Heute ist es so weit.

Wir geben Einblicke in die Zusammenstellung unserer Aktiendepots.

Da wir einzeln und gemeinsam investieren, gibt es die eine oder andere Überschneidung in unseren Depots. Zunächst zeigen wir die prozentuelle Verteilung von Marielle, dann von Mike und zum Schluss unser gemeinsames Depot.

Außerdem dröseln wir auf, welche Aktien wir mit und welche wir ohne unsere momentane Strategie gekauft haben.

 

Das wichtigste zuerst

Was Du hier siehst, haben wir auf Basis der aktuellen Aktienkurse erstellt. Die Prozente spiegeln also die aktuelle Größe und nicht unsere Einstiegsposition wieder.

Heute werden wir auch keine Aktien im Detail vorstellen, sondern nur die allgemeine Verteilung. In den kommenden Monaten werden wir dann die Einzelaktien, unsere Kaufgründe und deren bisherige Entwicklung präsentieren. 🙂

 

Marielle’s Aktiendepot

Zuerst möchte ich Dir mein Depot vorstellen.

Dir fällt sicherlich sofort auf, dass ich einige recht große Positionen, wie Siemens, Daimler oder meinen DAX-ETF (ETF001) besitze. Diese Werte habe ich noch vor unserer gemeinsamen Strategie gekauft. Hauptgrund war für mich damals, dass ich diese als „sichere Bank“ empfunden habe und dachte, dass das Geld in solchen soliden Werten immernoch besser angelegt ist, als wenn ich es einfach auf dem Tagesgeld liegen lasse.

Aktiendepot Marielle

Meine kleinsten Positionen sind die sechs ETFs, die ich seit dem Start meines ersten Vollzeit-Jobs monatlich mit einem Sparplan bespare. Da ich diese Stelle und damit die Sparpläne erst im Frühjahr 2016 begonnen habe, bin ich hier noch vergleichsweise niedrig investiert. Das wird sich aber Monat für Monat verändern.

Für diese, langfristig als Altersvorsorge geplanten ETFs, habe ich mich (vorerst) entschieden: einen Pazifik ETF (ETF115), einen ETF mit Schwerpunkt auf den Emerging Markets (DBX1EM), einen auf deutsche Unternehmensanleihen fokussierten ETF (DBX0AX), einen MSCI-World ETF (ETF060), einen Inflationsorientierten ETF (ETF530) und einen Eurostoxx-ETF (ETF110).

Neben den ETF’s bin ich in Daimler, MTU, GFT Technologies, Delticom, Clere und RWE alleine investiert.

 

Mike’s Aktiendepot

Kommen wir zu meiner Zusammenstellung.

Wie Du siehst liegen meine Positionsgrößen recht nahe beinander. Dies liegt daran, dass ich momentan eine „Wohlfühl“-Summe habe, die ich in eine Position investiere.

Da wir noch nicht so lange in unsere Strategie investieren und bei mir jetzt auch ein Jobwechsel angestanden hat, wird sich diese Größe in 2016 auch nicht mehr ändern.

Mit mehr Routine, mehr Wissen und eine bessere Einschätzung für das Risiko einer Investition, werde ich die Positionsgröße variabler gestalten.

 

Aktiendepot Mike

 
Seit November 2015 führe ich einen ETF-Sparplan. Wie Du meiner Auflistung entnehmen kannst, habe ich vier ETF’s herausgesucht. Dabei handelt es sich um einen DAX- (ETF001), einen DivDAX- (ETF003), einen Emerging Markets- (DBX1EM) und einen Inflations-ETF (ETF530).

Meine kleinste Position ist auch gleichzeitig mein ältester Kauf und hat sich zur Depotleiche gemausert.

Gleiches gilt für die Commerzbank – damals gedacht: „Es kann nicht mehr tiefer gehen“, dann wurde ich doch vom Gegenteil überzeugt.

Dies sind auch die einzigen zwei Unternehmen, in die ich noch alleine investiert bin.

 

Gemeinsames Aktiendepot

Das ist es nun: unser Aktiendepot! 🙂

Siemens – der klare Ausreißer – war unsere erste gemeinsame Investition. Völlig ohne Strategie. Wir hatten Geld, das wir investieren wollten und haben mehr oder weniger nach Bauchgefühl Siemens herausgesucht.

Die Position war allerdings ursprünglich viel geringer. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um die Darstellung auf Basis der heutigen Kurse. Siemens ist seit unserem Kauf um mehr als 30 Prozent gestiegen. Und damit deutlich stärker als unsere anderen Aktien.

K+S ist ein weiteres Beispiel für die Missachtung unserer Strategie. Hier haben wir wegen der Dividende gekauft, was das genau für Konsequenzen hatte, erzählen wir aber erst in der Einzelvorstellung.

 

Aktiendepot Gemeinsam

 

Die Neujahrs-Wette

Davon haben wir letzten Winter zum ersten Mal etwas mitbekommen.

Grundlegende Annahme: Im Dezember werden noch schnell die Altlasten von den Aktien verkauft, die sich im vergangenen Jahr sehr schlecht entwickelt haben. Im Januar und Februar werden diese dann wieder mit ins Depot aufgenommen. Der Kurs steigt!

So zumindest die Theorie.

Wir probieren lieber aus und fallen auf die Nase, als das wir lange drumherum werkeln. Und mit eigenem Geld ist der Lernfaktor auch viel höher.

Also haben wir Ende des vergangenen Jahres Aixtron, Leoni, Morphosys und Gerry Weber mit in unser Depot aufgenommen. Wie Du siehst sind zwei schon nicht mehr dabei.

Aixtron hat ein chinesisches Übernahmeangebot vorgelegt bekommen. Der Kurs sprang an und wir waren draußen.

Gerry Weber haben wir auch bei der ersten Gelegenheit mit Gewinn wieder verkauft.

 

Adaptierte Levermann-Strategie

Die übrigen Aktien sind also Teil unserer derzeitigen Aktienstrategie.

Steico, Johnson & Johnson, 3M, Henkel, Heidelbergcement, Fielmann, TAG Immobilien und unser neuster Zuwachs Deutsche Börse haben die erforderliche Punktzahl erreicht. Und im Anschluss mit ihrem Geschäftsmodell, ihren weiteren Zahlen und ihrer Zukunftsperspektive überzeugt.

Auf unserer Liste stehen noch weitere Aktien. Momentan schauen wir uns IBM, RTL und Adler genauer an.

 

Fazit

Wir hoffen, dass Du jetzt einen guten Eindruck unserer Diversifikation bekommen hast. Und Du siehst: Auch wir haben noch jede Menge Altlasten im Depot, die da wohl auch noch eine ganze Weile liegen werden.

In den nächsten Monaten werden wir jeden Wert oder, wenn es passt, eine Gruppe von Werten vorstellen: Warum haben wir die Aktie gekauft? Wann haben wir vor sie zu verkaufen? Gibt es bereits einen Stopp-Loss? Warum haben wir sie verkauft?

Welcher Aktienkauf würde Dich am meisten interessieren und warum? Wir werden die meistgenannten Werte bei unserer Vorstellung priorisieren.

Beste Grüße
Mike & Marielle

 

Das Aktiendepot der Beziehungs-Investoren
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12 Gedanken zu „Das Aktiendepot der Beziehungs-Investoren

  • 30. August 2016 um 19:32
    Permalink

    Schließt ihr bestimmte Aktien aus moralischen Gründen von vorneherein aus? Zb. Aus umweltkritischen Gründen oder wegen der Menschenrechtslage im Herkunftsland?

    Antworten
    • 30. August 2016 um 20:05
      Permalink

      Hallo Lissy,

      eine sehr gute und oft diskutierte Frage. Das mit der Moral ist so eine Schwierigkeit, da es kein klares Kategoriensystem und keine klare Trennung gibt, wann eine gute Moral oder eine schlechte Moral anfangen oder aufhören.

      Wir haben kein Problem in Unternehmen wie Pfizer, ThyssenKrupp oder Nestlé zu investieren, sofern wir uns von der Investition eine entsprechende Rendite erhoffen.

      Aus unserem Bauchgefühl heraus liegt die Grenze dort, wo direkter Terror, Verstümmelungen oder ähnliches beginnen. Sollte eine radikalisierte Gruppe sich über Crowdfunding oder eine AG finanzieren wollen, dann wäre dies definitiv nichts, worin wir unser Geld anlegen würden, auch wenn die Rendite sichere 100 Prozent liefern würde.

      Allerdings waren wir auch noch nicht in der Situation, wo diese Entscheidung wirklich tragfähig geworden wäre. Mal sehen, ob es in der Zukunft zu so einem moralischen Dilemma kommt und wie wir uns dann entscheiden werden.

      Wie ist denn Deine Meinung zu moralischen Gründen bei Investitionen?

      Antworten
  • 30. August 2016 um 20:50
    Permalink

    Ich handle auch eher mit Bauchgefühl. Es gibt Länder, die würde ich gar nicht in meine nähere Betrachtung einbeziehen und wenn sie noch so viel Rendite versprechen. China zum Beispiel. Es gibt auch Produkte, z.B. Nikotinerzeugnisse, Überflüssige Nahrungsmittel oder reine schönheitsindustrie, die ich ablehne und in die ich keinen cent stecken würde.

    Antworten
  • 1. September 2016 um 22:09
    Permalink

    Hey, habe den Eindruck das hier ne ordentliche home bias besteht. Wollt ihr das mit der Zeit „globalisieren“ oder eher bei den deutschen Werten bleiben?

    Antworten
    • 1. September 2016 um 22:18
      Permalink

      Hallo Sascha,

      vielen Dank für Dein Interesse an unserem Blog.

      Da hast du völlig recht, momentan ist es noch stark auf den deutschen Markt konzentriert. Wir hatten uns für Deutschland entschieden, weil wir hier doch am meisten mitbekommen. Mittlerweile haben wir auch US-Amerikanische Werte im Depot und die ETFs diversifizieren etwas auf andere Länder.

      Wenn wir uns in den USA wohlfühlen, können mit der Zeit auch andere Länder interessant werden. Momentan steht dies allerdings nicht zur Debatte.

      Das ist wie wir finden auch gar nicht weiter schlimm, da der DAX doch sehr niedrig bewertet ist (zumindest im Vergleich zum Dow Jones).

      In welche Länder bist Du denn investiert und warum?

      Antworten
      • 3. September 2016 um 11:21
        Permalink

        Hi Mike,
        Bei mir ca. 1/4 deutsche Werte da die noch relativ normal bewertet sind.
        1/2 US Werte, aufgrund der Dividendenzahlungen, sowie Aktienrückkäufe und jede Menge Cash
        Rest ist verteilt auf 2 Fonds paar UK und Schweizer Werte. Schweiz ist sehr interessant als Markt. Allerdings aufwendig bei Div Zahlungen
        Grüße

        Antworten
        • 3. September 2016 um 15:19
          Permalink

          Hi Sascha,

          da Mike noch unterwegs ist, gibt es mal die Antwort von mir 🙂

          Interessante Verteilung, die du hast! Die USA hat uns dann auch irgendwann aufgrund der häufigeren Dividendenzahlungen gereizt (und natürlich wollten wir unseren alleinigen Fokus auf Deutschland mal etwas verändern).

          Dass es in der Schweiz interessante Werte gibt, kann ich mir sehr gut vorstellen! Vielleicht wird das ja dann einer der nächsten Märkte für uns 🙂

          Viele Grüße
          Marielle

          Antworten
  • 10. September 2016 um 04:16
    Permalink

    Mir erscheint das gemeinsame Depot etwas aktien- und daxlastig und auf kurzfristige gewinnmitnahmen ausgerichtet.
    Wie schaut es dort mit Fonds bzw etfs auf längere Sicht aus?
    z. B. Etf auf den stoxx600, oder so was wie Nordea stable Return oder Kapital plus als basisinvestment?

    Antworten
    • 10. September 2016 um 23:28
      Permalink

      Hallo Marion,

      du hast recht, dass sich unsere separaten vom gemeinsamen Depot unterscheiden. Dies liegt daran, dass die Einzeldepots eher einen langfristigen Charakter zur Altersvorsorge haben (mit Ausnahme der Depotleichen, die noch darin sind oder eben einfach Aktien, die wir vor unserem gemeinsamen Depot gekauft haben). Das gemeinsame Depot hat den Fokus eher auf der Vermögensvermehrung. Nicht unbedingt kurzfristig, jedoch ist hier schon das Ziel die Aktien mit dem gewünschten Gewinn wieder zu verkaufen. Das geht bei dem einen oder anderen Wert recht schnell und dauert bei anderen deutlich länger.

      Aktuell haben wir nicht vor, gemeinsam in ETFs oder andere sehr langfristige Dinge zu investieren. Man weiß nie, wie es mit einer Beziehung weitergeht und auch wenn wir stand heute sehr glücklich miteinander sind, weiß man nie, ob wir uns nicht doch irgendwann für getrennte Wege entscheiden. Wenn dem so ist, wäre es blöd, an die Altersvorsorge gehen zu müssen, um auch die Finanzen wieder zu trennen. Da wir vermeiden wollen, uns jemals über Geld streiten zu müssen, geschweigedenn, dass einer beim jeweils anderen bleiben muss aufgrund der finanziellen Situation, obwohl er/sie eigentlich lieber gehen will; haben wir die Altersvorsorge vom Vermögensaufbau getrennt.

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
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