Ziele 2017 Halbzeit

Halbzeit + 15 Tage = Zeit ein Zwischenfazit zu unseren Zielen zu ziehen.

Nachdem Marielle vor ein paar Tagen die Hosen unseres ETF-Depots runtergelassen hat, gebe ich Dir heute einen Einblick in meinen Zielestatus.

In den drei Kategorien „Bildung“, „Finanzen“ und „Persönliches“ hatte ich zu Beginn des Jahres meine Ziele für 2017 veröffentlicht. Nach sechs Monaten setze ich mich hin und evaluiere den Stand meines Vorhabens, um für die zweite Jahreshälfte die Chance zu haben, noch ein wenig zu adjustieren.

Wer hätte es gedacht: Diesen Artikel hat Mike für Dich verfasst.

 

Halbzeit in der Bildung

Bildungsziele

Zur Erinnerung – dies waren meine gesetzten Bildungsziele im Januar 2017:

  • Folgende Bücher zu Management und Führung lesen und durcharbeiten:
  • Volle fünf Fortbildungstage meines Arbeitgebers nutzen

Mit Bildungszielen hardere ich jedes Jahr aufs neue. Zum Zeitpunkt der Zielsetzung kommt mir mein Bildungsplan sehr schlüssig und erstrebenswert vor. Nach einigen Wochen merke ich allerdings, dass andere Themen viel reizvoller und vielversprechender sind.

2017 bildet keine Ausnahme. Aus dem Standardwerk von P. F. Drucker habe ich die Einleitung gelesen und seit dem nicht mehr angefasst. Auch die Aufnahme in mein Trello-Board hat keinen Unterschied bewirkt.

Noch schlimmer sieht es mit der grünen Reihe aus. Hier habe ich keinen Artikel angefasst.

Anstelle dessen sind andere Werke nach vorne gerutscht, die ich zum Teil sehr empfehlen kann.

Meine Ausbildungstage sind ebenfalls noch offen. Hier stehen nur die Themen „Kommunikation“, „Körpersprache“ und „Gruppenführung“ fest.

 

Hörbuch: Ausgesessen von Roland Jäger

Ein äußerst spannendes Buch über die private, politische und gesellschaftliche Bedeutung des Nichtentscheidens.

Das Fatale am Aussitzen ist Tina.

Tina könnte eine sehr intelligente und erfolgreiche Frau sein, die mit ihrer Persönlichkeit die Business- und Männerwelt aufwirbelt.

Wären da nicht die lästigen Entscheidungen. Diese sind hart, herausfordernd und unangenehmen. Und anstatt sich in die Brennnesseln zu setzen, nimmt Tina lieber auf dem weichen Sofa platz. Dort wo sie allen gefallen kann (zumindest oberflächlich).

Tina hat leider einen entscheidenden Nachteil. Ihr Name ist ein Akronym und steht für:

There Is No Alternative.

Fazit: Umso länger Du wartest mit einer Entscheidung, desto weniger Alternativen bieten sich Dir. Wenn Du den Bogen zu sehr überspannst, hast Du keine Alternative mehr. Und musst mit dem einzig verbliebenen Weg zurechtkommen. Erfahrungsgemäß ist dies der hässlichste, schrecklichste, unangenehmste und teuflischste, den Du Dir vorstellen konntest und vermeiden wolltest.

Empfehlung: Ausgesessen von Roland Jäger.*

 

Jack Nasher: „Überzeug!“ und „Deal!“

Durch ein Interview beim Unternehmerkanal wurde ich auf die Bücher von Jack Nasher aufmerksam.

Zunächst habe ich mir das Hörbuch „Überzeugt! Wie sie Kompetenz zeigen und Menschen für sich gewinnen“ besorgt. Wenn Du meinen Artikel Deinen Partner überzeugen? Mit diesen Tipps funktionierts! gelesen hast, dann weißt Du, dass ich ein großer Fan von Dale Carnegies „How become friends and influence people“ bin.

Jack Nasher’s Überzeugt! geht einen Schritt weiter und fasst die psychologischen Erkenntnisse aus den letzten 100 Jahren anschaulich zusammen.

Wie wirkst Du sympathisch? Easy – lächeln, ausreden lassen, ähnliche Körperhaltung einnehmen.

Wie wirkst Du kompetent? – Nach diesem Buch weißt Du es und Du kannst einige Tipps sofort umsetzen ohne Dich selbst zu verstellen! Beispielsweise: Setze Dich ans Kopfende eines Tisches; stehe im Fokus, wenn Du präsentierst; schaue in die Augen, wenn Du redest, aber nicht, wenn jemand mit Dir redet.

Jack Nasher’s Deal!* konzentriert sich auf Verhandlungssituationen aller Art und greift damit eine weitere Komponente von Dale Carnegie auf. Auch dieses Hörbuch habe ich verschlungen und mir inzwischen ein zweites Mal angehört. Angewendet habe ich die Tipps bei Immobilienbesichtigungen, Bewerbungsschreiben und dem Aufbau von Kooperationen.

Mein Fazit: Verhandlungssituationen sind deutlich entspannter – für beide Parteien. Und es entstehen viel häufiger Arrangements mit denen alle zufrieden sind.

 

Das 4-Stunden-StartUp von Felix Plötz

Erneut inspiriert durch Hendrik vom Unternehmerkanal habe ich mich an dieses verheißungsvolle Werk getraut. Der Name ist zu nah an der „4-Stunden-Woche“, über welches ich bisher sehr kontroverse Meinungen gehört habe. Mir ist meine Zeit zu schade, um Dinge zu lesen, die das Blaue vom Himmel versprechen oder obskure Theorien aufbauen.

Felix Plötz und seine 4-Stunden-StartUp-Theorie* hat mich hingegen sehr positiv überrascht und liefert einen Hammer-Mehrwert! Er beginnt mit einer Reihe von Interviews und Case-Studies zu Menschen die es geschafft haben oder gescheitert sind, nebenberuflich ihr eigenes Unternehmen aufzubauen.

Zwischendurch wird es philosophisch und die Generation Y wird näher beäugt. Abschließend hat Felix Plötz einen Knallertipp nach dem anderen raus. Dabei handelt es sich vor allem um konkrete Handlungsanweisungen, Webseiten, Tools, rechtliche Grundlagen und Steuerfragen.

Die vier Stunden bezieht er übrigens nicht auf ein festes Intervall – dies überlässt er seinem Leser. 4 Stunden an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat – alles kann funktionieren.

 

Aktuelle Lese- und Hörliste

Mein absoluter Favourit ist derzeit „Eine Million Minuten – Wie ich meiner Tochter einen Wunsch erfülle und wir das Glück fanden“ von Wolf Küper*. Ich empfinde dieses Buch als unglaublich inspirierend und sinnerweiternd, sodass hierzu einen eigenen Artikel geben wird.

Zudem lese ich noch „Liebes Geld“ von Michael Mary und „Erst denken, dann zahlen“ von Claudia Hammond. Ersteres ist zu Beginn sehr theoretisch, da bin ich gespannt, wie es sich entwickelt und ob der Autor zu einer unterhaltsameren Sprache findet. Das Buch von Claudia Hammond ist bisher wahnsinnig interessant und nach den ersten 150 Seiten eine echte Empfehlung!

Auch wenn ich meine ursprünglichen Bildungsziele teils verworfen habe, habe ich in den ersten sechs Monaten einiges dazu gelernt. Abseits von Büchern waren wir auch noch auf der ersten Finanzblogger-Konferenz, die einen enormen Boost an Wissen für uns bedeutete.

 

Finanzielle Halbzeit

Finanzielle Ziele

Zur Erinnerung – dies waren meine gesetzten Finanzziele im Januar 2017:

  • Zusätzliches Einkommen im Wert meines offiziellen Jahresgehalts generieren
  • Meinen Depotwert verdreifachen
  • Meine ETF-Sparrate von 2016 um 5 Prozent steigern

 

Einkommen verdoppeln

Dieses Ziel gehört zu meinen Top-3-Zielen dieses Jahr. Sehr ambitioniert und ohne weiteres nicht zu erreichen. Das halbe 2017 hat bisher dazu gedient, die Grundlagen für dieses Ziel zu legen.

Allmählich trudeln die ersten Renditen auf das Konto. Für diesen Artikel habe ich zum ersten Mal zusammengerechnet, wie viel Prozent meines Einkommens, ich durch andere Quellen zusätzlich erwirtschaften konnte.

15,3 %

Eine Zahl, die mich positiv überrascht. Ich hätte mit deutlich unter 10 Prozent, eher Richtung 5 Prozent geschätzt. Ab jetzt gilt es den Prozess weiter anzukurbeln, um die 100 Prozent noch bis Dezember knacken zu können.

 

Depotwert verdreifachen

Aufgrund des Aufbaus meiner Rücklagen, der bevorstehenden Reise nach Australien und Neuseeland und der noch anstehenden Immobilieninvestition habe ich mein Aktiendepot nicht in dem Umfang erweitert, wie ich es mir zu Beginn des Jahres vorgestellt habe.

Mit 28,7 Prozent liege ich deutlich hinter meinem Vorhaben und werde dies bis Ende des Jahres auch kaum aufholen. Selbst eine Verdopplung halte ich momentan noch für unrealistisch, gebe sie allerdings dennoch als adjustiertes Ziel heraus.

 

ETF-Sparplan um 5 % steigern

Hier bin ich voll auf Kurs. Jeden Monat werden 5 % mehr investiert als im Vorjahr, sodass ich am Ende des Jahres mein Ziel erreicht haben werde. Im Dezember schaltet die nächste Dynamikstufe, sodass mein Sparplan von 210 Euro auf 220,50 Euro erhöht wird.


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Persönliche Halbzeit

persönliche Ziele

Zur Erinnerung – dies waren meine gesetzten persönlichen Ziele im Januar 2017:

  • Dachboden ausräumen und die Dinge verkaufen
  • Regelmäßige (6- 8 Wochen) Spieleabende mit der Familie

 

Dachboden ausmisten

Noch eine Woche und dann habe ich drei Wochen Urlaub, in denen einiges auf dem Programm steht. Unter anderem vier Tag Aufenthalt in London und dem langanstehenden Besuch der Bakerstreet.

Die 21 Tage werde ich auch nutzen, um das Ausmist-Programm der Finanzlady durchzuziehen.

Letzten Sommer hatte ich erfolgreich unseren Keller bereinigt. Mein Herz schlägt heute noch ein Stück freudiger, wenn ich den Keller betrete und alles da ist, wo es hingehört.

 

Spieleabende mit der Familie

Dies ist mein wichtigstes Ziel und hat stes Prio Null. Sprich es steht ganz oben, noch vor meinen Prio-Eins-Zielen!

Erst gestern hatten wir einen Spieleabend. Gespielt wird stets Rommee und der Verlierer muss kochen. Beim letzten Abend hatte meine Oma verloren. Gestern zauberte sie ein leckeres Gulasch mit einem frischen Sommersalat und anschließender Roter Grüze mit Vanillesoße auf den Tisch. Heute habe ich leichten Muskelkater vor lauter Lachen!

Besonderes Highlight unser nächster Familienabend findet bei uns statt. Marielle hat die Ehre das nächste drei Gänge Menü für uns zu zaubern!

 

Fazit zur Halbzeit

An vielen Stellen bin ich schon auf dreiviertel des Weges, obwohl erst Halbzeit ist. Meine finanziellen Ziele brauchen noch etwas Nachhilfe. Mit den getätigten Vorbereitungen bin ich allerdings zuversichtlich, dass ich dies in der zweiten Halbzeit aufholen kann.

Am meisten hat mich meine Leseliste beeindruckt, da mein bisheriges Gefühl in die entgegengesetzte Richtung zeigte. Erst vor zwei Wochen unterhielten wir uns, dass wir zu wenig lesen und ich die nicht mehr vorhandene Zeit in der Bahn etwas vermisse. Damals hatte ich sie zum Lesen genutzt und tausende Seiten pro Jahr verschlungen. Komisch, währendessen kam es mir als Zeitverschwendung vor. Interessant, was unsere Wahrnehmung für Verzerrungen abbildet.

Wie sieht es mit Deinen Zielen aus? Bist Du auf Kurs oder hast Du mehr oder weniger geschafft als bisher?

Beste Grüße
Mike

Halbzeit – Wie entwickeln sich Mike’s Ziele?
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3 Gedanken zu „Halbzeit – Wie entwickeln sich Mike’s Ziele?

  • 16. Juli 2017 um 18:56
    Permalink

    Hallo Mike,

    Freut mich, dass ich mit dem Buch von Claudia Hammond auch dein Interesse wecken konnte. Ich hatte, als ich es für Marielle als Geburtstagsgeschenk ausgewählt
    habe, schon daran gedacht, dass dich als Psychologe das Thema Verhalten rund um Geld und Vermögen auch reizen könnte.

    Schönen Sonntag noch!
    Marion!

    Antworten
    • 16. Juli 2017 um 21:54
      Permalink

      Hallo Marion,

      jap das war ein super Geschenk und das Buch ist wirklich empfehlenswert. Verständlich und reizvoll geschrieben, sodass die Seiten schnell geblättert werden und ich dabei viel neues lerne.

      LG Mike

      Antworten
  • Pingback: Zwischenfazit - Wie entwickeln sich Marielle's Ziele? - Beziehungs-Investoren

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