100 % Steigerung – unser erstes Mal und damit ein absolutes Highlight in unserer Aktionärs-Laufbahn. Geschafft hat das die bet-at-home Aktie in der vergangenen Woche. Da wir erst seit Herbst 2016 investiert sind, ist diese Entwicklung umso erfreulicher und die Aktie hat eine erneute Aktienvorstellung verdient.

Diesen Artikel hat Marielle für Dich verfasst. 

Aber von Vorne

Im letzten Jahr haben wir bet-at-home bereits einen Artikel gewidmet. Dies war kurz nach unserem Investment und wenige Monate vor dem Aufstieg in den SDax von bet-at-home. Mit dem Durchbrechen der magischen 100%-Performance-Schranke haben wir entschieden den Wert noch einmal zu evaluieren und vor allem unsere Freude zu teilen. Denn bei der ersten Kursverdopplung ist aus unserer Sicht ein gewisses Maß an Emotionalität auch mal im Börsenkontext erlaubt 🙂

Im Oktober waren unsere Gründe für den Einstieg bei bet-at-home vielfältig. Für den Kauf sprach vor allem die Angebotsvielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten des Geschäftsmodelles bspw. durch E-Gaming. Diese sehen wir immer noch als positiv an – denn bet-at-home ist in sämtlichen Sportarten sowohl on- als auch offline vertreten und arbeitet an innovativen Simulationen als Wettszenarien und hat noch deutliches Potential im E-Sports-Bereich.

Auch der Bekanntheitsgrad der Aktie ist weiterhin in ihrer Branche der (aus unserer Sicht) größte. Nicht nur durch das Sponsoring von Bundeliga-Vereinen, sondern am Kapitalmarkt vor allem auch durch den Aufstieg in den SDax. Beides führt nicht nur zu immer steigenden Kundenzahlen, sondern auch zu steigendem Investoren-Interesse.

 

Unser Investment in Bet-at-home

Seit letztem Jahr hat sich viel getan. Der Weg zu unseren persönlichen 100% verlief die meiste Zeit ziemlich geradlinig nach oben mit ein paar kleineren Ruhephasen zwischendurch. Bereits in den ersten Wochen unseres Investments erreichte die Aktie ständig neue Höhen. Spätestens als wir nach nur drei Monaten 50% und Ende April 80% erreicht hatten, haben wir kurz über einen Verkauf nachgedacht. Anfang des Jahres kamen wir allerdings zum Schluss, dass die Really noch nicht vorbei sein kann. Die Argumente, die im Oktober für unseren Kauf gesprochen hatten, hatten sich nicht verändert – also warum aussteigen? Richtig entschieden!

Im April stand für uns fest, dass wir die Dividende von 7,50 € im Mai auf jeden Fall mitnehmen möchten. Obwohl die Aktie in nur einem halben Jahr um rund 80% gestiegen war. Denn auch der zu erwartende Dividendenabschlag würde uns noch mit (für uns) extremen Gewinnen zurücklassen.

Normalerweise hätten wir bereits viel früher einen Stopp Loss gesetzt. Allerdings ist bet-at-home so schnell gestiegen, dass wir gar keine Gelegenheit hatten einen Wert festzustellen, der sich als Stopp Loss eignen könnte. Und so kurz vor der überragend hohen Dividende wollten wir natürlich nicht durch einen kurzfristigen Rücksetzer unser bisher erfolgreichstes Investment abstoßen.

Jetzt – zwei Tage nach der Hauptversammlung – ist der Dividendenabschlag zwar klar zu sehen (und wir liegen damit tagesaktuell auch wieder etwas unter den 100% Steigerung), der Trend geht aus unserer Sicht aber weiter nach oben.

 

Punktestand von Bet-at-home

Ein Novum ist heute, dass wir die Punkte, die wir anhand unserer Levermann Strategie vergeben, heute mit zwei Vorwerten vergleichen können – dem Kauf- (26.10.2017) und dem letzten Artikelwert (06.11.2017). Schauen wir, was sich getan hat.

Eigenkapitalrendite:

32,60 % (1 Punkt) vs. 32,60 % (1 Punkt) vs. 28,3 % (1 Punkt)

EBIT-Marge:

25,30 % (1 Punkt) vs. 25,30 % (1 Punkt) vs. 22,99 % (1 Punkt)

Eigenkapitalquote:

74,10 % (1 Punkt) vs 74,10 % (1 Punkt) vs. 75,4 % (1 Punkt)

Aktuelles KGV:

15,54 (0 Punkte) vs. 17,92  (-1 Punkt) vs. 30,45 (-1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

17,20 (-1 Punkt) vs 19,80 (-1 Punkt) vs. 33,94 (-1 Punkt)

Analystenmeinung:

Der Wert ist zu unbekannt, weshalb es hier 0 Punkte gibt. vs. Kaufen (-1 Punkt)

Reaktion auf Quartalszahlen:

Der Wert ist in keinem Index, weshalb die Kennzahl nicht berechnet werden kann. vs. -0,89 % (0 Punkte)

Gewinnrevision:

0,00 % (0 Punkte) vs. 0,00 % (0 Punkte) vs. 0,00 % (0 Punkte)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

1,37 % (0 Punkte) vs 18,96 % (1 Punkt) vs. 57,36 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

50,47 % (1 Punkt) vs 83,63 % (1 Punkt) vs. 100,85 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

kein Trend (0 Punkte) vs. kein Trend (0 Punkte) vs. kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche Steigerung der Dividendenrendite der letzten 5 Jahre:

1,65 % (1 Punkt) vs. 1,65 % (1 Punkt) vs. 1,62 % (1 Punkt)

Gewinnwachstum:

112,34 % (1 Punkt) vs. 112,34 % (1 Punkt) vs. 98,87 % (1 Punkt)

Von vormals 5 Punkten stehen wir jetzt nur noch bei 4 Punkten.

Diese Verschiebung kommt durch die Tatsache, dass wir jetzt Analystenmeinungen haben und diese zum Kauf raten. Laut unserer Levermann Strategie führt dies zum entscheidenden Minuspunkt.

Viel entscheidender ist jedoch bei bet-at-home nicht die absolute Punktzahl sondern die Detailbetrachtung. Denn schaust Du Dir das KGV (sowohl das aktuelle als auch das 5-Jahres KGV) an, siehst Du, wie stark dieses in der kurzen Zeit gestiegen ist. In beiden Fällen bleibt es beim Minuspunkt – gefühlt ist das Minus aber deutlich länger geworden.

Umgekehrt ist natürlich das + bei den beiden Performancebetrachtungen deutlich größer geworden. Für eine solide Basis sprechen die ersten drei Kennzahlen sowie das Gewinnwachstum und die kontinuierlich gesteigerte Dividende der letzten 5 Jahre.

 

Der Vergleich mit unserem Alternativinvestment

Zum Kaufzeitpunkt hatten wir auf Pferdewetten.de angeschaut und dann entschieden in den deutlich größeren Wettspezialisten Bet-at-home zu investieren. Ob das die richtige Entscheidung war, kann man natürlich immer in Frage stellen. Schauen wir uns die nackte Performance der beiden Aktien an, können wir feststellen, dass wir ein glückliches Händchen hatten.

Zwar hätte uns auf Pferdewetten eine stattliche Steigerung von 56,63 % gebracht – allerdings war Bet-at-Home tatsächlich ein seltener Glücksgriff mit einer Verdopplung (Stand heute stehen wir bei 99,24 %) in nur 7 Monaten.

 

Wie geht es weiter?

Wir sind nach wie vor jedes Mal absolut begeistert, wenn wir in unser Depot schauen und bet-at-home noch ein bisschen höher steht. Die Tage an denen es nach unten ging, sind extrem selten.

Aus unserer Sicht hat sich an der guten Gesamtlage für das Unternehmen nichts geändert. Entsprechend planen wir die Aktie vorerst zu behalten und die Entwicklung weiter beobachten.

Einen Stopp-Loss werden wir aber wohl bald setzen – denn 100% Gewinn möchten wir schon sehr gerne mitnehmen! Irgendwann wird der Tag bzw. der Grund kommen, weswegen die Aktie nachgeben wird. Vielleicht geht es vorher noch weitere 100% nach oben, vielleicht ist aber in wenigen Tagen bereits Schluss und Gewinne werden mitgenommen. So einen Gewinn zu verzocken, wäre fahrlässig und absolut ärgerlich!

 

Casino-Kapitalisten resümieren: Kursverdopplung der bet-at-home AG
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2 Gedanken zu „Casino-Kapitalisten resümieren: Kursverdopplung der bet-at-home AG

  • 21. Mai 2017 um 13:38
    Permalink

    Hallo ihr zwei,

    hatte mir die Woche mal euer Interview mit dem Finanzrocker angehört. Sehr sympatisch. Bet-at-home habe ich auch auf meiner (langen) TODO-Liste zum Analysieren stehen. Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte 🙂 Ihr scheint auf jeden Fall den richtigen Punkt zum Einstieg gefunden zu haben. Ich war früher mal bei MyBet investiert und musste dort leider feststellen, dass es auch Nachteile haben kann, in Firmen zu investieren, die in stark regulierten Märkten unterwegs sind. Jegliche Gesetzesänderungen im Bezug auf Glücksspiel/Lotto/Wetten hatten da auch immer direkt Einfluss auf die Aktienkurse. Von daher mein Rat: verliebt euch nicht zu sehr in die Aktie 🙂

    Antworten
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