Kaum haben wir an der ersten Blogparade teilgenommen, folgt auch schon das spannende Thema „Gesünder leben“ von der Exstudentin Jenny.

Gesundheit und damit die Ernährung, das Wohlbefinden und die körperliche Fitness sind auch für uns Teil des Humankapitals. Was nützt uns das beste Wissen und die finanzielle Freiheit, wenn wir damit nichts mehr anfangen können.

Zudem ist eines meiner Lebensziele der älteste Mensch der Welt zu werden. Was bedeuten würde, dass ich noch 100 Jahre zu leben hätte – natürlich gesund und agil!

 

Was Dich jetzt erwartet

Für diese Blogparade haben wir uns überlegt einen Längsschnitt unserer sportlichen Aktivitäten und unseres Essverhaltens in den ersten 6,5 Jahren Beziehung preiszugeben.

Längsschnitt bedeutet allerdings auch, dass wir nicht in die Tiefe der einzelnen Events eintauchen werden. Da sportliches und gesundes Verhalten ein großes Thema und unserer Beziehung ist, würde es bedeuten, dass der Artikel minimum Ebook-Länge annehmen würde.

Wir werden allerdings im Verlauf des Blogs dieses Thema immer wieder aufgreifen, und dann auch wirklich in die Tiefe der Geschehnisse eintauchen.

Beginnen werden wir mit unserem Zustand vor der Beziehung. Und enden mit unserer jetzigen Situation.

 

Körperliche Verfassung vor unserer Beziehung

Auch wenn wir ein sehr unterschiedliches sportliches Verhalten in unserer Jugend an den Tag legten, waren wir ungefähr im selben körperlichen Zustand.

Kurz zu unserem Hintergrund: Marielle ist in ihrer Kindheit/Jugend Kunstrad gefahren, hatte dann aber wegen Trainermangel aufgehört. Mit Leistungssport und vier bis sieben Mal Training in der Woche war sie noch gar nicht in Berührung gekommen.

Hingegen kam ich aus dem Leistungssport. Mehrere Jahre war ich im Schwimmen sehr aktiv und hatte mich von anfänglichen vier Mal die Woche Training auf zwei Mal Training pro Tag an sechs Tagen der Woche gesteigert.

Meine Zeit lag allerdings schon drei bis vier Jahre zurück. Und wie das mit dem Aufhören nach so viel Training so ist, hatte ich etwa zwölf Kilo zugenommen. Leider keine Muskulatur.

Das Ergebnis: Marielle hatte jeden Tag Rückenschmerzen und ich war außer Puste, wenn ich zur Bahn gerannt bin. Sehr deprimierend und alles andere als erstrebenswert.

 

Wir profitieren voneinander

Marielle’s Rückenschmerzen wurden schlimmer. Und nachdem meine Aussage erstmal nicht gegolten hatte, kam die Aussage eines Arztes: „Bitte schwimmen gehen!“

Es war dann sehr praktisch, dass der eigene Partner aus dem Schwimmen kam. Und so gingen wir ins Schwimmbad. Vom anfänglichen Nicht-untergehen-können bis hin zum sicheren Kraulschwimmen dauerte es etwa sechs Monate.

Da ich der Meinung bin, das vorzuleben, was ich anderen empfehle oder nahelege, war bei mir wieder die Motivation vorhanden, mich um meinen Körper zu kümmern. (Lag auch daran, dass ich nicht länger leugnen konnte, dass mein sichtbarer Sixpack unter einer Fettschicht verschwunden war.)

Also stellte ich parallel meine Ernährung auf Paleo um und begann mich an CrossFit auszuprobieren.

Ersteres bedeutete der Verzicht auf Nudeln, Kartoffeln, Reis, Mehl und Industriezucker. Das war nicht gerade einfach, vor allem weil ich Schokolade sehr liebe. Crossfit stellte meinen Einstieg in Krafttraining und Gewichtheben da.

Alles in allem verlor Marielle ihre Rückenschmerzen und ich meine zwölf Kilo binnen sechs Wochen.

 

Fortschritte sehen – Spaß entdecken

In der ersten Phase war Schwimmen eine unserer ersten gemeinsamen Aktivitäten oder Hobbies. Das änderte sich allerdings als Marielle ihr duales Studium begann und in den Theoriephasen nach Lörrach zog.

Es musste also etwas anderes her.

Angespornt durch meine Erfahrungen mit Crossfit und dem Start meines sportwissenschaftlichen Studiums, begann dann auch Marielle mit dem Training.

Mit der Zeit lernte ich hinzu und wir schwenkten um zu klassichem Krafttraining mit Lang- und Freihanteln ergänzt durch ein paar Geräte.

Hier zeigten sich schnell die ersten Erfolge: Das Trainingsgewicht ging hoch, das Körpergewicht ging runter und die Muskeln wurden wieder sichtbar.

Fortschritte und Erfolge sind etwas sehr motivierendes. Daher ist es kein Wunder, dass der Spaßfaktor immer mehr zunahm.

 

Laufen und das Fast-Ende der Beziehung

In einem unserer ersten Gespräche erzählte mir Marielle: „Ich kann nicht laufen. Ich kann nicht einmal 400m um eine Bahn laufen. Und beim Cooper-Test lasse ich mir einfach eine 6 eintragen. Das brauche ich erst gar nicht versuchen.“

Solche Aussagen kann ich nicht leiden, da sie eine Lüge gegenüber sich selbst darstellen. Aufzuhören oder etwas nicht zu beginnen mit der Begründung etwas nicht zu können, ist in sich absurd und schwachsinnig. Wir wären sonst unbewegliche Säuglinge, die vor sich her vegitieren.

Nach 2,5 Jahren Beziehung wagten wir uns also an die Aufgabe „Laufen zu lernen“. In Babyschritten ging es vorwärts. 100m Laufen – 500m Gehen – 100m Laufen – 500m Gehen.

Das Ganze wurde begleitet von Diskussionen über Diskussionen und Diskussionen. Sport ist mir etwas sehr wichtiges und liebes und das ständige diskutieren führte dazu, dass es mir anfing keinen Spaß mehr zu machen.

Da leuchteten natürlich alle Alarmglocken auf. Glücklicherweise haben wir damals schon sehr offen miteinander geredet. Das Thema besprochen und überwunden. Sonst könnten wir hier auch gar nicht mehr schreiben.

 

Aus Privattraining wurde eine Gruppe

Während meiner gesamten Studienzeit habe ich verschiedene Sportgruppen trainiert. Unter anderem auch eine Laufgruppe in Sprendlingen. Diese findet jeden Sonntag um 10:30 bis 12:30 uhr statt.

Mittlerweile wohnten wir schon eine Weile zusammen und ich fuhr sonntags eben zu dieser Gruppe. Nach wochenlangem, geduldigen Einladens, kam eines schönen Sonntags Marielles Verkündigung, dass sie mit zum Training möchte.

Gesagt, getan.

Bis heute macht es ihr großen Spaß eine recht heterogene Gruppe zu haben, die sich einmal in der Woche trifft, um gemeinsam zu „leiden“.

 

Aus dem Training wurden Wettkämpfe

Bei so viel Laufenthusiasmus ging es auch an mir nicht vorbei, damit zu beginnen. Marielle legte allerdings vor und startete mit ihrem damaligen Unternehmen beim J. P. Morgan Run in Frankfurt.

5,6 Kilometer!

Fast unvorstellbar, wenn es kurz zuvor noch hieß 100m Laufen – 500m Gehen. Sie absolvierte die Strecke in 48 Minuten – heute ist es gute 10 Minuten schneller ohne Probleme machbar.

Unser erster gemeinsamer Lauf war dann der 10km Silvesterlauf in 2014. Zielzeit: 1:09,xx

In Oberursel starten wir 2015 dann zwar wieder zusammen, allerdings jeder in seiner Geschwindigkeit. Marielle kam mit – für sie enttäuschenden – 1:13 ins Ziel. Ich hatte einen sehr guten Tag erwischt und war bereits in 56 Minuten wieder da. (Oberursel bedeutet übrigens Berglauf).

Vor ein paar Wochen sind wir wieder zusammen gelaufen und Marielle konnte sich auf 1:07,57 verbessern und das auf hügeliger Strecke und über 30 Grad Streckentemperatur. Die Zufriedenheit danach kannst Du dem obigen Foto entnehmen 🙂

 

Unsere Ernährung

Wir sind sehr froh, dass wir zusammen wohnen und uns dadurch gemeinsam auch vernünftig ernähren. Getrennt war und ist dies deutlich schwieriger.

Wenn wir mittlerweile mal alleine sind, gibt es Junkfood wie TK-Pizza, McDonalds und Co. Zum Glück stellt das echt die Ausnahme da, so dass wir uns dies auch an den Abenden gönnen können. Und dabei kein schlechtes Gewissen haben.

Heute ist es so, dass wir jeden Tag frisch kochen. Viel Gemüse und dazu Fleisch zu uns nehmen. Unsere neuste Errungenschaft ist ein Mixer, so dass wir morgens uns einen leckeren Smoothie zubereiten können.

Nudeln und Kartoffeln stehen so gut wie gar nicht auf dem Speiseplan – eigentlich nur, wenn es besonders schnell gehen muss. Reis ist eine Mini-Beilage. Da reicht uns ein Reis-Beutel für jeweils zwei Portionen.

Wir lieben allerdings Schokolade, so dass wir uns abends einen – manchmal auch zwei – Kekse genehmigen. Abends vor dem Schlafengehen schauen wir traditionsgemäß eine Folge (einer Serie) und essen dabei ein leckeres Eis.

 

Momentaner Zustand

Marielle ist gerade mit ihrer Masterarbeit und ihrer Ganztagsarbeit voll ausgelastet. Die Belastung ist sehr hoch und kommt mit einer Krafttrainingsunlust einher. Und das obwohl ihr Trainingszustand echt gut ist und die Gewichte mittlerweile sehr hoch gegangen sind.

Dafür geht sie aber ein- bis zwei Mal in der Woche laufen und besucht Fitnesskurse in ihrem Studio.

Im Dezember wird die Arbeit aber auch Geschichte sein und die Lust zum Krafttraining zurückkehren.

Bei mir ist diese Phase bereits hinter mir. Ich hatte mir mit meiner Masterarbeit einen Workload aufgetragen, der viel, viel, viel zu hoch war. Neben 35 Stunden Arbeit und einer Projektarbeit musste ich auch noch die Masterarbeit anfertigen. Meine Tage sahen von Febrauar bis Ende April wie folgt aus:

5 Uhr aufstehen – 2h schreiben – 5h arbeiten – 6h schreiben – 2h arbeiten – essen – schlafen.

Da war kein Platz für Bewegung und die Ernährung zwischendurch wurde auch echt schlecht. Das Resultat: 9 Kilo zugenommen.

Damit ist aber auch wieder Schluss. Ich fahre jetzt täglich mit dem Rad zur Arbeit und habe mich in einem neuen Fitnessstudio direkt neben meiner Arbeit angemeldet. Die ersten Kilos sind auch schon wieder weg. Schließlich will ich zu meinem 30. Geburtstag meine körperliche Fitness wieder zurück haben.

 

Fazit

Wie Du siehst geht es bei uns meistens hoch, teilweise aber auch wieder runter. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit unserer körperlichen Aktivität und unserem Essverhalten.

Wir genießen es, täglich frisch zu kochen und dabei tolle Produkte zu verwenden. Kochen ist eine heimliche Leidenschaft geworden. Es lassen sich ja wirklich ganz wunderbare Gerichte zubereiten mmmhh~~~ Wir essen auch einfach gerne!

Jetzt interessiert uns aber auch, ob es bei Dir eher phasisch verläuft oder Du kontinuierlich auf alles achten kannst bzw. zu allem Lust hast?

 

Beste Grüße
Mike (& Marielle)

 

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5 Gedanken zu „Blogparade „Gesünder leben“

  • 10. September 2016 um 20:57
    Permalink

    Hallo ihr Beiden,

    schöner und ausführlicher Beitrag zur Blogparade. Eure Fortschritte nachdem ihr mit dem Training begonnen hattet, sind beeindruckend.
    Ich glaube wir alle sind uns bewusst wie wichtig Sport und Ernährung für uns sind. Und dennoch gibt es immer wieder Zeiten, in denen einfach zu viel zu tun ist und diese wichtigen Dinge ins Hintertreffen geraten. Nur leider ist es bei der Gesundheit wie beim Vermögensaufbau: Nur kontinuierliche Investitionen lassen uns unserem Ziel näher kommen.
    Beim Sport hilft es mir persönlich Rituale zu schaffen: Feste Trainingszeiten und Routinen. Und wenn die Zeit mal knapp ist, passe ich das Training an. Meine Gym-Mitgliedschaft habe ich gekündigt, zu zeitintensiv. Seitdem mache ich daheim oder auf dem Sportplatz in der Nähe mein Bodyweight-Workout. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.

    Macht weiter so!
    Beste Grüße
    Pascal

    Antworten
    • 10. September 2016 um 23:26
      Permalink

      Hallo Pascal,

      danke für deinen Beitrag und das Lob 🙂

      Ich kann dir nur zustimmen. Kontinuität ist das A und O, wenn es um sportliche Aktivitäten und Ernährung geht. Kleinere Aussetzer oder Durchhänger verzeiht der Körper zwar, aber ständig zwischen trainiert und übergewichtig zu pendeln, schadet mehr als, dass es hilft!

      Zeitmanagement und Flexibilität sind sehr wichtige Fähigkeiten, um erfolgreich zu werden. Kein Wunder, dass es vor der Gesundheit keinen Halt macht. Bereits durch das Wegverhalten zur Arbeit lässt sich viel an Bewegung gewinnen. Hinzukommen können dann alle möglichen Varianten (Fitnessstudio, Crossfit, Freeletics usw.)

      Super, dass du mit deinen Ergebnissen zufrieden bist! So soll es sein, das gibt nochmal einen extra Schub 🙂

      Antworten
  • 11. September 2016 um 21:01
    Permalink

    Erst mal vielen Dank für euren ausführlichen Artikel und danke, dass ihr uns einen so tiefen Einblick in euren Alltag gebt. Ich bin immer wieder begeistert, wenn Paare zusammen ihr Leben vorantreiben und an einem Strang ziehen (auch bei Plutusandme, Mr. und Mrs. W oder der Familie Finanzglück). Finde es bewundernswert, wie ihr Job, Master, Sport, Ernährung doch relativ gut unter einen Hut bekommt. Kleine Durchhänger darf jeder mal haben, Hauptsache man bleibt am Ball.

    Wenn ihr keine Nudeln und keine Kartoffeln esst und nur ein bisschen Reis, verzichtet ihr dann quasi auf Kohlenhydrate oder nehmt ihr die in anderer Form (außer Kekse) zu euch?

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • 11. September 2016 um 22:33
      Permalink

      Hallo Jenny,

      das freut uns, wenn dir der Artikel gefällt und vielen Dank für dein Lob 🙂 Das motiviert uns natürlich weiter zu machen.

      Bei uns gibt es abends immer Steak mit Keks 🙂

      Nein Quatsch. Kohlenhydrate nehmen wir über Gemüse und Obst zu uns. Und natürlich durchs Frühstück (Brötchen, Brot oder Müsli).

      Wir haben uns einen sechswöchigen Essensplan gemacht, den wir zyklisch genießen. Darin befinden sich ganz unterschiedliche Gerichte aus ganz unterschiedlichen Ländern.

      Dazu gehören dann auch die Apfelpfannenkuchen oder Spagetthi Cabonara. Außerdem sind wir abends und am Wochenende immer wieder viel unterwegs, weshalb wir bisher noch keine Woche komplett so durchgeführt haben, wie sie auf dem Plan steht. Dieser dient viel mehr dazu, dass wir uns keine Gedanken ums Essen machen müssen. (Und er zwingt etwas zur Disziplin :P).

      Wie entscheidest du denn, was es heute zu Esssen geben soll?

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
      • 12. September 2016 um 22:16
        Permalink

        Wir haben tatsächlich auch mal für rund einen Monat einen Essensplan eingehalten. Mittlerweile scheitert es meistens an mir, weil ich oft spät Heim komme.
        Wir haben aber ein gewisses Repertoire an Gerichten, die wir kochen können und nach Gefühl entscheiden, was wir schon lange nicht mehr hatten.
        Lasagne, Spaghetti Bolognese/Carbonara/Genovese, Köttbullar, Chili con carne oder auch mal Kürbiscremesuppe, Pulled Pork, Gulasch.. Bis auf Käsespätzle, Linsen oder Waffeln sind wir da aber meist noch recht fleischlastig unterwegs. Wir kochen meistens für 2 Mahlzeiten. Abends kochen wir die „muss schnell gehen“-Gerichte, also meistens Nudeln und am Wochenende dann die „Kann auch mal 3 vor sich hin köcheln“-Sachen.

        Antworten

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