Hallo,

regelmäßig haben wir im letzten Jahr die Aktien aus unserem Depot vorgestellt. Die heutige Aktienvorstellung haben wir in eine ETF-Vorstellung umgewidmet. Denn die Nachfrage kommt immer wieder – welche ETFs habt Ihr und warum ausgerechnet diese? Daher gibt es heute unsere Beweggründe für ETFs, eine Vorstellung unserer ETF Depots sowie einen Einblick in die bisherige Performance unserer Zusammenstellungen.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst.

 

Gründe für unser ETF Depot

Dieser Artikel soll nicht erklären, was ein ETF ist – das haben andere ausführlich getan. Zur grundsätzlichen Erläuterung des Konzeptes ETF möchten wir heute auf andere Stellen verweisen. Ein tolles, kurzes Video gibt es von dem Kollegen von Finanzfluss. Wer lieber liest, ist beim Finanzwesir bestens aufgehoben. Alle Vorteile listet Pascal von Fyoumoney (nur ein bisschen) parteiisch auf. Den Klassiker zum Thema Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen* von Gerd Kommer empfehlen wir den Bücherlesern unter Euch.

Seit Ende 2015 und Anfang 2016 haben wir beide – jeweils separate – ETF-Sparpläne aufgesetzt. Jeder von uns spart monatlich einen festen Betrag in diese Werte – bei Mike sind es vier verschiedene ETFs, bei mir sogar sechs.

 

Mike’s Gründe

Mike hat erst in 2016, mit 29 Jahren begonnen in einem rentenversicherungspflichtigen Job zu arbeiten. Zuvor hat er als selbstständiger Trainer zwar für Studentenverhältnisse gut verdient, allerdings nicht genug um sich um seine Altersvorsorge zu kümmern. Da er zu allem Überfluss nicht vor hat, bis 70 in diesem (oder einem ähnlichen) Arbeitsverhältnis zu bleiben, brauchte er einen Plan. Denn, dass ihm die Rentenzahlungen vom Staat nicht ausreichen werden, um seinen Lebensstandard annähernd zu halten ist sicher.

Die Lösung: Mehr verdienen! Mehr investieren!

Klar, mit Einzelaktien lässt sich die höhere Rendite erzielen. Allerdings sind sie risikobehafteter als die über viele Unternehmen gestreuten ETFs.

Klar, Fonds sind ebenfalls gestreut, aber so ein ETF hat deutlich geringere Gebühren.

Die Hauptgründe für Mike in ETFs zu investieren sind der Aufbau einer Altersvorsorge und die typischen Eigenschaften eines ETFs (hohe Streuung und geringe Gebühren).

Mike hat im Dezember 2015 begonnen in seine ETF-Sparpläne zu investieren.

 

Marielle’s Gründe

Mit 19 habe ich ein duales Studium begonnen, zeitgleich habe ich mit meiner Altersvorsorge angefangen. Da ist zu nennen der Abschluss eines Bausparvertrages (okay, nicht fürs gaaaanz so entfernte Alter, aber ein Baustein für die Zukunft ist es ja doch) und meiner Riesterrente. Außerdem zahle ich seit dem Studienstart in die Rentenversicherung ein – erst mit dem Ausbildungsgehalt, dann durch Abzüge beim Werkstudentengehalt und seit Anfang 2016 mit meinem ersten festen Job, den ich mit 23 begonnen habe.

Auf dieser Basis erhoffe ich mir eine vergleichsweise gute staatliche Rente (bzw. unter der Voraussetzung, dass es eine gibt, habe ich wohl bessere Karten als Mike) und habe mit der Riesterrente noch eine weitere – streitbare – Komponente fürs Alter. Direkt beim Job-Start wurde mir der Abschluss einer Betriebsrente (mit Entgeltumwandlung) angeboten. Leider in Produkte, die ich alle nicht verstehe. Der Berater konnte mir die Zusammensetzung der Fonds (von großen, namenhaften und völlig verlässlichen Anbietern) nicht erklären.

Die Option fiel raus. Ich investiere nicht in etwas, das ich nicht verstehe. Etwas nachdenken okay – aber spätestens auf den zweiten Blick möchte ich es verstehen.

Aufgrund der anhaltenden Kritik an der Riesterrente und der Angst vor der geringen staatlichen Rente, wollte ich für meine Altersvorsorge selbst aktiv werden. Also bin auch ich beim ETF-Sparplan gelandet, denn einen ETF kann ich verstehen, er ist gefühlt sicherer als Einzelaktien und es gibt i.d.R. mehr Rendite als auf Tages- oder Festgeldkonten.

Ich habe im April 2016 begonnen mein ETF Depot aufzubauen.

 

Vorstellung unserer ETF Depots

Nachdem für uns beide feststand, dass wir in ETFs investieren wollten, galt es nur noch herauszufinden, in welche genau.

Wir haben uns entschieden unabhängig voneinander zu agieren. Dies liegt daran, dass wir die ETFs als Altersvorsorge sehen. Also für einen Zeitpunkt, der 30 bis 50 Jahre in der Zukunft liegt. Um unnötigen Stress im Fall einer Trennung oder sonstigen Problemen, die wir heute nicht antizipieren können, zu vermeiden, baut jeder von uns sein eigenes ETF Depot auf.

Auch die Tatsache, dass wir unterschiedlich hohe Beträge in unser jeweiliges ETF Depot investieren wollten sowie die Flexibilität bei der Auswahl sprach von Anfang an dafür, hier individuell zu agieren.

 

ETF Depot von Mike

Mike hat sich entschieden monatlich 200 Euro in sein ETF Depot zu investieren. Zusätzlich hat er eine jährliche Dynamik von 5 % eingebaut. Entsprechend steigt der Investitionsbetrag jedes Jahr im Dezember für das nächste Jahr um weitere 5 %. Der Gedanke dahinter war, dass er davon ausgeht sein Einkommen steigern zu können und sich von Anfang an verpflichten will, die Sparrate kontinuierlich zu erhöhen. Das Alter rückt ja schließlich jedes Jahr näher.

Bestandteil von Mike’s ETF Depot sind vier verschiedene ETFs, in die er unterschiedlich hohe Anteile seiner Gesamtinvestitionssumme investiert:

 

Comstage Dax UCITS ETF (ETF001)

Dieser ETF bildet den DAX nach. Entsprechend orientiert sich der Kursverlauf an dem der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland. Für Mike ist dieser ETF ein absolutes Basis-Investment in die deutsche Wirtschaft. Mit inzwischen neuen Erkenntnissen und mehr Wissen, wird er das Besparen diesen ETFs Ende des Jahres auslaufen lassen und durch einen anderen ersetzen. Dies liegt daran, dass der zweite ETF in seinem Portfolio ebenfalls in den DAX investiert und bisher besser performt.

Derzeit ist dieser Wert um 13,57 % gestiegen.

ComStage DivDAX® UCITS ETF (ETF003)

Dieser ETF orientiert sich am DivDax, der die 15 Dividendenstärksten Unternehmen des DAX umfasst. Entsprechend entstehen höhere Erträge, die thesauriert werden können. Gleichzeitig ist die Wertentwicklung aber auch von nur 15 Unternehmen abhängig. Dies ist für einen ETF eine recht geringe Streuung. Nach 1,5 Jahren des Investierens spricht für Mike die höheren Etragsmöglichkeiten im Vergleich zum ETF001 dafür, diesen ETF im Depot zu behalten, weiterhin zu besparen und am Erfolg der deutschen Wirtschaft beteiligt zu sein.

Derzeit ist dieser Wert um 14,63 % gestiegen.

 

ComStage iBoxx € Sovereigns Inflation-Linked Euro-Inflation UCITS ETF (WKN ETF530) 

Dieser ETF investiert in den Index mit dem klangvollen Namen „Markit iBOXX EUR Sovereigns Inflation-Linked Euro-Inflation Total Return Index“. Dieser deckt inflationsgebundene Staatsanleihen der Euroländer ab. Einfach gesagt: Steigt die Inflation steigt auch dieser ETF. Er bildet damit einen Gegenpol zu den am Aktienmarkt orientierten ETFs und sorgt für eine Glättung in Mike’s Depot.

Derzeit ist dieser Wert um -1,08% gesunken.

Emerging Markets Lyxxor MSCI E.M.U.ETF C-EO (LYXOBX)

Dieser ETF hat zum Ziel die Entwicklung der Schwellenländer in Form des MSCI Emerging Markets abzubilden. Zu diesen Ländern gehören neben den Klassikern China, Südafrika und Indien auch Südkorea, Thailand oder Mexiko.

Derzeit ist dieser Wert um 1,26 % gestiegen. Allerdings investiert Mike hier erst seit 3 Monaten. Zuvor hat er den korrespondierenden ETF von der Deutschen Bank bespart. Da dieser bei unserem Broker allerdings nicht mehr kostenlos besparbar ist, hat er das Investment neu gestartet. Der alte Bestand liegt unberührt im Depot und steht bei einer Steigerung um 18,95 %.


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ETF Depot von Marielle

Ich investiere monatlich 400 € in meine Sparpläne. Bei mir ist der Betrag in unterschiedlicher Höhe auf sechs verschiedene ETFs verteilt. Da ich direkt mit diesem höheren Betrag gestartet bin, habe ich mich erst einmal gegen eine dynamische Anhebung entschieden, sondern möchte bei jeder Gehaltssteigerung neu evaluieren. Bei der ersten in diesem April habe ich mich gegen eine Erhöhung entschieden. Die Zusatzersparnisse möchte ich eher in andere Anlageformen (bspw. Crowd-Investing oder P2P-Investments) investieren.

Mein ETF Depot besteht aus folgenden sechs Werten:

 

ComStage iBoxx € Sovereigns Inflation-Linked Euro-Inflation UCITS ETF (WKN ETF530)

Diesen ETF habe ich bei Mike beschrieben. Eine der beiden Gemeinsamkeiten in unseren ETF Depots. Auch ich möchte durch die Investition in den „Inflations-Index“ eine Risikostreuung und Glättung meines Depots erreichen.

Derzeit ist dieser Wert um -1,40 % gesunken.

 

Lyxor MSCI Emerging Markets UCITS ETF C-EUR (WKN LYX0BX) 

Die Beschreibung könnte ich wieder von der obigen kopieren. Bei mir steht der Wert aktuell bei 1,64 % Steigerung – der Unterschied zu Mike liegt daran, dass ich einen oder zwei Monate vorher den Tausch vom Deutsche Bank Emerging Markets zum Lyxor Produkt vollzogen habe. Mein Vorgänger-ETF steht bei 16,27 % – hier sieht man dann den späteren Investitionsbeginn im Vergleich zu Mike.

ComStage MSCI World UCITS ETF (WKN ETF110) 

Dieser ETF funktioniert analog dem zum Emerging Markets nur mit dem MSCI World Index. Es sind also Unternehmen der ganzen Welt enthalten. Ein starker Fokus mit fast 60% liegt auf den USA. Dies kommt mir entgegen, da ich in vielen Märkten investiert bin, ohne mich dort explizit auskennen zu müssen. Da wir jedoch auch selbst nach und nach Einzelaktien, v.a. aus den USA in unser Depot nehmen, werde ich zu gegebener Zeit evaluieren, ob ich den Betrag, den ich monatlich investiere im Vergleich zu den anderen ETFs senken und dafür einen anderen Bereich erhöhen möchte.

Derzeit ist dieser Wert um 6,42 % gestiegen.

 

ComStage MSCI Pacific ex. Japan UCITS ETF (WKN ETF115) 

Dieser ETF orientiert sich am MSCI Pacific (ex. Japan). Dies bedeutet, dass sich die größten Anteile in Aktien aus Australien, Hongkong und Singapur befinden. Aus meiner Sicht sind diese Märkte – trotz ihrer starken Orientierung am „westlichen Weltmarkt“ – unterrepräsentiert. Ich kenne mich in den Ländern zu wenig aus, um aktuell selbst in Einzelaktien zu investieren. Mit dem ETF kann ich dennoch am wirtschaftlichen Erfolg in diesen Teilen der Welt partizipieren.

Derzeit ist der Wert um 5,33 % gestiegen.

ComStage STOXX® Europe 600 UCITS ETF (WKN ETF060)

Dieser ETF bildet den EuroSTOXX 600 Index ab, welcher die 600 größten Aktien ausgewählter europäischer Länder enthält. Der größte Anteil machen Aktien aus UK aus. Dahinter folgen Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Aber auch kleinere Länder wie Dänemark oder die Niederlande sind vertreten. Hier gilt dasselbe wie beim vorherigen ETF: Ich möchte an diesen Regionen partizipieren und kann dies über die Streuung deutlich stressfreier, als es durch Recherche nach Einzelwerten möglich wäre.

Derzeit ist der Wert um 9,11 % gestiegen.

 

Lyxor BofAML € High Yield Ex-Financial Bond UCITS ETF (WKN LYX0LY) 

Dieser ETF investiert in die liquidesten, nichtstaatlichen Hochzinsanleihen – also Unternehmensanleihen. Diese sind ebenfalls vorrangig Europa und den USA zuzuordnen. Anleihen habe ich bisher keine in meinem Depot. Dieser ETF ist daher für mich eine Chance auch in dieser Anlageklasse zu agieren und damit wie mit dem Inflations-ETF einen Gegenpol zu den Aktien-ETFs zu bilden.

Derzeit ist der Wert um 9,11 % gestiegen. Wie beim Emerging Markets ETF habe ich hier einen Wechsel vom Deutsche Bank Produkt zu Lyxor aufgrund der Gebühren vollzogen. Die Performance des ETF-Restes in meinem Depot liegt bei -1,75 %.

 

Fazit zum Blick ins ETF Depot

Der wichtigste Zweck unserer ETF-Sparpläne ist für uns die Altersvorsorge. Unser Bedarf unterscheidet sich etwas und auch unsere ETF-Auswahl. Allerdings sind wir uns in dem Punkt einig: Wir möchten langfristig und kontinuierlich unser jeweiliges ETF Depot aufbauen, sodass wir im Alter davon profitieren werden.

Ein ETF ist sicherlich keine allumfassend perfekte Lösung. Für uns haben sie bei der derzeitigen Zinslage und unseren Anforderungen jedoch das perfekte Risiko-/Nutzen-Profil.

Die Feinjustierung – also die konkrete ETF-Auswahl – können wir dabei bei Bedarf anpassen. Wichtig ist, dass wir dranbleiben und auch in eintretenden Abschwungphasen nicht die Überzeugung zu verlieren, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Wenn Du ETF hast – welche und warum? Wenn Du keine hast – warum und wie sorgst Du stattdessen fürs Alter vor? 

 

Viele Grüße

Marielle


Unsere Leseliste zum Thema „ETF“:

 

Gerd Kommer: Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen

FinanzBuch Verlag: Erfolgreich anlegen mit ETFs: Ihre einfache regelbasierte Geldanlage mit Exchange Traded Funds

Auf Englisch – Russel Wild: Investing in ETFs For Dummies: Portable Edition

 

Ein Blick in unser ETF Depot
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16 Gedanken zu „Ein Blick in unser ETF Depot

  • 13. Juli 2017 um 10:25
    Permalink

    Hi Mike,
    mich würde deine Strategie hinter den beiden ETFs:
    Comstage Dax UCITS ETF (ETF001)
    ComStage DivDAX. UCITS ETF (ETF003)
    interessieren. Macht das Sinn?
    Mit dem einen setzt du auf alle 30 DAX Unternehmen, um dir dann mit dem zweiten nochmal die 15 stärksten Dividenenträger zu nehmen.
    Ist das nicht doppelt gemoppelt?
    Würde es nicht Sinn machen den DAX ETF aufzugeben und nur auf den DivDAX zu setzen, wenn du an der Dividende interessiert bist?
    Ich bin zwar nicht der Finanzwesir aber wenn man sich die beiden ETFs bei JUSTETF übereinanderlegt (den Chart), dann haben die sich ja fast analog zueinander entwickelt.
    Von daher wäre es durchaus eine Überlegung wert, nur auf ein Pferd zu setzen.

    Und in eurem Alter, würde ich die Sparpläne auf den ComStage iBoxx Sovereigns… sofort einstellen. Das Geld kann man im ETF Umfeld sinnvoller einsetzen 🙂
    Alleine der MSCI World mit den 1600 größten Firmen, ist doch auf lange Sicht schon eine tolle Risikostreuung. Und Mike könnte, einen der DAX ETFSs und den iBoxx gegen den ACWI tauschen, wenn er noch mehr Streuung gegenüber dem WORLD haben möchte.

    Ich beende mal den Klugscheißer Modus 🙂
    Ich habe letztens auch mein ETF Portfolio im Rahmen eines Artikel offen gelegt:
    https://hobbyinvestor.de/geld-anlegen-ist-wie-tuermchen-bauen/
    Ihr dürft euch nun gerne rächen 🙂

    Schöne Grüße
    Sebastian

    Antworten
    • 17. Juli 2017 um 21:03
      Permalink

      Hallo Sebastian,

      du hast völlig recht – das ist doppeltgemoppelt. Ich werde einen der beiden ETFs in den nächsten Monaten aufgeben und durch einen anderen ersetzen.

      In den letzten Monate hatten andere Themen eine deutlich höhere Priorität und im momentanen Bullenmarkt, war es auch nicht weiter schlimm, dass ich den Dax doppelt bespare.

      Habe mich auch noch nicht näher mit den Möglichkeiten beschäftigt. Allerdings werde ich mich eher auf Länder konzentrieren, in denen ich nicht durch Einzelaktien investiert bin.

      Auch den Inflation Linked werde ich vermutlich ersetzen – so ist das mit dem Wissenszuwachs.

      Vielen Dank für Deine Tipps.

      Antworten
  • 13. Juli 2017 um 10:52
    Permalink

    Nur Kleinigkeiten. Hauptsache Aktien + Sparen. Sehr gut aufgestellt fuer Euer Alter, gratuliere!
    Aus pers. Sicht meiner Erfahrungen, ein paar Maekeleien:
    – thesaurierende Swapper ggfls erst nehmen, wenn Freibetraege ausgeschoepft sind (>801 / 1602 EUR/a), davor ruhig Ausschuetter nehmen?
    – Depots bis 50k eher mit wenigen (2?!) ETFs bestuecken (Komplexitaet gering halten; ausser: als Hobby definieren … und Hobbies duefen auch (viel?) Geld kosten …:-))
    – Mike: nur DAX + EM ist ggfls eine Wette auf Ueberrendite der Schwellenlaender (DAX haengt staerker an/korreliert mehr zu Schwellenlaendern als breite Indices und ist mit nur 30 Werten eine (zu) kleine Auswahl)
    lieber WORLD ETF statt DAX?
    – DivDax ist bloed. Dividenden-Strategie laeuft schlechter, kostet mehr Steuern, DivDax ist mit 15 Werten zu gering diversifiziert und ist durch innewohnendes Auswahlverfahren auch kein Value- oder Quality-Tilt. Stoppen?
    – Beide: warum ueberhaupt Renten-Fonds? Wenn die Zinsen steigen sollten -> Verluste; falls nicht deutliche Zinssteigerung kommt (= wahrscheinlicher) -> nagt Euch die Inflation bis zur Rente Vieles wech (neg. Realrendite) …
    lieber Tagesgeld fuer Nachkaeufe in Aktien-ETFs?
    Ihr seid so jung, und risiko-freudig, wozu braucht ihr Renten-Fonds?! Fuer die Erfahrung, dass – rueckblickend – ihr sie nicht gebraucht haettet?
    – Einzelaktien-Auswahl (Stock-Picking): zum Experimentieren/Spass-an-der-Freud OK, aber nicht zu viele, die werden euch eher die Rendite bis zur Rente verhageln? …
    Allerdings, so wie ihr drauf seid, habt ihr eine leuchtende Zukunft. Ziemlich robust aufgestellt! LG Joerg

    Antworten
    • 15. Juli 2017 um 13:01
      Permalink

      Hi Joerg,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar, das Lob und die Verbesserungsvorschläge 🙂

      Den Freibetrag habe ich durch Dividendeneinnahmen aus Einzelaktien schon einige Jahre lang ausgeschöpft. Mike nicht. Durch unsere Heirat freue ich mich jedoch, dass ich ab diesem Jahr „seinen Rest“ noch mitnutzen kann. Dementsprechend machen ausschüttende ETFs für uns nicht sooo einen großen Reiz aus. Einzelaktien haben die attraktivere Ausschüttungsquote und so können sich die ETFs voll auf den Vermögensaufbau für die Altersvorsorge konzentrieren.

      Dass Mike’s ETF Depot etwas Überarbeitung bedarf hast Du vollkommen Recht. Wie im Artikel schon geschrieben wird er definitiv den Div-Dax oder den Dax-ETF zum Jahreseende aufhören zu besparen. Der World ist dabei sicher eine Alternative – mal sehen, wofür er sich entscheidet. An seiner bisherigen Auswahl merkt man eben – jeder fängt mal an und Anpassungen werden mit steigendem Wissen immer nötig sein.

      Über die Renten-ETFs denken wir ohnehin schon nach…bisher empfanden wir es als gute Möglichkeit nicht nur in Aktien zu investieren und so das Risiko etwas zu streuen…auch hier: mit anwachsendem Wissen, zweifeln wir auch hier dran. Mal sehen…an den Einzelaktien bleiben wir allerdings definitiv dran. Es macht einfach Spaß die Werte zu recherchieren und das Gefühl zu haben tatsächlich einen kleinen Teil des Unternehmens unser eigen nennen zu können. Aber klar – auch hier ist wichtig, dass nicht alles auf ein Pferd gesetzt wird. Und diese dienen uns auch nicht für die Rente sondern eher als mittelfristige Investitionen mit einem Fokus auf Dividendenaktien.

      Danke Dir & liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 13. Juli 2017 um 13:24
    Permalink

    Hallo ihr beiden,

    ich lese hier schon länger interessiert mit. Erstmal alles Gute zur Hochzeit und viel Spaß in den Flitterwochen! 🙂
    Ich verfolge eine Core-Satelite Strategie. Das heißt ich investiere „hohe“ Beträge in breit gestreute „sichere“ ETF´s (Cores) und „kleinere“ Beträge in gewisse Themen ETFs oder Einzelaktien (Satellites).
    Meine Cores sind:

    MSCI World
    DWS Top Dividend (der Fonds performt trotz Gebühren hervorragend und ich habe ihn seit meiner Firmung –> evtl. also nicht ganz objektive Entscheidung)
    MDAX (klare Outperformance gegenüber dem DAX)

    Meine Satellites sind:

    ETF auf irische Unternehmen (Da Irland die Eurokrise souverän gemeistert hat –> ist aber seit 12/16 eingestellt, aufgrund nachlassender Dynamik)
    Euer beschriebener ETF auf Emerging Markets
    Einzelaktien aus dem Bereich Pharma, Industrie 4.0 und Technologie

    Darüberhinaus baue ich aktuell wieder Liquidität auf meinem Tagesgeldkonto auf, da ich seit einigen Monaten meine erste vermietete Wohnung besitze.
    Aus den bereits genannten Gründen meide ich Anleihen komplett. Ich überlege aber tatsächlich einen kleinen Teil in Gold zu investieren, sobald ich wieder ein gewisses Liquiditätspolster erreicht habe.

    Viele Grüße
    Jan

    Antworten
    • 15. Juli 2017 um 13:06
      Permalink

      Hallo Jan,

      das freut uns, dass Du Dich nach längerem Lesen zu einem Kommentar hast hinreißen lassen 🙂 Vielen Dank auch für Deine guten Wünsche!

      Den DWS Top Dividende habe ich auch im Depot – bei mir hat ihn mein Vater gekauft, bei dir ja dann wahrscheinlich auch Deine Eltern? Da meiner auch noch vor 2009 gekauft wurde, fallen hier im Falle des Verkaufes auch keine 25 % Abgeltungssteuer an… ist wahrscheinlich bei Dir ähnlich? Sehe es genauso, dass er für einen gemanagten Fonds einfach super ist und werde ihn entsprechend auch behalten.

      Einen ETF auf irische Unternehmen muss ich erst mal Recherchieren – ist das dann ein Aktien-ETF oder ein Anleihen-ETF? Fährst Du bei den Einzelaktien einen Buy-and-Hold Ansatz oder verkaufst Du schon auch ab und an mal wieder etwas?

      Deine Gesamtstrategie mit den ETFs, Aktien und der Wohnung ist mir sehr sympathisch! Klingt sehr solide und durchdacht. Bleib dran und es wird sich sicher auszahlen!!

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
      • 17. Juli 2017 um 08:11
        Permalink

        Guten Morgen Marielle,

        genau, bei mir wurde der Bestand im Herbst 2008 angeschafft. Also eigentlich zur Aktienunzeit. Da verdanke ich meinem Paten ein hervorragendes Investment. Später habe ich ihn jedoch weiter bespart.
        Der ETF auf irische Unternehmen investiert physisch in Aktien von Unternehmen die im ISEQ („irischer DAX“) gelistet sind.
        Bei den Einzelaktien versuche ich Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu minimieren. D.h. je nach Entwicklung gibt es Aktien die seit Jahren im Depot liegen, aber auch welche die nach Monaten wieder herausgeflogen sind. Ich habe mir dabei die Regel gesetzt ab einem Kursverfall von x% zu verkaufen und Gewinne mitzunehmen, sofern der Kursverfall nicht durch die Entwicklung am Gesamtmarkt begründet ist. So verkaufe ich manchmal vielleicht doch zu früh, aber an realisierten Gewinnen ist noch keiner arm geworden. 🙂

        Danke für deine Einwertung! Ich werde das auf jeden Fall so fortführen, wobei ich versucht bin die Immobilienquote ggf. zu erhöhen, da die Eigenkapitalrendite bei geeigneten Objekten durch den Fremdkapitalhebel ja doch recht ansehnlich sein kann. Hier im Dunstkreis norddeutscher Unistädte ist der Markt auch noch etwas entspannter als bei euch im Raum Frankfurt a.M..

        Viele Grüße und eine schöne Woche euch beiden!

        Antworten
  • 14. Juli 2017 um 00:52
    Permalink

    Hallo, es ist immer hoch interessant was andere so im Depot haben. Ich kommentier mal wertfrei eure Auswahl. 2 mal Dax, also da seh ich auch keinen Sinn dahinter. DIV Dax behalten, Dax raus und dafür den Comstage Vermögensstrategie WKN ETF701. Da sind Anleihen mit drin, das rebalancing übernimmt Comstage. Deinen iBoxx Sovereigns kannst du ebenfalls kicken, die bremsen nur das Wachstum deines Depots. Und warum nur Emergine Markets? Nimm doch einen MSCI AC World Index, dann hast du Industrie und Schwellenländer in einem. Als 4. kannst du ja dann den MDAX besparen, anstatt den DAX oder den TecDAX . Kannst dir auch mal den Comstage F.A.Z. Index ETF006 ansehen., da sind alle DAXE drin.
    Nun zu Marielles Depot. 1. Die 2 Anleihen ETFs raus und ebenfalls den Comstage Vermögensstrategie rein. 2. MSCI World und EM gegen einen ACWI eintauschen. MSCI Pacific und Europe 600 ist o.k. , dann sind wir bei 4. Als 5. ETF S&P 500 (Buffets Lieblings Index 😊) und dann noch was mit Nebenwerten oder oder einen Ausschütter Global Select Index. Mit den Dividenden kannst du deine jährliche Dynamik finanzieren. Mein Depot sieht so aus. MDAX (VL Sparen) db X-trackers MSCI AC World Index, Lyxor S&P500 (ausschütter für die Dynamik) iShares EMU Small Cap und Comstage Vermögenssteategie. DAS beste Depot oder DIE beste Lösung gibt es nicht. Alles Geschmacks- und auch Gefühlssache. Wünsche euch jedenfalls viel Erfolg mit euren Sparplänen.

    Antworten
    • 15. Juli 2017 um 13:12
      Permalink

      Hi Andy,

      danke für Deinen Kommentar und die Verbesserungsideen!

      Wie im Artikel schon geschrieben wird Mike in jedem Fall gegen Ende des Jahres einen der DAX-ETFs durch etwas anderes ersetzen. Ob es ein World oder vielleicht etwas wie der Comstage Vermögensstrategie wird, werden wir sehen. Update folgt 🙂

      Ausschütter sind für uns nicht so interessant derzeit – Ausschüttungen realisieren wir lieber über Einzelaktien und fokussieren uns bei den ETFs auf Thesaurierer, da wir sie fast ausschließlich mit dem Ziel der Altersvorsorge besparen.

      Wie Du schon sagt – jeder muss das machen, was sich individuell gut anfühlt. Wir werden unsere ETF Depots sicher immer mal anpassen – dies bedeuted nicht, dass wir etwas verkaufen werden, aber ggf. die Sparpläne umrouten. Mit zunehmendem Wissen, verändert sich ja schließlich oft auch die Wohlfühlzone. Den einen oder anderen aus Deiner Auswahl werden wir sicher mal recherchieren!

      Danke Dir & liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 14. Juli 2017 um 09:33
    Permalink

    Gerade bei der comdirect finde ich den comstage Vermögensstrategie sehr gelungen.

    Bespare seit der Geburt für meine Tochter den MSCI World und den MSCI Emerging Markets. Habe den Vermögensstrategie dann mit Auflage dazu genommen, um Europa im Depot höher zu gewichten und um Rohstoffe/Renten beizumischen. Allerdings alles thesaurierer.

    Um Steuervorteile zu nutzen, wird jetzt wohl noch ein ETF mit Ausschüttungen dazu kommen.

    Antworten
    • 15. Juli 2017 um 13:15
      Permalink

      Hallo Mike,

      ich war ganz verwirrt ob Deines Namens 😉
      Den Comstage Vermögensstrategie kannte ich bisher gar nicht. Da sowohl Du als auch Dein Vorredner Andy diesen empfehlen, werden wir ihn aber in jedem Fall mal genau durchleuchten. Mike sucht ja schließlich noch einen Ersatz für seinen einen DAX-ETF.

      Besparst Du den MSCI World und EM zu gleichen Teilen oder in der typischen 70:30 Quote? Und läuft es auf ein Junior Depot für Deine Tochter oder einfach bei Dir, sodass Du später noch entscheiden kannst, was und ob sie davon bekommt?

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
      • 15. Juli 2017 um 23:37
        Permalink

        Hi Marielle,

        Nein ist in einem Junior Depot.

        Wir besparen bisher alle ETFs gleich. Werden jetzt wohl den Lyxor SG Global Quality Income NTR UCITS ETF D-EUR hinzunehmen, um ein passives Einkommen zu generieren. Bei der comdirect sind leider nicht sehr viele ausschüttende ETFs dabei.

        Schaut euch den Vermögensstrategie auf jeden Fall an. Da ist im Endeffekt ein Weltportfolio enthalten, welches durch die große Diversifikation eine relativ geringe Volatilität haben sollte.

        Antworten
      • 16. Juli 2017 um 11:49
        Permalink

        Hallo Marielle,

        vielleicht mal so als Einstiegslektüre:
        https://www.finanzwesir.com/blog/comstage-vermoegensstrategie-etf

        Für mich als DIY-Anleger ist der nix und auch bei Euch (Einzelaktieninvestment deutet nicht gerade auf 1-Fonds-Rundumglücklich-Anlagementalität hin) habe ich Zweifel. Es gibt aber sicher Anlegertypen, für die der eine sinnvolle Lösung sein kann.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

        Antworten
        • 16. Juli 2017 um 21:59
          Permalink

          Hi Dummerchen,

          ach cool – auf Albert ist halt Verlass und ich kann mir die Recherche sparen und einfach erst mal bei ihm lesen. Danke!

          Du hast wahrscheinlich Recht…ich hatte damals auch den AERO Weltfonds (oder wie er genau heißt) ausgeschlossen, da es mir zu langweilig war…dafür interessieren mich die Details (und Renditemöglichkeiten) abseits von Gesamtpaketen einfach zu sehr.

          Hast Du dennoch ETFs im Depot oder bist Du überzeugt von Einzelaktien?

          Liebe Grüße
          Marielle (von Mikes Account)

          Antworten
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