Hallo,

heute gibt es ein neues Aktienvorstellungsformat. Statt einem gibt es dieses Mal drei Werte zu bewerten – und keiner davon ist bisher in unseren Depots.

Dieser Artikel wurde von Marielle verfasst.

 

Warum?

Eure Tipps und Meinungen zu unseren bisher vorgestellten Aktien sind wahnsinnig spannend. Und bereichern die Diskussion und damit das Wissen über ein Unternehmen. Diese Diskussion wollen wir mit Euch vor unserem nächsten Kauf führen.

Ein ganzheitliches Bild eines Unternehmens mit seinen Stärken und Schwächen ist in unserer Levermann Strategie elementar für erfolgreiches und langfristiges Investieren.

Und warum will ich jetzt etwas kaufen, wo in den letzten Wochen die Märkte gestiegen sind?

 

Erstens.

In den letzten Wochen sind einige Werte in unserer Excel-Tabelle auf grün gesprungen und haben damit die nötigen Punkte erreicht, um in die nähere Auswahl zu kommen. Zu Beginn des Jahres waren wir allerdings vollumfänglich investiert und hatten andere Prioritäten gesetzt. Uns im Detail mit den Unternehmen auseinander zu setzen, ist eine Grundvoraussetzung, dass wir uns für einen Kauf entscheiden!

 

Zweitens.

Im letzten Monatsabschluss habe ich von einem Geldgeschenk meiner Großeltern geschrieben. Außerdem erhalte ich mit dem Märzgehalt meine Bonuszahlung. Es ist frisches Geld auf dem Konto, dem ich die 0,2 Prozent Zinsen nicht zu muten möchte. Das hat es nicht verdient.

 

Drittens.

Wir befinden uns am Beginn der Dividendensaison in Deutschland – als bekennender Dividenden-Fan will ich ein paar davon mitnehmen. Mit Werten, die wir ohnehin in unser Depot legen würden, können wir unser passives Einkommen für dieses Jahr steigern und werden unmittelbar belohnt.

 

Und nun?

Jetzt habe ich mir alle Aktien, die derzeit 4 oder mehr Punkte laut unserer Levermann Sategie aufweisen, angeschaut.

Drei unterschiedliche Aktien aus dem Dax und MDax haben es auf meine Shortlist geschafft – diese werde ich Dir in Kurzform vorstellen.

 

Axel Springer 

Der in Hamburg gegründete Digitalverlag ist heute in mehr als 40 Ländern mit Print- und Online-Medien vertreten. Neben dem zentralen Journalismus gibt es die Geschäftsfelder Vermarktung, Bezahlangebote und Rubrikenanzeigen, die zum Erfolg seit 1946 beitragen und heute aus der Berlin-Zentrale gesteuert werden.

Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete die Axel Springer SE mit über 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,29 Milliarden Euro und damit ein EBITDA von 595,5 Millionen Euro.

Was sagen die Zahlen?

Eigenkapitalrendite:

11,4 % (0 Punkte)

EBIT-Marge:

14,32 % (1 Punkt)

Eigenkapitalquote:

40,9 % (1 Punkt)

Aktuelles KGV:

20,21  (-1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

13,72 (0 Punkte)

Analystenmeinung:

Halten (0 Punkte)

Reaktion auf Quartalszahlen:

2,86 % (1 Punkt)

Gewinnrevision:

24,92 % (1 Punkt)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

11,69 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

8,57 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

Kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche Dividendenentwicklung der letzten 10 Jahre

5,07 % (1 Punkt)

Gewinnwachstum:

56,52 % (1 Punkt)

 

Das bedeuted für Axel Springer 7 Punkte.

 

Fazit Axel Springer

Man mag von der BILD oder auch der Zeitungsfamilie „Die Welt“ halten was man will, der Erfolg bei den unterschiedlichsten Empfängergruppen spricht für die Axel Springer SE.

Ach und noch abschließend – am 26.04.2017 findet die Hauptversammlung der Axel Springer SE statt. Erwartet wird eine Dividende von 1,90 € pro Aktie, was derzeit einer Dividendenrendite von 4,13 % entspricht.

Durchaus interessant – was meinst Du ?

 

Allianz

Die Allianz Gruppe als Dax-Schwergewicht bietet in mehr als 70 Ländern Versicherungsprodukte, weitere Finanzdienstleistungen und Services an. Im letzten Jahr hat das Unternehmen mit seinen 140.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 122,4 Milliarden Euro und damit einen Rekordumsatz von 10,8 Milliarden Euro operatives Ergebnis erzielt.

Die Strategie der Allianz Gruppe hat eine konsequente Kundenorientierung im Fokus. Dafür stehen eine durchgängige Digitalisierung, technische Exzellenz, die Erschließung neuer Wachstumsfelder sowie eine integrative Leistungskultur auf der Agenda.

Was sagen die Zahlen?

Eigenkapitalrendite:

10,3 % (0 Punkte)

EBIT-Marge:

8,4 % (0 Punkte)

Eigenkapitalquote:

7,96 % (-1 Punkt)

Aktuelles KGV:

11,64  (1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

11,73 (1 Punkt)

Analystenmeinung:

Halten (0 Punkte)

Reaktion auf Quartalszahlen:

1,02 % (1 Punkt)

Gewinnrevision:

0,00 % (0 Punkte)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

24,12 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

18,9 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

Kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche Dividendenentwicklung der letzten 10 Jahre

9,3 % (1 Punkt)

Gewinnwachstum:

96,17 % (1 Punkt)

 

Das bedeuted für die Allianz 6 Punkte.

 

Fazit Allianz

In diesem Jahr findet die Hauptversammlung am 03.05.2017 statt. Angekündigt ist eine Dividende von 7,60 € und damit eine Dividendenrendite von 4,86 Prozent.

Die Allianz ist ein global agierender Großkonzern – auch von der Versicherungsbranche mag man halten was man will – die Zahlen reizen mich für eine Investition definitiv. Und Dich?

 

Lufthansa

Noch ein langjähriges Dax-Mitglied in meiner Liste. Der Name „Lufthansa“ ist den meisten Menschen in Deutschland ein Begriff. Dass zum Konzern über 550 verschiedene Tochterunternehmen und Beteiligungen gehören, weiß dabei kaum jemand.

Derzeitig organisiert sich die Lufthansa Group in den Geschäftsfeldern „Passage Airline Gruppe“, Logistik, Technik, Catering und Sonstige. Mit über 123.000 Mitarbeitern hat das Unternehmen einen Umsatz von 31,7 Milliarden Euro erreicht. Das EBITDA im Jahr 2016 lag damit bei 4,06 Milliarden Euro. Die Kennzahlen der Lufthansa Gruppe sind im Vergleich zum Vorjahr niedriger – beinhalten allerdings Streikkosten in Höhe von 100 Millionen Euro.

Um zukünftig als globaler Player in der Airline-Industrie agieren zu können, konzentriert sich Lufthansa laut eigener Aussage auf die Premium-Hub-Airlines, die Eurowings-Gruppe und zusätzliche Aviation Services.

Was sagen die Zahlen?

Eigenkapitalrendite:

25,22 % (1 Punkt)

EBIT-Marge:

6,92 % (0 Punkte)

Eigenkapitalquote:

20,6 % (0 Punkte)

Aktuelles KGV:

4,10  (1 Punkt)

Durchschnittliche KGV der letzten fünf Jahre:

6,98 (1 Punkt)

Analystenmeinung:

Verkaufen (1 Punkt)

Reaktion auf Quartalszahlen:

4,59 % (1 Punkt)

Gewinnrevision:

5,83 % (1 Punkt)

Aktueller Kurs vs. Kurs vor sechs Monaten:

43,59 % (1 Punkt)

Aktueller Kurz vs. Kurs vor zwölf Monaten:

7,42 % (1 Punkt)

Kursmomentum:

Kein Trend (0 Punkte)

Durchschnittliche Dividendenentwicklung der letzten 10 Jahre

-32,38 % (-1 Punkt)

Gewinnwachstum:

96,33 % (1 Punkt)

 

Das bedeutet für Lufthansa 8 Punkte.

 

Fazit Lufthansa

Während der „Pilotenstreik-“ Publicity in den letzten Monaten, hatte ich bei der Lufthansa Aktie immer ein komisches Gefühl (obwohl die Zahlen schon seit Monaten dafür sprechen, dass wir uns den Wert anschauen sollten). Besagter Streit wurde letzte Woche (vorerst) beigelegt – es wird definitiv Zeit, sich die Zukunft der Lufthansa Gruppe genauer anzuschauen und zu bewerten.

Am 05.05.2017 werden 50 Cent Dividende je Aktie bei der Hauptversammlung erwartet. Damit stünde unter dem Strich eine Rendite von 4,06 % auf dem Papier…nicht zu verachten, oder?

 

Unser zukünftiges Investment ins Aktien-Dreierlei

Wir werden höchstwahrscheinlich nicht alle drei Werte kaufen. Insgesamt hatten wir eine Liste von knapp 15 Unternehmen – diese drei sind in der engeren Auswahl für unser zeitnah geplantes Investment.

In den nächsten Tagen werden wir alle drei noch detaillierter anschauen, die Geschäftsberichte lesen und natürlich unser verfügbares Kapital genauer analysieren. Vielleicht kaufen wir am Ende eine Aktie gemeinsam und ich entscheide mich bei einer anderen alleine für ein Investment. Es könnte sein, dass es zwei gemeinsame, zwei separate oder gar keine Investments werden. Letzteres bezweifle ich aktuell – wir halten Dich auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Offene Fragen bevor wir investieren:

(1) Was ist der Burggraben des jeweiligen Unternehmens?

(2) Wird das Unternehmen in der Lage sein, diesen in den kommenden 10 Jahren auszuweiten?

(3) Wie ist der Vorstand aufgebaut?

(4) Was sind mögliche Probleme und ist das Unternehmen in der Lage diese abzufangen?

(5) Was sind unsere Investitionssummen und wie teilen wir das Investment auf?

 

Wir sind gespannt, auf Deine Meinung – würdest Du in eine der drei Aktien investieren? Wenn ja, warum? Wenn nein, woran liegt es? 

 

Viele Grüße
Marielle

Aktien-Dreierlei: Allianz, Axel Springer und Lufthansa
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14 Gedanken zu „Aktien-Dreierlei: Allianz, Axel Springer und Lufthansa

  • 25. März 2017 um 21:45
    Permalink

    Sehr ordentliche Analysen (ich mache mir gewöhnlich weniger als die Hälfte dieser Arbeit).

    Da wir die Allianz schon seit 3 Jahren halten, lag bei ihr unsere persönliche Dividendenrendite (bezogen auf unseren Einstandspreis) 2016 schon bei fast 6%. Für 2017 bin ich dann ja mal gespannt…

    Antworten
    • 26. März 2017 um 22:20
      Permalink

      Lieber Wirtschaftswaise,

      das freut uns, dass Du unsere Analysen gut findest – obwohl sie diesmal für jeden einzelnen Wert ja recht kurz ausgefallen ist. Uns ist wichtig, dass wir unsere Entscheidungen informiert treffen, da wir sonst Gefahr laufen sie bei den ersten Rücksetzern direkt in Frage zu stellen – um das zu vermeiden lassen wir uns bei Kaufentscheidungen lieber etwas zu viel als zu wenig Zeit. Aber wenn es für Dich anders gut funktioniert, ist das super – viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom.

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 25. März 2017 um 23:21
    Permalink

    Hallo ihr Zwei,
    ich halte von Allianz und Lufthansa nicht so viel. Allianz habe ich am Tag des Brexit für 119€ gekauft und werde sie noch etwas halten, aber von Lufthansa würde ich, egal zu welchem Preis, die Finger lassen. Viel zu viele staatliche Eingriffe von allen Seiten und entsprechend unsichere Gewinne, Dividenden etc.
    Von den drei genannten würde ich keines kaufen.

    Einen Burggraben sehe ich bei keinem Unternehmen, alle Produkte und Dienstleistungen sind austauschbar und die Marken nicht so stark, als dass man sie als einen betrachten könnte. Die niedrigen Umsatzrenditen zeigen zum Beispiel bei allen drei Unternehmen, dass sie keine überlegene Marktposition haben.

    Was Axel Springer angeht fehlt mir Wissen über die genauen Geschäftsfelder und wie sich die Märkte entwickeln auf denen man sich bewegt. Womit will man in Zukunft Gewinne machen? Das KGV zeigt ja an, dass der Markt ein gewisses Wachstumspotenzial sieht, aber bei über 4% Dividende klingt das nach einer inakzeptabel hohen Ausschüttungsquote.

    Mich würde die ganze Liste interessieren, vielleicht ist da ja etwas dabei, was den einen oder anderen Leser ansprechen könnte! 🙂

    Wie kommt es, dass ihr die Profitabilität so Stiefmütterlich behandelt?

    Liebe Grüße
    Jasper

    Antworten
    • 1. April 2017 um 14:26
      Permalink

      Hallo Jasper,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Die gesamte Liste ist aktuell sehr lang, wenn ich sie im Laufe des Wochenendes aktualisiere, kann ich gerne einen Einblick liefern.

      Wie würdest du die Profitabilität behandeln und gewichten?

      Ich finde es schwierig ein Unternehmen lediglich anhand einzelner Faktoren zu bewerten. Unternehmen wie Amazon, Snapchat und co hatten jahrelang eine dicke rote Zahl unterm Strich stehen oder die Zahl steht nachwievor. Dennoch rennt der Kurs Richtung Norden.

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
    • 2. April 2017 um 21:56
      Permalink

      Hallo Jasper,

      der Vollständigkeit halber und aufgrund Deines Interesses hier die gesamte Liste:

      DAX:
      Allianz – 5 Punkte
      Bayer – 4 Punkte
      BMW – 7 Punkte
      Continental – 4 Punkte
      Fresenius – 5 Punkte
      Lufthansa – 6 Punkte
      SAP – 4 Punkte
      Siemens – 5 Punkte

      TecDax:
      Telefonica – 4 Punkte

      MDax:
      Axel Springer – 6 punkte
      CTS Eventim – 4 Punkte
      Deutsche Wohnen – 5 Punkte
      Fraport – 5 Punkte
      Fuchs Petrolub Vz. – 4 Punkte
      Hugo Boss – 4 Punkte
      K&S – 5 Punkte
      MTU Aero Engines – 5 Punkte
      TAG Immobilien – 5 Punkte
      Talanx – 4 Punkte

      Wir sind gespannt, ob Dich davon etwas anspricht 🙂 Natürlich ist das keine Kaufs- oder Verkaufsempfehlung von unserer Seite, sondern lediglich eine Entscheidungshilfe für unsere Leser.

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
      • 3. April 2017 um 23:50
        Permalink

        Hallo ihr Zwei 🙂

        Zur Profitabilität: Es ist entscheidend, wie viel Gewinn bei einem € Umsatz übrig bleibt. Das einzige Unternehmen, das einigermaßen rentabel wirtschaftet ist Axel Springer mit 14% EBIT-Marge.
        Ich glaube bei Springer waren historisch die Umsatzrenditen eher bei 7-8%, was leider keine guten Werte sind.
        Uns als Investoren sind zwei Dinge wichtig, erstens Profitabilität und zweitens Wachstum. Das sind die beiden Dinge, die „Value“ schaffen. Mein Problem mit den drei Unternehmen ist daher, dass beide Punkte nicht gut erfüllt werden. Kann Axel Springer das hohe KGV und die eher mittelmäßige Profitabilität mit einem starken Wachstum über die nächsten Jahre wettmachen?

        Bei Amazon und Co. hast du recht, hier sind viele Erwartungen eingepreist, aber das trifft ja auf Axel Springer, Allianz und Lufthansa eher weniger zu. Hier kann man sehr viel einfacher und genauer analysieren.

        Von den Werten in der Liste finde ich auf den ersten Blick am interessantesten:
        SAP
        Fuchs Petrolub
        Fresenius
        Eventim

        Allerdings leider alle zu teuer 🙁
        Es ist allgemein schwer aktuell gute und günstige Investments zu finden, die Märkte sind sehr heiß gelaufen.

        Habt ihr eigentlich auch vor international Aktien zu kaufen oder beschränkt ihr euch lieber auf nationale Unternehmen?

        Antworten
  • 26. März 2017 um 14:38
    Permalink

    Hallo Zusammen,

    ich selbst sehe mir die Aktien eher aus der nachhaltigen Dividendenseite an. Wenn diese durch eine gewisse Kursphantasie abgerundet wird dann um so besser. Kursseitig – wie Ihr auch gemacht habt – sehe ich bei der Lufthansa von den 3 Titeln das meiste Potential.

    Nehme ich jedoch die Dividendenkontinuität iVm. mit dem langfristigen Dividendenwachstum hinzu, dann lande ich bei der Allianz. A.Springer wächst da kaum.

    Grüße und erfolgreiches Investieren
    Thomas

    Antworten
    • 1. April 2017 um 15:11
      Permalink

      Hallo Thomas,

      danke für Deinen Kommentar und Deine Kurz-Analyse.

      Genau diese Gedanken hatte ich auch. Die Allianz und Axel Springer sind aus meiner Sicht beides solide Investments mit denen man nicht grundlegend viel falsch machen kann. Allerdings sind wie Du schon sagst gerade bei Axel wahrscheinlich keine großen Sprünge zu erwarten.

      Lufthansa hat mich nie gereizt, da ich das Angebot des Unternehmens selbst nicht als langfristig wettbewerbsfähig empfinde. Allerdings würde ich hier die Dividende mitnehmen und auf das kurz-/mittelfristige Kurspotential hoffen.

      Vorher weiß man es natürlich nie….

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 27. März 2017 um 17:42
    Permalink

    Ich halte es wie der Wirtschaftswaise, zu viel Zeit investiere ich nicht. Wenn es euch beruhigt ist das natürlich absolut legitim. Geschäftsberichte lese ich schon lange nicht mehr. Die sind meist schon beim Erscheinen überholt. Vielleicht fällt mir die Bewertung einzelner Unternehmen leichter, da ich etwas mehr Erfahrung inzwischen sammeln konnte.
    Einen Burggraben sehe ich ebenfalls bei keinem der drei Unternehmen. Wobei diese per se nicht schlecht sind.

    Antworten
    • 1. April 2017 um 15:14
      Permalink

      Hallo Alexander,

      danke für Deine Meinung zu unserem Artikel. Du hast Recht, dass wohl alle drei keinen Burggraben im klassischen Sinn haben. Die Frage, die ich mir noch stelle ist, ob es sich nicht dennoch lohnt mein Geld erst einmal in die Aktien zu investieren – besser als auf dem Tagesgeld bis ich dann etwas anderes überzeugendes gefunden habe, kann ich mich über die Dividenden und ggf. kleine Kurssteigerungen freuen.

      Deine Erfahrung hilft Dir sicherlich, dass Du deutlich schneller als wir in der Bewertung von Unternehmen und deren Aktien sein wirst. Wir sind uns sicher, dass sich auch unser Vorgehen mit steigender Erfahrung immer wieder verändern wird. Wenn es alle gleich machen würden, wäre es ja auch langweilig 😉

      Liebe Grüße
      Marielle

      Antworten
  • 30. März 2017 um 08:25
    Permalink

    Hallo Marielle!

    Vorneweg: Ich investiere nicht in Aktien sondern ziehe ETFs vor.
    Aber nach Deiner Zusammenfassung würde ich keine von diesen hier wollen.
    Axel Springer: Ich mag die Produkte nicht sonderlich. Da wird viel Geld mit dem Verbreiten von Suggestivfragen und Halbwahrheiten erwirtschaftet.
    Die Allianz produziert nichts sondern verschiebt nur Geld. Schon wichtig, aber halt nicht produktiv …
    Lufthansa: Eine Holding mit 550 Teilunternehmen ist nicht global optimiert, sondern
    hat ganz viele Provinzfürsten. Und dann noch „Premium Hub Airline“. Brrrr. Dazu ist das Haupt-Produkt austauschbar und nicht wirklich besser als beim Wettbewerb (was mir meine Kollegen so erzählen – ich fliege selten).
    Aber auf der anderen Seite — so denken sicher auch viele andere und deswegen ist das alles eingepreist.
    Aber ist es Zufall, dass ihr drei deutsche Unternehmen auf dem Radar habt, oder ist es Home bias?

    Liebe Grüße
    Hartmut

    Antworten
    • 1. April 2017 um 15:17
      Permalink

      Hallo Hartmut,

      danke für Deinen Kommentar und Deine Gedanken zu den drei Werten. Alles kann ich total nachvollziehen…gerade bei der Lufthansa bin ich voll bei Dir: Das Produktangebot ist nicht wirklich überzeugend…und auch die Axel Springer Produkte würde ich wahrscheinlich nie selbst kaufen. Allerdings tun es einfach wahnsinnig viele andere Menschen – und warum davon nicht profitieren?

      Das ist kein Zufall. Wir schauen uns in erster Linie deutsche Unternehmen an, da wir diese in unserer Excel-Liste entsprechend gut tracken können. Zusätzlich schauen wir uns noch regelmäßig die aktuellen Werte (nach unserer Strategie) aus dem Dow Jones an. Allerdings ist unser Depot bis auf Johnson & Johnson sowie 3M bisher ausschließlich Deutschland zuzuordnen. Auch das wird sich mit der Zeit sicher ändern…für jetzt fühlt es sich richtig an.

      Viele Grüße
      Marielle

      Antworten
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