Warum gemeinsam Ziele setzen?

Hey,

hast Du Dich schon gefragt, warum gefühlt jeder zweite Blog auf Zielen rumhackt? In Vorbereitung zu diesem Artikel habe ich eine YouTube-Recherche durchgeführt. Mein Keyword: „Warum Ziele setzen“ führte zu folgenden Ergebnissen:

 

(1) Ziele setzen

(2) Ziele setzen und erreichen

(3) Ziele SETZEN und ERREICHEN

(4) ZIELE setzen und erreichen

(5) ZIELE SETZEN UND ERREICHEN

(6) ZIELE SETZEN UND ERREICHEN – Deine Powerformel in nur 6 Schritten zum Erfolg

Eine Überladung des Keywords, die von einem Superlativ in den nächsten wandert und nicht mehr superlativerer sein könnte. Am Ende ist es am Superlativsten und eine weitere Steigerung ist nicht möglich. Zudem fällt auf – es geht direkt darum, WIE man Ziele setzt und erreicht.

Vor dem Wie sollte das Warum geklärt sein. Da ist Google etwas ergiebiger. Allerdings geben die ersten zwei Seiten die x-fach wiedergekäuten, schnöden Gründe:

 

(1) Mehr Erfolg

(2) Mehr Motivation

(3) Mehr Fokus

(4) Mehr Effektivität

Und aus diesem Grund werden wir uns in den nächsten Zeilen mit dem Warum der Zielsetzung in einer Beziehung beschäftigen und warum die Finanzen besondere Beachtung verdient haben.

 

Zum Wesen von Zielen

Motivation und Ziele hängen unweigerlich zusammen. Ohne Motivation keine Ziele und ohne Ziele keine Motivation.

Am Anfang steht ein Bedürfnis wie Hunger. Daraus wird die Motivation den Hunger durch Nahrungsaufnahme zu stillen. Gleichzeitig entsteht das Ziel Nahrung zu finden und zu essen.

 

Aus der Motiviation und dem dazugehörgien Ziel werden diverse Handlungsanweisungen abgeleitet. Diese sind nötig, um das Ziel schlussendlich zu erreichen.

Sobald Essen gefunden und die Nahrungsaufnahme abgeschlossen ist, verspüren wir Befriedigung. Das Bedürfnis verschwindet vorerst – je nach Bedüfnis ist dies ein zyklischer Prozess.

Aus diesem Modell (s. Bild) ergeben sich einige Implikationen. Die drei wichtigsten, sind folgend thematisiert.

 

1. Warum Du handelst wie Du handelst

Wenn Du Dir die Zeichnung und das Beispiel ansiehst, wird sofort klar, dass Zielsetzung ständig, überall, zu jedem Thema und vor allem unbewusst geschieht.

Du kommst gar nicht daran vorbei, Dir Ziele zu setzen.

Würde dieser Prozess nicht ablaufen, würdest Du den ganzen Tag im Bett liegen und vor Dich hin vegetieren. Innerhalb kürzester Zeit würden die chemischen Prozesse des Austrocknens einsetzen. Resultat wäre multiples Organversagen, da die Niere den Flüssigkeitshaushalt nicht mehr managen kann.

Konkreter könnte unser Thema lauten: „Warum Du Dir Ziele bewusst setzen solltest.“

Und die Antwort: Du lernst Dich kennen!

 

Du lernst Dich kennen

Kurzes Rekapitulieren: Wir haben gelernt, dass aus Bedürfnissen die Motivation und das Ziel entstehen. Nicht jedes Bedürfniss ist trivial – Nahrungsaufnahme, Toilettengang, Schlaf, Sex und Co sind Grundbedürfnisse. Diese sind heutzutage in unserer Gesellschaft vergleichsweise simpel zu erreichen.

Beziehungen und Finanzen sind erheblich komplexere Themen.

Warum wollen viele Menschen eine lebenslange Partnerschaft, Kinder, ein Haus, einen Hund…?

Was steckt hinter dem Ziel finanzielle Freiheit?

Und was zum Geier bewegt mich jeden Tag wie eine Ameise arbeiten zu gehen?

Bewusst Ziele zu setzen, ist eine hervorragende Methode eingeschliffene Denkmuster, Glaubenssätze und vorprogrammierte Handlungsskripts herauszufinden, zu hinterfragen und! zu ändern.

 

Ihr lernt Euch kennen

Setzt Euch gemeinsame Ziele und Ihr werdet Euch auf einem anderen Level kennenlernen. Was sind Eure Bedürfnisse in der Beziehung? Warum ist es wichtig, diese zu befriedigen?

Wenn persönlich wichtige Bedürfnisse dauerhaft unbefriedigt bleiben, führt dies zu Frustration, Ärger und Wut. Das Schlimmste? Du weißt selbst nicht woher das kommt!

Für die Beziehung ist das Gift. Und wir reden hier nicht vom Gift der Wolfsspinne, das lediglich zu Kopfschmerzen führt. Viel mehr ist es eine perfekt dosierte Vergiftung durch Arsen – am Ende ist jemand tot und keiner checkt warum.

 

2. Verbringe Dein Leben nicht im Autopiloten

Was hast Du bisher gelernt?

Ziele und Motivation sind unzertrennlich miteinander verbunden.

Sie entstehen aus Bedürfnissen und enden in einer Befriedigung.

Beides passiert permanent und unbewusst.

In unserem Leben lernen wir für 99,99 % der Ereignisse ein passendes Skript. Dieses beschreibt den Handlungsverlauf, gibt Anweisungen und bringt uns ans Ziel – manchmal ohne das wir dort hinwollen.

Du kennst die Situation, dass Du beim Autofahren derart in Gedanken versunken bist, dass Du zu Deinem – aktuell – relevantesten Ziel fährst. Fast oder bereits angekommen fällt Dir auf, dass Du ursprünglich vor drei Ausfahrten runter musstest.

Ohne bewusstes Auseinandersetzen mit Deiner Motivation und Deinen Zielen (im Detail mit Deinen Bedürfnissen) lenkst Du Dein Leben zu einem vorprogrammierten Ziel.

 

Beispiel

Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Abitur, Studium, Arbeiten, Heiraten, Kind 1, Haus bauen, Kind 2, Rente, Sterben.

Auf einen Teil unserer Gesellschaft, mag dies zutreffen, auf einen größeren Teil nicht.

 

Oder

Ernsthafte, langjährige Beziehung mit nur einem Partner. Nach x Jahren heiraten, Kinder zeugen… naja Du kennst das Spiel.

Mag ebenfalls auf einige zutreffen, aber trifft es auch auf Dich zu?

 

Das böse Erwachen

Wer sich nie damit beschäftigt, was er überhaupt will, wird an einem Punkt kommen, an dem sich die Ignoranz rächt.

Die Gesellschaft nennt es Midlife Crisis.

Wenn ich mich planlos in den Victoriasee begebe, losschwimme und nach 40 Jahren merke, dass ich keine Ahnung habe, wohin ich überhaupt wollte, dann würde mir die Panik ebenfalls ins Gesicht steigen.

 

Wer nicht weiß wo er hin will, weiß auch nicht, warum er mit dem Weg begonnen hat!

Besonders kritisch ist dies in Beziehungen. Standardaussagen wie „Wir haben uns auseinander gelebt“ oder „Wir passen einfach nicht mehr zueinander“ sind der verzweifelte Versuch etwas zu erklären, über das diejenigen Nichts wissen.

Im Autopilot durch die eigene Beziehung zu fahren bedeutet dem gesellschaftlichen Skript einer Beziehung gedankenlos zu folgen.

Ziele bereichern die Beziehung, um zu erkennen, an welchen Stellen Ihr Euch lediglich externen Mechanismen unterwerft und wo Ihr eigenverantwortlich Eure Bedürfnisse in die Beziehung integriert, sodass es zu Eurer Beziehung wird!

 

Finanzen – hier singen es alle vom Dach!

Anders verpackt, im Kern dieselbe Aussage, wird in zahlreichen Büchern, YouTube-Kanälen und Blogs gepredigt. Wer im Autopilot durchs Leben fährt, endet in der Altersarmut.

Hier ein Wie-für-Dich-gemacht-Kredit, dort eine Null-Komma-Null-Finanzierung oder die Erklärungen im Rentenbescheid. BÄH! Nimm Dein finanzielles Steuer selbst in die Hand.

In dieser Szene hören viele zu und ein Teil derer setzt die Gedanken um. Ein erster Schritt, danach muss nur der zweite kommen!

 

3. Muster erkennen, Veränderungen ermöglichen

Aus den ersten beiden Gründen ergibt sich der dritte Grund.

Wenn Du herausgefunden hast, was Deine Bedürfnisse sind, in dem Du bewusst über Deine Ziele nachgedacht und den Autopiloten ausgeschaltet hast, kannst du Muster erkennen und unliebsame Handlungen verändern.

Das Bedürfnis nach Ausgeglichenheit und dem Ziel akuten Stress zu reduzieren, kann je nach Programm sehr unterschiedlich verlaufen.

Raucher rauchen

Fette fressen

Läufer laufen

Jeder erlangt dadurch eine Befriedigung und erreicht sein Ziel. Problematisch wird es, wenn Raucher und Fette ebenfalls ein starkes Bedürfnis nach gesundem Verhalten haben. Und ihr lästiges Laster ablegen wollen, dies allerdings nicht hinbekommen.

Erkennen des Schema F’s ermöglicht der Person, anstelle des einen Programms ein neues zu setzen. Aus:

Wenn ich Stress habe, rauche ich erstmal eine

wird

Wenn ich Stress habe, setze ich mich hin und atme zehn Mal tief ein und aus

Schema F lösen und Eure Beziehung gestalten

Gemeinsame Ziele formulieren, bedeutet gemeinsame Bedürfnisse zu kommunizieren und das Steuer in vier Hände zu nehmen.

Jeder von uns hat in seinem Leben unterschiedlichste Erfahrungen erlebt, wurde anders sozialisiert, hat andere Glaubenssätze aufgebaut und andere Programme entworfen.

Diese Kollidieren, dass es kracht.

 

Im Knallerbsen-Format

Marielle drückt in die Mitte der Zahnpastatube – ich drücke aufs Ende. Bei beiden laufen Programme auf Basis unterschiedlicher Bedürfnisse ab.

Konfliktpotential: Check!

Veränderungspotential: Check!

Zwei Zahnpastatuben lösen das Problem sofort.

 

Im Hiroshima-Format

Beide steuern im Autopilot durch das Leben. Bedürfnisse werden ignoriert. Ziele als unrealistische Träume abgeschmettert. Reflektion fehlt auf allen Ebenen.

Mit 42 Jahren wacht der erste auf, geht fremd, schämt sich und beichtet. Der nächste kann dies nicht tolerieren, denn das macht man ja nicht!

Die Scheidung muss her – geknickter Stolz, Wut, alternativlos, Autopilot.

Was folgt ist ein Rosenkrieg über mehrere Jahre. Aufgebautes Vermögen wird durch Anwalts- und Gerichtskosten aufgefressen. Beide hocken mit weniger als der Hälfte ihr restliches Leben ab, während einer weiterhin für beide den Unterhalt finanziert.

Übrig bleiben zwei verbitterte Personen, die sich hilflos dem weiteren Schicksal des Fluchens, Beschuldigens und Verteufelns ergeben.

 

Finanzen funktionieren analog…

 

Fazit

Im Titel heißt es „Warum gemeinsam Ziele setzen“ und nicht „Warum gemeinsame Ziele setzen“. Durch den Zielsetzungsprozess könnt Ihr Eure Bedürfnisse kommunizieren, aufeinander abstimmen und die Prioritäten verhandeln.

Deshalb gelten die genannten drei Gründe ebenfalls für Einzelpersonen und für individuelle Ziele innerhalb einer Beziehung.

Und hier sind nochmal alle drei Gründe, warum Ihr als Paar gemeinsam in Ziele investieren solltet, aufgelistet:

(1) Warum Du handelt Ihr wie Ihr handelt – lernt Euch und Eure (unterschiedlichen) Bedürfnisse kennen

(2) Verbringt Euer Leben nicht im Autopiloten – wisst, warum Ihr wohin wollt

(3) Muster erkennen, Veränderung ermöglichen – seit Die, die Ihr sein wollt und handelt, wie Ihr handeln wollt

 

Eins noch…

Eingangs hatte ich erwähnt, dass die gängigen Warums (mehr Erfolg, mehr Motivation, mehr Fokus und mehr Effektivität) trivial sind.

Sie sind schlichtweg Resultate aus einem darunter liegenden Prozess. Wer sich kennenlernt, seine Bedürfnisse kennt, nicht planlos im Wasser strampelt und seine Handlungsweisen verändert, der wird sich hundertprozentig von der Masse abheben, erfolgreicher, motivierter, fokussiertert und effektiver sein.

Aber das ist eben nicht die Antwort auf die Frage, warum Du Dir Ziele setzen sollst, sondern lediglich Nebenprodukte.

 

Was für Gründe fallen Dir noch ein, warum Du Dir Ziele setzen solltest?

 

Beste Grüße
Mike

 

 

Artikel, die Dich ebenfalls interessieren könnten

Blogparade: Ziele – Was bringt die Zukunft?

Hier kannst Du uns teilen:
Facebook0
Facebook
Instagram80
RSS113
Google+
http://beziehungs-investoren.de/3-gruende-warum-gemeinsam-ziele-setzen-eure-beziehung-rettet/
Twitter
3 Gründe, warum gemeinsam Ziele setzen Eure Beziehung rettet
Markiert in:                        

10 Gedanken zu „3 Gründe, warum gemeinsam Ziele setzen Eure Beziehung rettet

  • 30. Januar 2017 um 16:32
    Permalink

    Neben den eigenen Bedürfnissen finde ich es auch wichtig sich darüber Gedanken zu machen, was die eigenen persönlichen Werte sind und wie ich nach diesen lebe.

    Was ist mir wichtig und was macht mich glücklich?

    Viele Menschen sind sich in keiner Weise bewusst, was ihnen wichtig ist und ergründen auch nicht tiefergehend, was sie glücklich macht. Die Folge ist, dass sie das vorgegebene Leben der Gesellschaft leben und nur wenige eigene Entscheidungen in ihrem Leben treffen.

    Wie ihr das auch so schön kurz beschreibt:

    Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Abitur, Studium, Arbeiten, Heiraten, Kind 1, Haus bauen, Kind 2, Rente, Sterben.

    Alleine den Punkt Arbeit könnten wir tausende Wörter darüber schreiben, was nach Vorstellung der Gesellschaft eine gute Arbeit ist. (z.B. hohes Gehalt, Firmenwagen, hohes Ansehen, Arbeiten bei einer großen Firma oder als Beamter)
    Viel Unglück kommt daher, dass die Menschen einfach auf Autopilot den vorgegebenen Weg gehen und hinterher nicht wissen, was eigentlich ihnen selbst wichtig ist.

    Alleine dieser Grund ist für mich einer der wichtigsten sich Ziele zu setzen.
    Ich möchte niemals in die Situation kommen zu sagen, dass ich nur das Leben eines anderen gelebt habe, weil ich nicht den Mut gehabt habe mein eigenes Leben zu leben.
    Dabei hilft es natürlich sehr, wenn man die eigenen Finanzen gut im Griff hat und eventuell auch schon ein passives Einkommen hat.

    Noch ein schönes Zitat als Abschluss zu meinem etwas länger gewordenen Kommentar:

    „Entweder du erträgst den Schmerz der Disziplin, oder den Schmerz der Enttäuschung und des Bedauerns.“ (Jim Rohn)

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antworten
    • 2. Februar 2017 um 20:27
      Permalink

      Hey Dominik,

      ein tolles Zitat – das merke ich mir! 🙂 Und mir fällt sofort ein ähnliches ein:

      „Akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Ändere, was du nicht akzeptieren kannst. Und habe die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.“

      Leider weiß ich nicht mehr von wem es stammt. Aber es zielt auch darauf ab, nicht frustriert und planlos durchs Leben zu schippern.

      Dein Werte-Punkt ist mir beim Schreiben ebenfalls immer wieder in Gedanken gekommen. Hatte mich allerdings dagegen entschieden, da die Materie zu komplex geworden wäre. In diesem Zuge würden sämtliche Motivationstheorien zum Tragen kommen. Vielleicht schreibe ich dazu – bei Lust und Laune – einen separaten Beitrag.

      Meine größte Angst besteht darin, eines Tages auf meinem Sterbebett aufzuwachen und mir lauter hätte-, wenn-ich-doch-nur- und warum-habe-ich-nicht-Gedanken durch den Kopf schießen. Um das zu vermeiden, muss ich der Kapitän meines Lebens sein 🙂

      Ich bin gespannt, was du zu den weiteren Artikeln der Serie sagen wirst!

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
  • 1. Februar 2017 um 22:29
    Permalink

    Über Ziele in einer Beziehung habe ich mir bisher nicht so wirklich Gedanken gemacht. Mein Freund und ich sind seit über 5 Jahren zusammen, trotzdem machen wir noch sehr viel unser eigenes Ding. Letztlich sollte man stets seinen Interessen nachgehen und sich gegenseitig unterstützen und zumindest in die gleiche Richtung schauen, wenn es um das wichtige Thema Familiengründung ja/nein geht. Ein wirkliches gemeinsames Ziel haben wir aktuell nicht. Jeder entwickelt sich weiter, zum Teil gemeinsam, zum Teil für sich. So lange wir den einander am Leben teilhaben lassen, synchronisiert wir uns automatisch (Wünsche, Interessen, Weltanschauung) und lernen voneinander.

    Welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

    Antworten
    • 2. Februar 2017 um 20:19
      Permalink

      Hallo Jenny,

      gemeinsame Ziele beginnen eben – wie du bereits sagtest – bei der Familienplanung. Und da gibt es deutlich mehr zu entscheiden als ja/nein. Wie wird die Elternzeit genutzt? Wie soll die Finanzierung funktionieren? Wann fängt wer für wie viel wieder an zu arbeiten?

      Wohnorte und berufliche Zukunft: Wie viel Rücksicht wird bei der Stellenwahl genommen? Ist es okay, wenn einer in Beligen, der andere in Thailand arbeitet?

      Oh, und wie sollen die Kinder erzogen werden? Was ist das gemeinsame Bild vom Kind? Welche Werte soll das Kind verinnerlichen?

      Das kann alles ohne Abstimmung und vollautomatisch funktionieren – kann dabei eben auch kräftig in die Hose gehen.

      Wir haben uns gemeinsame und getrennte Ziele gesetzt – an denen wir dieses und die nächsten Jahre arbeiten werden. Die, die wir mit der Öffentlichkeit teilen, findest du in unserem Ziele-Artikel: http://beziehungs-investoren.de/wir-schreiben-das-jahr-2017/

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
      • 2. Februar 2017 um 21:09
        Permalink

        Nach dem Studium war es bei uns noch schwer, alles auf einen Nenner zu bringen, weil ich an die Arbeit gebunden war und er wegen seines Masters schauen musste, wo er genommen wird. Seit wir zusammen wohnen, versteht sich aber tatsächlich vieles von selbst. An sich stimmt es, dass man nicht zu blind durchs Leben gehen sollte, um mit 30 festzustellen, dass man gar nicht zueinander passt. Andererseits sind mein Freund und ich recht „umgänglich“ und haben bisher immer einen Kompromiss gefunden, ohne laut zu werden oder uns zu streiten. Ich mache mir da wegen Elternzeit, Kindererziehung etc. keine Sorgen. Das „Wann“ ist immer nur ein wenig die Frage: Wann ist man bereit, Gott zu spielen und ein kleines Wesen in die Welt zu setzen und ein neues Kapitel im Leben aufzuschlagen?

        Antworten
  • 3. Februar 2017 um 09:24
    Permalink

    Hallo Mike,

    „Wohnorte und berufliche Zukunft: Wie viel Rücksicht wird bei der Stellenwahl genommen? Ist es okay, wenn einer in Beligen, der andere in Thailand arbeitet?“

    Das kann man noch gut verhandeln, denn da reden zwei Erwachsene mit einander. Und vor allem: Das klären auch zwei Erwachsene miteinander.

    „Oh, und wie sollen die Kinder erzogen werden? Was ist das gemeinsame Bild vom Kind? Welche Werte soll das Kind verinnerlichen?“

    Hier wird es spannend. Diese Kinder sind ganz schöne Anarchisten, die verinnerlichen nicht einfach so irgendwelche Werte 🙂 Außerdem mischt da die ganze Welt mit: Die Peergroup, Oma und Opa, die werbetreibende Wirtschaft…
    Wichtig wäre hier: Ein Paar dass – so wie ihr – daran gewohnt ist, alles unter Erwachsenen zu besprechen wird sich deutlich umstellen müssen. Natürlich gibt es gemeinsame Werte aber das Kind malt selbst massiv mit an seinem eigenen Bild. 😉
    Da braucht es dann weniger konkrete Ziele und mehr Gottvertrauen. Bei uns und im Bekanntenkreis kommen die Gören jetzt alle so nach und nach aus der Pubertät, bzw. sind seit zwei, drei Jahren raus und man wundert sich: Vollpfosten werden auf einmal zu denkenden und vernünftigen Menschen. 😉

    Gruß
    Finanzwesir

    Antworten
    • 10. Februar 2017 um 21:58
      Permalink

      Hallo Finanzwesir,

      vielen Dank für deine Gedanken. Sicherlich wirken auf das Kind die Schule, andere Erwachsene und vor allem Peers, hinzukommen hormonelle und neuronale Veränderungen. Dies nimmt Einfluss auf das Weltbild des Kindes und motiviert es, auf die Art zu handeln, auf die es handelt.

      Allerdings ist nicht zu vernachlässigen, dass auf Erwachsene die gleichen Prozesse noch viel länger gewirkt haben. Die Bedeutung einer jeden Äußerung und Handlung wird einzig und allein aufgrund der Insel (Erfahrung, Wissen, Sozialisation) des Empfängers klar.

      Wir nehmen an, dass mit Kindern die Kommunikation deutlich schwieriger ist, da es Kinder sind. Mit Erwachsenen nehmen wir an, dass diese uns verstehen, da sie ebenfalls Erwachsen sind. Die Realität sieht anders aus. Täglich entstehen Missverständnisse mit teils katastrophalen Ausgang. Und alles nur, weil der Sender, die Insel des Empfängers nicht berücksichtigt hat oder berücksichtigen konnte.

      Kinder lernen durch Imitation und Exploration (auch, wenn die Schule etwas anderes zu behaupten versucht). Wenn ich mich auf die Art verhalte, die ich von meinem Kind erwarte, dann wird dieses das Verhalten übernehmen. Imitation ist dermaßen stark, dass selbst ätzende Eigenschaften (auch Erwachsene von Erwachsene) übernommen werden.

      Und, wenn es darum geht, Werte an Kinder zu vermitteln, dann hängt dies unter anderem mit dem Erziehungsstil zusammen. Wenn Person a) hü sagt und Person b) hütt, dann wird das Kind Regeln und Grenzen vermissen, an denen es sich austesten kann. Als Resulatat wird das Verhalten so lange hoch reguliert, bis alle die Köpfe über den Händen zusammenschlagen und keiner mehr weiß wie es weiter gehen soll.

      Beste Grüße
      Mike

      Antworten
  • Pingback: Das Wie gemeinsamer Ziele - unsere Geschichte und Tipps - Beziehungs-Investoren

  • Pingback: Zielarten: Welche passt zu unser Beziehung? - Beziehungs-Investoren

  • Pingback: Scheitern als Reifeprozess - Verloren und doch gewonnen - Beziehungs-Investoren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*