Nachdem Marielle in der letzten Woche mit der Aktienkaufvorstellung der GEA-Group begonnen hatte, werde ich jetzt mein Debüt mit der Siemens AG geben.

Wir werden zu gegebener Zeit eine jeweilige Landingpage für unsere Serien einrichten, so dass die Artikel nicht im Archiv verloren gehen.

Jetzt aber erst einmal zur Siemens AG.

 

SIEMENS AG

Heute habe ich mich dazu entschieden, Dir diesen Aktienkauf und -Verkauf vorzustellen, da dies unsere erste gemeinsame Investition war und unser jüngster Verkauf ist.

Zudem sieht es nicht danach aus als würden wir in naher Zukunft eine unserer anderen Aktien verkaufen.

 

Mit was verdient Siemens Geld?

Die Siemens AG ist ein Technologiekonzern mit den Kernaktivitäten auf den Gebieten: Elektrofizierung, Automatisierung und Digitaliserung (Quelle: Geschäftsbericht 2015 der Siemens AG). Sie hat ihren Hauptsitz in München.

Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen in neun Divisionen unterteilt, die sich um unterschiedliche Bereiche kümmern. Dazu zählen: Power & Gas, Wind Power & Renewables, Energy Management, Building Technologies, Mobility, Digital Factory, Process Industries & Drives, Healthcare und Financial Services.

 

Forschung und Entwicklung

Siemens hat im vergangen Geschäftsjahr 5,9 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Das ist eine Summe von 4,5 Milliarden Euro. Zudem beschäftigt das Unternehmen 10 % (etwa 32.000) seiner Mitarbeiter/innen ausschließlich in diesem Bereich.

Die Schwerpunkte legt Siemens dabei auf eine nachhaltige Energieversorgung, die Fabrik der Zukunft, die Generierung eines Mehrwerts aus unstrukturierten Daten und Technologien in der Medizin.

Den größten Bereich stellt dabei die nachhaltige Energieversorgung dar. Hier geht es Siemens unter anderem, um die Steigerung der Effizienz und der Minimierung von Übertragungsverlusten sowie intelligente Stromnetze (z. B. Speicherung der nachhaltiger Energie, da diese unregelmäig eingespeist wird).

 

Warum hatten wir Siemens gekauft?

Unsere Entscheidung lautete zunächst, dass wir gemeinsam investieren möchten. Die damalige „Strategie“ lautete solide Unternehmen aus dem DAX auszuwählen, die eine attraktive Dividende anbieten.

Anfang des Jahres durchsuchten wir den DAX nach geeigneten Unternehmen und sind bei Siemes hängen geblieben. Mit einer Dividende von 3,50 Euro pro Aktie und einem Kurs von 82,22 Euro war eine kurzfristige Rendite von 4,25 % möglich.

Wie in der kurzen Vorstellung von Siemens zu sehen ist, treffen die Divisionen auf den momentanen Zeitgeist (nachhaltige und effiziente Energieverwendung in unterschiedlichsten Sparten).

In der Kombination haben wir uns dann für eine Investition am 19.01.2016 in das Unternehmen entschieden. Und bereits am 26.01.2016 unsere Dividende eingestrichen.

 

Und dann kam unsere Aktienstrategie

Durch unser wachsendes Wissen haben wir im Laufe des Jahres eine Aktienstrategie aufgestellt, mit der wir im kurzfristigen Bereich sehr zufrieden sind. Aber was sollten wir mit den Aktien tun, die wir bereits im Depot hatten?

Wir haben uns dann entschieden, die Aktien einfach laufen zu lassen und bei der Überschreitung von 20 % Rendite einen Trailing Stop Loss zu setzen.

Bei der Aktie von Siemens bedeutete dies, dass wir Anfang August erstmals die 20 % überschritten haben. Anschließend betrachteten wir die täglichen, prozentualen Schwankungen des vergangenen Jahres an und stellten fest, dass die Aktie im Schnitt nicht stärker als 5 % ins Minus ausschlug.

Deshalb setzten wir am 08.08.2016 einen Trailing Stop Loss mit 5 % Abstand zum aktuellen Kurs. Damit hätten wir eine Rendite von 20 % „sicher“ gehabt.

 

Verkauf der Siemens Aktien

Grund für den Kursanstieg waren die dritten Quartalszahlen und die Erhöhung der Gewinnprognose. Wir liesen unsere Investition laufen und erfreuten uns an dem stetig steigenden Stop Loss.

Nach sechs Verlusttagen Anfang September waren die 5 % Abstand abgearbeitet und der Verkauf wurde am 12.09.2016 in Auftrag gegeben und ausgeführt.

Schlussendlich verkauften wir die Aktie mit einer Rendite von 24,17 % und sind damit sehr zufrieden.

Alle Daten kannst Du auch dem Kursverlauf von Siemens entnehmen.

 

Relevante Daten zur Investition in die Siemens AG (Quelle: Go Guidants)
Relevante Daten zur Investition in die Siemens AG (Quelle: Go Guidants)

 

Was sagen die aktuellen Zahlen zu Siemens?

Wie schon bei der GEA Group wollen wir Dir auch hier die aktuellen Zahlen der Levermann-Strategie präsentieren. Schon Mal vorweg, es ist deutlich knapper.

Eigenkapitalrendite:

20,77 % (1 Punkte)

EBIT-Marge:

9,00 % ( 0 Punkte)

Eigenkapitalquote:

29,13 % (1 Punkt)

Aktuelles KGV:

12,01 % (-1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

15,46 % (0 Punkt)

Analystenmeinung:

Kaufen (0 Punkt)

Reaktion auf Quartalszahlen:

2,38 % (1 Punkte)

Gewinnrevision:

0 % (0 Punkte)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

14,91 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

35,13 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

kein Trend (0 Punkte)

Dreimonatsreversal:

kein Trend (0 Punkte)

Gewinnwachstum:

-24,66 %  (-1 Punkt)

Macht zusammen drei Punkte und wäre somit momentan kein Kauf. Die Zahlen sind defintiv nicht schlecht und Siemens bleibt bei uns auch auf der Watchlist. Wenn sich aus unserer Sicht wieder ein Einstieg ergibt, dann sind wir sicherlich erneut mit von der Partie.

 

Fazit

Insgesamt sind wir mit unserem Investment in die Siemens AG sehr zufrieden. Was sollen wir auch anders sein, wenn wir in acht Monaten eine Rendite von knapp 25 % Kurssteigerung und guten 4 % Dividende erreichen konnten.

Damit ist Siemens unsere bisherige erfolgreichste, gemeinsame Investition.

Beste Grüße
Mike

 

P.S.: Du hast einen Wunsch, welche Aktie wir aus unserem Depot als nächstes vorstellen sollen, dann lass es uns wissen 🙂

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6 Gedanken zu „Aktienvorstellung: Siemens AG – Beziehungs-Investoren

  • 28. September 2016 um 22:04
    Permalink

    Moin,
    Ihr habt ein ganz wichtiges Thema so nebenbei angesprochen: Trailing Stop Loss.
    Immer wieder lesen wir:“ ich halte meine Werte für Jahre.“
    Persönlich könne wir nur sagen, damit haben wir Geld verloren, wir haben es auch gemacht. So haber wir tatsächlich einige Werte bis in die Insolvenz begleitet. Ja, wir haben sogar “ in ein fallendes Messer gegriffen“. Das wir duns heute nicht so ( leicht ) mehr passieren.

    Egal , welche Strategie gewählt wird, eine Sicherheitsleine sollte gespannt sein. Wenn diese unterschritten wird, braucght der Titel eine ganz besondere Pflege.

    Antworten
    • 30. September 2016 um 08:49
      Permalink

      Hallo Plutusandme,

      danke für Euren Kommentar und vor allem, das aufmerksame Lesen unseres Beitrags 😉

      Wir haben auch bereits mehreres ausprobiert – mit einem zu engen Stopp Loss geärgert, dass zu früh verkauft wurde, ohne Stop Loss ebenso ins fallende Messer gegriffen (die Depotleichen haben wir heute noch…) und nun sind wir eben beim Trailing Stop Loss. Wir kaufen Werte, wenn sie genügend Punkte nach unserer Strategie erreichen und beobachten sie dann; würde sich die Lage bei einem Wert extrem ändern würden wir sie auch ohne Gewinn verkaufen, ansonsten warten wir ab, bis das jeweilige gesetzte mindeste Gewinnziel erreicht ist und arbeiten dann mit dem genannten Trailing Stop Loss. Wie macht ihr es denn? Setzt ihr direkt nach dem Kauf einen (Trailing) Stop Loss oder auch erst ab einem gewissen Punkt?

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
      • 4. Oktober 2016 um 19:37
        Permalink

        Hallo Marielle,
        wir setzten sofort nach dem Kauf unsere Stop Loss. Vorher schauen wir uns die Voalität an und legen uns knapp drüber. Sollte der obere Wert gerissen werden, ziehen wir den Stopp Loss nach, fast immer mit etwas mehr Spread als der Voalität.
        Dies veranschaulicht unser Vorgehen aber nur in ganz groben Zügen.
        Sollte der untere Wert gerissen werden, benötigt der Wert eine ganz besondere Pflege. Durchaus das dies ja nur politische Gründe hat. Naja, bei RWE lagen wir ganz schön daneben, nach Fukushima. Den Wert haben wir lange gehalten. Wir haben aber auch auf einer Ausgleichzahlung des Bundes spekuliert. Den Wert hielten wir einige Jahre. Ebenso den Margentariesen, der dann ausgestoppt wurde, verkauft und sich wieder erholte.
        Heute verbuchen wir das unter, sagen wir mal, Erfahrung! 😉

        Aber wie sagte schon Kostolany in eines seiner Seminare: „Nichts ist so alt wie der Börsenkurs von gestern.“

        Einzelwerte erfordern schon mehr Arbeit.

        Antworten
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