Morgens um halb sechs zwitschern die Vögel, es wird wärmer und die Sonne zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

Unverkennbar der Frühling zieht durchs Lande.

Ebenfalls nicht mehr zu leugnen sind die verbleibenden drei Monate bis zu unserem Hochzeitstag. Herzlich Willkommen zum Hochzeitsupdate März 2017!

 

Die alte To-Do-Liste

Einladungen verteilen

Auszüge aus den Geburtenregistern beantragen

Inspirationen zu Trauringen sammeln

Aufgebot bei Standesamt bestellen

Abfragen was bei der Location an Bänken, Technik und sonstiger Ausstattung vorhanden ist

Bänke, Hussen und Zelte organiseren

Restaurant für die kleine Feier nach dem Standesamt auswählen und testen, sodass wir hier frühzeitig etwas buchen können

Mike: Einen Anzug aussuchen

Goldschmied aussuchen und Beratungstermin vereinbaren sowie Ringe schmieden

Ablauf der Feier mit Familie und Caterer abklären

Getränke und Ablauf mit der Location besprechen

Verantwortlichkeiten für den Tag verteilen

Besprechung der Hochzeitstorte

Marielle: Besprechung & Test Frisur und Make-Up

Deko aussuchen und organisieren

Location mit Mikes Eltern besichtigen

Marielle: Ein Kleid fürs Standesamt aussuchen

Spotify-Playlist erstellen

Kuchenbäcker(innen) organisieren

Vorbesprechung der freien Trauung

Herausfinden, was wir noch alles planen müssen

 

2/3 geschafft!

Ende Februar fuhr Marielle erneut zu Brand-Moden nach Leidersbach. Diesmal als Beifahrerin und mit mir im Schlepptau.

Inspirationen für den Anzug sollten her. Eine Vorstellung gab es im Vorfeld: Der Anzug sollte auf alle Fälle nach der Hochzeit verwendet werden können. Denn mehrere hundert Euro für Einwegkleidung auszugeben, könnte ich nicht übers Herz bringen.

Wir marschierten in die Herrenabteilung des Pilgerortes für Hochzeitsmoden. Dort empfing uns ein freundlicher Verkäufer, der den Titel Verkäufer verdiente. Geschickt zeigte er mir die Vorzüge diesen oder jenen Anzugs und beruhigte mich hinsichtlich meiner einzigen Vorstellung.

Ehe ich mich versah probierte ich den ersten Anzug an. Passt, der gute Mann hatte ein geschultes Auge. Trotz betonter Figur fühlte ich mich in dem Anzug frei und beweglich. Ein starker Pluspunkt!

Drei, vier, fünf Veränderungen später verzog ich mich zum letzten Mal in die Umkleidekabine. Das Ergebnis? Nun, es gibt noch kein Foto und der Anzug hängt noch bei Brand-Moden. Du wirst Dich bis Juni gedulden müssen. Bilder werden folgen – versprochen!

Fünfzig Minuten nach Betreten der Herrenabteilung stand ich an der Kasse und erhielt noch den wichtigen Tipp: Und nicht so viel trainieren. Ihr jungen Burschen sagt immer, das macht ihr eh nicht und dann passt der Anzug nicht mehr. Also runter vom Gas. Zur Not bekommen Sie den Anzug aber natürlich eine Nummer größer.

Damit ist noch Marielles Standesamtkleid ausständig.

 

Auszüge aus dem Geburtenregister

Du könntest denken, dies wäre eine simple Angelegenheit. Zum Beispiel: Im Heimatort ein ausgefülltes Formular mit 10 Euro Gebühr in den Briefkasten des Standesamts werfen. Zwei Tage warten. Und die Abschrift im eigenen Briefkasten wiederfinden.

Stimmt. Bei Marielle war dies der exakte Ablauf. Kombiniert mit einem Familienbesuch, einem lustigen Wochenende und leckerem Essen erledigte sich die Aufgabe beinahe von alleine.

Leider geht es auch anders!

Mir standen drei Optionen zur Auswahl:

Erstens hätte ich persönlich vor Ort erscheinen können. Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr. Könnte funktionieren, bedeutet allerding Überstundenabbau, Benzinverschwendung und Trainingsausfall.

Zweitens hätte ich eine beglaubigte Kopie meines Personalausweises beantragen können. Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr. Immerhin im Wohnort! Diese Kopie samt ausgefüllten Formular und Geld per Post ans Standesamt im Heimatort schicken. Könnte funktionieren, bedeutet allerdings weitere Verschwendung meiner Lebenszeit, Überstundenabbau und erneuten Trainingsausfall.

Drittens die Vollmacht einer dritten Person erteilen. Bedeutet jemanden zu finden, der zu den genannten Öffnungszeiten bei der Stadt vorbeispazieren kann. Glücklicherweise gibt es Mama, die in solchen Fällen dankenswert einspringt!

Und was soll ich sagen, die Abschrift ist fehlerhaft…. ….. …..

 

Trau- und Eheringe

Kombiniert mit dem Anzug-Kauf-Besuch hatten wir einen Termin mit einem Juwelier vereinbart. Effizientes Arbeiten war angesagt.

Gespannt stolzierten wir in den Trauringladen und inspirierten uns wie tausende von Paaren sich vor uns inspirierten.

Eismatt!

Ringe, die uns beiden auf Anhieb gefiehlen. Die nette Dame – im Gegensatz zu dem Anzugherren keine Verkäuferin – beobachtete uns immerhin aufmerksam, versicherte sich kurz und zauberte die Schmuckstücke anschließend hervor.

Eismatt – das sah vielleicht cool aus. Etwas rustikal, dennoch elegant.

Wir steckten die Ringe unserer Wahl voller Vorfreude, direkt beim ersten Versuch das Richtige gefunden zu haben, an die Eheringfinger.

Boah, sah das SCHEIßE aus!

Mir war vorher bewusst, dass ich mich an den Ring gewöhnen werden muss. Schließlich trage ich seit meinem dreizehnten Lebensjahr nicht mal mehr eine Uhr.

An Marielle sahen die Ringe vergleichsweise gut aus. Ihr Empfinden ähnelte allerdings deutlich mehr dem meinigen. Keine gute Basis um einen vierstelligen Betrag auszugeben.

Während unsere Abneigung uns mimisch und verbal deutlich anzumerken war, lächelte die Dame betrübt. Und bestärkte uns zunehmend in dem Gefühl, dass dies stark typabhängig wäre. Sie uns dafür aber alles, in allen Formen anbieten könne. Wie gesagt, leider keine Verkäuferin.

Neuer Plan: Ringe für unter 100 Euro kaufen. Ausprobieren, ob diese Tradition zu uns passt. Und zu einem späteren Zeitpunkt qualitativ hochwertige Ringe kaufen, wenn wir wissen was (und vor allem ob) wir toll an uns finden.

Symbol unserer Ehe wird ohnehin etwas anderes – vielleicht ein Foto oder das Reisen oder das gegenseitige Bestärken oder irgendwas anderes, das uns auszeichnet. Schmuck fühlt sich für uns sehr stereotypisiert und erzwungen an, da wir beide keinen tragen (Marielle lediglich Ohrringe).

 

Zwei Tage – drei Termine

Der Grund, dass es das Hochzeitsupdate März 2017 nicht wie üblich am 15. des Monats sondern erst am 17. gibt ist, dass wir in den letzten zwei Tagen noch drei Termine für unsere Hochzeitsvorbereitungen hatten:

Mittwochabend trafen wir eine Kollegin von Marielles Mutter und ihren Mann. Im Gepäck hatte sie ein Portfolio mit leckeren Sauereien.

Seite über Seite potraitiert das Buch Torten in festlichen, biblischen und freizeitlichen Motiven, Formen und Farben, die sie in den letzten Jahren zu verschiedenen Anlässen gebacken hat.

Unsere Hochzeitstorte wird aus zwei ineinanderverschlungene Herzen, einer Sonnenblume und kleinen Herz-Törtchen bestehen. Uns läuft seitdem das Wasser im Munde zusammen – die Vorfreude auf’s Kuchenbuffet ist definitiv entfacht! Die Liste für weitere fleißige Hobbybäcker/innen ist hiermit eröffnet.

Donnerstagmorgen trafen wir uns mit der nächsten Kollegin für Dekoration alá blau, gelb und grau. Blau und gelb werden die Blumen auf den Tischen und in Marielles Brautstrauß. Grau wird der Tischläufer auf den Tischen. So finden sich unsere Einladungsfarben wieder.

Im Vorfeld wussten wir lediglich unsere Farben und dass wir es möglichst simpel halten möchten. Mit insgesamt drei Pflanzen (ohne Blüten) in unserer Wohnung waren wir ansonsten ahnungslos. Wir wurden allerdings hervorragend beraten und freuen uns auf die sommerliche und fröhliche Blumendeko.

Donnerstabend bekam Marielle eine neue Friseur. Seit Wochen und Monaten setzt Marielle sehr viel Energie in das Wachstum ihrer Haare. Mit zunehmenden Erfolg!

Mit Hilfe eines Glätteisens, ein paar Drehungen und den geschickten Händen der Friseurin von Marielles Familie bekam sie eine sommerliche Hochzeitsprobefrisur. Das regte wiederum meine Vorstellungskraft an und ich freue mich erneut ein Stückchen mehr.

 

Fazit

Es geht voran! Das ist wohl die Kernerkenntnis der Vorbereitungen aus dem vergangenen Monat für das Hochzeitsupdate März 2017.

Zwar wird die To-Do-Liste schon wieder mit nächsten Aufgaben gefüllt – aber die Vorfreude auf unseren großen Tag steigt mit jeder Erledigung. Wir freuen uns und gehen davon aus auch den nächsten Monat stressfrei durchzustehen. Zu tun ist genug – aber siehe selbst:

 

Neue To-Do-Liste

Letzte Einladungen verteilen

Aufgebot bei Standesamt bestellen

Bänke, Hussen und Zelte organiseren

Restaurant für die kleine Feier nach dem Standesamt auswählen und testen, sodass wir hier frühzeitig endlich etwas buchen können

Goldschmied aussuchen und Beratungstermin vereinbaren sowie Ringe schmieden Ringe aussuchen 

Ablauf der Feier mit Familie und Caterer abklären

Anzahlung für Caterer leisten

Getränke und Ablauf mit der Location besprechen

Verantwortlichkeiten für den Tag verteilen

Location mit Mikes Eltern besichtigen

Marielle: Ein Kleid fürs Standesamt aussuchen

Spotify-Playlist erstellen

Weitere Kuchenbäcker(innen) organisieren

Vorbesprechung der freien Trauung

Serviertten, Tischläufer und anderes in gelb, blau und grau kaufen

Vorhandene Gläser für Tischdeko zählen sowie Anzahl der zu schmückenden Tische festlegen & Floristin Bescheid geben

Technik-Situation klären und Aufbau der Location definieren

Herausfinden, was wir noch alles planen müssen

 

 

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Fünfzig Minuten, Bürokratie und Dreierlei – Hochzeitsupdate März 2017
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5 Gedanken zu „Fünfzig Minuten, Bürokratie und Dreierlei – Hochzeitsupdate März 2017

    • 18. März 2017 um 14:46
      Permalink

      Sehr gerne – so lange wir keine Garantie für Vollständigkeit übernehmen müssen 😉 Ist schließlich auch unsere erste Hochzeit…und sind den Reaktionen nach zu urteilen eh viel zu unorganisiert bzw. minimalistisch 😀

      Antworten
  • 24. März 2017 um 08:58
    Permalink

    Wegen der Ringe: Dann laßt sie halt weg. Man kann auch ohne Ring die Silberhochzeit ansteuern und glücklich sein.
    Muss der Pfarrer / Standesbeamte halt improvisiern. Hat aber den Vorteil, dass mann schneller beim „Sie dürfen die Braut jetzt küssen“ ist 😉

    Gruß
    Finanzwesir

    Antworten
    • 27. März 2017 um 22:32
      Permalink

      Hallo Albert,

      ne ne ne weglassen mag ich ja auch nicht 😉 Wie alles im Leben wollen wir ja beide zumindest mal probieren und austesten wie das so ist mit Ringen – vielleicht ist es ja wider Erwarten total super. Das mit dem Küssen üben wir ja schon seit 7 Jahren – die (günstigen) Ringe geben dann den finalen Kick 😀

      LG
      Marielle von Mikes Account

      Antworten
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