassen – halbtags bis das Kind um 13 Uhr von der Schule kommt. Obwohl wir beide gerne arbeiten und ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Das hätte ich selbst NIE gedacht.

    Uns war es wichtig, das Kind kurz vor 30 zu bekommen. Damit sind wir halbwegs gesattelt im Job, haben Berufserfahrung und sind junge Eltern und müssen nicht mit den ersten Wewehchen schon kämpfen, wenn das Kind im Garten Fußball spielen möchte, weil man einfach zu spät mit dem Kinderbekommen angefangen hat.

    Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt – soviel sei gesagt. Es muss in die Lebenssituation passen.

    Alles gute auf eurem weiteren Weg ins Familienleben und euren Entscheidungen!

    Antworten
    • 1. Oktober 2017 um 17:35
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      Hi Franz,

      vielen Dank für Deinen Kommentar – er spiegelt genau das wieder, was ich mir auch für uns erhoffe: Wenn es dann soweit ist, wird sich schon alles finden 🙂

      Du hast sicherlich Recht, dass sich die Perspektive ändern wird, wenn das Kind erst einmal da ist. Finde es total toll, dass Ihr beide für Euer Kind da sein könnt und Eure Arbeit um die Kinderbetreuung drumherum bauen könnt.

      Ich muss sagen, dass ich mir das aktuell echt noch gar nicht vorstellen kann, dass ich zufrieden sein kann, mit weniger Verantwortung im Job und ggf. weniger befriedigenden Aufgaben. Im Moment habe ich noch echt Angst, dass ich dann weniger gerne zur Arbeit gehe und deutlich weniger motiviert bin, jeden Tag mein Bestes zu geben. Aber vielleicht braucht es das dann echt gar nicht mehr…

      Die Alternative in meinem Kopf – dass Mike den Großteil der Kinderbetreuung übernimmt, da ihm der Job ohnehin deutlich weniger wichtig ist – ist für mich nämlich genauso doof. Denn mir das vorzustellen, finde ich ebenso blöd: Ich will doch kein Kind bekommen, um es dann kaum aufwachsen zu sehen.

      Da wären wir wieder an dem Punkt, dass ich einfach beides haben will.

      Ich bin gespannt, wie sich die Perspektive verschiebt. Ich hoffe, dass ich – wenn es dann soweit ist – genauso zufrieden über meine bzw. unsere Situation sprechen / schreiben kann, wie Du!

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 27. September 2017 um 00:02
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    Liebe Marielle,

    Dein Artikel beschreibt eine perfekte Welt, die wir leider so vielleicht nie haben werden. Aber Kind und Karriere funktioniert und zwar sehr gut. Auch wenn ich dich dann im Rabenmütterclub willkommen heißen darf. Eine Rabenmutter zu sein ist was tolles, denn Rabenmütter sind sehr gute Mütter. Sie machen ihre Sache nur anders als der Rest der Durchschnittsmamis.

    Heute sind die Bedingungen für die Kinderbetreuung auch wenn dies manchmal ein teurer Spaß ist so gut wie nie zuvor. Es gibt den Kindergarten, die Tagesmutter, verlässliche Grundschule, Mittagsbetreuung, Hort oder ein Kombi. Großeltern fahren gerne auch mal 60 km einfach um ihre Enkel einen Tag in der Woche zu betreuen, weil sie es als Wertvoll empfinden. Ich habe da mehrere Beispiele in meinem Bekanntenkreis. Was gerne vergessen wird, die Putzfrau ist dann eine der wichtigsten Unterstützerinnen in eurer Welt, denn sie ermöglicht es euch eure Zeit dann wirklich mit eurem Kind zu verbringen.

    Die Frage die sich dir stellt ist ja eigentlich nur, wann ist der richtige Zeitpunkt für unser Kind. Und mit diesem „Problem“ stehst du dir ein wenig selbst im Weg. Diesen total perfekten Zeitpunkt wird es nämlich nie geben. Ihr müsst euch irgendwann nur entscheiden wollen wir ein Kind oder wollen wir lieber Kinderlos bleiben. Dann ergibt sich wirklich alles von ganz alleine. Und ob du dann ein wenige mehr oder weniger Elterngeld bekommst wird mit der Ankunft eures kleinen Sonnenscheins völlig nebensächlich.

    Viele Glück bei deiner Entscheidung. Du wirst bestimmt eine gute Mutter sein und nichts falsch machen.

    Take care,

    June (Rabenmutter)

    Antworten
    • 1. Oktober 2017 um 17:42
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      Liebe June,

      danke für Deinen positiv gestimmten Kommentar!

      Die Entscheidung, ob wir überhaupt Kinder möchten, ist schon lange gefallen. Diese Frage beantworten wir beide mit einem ganz klaren „Ja“. Das Ja stand schon deutlich vor dem Hochzeits-Ja fest 😉 Die Frage ist nur, das „Wann“. Und umso länger wir zusammen sind, desto mehr wünschen wir beide uns natürlich auch, dass es nicht mehr so lange dauert 🙂

      Du hast Recht, dass ich eigentlich nur den perfekten Zeitpunkt suche. Jeder sagt ja, dass es den nicht gibt – ich denke aber durchaus, dass es den falschen Zeitpunkt geben kann. Aber wahrscheinlich sind wir auch aus dieser Phase inzwischen endgültig raus: Wir kennen uns lange genug, haben beide ein geregeltes Einkommen und sind im besten Kinder-Alter 😉

      Arbeitest Du denn Vollzeit oder Teilzeit?

      Bin gespannt, wann unser perfekter Zeitpunkt gekommen ist 🙂 Du und alle anderen werden es sicherlich hier erfahren 😛 Über Rat, wie ich meinen Rabenmutter-Alltag dann strukturieren kann, werde ich mich dann sicherlich freuen 🙂

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
      • 2. Oktober 2017 um 22:11
        Permalink

        Liebe Marielle,

        Das ist doch ein deutliches „Ja“ und klingt schon viel positiver als dein Beitrag.

        Und bestimmt habt ihr den falschen Zeitpunkt bereits hinter euch.

        Meine Kinder sind inzwischen erwachsen 25 und 23 Jahre alt. Ich hatte alle Fassetten von Kind und Karriere die du dir vorstellen kannst. Von ich muss arbeiten mit 1 jährigem Baby, über ich will mit viel Verantwortung arbeiten in Teilzeit, bis ich muss alleinerziehend Volzeit arbeiten und dazu selbst nochmal die Schulbank drücken. Daher hatten wir Tagesmutter, Kinderkrippe, Kindergarten, verlässliche Grundschule mit Mittagsbetreuung und zuletzt teilprivates Gymnasium mit Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung.

        Und jedesmal habe ich mein Umfeld entsetzt: Wie kannst du nur dein Baby abgeben – du Rabenmutter, die Kinder brauchen eine Mutter die sich um sie kümmert- du Rabenmutter, du hast es doch gar nicht nötig jetzt Karriere zu machen – du Rabenmutter, sei nicht so egoistisch und denk immer nur an dich -du Rabenmutter.

        Das Baby hat meine unsäglichen Zumutungen super überstanden und ist jetzt eine tolle junge Frau, die erfolgreich studiert und weiß was sie will. 🙂 und ich hoffe inständig, dass sie selbst mal Rabenmutter wird.

        Eins ist jedenfalls sicher, die kleinen süßen Monster werden schneller groß als uns Eltern lieb ist und sie werden tolle Erwachsene, selbstständige Menschen die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.

        Take care,

        June (gerne Rabenmutter)

        Antworten
  • 28. September 2017 um 17:44
    Permalink

    Hallo Marielle,

    für mich ist das Thema aktueller denn je. Meine Frau und ich erwarten im Oktober unser erstes Kind und die Vorfreude steigt 🙂 . Viele Idealvorstellungen, die du genannt hast, sind bei uns glücklicherweise bereits gegeben. Bei meiner Frau und mir besteht vom Arbeitgeber aus die Option, bei Bedarf von zu Hause aus arbeiten zu können und das war bereits während der Schwangerschaft für meine Frau absolut wichtig. Ich bin auch überzeugt, dass es ein entscheidender Faktor sein wird, wenn unser Nachwuchs erst da ist. Sei es im Krankheitsfall, später Ferien und so weiter.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Möglichkeit der Kinderbetreuung. Wir sind in der glücklichen Situation, dass meine Familie in wenigen Kilometer Entfernung wohnt und so ist schon einmal entsprechende Unterstützung im Haushalt oder künftiges Babysitten gesichert. Die werdenden Omas scharren schon mit den Füßen und freuen sich darauf, endlich für das Enkelkind da sein zu können. Weiterhin ist in unserem Wohnort die Seltenheit gegeben, dass ein Überangebot an KITAs und Betreuungsplätzen vorhanden ist. Das heißt für uns keine Umwege und eine Betreuungsmöglichkeit in Fußreichweite. Von daher bin ich gespannt, was die Zukunft bringt. Einen ersten Erfahrungsbericht liefere ich nach, versprochen 😉

    Beste Grüße
    Daniel

    Antworten
    • 1. Oktober 2017 um 17:46
      Permalink

      Hi Daniel,

      oh wow – wie aufregend! Da bin ich ja mal gespannt, wann wir Euch gratulieren dürfen 🙂

      Finde es toll zu lesen, dass Ihr Euch auf so gute Rahmenbedingungen freuen könnt. Vielleicht sollten wir dann auch in den Süden ziehen, wenn dort so super Bedingungen herrschen! Bei uns in Frankfurt scheint das nicht so wirklich gut zu funktionieren – Kita-Plätze am anderen Ende der Stadt sind die Tagesordnung. Aber gut – bis wir soweit sind, kann sich ja noch einiges tun.

      Bin schon gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht. Da können wir sicher dann einiges von lernen und werden sicherlich auch noch etwas beruhigter an die Familienplanung rangehen können 😉

      LG
      Marielle

      Antworten
  • 2. Oktober 2017 um 18:55
    Permalink

    Liebe Marielle,
    ich glaube, du hast das Thema absolut vollumfägnlich behandelt, mein Kompliment. Eine Lösung sehe ich leider noch nicht in Sicht, es ist traurig, dass die Bedingungen nicht verbessert werden, denn Kinder sind das, was eine Gesellschaft weiter leben lässt.Ich sehe viele Mütter, die ihren Weg gehen, und es klappt irgendwie, aber eben nicht optimal. Besonders problmatisch ist es für die Alleinerziehenden, da beginnt es dann shcon zu scheitern, wenn Kinderbetreuungseinrichtungen während der Ferien geschlossen sind, aber die Mutter keinen Urlaub hat…

    Antworten
    • 8. Oktober 2017 um 21:17
      Permalink

      Hallo Wilhelm,

      danke für Deinen Kommentar und das Kompliment – es freut mich, dass Dir der Artikel gefällt.

      Wahrscheinlich muss wirklich jede Familie ihre eigene Lösung basteln und finden. Optimal bzw. sozial gerecht wird es unter den derzeitigen Bedingungen wohl wirklich nie laufen – aber Kopf in den Sand stecken bringt ja leider auch nichts.

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten

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